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7.12.1905 Erstes Blatt
 
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Ausland

ganze Gemeinde, unser Vieh und unser Leben lostet, denn von den Deutschen I haben wir das Beste, dvs Evangelium, erhallen!" Diele zogen gezwungen ... . . - < Z 1 « ZT . « ...... Qf 1' A II St I*

Zu dem Requiem samt Kffrie, Dies irae.

hat Mozart die vier Singstimmen und den Grundbaß ,amt der Bezifferung ganz vollendet, in der Iüst-nlmentrerung aber nur hin und wieder das Motivum angezeigt. Das Sanctus, Benedictlls und Agnus Dei ist ganz neu von mir ver­fertigt." (Jahn II. S. 801.)

Eine lebhafte Kontroverse entstand über freie spater ange- zweifelte Giltigkeit der Süßmaher'scheu Erklärung: mich wurde es zu n>eit führen, wollte ich hierauf uoch näher eingehen.

Süßmaher war wohl der Berufenste, Mozarts Werk zu voll­enden, er hat es ganz im Sinne und Geiste Mozart s getan. Wurde doch das Benedictns (Süßmayers Aicheit) als eme Perle

ihrer Regierungen." v ...

Wien, 6. Dez. Im Abg cvr dn c 1 c n h a u se erklärte heute der Frei-Alldeutsche Herold, daß seine Partei für das allgemeine gleiche Wahlrecht cmtrctc, um allen deutschen Arbeitern die Gleichberechtigung zu vev- schaffen. Kramarcz (TsTheche, erklärt, alle Nationalitäten mutzten sich, wenn sie nicht Volksverräter werden wollten, im Kampfe gegen die internationale Sozialdemokratie vereinigen. Er sei für gerechte Ausrestaltung des ^Wahlrechtes, aiich hatte

tapfcre^Kricger.it ^einijd)en Missionsgesellschaft unter diesen Böllern setzt vou vereinzelten früheren Barsiößen abgesehen im Jahre 1MI ein. Dom Kapland kamen die Missionare zuerst zu den Namas, dann zu den Hereros, unter denen zuerst der bedeutende Hugo Hahn bahnbrechend wirkte. Eine große Kulturarbeit hat die Mission in diesen * 0 Jahren an dem Dolle getan Der Dortragende betonte es ganz besonders, wie es die Mission auch unter diesen völlig kulturlosen Völkern durch ihre Leistungen bewiesen habe, daß sie der Mahnung, übeu_ dem Beten das Arbeiten nicht zu vergessen, nicht bedürfe. Auch die Haltung der ein­geborenen Christen während des Aufstandes habe dazu viele Belege ge- liefert Eine ganze Reihe von Stationen, wie Keetmannshoop, Bethanien und Bersaba, seien ganz oder doch zum Teil treu geblieben. Ter ehr- würdige Häuptling Christian Goliath von Bersaba erklärte, obwohl ibn die Negierung ohne Schutz ließ:Da mache ich nicht mit, wenn es die

mit Freilich sind unentschuldbare Greuel vorgekommen. Aber auch d,e Wildesten haben die Missionare geschont, und im allgemeinen ist das auch Frauen nnd Kindern gegenüber g"lchehen. Das wäre früher undenkbar gewesen. Hendrik Witbooi hat der Größenwahn verführt, und der Trunk, den er erst seit seiner Unterwerfung durch die Deutschen im Jahre 1894

Mozartfcicr im Konzertverein.

Gießen, 7. Dez. 1905.

Am 6. Dezember 1791 wurde in Wien der sterbliche Teil des unsterblichen Mozart zu Grabe getragen. Heftiges Regen- und Schneewettcr herrschte, so dar von den Leidtragenden immer mehr zurückblieben, und schließlich an der Gruft Mozarts nicht c i n Freund mehr stand. Für Mozart, den Schöpfer der Herr lichsten, sonnigen und feelcnvollen Melodicen, der reinsten Har monieen und Bildner der edelsten Formen, fand sich kein anderes Grab als ein Massengrab. Keiner seiner vielen Verehrer zeigte ihm über den Tod hinaus io viel Anhänglichkeit, daß er für eine würdige Bestattung Sorge trug.

