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11.1.1905 Erstes Blatt
 
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Stelle erfahren wir, daß von einer Mobilisierung de

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in Aachen gelungen, den viel ge- Tageszeitungen in der letzten Zeit fast Flüchtling zu ergreifen. In einer Her­wurde der Raubmörder an seiner

Endlich ist es suchten, von den täglich genannten berge in Aachen

Aus Stadt imd Kautz.

Gießen, den 11. Januar 1905.

** Die Festnahme des Raubmörders Hudde.

Aas fihefe Kgänffnis.

Tie von der Kommandantur Koblenz-Ehrenbreitstein auf Anordnung des Kriegsministeriums eingeleitete Unter- uchung über die Echtheit der Entstehung des zuerst von der sozialdemokratischenRhein. Ztg." in Köln veröffent­lichten BildesEin fideles Gefängnis' ergab, daß die Dar- 'tellung eine Fälschung ist und zwar nichts weiter sei als eine ganze Stcrfftrge, die frei erfunden ist. Echt oder original sind nur die Porträts dreier Per- 'onen, eines früheren Gendarmen, eines .Hotels besitzers und des Fähnrichs 5)üsfeuer. Ferrier war auf dem Originalbilde noch ein Architekt aus Köln, dessen Figur wegradiert und dafür ein Blrrmenständer ausgezeich­net ist. In dem ganzen Stubengefängnis Oberehreri brett- stein gibt es kein tapeziertes Zimmer, wie es das Bild dar­stellt: die Stuben sind ohne Ausnahme gestrichen. Das Original des Bildes war eine Architektur aus Köln mit Blitzlicht ausgenommen und zwar an dem Abend, als der Hotelbesitzer nach Beendigung seiner Strafhaft seinen Mitgefangenen einige Flaschen Bier zum Ab­schied spendete. Die auf dem Bilde am Boden sicht­baren Weinflaschen sind ebenfalls ein gezeichnet. Es kann angenommen werden, daß jemand, der im Besitz der Blitzaufnahme war, die drei Personen ausgeschnit­ten und eine Staff'age gezeichnet hat. Das Ori­ginal der ersten Aufnahme ist in Besitze der Kommandantur. TieRhein. Ztg." mag wohl im Besitze einer Photographie und dem ein gezeichneten Bilde fein. Tie Kommandantur wird gegen alle Zeitungen, welche das einge­zeichnete Bild veröffentlichten, Strafantrag stellen, weil sie darin eine Verhöhnung der bestehenden Hausordnung der Festungsstuben des Gefängnisses erblickt.

So fällt also die ganze Geschichte in ein Nichts zu­sammen. Nähere Aufklärung werden ja noch die bevor­stehenden Gerichtsverhandlungen ergeben und auch fesb- stellen, wer den groben Unfug mit der Photographie ver­übt hat.

Aufzuklaren bleibt heute noch folgendes:

In einem Eingesandt derSträßb. Bürgerztg." be­richtet jemand von einem Besuche, den er einem auch auf der Festung Ehrenbreitstein sitzenden jungen Offizier machte, der wegen So ld aten miß h an dluu g, und zwar nicht der ersten, zu einer mehrwöchentlichen Haft verurteilt war. Da liest man:

Ich habe mich damals schwer entschlossen, meinen' Bekannten aufzusuchen, da ich fürchtete, daß er durch sein Schicksal schwer deprimiert sei und daß mir der Eindruck meines Bekannten meine Erholungsreise verderben würde. Glücklicherweise wurde ich ent­täuscht. Nachdem ick mich'unten legitimiert und angemeldet hatte, wurde ich an die Zelle meines Freundes geführt. Ein jun ges M a d ch en mit einer hübschen weißen Schürze nahm mir meine Visitenkarte ab nut der Bemerkung, die Herren seien gerade beim Mittagessen. Ich wurde aber natürlich sofort angenommen und mußte nolens volensG e füu g n i s ko ft" aunehmeu Es war dies gerade keineallzustrenge" Strafe. Eckst gab es eine sehr gute Flerlchbruhe daun Filetbraten mit jungen Gemuieu eine Zwischenspeise Geflügel und Tazu eine vorzügliche Erdbeerbowle und zum Schlup den unvermeidlichen Champagner! Wir waren suus oder sechs> Herren, fünf Sträflinge und meine Wenigkeit.

