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scheint ttglich mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger, Amk- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
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Isttibar habe sich über dem Tunnel eine Höhlung gebildet .ijxtabi, die bis auf die Tunnelwölbung selbst herabreichtc.
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Redaktion, Expedition u. Druckerei: Sckmlstr.V. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.: Anzeiger (Sießau
Die „Gießener Samtlienblätter" werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der .Hessische Cnnbrotr*** erscheint monatlich einmal.
Im preußischen Abgeordnetenhause richteten die Abgg. Savigny und Schmidt-Warburg lZtr.) an den Minister der öffentlichen Arbeiten eine Interpellation über den Einsturz des Eisenbahntunnels bei Altenbeken.
urMommcnes '^eitzuachlsgefchenk
ItotaNonSdruck und $8erlag der Brühl'sch« UniverülätSdruckerei. 9L Lange. Oiefeen.
was sagt man dann?" Steine Antwort.
vermochte».
* Die größte Bibliothek der Welt ivird wohl die neue große Büchersammlung werden, die in Newyork aus den Beständen der Bibllotheken von Astor und Lenox zusammcngebracht ist. Sie wird 4 500 000 Bücher enthalten, die einen Wert von etwa 12 000000 3)if. repräsentieren. Die Bibliothek sindet Unterkunft in einem gewaltigen (Sc* bäude, das an der Stelle errichtet wird, wo früher das große Wasserhebeiverk von Newyork stand. Dieser Riesenbau soll das größte BibliothetSgebäude der Weil werden, für dessen Erbauung ein Kapitalfonds von 14 000000 Alk. durch den Tilden-Trust zusammengebracht worden ist. Die Bibliothek wird den 9?amen führen: Oeffentliche Newyorker Bibliothek, Astor-Lcnox- und Tlldenstiftung.
* Ein Hoch der Frau enemanzipationl Am Sonntag fand in Diährisch -Ostrau eine Versammlung von Dienstmädchen, die aus Oderfurt und Wilko- witz herbeigecilt lonren, statt. Obwohl die Versammlung im urtichechischen Dialekt slattfand, waren doch auch sehr viele deutsche Damen vom Besen und Kochlöffel erschienen und beteiligten sich nut der ihnen eigenen Plapperhaftigkeit an den gemischten Debatten. Schließlich wurden nachstehende Forderungen zuni Beschltisse erhoben: „Deutsche Dienstmädchen treten nur zu deutschen, tschechische nur zu tschechischen Arbeitgebern in Dienst. Arbeitszeit von 6 Uhr früh bis 6 Uhr abends, Erhöhung der Löhne und freier AuZgang an iebcm_ Sonntag nachmittag." — Es ist doch sehr hübsch von den deutschen und Ischechifchen dienstbaren Jungfrauen, für ihre Sondersalons weder einen weichen Tivan noch ein Pianiuo und zu den üblichen Ailsfahrten nicht einmal ein Autoniobil begehrt zu haben 1
• Liebe Jugend. Mutter besucht mit dem fünfjährigen Karlchen einen Kaffeeklatsch. Tie anwesenden Damen überfüttern den kleinen Bengel, >odaß ihm schließlich etwas Menschliches pafsiett imb er sich corarn pubheo übergibt. Großes Entsetzen! Die Miilter sucht die Sache einigermaßen wieder gut zu machen, indem sie ihrem Sprößling folgende Rede hält: „Aber Karlchen, wenn man so etwas getan hat,
Eingesandt.
(Für den Inhalt der . uibtit stehenden Artikel
übernimmt die Rcdaltu ihm "p: vlikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ringe. Ringe, Reihe 'S Schiffenbergerlat ist schön wenn das Welter trocken ist, das muß ich eingestehn, waS aber nicht alles so en bischen Regenwetter mit sich bringt: jetzt braucht mer zum Beispiel e n Rettungsgürtel, daß mer net versinkt!
Opfern erst Grund erwerben müssen. Nur ixu; auch die praktische Verwertung des Erbbaurechts nocl) in b.n Kinderschuhen steckt, wenigstens in Deuts.bland, das muß ausdrücklich betont werden.
Damit ist nun die Trag.veite der Bodenresorm sür die Gemeinden nod; nicht erschöpft. Erst jüngst hat der Jenenser Professor der Kunstgeschichte, Dr. Paul Wevcr, ausgeführt, wie nahe sich die Ged-nlen der Lodenresora. mit denen des öciniat* schui.es und der Denkmalspflege berühren, und nrollte man noch weiter spüren, so käme man sicher zu weiteren wertvollen Momenten, denn die Bodenreform ist in der Tat eine alle# durchdringende vollswirlschaslliche Angelegenheit. Temnach steht dem nichts entgegen, daß sie seitens der Gemeindeverwaltungen die ausgiebigste Unterstützung erhält. Man kann wohl sagen: Äätte die Bodenreform in ihrer ganzen Tragweite schon vor fünfzig Jahre.-, so klar vor den Stadtvätern gelegen, wie das heule der Fall ist, so gilbe cs weder ein Wohnnngselend, noch eine kommunale Finanzno>. im heutigen schlimmen Sinne dieser Begriise.
