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16.8.1905 Erstes Blatt
 
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Züüsenmacher Reich. Srnibgericnf ein bc- ig die Wciffe früh- n Äps und tötete ihn mhofes von Mar- ich eme Expiosivn.

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Imputation von se im Interesse Drit- rrtöuferin §>Mg fi1. >cr Firma F. dadurch echt angelegten Treppe i). Der Bruch wurde hier Stellung, sodaß irde imb unaufhörlich 7t, welche bei einem gegen die Geschäfts- fgti' vom Sonbgeri&t her Rlirfolien imb zum 60. und txnt )5. Lebensiaiwe M- M* Berufung und beantragt, die zu ermäßigen. Sie ichverständigen. welche Verkäuferin in meiern ; bei einer Am pu­l' würde aber wahr­eiben und em holM sie teilweise als Mr- trin fungieren könnte. 1 Prozent vermtwen dnnte jedoch auf Zu- Ml Rente jur ange- 'c des Leidens cmen -dinge. Eine Ampu- erkennen lasi> könne ic von den BeklaM machte Revtswn hatte

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Wtnfoeu, auf dem ein Anthrazttbrechwerk zu errichten gedenkt. Das Kohlenkontor wird vermutlich versuchen, gegen die in Mann­heim entstehende Kvhlenvercinigung einen Vernichtungskampf wie früher gegen den Nheinauer Kvnkurrenten zu unternehmen. Ob er gelingt, ist allerdings eine andere Frage, da die .Hedwigs- Hütte und ihre Beteiligungen von großer Bedeutung sind.

Kleine F in a n z ch ron i^k. Die alte angesehene Mode- Warenfirma W. Kraus-Seidenfadeu in Köln wendet sich an ihre Gläubiger. Der Berliner Platz ist stark beteiligt.

Märkte.

(th.) Gießen, 15. Aug. Der heutige Viehmarkt hatte einen Vorrat von ca. 1OOO Stück Großvieh und 150 Kälbern. Der Markt war von Käufern überaus gut besucht, und es ent- Imckelte sich bald ein überaus ftottes Geschäft. Milchvieh mürbe besonders für den Niederrhein stark begehrt. Käufer aus Thü­ringen, welche einen größeren Transport zusammen kauften, griffen lebhaft in den Handel ein. Hierzu kam der Bedarf ftir die Badeorte, so daß Bie Preise für die Tiere diesinal stark anzogen und der Markt tbald geräumt war. Fette junge Rinder und Kühe waren wie beim letzten Markt nicht vorhanden. Ein Teil der Kundschaft für diese Ware verließ unverrichteter Dinge die Stadt, die Käufer von der Lohn suchten sich zu helfen, in­dem sie ältere Schlachtkühe ankauften und selbst dafür höhere als die sonst üblichen Preise anlegtcn. Um den kleinen Vorrat in Kälbern entwickelte sich bei vorhandener starker Nachfrage für Frankfurt, Nauheim und Wiesbaden ebenfalls ein flotter Handel, bei welchen gegen die letzter: Märkte die Preise sehr in die Höbe gingen. Besonders schwere Kälber wurden diesmal zu Preisen angekauft, wie solche lange nickt da waren. Gehandelt wurden Kühe frischmelkend und tragend pro Stück 1. Qual. 420 bis 500 Mk., 2. Qual. 350400 Mk., 3. Qual. 275325 Mark. Es wurden verkauft pro Zentner Schlachtgewicht ältere Schlachtkühe je nach Güte 5802 Mk., Kälber 1. Sorte (über 50 Pfund schwer) 7478 Mk., 2. Sorte (zwischen 4050 Pfund wiegend^ 6872 Mk., 3. Sorte (leichtere Tiere) 5862 Mark. Der Markt war früh zu Ende und fast ganz geräumt.

fc. Frankfurt a. M., 16. Aug. ^Orig.-Telegr. desGieß. Anz.") Viebmarkt. Zum Verkaufe standen 214 Kälber, 00 Schake u. Hammel, 1222 Schweine. Kälber 1. Qual. 8690 Pf,. Lebendgewicht 5254 Psg., 2. Qual. 8085 Psg., Lebendgewicht 4850 Psg., Schlachtgewicht 6063 Psg. Schale 1. Qualität Schlachtgewicht 0000 Pfg., 2. Qualität 0000 Psg. Schweine 1. Qualität 7700 Psg., Lebendgewicht 5R.05 Psg., 2. Qual. 7400 Psg., Lebendgewicht 57.05 Psg., 3. Qualität 6870 Psg., Lebendgewicht 0000 Psg. Geschäst mittelmäßig; bei Schweinen Ueberstand unbedeutend, bei Kälbern geräumt, kein Ileberstand.

