Xreisblatt für sen Kreis Gießen
2 5
cf
•4
cf «6
ö K
?
's
Cf " «’j 5 i -■ 2
0
2 S-
S r!
2- C s a £
C2
'&n Z ä’3 • 5 «
«55 2 •• 2 - 5
tO K o ä
,, es rJ rr rt « <? <M
^Sä1
5 AO
2^2
' < 2 X
</ .
! 9 d i
ND. 85
#if4ti*t tLgttch außer Sonntag-.
Hem Gießener Anzeiger Verden im Wechsel mit dem hessische« Landwirt die Gießener Zamiiien- llltter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Untveri.-Buch-u. Stein- druckerrt. St. Lang«.
Kedaktion. ErnedM« und Druckerei: «chalvraße 7. tlbrefle für Depeschen: Anzeiger Gtetzen- ^ernipreckanichlußdtr.bl.
Erstes Blatt. 155. Jahrgang
Montag 10. Avril 1006
GietzenerAnzeiger
’ur General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
VerngsprelSr monatlich 75 Pi., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Aohole- il Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mt.2.—Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Annahme von Auzei'en ;h die Tc 'S vo-mittaqS J
Zc'^ennretS:
alrSwättS ’'** 3'j.
VerantworN'ch ptt den polit. »ich tjaei:i. Teil: U Wittko- für «Stadt und Land" und „Gerichtssaal*: August Goetz; für den An- zeigenteil: Lans Beck
Die Seuikge Krimmer umfaßt 10 Keile«.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Wafserleitungsarbeiten wird die ^reiSstraßenortsdnrchfahrt Trohe vom 11. d. Wits, ab aus 4 Tage für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.
Gießen, den 8. April 1905.
Großherroaliches. Kreis amt Gießen.
I. V.: H a b e r k o r n.
Kas deutsche Kaiserpaar in Wksstna.
Messina, 8. April.
In Erwartung der Ankunft des deutschen Kaisers herrschte in der Stadt, die reichen Flaggenschmuck zeigt, lebhaftes Treiben. Um 5 Uhr 40 Min. morgens wurde die',Hohen- zollern" signalisiert. Auf dem Corso Vittorio Emanuele sammelten sich dichte Menschenmengen an. Musikbanden durchzogen die Stadt. Der Kreuzer „Hertha", der der „Hohenzollern" vorauf fuhr, traf vormittags 7* * * * 6 7 8/4 Uhr hier ein. Zehn italienische Torpedoboote fuhren der „Hohen- zollern" entgegen, um sie hierher zu begleiten. Sofort nach dem Einlaufen der „Hohenzollern" kam die Kaiserin, die in aller Frühe aus Taormina eingetroffen war, an Bord. Sie begrüßte insbesondere den Prinzen Adalbert, der die Fahrt hierher auf der „Hohenzollern" gemacht hatte, nach der Trennung von lx/2 Jahren.
Der Kaiser sandte ein Telegramm an den König nach Rom, in dem er seinen Dank dafür aussprach, daß der König sich nach Neapel bemüht und so Gelegenheit geboten habe zur Erneuerung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Herrscherhäusern und Völkern. Aehnliche freundschaftliche Grüße sandte der Kaiser an die Königin Helene, welche den Kaiser mit prachtvollen Blumengaben erfreut hatte, ferner an die Königin-Witwe Margarete. Ein sehr freundliches Erwiderungstelegramm des Königs von Italien traf alsbald hier ein.
Bei seinem Besuche auf dem Flaggschiff „Dandolo" gab der Kaiser besonders sein Interesse für den Umbau kund, dem das Panzerschiff unterzogen wird, und für deffen Einrichtung der drahtlosen Telegraphie. Der Kaiser beobachtete ferner die Manöver mit den Panzertürmen.
