Ausgabe 
11.3.1905 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

155 Jahrgang

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe«.

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neue TET-PACKUNG bringt insofern eine Verbesserung, alS die angebrochenen Pakete sich leicht wieder dicht verschließen lassen und den Inhalt so vor dem Einfluß der Lust in

packten Backwaren hat e8 sich gezeigt, daß alle solche Cakes rc., welche in Papier- Hüllen verkauft werden, in kurzer Zeit durch den Ein- fluß von Luft und Staub ganz wesentlich leiden, die Knusprigkeit verlieren und Geschmack einbühen. Die

Die ^Otetzrmr AmnMenblütter- werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich befgelegt Der

Heute liegt auS der Budgetkommission folgende Meld­ung vor:

Berlin, 10. März. Tie Budgetkommission des Reichstages setzte heute die Beratung des Gesetzentwurfes betreffend die W e h r - pflicht fort. Gin Aufing Gröber (Ztr.), die Zeit für die Hebungen der Personen des Beurlaub tenstandes unter spezieller Berücksichtigung der Interessen der bürgerlichen Berufskreise fest­zusetzen, wird einstinrmig angenommen, ebenso der Rest des Gesetzes ohne weitere Tisknssion. Tie Kommission ging alsdann

Frauenrechtlerin, das nötige Kleingeld zur Verfügung stellt. Ta naht das Verbängnis in Gestalt der Jubiläumsnmmner: Hedwig hat das Deck, als 1000. Student immatriku­liert und natürlich entsprechend gefeiert zu werden. Tiefes Gefeiertwerden aber erfordert einen ganzen Mann, und da Hedwig das nicht ist, so geht die Sache schief. Zuletzt abev löst sich alles doch in Wohlgefallen auf und der Vorhang senkt sich über zwei verlobten Paaren. Das alles ist so hübsch ent­wickelt, der Tialog ist mit so famosen Pointen aufgeputzt, daß im Hause von Anfang bis Ende froheste Stimmung herrschte.

Im Münchner Schauspielhaus fand die Nraufführrmgs von E. v. Keyserlings ZweiakterBenignens Erzählung" statt. Tie Aufnahme des feinen Stückes war sehr günstig. Graf Keyserling ist der Dichter des in Gießen bekanntenFrühlings-

praktischer Weise schützen. Unsere Abbildungen zeige« ei«t geschlossene und eine geöffnete TET-PACKUNG-

Eine neue Art der Verpackung von Cakes, MScrntt, Waffeln rc. ist soeben unter der Bezeichnung TET-PACKUNG eingesührt worden. Mit Ausnahme der in Blechristen der-

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Lunk nnd Wissenschaft.

Aus Frankfurt schreibt man uns: Ein vosiier wohkver- ^renter Erfolg war der Erstaufführung des Tonmär­chensDas Glück^ von Rnd. Frhr. v. Prochäzka be- schieden. Wir lernterr in dem Wiener Komponisten einen Musiker von tiefem Gesiibl und reichem Temperament kennen, dem die Melodien in üppiger Fülle aus der Feder guelleu schon die glückstrunkene Ouvertüre beweist das und der in vornehmer Weise prächtige Orchester- und Choresfekte zu erzielen weiß. Die hübsche Dichtung von Dr. Th. Kirchner, kein Operntext im landläufigen Sinne, bot der Komposition ein grrtes Funda­ment. Das Märch»eN zeigt uns dasGlück", gejagt von einer Mente lüsterner Verfolger aus allen Ständen, Berufen und Altersklassen, wie es Zuflucht findet bei einem Einsiedler, der es in seiner Klause verbirgt und die Verfolger auf eine falsche Fährte führt. Zum Lohne für den Schutz verwandelt die Fee den Wald in eilten Paradiesesgarten und heißt den Eremiten sich eine ihrer Gaben: Reichtum, Ehre, Weisheit, Jrtgend zu wählen. Er will das Merbeste, das ihn von aller Olual der Erde befreit: aber jte kann es nur geben für einen Kuß. Tiefer Sünde entflieht er in den tiefen Wald. Als er zurückkehrt, findet e-r die Glücksfee entschlummert vor seinem Zelte. Von ihrer Schönheit berückt, drückt et einen Kuß auf ihre Lippen und finft entseelt nieder. -$ Ter Tod, das höchste Glück der Erde diese pessimistische Anschauung, die schon der alte Solon dem .Eröfus entgegengehallen, hat hier ein neues Gewand gefunden. Einen stimmgewaltigen Einsiedler bot Herr Breitenfeld, und in der Titelrolle hatte Frau Hensel-Sck/weitzer Gelegenheit, ihre sfWnen, gutgeschulten Mittel zu entfalten. Nur eine ..duftige Märchengestalt" wie sie das Textbuch verlangt, konnte sie nicht nortäuscheit. So hätte vielleicht ein Rubens das Glück geinalt. Bolles Lob verdient auch der Chor, besonders in der Verfolg- urtgsszene und den Geistergesängen hinter der Szene mit den originellen Orchesterbegleitungen. Auch die dekorativen und ma-