Erzählungen ging die Zeit rasch vor- ub.r. Nach -lud) führte mich mein Freund auf der Festung um- tyntn rauchten wir im Garten eine gute Zigarre Nachdem ick» nuch von hier, aus noch an der wunderbaren Aus­sicht aus den Rhein und die Mosel ergötzt hatte, ging es zurück m dredüstere Zelle, wo sich die übrigen Sträflinge inzwischen zu emem Skat zusammengetan hatten. Nach einem nuten

Auflage, wie es schien, die verbesserte Auflage . . o o to i e Leider lieg es meine Zeit nicht zu, länger zu bleiben, denn es ging tat^üd} äußerst fidel zu.

Uber nicht für alle Gefangenen ist der Aufent-

Der Krieg.

Kaiser Wilhelm, Stoffel und Nogi.

-ach. einer uns gestern nachmittag §u gegangen en draht- It(Pen Mitteilung des offiziösen Telegraphenbureaus, die wrr alsbald durch Anschlag bekannt gaben, hat der Kaiser dem General v. Stöffel und dem General Baron Nogi rn Anerkennung der von ihnen und ihren Truppen bei der Belagerung von Port Arthur bewiesenen heroischen Tapfer­keit^ den Orden pour le merite verliehen und den»

Öün Rußland sowie den Kcriser von Japan telegra- phifch um ihre Zustimmung zu der Auszeichnung gebeten, ^ irgend ein anderer fremder Souverän chie Gene­rale der beiden Parteien, die um Port Arthur gekämpft haben, mit Ordensauszeickmungen bedacht hätte, ist bisher noch, nicht bekannt geworden. Ob im Auslande die den deutschen Kaiser zugedachten Orden viel Freude erregen werden? Und wird nicht die eine -Ordensausz-eichnung durch dre andere aufgehoben?

_ist es nach russischem Militärgefetz Rech­tens, datz sich der Kommandant einer vom Feinde eroberten Festung auf jeden Fäll vor einem Kriegiscrericht zu. verantworten hat. Soviel wrr wissen, hat der Kaiser von Rußland dem General Stöffel für feine Verteidigung von Arthur noch keine Auszeichnung irgend welcher Art verliehen. Vermutlich will er erst das Ergebnis der £rre§erichtlichen Untersuchung abwa'rten. Auch der Mikado hat noch nicht Anlaß genommen, die Ver-

c. dcogrs durch eine Auszeichnung äußerlich zu bewerten, jedenfalls wrrd dieses Vorgehen den beiden Monarchen pernlich fern.

s. S^7°/71 ?ie Ochste kriegerische Auszeichnung, > "Ur '.ehr wenige Male verliehen worden, so

dem OberstLeutnant v. Schele für den Feldzug in Afrika, oem orvetten-Kapitan Laus für die Eroberung der Taku- F.urts, dem Oberleutnant im Seebataitlon Grafen v. Soden für dre Verteiorgung der Gesandtschaft in Peking, dem ??uptmcmn Kremkow von der Feldhaubitzen-Abteilüirg für sem Verhalten bei den Peitang-Forts. Ä u s l ü n d e r sind unseres Wissens mit dem Orden pour le merite wenigstens feit vielen Jahrzehnten nicht dekoriert worden.

Die russische» Geueralr von Port Arthur.

Tokio, 10. Jam General Nogi meldet, daß die Generalmaiore Nikitin und Baille und Admi­ral Wiren in ore Gefangenschaft gehen Außer Stösser smd di- Generalmajore Ries, NaL stnd K°- dre Adnnrale Fürst Nchtmnsky. Gregorowitsch und Äoicqtilisit) und der (Sljef des Ingenieurkorps, Rindcback guf Ehrenwort entlassen worden.