Die Kaiserin besuchte nach dem Frühstücke mit dem Prinzen Adalbert den Kreuzer „Hertha". Am Nachmittag begaben sich der Kaiser, die Kaiserin und Prinz Adalbert an Land. Am Landungsplatz vor dem Munizipium hatte sich eine gewaltige Menschenmenge eingefunden. Die Mannschaften der hiesigen Festungsartillerie bildeten Spalier. Vornehme Einwohner stellten eine Reihe eleganter Equipagen für die Majestäten und das Gefolge zur Verfügung. Den ersten Wagen, der dem Sindaco gehörte, bestiegen der Kaiser und die Kaiserin. Eine Eskorte Karabinieri schwenkte ein. Die Fahrt ging nach der Villa Sanderson, wo der Tee eingenommen wurde. Die Rückfahrt erfolgte auf dem Wasserwege. Die Kaiserin und Prinz Adalbert nahmen auf der ^Hohenzollern" Wohnung.
Messina, 9. April. Gestern abend hatten die italienischen Schiffe illuminiert. Eine Musikkapelle am Municipio spielte die preußische und die italienische Hymne. Heute war ein herrlicher warmer, sonniger Tag. Um 9 Uhr morgens trafen aus Taormina die Prinzen Eitel Friedrich und Oskar, sowie der Herzog von Sachsen-Koburg-Gotha ein. Um 10Uhr hielt der Kaiser an Bord der „Hohenzollern Gottesdienst ab. Der Kaiser verlas die Predigt, deren Text die Geschichte der Kreuzigung Christi entnommen war. Bei der Mittagstafel saß der Kaiser zwischen dem Prinzen Eitel Friedrich und dem Admiral Bettolo. Zur Tafel ge-- laden war auch der Marinemaler Stoewer.
Am nachmittag fand bei dem Kaiserpaare an Bord der ,Hohenzollern" Tee statt.
♦
Berlin, 9. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Begegnung Kaiser Wilhelms und des Königs Viktor Emanuel auf dem gastlichen Boden des herrlichen Landes, die einen überaus herzlichen Charakter trug, gab abermals Gelegenheit zum Austausch warm gehaltener Kundgebungen, die ein neuer Beweis sind für die Innigkeit der deutsch-italienischen Beziehungen und für den fort* wirkend en Bestand des Dreibundes.
Athen, 9. April. König Georg, sowie Kronprinzessin Sophie, Prinzessin Helene und Prinz Nikolaus begaben sich heute nach Korfu. Den König begleitete der Minister des Auswärtigen Skouzes. Nach dem Programm wird der Deutsche Kaiser Dienstag morgen 9 Uhr in Korfu eintreffen und Mittwoch abend abreisen. Der König wird im Schloß Monrepos ein großes Diner geben.
Marokko-Streiflichter.
Die „Nordd. Allg. Ztg." stellt bei Besprechung der marokkanischen Angelegenheit in ihrem Wochenbericht gegenüber den in französischen Blättern verbreiteten Auffassungen! fest, daß letztere, soweit sie das Verhältnis Deutschlands! und Frankreichs in der auf der Tagesordnung stehenden Frage betreffen, irrig pnb. Daß zu den von Iäurös u. Gen. für notwendig erachteten Verhandlungen eine Initiative von deutscher Seite nicht ergriffen werden würde, brauche
nicht näher ausgeführt zu werden. Was die Vorgeschichte dieser Erörterungen anlange, so seien die Erklärungen des Unterstaatssekretärs Earl of Percy im englischen Unterhause hervorzuheben, aus denen auch für die bisher noch Zweifelnden mit aller Deutlichkeit ersichtlich sei, daß das französisch-englische 'Abkommen vom 8. April 1904 Deutschland amtlich nicht mitgeteilt worden ist und daß zwischen der britischen und der deutschen Regierung keine Mitteilungen über dieses Abkommen, soweit es sich auf Marokko bezog, erfolgt seien.
