be# 1897er Tuschens. 5. Desgleichen des 1899er Ansehens. 6. Bau- gefuch des Julins Ruckstuhl füt die Creduerstraße; hier: Dispens. 7. Desgleichen des Abraham Fröhlich für die CrednerstraHe: hier: Dispens. 8. Desgleichen des I. Ruckstuhl und A. Fröhlich für den Wetzlarer Weg; hier.- Dispens. 9. Desgleichen des Karl Löttgeu für An den Bahnhöfen; hier: Dispens. 10. Desgleichen des Gg. Wallenfels für den Marktplatz: hier: Dispens. 11. Desgleichen (bler Gelmider Kahl für die Frankfurter Straße; hier: Dispens. 12. Befestigung der Hammstraße. 13. Ausführung von Ilmpflasterungsarbeiten. 14. Beschaff img von Pflastersteinen. 15 Ausbau der Keplerstraße; hier: Geländeanstausch mit Eduard Klinkel. 16. Kauf zwischen Georg Wilhelm Ferber Eheleuten und der Stadt. 17. Vergebung der Rechen für die Kläranlage. 18. Auswechselung eines Teils der Gasleitung in der Westansage. 19. Beschaffung von Schulräumen für das Realgymnasium. 20. Benennung von Straßen. 21. Gesuch "des Peter Berg dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 11. 22. Desgleichen des Friedrich Euler dahier für Kaplansgasse 21. 23. Desgleichen des Joh. Gg. Seipp dahier für Großen Steinweg 12. 24. Desgleichen der Marie Wölfing dahier um Erlaubnis zum Branntweinausschank im Hause Liebigstraße 68.
** Hessisch-Thüringische Staatslolterie. Am heutigen Ersten Ziehungstage der 2. Klaffe fiel ein Gewinn von 25 000 Mk. auf Nr. 50238, ein Gewinn von 2000 Mk. auf Nr. 93028, Gewinne von 1000 Mk. auf Nr. 19403 4334g 66199 66395. (Ohne Gewähr.)
** Schneefall. Heute nacht trat Schneefall ein und über Felder und Straßen hatte sich eine weiße Decke gebreitet. Gegen 10 Uhr vormittags fing es erneut heftig zu schneien an, aber eine Stunde später lächelte wieder ein blauer Himmel hernieder. Das Großh. Polizeiamt macht heute betaitirt, daß die Hauseigentümer verpflichtet sind, die Fußgängersteige alsbald vom Schnee zu reinigen und bei Glatteis mit Sand bestreuen zu lassen. Leider scheint der Schnee ziemlich rasch zu schmelzen und den gewohnten Brei auf den Straßen wieder einführen zu wollen. — Ein überaus heftiger Schneesturm wütete im, R i e s e n g e lb ir g e. Aus Schreiberhau wird gemeldet, daß der Bahnbetrieb nach Grüntbal eingestellt werden mußte, nachdem drei Züge stecken geblieben waren. In den H-arten- berger Forsten hat der Sturm großen Schaden angerichtet. Nach einer Meldung aus Warmbrunn entstanden durch Schnee- und Eismassen im Zacken und im Mühlgraben Stauungen des Wassers, der Mühlgraben trat aus und überflutete die Zietenstraße, die Hospitalstraße und die Mühlgasse. Das Wasser drang in die Keller und in die Wohnungen.
•* Rezitationsabend des Kaufmännischen Vereins und des Ortsgewerbevereins. Nächsten Donnerstag veranstaltet Herr Gg. Tritzschler, Lage, einen modernen Dichterabend, deffen im Inseratenteil veröffentlichtes Programm vielversprechend ist. Die Veranstaltung findet abends im Leib'schen Saale statt. Der Redner war früher Schauspieler hier und hat auch schon im Kaufmännischen Verein mit Erfolg gesprochen. Herr Tritzschler gehört zu den Lerbandsrednern des Deutschen Vortrags-Verbandes.!
** Der Eisenbahn - Fahrbeamten - Verein Gießen hielt am Samstag, dem 7. d. Mts., in der Turnhalle seine Weihnachtsfeier ab. Das reichhaltige und gut auS- geführte Programm bot allen Teilnehmern überaus frohe Stunden. Der erste Vorsitzende, Zugführer Althaus, hielt eine Ansprache und brachte ein Hoch auf den Kaiser und auf den Großherzog aus. Die Verlosung brachte viele angenehme Ueberraschungen, worauf der Tanz die Festteiluehmer bis zur frühen Morgenstunde beisammen hielt.
