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General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Ureis Sichen
jitmilid) nnniirt) einem y< !ci «von gtüdnerfiefjerunn j fctitr? betriebene Politik i
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Redaktion. Expeditton ii.Trucferd: ©d)ufTtr.^
Lei. Nr. 5L Lriegr.-Äür.. Anzeiger «Lietzo»
Weher Seite bin eine Drohung iifftet. Jede gtrvße 9Jiarf)t nuß von einem Job r.ußtf ein erfüllt sein. Das nachdrücklichste
hr*d>emi «glich mU Ausnahme des Sonntag».
„6lef|ener jfoinllkiiblätter“ werden dem ,3ln«eiqei mermal wöchentlich beigelegt. Der ,4<IPIdX CaibeUF* «ichemt monatitdj einmal.
Enqnm wird von der enql schcn Mißgunst nicht getroffen, onb Italien hat durch die Annäherung an Frankreich, die nemllich ähnlich einem herzlichen Einvernehmen ist, eine in won Nückversicherung ji.n geschaffen. Die von englischer £fit” betriebene Politik b’c Einkreisung gilt aus- schli ßlich Deutschland. Das wird die englische Diplomatie in Liorn wie in Wien sicherliw bereits zum Ausdruck ge- bracht haben. Jedenfalls kann und wird Deutschland im MkLenen Augenblick nicht darauf warten, ob Italien und Lkiturreich-Ungarn eine Verpflichtung zum Beistand an* (tfi-ancn oder nicht. Es ir zweifellos nicht ohne Absicht, dis: die „92. A. Ztg" die .'leuü.rung „I in 92 o t f a He auch ofjr e Bundesgenossen" nochmals erwähnt und da- burc? unterstreicht. In D-rl n scheint eben die Hoffnung aui SErhaltring des Treib,: n da? in seiner alten Kraft keine
i-ttet. Jede mrofc Macht irufc von einem solchen Selbst- : mu 6t fein erfüllt sein. Das nachdrücklichste und ernbnng*’ was Fürst Bülow gesprochen hat, ist nach England hinubev- "wrochen, dort sollte die Rede ihre beste Wirkung tun. Aus U Rede braucht trotz ihres entschlossenen Tons dta Welt „an .tn schlimmsten Fall, der nicht entere treten ist und hoffentlich nicht treten wird" noch nicht zu denken. Man wird überall ver- ,m, das; hier in der rückhaltlosen Anfricktig-keit eine unver- :ricklicb>e Friedsertiakeit sich birgt.
•ft (begründete mehr zu sein
Mit ausgesuchter Unfreundlichkeit, man um sagen mit grimmiger Bosheit bespricht die Londoner 3r. sse die Ausführungen des Fürsten Bülow. Wie immer ;ot i>ic „Times" die schrillste Stimme im Ehor. Sie meint, filiert Bülow benütze die vorgebliche Feindschaft Englands, M dem deutschen Michel das E e l d f ü r die Flotten- penni e h r u n g a b z u l o ck e n. .'Ilassisch ist, daß die ,Dailh Dus" Lord Lansdownes „Bestrebungen zur Erhaltung des tuuip Friedens" erwähnt. Dchöne Fiiedensbestrebungen des ctaatssekretärs des Auswärtigen, der eine Versammlung damit amüsierte, von den Fehlschlägen eines „listigen Mon-
Iu der JohanneSkirche.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer E u l e r.
Nachmittags 2 V, Uhr: KindergotteSdie.rft für bie 8xdx*» gemeinde. ®ulee*
Abend? 5 Uhr: Pfarrasfistent Sattler. ,
Beichte und heiliges Abendmahl für die Johanncsgememo».
Anmeldung vorher bei dem Marrer erbeten. '
Montag, den 11. Dezember, abends 8 Uhr: Bibel st« »de
Konfirmandensaal der Lukasgememde. Text: 1. Petr.-«e^ o i 1 R Pfarrer Euler.
