9h?« 5833
»rschetut tL-ltch außer Sonntag-.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siegener Kamillen- Härter viermal in der Woche betgelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch-u.Stem- druckerei. R. Lange.
Redaktion, Expedttto« imb Druckerei:
Schnlstratze 7.
Adresse für Depeschern Auzetger Gießen.
Frrnsprechanschluß Nr. 51.
Erstes Blatt.
155. Jahrgang
Dienstag 3. Oktober 190^
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger & '*a*'
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen
vezogSpretS: monatlich75Pf.,viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viert el- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnumnr« bis vormittags 10 Uhr, Zeilenpreis: lokal 12 Pf*
auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko- für »Stadt und £anb* und „Gerichtssaal*: August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Iie heutige Summer umfaßt 8 Seiten.
Die finanziellen Wirkungen des Krieges für Rußland und Zapan.
In dein demnächst erscheinenden Hefte der „Mckrine- Rundschau" veröffentlicht Geheimrat Professor Dr. Helffe- rich einen Artikel über die finanzierte Seite des Krieges. Beide Staaten haben nach des Verfassers 'Auffassung den Krieg recht gut überstanden. Den Unterschied zwischen beiden könnte man vielleicht dahin ausdrücken, daß Rußland während des Krieges, also in der jüngsten Vergangenheit besser dagestanden hat, Japan aber die günstigeren finanziellen Aussichten für die Zukunft besitzt. Wieviel fester Rußland in der ersten Zeit des Krieges finanziell dastand als Javan, geht aus einem Vergleiche des Kursrückganges der beiderseitigen Papiere in den ersten Monaten des Krieges hervor. Die 4proz. russische Anleihe von 1889 hatte im Januar 1904 einen Durchschnittskurs von 97,13, zwei Monate darauf von 93,60; der Rückgang betrug mithin nur 3*/2 Prozent. Die 4proz. japanische "Anleihe von 1899 hatte im Januar 1904 einen Kurs von 76,40, im März von 64,58; -Ser Rückgang! betrug hier also nahezu 12 Proz. Dieser Unterschied ist um so beachtenswerter, als die Japaner bekanntlich den Krieg mit einem Erfolge eröffnet hatten. Wer selbst noch späterhin, als die militärische Ueberlegenheit Japans unbedingt festgestellt war, konnten die Japaner ihre Anleihen nur unter ungünstigeren Bedingungen als die Russen unterbringen. Interessant ist es, daß die größten Kurssteigerungen der japanischen Papiere nicht sowohl durch die eigenen Siege, ccks durch die inneren Unruhen in Rußland (Ermordung des Großfürsten Sergius, Meuterer des „Potemkin") hervorgerufen wurde. Dieser unbefriedigenden inneren Lage in Rußland mißt denn auch Helfferich eine viel größere Bedeutung für erne mögliche ungünstige Zukunft der ruffischen Finanzen bei, als den Wirkungen des Krieges. Der Krieg hat seiner Meinung nach einen bemerkenswerten Einfluß auf die wirtschaftlichen Verhältnisse Rußlands nicht ausgeübt. Hat er auch für ernrge Industrien schwere Störungen mit sich gebracht, so ftnb andere Industrien, die für den Kriegsbedarf arbeiteten, durch chn gefördert. Die günstige Ernte des Jä^res 1904 hät ein klebriges dazu getan, um das russische Volk die Belastung durchl den Krieg nicht zu schwer empfinden lassen. Die Unruhen, vor ntten Dingen diejenigen int Kau ka.su s, aber haben dem russischen Nattonalwohlstande schwere Wunden geschlagen; dazu kommt, daß die Nachrichten über die Ernte dieses Jahres teilweise sehr ungünstig lauten. Helfferich resümiert sich demgemäß über die finanziellen "Aussichten Rußlands dahin:
„Für 'bas künftige Schicksal der russischen Staatsfincmzen wird es vor allem, darauf nnfommen, ob es gelingt, den Frieden im Innern auf einer Grundlage wiederherzustellen, die ein gedeihliches wirtschaftliches Arbeiten und eine fortschreitende Nutzbarmachung der unbestreitbar großen natürlichen Hilfsquellen ermöglicht; ob es gelingt, die notwendigen ökonomischen Reformen namentlich auf agrarischem Gebiete zu einem guten Ende zu führen; und schließlich, ob es gelingt, dem russischen Reiche für einen hinreichend großen Zeittaum neue Opfer für seine auswärtige Politik zu ersparen."
