Nr. 60
Erstes Blatt.
155. Jahrgang
Samstag 11. März 1905
Die Heutige Wummer umfaßt 16 Seite».
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vom Zaren in Zarskoje Selo in Audienz empfangen wurde. Ties wird als Bestätigung der Nachricht, aufgesaßt, daß er zum Nachfolger Kuropatkins bestinnnt sei. Anderen Meldungen zufolge dürfte die Enthebung Kuropatkins vorn Oberkommando in den nächsten Tagen erfolgen.
P e t e r s b u r g, 10. März. Gerüchtweise verlautet, daß gestern abend unter dem Vorsitz des Zaren ein autzev- ordentlicher Kriegsrat stattgefrmden habe, in welchem diü sofortige Abberufung Kuropatkins und die Er* setzung desselben durch einen Großfürsten beschlossen wurde.
London, 10. März. Tie „Morning Post" meldet aus Petersburg: Unter den auswärtigen Diplomaten in der russischen Hauptstadt herrscht die Meinung, daß der ford- dauernde Mißerfolg der Russen die Auflösung der russisch-französischen Allianz herbeifichren muß. In diesen Kreisen wird eine vollständige Neugruppierungs der europäischen Mächte erwartet.
Bekanntmachung.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß das kl. Bataillon Infanterie - Regiments Nr. 116 m der Zeit vom 16. bis 18. ds. Mts. Schießübungen mit scharfer Munition in dem Gelände nordwestlich Kinzenbach mit der allgemeinen Schußrichtung von ungefähr 600 Meter westlich Kinzenbach gegen den Him-Berg abhält.
Die Straßen Kinzenbach — Atzbach — Dorlar Waldgirmes—Haina—Bieber — Rodheim — Kinzenbach stnd ungefährdet.
Gießen, den 10. März 1905.
Großherzogliches Krersamt Gießen.
Tr. Breidert.
Das Drama bei Mukden.
Das Muck war niemals mit den Russen im ostasin- ttschen Feldzuge. Nach der Vernichtung der Flotte die verlorene Schlacht bei Liaujang, der Fall Port rAthurs, bitf Niederlage am Schaho, und nun der Zusammenbrucy. Kuropatkins bei Mukden. Wie ein verwundeter Eber hat der russische Generalissimus lange den ihn um* drängenden japanischen tzeerhaufen Stand gehalten nun mußte er unterliegen, die überlegene Kriegskunst der Asiaten, das todesmutige Traufgehen der gelben Manrv^ haben die Widerstandskraft der Moskowiter gebrochen.. Nach den neuesten Meldungen befindet sich die russische Feldarmee in vollständiger Flucht, ihre Verbände sind gelockert und mit der Devise „Rette sich, wer kann", suchen sie in schleuniger Rückwärtsbewegung einen Punkt zu erreichen, wo die Trümmer des geschlagenen Heeres Atem holen. Höchstens noch um eine Verteidigung kann es sich für die Russen handeln. Die furchtbaren, bisher 12 tägigen Kämpfe um Mukden müssen ihre Stoßkraft so geschwächt haben, daß schwerlich in der nächsten Zeit daran zu denken ist, in entschlossenem Vorgehen eine Revanche für alle Mißerfolge der Kampagne herberzu- sühren. ,
In fester Um kl arnmerun g haben sich die Japaner um das russische Heer gelegt. Nodzu mit den schweren Belagerungsgeschützen von Port Arthur, hing sich an das russische Zentrum im Süden, Oku drängte von Westen und Nogi, der Bezwinger Port Arthurs, mit seinen kriegsbewährten Soldaten machte einen weitausholenden bewundernswerten Gewaltmarsch nach Norden bis in die unmittelbare Nähe von Tieling, nicht allein den Rücken der Russen, sondern auch die Mandschureibahn und damit die einzige Verbindung nach der Grenze bedrohend. Im Osten aber vermochte General Liniewitsch dem Vorgehen des zähen Kuroki nicht zu widerstehen. Nachdem die wichtige Position Matsiantan aufgegeben war, verloren auch die fast uneinnehmabern russischen Stellungen bei den Putilow- und Nowgorodwerken im Süden von Mukden ibren Wert. Von allen Seiten gehetzt, blieb den Kriegern oes Zaren nichts anderes übrig, als den letzten Widerstand in der unmittelbaren Nähe von Mukden zu leisten. So wurde noch einmal mit Verzweiflung au' dem historischen Boden der Mandschukaisergräber nordwestlich von Mukden gekämpft. Es konnte sich dabei nur um die Verteidigung der Bahnlinie handeln, denn nur
Mso die Russen sind in eine wilde Gebirgsgegend gedrängt worden. Kuroki, der in diesem Gebiete die japanischen Operationen leitet, aber drängt den weichenden Feind auf Nogi; an die Fersen der Flüchtigen hängen sich die Sieger, vom Hunho und vom Putilowhügel.
