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den des in-
buslrietätigkeit zuführt.
** Japanische Schauspieler. Das Montag, 16. ds. Mts. im Stadttheater stattfindende Gastspiel Original-Japanischen Theaters wird wohl eins der
vermischte«.
* Gegen Landgerichtsbirektor Hasse in BreSlan wird nunmehr in Berlin die Voruntersuchung wegen ver- uchten Totschlags geführt. Zu dieser Untersuchung wird der Geisteszustand Hasses eingehend geprüft werden, so daß es sich jetzt überhaupt noch nicht übersehen lägt, ob der Fall zur Erhebung einer Anklage führen wird oder nicht. Die Verteidigung Hasies ist von seinen Angehörigen einem Breslauer Rechtsanwalt übertragen worden. In der Affäre ist eine weitere Verhaftung erfolgt. In Dresden wurde der 18jährige frühere Schreibergehilfe Güntz, dec au§ Breslau flammt, festgenommen und nach Berlin ins Unter- uchungsgesängnls gebracht. Er wird der Teilnahme an Erpressungen beschuldigt.
* Eine elektrische Bahn auf die Zugspitze. Der Ingenieur Wolfgang Adolf Müller veröffentlicht eine Broschüre, die das Projekt der Erbauung einer elektrischen Bahn auf die Zugspitze erörtert. Die Bahn soll ihren Aus- gangspunkt am Bahnhof Garmisch-Partenkirchen nehmen und über den Bader- und Eibsee zum eigentlichen Bergbahnhcf in Höhe von 1200 Meter führen. Dort beginnt die Steil- bahn, eine Zahnradbahn; sie erreicht durch einen Tunnel den
Aus Stadt und Land.
Gießen, 11. Januar 1905.
** Bahnprojekt Gießen—Beuern. Man schreibt uns aus Alten-Buseck: Die Einwohner der Gemeinde Alten-Buseck vermiffen bis jetzt noch jeden weiteren Fortgang in der Frage der Kleinbahn Gießen—Wieseck, Altenbuseck—Beuern. Vielleicht würde es am Platze fein, wenn der Ingenieur der in Betracht kommenden Bahnbaugesellsehast mit der Bürgermeisterei Alten-Buseck sich in Verbindung setzen und in der hiesigen Gemeinde einen Vortrag über den Bahnbau halten ivürde, wobei er sich über die in der hiesigen Gemarkung befindlichen Tonlager, Basaltwerke und sonstigen industriellen Erwerbsquellen orientieren könnte. Die Gemeinden Beuern und Wieseck würden sicherlich dem Beispiele der Gemeinde 'Alten-Buseck folgen, wenn sich die Gemeinde schon jetzt bereit erklärt, das betreffende Gelände zum Ausbau einer Bahn unentgeltlich zu stellen. Hoffentlich veranlassen diese Zeilen einen weiteren Fortgang des so wichtigen Projekts.
** Die Sterblichkeit in den größeren hessischen Städten. In den fünf größeren hessischen Städten Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen, die mit rund 300 000 Einwohnern etwas über ein Viertel der hessischen Bevölkerung i 'fassen, betrug die Zahl der Todesfälle im Jahre 1 9 0 4: 5220 oder 17,43 aufs Tausend. Am nächsten 'am der Durchschnittsziffer die Slerblichkeiisziffer von Worms; ie betrug bei 45 300 Einwohnern und 777 Todesfällen 17,1 pCt. Wesentlich überschritteu wurde sie in Gießen (27 500 Einwohner, 573 Todesfälle) mit 20,8 pEk. Dieses ungünstige Verhältnis ist nicht daraus zurückzuführen, daß Gießen besonders ungesund wäre, sondern auf die große Anzahl der in den Universitätskliniken Sterbenden, die zu einem beträchtlichen Teil von auswärts stammen und eigentlich nur zum Sterben sich in Gießen aufhalten. Beträchtlich über dem Durchschnitt blieb auch Mainz, daß bei 89 900 Einwohnern 1679 Todesfälle = 18,7 pCt. zählte. Unter dem Durchschnitt bewegten sich Darmstadt, daß bei 78 600 Einwohnern 1313 Todesfälle — 16,7 pCt. hatte, sowie Offenbach mit 58 600 Einwohnern und 777 Todesfällen — 15 pLt. Die günstige Stellung Offenbachs beruht
halt cmKustellen, cs darf nicht mehr nach Prozenten der Eiw- nahme bestimmt werden re.