Die „Südd. Reichskorresp." nimmt den an verschiedenen Stellen aufgetauchten Gedanken einer neuen Marokko- Konferenz zwischen den Garantiemächten des Madrider Vertrages auf und richtet an Frankreich eine Anfrage nach seiner etwaigen Geneigtheit hierzu.
Der Sultan von Marokko hat der deutschen Flagge die marokkanische Küstenschisfahrt, die seit vier Jahren nur stillschweigend geduldet war, durch förmlichen Vertrag zugestanden.
In London meint man, daß der nächste Schritt der deutschen Marokkopolitik die Verhandlung eines permanenten Handelsvertrages mit dem Sultan sein wird. Zu diesem Zwecke wird sich eine Gesandtschaft nach Fez begeben, um dort einen Meistbegünstigungsvertrag für Deutschland zu erwirken. Es ist nicht abzusehen, ob und wie hiergegen seitens Frankreichs wirksame materielle ©in» Wendungen erhoben werden könnten.____________________
Der Krieg.
Vom Kriegsschauplätze.
Wie General Line witsch telegraphiert, ist eine russ.
Abteilung am 5. Llpril in Tschanhaufu eingetroffen. Am
6. April griffen russische Streifwachen eine japanische Streifwache an. Nach kurzem Ge secht wurden 20 japanische Dragoner und ein verwundeter Offizier gefangen, die übrigen Japaner getötet. Tie Russen hatten [eine Verluste.
General Linewitsch meldet ferner dem Kaiser vom
7. April, daß er eine Schützenbrigade besichtigte, die sich auf ihre Stellung begebe, und daß die genannte Brigade ihn bitte, dem Kaiser ihre Ergebenheit für Thron und Vaterland zu versichern.
In einem Telegramm an General Linewitsch spricht der Zar seine Freude darüber aus, daß die Regimenter der vierten Schützenbrigade in der gewohnten Ordnung in ihre Stellungen einrücken, und drückt die Ueber- zeugung aus, daß sie Die Traditionen der eisernen Brigade hochhalten.
In einem Telegramm an General Kur op at- kin dankt der Kaiser für den Ausdruck der Ergebenheit, die ihm vom 11. und 12. sibirischen Schützenregiment bei Gelegenheit von Regimentsfesten übermittelt wurde. Er habe mit Freude die Meldung entgegengenommen, daß die erste Armee von vorzüglichem Geiste beseelt sei und an den künftigen Sieg über den Feind glaube.
Tschantschawadsy,8. April. (Petersb. Telegr.-Ag.) Aus der Gefangenschaft sind 2 4 Aerzte und 360 Sanitätssoldaten, die drei Tage ohne Nahrung gefangen gehalten wurden und dann mit, Zwieback ernährt worden waren, zurückgekehrt. — Die Tätigkeit der Ehun- gufen nimmt mehr und mehr zu. Die Armeen haben si,ch» erholt; ihre Ergänzung schreitet ununterbrochen fort. Eine Menge Verwundeter ist wieder geheilt und kehrt zur Front zurück.
Rustungs- und Fried-n?gerüchte.
Ter Petersburger Berichterstatter der „Times" drahtet: Im Lichte der neuesten Berichte scheine es sehr zweifelhaft, ob Linewitsch versuchen werde, ernsten Widerstand südlich vom Sungariflusse zu leisten. Tie Behauptungen, Rußlands Nüstungen bezweckten mehr ehrenvolle Friedensbedingungen zu erlangen als eine Fortsetzung des Krieges, finde allgemein Glauben.
Ein Petersburger Blatt verzeichnet das Gerücht, daß dem heiligen Konsilium die Entscheidung über Krieg und Frieden überlassen würde. Das Blatt fügt hinzu, daß die Geistlichkeit sichfürdieFortdauerdes Krieges und Bewilligung der für den Krieg notwendigen Geldmittel aus dem reichen Schatz der Klöster ausgesprochen habe. Ms Gegenleistung sei die vom Zaren bewilligte Entstaatlichung der Kirche anzusehen.