Tiefe Wehmut überkonimt uns bei diesem Gedankeii.

Einer der Grössen in d?r Kunst, ein Fürst im Reiche der .Harmonieen und ein Grab wie ein unbekannter Bettler! Seine letzte Ruhestätte ist uns unbekannt: wir wissen nur, daß er auf dem Friedhöfe von St. Marr, wo ihm im Jahre 1859 cm ^.enk mal errichtet wurde, beigesetzt ist.

Mozart's letzte uiid leider von ihm unvollendet gebliebene Arbeit war das Requiem, das er im Auftrage eines un­genannten Bestellers wie sich später herausstellte, eines Grasen von Walsegg aus dem Landgute Stuppach m sinter­test erreich in Angriff nahm. Eine Ausgabe, der er sich bet seinem innigen religiösen Empfinden mit großem Ernst und ganzer Seele bingab, obwohl er gerade in dieser Zeit derart von krank- haften Zuständen befallen wurde, daß ihn der Gedanke, mit diese Totenmesse schreibe er sein letztes Werk und zwar sein eigenes TodeSlied, fast nickt: niehr verliest Seme trüben Ahn­ungen fönten sich leider erfüllen. Die Angst, frs Requiem nicht mehr vollenden zu können, betrachtete er doch auch, al^, glaubt ger Katholik, die Lösung dieser Aufgabe als eine Erleichterung seines Gewissens ließ ihn weit über seine firartc arbeiten, so daß seine Frau ihm, damit er sich etwas Erholung gönne, die Partitur wegnahm. Eine leichte Besserung, die ihm gestattete, die Arbeit wieder auszunehmen, trat ein. Lewer nur auf kurze Zeit Am 5 Dezember 1791, 55 Minuten nach 12 Uhr, ver­schied Mozart, erst 36 Jahre alt, ohne das Requiem vollendet zu haben. ~ c ~

Franz Taver Süßmaver, ertcutib und <2ander Mo­zarts, und von ihm über die Aussiibrung der ^nM'nnentatwn des öfteren in Unterhaltung gezogen, übernahm nun auf ttzlinsg' der Witwe die Fertigstellung. Wie weit fein Anteil an 0em Werk reicht, entnehmen mir ernenn Briefe, welchen Süßmayer an Härtel, 8. FÄruar 1800, richtete:

Ueber Znkunftsaufgaben in Deutsch-Tirdwcstafrika führte Herr Missiousinspektor Haußleiter aus Barmen in seinem am Montag in der großen Aula der Universität gehaltenen Dorlrag ungefähr folgendes aus: , ri . , »

Südwcsiasrika ist jetzt nut so schweren Opfern erkauft, daß eS wt wieder aufqegeben werden kann. Unserem Volk ist barm ein Uebungsfcld, nidit nur für unsere Truppen, die sich da auf's Aeußerste bewahrt haben, sondern für jede Seile unserer Begabung, ein PrüfungSseld »or allem für unseren sittlichen Charakter, ob wir noch cm christliches Volk sind, gegeben. Zugleich ist cs vielleicht von den höher gelegenen Zeilen tnt Innern von Ostasrika abgesehen die einzige Stcdelungskolonte, m der sich auch dem deutschen Bauern und Arbeiter eme Zukunft eröffnet. Daß diese Hoffnung nicht unbegründet sei, beweist em Blick auf das Cap- land, dos unter denselben geographischen Bedingungen aber durch die Kultur weiter entwickelt ist. An Größe kommt Deutsch.Sudwcstafrtka dein Deutschen Reich samt Deutsch-Oesterreich gleich. Dagegen ist es sehr schwach bevölkert. Von den Bewohnern sind uns durch den Krieg am meisten bekannt geworden die HereroS und die Nama-Hotteutotten. Beide sind in daS Land eingewandert und haben die Ureinwohner, die Samara und die Buschlcutc verdrängt oder unterjocht. Jene, schwarze Bantu- ueger von kräftigem Wuchs und stolzem Selbstgefühl, sind Viehzüchter und, wie es ihr Beruf mit sich bringt, in festen StammeSvcrbändcu unter Häuptlingen geordnet, vor dem Krieg etwa 60 000 Kopse; diese etwa 20 000 Köpfe, gelbe Hottentotten vom Kap, sind kühne Jager und Jteiter, ohne feste Verbände, nur zeitweilig von hervorragenden Häuptlingen, wie Hendrik Witbooi, zusammen gehalten, die außer vor der Jagd besonder^ von Beutezügen gegen die reichen Dichbesitzer im Norden lebten. In dem nördlichen Fiachland wohnen noch die Ovombo, reiche Kornbancrn und