Dieser Rückzug wird vielleicht noch schlimmere Opfer kosten, als die elftägige Schlacht. Schwerlich können die Russen ihre schwere Artillerie retten.
Der verachtete Inselstaat Japan hat in dem gewaltigen Ringen triumphiert, die Russen haben mehr wie eine Schlacht, sie haben wahrscheinlich den Feldzug und ihre Macht im fernen Osten für lange Jahre verloren. Japan 'teht als eine ausschlaggebende Weltmacht an der Grenze Europas.
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Im einzelnen lauten die offiziösen Nachrichten heute wie folgt:
London, 10. Marz. Reuters Bureau meldet ans Mukden unterrn 10. März, 10 Uhr vormittags: Die Japaner drängten gestern nacht von Süden her über die verlassene Ebene zwischen dem Schaho und dem Hunso vor. Gegenwärtig speien die japanischen Batterien von einem fünf Werst südlich des Hunho gelegenen Punkte einerseits und von einer anderen, am Hunho selbst, Machiapu gegenüber gelegenen Stellung andererseits, unablässig Feuer in der Richtung nach Norden. Es ist den Japanern gelungen, bei
eine Entfernung von vier Kilometer trennt die Kaisergräber von Mukden und damit von der Bahn. Der im Westen von Oku und Nogi zurückgelvichene General Kaulbars muß dicht bis an diesen einzigen' Schienenweg zurück- gefallen sein. Er versuchte nun anscheinend, im Verein mit den im Zentrum operierenden Truppen, die Bahn zu halten. Dieses nach Lage der Tinge zunächst mrs- sichtsreiche Beginnen ist gescheitert. Somit blieb für den Rückzug Kuropatkins noch die Route über Fuschnn nach Tieling offen.
Nun liegen folgende Meldrmgen heute vor:
Tokio, 10. März. (Amtlich.) Marschall Oyama berichtet, Laß die japanischen Truppen vormittags um 10 Uhr Mukden besetzt haben. Er berichtet ferner, daß die E i n s ch l i e ß u n g s - Operationen seit einigenTagen erfolgreich durch- geführt feien und daß der b l u t i g st e K a m p f an mehreren Punkten in der Nähe von Mukden im Gange sei.
Tokio, 10. März. (Amtlich.) Wie Marschall Oyama meldet, ist die Besetzung von Fushuu in der Nacht vom 9. März erfolgt. Die Japaner greifen jetzt den Feind, der auf einer Höhe nördlich von Fushun steht, an.
Niutschwang, 10. März. (Reuter.) Nach eingegangenen Meldungen ziehen sich die Russen .anscheinend in das Hügelland nordöstlich von Mukden zurück. Ihr Rückzug erfolgt ohne alle Ordnung in einzelnen Abteilungen, die sich in aller Eile verschanzen, um die Verfolgung uufzuhalten. Große Rückzugsgefechte haben nicht stattgefunden. Die Russen werden ihren Widerstand in dem rauhen Gelände östlich der Eisenbahn längere Zeit nicht aufrechterhal- ten können, da sie keine Möglichkeit haben, sich Vorräte zu verschaffen. Tie Russen können vielleicht versuchen, durch ein nach Nordosten führendes Tal Kiriy zu erreichen, doch droht ein besonderes japanisches Korps vom Yalu, ihnen diese Richtung abzuschneiden. . General Kuroki rückt nach Nordwesten v or und drängt die Russen auf Nogis Armee zu. Tie Verluste auf beiden Seiten sind ungeheuer groß. Es wird angegeben, dal; das 16. russische Armeekorps bei Taschitschiao tatsächlich auf- gerieben wurde.
