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14.9.1905 Erstes Blatt
 
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ie in.28 ie 56 ab en statt« innigen Volkspartei Mttag gestellt, bie Partei NuhrungbeSReichK' D u n a (e n 33 wirten. 11

*ui der ctubienreife nach rankte Reichstags, bem PostbampserErnst Dampfer kehren eine Anzahl aus Afrika zurück.

cansschuß richtete einstimmig I ematorium zu errichten, i icngtabttierotbneten- mern Z-rhr. v.Bethmam.

s Bürgemeisters Künzer er» » rung bie gesunde Arbeit der l n wolle. Vor dem Eintrefsc^ I len den Sitzungssaal. I cisters erschienen die Wen inister bem Erzbischof l»i | ch ab.

Stabtrat beschloß, M ffi> , ib baffe 3u crtiAKd'®* f Ersuchen,HMregefr zur fs &.

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.mes" wird aus Kapstadt jren, angeblich Nichtkom' fchen engagiert mrbtn iiie von ihnen sind frühere jzei unb bet Ltaatsartilleue al. DerArgus" verlangt, chrn Behörden Vorstellungen mierigfeiten mit den &n<

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Der deutsche Botschachl . 1 Bord des deutschen Sta. ; rrsuchunst der Thasos« c Die Insel ist reich 4 Ihrem* und Kupfer' 1 gehören gegenwärtig w ,ber an deutsche Kon- oaen ein großes^ t:S ® br.Ml.i-n W g§

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bringet der Briefe als ihre Zeugen für eine Forderung zum Duell zu betrachten.

Ans Htudt und Land.

Gießen, 14. September 1905.

Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Vorsitzenden des Vorstandes der Invaliden­versicherungsanstalt Großherzoatum Hessen, Negierungsrat Dr. Dietz den Charakter als Geheimer Negierungsrat erteilt und den Großh. Kreisamtmann Dr. Kehre in zu Groß- Gerau auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlassen.

** Wochenmarktordnung. Vom nächsten SamStag sn beginnt der Markt von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nach­mittags. Marktwaren dürfen vor der angegebenen Zeit nicht ausgestellt werden.

** Die Marktpreise für Schweine sowie die Ver­kaufspreise für Schweinefleisch wird das Großh. Kreisamt zu Worms von jetzt an regelmäßig in den Gemeinden Alsheim, Gimbsheim, Osthofen, Pfeddersheim, Westhofen und WormS, sowie die Marktpreise auf den Märkten von Mainz, Frankfurt und Mannheim zur allgemeinen Kenntnis bringen.

Diebstähle. Am 12. d. Mts. wurde einem Ein­wohner in Dau bringen ein größerer Geldbetrag gestohlen. Gestern wurde der Täter in der Person eines arbeitslosen Mannes aus Daubringen hier verhaftet. Vom gestohlenen Gelde besaß er noch 40 Mk. In der Nacht vom 12. auf 13. d. Mts. wurden auS einer Baubude in der Kirchstraße zwei Wasserwaagen und ein Senkel mittels Einsteigens von einem bis jetzt unbekannten Täter gestohlen.

** Besitz wechsel. Der Schuhmachermeister Ludwig Bernhardt erwarb das Anwesen Schulstraße 10 von Georg Wilhelm Orbig für 63 000 Mark.

Wildvretpreise. Aus dem Vogelsberg wird uns heute geschrieben:

In einer Zeit, da alle Welt über die hohen Fleisch- greife klagt, muß eS Wunder nehmen, daß die allgemeine Fleischverteuerung nicht von gering ft em Einfluß $ n f bie Preise für das Wilbpret gewesen ist. Unsere Jäger erhalten für da? Mild genau dieielben Preife wie vor Jahren, da man Fleisch und Wurst um 1020 Pfennig billiger das Pfund kaufte. Ter Hase wird im Durchschnitt mit 3 Mk., das junge Huhn mit 80100 Pfg. bezahlt. Mit bem bisherigen Resultate der Feldjagd sind untere Jäger zufrieden. Tie Hühnerketten sind zahlreicher und ihre (lieber größer und feister wie sonst, ebenso ist der Hase entschieden hänstger anzutreffen als im Vorjahre.

Wir können dieser Zuschrift anfügen, daß in unserer Stadt die Preise für Wildpret und Geflügel gegen frühere Jahre auch nicht gestiegen sind. Man bezahlt hier beim Wildprethändler z. Zt. wie früher durchschnittlich 3.50 Mk. für einen Hasen und 1.20 Mk. sür ein Huhn. Daß beim direkten Kauf beim Jäger oder beim Geflügelbesttzer die Vreise sich niedriger stellen, versteht sich von selbst.