Die russische Gesellschaft.

Tic russische Presse äußert sich erbittert über die Gleich- g ü l! i g ke i r der oberen Klaßen gegen das Leid der Verteidiger son Port Arthur. Tie argtokratische Gesellschaft hat zwar noch niemals )o viel Wohltatigteitsbazare und -Bälle für kranke in;nt> verwundete Soldaten veranstaltet wie ;etzt, aber in Wirklichkeit sind alle diese Veranstaltungen nur Vorwände für Vergnügungen. Tie vornehmen Restaurants sind jeden Abend von Souper-Gesellschaften dicht besetzt, die rumönischen Orchestra- Und die st.igenner-Kapellen haben nichts von ihrer Anziehungs- krast cingebüfl, und die Wege zum Wintergarten sind gedrängt volh von Tr.ülas mit Vergnügungslustzigeu. Tie allgemein bc- wiesene Gefühllosigkeit ist ebenso auffallend wie abstoßend

deutschen Flotte nie die Rede gewesen ist, auch nicht nach dem Vorfälle bei der Doggerbank. Alle gegen­teiligen Meldungen sind erfunden.

Paris, 10. Jan. Die Kammer wählte mit 265 Stimmen Doumer zum Präsidenten gegen 241 Stimmen, die auf Brisson entfielen. Es stimmten 511 Deputierte. Die Kammer zählt gegenwärtig 585 Mitglieder. In den Wandel­gängen wurde von oppositioneller Seite erklärt, daß die Wahl Doumers insbesondere im Hinblick auf dessen ansehn­liche Majorität eine schwere Schlappe für das Mini­sterium bedeute.

Madrid, 10. Jan. Große Straßen-Demonstrationen fanden gestern wegen der geplanten Verzehr-Steuer statt. Verschiedene Gebäude wurden von der Volksmenge mit Steinen bombardiert. Die vor Erregung fast Be- sinnungslosen wollten das Rathaus stürmen, sodaß Gen­darmerie einschreiten mußte. Diese machte von der Schuß­waffe Gebrauch. Auf dem Kampfplätze verblieben zahl­reiche Verwundete und zwei Tote zurück. Am Abend wurde die Ruhe wieder hergestellt, doch befürchtet man neue Kundgebungen.

Wien, 10. Jan. DieZeit" verübt heute einen nach­träglichen Skandal gegen den früheren Minister - Präsidenten von Körber. Das Blatt behauptet, Herr von Körber habe wiederholt Adelsdiplome, Orden und andere Titel gegen Geldbeträge für Staatszwecke verkauft. Namentlich habe er mit den Fonds für die offiziöse Presse und die offiziösen Journalisten nicht sein Auskommen ftnden können, da dieser Fonds zuletzt auf 200 000 Kronen reduziert worden war. Herr v. Körber habe deshalb Be­rufungen ins Herrenhaus für 500 000 Kronen zum Preß­fonds anbieten lasten. Mehrere Personen hatten aber das Anerbieten abgelehnt, dagegen behauptet dieZeit", Bergrat Max Ritter v. Guttmann, der Leiter der großen Kohlen­werke, und der Börsenrat Victor Mautner Ritter v. Markhof, der Chef der großen Brauerei und Spiritusbrennerei in Firma Adolf Ignaz Mautner, hätten jeder 500 00U Kronen für den Preßfonds beigesteuert, seien aber infolge des plötz­lichen Rücktritt Körbers nicht ins Herrenhaus berufen worden. (Herr v. Körber war einer der tüchtigsten Minister­präsidenten, die Oesterreich in den letzten Jahrzehnten besessen hat. Er hat sich während seiner Amtsveriode als ein moderner Staatsmann im besten Sinne des Wortes und ein unge­wöhnlich weitgehendes Verständnis für alle Kulturaufgaben gezeigt. Wenn er jetzt nach seinem Falle von einem Sensations- blatt so schwerer Verfehlungen beschuldigt wird, so hat man keinen Grund, diese häßliche Meldung sofort für bare Münze zu nehmen.