Din sch an tun ihre Belagerungsgeschütze in Stellung zu 1 bringen, von wo sie unter gleichzeitiger Verwendung von Mörsern die Beschießung des Torfes eröffneten. Dinschan- 1 tun war gestern der Schauplatz der b lutrgsten und verzweifeltsten Kämpfe dieser entsetzlichen Schlacht. ' Sein Besitz ist eine Frage von entscheidender Wichtigkeit. Tie Japaner stürmten wieder und wieder, die Russen wurden vertrieben und gewannen es dann aber wieder zurück. Vielfach kam es zum Handgemenge. , Tie Besatzung war dem gleichzeitigen Feuer vieler Hunderte Geschütze ausgesetzt. Tinschantun ist jetzt in den Händen der Japaner, die von dort Geschütze auf die Eisenbahw tation Mukden richten können. Sie konzentrieren ihre Angriffe auch auf eine Stelle, zehn Werst nördlich von Mukden und sieben Werst westlich der Eisenbahn, um die Linie der dort stehenden russischen Truppen zu durchbrechen, diese Truppen abzuschneiden und zu umzingeln.
Petersburg, 10. März. Generaladjutant Kuro- patkin meldet unterm 9. März: Der Feind ließ sich in keine ernsten Kämpfe gegen die Front im Südwestw ein. Um 10 Uhr vormittags ging die Nachricht ein, daß der F e i n d nach einem Kampfe Kiousan, 20 Werst östlich von Mukden, besetzte. Tie Anstrengungen des Feindes sind gegen unsere Nordfront gerichtet, um sich der Eisenbalm bei Mukden zu nähern. Das Dorf Sintaitse war in den Händen der Japaner, aber gegenwärtig räumen sie es. Bei Tseni- toung dauert der Kampf fort. Wir erbeuteten zwei Revolverkanonen und machten zahlreiche Gefangene. Die Bewegung der Japaner im Norden wird fortgesetzt. Tasintoung ist von ihnen besetzt.
Tokio 10. März. (Reuter.) Aus dem Hauptquartier der mandschurischen Armee wird vom 9. März gemeldet: In der Richtung auf Hsinching sind unsere Truppen mehrere Tage hindurch zum Angriff übergegangen Der Feind leistete in starken Stellungen in der Nahte von Tita hartnäckigen Widerstand. Schließlich vertrieben wir ihn am Donnerstag morgen 3 Uhr vollständig aus diesen Stellungen, und wir verfolgen ihn jetzt Unsere- Truppen in der Umgebung von Machuntan setzten die V erfolgung der Russen energisch bis Fu.chun fort. In dem Gebiete am Schaho östlich und südlich von Mukden drängten wir den Feind gänzlich nach dem Hunhotal. Wir machten auf dem linken Hunhoufer Hctl .und griffen die stark befestigten Ste-llungen des Feindes westlich und nördlich von Mukden an. Unser Angriff auf den Femd, der hartnäckigen Widerstand leistete, wurde mit größtem Nachdruck ausgesührt.