Nächstfolgenden Sonntag, Advent, Beichte und heMa^ Abendmahl für die Lukasgememde im Abendgottesdiecht. ««- Meldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten. — Andemselb« Tage, nachmittags 3 Uhr, Christbefcherungsfe.er der Kleinkinde»
K i r äi l i lst e T( a <fi r i (fit e m Evangelische Gemeinde.
Am 2. Advent, den 10. Dezember. Aotftsbienfl.
3« der Stadlkirche.
Vormittag« 9V, Uhr: Plärrer Schwabe.
Vormittag« 11 Uhr: Militärgottesdienst.
ö Pfarrer Euler.
Nachmittag« 2 Uhr: Kinderkirche für die Marku «gemeinde, Pfarrer Schwabe.
Abends 6 Uhr: Pfarrer D. Sch l o s f er.
Beichte und heiliges Abendmahl für Matthausge»nen»e, wozu besonder« auch die konfirmierte Jugend emgetadm wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer bet «croetm*
Donnerstag, den 14. Dezember, abends 8 Uhr, im Mark«»- saal: Bibelstunde. (2. Korinth., 2. Rav.)
Pfarrer Schwabe.
Nächsten Sonntag, als am 3. Advech, findet im Abendgo^- dienst Beichte und heiliges Abendmahl für die MarkuSgenwMde statt, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend eingeladen «nrv. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.
cidjrn" zu sprechen!
Die italienische Pr es e bat, in begreiflicher Vcr- Irgeviheit über die Bemerkungen BülowS von der Klugheit Fabiens, im Dreibund zu bleiben, nicht gleich die Worte ifrumbcn. Der römische Korre'pondent des Pariser „Gclair" nrill (?) erfahren haben, daß Fürst Bülow, bevor er die ürlTärung über Italien abgab, dem König von Italien !>tt Worte, welche er zu sprecpen gedachte, durch Bermittlungi üiüonis habe unterbreiten lassen. König Viktor Cminrtuel habe diese sofo"t gebilligt. Die Pariser griffe stellt sich im übrigen an, als verstünde sie bie ksargnis um Erhaltung des Friedens nicht. Sie ist unter» ndil’rt genug, um zu wissen, daß Englands ganze Speku- Lilinn sich daraus richtet, zwilchen Deutschland und Frcmk- rei(6 einen Kriegsfall jit schaffen.
Die Wiener „92. Fr. Pr." schreibt:
Die Rede des Fürsten Bülow war ernst und bedeutsam, von «ij-tfru erstaunlicher Unumwundenheit und Aufrichtigkeit: ftt und verschweigt nichts. Sie spreche im Grunde nur aus, ernsthafte Beobachter feit gevaumer Zeit schon sich getagt «d gedackit haben. Diese herbe Offenheit entfremgt den voll- brrneit gegebenen Umständen. Indem Fürst Bülow ohne Be- Vniigung und ohne diplomatische Verhüllungen auf dre tres- nh^n de Abneigung Englands g e g e n De u 1 s ch l a n d iznrnes, zog er auch Fran kreich in den Krers feiner Erörter- ■iiwnt, um abermals das von den F-einden Deutschlands immer tti-drr kolportierte Märchen zu erschlagen, daß die deutsche Jol itif darauf sinne, über Frankreich herzu- I-l llen. Auch an dem Dreibund wird ,a von den Hemden >uschlands in unausgesetzter Maulwurfsarbeit gerüttelt. Wenn n gleichwohl F-ürst Bülow ausdrücklich sagte, Deutschland müsse i iWimmftcn Falle allein stark genug fein, um seine Stell- 3k, zu verteidigen, so ist damit keinesfalls nach trgeno» •vieler Seite bin eine Drohung oder Herausforderung
Pülows A ichs aqsride.
Ter Schwerpunkt der Milnvochs-Rede des Fürsten Silvw liegt in dem Satz: „Deutschland muß stark gtr u g sein, um im schiimmsten Falle auch illeein seine Stellung ver teidi gen zu kön- itr ... Diesen Fall dürfen wir niemals aus dem Auge «rl; eren". Ter Reichskanzler hat hier nur an gedeutet, aber lir Andeutung ist verstör.dlick genug. Man muß allen Trustes damit rechnen, dafi >n einem etwaigen Kriege wischen Deutschland und England und Frankreich sic Verbündeten Neutralität erklären. Oesterr^ich-
deS Museums im alten Schloß, unter Führung von Hauptmann Kramer. — Auch Nichtmilglieder können sich anschließen.
