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mäßig erwärmte Wohnräume zu verschaffen. Deien, mit denen die besten Resultate m dieser Hinsicht erzielt sem dürsten, sind die „bekannten Patent-Germanen-Oeien" von der Firma Oscar Winter, Hannover, von denen über 350,000 Stück verkauft werden konnten. Wir empsehlen daher, bei Bedarf eines Ofens sich über dieses vor- züqliche System durch Bezug der Original-Berkautsliste von einer besseren Ofenhandlung oder direkt vom Fabrikanten eingehend zu orientieren.
Ein betrügerischer Makler.
(n) Gießen, 6. Oktober.
Die Str afkammer verhandelte heute gegen den Agenten Abraham I. hier wegen Betrugs. Es standen zwei Sachen an, die das Gericht früher schon beschäftigt haben. In der einen Sache handelte es sich um ein freisprechendes Urteil, das vom Reichsgericht aufgehoben und zur nochmaligen Verhandlung und Entscheidung in die Vorinstanz zurückverwiesen worden war, während die andere Sache ein Urteil betraf, das I. zu vier Monaten Gefängnis verurteilt hatte und, nachdem es durch das Reichsgericht bestätigt worden war, infolge Wiederaufnahme frcs Verfahrens zur Verhandlung stand. Im Juni 1901 wurde die Gasiwirtscl>afr zur Germania zu Lollar von Heinrich Geißler an Friß Kremer hier für 46 500 Mark verkauft. I. vermittelte
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Bezeuge Ihnen hierdurch gerne, dass ich durch den Gebrauch Ihrer Ober, meyers Herba-Seife, nach verhältnismässig kurzer Zeit, von einem lästigen Gc- sichtsausschlag befreit wurde. Josef Bastine, Schinnfabr., Mainz. Z. h. i. a. Apoth., Drog. u. Part. p. St 50 Pfg. u. 1 Mk. Obertneycr & Co., Haoan.
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•* Sch nitzkursuS. Der Vorstand deS OrtSgewerbe- vereins hat beschlossen, im Laufe dieses oder des nächsten Monats einen Schnitzkursus (für Kerb- und Flachschnitt) unter Leitung eines Fachlehrers einzurichten, an dem Damen und Herren (auch Nichtmitglieder) teitnehmen können. Da neben dem Kerbschnitt in neuerer Zeit der Flachschnitt de- sonders viel Verehrer gefunden hat, ist wohl eine starke Beteiligung für den Kursus zu erwarten. Sobald der Plan in allen Teilen festgelegt ist, wird im Annoncenteil eine Aufforderung zur Anmeldung erfolgen.
*• Zur Gewerkschaftsbewegung in Hessen. An verschiedenen Punkten Hessens hat man in letzter Zeit eingesetzt, um auch hier die christlichen Gewerkschaften mehr zu verbreiten. Wie sehr man, so lesen wir in Zentrumsblättern, in sozialdemokratischen Kreisen diese Tätigkeit fürchtet, zeigt das Vorgehen der sozialdemokratischen Arbeiter, welche häufig in den Versammlungen erscheinen, um sie zu sprengen oder Unruhe zu stiften. So hat die Sozialdemokratie in Bobenheim bei Worms eine Versammlung gesprengt, als man von Worms aus die in dieser Stadt tätigen Lederarbeiter organisieren wollte.
Mainz, 6. Oktober. Am 15. Oktober vollzieht hier m Anwesenheit des Grobherzogs die Groß Herzogin die Taufe des neuen Schleppdampfers „Eleonore" der Schiffahrtsgesellschaft Disch, der der größte Dampfer auf den Rhein sein wird.—Auf der Landstraße von Weinolsheim nach Friesenheim fand man gestern abend in einem Straßengraben einen jungen, durch einen Messerstich in die Lunge schwer verletzten Mann, den man als den Deserteur Adolf Achenbach aus Mainz erkannte. Nachdem er erst behauptet hatte, in sein Messer gefallen zu sein, erzählte er erst später, daß ihn sein Wandergenosse, der Scherenschleifer Konrad Hilpert aus Karlsberg gestochen hätte. Hilpert wurde noch in der Nacht von der Gendarmerie in Guntersblum festgenommen, bestritt jedoch die ihm zur Last gelegte Tat. Er wurde in Untersuchungshaft und Achenbach, deffen Verletzung lebensgefährlich ist, ins Spital gebracht. (Rh. K.) — Die Handelskammer hat bei der Regierung beantragt, mit der Eröffnung der neuen Oberrealschule (Ostern 1906) auch die Errichtung einer Handelsrealschule zu verfügen. — Die Bürgermeisterei hat die Erbauung eines neuen Floßhafens in Aussicht genommen und die Pläne der Handelskammer übersandt. Die Handelskammer hat sich mit auswärtigen Interessenten über die Angelegenheit ins Benehmen gesetzt. (F- Ztg.)