** Auch einManövcr-Unfall. IN I l b e n st a d t war eine Schwadron des 20. Badischen Leib-Dragonerregi- ments einquartiert. Dabei erhielt ein Herr R. zwei Pferde als Einquartierung. Da nicht genügend Stallung vorhanden war, wurden die Pferde in die Scheune gestellt. Ms am andern Morgen der Dragoner nach seinen Pferden sehen wollte, waren diese verschwunden, und zwar waren sie über Nacht in einen an die Schcun angrenzenden Keller ge­fallen. Es mußte eine Kellermauer abgebrochen werden, um die Pferde wieder ans Tageslicht zu bringen. Äußer Haut- Abschürfungen haben sie ke-'ne Verletzungen davongetragen.

** Die Eleonoren-.Heilstätte für weibliche Lungenkranke bei Winterkasten, von deren Eröffnung wir gestern berichteten, ist mit einem Kostenaufwand von 680000 Mk. erbaut worben, umfaßt ein Terrain von 76 000 Quadratmeter (etwa 30 hessische Morgen) und bietet bequeme Unterkunft für 60 bis 80 Kranke. Das Hauptgebäude hat eine Front von ca. 50 Metern unb nimmt in zwei Etagen die Kranken auf. Zu beiden Seiten befinden sich mit allen Bequemlichkeiten ausgrstartere Liegehallen für den Tagesaufenthalt, Veschäftigungsraum, In­halatorium usw. Das Wirtichasts- und Betriebsgebäude sind ganz si'ir sich angelegt, ebenso die Arztwohnung. Die ganze Anlage ist nach den modernsten sanitären Grundsätzen unb Erfahrungen angelegt und mit vorzüglicher Wasserversorgung ausgestattet, tn den Einzelzimmern sind für jeden Kranken 60 Kubikmeter, in beit mit mehreren Kranken zu belegenden Räumen je 30 Kubik­meter Luftraum vorgesehen. .Die Benutzung ist ausschließlich für Frauen und Mädchen bestimmt.

0 All end orf a. d. Lahn, 13. Sept. Die hiesige er­wachsene Jugend hat dieser Tage einen Turnverein ge­gründet und auch alsbald ihre turnerischen Hebungen begonnen, bie Turnwart Frey - Klein-Linden leitet. Der Verein beab­sichtigt, dem Turngau Hessen beizutreten.

R.-B. Darmstadt, 13. Sept. Der erste Vorbote des wieder erwachenden parlamentarischen Lebens ist da: Der Finanzausschuß der Ersten Kammer wird am 18. September zu einer Beratung zusammentreten und sich mit dem Gesetzentwurf, betreffend die Gemeindeumlagen­reform, beschäftigen. Der Referent de? Ausschusses für diese Frage ist Frhr. Heyl zu Herrnsheim, der sein ausführliche? Referat bi? zum Zusammentritt des Plenums zum Abschluß bringen dürfte.

Mainz, 13. Sept. Der Groß Herzog besuchte gestern vormittag die Frau Oberbürgermeister Dr. Gaßner und sprach ihr persönlich sein tiefes Beileid über den Verlust ihres Gatten aus. Gegen 12 lllrr be­sichtigte der Großherzog unter Führung des Architekten Opfermann die W ieder o er ft ellungSar beiten tn allen Teilen des kurfürstlichen Schlosses und ließ sich darauf das ganze einfe^ägige Material an Zeichnungen, Photographien und Urkunden, das sich seit dem 2. Mai 190t ergebm hat, von d m Bauleiter berichten. Am Nachmittag stattete der Großherzog dem AntiquariatSgeschaft von Broo in der Rhein streße einen Besuch ab und machte verschiedene Einkäufe. Der Großherzog trug Zivil. E r - hängt hat sich gestern tn einem Neubau in der Neu­stadt ein 17jähriger Manrerlehrling aus der Fcldberg- straße. Ter junge" Mann war Techniker und wollte noch praktisch das Bauhandwerk erlernen. Was ihn in den Tod betrieben hat, konnte nicht festgesteNt werden. Es ift nicht unmöglich, daß der junge Mann,mit dem Erhängen nur '.inen Scher' getrieb"N. wobei er sich schließlich nicht mehr ms der Schlinge befreien konnte. Vor mehreren Fahren wurden schon einmal auf einem Mer bei Bretzenheim 'n einem Topfe nahezu 1000 alte Goldmünzen ge­sunden, die die Stadt für das Münzkabinett crnwrb. Ganz m der Nähe dieser Fundstätte hat in ' jetzt wiederum 20 Frankftück gefunden mit dem B' ^wigs XEX., oem

Ltkienwappcn und der lieb rrrv" von Frankr nai

md Navarra 1788". Mau ' ' der Nähe >-v

Fundstelle noch weitere Münzen u. , , |üib. (M. Tgbl.)

