Montag 14 August 1905
Erstes Blatt.
155. Jahrgang
und auf die Japan seit 10 Jahren sich vorbereitet hatte, nämlich Krieg mit Rußland anzufangen. Die Verantwortlichkeit für den Krieg ruht auf Japan und nicht auf Rußland.
Schalyeobe T.
Adresse tot Depeschen:
Anzeiger Siebe».
fterrdprftfianfdjIu&Wr 51
Aus Rußland.
Sebastopol, 13. Aua. In dem Prozesse gegen 4 3 M a t r o s e n des Lehrschrsfes „Prut h" wurden 15 Angeklagte frei gesprochen, vier zum Tode durch Erschießen, drei zu fristloser Zwangsarbeit und die übrigen zu leichteren Strafen verurteilt. Das Marinekriegsgericht beschloß, Fürsprache einzulegen, daß die Todesstrafe durch fristlose Zwangsarbeit und letztere für zwei Angeklagte durch zehnjährige Zwangsarbeit ersetzt werde.
Lodz, 12. Aug. In dem nahe gelegenen Dlutowowald hielten heute etwa 2000 Arbeiter eine Versammlung ab, die von der Polizei umzingelt wurde. Von den Teilnehmern wurden zwei durch Gewehrschüsse getötet, zwanzig verwundet und über 400 verhaftet.
Deutsches Beidfr
Wilhelmsh öhe, 13. Aug. Gestern nachmittag traf hier der frühere Oberstallmeister Graf Wedel ein. Heute vormittag besuchte das Kaiserp a ar den Gottesdienst in der Schloßkapelle, in der Pastor Weber aus Wahlershausen predigte. Zur Frühstückstafel waren Kammerherr Freiherr von Schorlemer und Pastor Weber geladen.
— Der Internationale Verein der Gasthof» besitz er hat den Reichskanzler um Aufhebung der privaten Stellenvermittlung ersucht, da die damit verknüpfte Ausbeutung der Stellesuchenden baldige Abhilfe dringend erheische. In jüngster Zeit erst seien Fälle bekannt geworden, in denen für die Besetzung einer Portier- oder Oberkellnerstelle eine Vermittlungsgebühr von Mk. 150 bis 200, für eine Hausdienerstelle in einem bestimmten Falle sogar Mk. 170 habe bezahlt werden müssen. Schädigend wirkt auch, daß der gewerbsmäßige Vermittler ein Interesse daran hat, einträgliche Stellen möglichst oft zu besetzen, wodurch ein für den Arbeitgeber wie auch für den Arbeitnehmer ungünstiger häufiger Personalwechsel bedingt wird.
Breslau, 12. Aug. Die „Schless. Volksztg." meldet: Wegen Hochverrats und Geheimbündelei wurde auf Grund eines Haftbefehls des Gleiwitzer Staatsanwalts der großepolnische Agitator, Schuhmacher Johann W y c i S k aus Zabre-Rord, verhaftet. Sein Komplize, der Former Johann Zelzny ist entflohen. Es sind bereits 100 Zeugen in der Angelegenheit vernommen worden. Wycisk und seine Anhänger sollen großpolnische Verbindungen mit dem Ausland unterhalten haben.
Emden, 12. Aug. Infolge des Spremberger Bahnunglücks ist in den beteiligten Städten ein Gesuch an den Eisenbahnminister in Vorbereitung zum sofortigen zweigleisigen Ausbau der in der Badesaison täglich von vierzig Zügen befahrenen Strecke Münster—Papenburg — Leer und der von fünfzig Zügen befahrenen Fortsetzung Leer — Emden — Norden.
Ausland.
Stockholm, 12. Aug. Die Ratifikationen der zwischen Schweden und Norwegen einerseits und Belgien andererseits am 30. November 1904 abgeschlossenen Konvention betreffend das obligatorische Schiedsgericht wurden gestern in Brüssel ausgewechselt.