Der Entlvurf, betreffend die L a n d g e m e i n d e o r d n u n g, verfolgt den Hauptzweck, die Landgememdeordnung der Städteordnung wenigstens etwas zu nähern. In die Augen springend ist es, daß Städten von über 3000 Einwohnern die Möglichkeit geboten wird, sich einen besoldeten Bürgermeister zu nehmen, der auf 12 Jahre zu wählen ist und Pension erhalten kann. Ferner sind Bestimmungen getroffen, die eine unter Umständen notwendig werdende Anitventsetzung des Bürgermeisters gestatten. — In ähnlicher Weise, wie in der Städteordnung, werden die Rechtsverhältnisse der Gemeindebeamten geregelt. Im Gegensatz zur Städteordnung ist hier der Kreisausschuß als erste Instanz in reinen Verwaltungsstreit- sachcn betbel)alten. Auch die &mbbärgermeifter und Beigeordneten sollen nicht mehr auf 9, sondern auf 12 Jcchre gewählt werden, wie das auch in her Städteordnung vorgesehen ist. In gerader ^mie verschwägerte Personen dürfen nicht gleichzeitig Stellen als Bürgermeister, Beigeordnete oder Gemeinderate bekleiden. Bei erheblichen Spenden von Speisen und Freibier iann jede Wahl beanstandet werden. Alle Bürgermeister-, Beigeordneten- und Genreinderats- waylen bedürfen der Geruch migruug des Kreis aus sch usses. Gast- unb Schaukwirtschasten dürfen von Bürgermeistern und Beigeordneten nicht betrieben werden.
Was die Kreis- und Provinzialordnung an- belangt, so ist als Hauptänderung wohl die oben erwähnte Aussonderung der Bestimmungen über die Verwaltungsrechtspflege anzusehen, daneben auch hier die Kodifizirung der Polizeibestimmungen. Wie aus der Begründung hervorgeht, standen außerdem im Zusammenhang mit dem 1891er Ent- ivurf einer Kreis- und Provinzialordnung zivei Fragen von grundlegender Bedeutung zur Erwägung: das Ausscheiden der Städte aus dem Kreisverband und die Aufhebung der Personalunion zwischen Provinzialdirektion und Kreisämtern in den Städten Darmstadt, Gießen und Mamz. Man hat aber von beiden abgesehen in der Erwägung, daß sich solches auch unabhängig in einem selbständigen Gesetz behandeln lasse.
Der Entwurf, betreffend die Ausführung des Reichsgesetzes überden Unterstützungswohnsitz, enthält lediglich eine Kodifikation der bis jetzt erlassenen Bestimmungen dieser Materie. Im Prinzip hat der Entwurf an dem geltenden Recht nichts geändert, da die bestehenden Vorschriften über die Organisation der Armenverbände, wie auch diejenige über die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte in Armensachen und über die teilweise Entlastung der Landarmenverbände durch Gewährung von Staatszuschüssen sich bewährt haben. In einzelnen Fällen stellt dec Entwurf erhöhte Staatszuschüsse in Aussicht, um Ausnahmeverhältnissen Rechnung zu tragen.