** Zum Fall CheliuS. Wie die ,.92. Volksbl." vernehmen, ist dieser Tage die Anllagefchrift strtiggestcllt und dem Angeklagten zugestcllt worden. Sie beruht auf dem Gest ä n d n i s , das Eh. jüngst abgelegt hat. DaS H au ptv ersahen wird nach Ablauf der gesetzlichen Frist in aller Kürze eröffnet und dann der Verhandlungstninin bestimmt wecken
** Landesversicherungsanstalt Großh. Lessen heißt fortan die für das (Gebiet des Grosthcrzogtums auf Grund des Reübsgesetzes vom 13. Juli 1899 betr : die Jrwaliden- vrrfidjening mit dem Sitz in Darmuadt errichtete Vcrz erungS- Anstalt (feitber Jnvaliden-DersicherungS-Anftalt
** Zu dem vorgestrigen Artikel „Tie Verhältnisse im Hess. GerichLsschreiberfache" wird uns heute folgendes geschrieben:
In dem Aufsatz Über die Hess. Gerichtsschreiber wird u. a. betont, drst die Awoärter pünktlich den Dienst einhalten müßen ntm 8—12 und 2—6 Uhr fb. h. nachmittags. Das sind ms gesamt 48 Stunden wöchentlich. Hierzu sei bemerkt, datz die grobe Mehrheit derer, die fick anderen Berufen zuwcnden, gegen eine solche Dienslleisttmg wohl nichts «"zuwendcn hatten. Bei der Reichs post Verwaltung würden nicht nur die Am jünger, sondern auch die Beamten mit 25 und mehr Dienst jähren sehr dankbar sein, wenn sie unter den angeführten Verhältnissen wöclxmllich 48 Dienststnnden zu verrußten hatten. Haven sie selbst doch zumeist wöchentlich 54 bis 60 Dienststunden, die zu jeder Tageszeit, früh, spät, nacksts, sowie Sonn- und Feiertags abzuleisten sind. So mnnrfx-T Postbeanite hat fahr aus und ein, von 7 Wochentagen vielleicht an 4 Dienst bis abends ch 10 und 11 Uhr. Dazu noch Nachtdienst von abends 9 bis 7 Uhr früh. Da must den einen Tag um W/2, den andern um 12 und den dritten um 2 Uhr Mitlug gegessen werden. Bec derart,ger Diensteinteilung leidet natürlich nicht mir das körperliche Wohlbefinden, sondern es wird auch das #a milic n- leben beeinträchtigt und ber Verkehr mit anderen Menschen vielfach unmöglich gemacht. Privatarbeiten verbieten sich da von selbst.
Aus Stadt and Am«.
Gießen, den 8. Dezember.
— P ersonalien. S. K. H. der Groß Herzog haben A Amtsrichter bei dem Arnisgerichi Bingen Dr. Anton
p auf sein Nachsuchen seines Dienstes entlaßen. Am . Dezember d. I. wurde der Kanzlcigehilfe am Landgericht .. Provinz Rheinhessen Otto Miel es auf fein Nachsuchen xkS Dienstes entlassen. Ernannt wurde der _ Gefangen- !fi>her am Provinzialarresthaus in Darmstadt Rarl 'immer ich zum Gefangenwärter am Haftlokal in Orten- ::ry unter Belastung seines Amtstitels als Gefangenaufseher -,it Wirkung vom Tage seines Dienstantritts.
— In Audienz empfangen wurde von S. K. H.
Großherzog am 6. Dezember d. I. Prinz Fried- jkichg zu Solms-Braunfels Dchl.