London, 12. Aug. In Sachen des deutschen Photographen Franz Lösel, welcher beschuldigt wird, die Batterie-Anlagen in Sheerneß photographiert zu haben, fand heute eine weitere Verhandlung statt, in der die Einstellung des Verfahrens beschlossen wurde.
Paris, 13. Aug. Präsident Loubet hielt in Valence au Rhone eine Rede, in der er ausführte, die Armee vergesse nicht ihre Würde. Sie werde sich niemals von den verderblichen Lehren leiten lassen, welche den Unwillen der gesamten Nation erregten. „Wir können ruhig fein/ fuhr der Präsident fort, „unser Vaterland ist wohl gehütet. Seine Fahne würde, wenn es nötig ist, gut verteidigt werden; wir können es ohne Prahlerei und Schwäche sagen, das ist die beste Gewähr dafür, daß wir den Frieden mit Würde zu erhalten wissen werden." Im weiteren Verlauf seiner Rede machte Loubet eine Anspielung auf die Trennung der Kirche vom Staate und sagte, das Parlament und die Regierung kämen den Wünschen aller guten Bürger entgegen. Sie bemühten sich, durch dieses Gesetz keinerlei Mißstimmung eintreten zu lassen. Die religiösen Ansichten eines jeden würden geachtet, selbst von denen, die sie nicht teilten.
Thonon-les-Bains, 12. Aug. Der italienische Minister Tittoni ist gestern hier eingetroffen. Man glaubt, daß er eine Zusammenkunft mit Rouvier haben wird-
Chica g o, 13. Aug. Gegen 24 Personen, Leiter großer Fleischkonserven-Fabriken und Rechtsbeistände solcher Gesellschaften, ist Strafverfahren eingeleitet. Die Angeklagten werden beschuldigt, in ungesetzlicher Weise den
Vellüsche Tagesschau.
Jnterparlameutarische Friedensnnion.
Am 28 August wird in B r ü s s e l im Sitzungssaal der Abgeordnetenkammer die 14. Konferenz der interparlamentarischen Friedens-Union eröffnet. Mehr als 300 mchtbelgsscke Parlamentarier aus Frankreirb, Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Italien, Holland, Belgien, Serbien, Schweden, der Schweiz, Spanien, Portugal, Rumänien, Dänemark den Veremigten Staaten nehmen daran teil. Nicht weniger als 285 belgische Senatoren und Deputierte haben sich gleichfalls angemeldet, wenn sie auch nur zum kleineren Teil erscheinen dursten. Den Vorptz fuhrt entweder Staatsminister Beernaert oder Staatsminister ^escamps. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen wird die erwünschte
Die Trennung Schwedens und Norwegens.
Stockholm, 12. Aug. Nachdem König Oskar am 28. Juli, als ihm der Reichstags-ffchluß betrefflnd die Univ ns frage vorgelegt wurde, beschlossen hatte, dieser sollte vorläufig nur veranlassen, daß eine ?lbschrist des Reichstagsbeschlusses dem norwegischen Präsidenten des Storthing zugeslellt würde, ist der Beschluß in dem dieser Tage abgehaltenen Staatsrat dem König aufs neue vorgelegt worden. Gleichzeitig mit der Vorlegung stellte Justizminister Berg dem König anheim, zu beschließen, daß, wenn nach der neuen Storthingwahl oder nach der Volksabstimmung seitens Norwegens das Verlangen nach Aufhebung der Reichsakte und Unionsaustösung ausgesprochen werde, sofort Verhandlungen von der im Reichstagsschreiben genannten Art eingeleitet werden sollten. Der Vorschlag des Justizministers, dem auch die übrigen Staatsratsmitglieder beitraten, fand darauf die Zustimmung des Königs. Dem norwegischen Präsidenten des Storthing sollte hiervon Mitteilung gemacht werden.