In dem Enteignungsverfahren gegen eine große Anzahl Grundbesit'l'r der Stadt Kastel wegen Erwerbs von Gelände zur Erweiterung des Bahnhofes Kurve und wegen Erbauung einer elektrischen Bahn Mainz-Wies­baden umrden in der heutigen Sitzung des Provinzial- ausschusseZ der Provinz Rheinhessen die Eisen b a hn- bire ition Mainz und die Süddeutsche Eisen^ bahngesellschaft in Darmstadt zur Zahlung von rund 2 25 00 0 Mk. verurteilt. Beide Bahnverwaltungen haben die Kosten gemeinschaftlich zu tragen.

Frankfurt, 13. Sept. In der Schwarzburgstraße spielte sich gestern abend eine blutige Szene ab. In dem Hause 24 wohnt im ersten Stock eine 32jährige Witwe Namens Marie Neumeier. Ste hat zwei kleine Kinder im Alter von einem und drei Jahren; attßerdem unterhält sie ent Pflegekind. Zur Beschaffung ihres Lebensunter-' Halles vermietet sie auch Zimmer. Mit einem 36jühriaen Schreiner mit Namen Michael Schmidt aus NeuwieS, ocr außer zwei anderen Logisberren seither bei ihr wohnte, unterhielt Frau Neumeier ein Verhältnis. In der letzten Zeit scheinen sich nun diese Bande gelockert zu haben, denn Schmidt zog aus. Gestern abend gegen 11 Vs Uhr erschien er wieder und ging in die Wohnung der Frau Neumeier. Da er ihr Zimmer verschlossen fand, öffnete er gewaltsam. Nach geraumer Zeit ging er fort. Kurz darauf kam die Frau blutend die Treppe herunter. Schmidt hatte ihr mit einem großen feststehenden Küchenmesser einen tiefen Stich in die linke Brust versetzt. Die Rettungswache brachte die Schwerverletzte ins Heiliggeistspital. Tie'Wunde ist lebensgefährlich, da die Lunge verletzt wurde. Schmidt ist geflohen und konnte bis jetzt nicht verhaftet werden. (K. Pr.)

Neustadt b. Marburg, 12. Sept. Brüt' der Zigeuner- plage lieferte eine unlängst hier durchziehende Bande ein unangenehmes Pröbchen. Als drei Mitglieder der 6>esellsck?aft onnh die hiesige Srtspolizeibehörde wegen Landstreichens fest- qrnommett wurden, schlug die ganze übrige Bande in der sogen Struth, einem vor der Stadt liegenden schattigen Wäldchen mit hübschen Anlagen, ihr Lager auf und machte nun die Wege für die Sva ziergang er unsicher.Wenn ihr unsere Männer etnsperrt. müßt, ihr uns auch ernähren ft' äußerten sie. Erst nach 'etwa vierzehn Tagen, als zwei Männer nach Verbüßung der Hast ent­lassen waren, zog die Bande weiter. Der dritte Eingesperrte wurde einer Arbeitsanstalt überwiesen.

** Kleine Mitteilungen au? Hesse n und den Nachbarstaaten. In Bad-Nauheim sind am 13. Sept. Cornelius Vanderbilt und Sohn eingettoffen. Die Wirtschaft nnd MetzgereiZum Hessischen Hof" in Nidda, sInhaber Wil­helm Vreu fehl, wurde für 48 000 Mk. an Gastwirt eher, Obev-Lais. verkauft. Zu den anerkannten außerpreußifchen Baugewerksschnlen ist die hessische Baugewerksschule in Bingen neu hinzugetreten.

Literarisches.