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ent ..." — und mit leuchtender Miene ruft Karlchen Endlich l*
Bodenreform und Kommunalwirtschaft.
Als sich vor mehreren Jahren die heute ^tavrgemeinde Opladen im Liheinlande vsiei. zu den Grundsätzen der deutschen Bodenreform bekannte, hatten viele nicht mehr als ein Achselzucken dafür übrig. Seitdem ist in deutschen Landen manches anders geworden. Eine der wesentlichsten hrrunäforoeriingcn der Bodenreform, die Besteuerung nach dem gemeinen Wert, hat allerorten veimatrecht erlangt, wenn aucy hier und da nur vorerst in theorel.säMr Form. Daher bringt man der Meldung, daß die Stadt Ulm a. D. dem Bunde der deutschen Bodenre, armer körper jckMftl ich als' Mitglied beigetrcten ist, ein ganz anderes Interesse entgegen, zumal diese Stadt auf dem Gebiete des kommunalen Arbeilerwohnungswesens Bahnbrechendes geleistet hat. 2er Entschluß xxr Ulmer Stadtverwaltung wird nicht ohne Nachfolge bleiben, und es rechtfertigt sich die Frage: Was bedeutet die Bodenreform für eine Gemeinde? Eine kurze Antwort gibt das Programm bei Bodenreformer. Dasselbe empfiehlt dem Staate bczw. der Kom- mune, sich durch entsprechende Maßnahmen einen Anteil an der Wertstecgerung des Grund und Bodens zu sichern. Die beiden vorgefchlagenen Hauptmaßnahmen liegen auf steuerlichem Gebiete und heißen Zu wachs steuer und Grundsteuer nach dem gemeinen Wert. Bon ihnen ist die Zuwach-ssteuer noch zum Teil eine Toktorfrage. Tie Bodcnreformer sind zwar in der Lage, bereits aus der Praxis einige fertige Fälle anführen zu können, denn die Städte Köln, Gelsenkirchen und Frankfurt a. M. haben die Zuwack-ssteuer eingeführt. Allein ein bestimmtes Urteil über ihre Wirkung kann noch nicht abgegeben werden, und cs bestehen gewiß schwerwiegende Gründe, dieser Steuerreform mit größter Vorsicht zu begegnen. Man kann das Gefühl nicht unterdrüaen, daß man einmal die Zuwachssteuer zu Gunsten einer gründlicl-en Reform der gemeinen Wertsteuer fallen lassen wird. Letztere bildet eine gehärtete Materie. Sie steht auch in der Praxis auf so festen Füßen, daß ihre Gegner nichi ernst zu nehmen sind. In den letzten Jahren ist sie in etwa 160 preußischen Gemeinden eingeführt worden, und die Regierungen von Preußen, Bayern, Dessen und Sachsen haben ihre Berechtigung offiziell anerkannt. Zweck dieser Steuern ist die wirksame Bekämpfung des Boden Wuchers und einer ungesunden Bäuspekula- t i o n, schnelle Erschließung von Baugelände zwecks Entlastung der Innenstädte uno Erzielung befriedigender Wohnungsverhältnisse. Nicht zuletzt kommen aber auch die materiellen Erträge für die kommunale Finanzwirtschast in Betracht. Offen gesagt, war nicht immer eine höhere kcmmunalpRitische Erkenntnis die Triebkraft zur Einführung dieser bodenreformerisck-cn Steuern, sondern das allerorten heimische Frnanzelend der Gemeinden. Gerade dieses veranlaßte die Bodenrcformer, ihr Proaramm über steuerliche Maßnahmen hinaus gehen zu lassen. Tie Bodenreform verlangt in ihren weiteren Zielen noch Dreierlei von den Gemeinden: daß sie unermüdlich neuen Bodenbesitz anschaffen, baß sie mit Eifersucht über die Erhaltung des bereits vorhn denen
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Frankfurt a. M. hat — so wird uns heute geschrieben — cm 24. Nov. d- I. seine Herbsoitzung avgehaltcn (über die Dir bereits berichteten. T. Red.), in der über Anträge ^handelt wurde, die geeignet waren, das allgemeine Jnter- rsse zu erregen. Im Bczirksersenbahnrat sind vertreten die kisc nbahndlrektionen Frank,urt, Mainz und Kussel. Aus iitfen Bezirken sind die Hanlelskammern, die landwirt- chaftlichen Körperschaften, wie die Landw.rtschaftskammern in Äassel und Wiesbaden, die landw. Provinzialvereine l! H' Großherzogtums vertreten. Man stellt Anträge auf U Kmlegung von wetteren Schnellzügen auf irgend einer fctreefe, auf Abänderung der Fahrpläne auf dieser oder U jener ÄJinie. In dieser Beziehung nehmen berechtigte und sinb-rechtigte Wünsche lein Ende. Beharrlichkeit in der unnter wieder erneuerten Antragstellung führt nicht immer, -utbei doch öfters zum Ziele.