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Aie MMärvorlage.

Unmittelbar bedroht ist Deutschland nicht, das gibt die Milltärverwältunss M. R u ß l a n d ist nicht nur durch die schweren Mißerfolge auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz tief gedenrütigt, sondern auch durchs innere Wirren derart mit sich selbst beschäftigt, daß es an eine Offenmsive nicht denken, geschweige denn einen solchseü Gedanken in die Tat mnsetzen 'könnte. In Fr a n kk re i ch kommt eine neue Gene­ration herauf, welche die durch den Krieg 1870/71 ge­schaffenen Besitzverhältnisse wie etwas Ueberkommenes lmfr Unabänderliches hinnimMt. Auch steht der französischen Bevölkerungsziffer von etwa 39 Millionen die deutsche von fast 60 Millionen gegenüber. Die Motive der Heeresvor- lage behaupten, daß die Franzosen rms in der Gesamtzahl der Streitbaren überflügeln und daß dies nach Einführ­ung der zweijährigen Dienstzeit in Noch ausgedehnterem Maße der Fall sein könnte. Indes betrug die französische Friedenspräsenzstärke nadh dem Budget von 1904 an Unter­offizieren und Mannschaften 515 600 Köpfe, während sich die deutsche Friedenspräsenzstärke im gleichen Fahre, bie Unteroffiziere eingerechnet, auf 577 458 Mann belief.

Faßt man die militärische Gesamtkrast beider Zwei- bnndesmächte ins Mujge, so darf nicht vergessen werden, daß auch der Deibunrd, wie oft man ihn auch tot sagte, doch lebendig blieb und gleichfalls über eine stattliche Truppenstärke verfugt.

Der Kriegsminister v. Einem hat denn auch darauf verzichtet diese Sachlage umzudeuten. Er begründet die Heeresvorlaqe nicht mit augenblicklichen, sondern mit dem dauernden Bedürfnis, und kann das umsomehr, als in dem Gesetzentwurf ausdrücklich der Endtermin der Durchführ­ung auf das Fahr 1909 an gefetzt worden ist. Fm ganzen wird eine Erhöhung der Friedenspräsenzstärke um 10 339 Manu gefordert. <Re verteilt sifh hauptsächlich! auf Ka­vallerie und Infanterie, wobei der Löwenanteil der Ka­vallerie zufallen soll.

