Ausgabe 
6.12.1905 Drittes Blatt
 
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Mittwoch V. Dezember 1905

155. Jahrgang

Drittes Blatt.

Bit. »87

dHcheinl ttglich mit Ausnahme des EonntagS.

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigebiatt für den Kreis Ciefjen

gegeneinander verschiedene Gruppen:

zu der einen Gruppe

itrasse

tersweg S

Kinder und Erwachsene, Gesunde und KrankeJ

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Sport.

0 Fußball. Am vergangenen Sonntag spielte die dritte '"'-ri '"ff b5 G. ?< C 1900 gcccn ifr:n hiesigen stärksten Gegner, ; ;t pi''b ll?.'b Viktoria, und siegte nach hartem Stern pfe mit 2:1 Oft» ls Nächsten Sonntag früh 9Va Uhr werden lick: die dritte Mann sc."-oft des G 7;. C. 1900 und die erst« Mannschaft des G F. C. 1905 a-s dem Trieb -um Revanche-

König Haak on und die Presse. Erscheint, als sei das neubegründete Königreich Norwegen bestimmt, der Welt darzutun, daß sich hcntiqcn Tages das monarchi'ch System und freiheitliche Institutionen recht gut miteinnnber vertragen. König Haakon, der sich als ein recht aufoeklätter und modern denkender Fürst zeigt, hat jetzt die Heraus­geber sämtlicher in Cbristiania erscheinenden Zeitungen zu sich inS KönigSschloß entboten, sie sehr freiindlich empfangen, ihnen für die Sympathien ge­dankt, die sie ihm bei seiner Wahl und seiner Th.oi besteig- ung entgegenbrachten, und sie gebeten, ihm auch fernerhin wohlwollend gesinnt zu bleiben. Wenn man weist, loclcfrc Rolle die norwegi che TageSpresie spielt und dast eS tat'äch- lich die ersten Geister des Landes lind, deren Meinlmg in ihr zum Ausdruck gelangt, so wird man diesen sehr erfreu­lichen Schritt auch vom politischen Standpunkte an5 ich

Der grössere Wohlgeschmack; von Quaker Oats gegenüber der lose ausgewogenen Waare ist dadurch er­klärlich. dass es

der Neuen SUinit zu Berlin wurden durch den Einsturz einer Decke eine? im Neubau begriffenen Stalles mehrere Arbeiter verschüttet. Cmer ift tot, drei wurden schwer verwundet durch dir Feuerwehr kortgeschafft. D>e Rettungsarbeiten werden fortgesetzt (>n 0 [, i c a o o brannte ein der Illinois Steel Eomvany, bie cinm Bestandteil dcs Srah'.trustS 1 idet, gehöriges Gebäilde nieder, m dem FabrikationSmiister nuibewahrt wurden. Der Schaden be­trägt über eine Million ToOrS._________ __

gehören die Evangelien nach Matthaus,

10

ie "S ulschirwe zierstöck

1 bet *

Ehemann. Ein merkwürdiger

Markus und

abweicken, erklärt sich auß dem Zustande der Ueberlieserung des uns vorliegenden erhaltenen Materials, denn die vier jetzt vorhandenen Evangelien sind nur die Neste einer viel größeren Literatur, von der schließlich, um eS durch einen naturwissenschaftlichen Ausdruck zu kennzeichnen, die leb- kräftigsten übrigblieben. Auch Spuren von solchen voraus» gegangenen Evangelien haben wir noch, und zwar Neste odn olchen und Traditionen über Vorstufen unserer Evangelien» Literatur. Die vorhandenen Neste stammen vorwiegend a»is Egypten, z. B. die vorhandenen Bruchstücke des PetriiS» EoangeliumS und deS Hebräer-EvangeliumS (ouS denen der Redner Proben erläutert). Als Beispiel der vorhandenen Traditionen über Vorstufen unserer Evangelien wird nament­lich auf die Auszeichnungen des Bischofs PapiaS von Hierapolis verwiesen. Die in Zeitlmgen öfters zu sindenden Nachrichten über neue Funde von Eoangelien-Iragmenten sind meist, mit Vorsicht aufzunehmen, Beachtung verdiente vor allem da? Fragment von Fajjum, in dem vielleicht daS belle unbe­strittene Nestchen einer Vorstufe zu erblicken ist. Die vorhandenen Evangelien scheiden sich tn zivci deutlich