Privatmeldungen lauten: ,
L o n d o n, 10. März. Tie „Daily Mail" erfahrt, m den Wandelaänaen des Unterhauses sei das Gerücht verbreitet gewesen Kuropatkin habe einen Waffenstillstand nachgesucht ^^urg, yNärz. Die Nachrichten aus Mukden rufen beim Publikum die H o f f n u n g a u f b al di g e n Bried en wach, bei der Regrerung große Besorgins für den Fortschritt im Innern. Im Generalstab verweigert man wde Auskunft über die Lage Kuropatkins, weswegen dre abenteuerlichsten Gerüchte in der^Stadt zirkulieren. De- veicken welche den Blättern aus Mukden zugegangen smd, lauten' Wir sind auf dem Rückzüge, welcher uns durch die Ueberlegenheit der japanischen Streitkäfte aufgezwungen worden ist Der Arttllericpark und dre Munition smd außer Gefahr Der Mckzug geht m guter Or dnun g vor sich." — Nach Blättermeldungen hat das russische Verkehrsmmi- st^rium beschlossen, den Bau einer Eisenbahn von Wladiwo- ok n?ch den reichen Kohlenwerken von Sutschansk in An- ariff m nehmen. Die Länge der Linie bettmgv 150 Werft. ^Tokio 10. März. Nach hier ein getroffenen Nach, richten aus'dem Hauptquartier hat die russische Rück»- z u g s b e lv e g u n g schon am,6. März begonnen. Der Rückmorsch der Russen ist nicht, tote man erst Pier annahm, durch, den Truck der beiden Flügel-Armeen erfolgt, sondern den Ausschlag gab der erfolgreiche Vornrarsch des westlichen Teiles der japanischen .Heereskörper im ZEntrnni
Petersburg, 10. März. (Petersb. Telegr.-Ag.) Am vornnttaa war im Generalstab der Marine nichts davon daß das b al t i, ch e G e s ch w a d e r den Befehl erhalten habe, in den englischen Kanal zuruckzukehren, um dort neue Befehle abzuwarten.
L o ndo n, 10. März. „Morning Post" meldet aus Pe- tersbura daß GeneralSonchomlinow gestern abend
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Redaktion, Ervedtttou & den oolit und
ää. Amts- und Anzeigeblatt für den Mreis Gießen MW
Auzctger Vietze^ ▼▼ V f KP zeiqentett: Hans Beck.
Kernsprechanschluß Nr. 51.___________ ____
Rußland in Sturm und Drang.
Tas russische Mittisterkomitee beriet über die Maßnahmen betreffs der Beziehungen zwischen Industriellen und Arbeitern, über die Ausführung dieser Maßnahmen durch das Finanzministerium und über die Verwirklichung auf gesetzgeberischem Wege oder durch das Verwaltungskomitee. DaS Ministerkomitee gab ferner der Ansicht Ausdruck, daß infolge des AufhörenS der Entwickelung in der Gesetzgebung über die Industrie^ eine Bewegung der Arbeiterklasse unter Einfluß der politischen Propaganda und der Tätigkeit der Polizei entstanden wäre. DaS Komitee billigte die Vereinigung der Inspektion her! Fabriken unter dem Finanzministerium unter der Bedingung, daß die Inspektoren den Gouverneuren unterstellt seien. Das Reglement über die Beziehungen zwischen den Industriellen und den Arbeitern müßte auf dem Wege der Gesetzgebung, fortschreiten. Die Gesetze über Ausstände müßten abgeänderp werden. Es sei notwendig, daß das Finanzministerium drei Frage der Vetträge zwischen Industriellen und Arbeitern be-». rate, ferner die Frage der Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter und der Verminderung der täglichen Arbeits^ zeit, sowie die Frage der persönlichen Sicherhest und deS ärztlichen Beistandes. Zur Ausarbeitung dieser Gesetzesvorschläge müsie eine Kommission unter der Leitung des Finanzministers eingesetzt werden, die die Vertreter der Jn-> dustriellen und der Arbeiter, sowie Leute hören wird, die tnj der Arbeiterfrage Sachverständige sind. Die Gesetzesvorschlägej müsien dem Staatsrat vorgelegt werden. Diese Entscheidung' ist vom Kaiser bestätigt worden.
Aus Kiew wird gemeldet, daß 4000 ausständlschs Bauern von Orlowka in südwestlicher Richtung marschieren. Die Bauern sind gut bewaffnet und stehen offenbar unter dem Einfluß tüchtiger Führer. Bisher haben sie die Besitzungen von 18 Großgrundbesitzern geplündert und sämtliche Gebäude verbrannt. Außerdem haben die Bauern zwei große Zuckerrafsinerien demoliert. Die Behörden sind nicht imstande, den Bauernaufstand zu unterdrücken.