Ans Stadt imd La>'d.

Gießen, 7. Dezember 1905.

Die Einwohnerzahl der Stadt Gießen be- lauft sieh nach der vorläufigen Feststellung des Großh. Polizeiamts auf 29 149 Seelen gegen 25 564 im Jahre 1900. Das bedeutet einen ZmvachS von 3585 Einwohnern ober umb 14 Proz. 1895 betrug die Einwohnerzahl Gießen? 20 535 Köpfe. Das Ergebnis der diesntaltgen Volkszählung bedeutet für Gießen eine durchaus erfretilichc Entlvickelmtg, die gleichweit entfernt ist von einem Stehenbletben feiner wirtschaftlichen Entfaltung, wie von einer ungesunden stnuun- bnften Zunahme. (Weitere Volkszählungsresultate sind in der besonderen Rubrik zu finden).

"In Audienz empfangen wurden gestern von 2. K. H. dem Großherzog u. tu Pfarrer Heimbach von Münzenberg, Gutsbesitzer Oekonomierat Müller von Ren- Hof, Professor Rahn von Gießen und Pfarrer PrätoriuS von Homberg a. d. Ohm.

" Personalien. Bestätigt wurden ber^ von btm evang. Pfarrer und dem Gemeinderat zu Dreieichenbain ai" die i. Lehrcrstelle an der Gemeindeschule zu Dreieichenho-: präsentierte Schullehrer Friedr. Chantre zu Dietzenbach jiit diese Stelle; der von dem Fürsten zu Löwenstetn-Weltlmm- Rosenberg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönbetg auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rieder-Ümzig präsentierte Schttüehrer Karl La uten s ch l äg c r zu Hain­grund für diese Stelle. In den Ruhestand wurde vechtzt der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Dornberg ftntbr. Schnellbacher.

Eine Sitzung deS Pro v inzia l-Au Ss chusff-' der Provinz Obcrhessen findet aut SamStag, bn 16. Dez., vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesor^wg statt: 1. Gesuch des Johs. Höchster in Londorf m Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 2. tnt- eignung von Gelände zur Er weiter ung deS Bahn' Hofs Hungen; hier Antrag auf Besitzeinweisung. 3. otrci- antrag gegen die GemeinderatSmitglieder Klinket und 4 Gen. zu Vilbel auf Grund von Artist 45 der Landgemeindeordnung.

** Tas Museum r c 5 0 berhes s <6 c 1 di t $ :? Vereins ist in letzter Zeit durch Schenkung.:' und An­käufe wieder Vielfach bereichert worden. Desondct hcrooi» zuhebeu sind zwei Kupferstiche von Johann : oura? Felsing, geb. in Gießen 1766, gest. in Darmstadt c.. 'wfqraveur 1819. Stadtverordneter A. Gabriel -cheustezm wertvolle Pastellbilder, angefertigl 1 <->2 W I F Dry and er, den Prinzen Friedrich Ernst nonF bnrg-Düdingen und seine bn?n ablin geb. Drmze,sinM Isenburg-Büdingen darstellend, sowie cm Bild 'ranzoMu Schule von I. B. Oudry, 1686-1755. Angekautt nmrtfli mehrere Kupferstiche von I. G. Wille (Will:, geb. oui - Obcrmühle bei Rodheim a d. Bieber 1715, feiner Seil W kupserstechcr des Kaisers von Deutschland, der svonige dot Frankreich und Dänemark. Den Geschcnkgebern^agt Museumslcitung auch von dieser Stelle bestens