Die Bedeutung der Kavallerie für den Kriegs­fall hat Herr v. Einem in der Budgetkommission sehr stark unterstrichen. Er glaubt sich dabei nt vollem Einver­ständnis mit Moltke, der während des deutsch-französischen Krieges im großen Hauptguartier wiederholt die Parole aus gegeben habe:Kavallerie weit voraus 1 Aufklärung!" Ms die Aufgabe der Kavallerie-kräfte bezeichnet der Kriegs­minister, Klarheit über die Stellung des Gegners zu ver­schaffen und die eigene HeeresbÄvegung möglichst zu ver­schleiern. Die von beiden streitenden Teilen erstrebte, für die höhere Fühurng unerläßliche Aufklärung könne heut­zutage nur durch Gefechte erreicht werden, und zwar durch sehr ernste Kavallerie-Duelle. Das Streben müsse dahin gerichtet sein, feindliche Kavallerie aus dem Felde zu schla­gen, um dadurch freie Balm zu gewinnen zur Beobacht- nng der feindlichen! HeereskolonNe. Dtts' sei' unserer Ka- vallerie vor Sedan ohne Kampf gelungen, da die franzö­sische Kavallerie als Schlachten-Reserve-Kavallerie auf der dem Feinde abgekehrten Front marschierte. Die Funktion, nach rückwärts zu melden, werde der Kavallerie auch nicht durch die Automobile und Fahrräder abgenommen, die immer nur an Straßen gefesselt seien, sondern verbleibe der Kavallerie, die auf jedem Gelände operieren könne.

Der Kriegsminister mußte fich mit denjenigen Kritikern seiner Vorlage, welche die Meinung äußerten, daß die Tage der Schlachtenreiterei vorüber 'seien, auseinandersetzen. Wenn die Kavallerie in Ostasien bis jetzt wenig geleistet hat, so läßt dies' nach der Meinung des Kriegs­ministers noch nicht den Schluß zu, daß sie überflüssig |ei. Die richtige Schlußfolgerung sei vielmehr die, daß die Kavallerie auf russischer Seite falsch verwendet und auf japanischer Seite nicht in der genügenden Anzahl vorhanden sei, um nach Wunsch: verwertet zu werden. tÄne starke japanische Kavallerie hätte den Mctzug von Liaojang in LFlncht verwandeln und durch Unterbrechung der sibiri­schen Bahn dem Kriege eine ganz andere Wendung, vielleicht die Entscheidung geben können.

Diesen Aufgaben gegenüber reicht nach der Ansicht der Heeresverwaltung die gegenwärtige Kavallerie-Stärke nicht aus. Man will 28 neue Eskadrons einstellen und außerdem die vorhandenen 17 Eskadrons der Jäger zu Pferde in Kavallerio-Re gimenter anf- gehen lassen. .Wie sehr die Kavallerie in der Entwicklung zurückgeblieben ist, tat die Militärverwaltung durch einen Vergleich mit anderen Truppengattungen zifiermäßia dar. AN'^V Infanterie-Bataillonen waren im Fahre 1870 463,

Avsmy Sus den StM'smisttsikmi itr Steif Kirß«.

Aufgebote.

Februar. 24. Wilhelm Gustav August Just, Schneider in Fechenheim, mit Margarethe Berger dahier. 25. Johann Wilhelm Ommert, Schreiner in Wieseck, mit Elilabetha Leyerer in Climbach. 25. Hermann Wörner, Lehrer in WaNerstädten, mit Lina Franz dahier. 26. Konrad Wilhelm Albach, Maurer in Beuern, mit Katharine Linnestruth in Trais a. d. Lumda. 28. Joseph Link, Feuerwehrmann in Frankfurt a. M., mit Paula Gechardt dahier. 28. Balthaser Nieolatz Telegraphenarbeiter in Großen-Buseck, mit Margarethe Rink dahier. März. 1. Philipp Zimmermann, Geo­meter 1. Klaffe dahier, mit Philippine Lina Minna Bercha in Friedberg.

Shefchlietzunge«.

Februar. 25. Mam Alfred Hofmann, Bankbeamter dahier, mit Johannette Rühl hierselbst. 25. Hugo Grün, Photograph in Salzschlirf, mit Margarethe Müller dahier.

Geborene.