Günstiger sieht die Zukunft für Jäpan aus'. Trotzdem die japanischen Finanzen durch den Krieg verhältnismäßig viel stärker belastet worden sind, als die russischen, hat Japan den Krieg wirtschaftlich recht gut überstanden.. Der auswärttge Handel des Landes hat sich trotz des Krieges im vergangenen Jahre, wie das japanische Finanzjahrbuch hervorhebt, „beispiellos" entwickelt und, was auch bezeichnend für den allgemeinen Wohlstand ist, die Einlagen bei den Banken und den Postsparkassen haben eine Zunahme erfahren. Dazu kommt, daß sich Japan in Korea und der südlichen Mandschurei wertvolle Territorien für seine wirtschaftliche Betätigung gesicherti hat. Freilich wird sich Jkpan, um diese Gebiete wirtschaftlich ausbeuten zu können, großeKapitalien verschaffen Müssen, und da es sich diese im eigenen Lande nicht oder wenigstens nur zum Teil verschaffen kann, so wird es von neuem an das Ausland herantreten müssen. Den nöttgen Kredit dürfte es wohl finden, aber es wird, wie Helfferich mit Recht hervorhebt, alles darauf ankommen, ob es die damit verbundene neue finanzielle Belastung wird ertragen können. Denn zunächst handelt es sich nur um eine Belastung, da der Gewinn erft nach .Jahren wird realisiert werden können.
Uolitische Tagesschau.
Die bevorstehende Erhöhung des Reichsbankdiskonts um ein volles Prozent hat die unveränderlich frohgemute Berliner Börse nicht auf lange zu stören vermocht. Ein hoher Reichsbankdiskont hält die Haussebewegung nicht auf, das ist eine alte Erfahrung. Allenfalls, daß vorübergehend eine Abschwächung dadurch eintritt, daß etliche Spekulanten, die mit dem (Selbe der Bank kaufen, sich eines .Teiles ihres auf Kredit erworbenen Besitzes entäußern. Im großen Ganzen aber ist im Publikum die Ueberzeugung von der „goldenen Zeit", die für Kohle und Eisen, wie überhaupt für alle großen Jndustrieen, gekommen sei, so außerordentlich stark und sie wird immer wieder durch günstige, zum Teil glänzende Geschäftsberichte genähtt, das warnende Stimmen gänzlich wirkungslos bleiben. Nicht die zünftige Spekulation, sondern die Spekulation des Publikums hat seit längerem die Leitung übernommen. Nach dem Friedensschluß schien es eine Zeitlang, als ob der Eifer der Beteiligung nachlassen würde, denn es fielen die bis dahin Anregenden Momente großer Bestellungen der Kriegsführenden
fort. Da bewirkte die Aufhellung des politischen Horizonts, vor allem die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich über die Marokkokonferenz, ferner die Wahrscheinlichkeit, daß dem neuen englisch-japanischen Abkommen durch ein deutsch-russisches Asien-Abkommen, wobei Frankreich nicht fehlen würde, ein das Gleichgewicht verbürgendes Gegengewicht geschaffen wird, eine starke Befestigung der Hoffnungen auf Aufrechterhaltung des Friedens. Unter all diesen günstigen Eindrücken hat nicht einmal der Niesenkampf in der Berliner Elektrizitätsindustrie, so ernst die Situation durch den wiederholten Fehlschlag der Einigungsverhandlungen geworden ist, die Börse und das spekulierende Publikum herabzustimmen vermocht. Denn dem steht wieder gegenüber, daß man, wie auch die „N. A. Ztg." bestätigt, mit ziemlicher Bestimmtheit auf eine, sehr bedeutungsvolle Einigung zwischen FiskuS und Kohlensyndikat rechnet.