** Staatsexamen. Im Justizgcbaude zu stadt begann vorgestern das Staatsexamen für otc «un baten des Gerichtsschreiber-, Berich tsv-oU zieher- und P 0 l i z e i k 0 m m i s s a r ia t s d t e n ste v r. unterziehe» sich dieser bis End- lausender Woche and°u-u der Prüfung 39 Examinanden aus allen Zeilen de- .««

Der Zudrang zum mittleren Justizdienst t)r Torrnn6 , überaus lebhaft, obgleich die Aussichten auf daueim^^

London, 6. Dez. Ter russische Botichakter liest der Handelskammer von Sieiv Casne und Gatcrhead auf eilte Um­ladung zur Teilnahme an ihrem morgen stattfmdenden ^»atzrev- bankett, folgende Antwort zugehen: Es i-t nicht nur meine Aufgabe, sondern auch mein eigenster Wun,ch, alles zu,tun, nm die freundschaftlichen Beziehungen zwilchen unseren beiden Ländern nnd die Au-o?hnung von Han­del und indusiriellen Unternehmungen möglichst zu rördern.

Wie dem Reuter'schen Bureau aus Lahore gemeldet wird, hielten fric Ladenbesitzer in üangra eine Versammlung ob und unterzeielmeten eine Vereinbarung, ke in en eur 0 pa 1 - schenZuckermehr zn verkaufen, solche Ver,ammlungen in Punjab sind jetzt an der Tagesordnung. Die Beranlastung dazu ist darin zu suchen, daß weit int Lande herum Flngblattei verbrestet werden, in denen behauptet wird, daß der impor­tierte Zucker mit Knochenmehl und> Och, en blut raffiniert sei. Es wird eine ernstliche Ver>chaebung des riesigen indischen Zuaergeschäfles befiirchtet, da auch eme groste Brahminenversammlung in Multan den 5)indus den Genuß von importiertem Zucker verboten hat. I

Paris, 6. Dez. Die Mamin er nahm den ersten Arnrel der Vorlage betresi'end die Altersversorgung an. In dreiem wird im Priiizch der Beginn der A l 1 e r sv e r , 0 r g u n g auf das 60. Lebensjahr festgesetzt.

- Im Senat, der z. Z. das Gesetz bet.r. Trennung von Kirche und Staat berät, führte Meline aus, ine Völker, die an der Spitze der Zivilisation marschierten, die von Ame­rika, England und Deutschland, seien am reli­giösesten. Die religiösen Kämpst nötigten das franzopiche Volk, auf der Stelle zu treten, während die lonkurrierenden Mackste mit Riesenschritten vorwärts marschierten. Ter, Redner schließt mit einem Appell an den Senat, durch Verwerfung der Vorlage seinen Patriotismus zu bewei,en. Tennoch wurde der letzte Artikel des Trennungsgesetzes a n g e n 0 m m e n. Es bleibt nur noch die Gesamtabstimmnng über das ganze Ge,etz nbrig.

Ter Berliner Korrespondent ^'6 Petit Parnien üX'm femem Blatte zn melden, daß während des parlamentariw)en Abeiids beim Fürsten Bülow er vom Reichskanzler gegenüber dem Ver­treter einer Grpßmackst folgende Worte vernommen habe:Die Zukunft klärt sich und ich glaube immer mehr, vast die Aufrechter Haltung des Friedens nock> immer zu civ warten ist. Ick habe Vertrauen zu der Weisheit der Volker und

