Vermischtes.
• Der Appetit eines Elefanten. Im Londoner Zoologischen Garten spielte sich unlängst eine Szene ab, die mir rocniqe Sekunden in Anspruch nahm, deren Folgen aber noch nicht konstatiert worden sind. Unter den Besuchern des Tiergartens befand sich auch eine Dame, die mit ihrem Hand- arbeitstäschchen am Arme ganz dicht an den umfriedeten Raum herantrat, in welchem sich die Elefanten ihres Daseins erfreuten. Aus einmal streckte einer der gemütlichen Dick- Häuter seinen langen Rüffel heraus, und ehe e8 sich die Dame versah, hatte er daS Seidentäschchen erhascht und sofort verschlungen. DaS Entsetzen der Dame ob dieses unvermuteten Diebstahls überwog weitaus ihre Verblüffung, denn das Täschchen hatte folgenden Inhalt: eine Geldbörse mit drei Sovereigns (20-Schilling-Stücke in Gold), ein Sümm- chen Silbergeld, eine Schere, ein Taschenmeffer und ein Taschentuch. Als daS Täschchen im Bogen in daS Maul des Elefanten wanderte, fiel ein 2-Schilling-Stück auf den Boden, und als e8 aufgehoben wurde, entdeckte man, daß es mit den Backenzähnen deZ sonderbaren Feinschmeckers in Berührung gekommen sein mußte, denn eS war fast entzwei- gebiffen worden. Die Kauwerkzeuge des Elefanten scheinen allerdings nichts zu wünschen übrig zu laffen, was aber seine VerdauungSorgane zu einer so ungewohnten und unangenehm spitzigen Kost sagen werden, wird die Zukunft lehren.
* Kleine Tageschronik. Bei der ungarischen Stadt Szatmar-Neme i wolltten zehn Bauermädchen in einem Kahn über den Fenketeich, einen toten. Arm deS SzamosflusseS setzen. In der Mitte des Teiches schlua der Kahn um und alle stürzten ins Wasser. 10 Mädchen und die Frau des einen Kahnfahrers ertranken, während zwei Männer und die andere Frau sich retten konnten. — In Ssitomoriesch der Hauptstadt von Wool- hynien kam es gestern zu heftigen Krawallen und Straßenmetzeleien. Vewasinete Juden verteidigten sich gegen Angriffe, wobei es viele Tote und Verwundete gab. — Die Leichen der beiden bisher noch vermißten Touristen Dr. Pctritsch und LanteZ- bcamter Stopper aus Graz sind aufgesunden worden. Sie lagen in der Nähe der Stelle, wo man den Leichnam deS Prof. Glanvell ausfand. — In Waldkirch hkt ein italienischer Arbeiter nach einem kurzen Wortwechsel den Erdarbeiter Treppo mit einem Stilet erstochen. Treppo war sofort tot.
Gerichtssaal.
n. G i e ß e n, 9. Mai. Die Strafkammer hatte heute ein Urteil des Schöffengerichts Butzbach zu prüfen, das von dem Steinbrecher Julius Z. von Münzenberg angefochten worden war. Z. hatte versucht, einen von dem Nachtwächter und Polizeidiener festgenommenen 'M)eiter zu befreien, indem er dem Nachtwächter einen Stoß versetzte, daß er zu Boden fiel. Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten wegen Widerstands zu drei Wochen Gefängnis, wogegen er Berufung erhob. Wenn auch das Berufungsgericht an dem Urteil eine Aenderung vornahm, so behielt eS doch bei der ausgesprochenen Strafe sein Bewenden. — Wegen einer auf dem Ooerseemener Hof bei Laubach verübten widernatürlichen Unzucht wurde der Dienstknecht Karl P. aus Kaaden (Böhmen) zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt. — Zwei Holzsetzer, Martin B. I. und II. von Büdingen hatten den Holzhändler Peter G von Breitenborn wegen Beleidigung verklagt, weil er ihnen inbezug auf daS Holzsetzen „Spitzbübereien" vorgeworfen hatte. Das Schöffengericht Büdingen hatte aus Beweismangel Freisprechung eintreten lassen, wogegen die Kläger Berufung erhoben. Die Verhandlung führte zur Verurteilung des G. in eine Geldstrafe von 40 Ml. — Der Taglöhner Georg W. III. von Ober-RoSbach hatte gegen die Frau deS Bauunternehmers W. hier wegen Beleidigung Klage erhoben, weil sie ihm Faulenzerei zum Vorwurf gemacht habe. Frau W. erwiderte mit einer Gegenklage, weil sich der Kläger vor dem Gewerbegericht Beleidigungen habe zu schulden kommen lassen. Das Schöffengericht verurteilte beide Teile zu je 10 Mk. Geldstrafe nebst Publikationsbefiig- nis. Die Bemühungen des Berufungsgerichts, einen Vergleich zustande zu bringen, scheiterten an dem Verhalten des Taglöhners W., der sich derart ungebührlich benahm, daß er in eine sofort zu vollstreckende Haftstrafe genommen werden mußte. Da in der zweiten Instanz nichts neues zutage getreten ist, wurde das Urteil des Schöffengerichts bestätigt.