— Hundesteuer im Großherzogtum Hessen, i n glauben im Interesse unserer Leser zu handeln, wenn an dieser Stelle daraus aufmerksam machen, daß die- üc jen, die im Laufe deß Jahres einen Hund abgeschafft haben, v-6ä bis spätestens 31. Dezember bei der Bürgermeisterei nci.s Wohnorts anztrzeigen haben. Wird dic Abmeldung erst
dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für M8! folgende Jahr weiterzuentrichten.
•• Silberne H ochzeit feiern heute der Omnibus- IMher Konrad Weisel und Ehefrau. Beide Gatten sind rdjt rüstig und gesund.
— Die Untersuchung über die Brandursache des am T.9$oo. in der Schützenstraße vorgekoinmenen Brandes ruretbe eingestellt, da die Ursache des Brandes nicht sest- iijiilwllt werden konnte.
- Der evangelische Arbeiterverein veranstaltet r^Men Sonntag nachmittags 2 Uhr eine Besichtigung
dem Bureau verborgen. 9tad) einigem Warten kam em früher auf dem Bureau beschäftigter jugendlicher Sckveiber, um da» Gefack). in dem die Kasse vern»ahrt xu roerben pflegte, zu öffnen. In diesem AugeribliÜ rief der Re sanwalt den Gudringlt»^ an und feuerte einen blinden Sckru:, ab. Der Lxhretber gefhnro nach (mfdnglidxmt Zögern seine Einb- lche, die er vermittels etneS Nachschlüssels bewerkstelligte, ein. (Frkf. Ztg.)
N B Darmstadt, 8. Dez. Erg. Drahtmeldung.) Eine aufregende Szene spielte sich gestem abend kurz vor 11 11 hr in einem hiesigen Orpheum ab. Kurz vor Beendigung der Spezialitäteir-Vorstellung gcri-'t der große in erneu Loge deS 1 Ranges untergebrachte Bi 0 sk 0 v - Avparat cn Brand. Das Feuer ergriff das ihn umgebende schwarze Tuch und <nsxre in der Nähe befindliche Gegenstände. Mehrere brennende Stoffteile fielen in d n Saal herab und erregten unter dem Publikum eine große Panik, so daß alles nad» den Ausgängen zubrängtt. Mehrere Damen mürben in dem Gedränge und vor Angst ohnmächtig. Die im Dause aw'.'esende Wache der frcim -veuerivcbr kannte den Brand sofort lösclzen, woraus scch das noch anwefenoc Publillim in ruhiger Haltung entfernte.
* Kleine M i 11 c i 111 n g c n aus » c f f c n und den Nachbarstaaten. In Niederroßbach brannte ba3 bart W. Denner gehörige Wohnhaus und 2 Scheunen ab. uebefl bie nri'(be des Brandes verlautet nichts. — In Wies baden mackste Hauptmam' a. D. v. Asm nth seinem Leben durch Er- schießen ein Ende. Die Befürckstung, daß ein Kopfleiden, welches von einer Verletzung auS b-?1 • Kriege 1870^ <1 berrübrte, in Wahnsinn ausarten werde, soll zu dem Verz>oeislungs- schritt veranlaßt haben. - In 9N . , Ist« dl kam im Lwye dieses Sommers d:S 100 (WO. etud .ich m der Arst ickzen Tuch- sahrik aus der Mbeit. Den Arbeiten: gab dies Veranlaffung, ihren Arbeitgebern eine Gedenktafel zu überreichen. — In Er- back wurde bet- snibrre Fabrikant «lb ery ° kb»
graben, der einige Jahre binbiivb den Bezirk Erbach«, lichelsvad» im hessischen L"ndta^ veNr-t__
Zweites Blatt. 155. Jahrgang -fretta« 8. Dezember 1805
ySfflF A Rotationsdruck und Verlag der Brühl leb«»
fiÄj ^0^’ UmoerstlätSdruckeret. 9L Sange. Dcetzen.
