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Zweites Blatt.
Nr. X88
DouukeStng 7. Dezember 1905
Gießener Metzer
ErfcheUü Ickgltch mit Sutna&me de- Sonn lag».
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
1905,
März
I. V - T
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einen bloßen Zurnf hinabgefahren.
Der Endweichen
v. Mk.1.10 ab
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Offenbach (2), (tirohh. Landesirrenanslalt Heppen beim Okofih. Landesirrenanstalt Philippshospital bei 6)oddelau Ernlt LndwigS-Heilstätte für Lungenkranke Sandbach Stadt. Krankenhaus St. 9?o(f'u5hofpitol Mainz (2),
Redaktion, Expedition u Druckerei Srbufftr.t» leL Nr. 51. ielegu-ilbx.; tln^eigct Steßak
(4), (2), (1), St.
155» Jahrgang
0*7,0
in der t^oHunq der Bekanntmachung vom 30. Oktober amtliche Handausgabe 8 in Umschlag broschiert.
Gießen, den 5. Dezember 1905.
Großherzogüches Kreisamt Gießen.
I. V.: Dr Wagner
— Zollfrei! — Muster an Jedermann! —
Seidenfabrikt. Henneberg, Zürich.
Mikl 18I1B ar. 3eußn‘»"ltt’
RotanonSdruck imb Verlag der Brübl'lche»
Unwersttälsdruckerei. 9L Lange. Sieben.
KreiSanlehen im Betrage von 80 000 Mk. find per 1. 1906 zur Rückzahlung auSgelost die Obligationen:
Nr. 16, 27. 60, 66 und 88 ä 100 Mk.,
, 7 ä 200 Mk.,
. 17 ä 500 Mk.
Gießen, den 1. Dezember 1905.
Großherzoalich s Kreisaml Gießen.
3- B Dr Wagner
Vinnen- Düsseldorf (SkizzenaussteÜung) so>vic eine Collek- tion von Frau Pros. B e t h e - L o e w e - Gießen zur Ausstellung. Zu dieser Ausstellung, welche sehr interessant zu werden verspricht wollen wir schon jetzt unsere Kunstfreunde aufmerksam machen.
•• folgende Krankenhäuser und medizinischwissenschaftliche Instituten in Hessen sind bis auf weiteres zur Annahme von Praktikanten ermächtigt: Städt. Krankenhaus Darmstadt (2—3 Praktikanten), StadtkrankenhauS
Die ^Gießener ZamMendlättttt* werden dem yBn^eiaei viermal wöchentlich deiqelegt. Der E^elftlch« £ob6wUF' erschemi monatlich einmal.
Z)us Sprcwb rgc- gifen6ü0nunflln& vor dem pr uß säien Ta r hi ment.
Ini preuß. Abgeordnetenhause ist am Mittwoch zunächst das bisherige Präsidium durch Zuruf wieder- gewählt und alsdann in die Besprechung der Interpellation über das Spremberger Eisenbahnunglück eingetreten worden. Nach der Begründung durch die Interpellation antwortete Eisenbahnminister von Budde, er stehe nicht an zu erklären, daß die Ei se n ba h n v erw a l tu n g die Schuld an dem Unglück trage, denn sie sei für ihre Beamten verantwortlich. Mit den 400,000 Kameraden, die in der Verwaltung arbeiten, bedauere er, daß 7 Kameraden ihre Schuldigkeit nicht getan haben. Der Minister be- i'lätiqte, daß der Stations-Assistent, der die Hauptschuld an dem Unglück trage, an diesem Tage betrunken war und dummeS Zeug teleqrophirte. Der Zugführer in Sprem- berq sei gegen die Instruktion ohne schriftliche Ordre auf
• Essen, 6. Dez. Auf Zeche Werne wurden heute bei der Wiedereröffnung deS abgedammten BrandfcldeS durch Explosion ein Mann schwer und 5 leicht verletzt. Der Betrieb ruht. Hierzu wird von der Zechenverwaltung noch mitgeteilt: Am 26. November wurde der Grubenbrand ab- qedämmt. Nachdem man sich überzeugt hatte, daß der Brand gelöscht sei, wurde daS Brandfeld in vergangener Nacht wieder geöffnet, wodurch große Mengen von Schlagwettern frei wurden. Durch bisher unaufgeklärte Ursache entstand um halb 12 Uhr nachts über Tage die Explosion, welche einen Teil der TageSgebäude und Maschinen zerstörte.