Mainz, 9. Mat. Die gestrige Tagung der Strafkammer mußte im Schwurgericht stattfinden, da über 19 Angeklagte zu entscheiden war. Es waren dies Milch Händler und Landwirte. Bei den ersten sün Angeklagten fand man bei einer Revision Milch, die einen Wasserzusatz von 6 bis 18 Proz. enthielt Sie verwahrten sich jedoch entschieden dagegen, dte Milch gefälscht zu haben und nannten als ihre Lieferanten bte übrigen Angeklagten. Bei ihnen wurden daraufhin Stall-und Ueber» gangsproben entnommen und in der Milch nach dem sach^ verständigen Gutachten 6 bis 60 Teile, ;a sogar bt§ 100 Teile Wasser ermittelt Der Milchhandei der Angeklagten erstreckt sich über Mainz, Mombach und Duden- Heim. Die Angeklagten machten dte alten Ausflüchte, daß beim Eimerschwenken Wasser zurückgeblieben sem müsse und was dergleichen Redensarten mehr sind Originell war die Entnahme einer Probe bei dem Gemeinderat Mauer in Sulzheim. Als die Beamten in das Haus kamen, verweigerte er das Melken einer Kub; erst auf daS energische Vorgehen der Schutzleute ließ sich die angeklagteEhefrau dazu herbei, die Kuy zu melken. Als die Beamten deiiStall betraten, sprang die Kuh wütend hin und her, wie Mauer erklärte, weil das Tier vor fremden Leuten scheue. Er bat deshalb die Beamten, wlange vor dem Stall zu warten, bis das Melken vorbei sei. Bevor bieS aber geschah, nahm einer der Schutzleute eine Durchsuchung deS Staues vor pnd sand, versteckt unter einem Stroyhaufen, ent Msay
^illerarisches.
— Das Maiheft der SüddeutschenMonatshefte beginnt mit dem Abdruck einer längeren Erzählung des durch seinen wundervollen Roman „Peter Camentzieo" so rasch berühmt gewordenen Hermann Hesse. Auf die Schillerfeier hat ein Festspiel des Schweizer Dichters Adolf Frey Bezug, ferner eine Rede des kürzlich verstorbenen Württemberger Äesthetikers Karl Weitbrecht. General von Scherfs schildert in einer längeren Abhandlung den bisherigen Verlauf deS russisch-japanischen Krieges und der Stuttgarter Finanzrat Dr. Losch behandelt das Verfahren, welches den großen deutschen Volkswirt Friedrich List aus seinem Lande vertrieb. Der diesmalige Beitrag Pfarrer Naumanns, der die Entwickelung unseres Zeitungswesens bespricht, ist von ganz besonderem Interesse. Eine reichhaltige Rundschau mit zahlreichen Beiträgen erster Autoren bildet den Beschluß des Heftes.
ml tfrischem, hellem Wasser, das anscheinend zu der gemolkenen Milch getan werden sollte, um damit das richtige Verhältnis zwischen der gewässerten Uebergangsprobe und der StaNprobe erklärlich zu machen. Das Gericht erkannte aus Geldstrafen von 50 Mk. bis 400 Mk.
[j Marburg, 9. Mai. Ein Prediger der evangelischen Gemeinschaft Namens Wohlhüt aus Kirchhain war vom Schöffengericht zu Treysa zu 20 Mk. Geldstrafe verurteilt worden, weil er ohne Genehmigung des dortigen evangelischen Pfarrers eine Leichenrede gehalten hatte. In der heutigen Berufungsinstanz gab der Prediger an, daß man ihm als rechtmäßig ordiniertem Geistlichen, wofür er Beweise vorlegte, das Predigen nicht verwehren könne, denn er fei doch kein Laie. Das Gericht erkannte auf Frei- p r e ch u n g.