Geschichte der Philosophie seit Kani, Leben und Lehre der neueren Denker in gemeinverständlichen Einzel­darstellungen, von Dr. Otto Gramzow, mit Bildnissen und Faksimiles: Charlottenburg, Gg. Bürkners Verlag. Diese für alle Gebildeten geschriebene, populäre Schrift erscheint in 16 Einzelheften, wovon jedes in kurzen Uutriffen die Lebens- gefchichte unb im Anschluß daran die philosophische Lehre eines der Denker nach Kant barlegt. Wenn man auch der Meinung des Verfassers zustimmen muß, daß die gewöhnlichenEinleit­ungen" in die Philosophie für die Anfänger meistens unfrnchtftar sind, so muß man sieh doch andererseits auch sagen, daß sein eignes, biet vorliegendes Werl gleichfalls nicht eigentlich, wie der Verfasser meint, eine Vorbereitung in das Sindinrn der Philo­sophie genannt werden kann. Dem hnirben wir immer noch 'Des­cartes' Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie vor­ziehen. Der Vorzug dieser neuen Gefclsichte, der Plntofovhie seit Kam ist ober der, daß sie knapp nnd treffenb das Wesentliche vcnckührt, was allerdings bet Gebildete sich zu eigen machen sollte, und daß sie zn tieferem Eindringen in die Werke der neueren Philosophen anregt. Die kurzen kritischen Bemerkungen zn jeder Einzeldarstellnng, die allerdings von ettvas voreingenom­menen Ansichten diktiert sind, regen aber gerade deshalb zum Denken an. Der Inhalt der geschichtlichen Tarstellnngen ist korrekt, übersichtlich und klar, weshalb man das Werk auf? beste empfehlen kann. Dem Laien, der nach klarer, einheitlicher Weltanschauung ftrebt, wie auch dem Sttidierenden kann eS sehr mltzlich werden. In den 16 Heften, von denen 10 bereits er­schienen sind (ä 0.75 Mk.), werden der Reihe nach folgende Philo­sophen behandelt: Kvnt, Fickte, Schelling, Hegel, Schleiermacher, Dav. Friedt. Strmlß, L»dw. Feuerbach, Herbart, Veneke, Schopen­hauer, Feckmer, E. v. Hartmann, Häckel, Nietzsche. Das Schlußheft soll die Hauptströmungen im philosophischen Denken der Gegen­wart behandeln.

Im Verlage der Eoneordia, Deutsche VerlagSanstalt, Her­mann Ehbock in Berlin W. 50, Geisbergstraße 29, erschien: D i e Ernenernng des Dramas von Alfred Nossig. 1'. Teil. Geh. 3.50 Mk. Dr. Nossig macht nicht nur Zukunftsmusik hinsichtlich der mutmaßlichen Gestaltung des neuen Dramas auf Stund allgemeiner dichterischer Eniwicklnngstheorien. Er holt weit ans. Er beginnt mit der Erörterung des praktischen Nutzens tl^'oretischer Erörterungen über das neue Drama, und er zielst schon in diesem ersten Bande weite Kreise, indem et bis zu den Erwägungen über die Frage gelangt, ob Prosa- oder Vers- sorm die wünschenswert'' Zuttiuft des Dramas sei. Kürz gesagt, ist das Werk eine logisch begründete und auf genauen Studien beruhende Forderung einer Wiedergeburt des Drama?. Der Ver­fasser sieht die Spuren einet solchen in dem gegenwärtigen K'ampf- nnb Gärungszustande der dramatischen Dichtung, die, zwischen den Vesten des Nattiralismus und des Symbolismus operierend, auf dem Wege zu der mittleren Linie einer modern-romantischen Form sich befindet. Wohlttiend berührt in den AuSvinander- fekungen der Umstand, daß Dr. Nossig nicht simchtlos icker die Decadence" des Dramas jammert, sondern in dem heutigen Sturme und Drang bet bramatischen Dichttrng etwas sieht, wofür er bas WortAszension" geprägt hat; ja aus ber Stilverwirrung in ben neuen Künsten liest er bie gleichen Spuren einer Höhen­entwicklung ausgeprägtester Form heraus. Diese Höhenentwick- litng will er erreicht sehen in der Wiederherstellung der Grund­gesetze des Dramas, ausgestattet mit den lebensfähigen Zügen öfterer unb neuerer litcrnrifcfjcr Strömungen aus bem zeitgenöffi- scken Emvsinden: ein Stil voll Harmonie, Schönbeil bet Form unb Größe bes Borwurfs, wobei da? Iiü'ividuelle in bie Sphäre bes Zeit- unb Ranmlosen erhoben wirb. Man sieht also, twß ganz frei von Svmbolismu? Nossig auch bas fommenbe Drama sich nicht benft. Die ausaezeichnete Arbeit NossigS, bie unzweifelhaft nicht nur theoretischen, fonbern auch llärend- befrncktenben Wert frben bürste, wirb belebt burch intereftante Analvsierungen bet Dichtungen hervorr-igeubet mobemer Drama- liker. Mit Festigkeit tritt bet Verfasser für die Wieber- belebung bes bramatischen Verses ein, er scheint aber auch hier Reformen in neuem Sinne zu wünschen, bezw. als na­türliche Entwicklunaserscheimmgen voranszuselien. Recht inter* essanl sinb auch bie Beispiele für bie Behandlung von Bers unb PrDsa, wobei er verschiedene Dramatiker von Corneille bis Haupt­mann einn'-r gegen üb ' 'tt. Es ist eine groß angelegte Arbeit, bie brr Bc'-sser r,,T

