Ausgabe 
14.1.1905 Zweites Blatt
 
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Permanente Ausstellung der Gießener Möbelfabrik (mit bcsteingerichletcm Maschinenbetrieb) Th. Brück, Ecke Schloßgasse, Kanzleiberg, Brandplatz, gegr. 1858. Größtes 'JJtöbcMager, 100 Zimmer - Einrichtungen, 10 Schaufenster, 1200 qm Ausstellungsräume. Durch Sclbstfabrikation Garantie für nur erstklassige vorzügl. Ausführung in geschmackvoll moderner Richtung. Lfrg. srko. jed. Bahnstat. event. durcy eig. Fuhrwerk. Telef. 373. Teppiche, Vorhänge, Linoleum, Rietall-Betten, Patent-Matratzen, Bettfedern, Daunen, voll-

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* Ein Geistlicher ermordet. Der aus Prien am Chiemsee gebürtige Pfarrevikar von Altstätten, Georg Adamer, wurde unweit Ringlikon bei Zürich erschossen und beraubt aufgefunden. Stach den bisherigen Ermittelungen mürbe der Vikar nachts von einem unbekannten Burschen gebeten, er solle dessen schwerkranken Mutter in Ringlikon die letzte Wegzehrung bringen. Auf dein Wege dahin scheint dann der Raubmord begangen worden zu sein. Die Kranke ivar fingiert. Vorn Täler »st noch keine Spur vorhanden.

* Die verunglückte Hochzeitsgesellschaft. Aus dem Bahnübergänge bei Speyer war, wie wir seinerzeit ausführlich berichteten, trotz vorschriftsmäßig geschlossener Barriere eine Hochzeitsgesellschaft aus Lachcnjpeyersdors durch Ueberfahren verunglückt, ivobei fünf Personen den Tod fanden. Durch Entscheidung des 6. Zivilsenats am Reichsgericht wurden nunmehr die pfälzischen Eisen­bahnen endgültig verurteilt, für jeden der Getöteten eine Entschädigung von 2 7 000Mk. an die Hinterbliebenen zu zahlen.

* Aus der Jugend". Wie wir hören, wird demnächst zur Feier von Schillers 100. Todestage nachfolgendes lninisteriell verfügt werden:Dem vormaligen Herzoglich- Württembergischen Militäryiedikus ohne Portepee, Friedrich Schiller, wird nachträglich in Ansehung seiner Verdienste um die Deutsche Literatur der Rang und Titel eines Ober­arztes d. L. verliehen." Der weise und gerechte Erlaß

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Man verlange ausdrücklich die Originalmarke l>r. llommeEs Haematogen und lasse sich Nachahmungen nicht aufreden. p7/

Frks. Ztg." behauptet. Bahnwärter an einem ---- - , .. .

Soldat erhänig t aufgefunden. Der Selbstmörder ist der Pionier Baumhauer von der 4. Srontp. des Pwmer- Bat. Nr. 21 in Staffel. Er hatte sich seit dem 10 Januar von feinem Truppenteil entfernt. Die Ursache de» Selbst­mordes konnte bis jetzt noch nicht festgestelltmerden. In Nieder-Olm wurde eine yeincmnutvige Baugenossen­schaft gegründet. - Die Nachricht, daß dre Stadt Marburg nicht an dem aernelniamen H ochzerts- geschenk der mittleren preußischen Städte für das Kron- Prinzen paar beteiligen werde bedarf eurer eraanzern- den Richtigstellung. Es besteht nämlich dre Absicht, daß sich die Stadt an dem von einem Berliner Komitee angeregten Geschenk beteiligen wird, das sämtliche preußrscheil Städte darbringen werden. Der Detaillistenverband für Hessen und Waldeck in Kassel hat in seiner geftngen Ver­sammlung einstimmig die Absendung der Petrtwnen an den Kaiser und an den Eisenbahnmmrster Budde be­schlossen. Es wird in diesen Eingaben in energischer Werse (Stellung gegen den wiederholt erörterten, auch im Av- geordnetenyause zur Sprache gebrachten Eisen bahn- kousumverein, die Eisenbahngeuosheuschaftsbackerer usw. und gegen die Konsumvereine im allgemeinen ge«

Anmeldungen zum Beitritt bis auf weiteres entgegennehmen. Besonders die Geflügelziichtvereinc sollten die günstige Ge­legenheit nicht vorübergehen lassen, die Angelegenheit in ihren Versammlungen zu besprechen und darauf hinzuwirken, daß recht viele Landwirte Mitglied der Genossenschaft werden.