Der letzte Entwurf über die Gemeindenutzungen der Ortsbürger enthält gleichfalls keine wesentlichen Abänderungen des geltenden Rechts. Er bezweckt lediglich eine einheitlichere und übersichtlichere Gestaltung desselben, das seither, abgesehen von dem Gesetz vom Jahre 1852, in ber Städte- und Landgemeindeordnung, sowie in der Kreis- und Provinzialordnung enthalten ist. Die Regierung hat insbesondere mit Rücksicht auf die Beliebtheit, der sich das Gemeindenutzungsrecht bei der ländlichen Bevölkerung erfreut, von einer Ablösung der noch bestehenden Rechte Abstand genommen.
Soweit ein allgemeiner Ueberblick über die 6 Verwaltungsgesetze. Mögen auch bei der Beratung in der Kammer noch mancherlei Bedenken oder Wünsche bezüglich einzelner Punkte erhoben werden, im allgemeinen bedeuten sie einen großen Fortschritt in der einheitlichen Entwickelung unserer Landesgesetzgebung, die hoffentlich nicht allzu lange hinausgezögert werden wird.
teressantelien Ereignisse der bisher ja nicht gerade tatenreichen Saison bilden. Glicht nur die Eigenart und Realistik in der Darstellung, sondern die großen Fähigkeiten, zu charakterisieren, eichnen, wie man hört, den japanischen Schauspieler aus, auch speziell das Empfinden, das der Künstler seiner Rolle entgegenbringt, ermöglicht es, so sagte man, dem europäischen Zuschauer, obwohl er der Sprache nicht mächtig ist, den Sinn des gesprochenen Wortes aus der mimischen Unter- lützung der Rede zu erraten. Hieraus erklärt sich der Er- olg, den vor drei Jahren die unter Leitung des Impresarios 'Marlin Stein Europa bereisende japanische Truppe der Sadda Jakko erzielte. Stein hat die in ihrer ursprünglichen Form Tage lang dauernden Stücke Ronin und Fatum für europäische Bühnen eingerichtet. Es bietet sich somit eine Vorstellung, welche nicht nur vom künstlerischen Standpunkt aus interessant, sondern auch in ethnographischer und wissen- chaftlicher Beziehung von Wert ist, da unsere exotischen Gäste einen Einblick in das Kulturleben eines Volkes ermöglichen, das gegenwärtig im Mittelpunkt des Interesses der gesamten zivilisierten Welt steht.
-t-. Hirzenhain, 8. Ian. Um dem hier herrschenden Wohnungsmangel abzuhelsen, sand im Stolberger Hof unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Gußmann eine Ver- animlung zur Beratung der hierzu erforderlichen Schritte statt. Zu derselben war auch der Landes-Wohnungsinspektor aus Darmstadt erschienen, der in einem Vortrage die Wege bezeichnete, auf denen an Hand des Wohnungsfürsorgegesetzes Abhilfe geschaffen werden könnte. Bürgermeister Guß- mann und Fabrikdirektor Düker empfahlen die Gründung einer gemeinnützigen Baugenossenschaft. Dieser Vorschlag fand einstimmige Annahme. Die Konstitiiierung der Genossenschaft soll in nächster Zeit erfolgen.
Kassel, 11. Ian. Das Ausfuhrverbot für Futtermittel in Oesterreich-Ungarn kam in der letzten Vorstandssitzung der Landwirtschastskammer zur Sprache. Bei dieser Gelegenheit wies Oekonomiecat Retterodt darauf hin, daß durch die vorgekommenen Uebertrei bun gen ber Futternot die deutsche Landwirtschaft um Mill io nen geschädigt worden sei, indem die Futtermittelpreise über Gebühr in die Höhe getrieben worden seien. Redner empfahl deshalb, den Landwirtschaftsminister zu ersuchen, bet derartigen Notständen aujtauchende Klagen eingehend prüfen zu lassen, bevor die Verhältnisse als wirklicher Notstand anerkannt und Notstandsmaßregeln getroffen würden.