In einer Besprechung der Stichwahl in Effeu und in einer Betrachtung über die „Notwendigkeit gemeinsamen Kumpfes gegen die Sozialdemokratie" macht die „Kreuzztg." den liberalen Parteien Vorwürfe und charakterisiert die eigene Auffassung über die bei Wahlen zu befolgende Taktik folgendermaßen:
„AlZ die ZaU der sozialdeinokratischen Abgeordneten im Reichstage noch gering toar, konnte man sich diesen Luxus der Gesinnungsdemvnstration noch wohl erlauben; heute muß uns selbst der unzuverlässigste Nationalliberale, der demokratischste Freisinnige und der fanatischste Ultranwntan gegenüber dem ausgesprochenen Revolutionär als das kleinere Nebel erscheinen und auf unsere Stimme rechnen dürfen."
Setzen aber die Gesinnungsgenossen der „Kreuzztg." etwa diese Theorie immer in'die Praxis um? Bei der Sttchwahl im Wahlkreise Berlin I (am 24. .Juli 1903 haben sich ungefähr 1000 konservative Wähler der Stimme enthalten, obwohl die Gefahr eines sozialdemokratischen Sieges recht nahe lag. Und dabei imr der Stad trat a. D. Kamps, den es zu unterstützen gait, noch lange nicht der „demokratische Freisinnige". Und doch war auch damals schon die Zahl der sozialdemokrattschen Abgeordneten nicht gering, vielmehr hatten die Hauptwahlen eine erhebliche Vermehrung der sozialdemokratischen Mandate zur Gewißheit gemacht. Ebenso haben die den Konservativen in manchen Hinsichten poch ziemlich nahestehenden Antisemiten in Stettin und Frankfurt a. M. durch Wahlenthaltung den Sieg der Sozialdemokraten begünstigt.
♦
lieber die ueugeschaffeue politische Lage Skandinaviens finden sich intereffante Bemerkungen in einem Reisebrief des bekannten Berliner EthikerS Prof. Friedrich Paulsen. Er weilte am Tage der Volksabstimmung über die Trennung der Union in Christiania und schreibt, ein Volk, das seine „Revolution" so begehe, dürfe eine Zukunft hoffen. Norwegen stehe jetzt als selbständiges Glied in der europäischen Völkerfamilie, aber mit der Aufgabe beschwett, für seine Selbständigkeit und Würde mit eigener Hand einzustehen, eine Aufgabe, die neue Pflichten und Lasten auferlegt, deren Schwere sich noch nicht übersehen laste. Andererseits sei nach Beseitigung eines verhaßten äußeren Bandes vielleicht auch hier die Voraussetzung für eine um so ehrlichere, auf der Gemeinsamkeit der letzten Lebensinteresten gegründete internationale Vereinigung gegeben. Während Paulsen diese Jnternationalität offenbar auf die drei skandinavischen Staaten bezieht, bezeichnet er es an anderer Stelle seines Briefes als charakteristisch, daß auf den Tafeln der norwegischen Gasthäuser vielfach in kleinen Fähnchen neben den Landesfarben die deutschen und englischen aufgestellt sind.
„Möge dies", so schreibt er, „von guter Vorbedeutung für das Verhältnis der drei Nationen fein! In der Tat weist die politische Lage Norwegens auf die Anlehnung oder wenigstens in letzter Stunde auf den Schutz der beiden großen stammverwandten Nationen hin: eine Ausdehnung Rußlands an den atlantischen Ozean wäre für beide gleich unerträglich."