* DaS neueste Eisenbahnunglück. In der vergangenen Nacht überfuhr der von Roden kommende Personenzug Nr. 583 daS auf »Halt* stehende Einfahrtssignal der Station Neunkirchen an der Saar und fuhr einer Rangierabteilung in die Flanke. Bei dem Zusammenstoß wurden acht Reisende unbedeutend verletzt. Fünf beladene Kohlenwagen der Rangierabteilung wurden zertrümmert. Der Materialschaden ist erheblich.
• Weil er nicht heiraten wollte, hat sich in Berlin der 21 Jahre alte Friseurgehilfe Hild daS Leben genommen. Der junge Mann hatte mit einem Dienstmädchen ein Liebesverhältnis, daS Mädchen drang auf Heirat, davon wollte er jedoch nichts wiffen. Endlich ging er lieber in den Tod als in die Ehe. In der Nacht öffnete er in dem Laden, in dem er schlief, einen Gashahn und nahm einen Gummischlauch, den er an die offene Leitung angelegt hatte, in den Mund.
Gieß en, den 2. Dezember 1905.
Betreffend: Die Ausführung deS Gesetzes vom 10. September 1878 über den Schutz der in fremde Verpstegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren.
One MMeiwgliche fireisnmt Nicki en au die Großh. Bürgermeistercien der Landgemeinden des Kreises.
Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 14. Rc>- rnnber 1893, (Amtsblatt Nr. 10), und 16. Mai 1905 (Kreis- tlvtt Nr. 63) sehen wir der Einsendung der in rubr. Betreff kvwachsenen UeberwachungSboqen bezw. Ihrem Berichte, daß in Ihrer Gemeinde solche Kinder nicht verpstegt worden sind, spätestens bis zum 1. Januar 1906 entgegen.
Wir machen hierbei wiederholt darauf aufmerksam, daß oncch die Ueberwachungsbogen von solchen Kindern vorzulegen finit*, bei denen die Pstege bezw. die Aufsicht durch Tod, llÜTgzug oder Zurücklegung deS sechsten Lebensjahres beendigt irarbe. ES ist die? in den Ueberwachungsbogen in der Weise |it vermerken, daß daS Datum (Jahr, Monat und Tag) des iobe§, Wegzug? oder der Zurücklegung des 6. LebenS- jalares in der hierfür vorgesehenen Spalte eingetragen wird, jvtrmer ist auf Seite 1 des UeberwachungsbogenS genau an- juneben, ob das Kind ein eheliches ober uneheliches, orts- lmazehörigeS ober ortsfremdes, ein inländisches ober au?» lämdische? ist, ob es von einem Elternteil — eventuell von wc lchem — ober im Wege der öffentlichen Armenpflege in Mege gegeben, ober ob es ein Waisenkind ist. Letzterenfalls ift anzugeben, ob es durch den Vormund oder auf Kosten betr LandeS-Waisenanstalt in Pflege gegeben ist.
Da hiergegen mehrfach Verstöße vorgekommen sind, weifen wir Sie auf Beachtung dieser Vorschrift besonders f)irc. Ebenso werden wir streng darauf sehen, daß die regelmäßige Ueberwachung des KontrollarzteS bescheinigt ist.
I. V: Dr Wagner.
Gießen, den 5. Dezember 1905.
Betr.: Erhebungen über die im Großherzogtmn Heffen domizilierten Blinden im schulpflichtigen Alter.
Aas Grolstwrwgliche Lreisam! ©irßfn
an die Lchuloornände des Kreises.
Wir sehen binnen 14 Tagen Ihrem Berichte darüber crägegen, wie viele blinde und halbblinde Kinder in schul- pssichtiqem Alter sich in Ihren Gemeinden befinden, unter Angabe von Namen und Alter der Kinder und Grad der Blindheit. Da der Kreistag beschloffen hat, die für arme Hmbe in der Blindenanstalt erwachsenden Pfleqekosten auf bu? Kreiskasse zu übernehmen, wird für die Zukunst zu er- lonrten fein, daß von der Fürsorge der Blindenanstalt möglichst Gebrauch gemacht wird.
steiler soll ebenfalls betrunken gewesen sein. Es sei auf dieser Strecke eine große BetriebS-Bummelei gewesen, in die er, der Minister, jetzt eingegriffen habe. Don diesem einen Unfälle dürfte man aber nicht auf eine allgemeine Bummelei schließen, vielmehr werde der gute Geist der Verwaltung dafür sorgen, daß so etwas nicht wieder vor» kommt. Der Vorwurf, daß die Eingleisigkeit Schuld an dem Unfall trage, sei unberechtigt. Die Statistik beweise, daß auf den zweigleisigen Strecken viel mehr Unglücksfälle vorkommen al? auf den eingleisigen.