In der in Frage stehenden Sitzung erregte wohl das ret’itc Interesse der Antrag: Ter Bezirtseisenbahnrat wolle bie Ctaatscisenbahnverwa nng ersuchen, chrerscits alle kchiitte ztl tun, welche gee jnet sind, eine regelmäßige keichafsung der erforderlichen Wagen und Lotomotiven herbeizuiühren.
Bon feiten der Vertreter der Eisenbahnverwaltung ditwe behauptet, daß : .e notige Fürsorge in dieser Be- pchANg immer getroffen worden sei und diese Behauptung johlenmäßig begründet. Gleichzeitig wurde zugegeben, daß luter vorliegenden ungewöhnlichen Umständen trotz aller Kursorge Wagenmangel tm Herbst eintreten müsse, da es mmoglich sei, einen Wagenpari zu stellen, der unter allen Lnsiänden während der Hauptverkehrszeit genüge. Im Ltteder d. I. seien 1800 000 Wagen für den Güterverkehr xstcRlt. 170 000 Wagen konnten im Oktober nicht gestellt »fiten.
Der Monat Oktober war in diesem Jahre ganz unge- »ohRlich naß, das Wetter verzögerte das Be- und Entladen ter Wagen. Die Kartoffelernte war reich, die Zuckerrübenernte noch reicher. Thesen letzteren hafteten aber, mederum infolge des schlechten Wetters, 25—50 Prozent frbt an, die auch befördert werden mußte. Dazu war die Silben er n te um 51 Proz. höher als im vergangenen äahie 1904. Tie industrielle Tätigkeit hat sich sehr ge- obent, der Verkehr hat sich gesteigert. Turch schlechtes ktieer wurde einmal die Beförderung oder die Beladung ter lEisenbahnwagen gehemmt. Trat besseres Wetter ein. Io stillte mit cincnintalc das Versäumte nachgeholt werden, razill kommt die leidige Gewohnheit der meisten Menschen, liffit eher sich mit Brennmaterial zu versehen, bis b.c raUe Oktober daran mahnt. Nun soll auf einmal das ^cisäumte nachgeholt werden. Aber nun dauert es nicht ftluil vier Wochen, ehe der herbergesehnte Wagen Kohlen »dir B r i k e t t s usw. eintrisft. Ist der Wagenmangel daran |6uUd oder sind nicht auch die Menschen daran schuld, Vie im dem verkehrsreichsten Monate Bedürfnisse zu be- ffiiedrgen streben, oie vier Wochen früher in aller Ruhe vkstiedigt werden konnten?
Tie Industriellen, deren Betrieb durch Kohlenmangel nidjt gestört werden darf, dahm gehören auch die Zucker- f-abetten, häufen, durch Erfahrung gewitzigt, im Laufe der Sommermonate große Kohlenvorräte an. So sind sie einiger- tBgen für die schlimmen Monate Oktober und November greift. Auch der Privatmann sollte in diesen Monaten taue oder wenig Kohlen beziehen, er würoe sich dann nantLje Aufregung sparen und der Wagenmangel würde mht so empfindlich sein.
Als weiterer Grund für den diesjährigen Wagemnangel k Oktober wurde angeführt die Sperrung des Altenbekener Hnnels. Auf der Linie Kaffel—Atarburg—Altenbeken fährt St zweigleisige Bahn bei der letztgenannten Station durch riien Tunnel, der einen Berg, den Nehberg, durchbohrt. Die Haffe dieses Berges besteht nicht aus massigem Fels, sondern itt5 Ablagerungen von Lehm, Thon, Mergel. Diese Erd- acni sind durchsetzt von oft mächtigen Fclstrümmern. Die Schichten führen große Wassermengen. Dec Tunnel wurde
ßlistbtschcrNgi>crk!eillkl«l>tt-Lciv!lhrRitalt.