Ein Preußenprinz in China.
Peking, 8. April. Am kaiserlichen Hofe fand heute der Emvfang des Prinzen Friedrich Leopold statt. Die Kaiserin-Regentin wurde durch ein Geschenk des deutschen Kaisers erfreut, für das sie ihren Dank auszudrücken Bat. An den Empfang schloß sich ein Frühstück bei dem Prinzen Ching.
Ein merkwürdiger Brief des Kapitäns Klado.
Der durch seine Enthüllungen über die Ursachen der Untauglichkeit der russischen Flotte bekannt gewordene Kapitän Klado tritt jetzt in der „Nowoje Wremja" mit einem Briefe auf, der die öffentliche Meinung auszuregen geeignet ist.
Ich gestehe, schreibt Klado, daß ich eine ganz disziplinwidrige Tat begehe, indem ich diesen Brief veröffentliche. Aber ich bin nicht nur Offizier, ich bin auch ein Mensch. Und was für ein Marineoffizier bin ich jetzt eigentlich? Ich zähle nur auf dem Papier, in Wirklichkeit bin ich als Verbrecher aus dem Dienst gestrichen, und es wurde mir bedeutet, daß ich in der russ. Flotte nichts mehr zu suchen habe. Diese Antwort richte ich also nicht an den Kapitän S i l o 11 i, der mich des Hochverrates zieh, denn er ist nur das freiwillige Werkzeug kleinlicher Rache seitens des Marineministeriums, welches über meine Enthüllungen entrüstet ist. 'Alle diese Kapitäns sind Parasiten, die auf Kosten der giftigen Säfte des
schon längst sich zersetzenden riesigen Körpers der russischen Flotte leben. Ich wende mich! an das Marinemini st eri nm, welches durch Jn- triguen in mir das Bewußtsein von der hohen Bedeutung de^ Offiziers getötet hat. Man wußte, daß ich nur die Wahrheit sagte, und man beschuldigte mich der Lüge, man legte mir eine Disziplinarstrafe auf und beraubte mich so der Möglichkeit, mich, vor Gericht zu verteidigen. Roschjestwensky befdW- bigte mich, daß ich der 2. Eskadre einen „verderblichen Dienst" erwiesen habe, da ich sehr gut wußte, daß die Msendung der Unterstützungen, welche ich für unumgänglich notwendig gehalten habe, unmöglich sei. Aber Roschd- jestwenski, welcher die Schwächen seiner Flotte im Vergleiche zur japanischen sehr gut kannte, konnte ja nichh die Tatsache der Msendung der Unterstützungen fürs einen „verderblichen Dienst" halten. Mso die Verderblichkeit besteht in der Qualität der Unterstützungen, unbi damit hat er ein noch größeres Verbrechen begangen, indem er die Marineverwaltung ganz des- abuiert hat. . . . Die veraltete Einrichtung unbi der Mangel jedes Fortschritts des Marineressorts ist allein die Ursache, welche unsere Flotts in einen solchen Zu stand brachte, daß den Japanern nur, mehr übrig blieb, ihr völlig den Garaus zu machen.. Ms Antwort gegen die Beschuldigung, meine Enthüllungen! hätten einen deprimierenden Eindruck auf die Seeoffiziers ausgeübt, will ich folgendes Telegramm veröffentlichen: „Die Offiziere des Panzerschiffes „Drei", von Ihrem Artikel entzückt, senden Ihnen ihren Gruß! Möge Gott Ihnen Kraft und Erfolg zum Nutzen Rußlands unf> feiner? Flotte schenken!"
In Petersburg geht das Gerücht von einem bevorstehend Duell zwischen Kapitän Klado und Kapitän Silotti.
Anß'avd in Sturm und Drang.