punkte auS wird man aucki iveiter fonunen. iaif nicht fo btcibrn, daß bic Jnteresscn der Herrschenden lind dec Untcnvorfencn g.-gev ki. andr7 neben. Es gilt, sic so zu bchandelii, daß sic wicdcr Lcrtrancii gewinn«, sind einsctzen lernen, daß bic bcutfdic Herrschaft sic wirklich vorwärtZ brrngf Dazu ist bic stille Arbeit der Mission und bcr Mmionarc nnrr. btluhd,. und sie sind bereit, auch zum besten deS beutlchcn Vaterlaube;ud Volke- dazu zu helfen. Zunächst muß bem Volke toieber bir Möglichkeit gegeb.r werden, sich äußerlich und innerlich wieder zu sammeln. Em sehr ver. heißnngSvollcr Anfang dazu >st die, wie die Zeitungen bcrichter. von tun neuen Gouverncur von Linbequist getroffene Maßregel, baß die sprengten Sdiaarai an zwei Orten Ombnru nnd Dtjihcircna unter Aufsicht der Missionare in Lagern vereinigt werben. Dort können fir, getrennt von den Weißen, erst einmal wieder zu sich fclbrt (omiiitn. E? steht zu erwarten, baß, nachdem ihre politische Organifatiou zerlprerg, ,st, sie immermrhr Halt im christlichen Gemcindeverbaiid suchen, und wieder unter ben Einstuß christlicher Sitte kommen Dann mag der deutsche Landwirt cinziehen, auch Schwestern zur Pflege, nnd Lehrer zur Gi'.tebiira bcr ftinber. Dann wird, so Gott will, anstelle deS ärmlichen Jachwerk, bans, der nicbcrgcriffcn, ein neuer solider Bau nach deutscher Art dort entstehen.

der Reichsrat ben Gcsetzcsrahmen zu schaffen, während die Land­tage die Einzclbestimmuiigen auszuarbeitew hatten.

Belgrad, 6. Dcz. S t n d e u t c n v c rbia u n t en vor der Universität das NegierungsorganObjeF uiti) bereiten ür Sonntag eine große Teinonstration vor der ^fupidytma als Geffnct der Anleihe vor. Es verlautet, die Arbeiter wurden sich an dieser Demonstration beteiligen. . . - .

Ter F i n an 5 min ist c r Dr. M ar kov lisch wurde beute auf der Gasse von einem entlasienen Beamten uder­füll en und erhielt einige Stockhiebe über den Kopf, ohne erheblich verletzt zu werden. Ter Attentäter verfolge den Minister mit einem gezückten Messer, wurde aber von Passan- tCn ftoifffntinopel, 5. Dez. Der Sultan nahm gestern abend die mazedonische F in an z ko n tr v ll e unter bei BezeichnungNombre de Eommifsion" mit d?r Bedingung an, da,; dieser Kvinmission noch ein besonderes Mitglied zugeteilt wird. Tas Reglement der Delegierten soll als Instruktion mit einigen von der Pforte gemachten Modifikationen in Statt treten. -Lie Note der Pforte wurde in der vergangenen Rack)i dem ottreiatiiaj- ungarischen B01sihafter zugeüellt._________

gelernt hatte, zu Gründe gerichtet.

Iknb jetzt? Zur richtigen Beurteilung ist zu beachten, baß Deutsch- Sübwestasrika liiSber nur Schutzgebiet war: bic deutsche Herrschaft richte nur auf Vertragen mit ben Häuptlingen, die beibeu Teilen Rechte gab, Pflichten auf erlegte. Mögen bic Urfaden bcr Erhebung fein, welche sie wollen, mag auch auf deutscher Sette viel gefehlt worben fein, sic war nicht ein Attsslaub von Untertanen gegen ihre Obrigkeit, sondern treuloser Vertragsbruch. Das wirb nun anders. Der durch schwere Opfer er- kaufte Sieg fetzt nun das dentfche Reich erst in den wirklichen Besitz des Landes. Das Interesse des deutschen BolkeS fordert nun nicht nur, baß bieser Besitz behauptet und gegen jeden weiteren Angriff gesichert, sondern daß er so gestattet und regieret werbe, daß bie Opfer nicht vergebens gc« bracht sind. Tie RäbelSsührcr müssen natürlich zur Rechenschaft gezogen w rben. Aber bas verführte Volk sollte man schonen. Es ist für feinen Trenbruch schon genug bestraft. Ein Drittel bis zur Hälfte des Volkes ist itmgtfommm, seine Hecrdcn, sein Land sind bahin. Im Konzentrations' lager zu Okahandja sind nicht wenige einfach an bem schweren Druck, der auf ihren Seelen lag, hingestecht. Ganz töricht ist die ,yorber>ing. das Volk auszurotten. An ihrer Erhaltung hängt geradezu die Zukunft des Landes. Ohne sie ist keine Viehzucht, keine Bearbeitung des Lande«, die nötigen großen Arbeiten zur Dewäfferimg deS Landes, Bergbau und aiideres gar nicht denkbar. Mit wem sollten die Händler handeln, wenn kein Volk im Lande wohnte, das Waren bedarf? Das beginnt mau jetzt, vorn wirtschaftlichen GcschichtSpunkte einzusehen. Vom christlich-sittlichen Standpunkte aus faßte es selbstverständlich fein. Nur van diesem Staub-