Februar. 22. Dem Schutzmann Julius Jimg em Sohn. 25. Dem Buck druckereibefitzer Otto Kindt ein Sohn, Albrecht Kart Hans. 26. Dem Eisenbahnarbeiter Justus Ludwig Hoos eiu Sohn, Reinhard. 28. Dem Schloffer Johann Wenderoth ein Sohn, Hein­rich. März. 1. Dem Forstwarten Peter Arft ein Sohn, Heinrich Karl.

Gestorbene.

Februar. 25. Karoline Elisabethe Stein, 2 Jahre alt, Tochter des Postboten Wilhelm Srein dahier. 25. Anna Marie Muhl, 3 Jahre alt, Tochter des Faiseurs Karl Muhl dahier. 28. Elisabeths Johanna Hillgärtner, 2 Jahre alt, Tochter des Taglohners Heinrichs Hillgärtner dahier. März. 1. Joseph Westermei er, 36 Jahre alt, Braumeister dahier.

int Fahre 1904 dagegen 625 vorhanden; an Batterien int erstgenannten Fahre 251, im betzgenannten 574; dagegen besaßen wir Eskadrons im Jahre 1870 460, im Jahre 1904 nur 482, welche letztere Ziffer erst jetzt auf 510 steigen würde. Die Infanterie soll um acht Bataillone vermehrt werden.

Die vorläufige Abstimmung in der Budgetkom­mission ist nicht entscheidend für das schließliche Schick- saL de rVorlage. 'Das Zentrum bot zunächst statt der 24 Eskadrons nur 18, sodaß die Gesamtzahl der Kavallerie auf 500 Eskadrons, statt, wie die Boülage will, auf 510 bemessen werden würde. Es blieb indessen mit seinem Vorschlag in der Minorität, weil die Konservativen und Nationalliberalen nicht so tief hinab, die fieisinnigen Volksparteien und vollends die Sozialdemokritie nicht so hoch hinauf gehen wollten. Bei der Infanterie handelte es sich anfangs um die Frage, ob nicht bei vollständiger Bewilligung der Kadres eine Reduktion der Mannschaftsstärke auf den niedrigsten Etat möglich ist. Das Kompromiß vom Jahre 1899 lief darauf hinaus, daß ein Ml der Bataillone zu 640 Köpfen, ein anderer zu 570 Köpfen angesetzt wurde. Die hohen Etats glaubte man für die Grenzgegenden fordern zu müssen, mit den niedrigeren für das Innere des Landes auszukom­men. Die Verwaltung fand eine Kopfstärke von 570, ins­besondere wegen der Äusbildungsschwierigkeiten, welche die zweijährige Dienstzeit verursacht, noch zu gering. Sie ver­langte eine 'Durchschnittsstärke von 590, und Herr v. Goßler, der damalige Kriegsminister, betonte, daß sein Amtsvor- gänger sich nur wider Willen zur Annahme einer geringeren Etatsstärke habe drängen lassen. Inzwischen hat denn auch das Zentrum seinen urspri'mglich eingenommenen Stand­punkt aufgegeben und für die Vermehrung der Infanterie im Sinne der Regierung gestimmt.

Die gesamteMilitärbelastu ng beläuft sich, ein­schließlich der Unteroffiziere, der Freiwilligen und der Ma­rine, gegenwärtig auf 1.08 Prozent der Bevöl­kerung. Sie würde, die Annabme der Regiertmgsvorlage vorausgesetzt, auf 1.09 Prozent steigen und sich unter An­nahme einer weiteren gleichmäßigen Bevölkerungszunahme am Endtermin auf 1.02 Prozent stellen.