auf der raschen Vermehrung durch Zuzug, der alljährlich tausende junger erwerbstätiger Heute der Offenbacher
konnte, iM der Enttvnrf nicht übernommen, da man ber Ansicht war, daß in absehbarer Zeit die Ernführung des Ztoeikamurersystems nicht zu erwarten fei, zumal das seitherige System^ das ein solidarisches Zusammenwirken von Bürgermeister und Stadtverordneten zeigte, sich vollauf be- roährt hat. Dagegen ist ein Artikel ringe fei) oben, der die Unterstützung des Bürgermeisters bezweckt Und nad) welchem die Vorbereitung der von ber Stadtverordnetenversammlung zu fassenden Beschlüsse an besondere, von der Ver- [anurtlimg zu wühlende Ausschüsse übertragen werden kann. Der Bürgermeister Ijeit in diesen Ausschüssen, falls er nicht selbst hineingewählt ist, hie Befugnis, ohne Stimmrecht an der Beratung teilzunehmen. Diese Einrichtung besteht in vielen beut)djen Städten und hat sich sehr bewährt. Sie gewährleistet eine gründliche Vorbereitung der Beschlüsse und jidj.ert vor Ueberrmnp-elung. Als weitere Aen- derung ist es anzusehen, daß neue Besn.mmu.ngen getroffen werden über die Stellung der Beigeordneten, über die Entlassung widerruflich angestellter städtischer Beamten sowie ihre Pensionierung im Falle der Dienstunfähig Leit und endlich über die Disziplinär Verhältnisse der städtischen Beamten. Der Stadtrechner ist fortan nur gegen festes Ge-
BolMsche Tagesschau.
Graf Pückler und der Zukunstsftaat.
. Reden des Grafen Pückler weroen in Berlin neuerdinas Nreder ausgeboten. Das Gericht hatte entschieden, daß zur Beschlagnahme keine Veranlassung vorliege. Das neueste 1 U.ch bem Zulunstchtaat; gleichzeitig beschäftigt sich der Graf auch mit den Hohenzollern. Es heißt rn der Rede: 0
u 11 ti)1 c Kais ertum kann ruhig weiterbesteben ftn Zukunstsstaate, das stört uns nicht im mindesten in unseren sozialen Kumpfen und Bestrebungen. Wenn ich auch mit dem ; e tz r g en.Dra gerbet K r oue nicht überein st imme in paschen und loyalen Fragen der Gegenwart, so bin teb rixb Um Gegner des Llarsertums als solches. . . . Außerdem haben ,sicy unsere Könige so ziemlich bewährt im Strome Afl- S un^ ■ 0 anz nett und ganz ver-
1tanbtg regtert. ..uirn fann mchts kaputschlagen, was immer noch lerdlrch tn Oronung ift; wir wollen daher den sozialistischen proklamieren auf den Trümmern ber versaulten- Geselsichast, aber mit einem verständigen sozialen Kaiser an der Spitze.
BLM „lieben braven Kerl" Bebel düerrn von Vollmjar, Auer und den anderen „roten Brüdern" ruft der Graf zu, sie möchten im Reichstag etwas Lärm riabau und Tnmullt machen und den Herren am grünen Tisch so furchtbar die Wahrheit sagen, „daß die Brüder a l l e v o r l a u t e r S ch r e ck u n d A n g st a u s d e n Rücken fällen." Dann würde überall donnernd der Rus erklingen: Es. lebe d>er Berli,ner Sozialismus.! 1 ö
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Kreuzungsbahnhof „Riffelhöhe" (2075 Meter). An ber Kleinen und Großen Riffelwand empor erreicht die Bahn bei 2920 Meter den zwischen Ost- und Westgipfel gelegenen Bahnhof oZugspitze". Auf dieser letzten Strecke ist nur ein
*' "on 150 Meier Länge erforderlich, die letzten 300 Meter der Bahn liegen in halb offener Tunnelgalerie. Die Personenwagen sollen zugleich als Motorwagen verwendet werden, wodurch eine Ersparnis an totem Gewicht erzielt wird. Der Wagen enthält vier Koupees mit je zwölf Sitzen. Es wird eine Geschwindigkeit von 4 Kilometer auf der Seilbahn geplant. Dtan würde also von Eibsee in etwa einer Stunde die Zugspitze erreichen. Die Anlagekosten sind in Summa auf rund 2 Diillionen Alk. veranschlagt. Davon treffen auf den eigentlichen Bahnbau 850 000 Mk Die jährlichen Betriebskosten einschließlich der Ausgaben für Unter- Haltung werden auf 104 285 Mk. berechnet, mit Verunlurm des Anlagekapitals und Abschreibungen würden sie sich aui rund 250 000 Mk. belaufen. Man erwartet eine Mindest- irequenz von 29000 Personen im Jahre für die eigentliche Zugspitzbahn. Sie wurde bei einem Fahrpreis von 10 für Hm- und Rückfahrt außer den 4prozentigen Grundunsen eine Mindestsuperdividende von 2 Prozent .