M ü n ch e n, 9. Mai. Die mehrere Abendblätter melden, wies da§ oberste Landesgericht in der Untersuchungssache gegen den Arzt Braunstein die Beschwerde des Staatsanwalts gegen den Beschluß des Landgerichts auf Einstellung deS Verfahrens wegen Gattenmordes zurück.
Landwirtschaft.
Dtt allgemeine Stand der Wintersaaten in Rußland ist befriedigend. Winterweizen besser als mittel, Roggen mittel. Gut ist der Saatenstand der Gouvernements Kursk,,Charkow und der größten Teile von Poltawa, besser als mittel in Woronesch, Orel, Minsk und Grodno, mittel in Kowno, Kaluga, Tschernigow, Saratow und Tambow, niedriger als mittel in den baltischen Gouvernements und in Wilna, Tula, Pensa und Samara.
Der Rheinisch Westfälische Effektenmarkt!
Mülheim a. d. Ruhr, 9. Mai 1905.
In Kohlenkuxen war daS Geschäft mit Ausnahme von Gottessegen, Tremonia und Altendorf, in welchen belangreiche Käufe getätigt wurden, nicht erheblich. Umsätze fanden ferner statt in König Ludwig, Pörtingssiepen und Helene und Amalie. — Auf dem Kalikuxenmarkte zeigte sich heute etwas mehr Leben. Auch hatten eine Reihe von besseren Werten Kurssteigerungen zu verzeichnen. Namentlich standen Bürbach, WilhelmshaN und Neustaßsurt im Vordergründe oes Interesses. Die mittleren und kleineren Werte lagen still bei nicht veränderten Preisen. — Von Erzkuxen waren Wildberg, Henriette und Bautenberg gesucht. Im übrigen lag dieses Gebiet sehr rufiig.
Hande! und Verkehr. Volkswirtschaft.
Vom Kohlenm arkt. wird aus dem Nuhrrevier gemeldet, daß die Verlaoeziffern in den letzten Tagen von über 19 000 Doppelwagen auf über 20 000 hmaufschnellten. Am 6. Mai fehlten von 20 803 von den Zechen geforderten Wagen J501. Die Ursache der Steigerung wird darauf zurückgeführt, daß die ausländischen LiefenmgSkontrakte für Kohle aus der Streikzeit, die den heimischen Markt bis in die letzten Tage belasteten, ihr Ende erreicht haben, sodaß die starken Anforderungen der Eisenindustrie nunmehr auch aus dem deutschen Kohlenmarkte voll zum Ausdruck kommen. ,, w
Sheffield, 9. Mai. Der Direktor eines hiesigen Stahlwerkes erklärt in einem Interview, daß demnächst eine völlige Revolution in der Stahlindustrie vor sich gehen werde. Es handele sich um die Erfindung eines neuen Verfahrens, welche es England ermöglichen würde, aus dem Gebiete der Metallurgie seine frühere bevorzugte Stellung aus dem Weltmärkte zurückzugewinnen. Der Gewährsmann weigerte sich vorläufig, weitere Mitteilungen zu machen, erklärte aber, in der nächsten Versammlung der Mitglieder deS Eisen- und Stahl- berbautes würde man dieses in der Geschichte der Eisenfabrikation epochemachende Verfahren kennen lernen.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 10. Mai. öeu« und Stroh- markt. Heu kostete teilte Mk. 3.00—3.50, Stroh Mk. 2.40 bis Mk. 2.50. Alles per 50 Kilo. Tendenz: fest.
ko. F r a n k f u r t a. M., 10. Mai. lQrig.-Telegr. de? „Gieß. Anz/9 Viehmarkt. Zum Verkauf standen 150 Kälber, 00 Schale und Hämmel, 1515 Schweine. Kälber 1. Qual. 87—90 Pfg., Lebendgewicht 62—54 Pfg., 2. Qual. 78—80 Pfg., Lebendgewicht 46—48 Pfg., Schlachtgewicht 62—66 Pfg. Schale 1. Qualität Schlachtgewicht 72—74 Plg., 2. Qualität 64—66 Pfg. Schweine 1. Qualität 67- 68 Pfg., Lebendgewicht 53.50 Plg., 2. Qnal. 66—00 Plg., Lebendgewicht 52—CO Dlg^ 3. Qualität 60—62 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschält bei Kälber gedrückt, kein Ueberstand, bet Schweine gut, kein Ueberstand.