** Heiteres bei der letzten Volkszählung. Em biederes Bäuerlein — 92ame und Ort hin nichts zur Sacke — wick um Beantwortung der bekannten Fragen gebeten, „e^n ich, sahn ich!" kommt es da von seinen Lippen: schon wirre muß mer sei ganz Läwe ogäwe." Sind <oie Evangelisch -reformiert oder »lutherisch? fragt Einsender. „Don den zwa 's 's merco Hnerla, nur nitt französisch", meint baS gute Männlein und dann fährt es mit Weisheit fort: ,,^'ofur all dä Politik mit dem Offschreiwe. wann ich nur west, wo da Politik eijentlich herkimmt. Wä ich so en flaue Jong wvr, hott mer dovv gor nant gehirrt."
X Klein-Linden, 7. Dez. Platzmeister Ludwig Jung, der am Montag auf der Georgen Hütte bei Burgsolms tod li cv verunglückte, wurde heute hier in feinem HeimatÄwrf beerdigt. Wohl selten hat unser Ort einen so großen Trauer- . zug gesehen. Zahlreiche Einwohner, mehrere Beamten der Georgen- ‘ Hütte und viele Arbeiter gaben dem allgemein beliebten Manne j daS letzte Geleite. .
*♦ Großen-Linden, 7. Dez. Eme Abschiedsfeier fanb gestern abend zu Ehren des nach Hausen bet Schiffenberg versetzten Pfarrers Hepding statt. Der geräumige Saal der Turnhalle wvr von Mitgliedern der hiesigen Gemeinde und des Filialortes Klein-Linden sehr start besuckst, u. a. waren anwesend OrtS-, Schul- und Kirchenvorstaud und die Lehrer der beiden Orte. Landtagsabg. Bürgermeister Leun hob die segensreich« Wirksamkeit des Herrn Hevding in beiden Gemeinden hervor, deren Seelsorger er nahezu 20 Jahre gewesen sei. Bor zwanzm Jahren hatte Großen-Linden nur 1300, Klein-Lmden ca. 950 Einwohner: doch beide Gemeinden haben so rapid zugenommen, daß es dem nun älter gewordenen Geistlichen auf die Dauer — nach seiner Aussage — nickst möglich wäre, Jetne« Amtes voll und ganz zu warten. Redner gab dem lebhaften Bedauern über daS Scheiden des bewährten Pfarrers Ausdruck und sprach dte Hoffmrng und den Wunsch auS, daß er in seinem neuen Wirkungs- orte noch lange und segensreich wirken möge. Sem Hoch galt dem Scheidenden. NamonS der Gemeinde Klem-Linden und tm Auftrage der Lehrerschaft dankte Lehrer Boßler dem Herrn Pfarrer, der ein treuer Seelsorger für die Gememde imd gerechter, wohlwollender Vorgesetzte ffir die Lehrer gewesen [et. Ttcf ge* rührt dankte Pfarrer Hepding und toastete auf beide Orte. Sehr verschönert wurde die Feier durch die Gesangsvortrage der beiden Gesangvereine und die turnerischen Vorführungen des Turnvereins.
(b.) Friedberg, 6. Dez. Der frühere in weiteren Steifen bekannte Kapellmeister des 118. Ins.-Regiments, der vorher der Kapelle des 116. Infanterie-Regiments angehörte, C A. Kern hat sick nach 10 jährigem Aufenthalt in Amerika diesen Herbst hier niedergelaffen. In Chicago dirigierte er zuletzt den, über 100 Mann starken Senefelder Liederkranz, mit dem er bei dem UniottWettffngen den 1. Preis errang. Wahreud.setnes Hierfetns ist er bereits zum Dirigenten von drei Veremen gewählt worden und auch die Leitung deS hiesigen PosaunenchorS wurde ihm übertragen.^ Kreise Schotten, 6. Dez. Ter plötzliche Umschlag der Witterung — an manchen Orten hegt der Sckmee bereits 1'2—3,i Meter tief — brachte eine Menge von Erkrankungen mit sich: Lier und dort taucht das.Gcsvenst!der Influenza auf: an manchen Orten, wie z.B.m Rupperts bürg, in Gonterskirchen und in Schotten ist das -scharlachfieber in starker Ausbreitung. Ein Gvnmaslast aus Laubach, der am letzten Sonntag einen Besuch in Schotten erstattete ist am folgen» den Tage sckwn an Scharlach erkrankt undwurdeam gingen wegen Gefahr der Ansteckung m das Jvhann-Friednch^sttft in Saubach verbracht. Die Ic'-terc Erkrankung hat m der Sttnber» welt bereits mehrere Opfer gefordert. .