Nach der Rede des Minister? wurde in die Besprechung der Interpellation eingetreten. Dann gelangte die Interpellation wegen der Eisenbahnverkehrsstockungen zur Beratung. Nach der Begründung des Abg. Hilbeck (nat(.) erklärte Minister v. Budde, daß die Verwaltung eine erhebliche Steigerung der Güterwagenzahl eintreten lasten müsse, dazu reichen aber die augenblicklichen Mittel nicht aus, weshalb er mit dem Finanzminister sich in Verbindung aesetzt habe.
Bekanntmachung.
Im Staatsverlag ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zum Preise von 30 Pfg. zu beziehen:
Schulwesen Heft II, enthaltend:
1. da? Gesetz, die Gestatte der Bolsschullehrer betreffend ;
2. da? Gesetz, die Pensionierung der Bolksschul- lehrcr betreffend:
3. da? Gesetz, die Witwen- und Waisenkasse der Bottsschullehrer betreffend.
Vincenz- und Elisabeth-Ho'vital Mainz (1—2) Großh. Hebanunenlehranslalt Mainz (1), Städt. Krankenhaus Worms (2) und .Kreiskrankeuhaus Alzey (1.)
•* I n Amerika verstorbene Hessen. Gabriel Schade aus Franken! erg, 85 Jahre alt, zu Brooklin, R.P. Jakob Walber aus Monzernheim, Rheinhessen, 87 Jahre alt, zu Brooklin, N. P. Valentin HauSmann auS Esselborn, Rheinhessen, 80 Jahre alt, zu Erie Pa. John 91 offt au? Flonheim, 56 Jahre alt, zu Eleveland, O. Frau Christina Moll geb. Gottschalk, aus Rauschenberg, 85 Jahre alt, zu Evansville Ind. Dr. Friedrich Kail Castell)an au? Nordheim, 77 Jahre alt, zu San Francisko, Cal.
Alsfeld, 6. Dez. Der oberhessischen Rom- bausgenossenschaft wurde von dem Großh. Ministerium der Finanzen die jederzeit widerrufliche Erlaubnis erteilt, an den Bahnhof Burg- und Nic d er g e m ü nd en ein An- schlußgleise anzulegen und mit Lokomotiven betreiben zu lassen. Die Führung deS Betriebs wird von der Königlichen Eisenbahndirektivn in Frankfurt a. M. übernommen.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Don dem zur Deckung der GelänbeerwerbSkosten für den Aahnbau Grünberg—Londorf im Jahre 1895 aufgenommenen
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Alls Stadt and Kaur.
Gießen, den 7. Dezember.
Zur Beachtung!
Um eine zweckmäßige, wirksame Ausführung
größerer Anzeigen
zu erreichen, empfiehlt es sich, Anzeigen für die SamStag- Nummer schon jetzt, spätestens aber bis Freitag nachmittag aufzugeben.
*• 3 n der Gemälde-Aus st elung am Brand gelangt von Sonntag ab eine Collektion des Maler? Carl
Pom oldenburgischen Tstronsolgestreitc.