statt auf der Festung eine so angenchmo, durch Besuch, Ur­laub, Champagner und Bowlen unterbrochene Strafzeit- cs gibt auch Festuugsgefangen-, die es nicht so gut haben. Ein Journalist, der im Jahre 1903 eine zweimonatige Festungshaft wegen MajestätSbeleidigung, begangen durch die Kritik einer Rede des Kaisers, verbüßte, und zwav wiederum in Ehrenbrcitstein, schreibt derKöln. Ztg.":

Mir itnirbc der Stadturlaub, der jedem .Gefangenen alle neun Tage bewilligt wurde und der sich auf je fünf Stunden erstreckt, entzogen: außerdem wurde über mich die Brief- zeusur verhängt und mir cmgekundigt, daß ich den fogen an roten Kirchgang (drei Stunden) nur dann antreten dürfe, wenn ich mich von einem älteren Unteroffizier begleiten! ließe. Ich Hobe natürlich von dieser Bevorzugung keinen Ge­brauch gemacht und erreichte es, nachdem ich mich etwa drei Wochengut" geführt hatte, daß mir die direkte Empfangnahme der Briefe sowie der .Kirchgang gestattet wurden.

In ganz besonderer Beleuchtung, so fährt dieKöln. Ztg." fort, erscheine dieses Verfahren, wenn man erfahre, wer die Mitgefangenen waren, hinter denen dieserVer­brecher" in dieser Weise zurückgesetzt lourde. Tu waren verschiedene Herren, die, nach Aügaben ihres Gewährs­mannes, ursprünglich zu Gefängnisstrafen verurteilt, nur auf dem Gnadenwege in die Festung gelangt waren, näm­lich einer, d'er eines Tageszutn Vergnügen" in einen Menschenhaufen hinein scharf ge­schossen hatte, ein anderer, dernur" ein D e l i k t g e g e n das keimende Leben begangen hatte, und ein dritter, der in Afrika einen Negerhäupkling hatte zu Tode pefit- s ch e n -lassen.

Schuld besteht wohl kaum mehr ein Zweifel entdeckt und, wie uns gestern nachmittag drahtlich gemeldet wurde und wie wir sofort durch Anschlag bekannt gaben, festgenommen.

lieber die näheren Umstände der Verhaftung ist an amtlicher Stelle hier noch nichts bekannt. Von pri­vater Seite wird uns aus Aachen gemeldet, daß der Verhaftete o,nfangs bestritt, Dudde zu sein. . Er zeigte eine gefälschte Quittungskarte auf den Namen Hüttmmin lautend vor. Später gestand er, daß er der Gesuchte fei und in der Dürener Gegend zahlreiche Einbrüche in' Pfarrhäusern verübt zu haben. Den Mord an dem Pfarr er Thöbes begangen zu haben, bestreitet er jedoch bis jetzt. Zunächst ist H>udde auch dem Amtsgericht in Aachen wegen eines in der dortigen Gegend verübten Diebstahls vor geführt worden. Die hiesige Staats­anwaltschaft ist bemüht, den Verbrecher mag lich st s o- ' o r t hierher, nach Gießen, zu bekommen, um alsbald Klarheit in kd. ie Heldenberger Mord fache zu bringen. In Aachen hat sich Hmldde, wie wir von der hiesigen Staatsanwaltschaft erfahren, seit einiger Zeit öfter aufgehalten; dies war der Behörde wohlbekannt, und den- infolgedessen angestellten Nachforschimgen, nicht etwa einem Zufall, ist wohl die Festnahme zu danken. Auch in Köln trieb sich der Flüchtling, nachdem er in Gemeinschaft mit dem Schlosser Otto Walter am 11. Okt. v. I. den Ein- bruchsdiebstahl im katholischen Pfarrhaus zu .Heppenheim a. d. B. begangen hatte, herum: beide Verbrecher haben dort, in Köln, in wenigen Tagest 3 000 Mark verjubelt. Dann verübten sie in der Nacht vom 26. auf 27. Oft im kathol. Pfarrhaus zu Herdorf den bekannten Einbruchsdiebstahl, wonach es am 29. Okt. gelang, den Walter zu fassen, welcher be­kanntlich inzwischen in Neuwied wegen eines Diebstahls chon abgeurteilt worden .ist. Hudde hat sich alsdann in verschiedenen Gegenden von Westfalen (er ist in Sch a lke geboren) herum getrieben, war, wie schon durch die Zeit­ungen bekannt wurde, am 14. Dezember in St. Goar und Bingerbrück und hat es in der Nacht vom 14 auf den 15. Dezember fertig gebracht, mit einem unbekannten Ge­nossen von neuem in ein katholisches Pfarr- p a u s, nämlich zu Norath (Hunsrück) einzubrechen wobei ihnen über 200 Mark in die Lwude fielen. Nack/ dieser neuen Tat hat Hudde, wie feststeht, am 16. oder 17 De; id) in Aachen einer bawr. Sängergesellfch afi Mcsellt, von wo er, in irgend einer Verbindung mit dieser SfitflWßefenMaft auch ^ün?eTeiS