(?) Dom oberen BSgelSberge, 6 Dez. ^n Privat- und Staatsvenwiltungen sind't gegenwärtig, der,VerkaiN von C h r i st b ä u m ck e n an Händler statt. Die Bäumchen kommen meist auf den Frankfurter Markt. Durchschnittlich werden für die Bäumchen 26 Pfg. bezahlt.
(p) Aßlar, 7. Dez. In der Nähe der hiesigen Haltestelle wurde Samstag abend ein Einwohner vvn hin überfallen und am Kopfe ichwer verletzt-, ^Blutverlust war stark. Der Verwundete suchte bie Gietzener Klmik auf, konnte aber am nächsten Tage mit seinen verbundenen Verletzungen entlassen werden. ~
Dillenburg, 7. Dez. Bei der heutigen E r 1 a tz w a h l zur Handelskammer touren im 1- Wahlgang Kommernen- rat C. Gr ün und Bergdirektor Wetz an d von hier Miedergewablt. Bei einer Stick^hl zw-schcii dem ausicheidenden Led.rfabri- kanten Reinh. Schramm-Httger und Kaufmann C Hellert- : Dillenburg wurde letzterer neugewah.t. lAnz. f. d. -ZUlwl.,
Darmstadt, 6. Dez. Aus der Burea ukasie zweier hiesigen R e ch t s a n wä l t e verschwanden nachtttcherweiie und an . Sonntagen wiederholt größere und ^sleiiiere Betrage die ms^ [ gefamt etwa 500 Mark ausmachtnu Um tarn Dieb aut ine ^pur | zu kommen, hielt sick gestern abend einer ber beiden Anwälte ui
Bewahranstalt. mm.« 1
Die Mitglieder unserer Gemeinde bitten wt^, uns auch für die kommenden Weihnachten zum Besten uttfmr Armen und Kranken ireundliche Gaben zukommen lassen zu woll«. Die Unterzeichneten und alte anderen Mitglieder der ll'rchenv«- stände nehmen gern solche Gaben an; auch durch die Gemeindeschwestern können sie übermittelt werden. Dagegen werden Anmeldungen zum Empkang von Gaben nicht gewünscht.
Die Kirchenvorstände der vier Gemeinden.
Dr. Naumann. D. Schlosser. Euler. Schwade.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 9. Dezember 1906.
Nachmittags um 5 Uhr und abend« um 8 Uhr: Gelegenheit |M hl. Beicht.
Sonntag, den 10. Dezember 1906.
2. Advents-Sonntag.
ünbefleckte Empfängnis.
Vormittags von 6‘/. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und tn bet-
’ selben Austeilung der heil. Komnmmoe^
, um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe.
um 97, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 67, Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
Israelitische Neligionsgemeinde.
»attesdien« in der Synagoge (Südankage). Samstag den 9. Dezember 1906.
Vorabend 4.30 Uhr.
Morgens 9.00 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbathausgang 6.16 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft.
6ott<5bienfl.
Sabbathfeier am 9. Dezember 1906:
Freitag abend 4.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags: 3.80 Uhr.
Sabbathopsgang 5.15 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 7.00, abends
Kneflrastcil der IMflkthni*
(Nuonhme Anfragen bleiben unberückfichtigtl.
W. R. Ein Anlvruch aus Auszahlung der Versi. 4» rungss u m in e besteht auch im Falle des Verlustes der -3et» sicherungspolize. Der Verlust ist alsbald der Direktion ber bett, VerncherunasacisN'cha't zu mclbcn, worauf nach er'o'gter ö ff ent- tirficr Befanntniachung uiid Ablauf einer bestimmten Frist di, Volize neu ausgefertigt wird. Im übrigen werden Sie ans den Verstchenmgsbedingungen der betr. Gesellschaft daS nähere hlernbe, ersehen können.
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