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IHer<?Ml®sa-Baleine-Corsets.
Der grössteTriumph moderner Kunst.
• Jedes Corset trägt den Stempel „Heroulesa-Ba.cine“.
den Bergauf unb erhielt 1 Prozent Provision zugesichert, die aber nachträglich auf 2 Prozent erhöht wurden. Etwa einhalb Jahr später fragte I. bei Kremer an, ob er nicht sein Anwesen wieder verkaufen wolle, was dieser verneinte. I. fragte nun, , ob er <s auch nicht für 55 000 Mark abgeben würde. Ms . Kremer erwiderte, daß er bei einem so hohen Preis nicht ab- , geneigt sei, erklärte I., er wolle ihm einen Käufer verschaffen, wenn er ihm 3000 Niark gebe. Kr. begab sich zu I., der ihm ; einen Revers über die Provisionszusage vorlegte. Nachdem der Revers unterschrieben war, einigte man sich dahin, daß von dem Käufer zunächst 60 000 Mark gefordert werden sollen; der 55 000 Mark übersteigende Betrag sollte Kremer zugute kommen. I. inserierte nun, worauf sich Gastwirt Kübler aus Bad--Orb meldete. I. verlangte für die Vermittelung des Kaufs 2 Prozent der Kaufsumme, womit Stäbler einverstanden war. Sie gingen zusammen nach Lollar und Kremer forderte 60 000 Mark, woraus Küblcr 55 000 Mark bot. I. lief nun viel hin und . machte dem Verkäufer scheinbar crnstliä'e Vorstellungen und bi.^ähte sich, den Kauf perfekt zu machen, der dann auch für 55 000 Mark zustande kam. I. erhielt nun vom Verkäufer die versprochenen 3000 Mark, während ihm der Käufer die 2 Prozent Provision mit 1100 Mark auszahlte. Nach Uebemahme der Wirtschaft erhielt Kübler durch Gäste von dem Abkommen des Verkäufers mit I. Kenntnis und er klagte auf Rückgabe der 1100 Mark, zu der I. auch verurteilt wurde. Tas Landgericht legte der Staatsanwaltschaft die Akten vor, da es einen Betrug als vorliegend erachtete. Auf erfolgte Anllage verurteilte die Strafkammer im November 1903 I. zu 4 Monate Gefängnis. Tas Gericht nahm an, daß ihm Kübler die 2 Prozent Provision nur zugesichert habe, weil chm I. zusagte, den Stauf nur in seinem Interesse zu betreiben. In ähnlicher Welle kam der Verkauf einer Bäckerei zu Wißmar zustande. Im FEahr 1902 verkaufte Bäcker Schneider sein Anwesen für 7200 Mark an den Metzger Abel. Kürz darauf beauftragte Abel I. mit der Weiterveräußerung zu 10 000 Mark. I. inserierte, daß in einem sehr lebhaften Orte mit 2000 Einwohnern und mehreren Fabriken die einzig bestehende Bäckerei krankheitshalber zu verkaufen sei. Der überaus billige Preis betrage bei 5 Mille Anzahlung 14 000 Mark. Bäcker Reichert aus Frankfurt a. M. meldete sich als Kauflustiger. Ehe I das Objett nannte, ließ er sich 300 Mark Provision versprechen I. teilte Abel mit, daß er einen Käufer habe, der für das Anwesen 12 000 Mark zahle bei einer Anzahlung von 3000 Mark; er wolle das Geschäft vermitteln, wenn er chm nach dem Geschäftsabschluß 1000 Mark zahle. Das Geschäft kam zustande und I. erhielt von beiden Teilen die öerfprodjene Provision. Ms Reichert erfuhr, daß I. vom Verkäufer 1000 Mark erhalten habe, ftagte er auf Rückgabe der gezahlten 300 Mark, wozu I. auch verurtellt wurde. Auf ergangene Anklage kam die Strafkammer im August 1904 zur Freisprechung des Angettagten mit der Motivierung, daß, wenn der Kaufpreis, zuzüglich der Vermittlungsgebühr, den Wert des Objekts nicht übersteige, liege kein Betrug vor. Diese Auffassung wurde von dem Reichsgericht nicht gebilligt. Es führte aus, daß, wenn der Verkäufer dem Matter bereits eine außergewöhnlich hohe Provision versprochen und ihn damit in einer Weise für seine Interessen verpflichtet hat, daß er die der anderen Seite zu vertreten nicht mehr im Stande sei, so hat er nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch an den Käufer keinen Anspruch auf Maklerlohn, ^n der heutigen Verhandlung wurde der von den Verteidigern gestellte Antrag, noch Sachverständige über den Wert der betreffenden Objekte zu vernehmen, abgelehnt, ebenso der Antrag, durch sachverständiges Gutachten festzustellen, ob die von I. verlangte und erhaltene Provision als außergewöhnlich hoch zu bezeichnen ist I. wurde unter Aufrechterhaltung des Urteils vom 14. November 1903 in eine Gesamtstrafe von 6 Monaten Gefängnis verurteilt und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre aberkannt. Gleichzeitig hat das Gericht beschlossen, den erlassenen Haftbefehl wieder in Vollzug zu setzen, da die von dem Verurteilten geleistete Sicherheit von 10 000 Mark keine genügende Garantie biete.