Warschau, 9. April. Im Gefängnis von Pawint wurde der Kaufmannssohn Gutzmann, der im Vorjahre bei der Aufhebung einer Druckerei in Warschau einen Rittmeister und drei Polizisten erschossen hatte, zu Tode gemartert. — Tie hiesigen Behörden beschloffen die Schließung der Universität, weil sie überzeugt finb, daß die Studenten die Urheber der Unruhen sind.
Helsingfors, 9. April. Die finländischen Landstände' beschlossen, an den Kaiser eine Adresse zu richten, um ihrer Freude Ausdruck zu geben über das Manifest vom 29. März, durch das die Anwendung des Statuts von 1901 über die Militärpflicht zeitweilig eingestellt und die Verordnung von 1902 über die Amtsentsetzung der Richter aufgehoben wird. Die Landstände sähen darin den Willen des Kaisers, das sinländische Volk in die frühere gesetzmäßige. Rechtsordnung zurückzuführen._____________________
deutsches Reich.
Berlin, 9. April. Der Kaiser hat den preußisches Gesandten v. Eisendecher in Karlsruhe mit seiner Vertretung bei der Beerdigung des Oberstallmeisters Frhrn. v. Holzing- Berstett beauftragt und einen Kranz am Grabe niederlegen lassen. Der Witwe ist ein Beileidstelegramm zugegangen.
— Der Bevollmächtigte zum Bundesrat, hessische Geh. Staatsrat Krug von Nidda ist in Berlin angekommen.
— Der frühere Kanzler im Königreich Preußen, Ober* tandesgerichtspräsident a. D. Dr. v. Holl eben, beging am 8. d. M. seinen 9 0. Geburtstag. Dr. v. Holleben lebt seit seinem Uebertritt in den Ruhestand in Kassel.
— Der „Voss. Ztg." zufolge ist der Redakteur bet. „Lipp. Landesztg." Stärck gestern aus der Zeugnis-! zwangshaft entlassen worden.
—Die nationallib. Partei stellte für die durch den Tod Wallbrechts nötig gewordene Reichstagsersatzwahl im Wahlkreis Hameln-Linden-Springe den Sohn von Rudolf von. Bennigsen, Gouverneur a. D. v. Bennigsen auf.
— Ein Wunsch, den die Vertreter der Landwirtschaft iE ihren Organisationen und im Reichstage mehrfach geäußert haben, soll nunmehr erfüllt werden. Es sollen die Listen der Militärpflichtigen zunächst eines Jahrganges den statistischen Zentralbehörden zur Bearbeitung überlassen werden und zwar nach der Richtung, daß der Beruf der Eltern, der Wohnort der Eltern, der Geburtsort, der Aufenthaltsort und der seit der Entlassung aus der Schule hauptsächlich betriebene Beruf der Gestellungspflichtigen festgestellt und eine genaue Scheidung dieser nach dem Urteile über ihre Tauglichkeit, bedingte Tauglichkeit ober zeitliche Untauglichkeit vorgenommen wird.
— In der Handels- und Gewerbekommission des 9H)* geordnetenhauses wurde über eine Petition von Breslauer. Kaufleuten beraten, welche sich gegen die Schädigungen^ durch Kons um vereine der Beamten, der Sozialdemokraten und Polen richtet. Bei der Besprechung ivurbc auf verschiedene Konsumvereine hingewiesen, die nicht nur riesigen Geschäftsumsatz zum Schaden der Kaufleute haben, sondern auch erhebliche Tantieme an die die Geschäftes führenden Beamten 2C. zahlen. Unberechtigt seien jedenfalls? die Steuerbefreiungen bezw. die Privilegien, welche die Konsumvereine genössen. Beklagt wurde indessen, daß die Petenten keine Vorschläge aufgestellt hätten, wie diese Uebel-- stände befestigt werden könnten. Mit Rücksicht hierauf wurde! motivierte Tagesordnung beschlossen.