Im Prozesse des Graten von Wels bürg gegen einen 'Petter, den regierenden Großberzoa von Oldenburg um die Anerkennung als Mimlied der großberwglich'oldonburgilchen Familie stand am 29. b. M. vor bem CbcrlanbcSacrirfite in Clben- l'nrg als Berustmgsinstam bet erste Termin an. Er enbete bannt, daß ein neuer Termin au< den 6. Dezember anbernumt wurde, in dem die Verkünd, una des Urteils erfolgte. Dieles aing datun, daß die Berufung des Graten WelSburg gegen das Großherzoaliebe Haus als u n b e g r ü n d e t z u r ü ck g e w i e s e n wurde. Es lieg' aiü der Vanb, baß ein Streif-von io weiitraaenber Bedeutuno i vor der höchsten Instanz, bem Reichsgerichte, seine Erlebigung find kann, an das sich <"rai M. wenden durste. Als ein Kuriosum noch erwähnt, daß der Kläger in diesem Prozesse sich in der eigc tiimlichen Laae befinbet, überhaupt keinen 9lamen zu besitzen. De.' Titel eines Grasen von Welsburg nahm lern Vater, der verzog Elimar von Oldenburg, für ihn nur unter Vorbehalt und für die Tauer seiner Minderjährigkeit an. Ten Namen eines Herzogs Alerander von Oldenburg bestreitet man ihm andererseits vorläufig und so ist er tatsächlich bis zum rechtskräftigen Ausgange seiner Klage ohne wirklichen Namen und Stand. Deshalb wirb er auch in den Prozeßakten nur als: „Alexander, Solm des weiland Herzogs Eliniar von Clbenburfl" bezeichnet. Er befinbet sich übrigens mit seiner jungen Gemahlin, einer geb. Gräfin von Hahn Basedow, gegenwärtig m Nizza.
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list Dubsky ist. Diese Kämpfe, im tiefften aber die innere Entwicklung Wiegands, dcr an einem Wendepunkte seines Lebens angelangt ist, bringen diesen zu d'r Erkenntnis, daß er schon zu viel für Mensclsen und für Ideen geopfert hat, die seiner nicht wert sind. Er kehrt von seiner seligen Insel in die Welt der Wirklichkeit zurück, um seine Kraft einem sich ihm bietenben großen praktischen Wirkungskreise zu weihen. Dies ist der ernste Rahmen des Stückes, innerhalb dessen Max Halbe seinem satirischen Humor lustig die Zügel schießen läßt. Gelegenheit dazu gibt ihm die gestaltenreiche Gemeinde auf der Insel der Seligen, die aus Künstlern besteht, die fast alle ihren größeren oder kleineren Sparren haben. Und in der Zeichnung dieser Figuren erweist sich der Dichter als ein glänzender Karikaturist.
— Josefa Metzs Märck^nspicl „Prinz Blondel", welches das Deutsche Volkstheater zu Wien zur Aufführung brachte, sckfildert mit frischem, gesundem Humor, zwischendurch mit unaufdringlicher Poesie das Liebesleid eines verstoßenen Prinzen, der armer Leute Kind Heimfahrt und auf den Königsthron gelangt, nachdem er W Vater Herz gerührt und den König durch ein selbstverfertigtcs Paar Schuhe von seinen Fußschmerzen befreite. Das sauber gemachte Mörclicrrspiel berührt wohltuend durch seine Gefchmacksreinheit und die leichtfaßliche, jokosc vernünftige Handlung, zu der Zepler eine Reihe einschmeichelnder, bald fcin-empfundener, bald derblustiger Musiknummem schrieb. Fräul. Metz und Herr Zepler wurden von dem sehr animierten Publikum mehrmals stürmisch hervorgerufen.
— Tie Berufung Hermann Bahrs zum Ober- re g i s s e u r in M ü n ch c n hat, wie vorauszusehen war, die Folge gehabt, daß der bisherige Oberregisseur Savits, der seit zw n ig Jahren in Müncl-en tätig war, feinen Abschied genommen hat.
— — _ £•■ Kranke. Warme, geschätzte Lage
W WinterKUr TUT am bQdubhaJig des Taunus. Bebag. HkB «x <w/ir? lieb eingerichtete, kleine Anstalt
8 WkvX (bis 80 Patienten). Centrale Heizung
MM M Ha und Beleuchtung, geheizte Liege-
M 'S M M M W ai H B halle und Comdore Sorgsame
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Df. 51. Schiilze-HahleyN*. Nervenarzt.
Sanatorium Hofheim im Taunus.
die erst einige Jahre alt ist, kommt hier in einer Weise zum Ausdruck, die besonderes Lob verdient. Das ganze Werk ist aus 200 solcher Nachbildungen angelegt und auf 25 Heste^be- rechnet (Subskriptionspreis je 3 Mark: Verlag von E. A. Seemann, Leidig)- Tie Sammlung beansprucht einen Platz im Hause des Gebildeten, der nicht nur der Musik und Poesie, fonbern auch der bildenden Künst sein Interesse zuwendct. Durch beü gegebene Texte nnrb der Betrachter zugleich über Wert und Bedeutung der wiedergegcbencn Bilder, sowie ihrer Schöpfer unterrichtet. Nicht jeder Liebhaber alter Kunst ist in der Lage eine Rundreise durch Europa zu machen: und da der Prophet nicht immer Zeit und Geld hat, zum Berge zu kommen, w kommt diesmal der Berg zunr Propheten und verheißt thm reiche Schatze und Genuß für einen mäßigen Preis.