Frankfurt a. M., 7. Dcz. , Woftgaitg Qu ticke, Oberregisseur des Frankfurter Schauspiels, verlaßt 1906 diesen Wirkungskreis. Wie man hort, stehen m «r des Schaufpiclß Neuorganisationen bevor, die den .inWB geben.

^inu spräche des K a i s c rs im

Rom int en. ImBadmington Magazine', t.r m1 Sportzeitschrist, veröffentlicht I. L. Bashford ,-vu des Kaisers" minmebr eine Schilderung von Rommv übrigt sich, auf seine eingehenden I.agdtccontschen n einzugehcii, dahingegen bringt er einigt <2UinJprnd'. ' .(jnnK

die der Kaiser so hat anbringen lassen, daß er ste von Schreibtisch stets vor Augen hat, nnd die recht chararreo

Stark sein im Schmerz, nW wünschen, waS unerrc^.- oder wertlos, zufrieden mit dem Tag, wie er^komn - das Gute suchen und Freude an der Natur und an o.n - haben, wie sie nun einmal sind. tröstrr

Für tausend bittere Stunden sich mit einer cin»lgen 0 welche schön ist, und aius Herz und Können tmmer > UTt geben, auch wenn es keinen Dank erDhrt, wer i>as . rann, der ist ein Glücklicher Freier und stolzer, schön wird sein Leben fein. ur'

Wer mißtrauisch ist, begeht ein Unrecht gegen schädigt sich selbst. Wir haben die Pflicht, icden Mens^ gut zu halten, so lange er uns nicht das Gegcntci^l n,ini t

Tie Welt ist so groß und wir Mcnscheii und 1» ,n

kann sich doch nickff alles um uns allein ä'2.;rbt was schadet, was wehe tut, wer kann wipen, ob oas wendig ist zum Nutzen der ganzen Schöpfung? ;

In jedem Ding der Welt, ob es tot ilt,oderatm ' der große weise Wille des allmächtigen und allwi,fenden kleinen Mensck^n fehlt nur der Verstand, um m» 8 Wie alles ist, so muß cs sein in der Wcltzurch^'^ auch sein mag, immer ist cs gut im Sinne des L<l-opse

in seiner letzten Sitzung beschloßen, oieser ReichstagSresolittton keine Folqe zu qebcn. Ferner hat der ReichStaq reichs- aesetzliche Maßnahnten zur Beläinpfunq derWurm- krankhcit gefordert. Auch dieser Beschlußanirag it vom Bundesrat abgelehnt worden. p

BreSlau, 6. Dez. Die nach der Abreise deS zlaisers von BreSlau auSgegebene Nummer 283 der »Volksw acht" wurde gestern wegen eines zur Landtagseröffnung geschriebenen Leitartikels, der einen 2lufruf an die preußischen Proletarier enthielt, die Aufhebung des Dre il l a sscu - 2.P a hl re chts anzustreben, konfisziert. Heute wurde der verantivortliche Redakteur Loebe unter der 2lnschuldignng der Aufreizung zum Klassen haß vernommen. . , <n

Essen (Ruhr), 6. Dez. In der heute abgchaltencn Bc.r- fammlung der Vorstände und Obermeister des ihemifch-west- fältschen Bezirks des deutschen Fleischeroerbandcs wurde die ideitere Erhöhung der Fleischpreise in 9lusiicht ge­stellt, da sich die Verkaufspreise mehr als bisher nach den Einkaufspreisen richten müßten.