4 mit

Fall vom Verkauf eines Ehemannes kam kürzlich in Mel­bourne zur Verhandlung. Ein Mr. Handerson verliest lein- Frau und lebte mit einer anderen namenS Lucy Hine zusam­men, die der gekränkten Gattin cm Besitztum im Werte von 10,000 Mk. bot, wenn sie auf ihren Mann verzichten wollte Darauf wurde ein Aktenstück aufgesetzt und der Vert'-ag unterzeichnet. Die Frau suchte aber trotzdem mit ihrem Mann in Verbindung zu bleiben und schließlich beantrag e sie die Aufhebung dieses Vertrages. Das Besitztum wurde der Lucy Hinc während ihrer Lebenszeit zugesprochen; nach ihrem Tode soll eS an die Stinber der Mrs. Handerson fallen.

Kleine Tageschrontk. Wie die Schles. Volksztq. meldet, hat der G e n b n r m Schubert, der bei dem Streik gvawall m 'iVtlhelmincnhfilte der. Grubenarbeiter Sollorz m bei Notwehr erschoß, nach dem edelbft schwer verletzt worden wa, eine Belohnung von 500 'IIk. ioioie da» allgemeuteuren i e < cli e n erhalten. In Cher-Rosem al bei Retchenherg in Schlei, ertranken vier Kinder beim Schlittschuhlaufen auf einem Teich.

LukaS, während daS JohanneSevangeliiim van diesen deutlich sich unterscheidet. Ueber letzteres mag man denken wie mm will, eS ist ein höchst persönliches Werk auS einem Guß, daß Stil und Genie hat. Die darin enthaltenen 6) hänfen sind eindrucksvoll vorgetragen mit dem beftimmten Zw ek gerade dieses Chrillusbild als das richtige hinzustellen. Anders steht eS mit den Synoptikern Matthäus, NlarkuS und Lukas, die Umsormungen erfahren haben; das merkt mau am wenigsten bei LukaS und am meisten bei Matthäus. Sie sind zu einer Zeit entstanden, wo die Verhältnisse schc - konsolidiert waren. Es ill nachgewiesen, dast der Tert nicht überall der ursprüngliche ist. ES sind genug Anzeichen vor- Händen, dast die Evangeiien um 100 andkrs auS'ahen al*- um 200. Von einer Fälschung darf man deshalb nie! sprechen. Es ist wenig wahrscheinlich, daß wir auf das Ui- evangetium zurücklominen werden Den Anfang der Eva> - gelien machte die Aufzeichnung der Aussprü.he Jesu *i d i Urgememde Tas Hebräer-Evangelium entstand in . < judenchristlich-galiläischeu Gemeinde. AIS dann die "Mission über Paläsiina hinauSgetragen wurde, mußten außer den Worten Jesu noch die Begebenheiten anfgezeichnel werden Ihr gemeinsames haben alle Evangelien dann, dast sie m s einem Boden entstanden, den man t i der sich zur katho­lischen Kiiche enhDirfefnbcn meind' i nennen kann. Es gab Richtungen, die nur ein Evangelium anerkennen wollten. Tast man nicht nur eines schließlich a mahm, dabei sprachen Konzessionen mit, die die yroß'-n G-memden (Rom und Kleinasien) sich machten. BloS das JohanneS-Evangelium nahm noch lange Zeit eine Sonderllettunq em, ober ichon der erste Kirchenvater, Jrinäus, spricht von vier Evangelien. Man kann nicht daran zweifeln, dast die Kirche die richtigen Evangelien gewählt hat. Das Urevangelium ift verloren, aber den religiösen Bedürfniss- n von Jahrtausenden hat die 'vangelische Ueberlieferung genügt. Dem gedankenreichen Vortrag folgte lebhafter Bestall.

iAlten-Buseck, 5. Dez. Vor einiger Zeit wurden an der Kreisstraste nach Daubringen zu zwei junge O b st u m che n , anscheinend durch ein Fuhrwerk stark beschä digt und umgefahren. Nun gelang cs den Tater in der Person des H. Seipp aus Hattenrod zur ermitteln. Seipp fuhr am 4. v. Mts. abends die genannte Straße, war auf seinem Wagen eingeschlafen, infolge dessen die Pferde von der Straße abkamen und den Schaden on» richteten.

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si»lk-!haft.

Aas §tflöl ailti

Gießen, den 6. Dezember.