Wod'ffltliMIrbfrliM brr ETobMfällr in brr Ztadt Kietzen

16. Woche. Vom 16. April bis 22. April 1905. Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 Griff. 1600 Mann Militär.

Sterblichkeitsziffer: 20,41

nach Abzug von 6 Ortsfremden: 9,28 %r.

Kinder

Er starben an: Zusammen:

Erwachsene:

im

vom

Diphtherie

1

1. Lebensiahr:

215. Jahr Kl)

Unterleibstyphus

1

1(1)

Folgen des Kindbetts

1

1 (1)

Lungenschwindsucht

2

2 (1)

Tuberkulose des Gehirns

1

1

Cchlagstuß

1

1

Herzfehler

1

1

Krebs

2

2(2)

Altersschwäche

1

1

Summa: 11 9 (5) 2 (1)

Anw.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todessälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Kunst und Wissenschaft.

Berlin, 16. Aug. Der Porträt-und Historienmaler Pros. Albert K o rn e k ist im Alter von 93 Jahren hier g e st o r b c n.

Prag, 16. Aug. Der bekannte Liederkomponist und lang- ährige Opern-Direktor des Deutschen Theaters, Ludwig Slon sky, ist im 68. Lebensjahre gestorben.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 17. August 1905: Kühler, wolkig, nur geringe Niederschlage, noch vereinzelt Gewitter.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Gristinas-Drayimesdunssen.

Christiania, 16. Aug. Ein Vertreter der russischen Zeitung ^,Nuss" hatte kürzlich eine Unterredung mit dem M i - nister für auswärtige Angelegenheiten Lövland über den U n io n s ko n fl i kt und die Aussichten auf seine cnb- giftige Lösung. Das ,.Morgrnbladet" veröffentlicht dieses Inter­view gleichzeitig mit dem ,,Russ". Der Minister erklärte u. a.: lieber die Weiterentwicklung des Unionskousliktes läßt sich nichts genaueres Voraussagen. Norwegen entschloß sich sofort, auf das Verlangen Schwedens nach einer Volksabstimmung zu ant­worten, da dies durchaus nicht den eigenen Interessen Norwegens widersprach. Was die übrigen Forderungen Schwedens anaeht, sind wir bereit ohne im Voraus die Berechtigung dieser Forder­ungen anzuerkennen, in Verhandlungen hierüber mit Schweden einzutreten. Auf eine Anfrage erklärte der Minister: Es sieht so aus, als ob Schwedenesnicht wünscht, einen Prin­zen aus dem Hause Bernadotte auf den Thron Norwegens zu setzen. Dani: wird das norwegische Storthing selbstverständlich Verhaltungsmaßregeln treffen. Jedenfalls wird die norwegische Regierung alles mögliche tun, um nicht mit den Interessen der Großmächte in Kollision zu kommen. Persönlich glaube ich daher, daß Norwegen nicht einen Prätendenten für den Thron Norwegens suchen wird. Der Plan, über den die Blätter Gerüchte verbreiten, nämlich einen dänischen Prin­zen in Norwegen als König einzusetzen, kann dann vielleicht in ernste Erwägung gezogen werden. Die republikanischen Ideen der 40 er Jahre haben nicht mehr dieselbe Macht in Europa. Die Erfahrung zeigte, daß auch verschiedene freie Monarchien in der Welt existieren können, wie z. B. England und Dänemark, und daß es neben guten Republiken auch schlechte gibt. Auf eine Frage des Journalisten, wie lange die heutige unbestimmte Lage dauern dürfte, antwortete der Minister, daß der reaktionäre Teil Schwedens früher bestrebt zu sein schien, bei: Konflikt zu verlängern; aber hierdurch würden sowohl die Interessen Nor­wegers wie des Auslandes leiden. Die Regierung Norwegens müsse suchen, so schnell als möglich normale Verhältnisse zu schaffen. Wenn man daher nicht im Laufe der nächsten Zeit das Verhältnis mit Schweden in Ordnung bringen könne, würde Norwegen gezwungen sein, sich offiziell an die ausländischen Mächte mit der Bekanntmachung der Unionsauflösung zu wenden, und man dürfe ^hoffen, daß die Mächte nichts dagegen einzuwenden haben, die Selbständig­keit Norwegens anzuerkennen. Auf die weitere Frage über die Aussicht eines skandinavischen Bundes antwortete der Minister, daß Norwegen zu einem solchen bereit sein würde, wenn es das Ziel desselben sei, eine feste, dauernde Neutralität zu erreichen. Ein Bund mit einer oder der anderen Großmacht sei nach seiner Ansicht ein Unglück für Norwegen.