** Der Dank des Kriegskameraden. In der Schlacht bei Gravelotte trug der Gardist K. vom 1. Hess. Infanterie-Regiment seinen schwer verwundeten Nebenmann, der einen Schuß durch die. Brust erhalten hatte, unter dem mörderischen Feuer des Feindes aus der Feuerlinie und legte ihm einen Notverband an. W. wurde dadurch vom sicheren Tod errettet, da er, wäre er liegen geblieben, sich sicher verblutet hätte. W. konnte später, trotz aller Bemühungen, seinen Netter nicht ausfindig machen. Erst im Jahre 1892 erfuhr er durch einen Zufall seinen Namen. W., ein mittlerer Landwirt in Oberhessen, beeilte sich, seinen Kameraden und Netter aufzusuchen. In dessen Wohnort, dem Städtchen H. in Starkenburg, erfuhr er, daß K. vor kurzen! gestorben sei. K., der ebenfalls Landwirtschaft getrieben, hatte eine Witwe mit einem unmündigen Mädchen hinterlassen. W. begibt sich nun seit dieser Zeit regelmäßig zweimal in jedem Jahr nach H. und steht der Witwe bei der Bestellung ihres Gutes mi Rat und Tat zur Seite.
** Landwirtschaftliche Landesausstellung in Mainz. Die im September d. I. vom Hessischen Land- wirtschastsrat zu veranstaltende Landwirtschaftliche Landesausstellung zu Mainz wird eine Jubiläumsausstellung sein, denn das Jahr 1905 ist das 75ste des Bestehens der landwirtschaftlichen Vereine. Allem Anscheine nach wird die Jubiläumsausstellung das umfangreichste der jemals in Hessen veranstalteten landwirtschaftlichen Ausstellungsunternehmen. Die sehr geeignete Lage von Mainz sowie der Umstand, daß zu Prämiierungszwecken etwa 30 000 Mk. nebst zahlreichen Medaillen, Diplomen u. s. w. zur Verfügung stehen, bieten die sichere Gewähr, daß das Bild, welches die Jubiläums- ausstelluug in Mainz bieten wird, vielseitig und großartig zu werden verspricht. Der landwirtschaftliche Provinzialverein für Rheinhessen wird einen Wettbewerb für hessische Weine veranstalten.
h. Daubring e'n, 9. Jan. In der Nacht vom Sams- /ag auf den Sonntag wurde der Taglöhner Wilhelm Geißler auf seinen: Heimwege von der Wirtschaft W. Albach von mehreren Unbekannten überfallen und schwer mißhandelt. Der Bedauernswerte liegt z. Zt. noch schwer verletzt darnieder.
t. Reiskirchen, 9. Jan. Am einem der letzten Abende fielen Burschen aus Burkhardsfelden einige junge Mädchen an und erlaubten sich gegen sie allerlei groben Unfug. Sie sind erkannt und Anzeige ist erstattet.
g. Bilches, 9. Jan. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde hier bei dein Wirt Nazarenus ein Einbruch verübt. Geld siel den Dieben nicht in die Hände, dagegen nahmen sic Eßwaren, Bier und Zigarren mit.
g. Büdingen, 9. Jan. Die Viehzählung vom 1. Dezember 1904 hat für unseren Kreis folgendes Resultat ergeben: 3395 Pferde, 20 014 Rindvieh, 6817 Schafe, 29 415 Schweine, 5920 Ziegen. Gegen die letzte Viehzählung ist beim Rindvieh eine Abnahme von ca. 1000 Stück zu verzeichnen. Allch Schafe zählt man diesmal ca. 2000 weniger. Dagegen ist die Zahl der Schweine um ca. 5000 gestiegen. —' Der z. Zt. hier bei seinen Eltern auf Besuch weilende Stabsarzt Dr. Eberling aus Beuchen i. Schl.
wurde heute früh von einem Schlaganfall betroffen. Er verschied nach einigen Stunden.