Dresden, 6. Dez. DieSächs. Arbeilerztg." schreibt: Zweifellos fetzt der Wahlrechtskampf nut aller scharfe wieder ein, wenn die Konservativen und die Regierung slarr- sinnig bleiben. . ....

Mannheim, 6. Dez. Gegen die beabsichtigte höhere Belastung deS Tabaks mit Zöllen und Steuern hat bic Handelskammer an die badische Regierung eine Eingabe flc= richtet_____ _________

Neue Verluste in Südwestafrika.

Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Am 2. De­zember südöstlich vonKuis gefallen: Leutnant Werner von Schweinichen, geboren in Zerbst, früher Ulanen- regiment Nr. 1; ferner die Reiter Friedrich Lacthe und Her­mann Boi), geboren zu Krumbeck, früher Jnfanterr,ereglmeiü Nr. 14._Außerdem Sergeant Friedrich Voutta an Typhus

gestorben.

rac, Domine Jesu I gebracht wurde, die heilige eirnste Stimmung erweckend, bu dem Requiem entgegenbringen soll. <n i.niftti

I Nicht unerwähnt dar) ich die Leistung des PosaurtiV lassen, der im Tuba minim seine mrt der Bamtimme konzeiun Partie sehr sauber ausführte.

des ganzen Requiem bezeichnet. . L n, .

Unser Konzertverein in Verbindung mit dem Ak ad. Gesangverein hat fick mit der Aufführung der Toten­messe Mozart's zum Gedenken seines 150. Geburtstages (27. Jan. 1756) ein großes Verdienst erworben, obwohl, wie mir schien, der Chor, namentlich in Bezug auf die Männerstimmen, nicht auf gewohnter Höhe stand. Der Tenor drang ost störend schon hervor, auch der Baß erschien mitunter etwas schwer und auf­dringlich. Im übrigen war die Cborleistung sehr gut. Die sichere und energische Einstudierungsweise des Herrn Musikdirektors Trautmann war überall zu erkennen.

In Betreff der Solisten komme ich mer-kwürdigerweise zu demselben Resultat. Tie beiden Damen überragten die Herren ganz bedeutend, insbesondere war es Frl. Aschaffenburg, die mit ihrem herrlichen seelenvollen Gesing sicherlich alle Herzen rührte. Frl. Kappel fiel es nickff schwer, sich neben ihr zu behaupten. Auch sie verfiigt über eine in allen Lagen gut ansprechende Sopran-Stimme.

Herr S cki m i d t erreichte m. E. den Höhewmkt seiner Leistung in Nr. 3Mors stupebit et natura", welche Worte er mit ungemein tiefer Empfindung sang. Weniger gefiel mir der Vertreter des Basses, dessen etwas schwere und nickff sehr weiche Stimme sich dem Eiisemble nicht anpoffen wollte, was ich besonders in dem größten ausgeführten Stück des Requiem im Recordare sehr bedauerte.. Jahn sagt von dieser Nummer:

Nie ist durch irgendwelche Kunst das aus dem Bewußt­sein eigener Schwäche aufkeimcnde trostreiche Gefühl frommen Vertrauens auf die Barmherzigkeit Gottes wahrer und schöner ausgedrückt worden, als in diesem Recordare."

Eröffnet wurde das Konzert mit der Maurischen I T r fl u e r m uf i t, die ihre Entstehung Mozarts Zugehörigkeit zum Freimaurerbunde verdankte. Ein Werk von ganz besonderer l Schönheit, das von Orck-ester in stimmungsvoller Weise zu Gehör