Die Eisenbahnen im preußischen Abgeordnetenhause.
Berlin, 10. März».
In der Beratung des Etats der Eisenbahnverwalttmg wird- die Erörterung des Kapitels Besoldungen" fortgesetzt. W.' Knie (Ztr.) empfiehlt feste Anstellung der WerkftattennrberteL-- Abg. Goldschmidt (frs. Vg.^ wünscht Aufbesserung, der Löhne der Werkstättenhandwerker und Arbeiter. Weiter wunicht RednM BMerung des Urlaubsverhältnisses. Sehr zu bedauern ser, day für die Zuschußkasse des Kasseler Verbandes der EiseTwahner^ für welchen drei Millionen bewilligt worden seien, eme nnMlaürge Reklame unter den Arbeitern gemacht werde. Tie alten besteym^ den Kaffen würden vielfach dadurch, geschädigt und dre urberter, wenn sie veranlaßt würden, gegen ihren Wrllen m den Kassewr Verband einzutteten, zur Heuchelei und Spercheueckerer verlernt« Minister v. Budde warnt davor, Unzufrredenhert untn: Staatseisenbahnbeamten imb Arbeitern zu säen.
nicht weit über unsere Grenzen hinauszugehen, um zu wie ein Land unter der Unzqrfriedenheit der.;^euer leche^ Wer mit ihm nicht zufrieden sei, solle Mndrgen.
Arbeiter vorzubringen, seien die Arberteranslchlsse ein Arbeiter ausschuß mit seiner Ansicht, berm wachsten Vor geletzten nicht durchdringe, so gehe er an, die ^5s^^n^nnd wenn er mich da nicht vordringe, an den Mmister. Er, der ^rntster l)abe nE die Absicht, die alten Küssen zu verdrängen., er Krone nur tat über 40 Jahre alten Arbeitern, che sonst nicht tn der Lag^gewesen, sich zu versichern, Gelegenheit geben, m die Verbaudskasie auf genommen zu roertai, ohne eine UetagangAert durchmachen M müssen. Sei das eine Erziehung zur Heuchelet.. R^Mteder zahl von 122 000 tu dterer Zuschußkasse sei. derbeste Bttvets für ihre segensreiche Tätigkeit Wenn die Anncht des Abg Gol^ scbmidt richtig wäre, dann mußten auch alle anderen Wohlfahrts- einrichtungen die die Regierung getroffen die Mtater mr Heuchelei erziehen. Ebenso unrichttg sei, daß die Handwerker . und Arbeiter durch den Stücklohn geschädigt würden. Wenn btt ?lbg. Goldschmidt die Arbeitslöhne bemängelt habe, so^weise e* darauf hin, daß im Etat von 190o zwei Millionen Mark als stulage für die Lähiie der bereits vorhandenen Arbeiter angeietzr : seien Er bitte das Verttauen zrrm Minister zu haben, daß er ’ bei seinen Maßnahmen immer das Ganze im Auge behalte. Abg» 1 Tr. v. Savigny (Ztt.) wünM, daß das Petitionsrecht der Be- amten nickt beeinttächtigt werde. Aber die Beamten jenen auch : ihre Wünsche auf Gehaltserhöhungen einstweilen zurückstellen, da sie erst bei einer allgemeinen Neuregelung der Besoldungsver- । hälntisse berücksick)tigt werden könnten. Weiter befürwortet Redner ’ den Antrag Herold (Ztr.) betteffeiid Erleick>termig des ^otted-t dienstbesuches für Eisenbalmbeamte. In der Erteilung trott Urlfluo sind viele Privatbetriebe, nur einige Kommunen der Eisentahn- ' Verwaltung mit gutem Beispiel vorangegangen. Rwner erklär^ seine Pattei unter ft übe auch den Mtrag Mer, und befürwort« 6 dann Stellenzulagen für ganze Kntegvtten von Unterbeamten uno i angemessene Bezahlung der Werfflättenarbeiter. Abg. Gamp uQ