** Punsch^eister! Ein jung verheirateter Bauer in einem oberhessischen Dörfchen hatte in der Neu- jahrsnacht dem üi] her 'Dorfschenke spendierten Punsche sehr kräftig zugesprochen. Er schwankte dann nach seinem Heim, wo er von seinem Weibchen gebührend empfangen wurde. ^Mach Dich nor gleich in'n Stall und melk di Lvi (Lühe), in crc halb Stonn is de Fuhrmann von de Molkerei häi und holt däi Melch: in de Küch stehn die Amer" <Eimer). Hannes torkelte in der Dimke lhest mit einem» Gefäß, das er ;a|in Henkel erwischt hatve, in den Stall und 'mellte im Dusel mit geschlossenen Augen fest drauf los. Ms er zu lange blieb, kam seine Frau mit dem inzwischen an­gelangten Molkereisuhrmann nach dem Stalle. Hrer saß .Hannes schon, unter der dritten Kuh und melkte.Wu bleibste dann'?" ful)r ihn seine Ehefrau an.Ei, de Amer is nocy net voll, der will aach, gar net voll werre." Mai gout Melch!" schreit auf einmsLl die 'Bäuerin imd Deutet geistervi.ci.ch auf die Knie ihres Mannes. Der gute Hannes hatte fwt in einen Eimer in einen genkel- ko r b" gemolken.

w. Dar m st a d t, 13. Jan. Anläßlich der Vermä hl- an g des Großherzogs, die, den aUerhöchjlen Wün­schen entsprechend, in einfachster Weise gefeiert werden soll, sind außer einem fe>ilicl)en Empfang der hohen Braut bei ihrem Einzug in die ©iaot dura) die Bürgermeisterei und die Stadtverordneten­versammlung eine allgemeine Illumination derStadtam Abend des Einzugsiages oder am Vorabend der Vermählung und eine Serenade mit Lampions- und Factelzug naaj der Rückkehr des Neuvermählten Paares von der Hochzeitsreise gepland Das Präsidium der hessischem Landes shnode hielt heute in den Räumen des Oberkonsistoriums hier eine Sitzung ab, wobei die Entwürfe und Beratungsgegenstande den betreffenden Ausschüssen überwiesen wurden. Die Ausschüsse werden also demnächst zujammenrreten, um ihre Tätigtest zu beginnen; bis diese acher erledigt und die Gegenstände spruchreif fein werden, dürsten immer einige Wochen vergehen, sodaß der Zusammentritt der Synode taum vor Mitte Februar erfolgen könnte.

Frankfurt, 13. Jan. Die in Bockenheim wohnende Frau des Postsekretärs Schirr nahm am Mittwoch mittag Phosphor, den sie von zwei Schachteln Schwefel- hölzern abgeschnitten und schon längere Zeit in einem Gläschen ausbewahrt hatte. Erst als das Gift seine Wirkung tat und die Unglückliche schreckliche Qualen auszuhalten hatte, sagte sie ihrer Tochter, daß sie sich vergiftet habe. Sie leide schon seit langen Jahren an einer unheilbaren Beinwunde, deren Schmerzen fie nicht mehr ertragen könne. Die sofort gerufenen Aerzte gaben Gegenmittel, jedoch ohne Erfolg. Der Tod trat heute früh 6 Uhr ein.

Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. 2vm Oberlandesgericht Darm st ad t werden zurzeit Termine auf Ende Funr anberaumt, wie die - - - In Mainz wurde von einem

Brückenpfeiler der Kaiserbrücke ein

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wird sicher bei allen patriotisch Denkenden begeisterte Aus nähme finden!

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Vereinfachtes A b f e r t i g u n g s v e r f a b r e n i m Eisenbahngüterverkehr. Tie große Bereiniachung^ im Abiertiannaswesen des Eisenbahngüterverkehrs, welche am <yebr. 1904 aus den preußischchessischen Sta-atsbahnen zur Einführung gelangte, hat sich gut bewahrt und ist infolgedessen am 1. ^anuar 1905 mit geringen Aendcrungen von sämtlichen dcuticyen Eiien- bahnvcrwaltungen übernommen und .zur Einführung gebraast worden. Die 'Vereinfachung besteht bekanntlich im weseutlicl)cn in der'Beseitigung der Güterfiachtkarten und in der Verwendung von F-rachtmarken und bedeutet für die Eisenbahnverwaltungen eine große Arbcitsersparnis, die wieder einer beschleunigten Ab­fertigung, Verladung. Entladung und Aushändigung der Güter zugute tomnit. Die Geschäftswelt wird durch das Versahrcn nach wie vor nicht berührt. Nur lverden abweichend vom seitherigen Verfahren die Frachtma.rken nicht mehr an die Geschäftswelt verkauft, sondern nur noch von den Eisenbahnabfertigungsltellen selbst als Verrechnungsmittel benutzt. Veranlassung zu dieser Maß­nahme war der llnytand, daß seitens der Geschäftswelt von den Marken fast gar kein Gebrauch gemacht und kein Wert auf die Einrichtung gelegt wurde.

Dresden, 12. Jan. TasTr. I." meldet: Die Ver­handlungen über die deutsche Eijenbahnbctriebs- m i 11 e l g e m c i n s cha f t, die am 9. Januar in Berlin be­gonnen sind gestern vorläufig beendet worden; ein endgültiger Abschluß ist noch nicht erfolgt, da es sich vorerst nur um einen unverbindlichen Meinungsaustausch zwischen den beteiligten Re­gierungen handelt, doch wurden in eingehender Beratung die G r u n d z ü g e für eine weitere Behandlung vereinbart. Mit der Vorberatung der zahlreichen, vielfach äußerst schwierigen Einzelfragen wurde ein Unterausschuß betraut, in dem sämtliche deutsche Staatseisenbahnverwaltungen vertreten sind.

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