Wechnachten naht heran, das Fest der Liebe und der Freude, i«Feft der itinber. Schon am 3. Advent,
Sonntaq den 17. Dezember d. I.,
Id diesmal die Christbescherung für die Kinder unserer Anstalt uniniben. WE bnben für 240 Kinder den Weihuachtvtü.ch mit ■ttn zu decken. Um dies ausführen zu können, wenden wir un» m-t an die Liebe und den wohltvollenden Sinn der Freunde Anstalt und ihrer Kinder. Wir bitten, uns Gaden an Kc^u ngsstücken, Stoffen, und dergl. zuwenden zu wollen, belonder-, • löa aueb Gcrdgabcn, die uns die gleichmäßigste Bescherung sur : iniHe Kleinen ermöglichen. Eine Liste zur Erhebung von Bel- 1 bijin wird nicht herumgegeben. ,
vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an i i u Dar nachbenannten Lorstandsdamen gelangen zu lasten: fPiiu Professor Drcws, Seltersweg 87; tyrau Rechisanwalt ' Mn.ewaid, Liebigsttaße 21; Frau Johanna HnaS, Ostanlage 61; ffe Rechnungsrat Kalbstcisch, Ludwigstraße 7; Frau Prosenor 21 egt, Riollkestraße 32; Frau Kirchenrat Ran.uaun, Südanlage 8; SFtiu Luise Ottens, Bismarcksrraße 11: Frau Lma «chmall, t umllage 36; Frau Auguste Schwan, Seltersweg 64 Auai die «L-werstern unierer Anstall sind bereit. Gaben anzuneymen; inan I motte freundlichst beachten, daß dies die Kleinkinder,chulichwestern j im, wohnend Diezstraße 15. 58L1
Gießen, den 11. November 190o.
Der Vorstand be" Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann.
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h1 Albrrch^ latll e äB ™ langen et|ii' ^lkqenheu peböta >raxi4 zu «HM il 1906 in neuem lern tzckhauje (l t und preuwette i tro, in welcher |e n Arzt wohnte. oredUuö" an m* gan.
/lbaut anfangs der 60 er Jahre des vorigen Jahrhundert. Duals suchte man durch zahlreiche Stollen das Wasser ab» ijühren, trotzdem erfolgte schon beim Bau ein Einsturz, al der Fertigstellung im Jahre 1864 aber passierte bis liin nichts weiter. Sachverständige, Geologen, die die Ur- des Einsturzes ergründen sollten, sind zu der An- chuung gekominen, daß sich im Gebirge über der Tuunel- Idfbiing durch Auswaschen leichtlöslicher Erdmaffcn Höhlungen ten, die durch nachstürzendes Gestein sich wieder füllen.
Besitzes waä-cn, und üab sie vuit
Boden nur im Dege des Packu^ oder Erbbaurechtes vergeben. Tie Berechtigung oies?r drei weiteren Forderungen ist nicht zu bestreiten, sie wird jedesmal von neuem erwiesen, wenn die Gemeinden zur Unterbringung ihrer Anstalten unter fdyrocrcn
Drittes Blatt. 155. Jahrgang Samstag Dezember 18)05
Eichener Anzeiger '
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Durch später nachstürzende GesteinSmasien haben Felsblöcke auf eine Länge von ca. 15 Nietern die Tunnelwölbungen durchschlagen, die breiigen Nlaffcn, welche nachrutschten, haben bann den Tunnel in seiner ganzen Brette gefüllt und verstopft.
Als man den Tunnel wieberherstellen wollte, mußte die Wölbung unterzimmert werben, bannt nicht burch weiteren Einsturz bie Ardeitenben gefährbet würben. Plan arbeitete Tag unb Nacht unb glaubte sich bem Ziele schon nahe. Ta geriet eines lliachtS beim Schichtwechsel bie Zimmerung in Brand, unb brannte, da an Löschen nicht zu bentcn war, vollstänbig aus. Ein weiterer Nachbruch war die Folge. Jetzt hoffe man am 1. April n. Js. die Tunnelstrecke wieder dem Verkehr übergeben zu können.
Ten Tunnel passierten bis zum Einsturz täglich bis 150 Eisenbahnzüge. Alle diese Züge machen heute große Umwege, einzelne bis zu 100 Km. Die zahlreichen zurücklehrenden leeren Kohlenwagen muffen diese Umwege mit- machen, um wieder zum Beladen in das Kohlenlager zu kommen. So hat auch das Unglück im Altenbekener Tunnel Teil an dem Wagenmangel im Oktober 1905 im Kohlenrevier gehabt. Aber auch ohne das Unglück wäre der Wagenmangel eingetreten. Sorge jeder, daß sein Kohlenkeller vor dem 1. Oktober jeden Jahres gefüllt ist, so baß er minbestenS Vorrat hat bis tief in den Januar des kommenden Jahres. Hebt sich der Verkehr wieder, wie es den Anschein hat, so wirb im kommenden Jahre im Oktober wieder Wagenmangcl eintreten, trotz der Anforderung der Eisenbatzuoerivaltung von 146 Millionen Mark für Anschaffung neuer Wagen für 1905. Die Menschen müssen noch viel vernünftiger werden, bann brauchen sie auch nichi so viel über, angebliche Niißstänbe zu raisonmeren. 8.
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