besuchte, jedenfalls wird man diese Spur weiter verfolaen Ten 2. W ei h n>a ch t's s eier tag verbrachte er tLu-k sichren Feststellungen wieder in Aachen Die^edäÄ schwebte also beglich deZ AufenMIte- des keineswegs in völliger Ungewißheit ^te crWbn+r $en ^«schuft hält sich zurzeit in Bonn au "^auch Ltz wie man lamntmmt, mehrmals weilte 1 m November. Schon seit 8 bis 14 ?aacn\rX Staatsanwaltschaft durch Mittuluna, ,? c" dre hrestqc

nach seiner ^ftoaVetmnaneäsJ^"^0^ Gießener Gericht abaeurteilt Wimqen ba§

nicht zu saqem Hocherfteulicl cht ift beute noch

des gefährlichen Gcsellcm cnMid, mnh Vnt ber Verhaftung intgen vom Auftauchen des NerbrÄrs o^ewissen Meld- und die Unruhe und Furcht b« KehOT fhmmCn lnÜ,"fe,t tigt ist y ) oer Bevölkerung nun befei-

Die Hüller Nntersnchunh

i Die Hickl-Kornmission hielt am Dienstag in Paris eine r c d) t lebhafte Sitzung über die Regelung der lveittren EinzellieiUn ihrer Gesch>äftsor''dnung ab. Der Vertreter Englands war der Meinung, daß ihm als Vertreter der klagenden Partei, sowohl 1 bei der Debatte, wie bei den Zeugen verhören zuerst das Wort erteilt werden müsse. Der Vertreter Ru ßlands Zerwahrte sich energisch dagegen, daß seiner Regierung die Jiouc eines Angeklagten zitgesprochen werde. Er protestierte dagegm, daß die öffentliche Meinung Europas und besonders diejenige Englands selbst, zu ungnnsten Rußlands beeinffußt werden konnte intb betonte, daß Rußland in erster Linie den Mspi'uch habe, die rüstigen Aufklärungen zu liefern. Schließlich e n t s ch i c b icoocn die Kommission, daß die Engländer zuerst das ^dort erhalten sollen. _ , , t

Mehreren Blättern zufolge habe sich die Mehrheit der Koni- miffion gegen die Zulassung der Presse zu den Zcugenvcr- hören mlsgesvroeheu. Es sollen der Presse lediglich die Zeugen­aussagen! und gewisse offizielle Berichte übermittelt werden. ic Arbeiten der Enguetekommissioii dürften etwa 3 Wochen in -An­spruch nehmen.

Die baltische Flotte.