In dem Vortragszyklus desKausmännischen mb deS Gewerbe-Vereins sprach am Montag abend ^y'cpifor Dr. Krüger über die Entstehung derEvange- unlllitera t u r. Er betonte zu Anfang deiner interessanten LMhrungen, daß die Berechtigung einer historischen Prüfung t inbrevr Eoangelienliteratur heute, abgesehen von kleinen Äüchschen Kreisen, von niemand mehr bestritten werde, auch , uifi, mf protestantischer Seite, auf der zur Zeit des Infpi- , ^Mnsglaubens die Evangelien gleichsam als Dogma an» ,g^k?a wurden. Tast bei der Anwendung der gleichen roifien- ' iMllÜchen Dlethode die Ergebnisse der Prüfung noch immer

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jif ^nhattniffe im hesfischen Ä?rich!sschreiberfach. ;

Sus Beamten kreisen wird uns geschrieben:

Ter Zeitpunkt bet Schulentlassung rückt bald nach dem Weih- * »toteste heran und die Eltern beschäftigen sich mit der wichtigen < g;m:Was soll unser Sohn werden?" Eine der größten i getern der Eltern ist die um die Zukunft ihrer Kinder und e) ist deshalb ihre Pftickst, sich bei Zeiten darüber zu untev- tr-4 r.;, welche Aussichten die einzelnen Berufe ifctrii und ob bi ie Aussicht genommene Berus sich deckt mit der Vorbildung. w". dm Mitteln usw. Selbstverständlich werden nur solche Berufe gmdtll, die für späterhin eine sichere Existenz bieten.

Ms ein solcher Beruf dürste der S t a a t s d ie n st zu be- , ar.ttrn sein. Jedoch nicht jeder Beamte im hessischen Staats Wnifrt ist gut gestellt. Im Gegenteil, die Derhältnisie, bezw.

A^ssicksten in dem Finanz fach und der Aktuariats- litri e t e lassen viel zu wünsckxm übrig.

Im der Äktuariatskarriere herrscht eine kolossale Ilftfr jllung. Ms nämlich infolge der Grundbuchanlegung und 3brf (tretend neuer Gesetze viele Leute nötig waren, strömte aalhB «u diesem Berufe, als ob es einen anderen Berus überhaupt «11 mehr gäbe. So entstand ein Massenandrang. Begünstigt fcjrhe dieser noch de durch, da^ die jungen Leute im Staatsdienste Mb »ach ihrer Prüfung verwendet wurden. Dann aber entstand fc!b -ine Uebcrfüllung, wie ftc in einem anderen Berufe kaum Mi'ibcn ist.

Man wird vielleicht einwend-m: Warum schlägt denn ein flpir nt eine Karriere mit so scAechtcn Aussichten ein? Der tfntit liegt in bet vermeintlich guten DerivendunqSinssickll !5i» erwähnt, er'stand mit den neuen Oksetzen ein Mangel it: <!>richtsschreibern. Tie Folge davon war, daü die Aspiranten Jahre 18981901 sofort nach ihrer Prüfung venvmdel ja sogar manche, bevor sie wußten, ob sie die Prüfung iS-rl): ubt bestanden b tten. Der Asf'--ut konnte natürlich nicht «Mn. ob das Bedürfnis des Staates gedeckt war.

"Ängeuommen zum Dorbereitungsdienst wird nur, wer die Öltiff zur Unterprima hat. Der Vorbereitungsdienst beträgt 6r?i 5,cihre. Während dieser Zeit must d-r Mvirant täglich aus kbn YtHTCon arbeiten und die Dureaustunden (812, 26 Uhr Wau einhalten. Zn sein-r theoretiscl<u Auslsilduna verbleibt iih die übrige Zeit. Während bei anderen berufen (z. B. Finan:- tnblaiten, Kreis'mtsburean-'.'tspiranten, Post usw.) eine Ver- gitunv während des Vorbeceitungsdienstes zulässig ist. so dirs bm 0 eri-,-t-ii>r-rciber-9(!-;ir n n E inerlei D rgütimg o^hrt wer 5-t Abgesc^n b-ötm stdc>ch. d.ch bei end'wn Verifsklassen eine äroCtinnfl Mässig ist. muß hier besonders bemerkt rwrbcn, das- 0 ?ll pir nten vor 1900, bei denen elementare Vorbildung ge- deren Ausbildung ihren Eltern also nur sehr geringe db.1 gar keine Kosten verursachte, als Scl^reibgehilfen betrachtet ui» lvczahlt wurden. An indem sind dm Asisiranien jekt Reben» 6M.1itigi;ngen fast durckiweg verboten. Ms unbezahlter Ar- Bhiitr kommt dem Aspiranten im Krankheitsfälle aurf) Feine lllyrstlltzuiig aus der Krankenkasse zu gute, und des Vaters iMbnitet mußbluten".