London, 16. Aug.Daily Telegraph" meldet aus Tokio von gestern: Die Besetzung Kamtschatkas wird bald verkündet. Seine Garnison bestand nur aus einem Bataillon und war ohne Verbindung mit anderen r'ffsischen Streitkräften.

Petersburg, 16. Aug. In Riga fand am 14. August eine revolutionäre Demonstration statt, die zu blutigen Zusammenstößen zwischen bewaffneten Arbeitern und Truppen führte. Dabei wurden 52 Arbeiter ge­tötet und 117 verwundet. Von den Truppen sind ein

Kosakenoffizier und sieben Kosaken tot. In Wiborg fandei am 14. August erregte Kundgebungen vor dem Hause bei Gouverneurs statt, an denen viele tausend Finländer teile nahmen; veranlaßt wurden sie durch die Verurteilung de- Finländers Prokope. Der Gouverneur erbat telegraphisch von Petersburg militärischen Schutz. Das 93. Irkutsker In­fanterieregiment ist nach Wiborg abgegangen.

Warschau, 16. Aug. Hier sind 10 Offiziere und 25 Unteroffiziere, die sich weigerten, nach dem Kriegsschauplatz zu gehen, zum Tode verurteilt worden. Das Urteil konnte nicht vollstreckt werden, da die Soldaten derselben Kompanie die Aus­führung der Exekution verweigerten.

Portsmouth (New Hampshire), 15. Aug. Die Nach* mittagssitzung der Friedenskonferenz wurde um 4 Uhr 45 Min. beendet. Da ein Einverständnis über Artikel 5 unmöglich erschien, ging man zur Verhandlung über Artikel 6 über, welcher von geringerer Bedeutung ist und über den bald völlige Einigung erzielt wurde.

Portsmouth, iNew Homvshire) 15. Aug. Nach Schluß der heutigen Morgeusitzung der Friedenskonferenz wurde von einem Mitglieds der russischen Botschaft folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: In der Morgensitzung vom 15. August verhandelte die Friedenskonferenz über die Ar­tikel 4 und 5. Artikel 4 wurde einstimmig angenommen. Da die Bevollmächtigten zu einer einmütigen Entscheidung über Ar­tikel 5 nicht gelangen konnten, beschlossen sie. die abweichenden Ansichten zu Protokoll zu nehmen und zur Erörterung der an­deren Artikel überzugehen. Es verlautet, Artikel 4, der die Llbtretung der russischen Pachttingei: auf der Halbinsel Liautang sowie der in den Pachtvertrag eingeschlosienen Blonde- und Elliot-Jnseln verfügt, berühre Vort Arthur und Dalnly nicht, die in einem besonderen Artikel behandelt werden. Dem Vernehinen nach besteht Japan wenigstens im gegenwärtigen Zeitpunkte auf der Besetzung Port Arthurs und Dalnhs. Ar­tikel 5 beschäftigt sick mit trr qfbh-rtima Sachalin^.

Telephonischer Kursbericht.

Tendenz: Geschäftslos ; Schiffahrtsaktien weitersteigend.

. 263.50 . 251.90 . 223.60 . 100.65

4% Oesterr. Goldronte .

4*/b% Oesterr. Silberrente

Ungar. Goldrente Italien. Rente . Portugieser I , Portugiesen. TTT Unif. Türken .

4%

4°/n

4%

30/

. 68.60

. 96.50

. 137.10 . 133.50 . 209.70 . 193.50 . 148 20 . 164 20 . 171.50 . 144.30 . 18.20

102

101.45

97.65

68.75

68.40

89.40

134.30

55.

97.-

Türkenlose......

4% Grieoh. Monopol.-Anl.

4*/i°/0 äussere Argentiner .

4i/zi/n Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd . .

Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgeg. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . , Gotthardbabn . . . Laurahütte . « . Bochum . . . . FT arpener . . . .

Staatschatzscheine .