Die beiden fieisinnigen Volksparteien, die in der Budget­kommission vertreten sind, haben gegen die Vermehrung sowohl der Kavallerie wie der Infanterie gestimmt. Das schließt nicht ans, daß andere Freisinnige zu Entgegen­kommen geneigt sind. Einen ausreichenden Grund zu gegenseitiger Bekämpfung bildet diese Meinungsdifferenz indessen nicht. Die Vorlage stellt kein einheitliches Ganzes dar, besteht vielmehr, aus verscbiedenen, von einander trenn­baren Teilen, die sich ihrerseits wiederrrm modifizieren lassen. Man kann für die Jnfanterievermehrung und gegen die Kavallerievermehrung oder umgekehrt stimmen, ohne damit ein fieisinniges Prinzip zu verletzen.

Wenn es Herrn v. Einem ^gelingt, die wesentlichsten Neusorderungen durchzusetzen, dann sollte er daraus jeden­falls einen Anlaß entnehmen, nun auch die Beschwerden abzustellen, welche über Auswüchse des Militaris- mu s laut geworden sind. Mmmt das Volk neue Lasten auf sich, so hat es Anspruch darauf, Mißstände beseitigt zu sehen. Zu diesen Mißständen gehört die auf tunlichste Ausschließung der O effentli ch keit gerichtete Praxis unserer Militärgerichte. Durch die neue Militärstrafprozeßordnung ist das Prinzip der Oeffentlich- keit auch in Militärstrafsachen eingefi'lhrt. Allerdings hat der oberste Kriegsherr durch § 283 jenes Gesetzes die Be­fugnis erhalten, Vorschriften darüber zu erlassen, unter welchen Voraussetzungen das Gericht die Oeffentlichkeft der Verhandlung wegen Gefährdung der Disziplin ausschließen soll. Der Reichstag hat Grund, einer zu engen Auslegung des Begriffs Disziplin entgegenzutreten, und die Militär­verwaltung würde sich Dank verdienen, wenn auch sie sich einer fieieren Auffassung zugänglich erwiese. Außerdem aber ist es die Pflicht des Kriegsministers, angesichts der eintretenden Msgabevermehrung auf Ersparnisse an anderen Stellen hinzuwirken.

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Zur 100jährigen Wiederkehr von Schliller-K Todestage ist der Bildhauer Dr. Daniel Greiner. Mitglied der Tarmstädter .Künstler-Kolonie, zum Entwürfe einer Erinn ev- ungsmedaille mifgefordert worden. Tt. Greiner hat auf der Vorderseite den durchgeistigten, ernsten Kopf des Dickters lebens­wahr wiederaegeben, in der Auffassung, wie ihn Goethe einmal schilderte:Mes an ihm war stolz und großartig, nur die Augen waren sonst." Tas Motiv der Rilckseite bildet eine einfache sym­bolische Tarstellung der Verse aus dem GedichteDie Künstle?^

Rur durch das Morgenrot des Schönen Drangst Tu in der Erkenntnis Land."

Ueber einer Brüstung gelehnt, bliest die zu einer weibliche» Jdealaestalt verkörperte Timtstmst Schillers in eine weite Alpen- landschaft hinaus. So bat sich wohl dem geistigen Auge deS Tickiiers die Schönheit des Landes gezeigt, oeffen FreiheitSlied er imDell" gesungen.