Kandel und DolKswiNschatt.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 1-1. Sept. (Tetegr. Oriq.-Bericht des , Gieß. Anz.".) Amtliche Noliernngen der I eutigen Vie' arkt- preise. Zuin Verkauke standen: 16 f n, 0 auS reich

2 Pul' 0 au« Cefterreid), 60 Kühe, en, Stiere 'der,

o ou? ., 00 Kälber, 00 Schafe I ürnmel, l ne. Bezahlt wurde sür 100 Pfd. Lchlachtgemi.. .chsen l.Qu. H bi«

82 Mk., 2. Dual. 7073 Mk., 3. Qual. 6567 Mk.; Dullen 1. Qual. 6365, 2. Dual. 6062; Kühe 1. Dualität 69-70 <DU, 2. Dual. 6667 Mk., 3. D.ial. 5153 Tlt, 4. Dual. 4950 Mk., 5. Dual. 0000 Ml. Halber 1. Dual. 0000 Ma., Lebendaewtcht 0000 Mci., 2. Dimliiät 00-00 Psg., Lkbenoaewicht 00-00 Pfg., Lchlachkqew. 00-00Psg.; Schaft: 1. Dual. 0000 Psg., 2. Qual. 0000 Ma. Geschäft initielmähtq, Uebcrflanb unbedeutend.

Limburg a. d. L., 13. Sert. Frnck tm arkt. Durch» cknitksvreise nro Malter. Roter Weizen 14.50 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Rom Ml. 11.30, ffieme OO.ft) Tlf., Haler 6.70 Mk^ Saatba'er 0.00 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Rartoffefn 0.0-0 Mk.

Kunst und 7?5iiTcnfrf)aff.

Wie nn? aus Berlin geschrieben wird, erscheint in den nächsten Tagen bei G. Grote ein Band Inrischer Gedichte von Nickard Wagner, berauSgegeben von Glasenapp.

Fmniüen-Nachrichten.

Gestorben: Fräulein Gretdien Wagner in Gambach.

Gicßeuer landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hesse» für Freitag, den 15. September 1905: Vorwiegend heiter, trocken, am Tage mäßig warm, nachlS ?ünl.

RabereS durch die Gießener Wetterkarte.

(*)rtnittar-Draljhncfbunaen.

Berlin, 13. Sept. TieAllg. Fleischerzlg.^ berichtet; Eine Versa mmlungvonMilitär-Fleis eh lieseranten, bie sehr zahlreich auS allen Teilen bes beutschen Reiches be­sucht war, beschloß ein'iinnnig, a n baSKriegSminifterium eine Petition zu richten, bahingehenb, eS möge seinen Ein- ffuß gellend machen, um die Oeffnung der Grenzen für die Einfuhr lebenden Schlachtviehs herbeizuführen.

Berlin, 14. Srpt. Die Leiche ber ermordeten! Arbeiterin Marie P l o ch wurde obduziert. Die Obduktion ergab, daß das Mädchen den Erstickungstod infolge Würgens gestorben ist. Es erhielt mit einem scharfen Werkzeug einen Stich in ir.c Innenseite des linken Ober­arms. dann wurde sie wahrsck"inlich von hinten erdrosselt. Der Täter ist noch nicht ergriffen.

Potsdam, 14. Sept. Auf dem Gelände ber Garde-- jäger-Schießstände wurden die Leichen eines jugend­lichen Liebespaares, des Arbeiters Stert aus Pots­dam und die Bauerngutsbesitzerstochter Meta Kaduhn auS Treptow in Pommern aufgefunden. Der junge Mann hatte erst das Mädchen, dann sich mit einem Revolver er­schossen. Kotier die Beweggründe zur Tat fehlen bisher noch nähere Nachrichten.