0Kirchhain,9. Mai. Dem heutigen Rindviehmarkt waren etwa 600 Haupt-Rindvieh, davon etwa ein Sechstel Jungvieh, §ugetrieben Worten. Der Handel gestaltete sich, besonders in srischmilchenter Wcne, recht lebhaft. — Aus dem S ch weine- markt belief sich die Zufuhr auf etwa 700 Stück. Es kosteten 4—6 Worten alte Sangserkel 20—34 Mk., Lauser, 4—6 Monat alt, 50—80 Mk., und ältere Schlachtschweine 100—140 Mark pro Paar je nach Größe und Qualität. Auch hier herrschte flottes Geschäft. Ä
Erz-Kuxe.
Bernie. Angebot —, Nachträge 3450. Ausbeuten unb Su- büßen, 1903: 225^1904: 300. ______ _ _____
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag den 11. Mai 1905: Heiter, nach etwas milderer Nacht am Tage wärmer. Trockenperide fortdauernd.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Wsimtlitzk llrbfrfidjt brr Wcsfälle in Eirtzkn. Monat Februar 1903.
Einwohnerzahl: angenommen zn 23 000 (infL 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 16,71
nach Abzug von 4 Ortsfremden: 10,28 flAw.
Kinder
Es starben an: Zusammen:
Diphtherie 1 (I)
Tuberkulose der
Lungen ° (I)
Tuberkulose deS
Gehirns 2
Lungenentzündung 1 (!)
Katarrhe und
Influenza 4 (3)
Schlagfluß 4 (1)
Krebs 4 (3)
Altersschwäche . 2
anderen Krankheiten 14 (4)
Verunglückung 2 (1)
Erwachsene: im
1. Lebensjahr: 2.—
5(1) -
"1(D ~
3(2) -
4 (1) -
4(3) -
2 —
6 (4) b
1 (1) - -
vom
-15. Jahr KD
2
2(1>
3
1
Summa: 1T(15) 26(13) o 8(2)
Anm • Tie in Klammern gefetzten Ziffern geben an, rote viel ter Todesfälle in der betreffenden Krankheit end von auswärts nach 6^, eh en gebrachte Kranke kommen.
Schiffsriachrichtcn.
Norddeutlcher Lloyd.
Gießen vertreten durch Carl LooS, Kirchenvlgh.
Bremen, 6. Mai. 'Vev fronfattantileten Heleflretph). Der Doppelschranben-Postdampfer „Hannover", Kapitän H. Jacob-, »om Norddenllchen Lloyd in Bremen, ist heule • Uhr morgen- wohi- ehalten in Baltimore angekommen._____
J l ilLiML- ILJL1-- -ILlü1.11_1L 1—L IXimM-LLLlSS-J
Familien Nachrichten.
Gestorben : Herr Johannes Mörler VIII., Schuhmachernneister, Bad-Nauheim.
©riginaf-Draßfntcfbitnflett.
Dresden, 10. Mai. Der Stadtrat beschloß, den Dichtern P r o e l ß - Dresden, V e w e r - Laubegast und Vogel-' Rothenburg Schillerpreise zu verleihen.
Stuttgart, 9. Mai. Den Höhepunkt ter Veranstaltungen ru Ehren S ch i 11 e r 5 bildete heute abend die in Anwesenheit
Königs und der Königin, sämtlicher Minister usw. veran- tattetf Feier auf dem Hoftheat-rplatzc, wo eine von einem Tempel Überragt e Bühne, in deren Mitte die Büste Schillers stand, errichtet war. Die Feier gab ter Trauer um den großen Toten, aber auch ter alle Wehmut sieghaft überwindenden Freude Aus-, druck, daß unser Volk einen Schiller sein eigen nennen darf. Eine szen'^che Darstellung verkörperte d'esen ^danken. Die Scbatten ted Todes, die die lebenden Fackeln auslöschten und diel Büste Schillers trauernd mit Flor bedeckten, wurden von den neun mit Blumen geschmückten Musen verdrängt: mit jubelnden Gebärden traten dann Scharen von Jünglingen und Jungfrauen auf, die dem Dichter huldigten. Die ganze Szene war von einer entsprechenden Musik begleitet. Plötzlich 'verdankte sich die Bühne, worauf das Geläute aller Kirck^englockeu einsiel und die Hötenfeuer anfflammten. Der Blick rückwärts zeigte das neue Schloß in tausend Flammen erglänzend, während das afte Schloß in roten Farben erglühte. Die Stadt war feenhaft illuminiert.