Port Said 10. Jan. (Reuter.) Tic russischen Kreuzer ,,Oleg",Jsumrud".Rion" undDnicpft' und die Torpedo­boote ,Fstosnv",Gromky" undResvi" sowie die britische Jacht Emerald" sind hier eingetroffen. Beim Einlaufen in den Hasen i mir freu Salutschüsse gewechselt. Der russische Gesandte Maximow, Konsul Bronn und Kavitän Schwank begaben sich an Bord des FlaggschiffsOrel". Alle schisse tauschten ihre Ptitteilungen durch drahtlose Telegraphie aus. Nach der l^nterzeichnung einer Er­klärung, wie sie nach bep egvptischen Verordnungen erforderlich ist, wird den russischen Scküffen gestattet sein, eine bestimmte Menge Kohlen, frisches Wasser und Lebensmittel an Bord zu nehmen. Obwohl die Polizei um Abspermngsmaßregeln gebeten worden war, gaben die Russen einer großen Anzahl von Händlern die Erlaubnis, an die Schiffe heranzusahren.

London, 10. Jan. Wie dem Reuterschen Bureau aus Port- Louis auf Mauritius unterm 10. Januar gemeldet wird, ging dort das Gerücht, daß ein japanisches Geschwader bei Diego-Garcia liege. Lldmiral Roshestwenski wurde am 2. Januar mitgeteilt, daß die Japaner Vorkehrungen, getroffen hätten, der baltischen Flotte entgegenzugchen. Tie Russen hätten darauf ihre Vorsickstsmaßrcgeln verdoppelt. Der Sldjutant Roshest- wenskis habe am 3. Januar in Namatawe einem Berichterstatter erklärt, daß die baltische Flotte einen Monat gebrauchen loerde, um den indischen Ozean zu durchkreuzen.

Geld für Japan.

San Franzisko 10. Jan. 2 500 000 Dollars^ Gold werden heute per Dampfer von Ebina nach Javan verschifft.

Ein KriegSantomobil.

Petersburg 10. Jan. Tie Militärbehörden haben Ver- uche mit einem neuen Kriegs-Automobil gemacht, von welchem man sich gute Dienste in der Mandschurei Umbricht. Ter Wagen besitzt einen Turm, der in die Höhe geschraubt werden kann und zwar bis zu 50 Meter. Auf demselben kann ein Auslug angebracht werden, von welchem telephonisch mit deß unten befindlichen Per­sonen verkehrt werden katm. Auch ein Scheinwerfer ist angebracht. Mittels einer anderen Vorrichtung ist es möglich, den Turm in eine horizontale Lage zu bringen, so daß er als Brücke über Gräben, kleine Fluffe 2c. benutzt werden kann.

KriegShaß rnsfischer Bauern.

M o s k a u , 10. Jan. Viele Bauern, die im Gouvernement Snwlensk als Refervisien einberufen wurden, haben sich mit Beilen ihre Finger abgehackt, um nicht nach dem Kriegsschauplatz geschickt zu werden.

leit einiger Zeit so zufriedenstellend wie möglich sind.

besteht auch keinerlei Schwierigkeit zwischen beiden Ländern. Der einzige Zwischenfall, der angetan war, Kriegsgerüchten in Berlin den Anschein der Wahrscheinlichkei zu geben, war die Mobilisierung der Kieler Flotte nach dem Doggerbanksrevel. Sie war ohne Zweifel dem Wunsche zuzuschreiben, für alle Fälle vorbereitet zu sein. Es liegt kein Grund vor, eine feindselige Ab­sicht gegen England anzunehmen.

Hierzu bemerkt das Wölfische Bureau: Von zuständiger

linben tJn PfarrerlmTnn^itWtenf,n \® r 06erg o § suchen von der ilun übertraoen.» ^^enschlirf auf sein Nach- Billertshausen, Dekanat AlSiekd ^^9^^'schen Pfarrstelle zu Hauptlehrer an der hLr-n Ld^n » ~ Dem

murbe^bet TitelRektor- verliehen. 3 SD?ü,n' ^ecß, heutigen "zweiten^ZiekunoZtaa<>'^° ®tna (ot t erie. Am von 75 000 Mk. auf Nr 7454^' 2>* M die Prämie 00« 1000 w. gezogen wurde ein mit einem Gewinn auf Nr. 56186, ein Gemini, ' C ®Crt)inn von 10 000 Mk. (Ohne Gewähr.) öon ^000 Mk. auf Nr. 46392.

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