Mx-r nickit nur vor, sondern auch nach der Prüfung Der Mitafjl diese Karriere dm Eltem Kosten. Der junge Mann gibt ch timlidi eitlen Hoffnungen hin, wenn er glaubt, er würde HvÄ feiner Prüsiing bald im Staatsdienste verwendet Er i'-im ffiierauf lange warten. Wie schon erwähnt, wurden in den 18991.901 die Aspiranten nach der Prüfung sogleick, Dir ndel. DieS dauerte bis 1902. Bei den Kandidaten, di-' L3O2 Eramen bestanden haben, dauerte eS bereits ein halbes 3i6t, bis die ersten fünf verwendet wurden, und jetzt ist der "cbrg-.mg mit 25 Kandidaten noch nid>t verwendet. Dazu kommt »h her Jahrgang 1903 mit 28 und der Jahrgang 1904 mit UO 'L nbiboten, alle noch außer fbaatiube Verwendung. Bis m einste der diesjährigen Kandidaten verwendet wird, gehen ihifer .5 bis 6 Jahre hin.

V'is will der Aspirant nun tun? Er dirf sich nur als E-i- Ir-gebilfe bei einem Amtsgerichte, Notar oder Rechtsanwalt 6*ifä!tigtn. Dort kommt ihm nur eine Vergütung von ca. MVark zu, also, nach SUfnug von Kassenbeiträgen und Steuern cu 50» Mark pro Monat. Daß dieser Lohn für Kost und Logis m ! ausreiclst, ist klar. Man könnte vielleicht sagen, der Wsir-mt könne sich bis zu seiner sdaattickxn Verwendung auf ta'i? Meise beschäftigen, da er dann günstiger gestellt wird. Dock'

Auffinden einer EckweibgehllsenstrNe ist beute nicht immer hr4t, besonders an den Amtsgerichten, da hier eine Schreib- Mrnstelle von dem Großb. Justizministerium nur im Falle i kMcmben BedürfniffeS errickstet wird. Im übrigen macht die Fchsirung der Schreibmaschinen und die Tätigkeit von 5: >n e n , die billiger arbeiten können als ein Mann, den j-jrfrTi Leuten es fast unmöglich, eine vergütete Stellung, so . c^-NUig diese auch sei, zu finden. Infolgedessen werden An- - pflre bei Nechtsamvälten und Notaren zu läck»erlichen Löhnen cp dbt. bei denen ein Aspirant, der Kdst und LcmiS zu nehmen »f.-iengen ist, nicht arbeiten kann. Außerdem kommt noch der il'- ~nb hinzu, das; Recknsanwälte und Notare nur solche Leute cw/hmen, die ständig bleiben können, was bei den Aspiranten, hi rwb nicht militärfrei sind, nicht der Fall ist- ^Es hält also . chicTr fdmrer, eine vergütete Stelle zu finden. So sollen, von fr Dspiranten des Jahrganges 1904 noch viele da fein, die m ; Mr bedauernswerten Lage sind.

Wenn nun auch die Aspiranten mit einem AnfangSgcyalt tir 1400 Mark, steigend alle Jahr bis 1800 Mark, verwendet arten, so erfolgt die etatsmäßige Anstellung, sofern diese T^ckltnisse so bleiben, nickt vor dem 30. Lebensiahrc, einem JSr, bei dem andere Beamten längst angestellt sind.

Es ist auch zu ber'''cksichtigen, daß in Hessen noch keine 18! ntsgerichte sind. ES scheint also fast so, daß mancher sgn^eben lang Aktuariats-Assistent bleibt.

Diesen Verhältnissen wäre ateuhelfen dadurch, daß der Staat' f.) freu Vorbereitungsdienst schließt, 2) für die Unterbringung i hrtmgrn Beamten sorgt, die er zu Deanrten herangezogen bat. 31 bis Anstellungsverhältniffe bester regelt Hoffentlich w'rden lit b-ie hessischen Kammern mit diesen Aufgaben auch einmal Wfähiaen. Eine Aussicht dürste noch bei der Errichtung der Vack tskasten und der Besetzung der Qrtsgerstbte drirck Gerichts» iM-m-benmten vorhanden sein. Doch ist dieses vorläufig noch

Äfr Aktf 9 NotationSdrnck und Vertag der Brüblich«

B UnwerstlätSbruckeret. 5L Lange, Gietzea.