C h r i st i a n i a, 12. Aug. lW. B.) Die für morgen angesetzte Volksabstimmung in der Un i o ns angele g en he it wird ein Festtag für das ganze Land werden. Ueberall sind Flaggen gehißt. Dampffchiffe und Motorboote befördern längs der Küste und auf den inneren Fjorden die Sttmmberechtigten umsonst zu den Mahlstetten. Morgen früh werden von den Kirchtürmen Choräle gespielt. Ter V e r b a n d n o r w e g i s ch e r Frauenvereine richtete eine Adresse an Storthing und Regierung, in der es heißt, die norwegischen Frauen entbehren noch immer der staatsbürgerlichen Rechte und könnten deshalb nicht ihre Stimmen in die Wagschale legen. Könnten sie es,, so würden sie bezeugen, daß das ganze norwegische^Volk ^rmg ^^^Christiania, 13. Aug. Seit dem frühen Morgen herrscht wegen der Volksabstimmung lebhaftes Treiben in den Straßen. Schon in der Fwühe begaben sich viele Einwohner in die Kirchen, von deren Türmen Choräle ertönten. Zwischen 8 und 10 Uhr vormittags war die Wahlbeteiligung sehr groß. Von 10 bis 12 Uhr blieben die Wahllokale wegen des Gottesdienstes geschlossen. Die Stadt und der Hafen tragen reichen Flaggen- schmuck. _________________
Nr. 18»
•rHetet tieii# außer Sonntag».
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechfel mit dem Landwirt
die Ste8e»er ZamtUen» ♦lättet viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Der» Lag der Brühl 'scheu Lmoers.-Buch-u. Sterndruckerri. Bl Sang«.
Die Engländer dringen in Persien vor.
Petersburg, 13. Aug. Die Petersburger Telegraphenagentur meldet aus Teheran von heute: Nach einer hier eingegangenen Meldung entwickeln die Engländer an der Grenze zwischen Persien und Beludschistan rege Tätigkeit. Sie planen, allem Anscheine nach, die strategisch wichtigen und gut bewässerten Punkte Laoois, Dusab und Mirdshiwa in Besitz zu nehmen. Den letztgenannten Punkt hatten sie bereits besetzt, mußten ihn aber an Persien zurückgeben. Es verlautet, die persische Regierung wolle ihren angeblich käuflichen, die persischen Interessen schädigenden Kommissar von dort ab berufen. Die Engländer wollen, wie es heißt, im Herbst in dem au Beludschistan grenzenden persischen Gebiete eine Telegraphenlinie errichten.____________________________________
Zum Besuch der französischen Flotte in England.
London, 12. Aug. Admiral Caillard und die französischen Offiziere wohnten heute dem von beiden Häusern oes Parlaments ihnen zu Ehren in der Westminster Hall gegebenen Bankett bei, an welchem auch mehrere Minister und Führer der Opposition teilnahmen. Premierminister Balfour brachte einen Trinkspruch auf die französische Flotte aus, in welchem er sagte, der Besuch des französischen Geschwaders fei eine von den Gelegenheiten, bei denen es in England nur eine Stimme gebe, und er betrachte die Ereignisse dieser Tage als einen Vorläufer des Friedens, der sich von West nach Ost, über die ganze Welt erstrecken werde. Die beiden großen Nationen des westlichen Europas seien in der Vergangenheit zu oft getrennt gewesen, würden in Zukunft aber imstande sein, zu fühlen, daß ihre Weltinteressen dieselben feien, daß es zwischen ihnen keine Nebenbuhlerschaft gebe, die zu einem Kampfe führen könne, daß sie aber große Taten zu vollbringen hätten, für deren Gelingen Zusammenkünfte wie die gegenwärtige die größte Gewähr böten.