Dabei ist das Ertragnis der Talbahn i Garn.,sch fee nicht in Rechnung gezogen. ° 1
Nachbar erklärtem daß diejenigen Weiter, welclie nicht innerhaF drei Tagen bk Arbeit lvktzer aufnehinen, mid ber Belegschost entla.ssen sinb. , _ e 3 „
Auch die Belegschaften des 5)örder Kohlenwerkes Zeche Soles- ivig in Wückbeck, Zeche Schürbank tn Schuren find nicht ein gefahren. Die Zeche Schleswig ist eilte gute Zeche des Horder Vereins und die Einstelluiig der Kohlenfvrberuna auf dieser Zeche wirb fi'ir den .Hörber Verein wie für die Arbeiter dteselbeu schiverws eg enden Folgen haben, irie die ^instellung^des Betriebes auf der Zeche Kaiserstichl in Dortmund für Hosch. ^as Stahlwerk Hösch ertrnrt, baß es den Betrieb nur iwch tiirie Zeit und bas mit Einschränkung fortsetzen könne, falls die Belegschaften von Kaiserstuhl weiter streiken. . t
Gestern nachmittag erfolgte eine w e r t c r e vl u s beb n uni des Streiks auf den Zechen Borussia in Marten, Margarete in Sölde, Dorstfeld II bei Tortnmitd, Prinzreaent in Wiemelhausen und Dmmenbailm V. Im Revier von Mülheim ist noch o^^Wie^die Verwaltung der Zeche Felicitas mitteilt, ist bit dReldung über einen Arbeiterausstand unzutreffend. Ebensowenig sind die Arbeiter auf ber Zeche Minister von Achenbach in den Ausstarrb getreten. , r f
Zu einer von 2500 Bergleuten besuchten Belegschastsver- sammtung der Höschschen Zechen Kaiserstuhl I und II iourde trotz Abratens des Verbandsleiters des Reichstagsabgeordneten Sachse und des Füllers des chrisllick>en Gewerkvereins Effels die Fortsetzung des Streiks beschlossen. Die Führer mußten sich fügen und erklärten bann, daß sie die Leitung der Bewegung übernehmen
Es bestehen Klagen über geringe Löhne, schlechte Behandlung durch Beamte, Mangel an Hol zusw. Reichstagsabg. Sachse hielt den Leuten ernsthaft vor, daß ?ie kopflos gehandelt haben. Die Mißstände auf den Zechen seien ja groß, aber der e i n ge s chla- gene W e g sei falsch. Für einen allgemeinen Streik sei die Lage nickt günstig. Von 2,0 000 Bergleuten des Ruhrreviers seien nur 40 Prozent organisiert. Wo sollen die Streikgelder Herkommen da die vorhandenen Mtttel für die Organisierten kaum eine Woche reichten. Wer habe der Belegschaft gesagt, sie solle streiken? Schurken seien es, wenn sie sich nicht meldeten.