Paris, 10. Mai. Dem „Petit Journal" wird ans 6 ab] gon von gestern mitgeteilt, daß das Geschwader des Ad»! mir al 8 N ebo gatow bei Tagesanbruch etwa 20 Meilen von, der Küste bei Kap San Jacques gesichtet wurde. Es! schickte sich an, den Fluß des Saigon hinauf zu fahren,, wo es die für seine Vereinigung mit der Flotte des Admiralöl Noschdsestwensky erforderlichen Nachrichten vorzusinden und sich mit frischen Lebensmittelu versehen zu können hoffte. Es wurde' jedoch auf offener See von einem Aufklärnngsschiffe. der Flotte Roschdjestwenkkys eingeholt, welches ihm^ den von der französischen Negierung ausgesproch e«; nett Wunsch übermittelte, daß die Vereinigung der beiden Geschwader außerhalb der indochinesischen Gewässer stattfinden möge. Nebogatow segelte hierauf nach der offenen See ab, um sich mit dem Ge> chwader Noschdjestwenskys zu vereinigen, welches weifellos an der Küste von Ann am auf ihn wartet«
Paris, 10. Mai „Petit Journal" berichtet aus Peters- jurg: Ein K'ontrollausschuß habe zahlreiche Unter* ch 1 agunaen der Kriegs-Intendantur entdeckt. Es handle sich um große Summen. Man erwarte umfangreiche Verhaftungen.
Rom, 10. Mai. Marquis Eatanzero erschoß einen Hausarzt, der mit seiner Frun ein Ver- jältnis hatte.
Wien, 10. Mai. Das Amtsblatt veröffentlicht die Ent- münbigimg der vortrefflichen Bühnenkünstlerin Helene Odilon wegen Schwachsinns.
Bern, 9. Mai. In ter heutigen Plenarsitzung ter intern nationalen Arbeiterschutzkonserenz sprachen sich die De4 legierten teils völlig zustimmend zu dem Verbote der Verwendung weißen Phosphors in der Zündhölzchenindustrie aus, teils mochten ?ie die endgültige Entscheidung entweder von weiteren Verhond- li'Ngeu mit den auf ter Konferenz nicht vertretenen überseeischen ftonfurrcny^aten oder von einer eingehenderen Aussprache in einer Kommission abhängig. Der Vorschlag des Bundesrates betr. das Verbot ter Nachtarbeit ter Frauen wurde von den Delegierten/ sehr sympathisch begrüßt.
Petersburg, 10. Mai. Vom Kriegsschauplatz wird mitgeteilt, daß alle Vorbereitungen getroffen seien, um Chardin zu räumen. Die Lazarette werden nach Schi- tar verlegt. — Gestern abend zirkulierte das Gerücht, es se iRoschdjestwenski gelungen, zwei japanische Hilfskreuzer in den Grund zu bohren. Die Nach-, richt rief große Begeisterung hervor. Auf der Admiralität erklärt man jedoch, man habe bisher eine derartige Mel-j düng nicht erhalten.
Kansas City, 9. Mai. 'Anschließend an' die schon gemeldeten Verheerungen, die der Tornado angerichtet hat, wird weiter berichtet, daß heute schon 24 Leichen, nach der Morgue in Marquette gebracht wurden: wenigstens 35 Verletzungen sind bekannt. Auch aus der Umgegend wird' von weitgehenden Verwüstungen berichtet. Die Anzahl dey Toten und Verwundeten ist noch nicht festgestellt.
Bombay, 10. Mar. (Reuter.) Ein heftiges Erd«, beben ereignete sich in BnnderabbaS am 25 April. Der; 200 yindS hinter der Stadt gelegene KnhgandoberL fan( zusammen. 50 Personen wurden durch einen Erd« rntsch verschüttet. Häuser schwankten; mehrere Turme und Hänser stürzten ein. Erderschütterungen sind jeden Tag vor« gekommen,- seitdem find die Einwohner von Furcht erfüllt und wohnen in Hütten außerhalb der Stadt. Wie berichtet toitb,, soll die westlich von Dnnderabbas gelegene Stadt Sarn-Towu ebenfalls schwer gelitten haben.
Drei jüuptvorziige
in Irtft beliebige* Schriftart nub Karton, forte, sowie mit Wirteln aller stnbentisvdeu t>tr«l«i5ungcfi, liefen j.n rnäfioen »teilen vrühl'lqe UniverfitäLs-vruckerei, Schulsttatze l
Durch Verwendung nur feinster Rohmaterialien und durch eigene Erfindungen in der Fabrikationstechnik ist ,?Peter’s Union“ anderen Reifensystemen jetzt weit überlegen.
Wer „Peter’s Union“ fährt, kann an Leistung und Sicherheit die höchsten Anforderungen stellen.
Man achte beim Einkauf auf H 8 I i nebenstehende Schutzmarke. j Lj I
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