. 101.30

. 90.20 . 101.40 . 90.20 . 100.75

3''-"/s 3/n 3',°/g 3°/n 378% 3li,%

Reichsanleihe do.

Konsole do. . .

Hessen Oberhessen

Frankfurt a. M., 16. August 1905. 3°/0 Mexikaner

Verantwortlich für die gesamte Redaktion: August Goetz.

u*1 hilulwdiiric iidijruny

für Kinder, Kranke,Genesende. Verhütet

u.beseitigtiDiarrhoe.Brechdurchfall, Darmkatarrh.

Kelranntmachung.

Die unterm 4. Juli 1905 angeordnete Sperre der Ludwig st raße zwischen Bismarck- und Gartenstraße wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 15. August 1905.

Großh. Polizeiamt Gießen.

Herberg.

Bekanntmachunft.

Die nachbenannten Finnen und Geschästsinhaber:

1. Georg Appel, SclterSweg 56

2 Hermann Bender, Dammstraße 44

3. A. P. Christovhersen Gocthcstraßc 23

4. Städtisches GaS- und Wasserwerk

5. Wilhelm Hamel, Bleichftraße 7

6. Konrad Hamel, Nordanlage 29

7. Rudolf Rödiger, Walltorstraße 35

8. H. Schasfstädt, Bahnhofstraße 24

9. Joh. Töhrner Witwe, Grabcnstraße 9

10. Christ. Zimmer Witwe, Bahnhofstraße 12

sind zur Ausführung von Entwässerungsanlagen gemäß § 16 der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken un Anschluß an die städtische Kanalisation in der Provinzialhauptstadt Gießen betreffend, vom 1. August 1904, zugclafsen worden.

Nach § 16 der genannten Polizeiverordnung dürfen Ent- wafferungsanlagen im Anschluß an die städtische Kanalisation nur durch die hierfür zugelassenen Unternehmer ausgeführt werden.

Gießen, den 11. August 1905. B1 /s

^roßherzoglicke R r^meistere: Gießen.

___________________________Meei! m.__

Holzversiemerrmg

der Stadt Gießen.

Mittwoch den 23. August 1905, vormittags 11 Uhr, wer­den im Bürgermeistereigebäude zu Gießen aus dem Walddfftnkt Hangelstein versteigert:

1 Eichen-Stamm (Bauhof,H mit 0,33 Fstm.

1 Eichen-Stamm (Grubenbolz) mit 0,23 Fstm.

31 Fichten-Stämme mit 5,65 Fstm.

42 Fichten-Derbstanaen mit 2,19 Fstm.

Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an Forstwart Lotz zu Wieseck.

Gießen, am 16. August 1905. -B16/«

Großherzvglicke rgermeifterei Gießen.

______________________Meeum.___________________

Kess,scher Aauptverein

des Kvang. Wundes.

Wir laden hierdurch zu unserer

16. Landesversammlung

ein, die am D16/s

24. und 25. Zusillff zu Alsfeld

stattfinden soll.

Der Vorstand.

Der Festausschuß.

litliiitW in lillifl.

Dienstag den. August l. I.

findet dahier ein Btehmarkt aller Gattungen nebst

Ziegenmarkt und Ziegenprämiierung

statt, wozu Interessenten freundlichst eingeladen werden.

Anfang 7 Uhr morgens. Der Auftrieb geschieht nur von der Brücke aus. Mit dem Markte ist eine Prämiierung der schöifften ausgebrachten Tiere, sowohl von Händlern, wie von Selbstzüchtern, sowie eine Verlosung von Kühen, Rinden:, Schweinen und Ge­brauchsgegenständen verbunden.

Letztere findet auf den: Marktplatze statt.

Wir gestatten uns noch, daraus aufmerksam zu machen, daß sich der Markt seither eines wachsenden Zuspruches zu erfreuen hatte und laden daher zu recht zahlreichem Besuch hiermit ergebenst ein. D1(7r Das Komitee.

Während des Neubaues (Schulstrasse 4) befindet sich unser Geschäfts-Lokal

Mäusburg 10

Alexander Salomoa & Go.

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Kriegerverein Giessen

Gravelotteseier

Freitag, den 18. l. Mts., abends 8 Nhr

bei Kamerad K u h n d auf der Schöner: Aussicht. v16/a

Sammelpunkt: Ecke Ludwigstraße und Leihgesternerweg um 71/» Uhr.

Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten.

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