VT @ monallich7b^vt»tt«l-
GletzenerAnzelgerW
” General-Anzeiger *
Amts- und Anzeigeblatt für den Amr Gießen MW » R*' zeigenteil: HanS Beck,
zweite Friedenskonferenz im Haag bilden. Diese Haager Konferenz soll fick über folgende fernen schlüssig toettxm, die bei der letzten Konferenz im >>ahre 1898 unerledigt geblieben find: Die Reckte und Pflichten der Neutralen, die Begrenzung der Land- und Seemacht der verschiedenen Staaten und der Militärbudgets, der Gebrauch neuer FlintenmodeNe und Kaliber und der Schiffskanonen; die Unverletzlichkeit des Privateigentums während eines Kriegs auf dem Meere; die Beschießung von Küstenplätzcn durch eine Seemacht; die Erneuerung bereits erloschener im Haag abgeschlossener Konventionen, die Periodische Wiederkehr allgemeiner Staatskonferenzen; die Folgen, die den auf solchen Konferenzen gefaßten Beschlüssen und München gegeben werden sollen, Ausarbeitung des Modelles emes allgemeinen Schiedsgerichtsvertrags. , .
Die dänische Gruppe schlägt die Errichtung einer internatw» nalen F-riedensakademie vor, die amerikanische Gruppe die Gründ-, ung eines permanenten Staatskongresses.
Deutsch - Südwestafrika.
Berlin, 12. August. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Gefreiter Adolf Rakemann, geb. zu Linden, früher Füsilierregiment Nr. 37, am 8. d. im Lazarett Swakop. mund an Gehirnlähmung gestorben. Reiter Leonhard Feld« raths, geb. zu Oedt, früher Infanterie-Regiment Nr. 65, am 8. ds. bei Kauschas durch Unvorsichtigkeit eines Kameraden schwer verwundet (Schuß in den Hals).
Are veutigc Wummer umfaßt 8 Seiten.
Die Ilriedensver Handlungen zwischen Rußland und Japan.
haben, nachdem Japan seine Bedingungen schriftlich abgegeben und Rußland am Samstag durch Witte die Antwort darauf übergeben hat, den Kulminationspunkt erreicht, von dem es tatsächlich wieder — abwärts zu gehen scheint. Pessimismus vor und zwischen den bisherigen Verhandlungen, Pessimismus aber erst recht auch nach dieser ganz unbegreiflichen Kundgebung Rußlands auf die japanischen Vorschläge, worüber wir die unten stehende Meldung zu veröffentlichen haben. Wenn Rußland von vornherein einen solchen Standpunkt einnahm, ist es nur zu verwundern, ob es überhaupt ernstlich an den Frieden dachte, oder ob es aus den Friedensverhandlungen anderswie einen Nutzen zu ziehen gedachte. Rußland lehnt die Zahlung einer Kriegsentschädigung und die Abtretung von russischem Gebiete strikte ab. Die Hoffnung auf das baldige Zustandekommen des Friedens ist damit fast vollständig geschwunden.
Wir haben heute folgende Meldungen zu verzeichnen: Portsmouth (New-Hampshire), 12. Aug. (Reuter.) Gestern abend herrschte bei den Friedensabordnungen tieffter Pessimismus. Wie bestimmt verlautet, hält Witte die Möglichkeit eines Uebereinkommens für aussichtslos. Die Frage der Beglaubigungsschreiben ist in freundschaftlicher Weise erledigt worden. Auf die Versicherung der Japaner, daß die Komura erteilten Machtbefugnisse die regelmäßige, immer von Japan gebrauchte Form darstellen, wird Witte die Angelegenheit nicht weiter verfolgen. — Korostowitz, der Sprecher für die Russen, bestätigt die Behauptung, daß die Antwort Rußlands heute vormittag 9V2 Uhr vorgelegt werden soll. Nach seiner Aussage enthält die Antwort die Zustimmung zu einigen Punkten, die bedingungsweise Zustimmung zu einigen anderen und die Zurückweisung anderer Punkte.