— Max Halbe, DieIniel derSeligen. Eine Kv- mödie in vier Akten. Geh. 2.50 Mk. Verlag von Albert Langen in München. „Die Insel der Seligen" ist eins der gestalten- reichsten Stücke von Max Halbe und vielleicht das farbigste Stück, das der Dichter überhaupt geschrieben hat, eine echte beutfebe Komödie, derber Lustigkeit und geistreichen Witzes, und dennoch temperamentvoller Wärme und eines ernsten Sinnes voll. Der 5^eld des Stückes, Bruno SBieganb, ist nach einer Seite seines Wesens hin ein schöngeistiger Sdrtvarmer. Er benutzt ein großes Vermögen, das ihm unerwartet zugefallen ist, zur Begründung sozusagen eines. Zukuuftsstaates im Reinen, eben ber ^nsel der Seligen", die ein Vorbild dafür werden wll, wie 'die kranke Menschheit durch die Mckkehr zur Natur geheilt werden könne Aber nach wenigen Jahren scheitert dieses Unternehmen an der Unzulänglichkeit seines Programms, t»s jede st'ste Norm jede Begrenzung dcr Individualität des Einzelnen verschmäht' vor allem aber an der Unzulänglichkett der Genossen Wiegands deren heimlicher Rädelsführer der mtigrante Pamphte-
Kleines Keuilleton.
— Was das Bilderbetrachten kostet. Die Ktinstl- tmieen in Europa bergen nach den Preisen, die reiche Amerikaner Be:aerhing3 für alte Meisterbildcr zahlen, Schütze von ungezählten Millionen. Die Dresdner Galerie ober die Münchener Pina- bffiet kann man wohl auf je zehn bis zwölf Millionen Mark tigeren. Da diese Werke nichts Klingendes einbringen, sondern tim kostbares Gehäuse, sorgfältige Uebem>achung und Pflege er- drideru, so darf man wohl das Opfer, daS der Staat mit feintr rcstaustcllung leistet, für eine derartig reiche Galerie auf etwa ichiclich 400 000 Mark beziffern. Nimmt man nun einen tagil en Besuch von tausend Personen an, so kostet bei freiem Ein:tritt dem Staat jeder Vesuckier etwas über eine Mark. So lc>tzen Aufwand erfordern Musikpflege und Fürsorge für Poesie reibt Wenn jeder Besucher eines solchen Bilder-Museums das delnußtsein hätte, daß der Staat seinen Bürgern in einem Museum Mvas bietet was mit den römischen Zirkusspielen oder ben im mischen Stierkampfen verglichen werden kann, nur, daß es b:r: Art nach viel edler ist, so würde dies das Interesse für die ktnachtetcn Bilder ohne Zweifel sehr fördern. Zu biejen Be- ttaiibtungen regt das erste Heft eines groß angelegten Sammel- !mnkes an, das unter bem Titel Die Galerien Europas riniim abgekürzten Rundgang durch die bedeutendsten Bildersarnm- !’jnngen von Madrid bis Petersburg, von London bis Rom zu biet en verspricht. In einem elegant aufgemachten Großfolioheft IW) acht farbige Nachbiümngen aus den Galerien von Berlin i- ifer Friedrichmuseum), Budapest, Kassel, '"'reSben, Münck-en "rakothekl, St. Petersburg 'Eremitage) und Venedig ^(Tcbcmie r reinigt, die sich wie vertleiuerte Spiegelbilder der Originale :;S5rttbmen • so ftappart ist die Bestimmtheit und der natur*
Eindruck der Farben. Tor Fortschritt in der Technik,
* u- Ljaruii^ r'. ' wird ivkgtti ( . “niatufllcu • iür möqi
itörere lflc t'trföiiin!. ^Werder oonflWl
|id) in brwahn babrn, ■ en lu und Li1,. ^.Uhr nad)IIL;, ui tjranliuiiH; 'bau, mit Zeug., in0»n vv. renc-, >- MUnriBlpduut
Tüchtig« igarrenmai l WlCKeiE.
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