< iast.ge Fencianmacheu der Lesen im Winter erspart man uei Oienarten, die für dauernden Brand, möglichst mit jedem Brennmaterial, geeignet sind. Es ist möglich, solche Oefen während Des ganzen Winters bei rechtzeitiger Füllung mit sparsamsten Brennstoffverbrauch in Brand zu halten und sich dauernd gleichmäßig erwärmte Wohnräume zu verschaffen. Oefen, mit denen
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Aufgebote. .
Sept. 26. Friedrich Wenk, Oberkellner dahier, mit zRegma Diefenbacher in Sprendlingen. — Okt. 2. Wilhelm Krämer, berittener Gendarm in Witzenhansen, mit Johanna Michel dahier. — 4. Ludwig Kroneberg, Bäcker dahier, mit Luise Kreiling Hierselbst. — Adolf Tcichert, Bäcker dahier, mit Lina Mootz Hierselbst.
5. Heinrich Schuchardl, Staiialarbeiter dahier, mit Au allste Röder Hierselbst. — Louis Liebmann, Kaufmann dahier, mit Bertha Heß in Schotten.
Geborene.
Sept. 27. Dem Installateur Karl Belloff ein Sohn Karl Otto. — 28. 2em Rangiermeister Karl Germann eine Tochter Ernestine Margarete Erna. — 29. Tem Hilfsbahnwärter Heinrich Fritzius eine Tochter Margarete Katharine. — Tem Taglöhner JustuS Sauer ein Sohn Karl Justus. — Tem Tapezier Franz Bock em Sohu Franz Erich Heinrich Ludwig, — Dem Fußgendarm Oskar Tziggel eine Tochter Wilhelmine Emma. — 30. Dem Schwimmlehrer Andreas Rödel em Sohn Ludwig Wilhelm. — Okt. 2. Dem Taglöhner Ehrisiiaii^Balser eine Tochter. — 4. Dem Schutzmann Hermann Hau ein Sohn.
Gestorbene.
Sept. 29. August Schnndl, 1 Jahr alt. Sohn des TaglöhnerS Philipp Schmidt IV. dahier. — Okt. 1. Angelo Ferdinando de Marco, 37 Jahie alt, Besitzer eines Terrazzo- und Zementbau- geschä'is dahier. — Anna Wehrmann, geb. Stark, 64 Jahre alt, ohne Herrn, dahier. — 2. Heini ich Wilhelm Seibert, 58 Jahre alt, Kaufmann dahier. — Frieda Pfeifer, 9 Monate alt, Tochter des Taglöhners Ludwig Pfeifer dahier. — 3. Karl Friedrich Weber, 1 Jahr alt, Sohn des Taglöhners Hemrich Weber dahier. — Heinrich Pitz, 56 Jahre alt, Ziegeleiarbeiter dahier. — Ottilie Marie Lierjch, 8 Monate alt, Tochter des Fellenhauers Otto Liersch d ah ie r.___
t, 9. Oktober 1905. M derGroßherzo' ässe in der Hess.-Pmt lm Hammel zu ©riiiy üng vom 1. Oktober, u diesem Anlaß das 6ih iilippS des Großmütige: Anwärter in der Ludwig Schönberge. Mer Anerkennung se>^ , mit Wirkung von
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