Portsmouth, 12. Aug. (Reuter.) Die russischen und die japanischen Friedensbevollmächtigten trafen heute vormittag 9V2 Uhr im Marinearsenal ein. Die Sitzung wurde sogleich eröffnet und dann um 10 Uhr 40 Min. vertagt. Witte übergab die russische Antwort auf die Friedensbedingungen. Die japanischen Bevollmächtigten hielten darauf eine private Sitzung ab, um ihre Entgegnung zu beraten. Sie stimmten dem Ersuchen Wittes zu, daß die japanische Antwort ebenso beschleunigt erledigt werden solle, wie die russische gegeben worden sei, und versprachen, am Nachmittag oder morgen um 3 Uhr die Antwort zu überreichen. Schließlich nahmen die Vertreter beider Staaten um 3 Uhr nachmittags die Sitzung wieder auf und begannen sogleich eine erregte Erörterung. Die Tatsache, daß heute nachmittag, noch bevor die russische Antwort geprüft war, eine Sitzung abgehalten wurde, wird dahin ausgelegt, daß die' Japaner eine bestimmte Meinung gefaßt haben, und daß man sich über diejenigen Zugeständnisse, zu denen man geneigt war, im voraus geeinigt habe, sodaß dieselben nur noch formuliert werden mußten. So pessimistisch ist die Stimmung in den beiden Seiten nahestehenden Kreisen, daß die Voraussage laut wird, die heute nachmittag abgehaltene Zusammenkunft werde die letzte sein i. 'd die Geschichte der Washingtoner Konferenz werde möglicherweise zu einem1 plötzlichen Abschluß gelangen. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß Marschall Oyarnas Operationspläne fertiggestellt feien und er nur das Zeichen vorn Abbruch der Friedens- Verhandlungen abwarte, um zum Angriffzuschreiten.
Portsmouth, 12. Aug. (Reuter.) Koro stowetz veröffentlicht im Namen der Friedensdelegierten folgenden offiziellenBericht über die Nachmittagssitzung: Nachdem die Japaner die russische Antwort auf ihre Friedensbedingungen geprüft hatten, wurde die Sss'"ng um 3 Uhr nachmittags eröffnet, um die einzelnen Arti...' zu beraten. Um 7 Uhr wurde die Sitzung geschlossen. Da morgen Sonntag ist, findet erst um 3 Uhr wieder eine Sitzung statt.
Portsmouth (New-Hampshire), 12. August. Die russische Antwort auf die japanischen Bedingungen prüft, wie verlautet, der Reihe nach die Bedingungen und legt sodann die Ursachen und Grunde für die En tscheidung dar, zu der man in jedem einzelnen Falle gelangt ist. Der Beweisführung gegen die Bezahlung einer Entschädigung oder gegen eine Gebietsabtretung liegt die allgemeine Anschauung zu Grunde, daß Rußland für den Krieg nicht verantwortlich sei, und da Rußland noch zur Fortsetzung des Kampfes vorbereitet sei und auch diese Konferenz nicht gesucht habe als besiegtes Land, das um Bedingungen bittet, sondern deswegen, weil es ernstlich den Frieden wünschte, wenn ein ehrenvoller Friede möglich wäre, so könnte es weder einwilligen den Japanern Kriegskosten zu bezahlen noch Gebiet abzutreten. Die Beweisführung lautet ungefähr wie folgt: Rußland ist nicht besiegt. Es hat Schlappen erlitten, aber es ist nicht gezwungen, unter allen Umständen den Frieden anzunehmen. Rußland wünscht den Frieden jetzt wie immer und wie es ihn gewünscht hat, bevor Japan die Feindseligkeiten eröffnete. Das Rußland den Krieg nicht herbeigesehnt oder gewünscht hat, geht daraus hervor, daß es weder in militärischer Hinsicht, noch in der Verwaltung auf einen Krieg vorbereitet war. Gegen Rußland könnte mit Recht vielleicht nur eine Beschuldigung erhoben werden, die Gelegenheit gegeben zu haben, die Japan suchte,