Aehnlich spielten sich die Vorgänge in den anderen Belegschaftsversammlungen des Ruhrreviers ab. Ueberall ist die Bewegung den Führern über den Kopf gewachsen, die sich nun fügen müssen. Bisher herrscht bei den Arbeitern musterhafte Ruhe. Sie ermahnen sich gegenseitig, den Alüchol zu meiden; dennoch wurde in Versammlungen, besonders infolge Animierens durch Kellner, viel getrunken.
Die Bergarbeiterbcwegung.
Unaufhaltsam setzt sich die Ausstandsbewegung im Ruhrrevier fort. Jeder Tag führt den Streikenden der Zeche Bruchstraße neue Scharen von Arbeitskollegen zn, die mit ihnen gemeinschaftliche Sache zu machen entschlossen sind und ungeachtet aller Abmahnungen der Verbandsleiter und der ernsten Drohungen ber Grubenverwaltungen die Einfahrt verweigern. Im Bochumer Revier sind ausständig die Belegschaften von Karl Friedrich Friedlicher Nachbar und Baaker Äiulbe, im Dortmunder Revier diejenigen von Freie Vogel, Gnei-senau und Preußen. Ferner sind letzt auch ausständig die Zechen Vollmond bei Langendreer, Hardenberg, Minister Stein, Schleswig-5polstein, Schürbank, Charlotte und Freiberg. Die Zahl der Streikenden belauft sich retzt.schon auf Mehr als 3 0 0 0 0 Mann. Mehr als 25 Schachte siegen still. Aus Zeche Bruchstraße sinb infolge Kündigung von Wohnungen 15 Mann wieder eingefahren.
Nach einer Meldung aus Dortmmid sind auch die Arbeiter m, sämtlichen, im Hörder Kreis gelegenen Zechen ausständig, ins- beiondere auf Hreie Vogel und Uiwerhof,t, der einzigen '^cicht- syndiiatszeche. Ferner unterbreitete die am Freitag vergangener Woche gewählte KvmmUion der Belegschaft ber Zeche Neumühl Dor, der Einfahrt der Frühschicht dem Betriebsführer die be- tressenden <5orbeimngeu. Diese wurden abgelehnt, woraus die 5wuhschicht dte Emsahrt verweigerte und ruhig auseinanderqina
-re Zeche Trentonia gibt bekannt, daß 200 Mann streiken und der Rest solgen wird. Die Belegschaften der Zechen Öaien- winkel und Vereinigte Thalhäuser Tiefbau legten ebeiuaHs bie Arbeit Nieder.
Die Grubenverwaltung oost Baggermuldc und Friedlicher
Kenchrs-aat.
Ein sächsischer Richter üftpr .....
tignoso. Aus Dresden wirb geschriel^n'ps.1 11 vertag hatte zur „Znszemeruna ^^edbener Ztnnst-
„Hebung des Luisentultiis" 'cknfichisw)!tt'ar!e^"nivlä" Sur ^Z^aftn Montignoso und deren den Bildnissen
bitbungen des Dresdener Residenzschiossel i uub W
am Bodensee ili den bbanbei gt^Ut ?er ^rtegg
ruhvseiMä Gedicht die Toskanertti rugleich etn
Sachfenlandes" (!) feierte ?lC „Perle des
wieder zurück, der zaubert iUcinob bringt
beibt eö in dem Gedichte, und bie MLfS-WUnöeneö Eluäl" ten Anspruch, daß die starte ein 5^oen hierauf
U Dructers fehlte auf öen ! v€c
^rtaiöerfugung über 100 Mk ^euag erhiett eine
Entscheidung beantragte. Das cc ^e gerichtliche
ledou- vein Produit ber Kunst „ ^üertcht tonnte m ber Marte aul oO Mk. herab. Dabei betonte abcc Strafe
Dr. Gmsberg, daß der in Borstdende, 'Amtsaeriw^ni
Wmrlch. auf „Rückkehr der fe?« * ^'dicht ausgespr^E LÄSsSSr-’« «s st
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