Koblenz, 14. Sept. Der Reichskanzler hatte wiederholt Besprechungen mit dem Oberpräsidenten von Schorlemer, unb empfing auch ben Regierungspräsibenten von Düsseldorf. Man nimmt an, baß es sich dabei um eine Rücksprache über die Verhältnisse im Rheinisch-West­fälischen Jndustriebezirke gehandelt habe.

Hamburg, 13. Sept. Ein in Mtona wohnendes M a d ch e> ist unter pockenartigen Erscheinungen erkrankt.

Petersburg, 14. Sept. Ausständige Arbeiter ver­suchten in Baku einen Straßenb ahnwagen in die Luft zu sprengen, indem sie eine Bombe auf die Schienen legten, die jedoch noch rechtzeitig entdeckt wurde.

Tiflis, 13. Sept. Dcw Bürgermeister unb mehrere Stadt» rate legten ihre Aemter nieder als Protest gegen die Mutige Unterdrückung der Kundgebung vom 11. September durch bie Trui>ven im Rathause. Eine Wordnung von Lanbleuten beff Bezirkes Sangefur bat ben General Schirinkin, Maßnahmen gegen die aufstäirbiscken Tataren zu ergreifen. welche bie Dörfer zer­stören unb Frauen rauben. Man protestiert inÄcsonbere gegen bie tatarischen Polizisten, bereu Verhalten eine Beruhigung unmöglich macht. Die VranbAftungen unb Plünberungen in Dalackany und Bibi Cibat haben ailfgehört. Gegenwärtig ist in diesen Orten Ruhe. Brandeund Schießen dauern in Baku fort.

Da ka rd , 12. Sept. Der Forschungsreifende be Brazzo ist in schwerkrankem Zustanbe hier gelanbet.

Yokohama, 14. Sept. In ber Nacht wurde eine Polizeiwache in Brand gesteckt. 36 Konstabler wurden verwundet.

Mukden, 13. Sept. Der russische und der japa. nische Bevollmächtigte für die Waffenstillstands- Verhandlungen, die Generale Oranowski unb Fukuschima, sinb heute auf ber Station Schakhebza, 10 Meilen nörblich von Tschantufu, zusammengetroffen. Die Regelung ber einzelnen Bebingungen be§ Waffenstillstandes bauert vermutlich mehrere Tage.

Tokio, 13. Sept. Nach Angaben der Polizei in Tokio sinb bei ben jüngsten Unruhen 388 Polizei­beamte, 16 Feuerwehrleute unb zwei Solbaten verwundet worden. Auf Seiten der Ruhestörer und deS nicht aktiv beteiligten Publikums wurden neun Personen getötet und 387 verwundet.

Newyork, 14. Sept. Die hiesigen Studenten be­gründeten einen Verein, welcher ausschließlich auf den höheren Schulen sozialistische Propaganda treiben soll. Vorsitzender ist der Schriftsteller Jack.

Telephonischer Kursbericht.

3«/2o/o Reioheanleihe .

3i/o do. . .

3Vt% Konsole . . .

3% do. ....

3l/t°/n Hessen . . .

31/,% Oberhesson . .

K% Oosterr. Goldrente .

4 V5 % Oesterr. Silherrente

4 % Ungar. Goldrente .

4% Italien. Rente , , 3% Portugieser I , .

3°/ Portugiesen. JH

1 % Unit. Türken . .

Tiirkenlose.....

Franklnrt a. M., 14. Septbr. 1905.

100.90 ; 3°/e Mexikaner .... 68.75

. 89.80 J 4,/1o/o Chinesen .... 97.75

101.06 !

89.6o

99.80

101 85

101.40

97.70

105JW

68.50

68.30

90 50

139.M

Electric. Rohuckert . . . 136.00 Nordd. Lloyd . . . . 136.10

Kreditaktien ..... 214.10 Diskonto-Kommandit. . . 195.10 Darmstädter Bank . . , 151 90 Dresdener Bank .... 168 00 Berliner Handelsges . . 172.80 Oesterr. Staatebahn . . . 144.80 Lombarden ..... 21.10 Ootthardbahn ...... Laurahütte..... 269.80

Bochum..... 254.25

4 % Griech. Monopol.-Anl. 55.60; 11arpener . . . . . . 221.10 4° o äussere Argentiner . 96.70 St«atschatzscheine . . . 10015

Tendenz: Da die Befürchtung des englischen Diskontea nicht

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