Mit der Möglichkeit, sich dermaleinst des nach Westen vordrängenden Rußland erwehren zu muffen, wird in Norwegen bekanntlich seit Jahr und Tag gerechnet, angesichts der Russifizierung Finlands. Der Gedanke ist jetzt, nach Schwächung des russischen Ansehens in Ostasien, umsoweniger von der Hand zu weisen. Doch es gibt für Norwegen ein näher liegendes Mittel, seine Selbständigkeit zu sichern: die — bereits in Betracht gezogene — Berufung eines dänischen Prinzen zum König von Norwegen. Bei den engen verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Kopenhagener und dem Petersburger Hofe müßte es als ausgeschlossen gelten, daß Rußland einer Gewaltpolitik gegen das von einem Mitgliede des dänischen Königshauses regierte Norwegen sich zuwendet. Grade aus dieser Erwägung heraus werden die Norweger am Ende wohl auch nicht die republikanische, sondern die monarchische Staatsform akzeptieren. Eine Anlehnung an Deutschland ließe sich damit durchaus vereinen, nach einer solchen an England haben die Norweger bisher nicht das mindeste Verlangen zu erkennen gegeben.
Deutsche und Tschechen
lagen sich am Sonntag wieder einmal in den Haaren. In Brünn hat ein deutscher, sowie ein tschechischer Volkstag stattgefunden. Dabei ist es heiß hergegangen. Telegramme aus der mährischen Hauptstadt (die gestern
wegen Raummangels von uns zurückgestellt werben mußten)« melben:
In Anwesenheit von etwa hundert Abgeordneten fast alle» Kronländer fand am 1. d. Mts. ein deutscher Volkstag statt, der einstimmig folgende Resolution annahm: „Der deutsche Volks- tag fordert die deutschen Abgeordneten aller Parteien auf, die Verwirklichung der von den Tschechen geforderten Errichtung einer i j ch e ch i f cf) e n Universität in Mähren, die als nationales Kampfmittel zur Eroberung Brünns nicht nur die Deutschen Mährens, sondern ganz Oesterreichs bedrohen würden, imbeuafant unter Anwendung selbst der schärfsten Mittel zu verhindern." Nach Annahme der Resolution wurde der Volkstag geschlossen.
Der tschechische Volkstag genehmigte einstimmig eine. Resolution, in der die tiefste Erbitterung darüber ausgesprochen wird, daß die deutschen führenden Kreise in Brünn aus den niedrigsten Beweggründen bie, berechtigte Forderung zur Errichtung einer tschechischen Universität in Brünn zu ro ü ft e n politischen Hetzen mißbrauchten. Die Versammelten erklärten feierlich, bafg eine zweite tschechische Universität so bald wie möglich und zwap einzig und allein in Brünn errichtet werden müsse. Die Pflicht! der Negierung sei es, gewiffenhast und ehrlich für alle Bedürfnisse: der Völker zu sorgen.
Sowohl gestern aus Anlaß des von den Deutschen veranstalteten Fackelzuges als auch heute kam es zwischen Deutschen und, Tschechen zu wiederholten Zusammenstößen, wobei! beiderseits über 17 0 Personen verletzt wurden; auch Wach- leute erlitten Verwundungen. Den ganzen Tag war der Straßen-: verkehr gestört; zahlreiche Personen wurden verhaftet.
Wie später festgestellt wurde, rühren mehrere der bei den Unruhen vorgekommenen Verletzungen von Bajonnet- stichen und Säbelhieben her. Dem SchauspielerRaiman« vom Deutschen Theater wurde ein Finger durch einen Säbelhieb ab getrennt. Ein tschechischer Pöbelhaufen, der versuchte, eine deutsche Volksschule in Trümmer zu legen, wurde durch Kavallette zersprengt. Dem Professor Wellner wurde, während er im Laboratorium arbeitete, durch einen Steinwurf baS linke Auge auSge<< schlagen; er mußte ins HoSpital überführt werden.