Tlr ipr, sttötS-^.nchrichten.

bc. Marburg, 5. Dez. Wie wir Boren, ist der hiesige Priva.'dozeut >iir Zoologie Pro«. Dr. August B rauer »um oufier- orbcnilidicn Prolestor tn der olulolovhi'chen Fakultät der B e r I i u e r llniversiräk ernam.t worden. Zugleich ift ihm die Tireftion des dortigen Zoologischen Vlli'eumy Ci hei tragen worden. Pro estor Dr Alloiw Kistner, der Vertreter der romaniichen Philologie an unterer Nnwersiiät tritt mit Ablauf des Wintersemesters vom Lebramte zurück. .

Stuttgart, 5. Dez. Tas Kultusministerium hat an- geordnet. d ß reichsangehörige w- "'liche Personen unter den gl'-id'cn Bedingungen und in der gleichen Weise an der^e ch- n i s ch e n H o ck s ck> u l e zu SO' tg'rt als ordentliche «tu* M e r e n ' ' r '" 1 ** " _____

rtchlS Udl

A ls Abkömmling eines alten Adels- .iekchlechts stand der chcmoliae Leutnant Robert Freiherr v. P a a c u h a r d t, der seit c niger Zeit wiederholt die Gerichte he c;-aftiat holte, wiederum vor dem etrahirhter in Berlin. Mit ihm war der Trainer Striuve wegen gemeinichastlichen Betruges ingcflngt. Pogeubardt entstammt einem alten Adelsgetehlecht; ec ift rm 0- n t c l deS F ü r ft e n P l e n b u r g - B ü d i n g e n. T fler Hinterliest ein gröbere« Kapital, do? erst im Fahre 1912 an hie Erbberechtigten auSzahlbar wird. Aui ,eden der Erben ent- te,(ft ein Betrag von etwa 6000 Mk. Mit einer Abschrist dieses Teftaments o"erierte v. PageuHaidt. früher C'sizier im Ulanen- regiment in Stuttgart, in einer Weise, die ihm wiederholte Be- f vo>ungen wegen BellugeS eintrugen. Im Juli 1904 wurde u. P. mit Ttruwe bekannt Er verkaufte an Pagenhardt im Wege , ineS ner'chleierten DarlehnS ein Fuhrwerk im Werte von 5000 Mk.,

P. an bentelbcn 2aae weiierverkauste. Allniählich kam Stniwe dahinter, dast Paaeubardt völlig mntello5 war. Das Paar ging nunmehr ein Schutz- und Trutzbündnis em. Struwe setzte sich mit her groen P'erdehaudllmg der Gebrüder Schwab in smlle in "erbinbimg und teilte dem Inhaber mit, dast Leutnant v. Pagen- hnrbt demnächst mehrere Bterde kanten wolle -hierbei erwähnte er 7 eit am en i des Fürsten Jtenburg und bezeichnete P. au3-

rüc'lich als aluven Cfsizier, der einen monatlichen Zufchnst von 5on f. bc iehe. Kurze Zeit baran' erschien v. Paaeuhardt selbst in fgalle und w. vembarte mit der Firma Schwab, dast diese da? I.' iäet sich gar nicht existierende Neniipterd Bkorepva, daS er an- .vbhet) für 8200 Mk. gekauft habe, in Zahlung nehmen müßte. Es kam auch ein Vertrag zustande, nach dem v. B. drei Renn- uterde zum Bresie von R400 Mk. faulte. Die Firma Schwab andte bie drei Pterde nach Ulnt. 911« der TranSvorteur nach dem :ct>c des Vagen Hardt, das er zurückbringen sollte, fragte, teilte m Struwe mit, das Pterd flehe in Wiplingen, der Garnison deS VcutnantS. Als die Webriiber Schwab den richtigen Sachverhalt erkannten, war es zu spat. Tie 'llngcflagten hatten die drei Pferde bereits für INOO Mf. weiter ve,kauft. Bon dem Erlös erhielt Bagen- f-arbt nur 5uO Pik. Der Gerichtshof erfannte auf je 6 Monate (s'eänani«.

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