über zur Vermehrung des Ausbildungsp ersonafO. Ter Referent, Abg. v. Ehlern lkons., teilt Ntit, dcch es fich vM eine Vermehrung von 1858 Unteroffizieren handle. Mg. Gröber bemerkt, dafl er keinen Zweifel darüber lasse, daß der Reichstag alljährlich im Etat die Zahl der Unteroffiziere fest^nsetzen! habe, jedoch hätten seine Freunde gegen diese Vermehrung nichts einzuwerE»en. Tlatmt geht man über zur zweiten Lesung der Friedens-Präsenzstärke. Hierzu beantragt das Zentrum 1. von der Friedensvrasenzstärke 2000 Mann Oeko- nomiehandwerker zu streichen, welche allmählich 'durch Zivilarbett« zu ersetzen find. 2. Tie Zahl der Formationen folgendermaßen fest­zusetzen: 633 Infanterie-Bataillone, 510 Kavallerie-EskadronS, 574 Batterien Feldartillerie. 40 Bataillone Fußartillerie, 29 Vionier-Bataillone, 12 Bataillone Verkehrstruppen und 23 Train- Bataillone. Tie hierdurch bedingte Vermehrung soll in der Weife vorgenommen werden, daß bei der Kavallerie 10 Eskadrons vom 1. April 1910 bis zum Schlüsse des Rechnungsiahres 1912 zu bilden sind, während die übrigen Formationen bis zum Schknß des Rechnungsjahres 1909 aufzustellen find. Weiter bearttragt das Zentrum eine Resolution, die finanzielle Wirkung der MM- täfiorlage erst zum Rechnungsjahr 1907 ab zum Ausdruck zu, bringen. Infolge dieses wichtigen Antrages wird die Beratung der, Friedenspräsenz und die Kommission erledigt noch

einige Positionen des Militäretats, worauf die Weiterbevatungj auf Tienstag vertagt wird.

schinellen Einrichtungen verdienen ein Wort der Anerkennung, I forscher Studio immatrikulieren. Tie dazu nötigen Papiere leiht so vor allem die Verwandlung des, Forstes in den üppigen ihr ein hilfsbereiter Vetter. So weit gebt die Sache gut, zunval Rosengarten. Dem lieblich n Idyll diente als wuchtiger Gegen- eine Tante, ihres Zeichens geschiedene Ehegattin und energische

satz Mascagnis Cavalleria rusticana. A. S.

Die Frankfurter Theater. Der Bücherabschluß der Neuen Theater-Aktiengesellschast in Franffurt a. M. für 1904 ist jetzt veröffentlicht worden. Danach betrugen die Abonne­ments und Tageseinnahmen beim Opernhause 731 271 Mark, heim Sckmusvrelhause 630 890 Mk. Tie Tageseinnahmen waren in beiden Häusern um rund 100 000 Mk. höher als die Abonne- nrentsgelder An Gehältern wurden im Opernharrse 717 582 Mk., im Schauspielhause 351526 Mk. gezahlt, während das Auf­führungsrecht in der Oper 25 437 Mk., im Schauspiel dagegen 41 748 Mark erforderte. Ter Betriebsverlust der Gesellschaft be­läuft sich auf 252 440 Mk., so daß von dem städtischen Zuschuß, der 268000 Mk. beträgt. 15 560 Mk. erübrigt wurden. Im Vorjahre belief sich der Betriebsverlust nur auf 239 000 Mark, weil das Schauspielhaus damals einen Ueberschuß von 92000 Mark ergeben hatte. Tiesmal beträgt dieser NeberschUß 54176 Mark, während die Oper wieder einen Betriebsverlust von 242 442 Mk. (im Vorjahr 239 801 Mk.) aufweist.

Aus Dresden schreibt man denL. N. N.":Die JubiläuMsnumme^, die ihren Verfassern Alwin Rö­mer (einem ständigen Berliner Mitarbeiter desGieß. Anz.") und Hugo Haßkerl den Tank des Publikums in reichstem Maße erwirkte, sodaß sie wieder und wieder vor der Rampe erscheinen mußten, versetzte die Kwitik in die angenehme Lage, diesem Urteil des gut besuchten Hauses beistimmen zu können. Tas Stück unterhält ausgezeichnet und gehört doch nicht zu der Dutzend­ware, die alte, oft gebrauchte Motive durcheinander würfelt und so mit Hilfe einiger neuer und vieler alter Witze ein neues Stück erstehen läßt. Tie Geschichte von dem hübschen F-räulein Hedwig Reßmann, welche durchaus studieren will und nicht darf, ist nicht nach einem andern Rezepte zurechtgemacht. Tas reso­lute Mädel brennt durch und läßt sich in Mannestracht als

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