Die Demonstrationen in Brünn wiederholten sich am Montag abend, in deutschen und tschechischen Kaffeehäusern wurden Fensterscheiben eingeschlagen. DaS Militär säubetts die Straßen; eine Person wurde schiver verletzt.
In Prag (vgl. die gestrigen Telegramme) wurden im Laufe der Nacht in der deutschen Universität, den deutschen Restaurants, im Studntenheim und ben deutschen Vorstadtschulen von Tschechen die Fenster ein- geschlagen.
YaG dem Kriege.
Der Petersburger Berichterstatter der „Times" über» mittelt seinem Blatte eine Depesche über die Aufnahme beS Abkommens zwischen Englanb und Japan itt leitenden russischen Kreisen. Der Korrespondent, der sich auf amtliche Informationen stützt, beurteilt die Aussichten einer Annäherung zwischen England und Rußland günstig. Mit Geduld lasten sich die Befürchtungen, die matt in Rußland vielfach wegen der Wirkungen des Abkommens hegt, überwinden, so daß eine Verständigung zwischen beiden Ländern zustande kommen kann. Der TimeS-Korrespondent fügt hinzu, die russischen Stimmen, welche sich zu Gunsten einer deutsch-russischen Allianz erhoben haben, seien ohne Bedeutung. In maßgebenden Kreisen finde ein Bündnis zwischen Rußland und Deutschland keine günstige Beurteilung. (Soweit der Herr von der „Times"! D. R.)
Der japanische Professor Maksmura, welcher dem Mikado ein Protestreferendum gegen die Unterzeichnung des Friedens überreichte, ist gezwungen worben, sein Amt, nieberzulegen.
Aus Tokio wirb gemeldet, daß der japanische Ha ndelsdampfer Hsieo in der Nähe der Shantung- Halbinsel durch eine schwimmende Mine in die Luft g esprengt wurde. 15 Mann Besatzung kamen umsLeben. Das Schiff hatte eine wertvolle Ladung an Bord.
Die Beulenpest ist in der Mandschurei und in Transbaikalien, einem südöstlichen Teile Sibiriens, auS- gebrochen. Die Seuche herrscht namentlich unter ben Truppen der russischen 9(rmee. Die Sterblichkeitsziffer ist erschreckend hoch. Hundette von Soldaten sterben so rasch, daß es unmöglich ist, die Leichen zu bestatten. Diese liegen herum und verbreiten die Infektion. Die ärztliche Hilfe ist vollständig ungenügend und die Leiden der Kranken werden durch ben Mangel an Pflege noch vermehrt.
Aus Tschita wirb gebrahtet: Der erste Pestkranke in Dalainor ist ein von der Station Mandschuria eingetroffener Kosak, ber einen Monat lang in der Steppe gelebt hatte. In Aerztekreisen ist deswegen die Annahme aufgetaucht, daß der Kosak durch Murmeltiere infiziert ist, unter denen mehrfach Pestepizootien beobachtet werden. Der letzte Ausbruch der Pest infolge dieser Ursache erfolgte 1902 in der Nordmongolei und raffte über 200 Menschen hin. Die Behörden ber an bie Mongolei unb Mandschurei angrenzenben Kreise sinb beauftragt, festzustellen, ob unter Murmeltierei. Pest herrscht.
Ausland.
Stockholm, 2. Ott. Die Regierung brachte heute trt dem vom Ministerpräsidenten Lundeberg eröffneten Reichstag einen Antrag ein, in dem sie den Reichstag ersuchte, gut zu heißen, daß der in Karlstad ausgearbeitete Entwurf zu dem Ueber- einkommcin bindende Kraft erhalten sott, sobald die im Karlstader Entwurf ausgestellten Bedingungen über die Art und Weise der Unionsauilösung erfüllt sind, unter der