Darmstadt, 7. Jan. Eine Deputation des Ausschusses ür die Darmstädter Schillergedenkfeier im Mai 1905, bestehend aus den Herren Oberstleutnant a. D. Gad und Oberlehrer Lauteschläger wurden heute von Sr. Königs. Hoheit dem Großherzog in Audienz empfangen. Der Bitte des Ausschusses, das Protektorat über die Feier übernehmen zu wollen, wurde vom Landesherrn, der sein lebhaftes Interesse dafür zu erkennen gab, in huldvollster Weise entsprochen. (D. Z.)
R.-B. Darmstadt, 9. Jan. Nach den durch das Großh. Polizeiamt gemachten Feststellungen betrug die Einwohnerzahl Darmstadts an: 1. Januar 8 0 6 5 2 (darunter 4437 Militärpersonen).
R. B. Darmstadt, 9. Jan. Eins der jüngsten Mitglieder der Darmstädter Künstlerkolonie, der Maler Paul Haustein, wird Darmstadt denmächst wieder verlassen. Er ist sicherem Vernehmen nach als Lehrer an die kunstgewerbliche Lehrstätte nach Stuttgart berufen worden und hat diesen Polten angenommen.
X Naunheim, 8. Jan. Gestern wurde unter großer Beteiligung ein junger Mann beerdigt, welcher im Gemeindewald „Sichel" bei der Fällung einer Eiche seinen Tod gesunden hat. Der Unglücksfall hat allseitige Teilnahme erweckt, zumal eine zahlreiche Familie, nämlich eine Witwe mit sechs unmündigen Kindern, dadurch ihres Ernährers beraubt wurde.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbar st aaten. Vorbehaltlich kreisamtlicher Genehmigung beabsichtigt, lt. „Frkf. Ztg.", auch die Stadtgemeinde Darmstadt eine Z^/zproz. Anleihe von 6 Millionen Mk. aufzunehmen zur Deckung für die Aufwendungen, die insbesondere durch den Ankauf des alten Hostheaters und durch den Altstadt-Durchbruch verursacht werden. Zu Angeboten wegen Uebernahme des Anlehens ergeht demnächst öffentliche Bekanntmachung.
Vermachtes.
* Berlin ist Zweimillionenstadt. Es hat die zweite Million nicht nur erreicht, sondern es befindet sich mit etwa 400 Einwohnern schon auf dem Wege zur dritten Million.
• Das geht mich nichts an! Eine Vereinigung von Abstinenten, welche sich in St. Louis gebildet hatte, bat einen reichen Grundbesitzer der Umgegend um seine Mithülfe. Seine Antwort lautete: „Das geht mich nichts an!" Einige Tage später begab er sich auf den Bahnhof, um seine Frau und seine beiden Töchter zu holen. Von seinen munteren Pferden flott gefahren, überschlug er in behaglichen Gedanken seinen Wohlstand und sein Glück, als vor der Station das Wort „Entgleisung" seine Aufmerksanckeit erregte. Sollte sich ein Unfall ereignet haben? Herr £. wurde unruhig. Dies Mal: Das ging ihn an. Auf seine dringende Frage erfuhr er, daß sich 50 Kilometer entfernt ein Eisenbahnunglück ereignet hatte. Er telegraphierte nach St. Louis: 500 Dollar für eine Lokomotive! Antwort: Uniuöglich! — 1000 Dollar für eine Lokomotive! Antwort: Verfügbare Maschine bereits mit Aerzten an die Unfallsstätte abgegangen. Leichenblaß vor Erschütterung durchmaß Herr 3E. in größter Erregung den Bahnsteig. Eine halbe Stunde verstrich wie eine Ewigkeit! Endlich kam der Zug an . . . In dem Güterwagen, der in ein Lazarett umgewandclt war, fand der Unglückliche die verstümmelten Leichen seiner Frau und einer Tochter und in dem anderen Wagen lag seine zweite Tochter in hoffnungslosen: Zustande. Entschieden: Das ging ihn an! Und welches war die Ursache der Katastrophe? Einige Gläser Schnaps, die ein Eisenbahnbeamter getrunken hatte. — Wer wagt es zu behaupten, daß die Alkoholsrage ihn nicht angeht?
Kleine Tageschronik. In Lötzel: (Ostpr.) erschoß im Streit bet Töpfergesclle Sipitzki den Töpfermeister Purwian.^Der Täter wurde verhaftet. — In einem der ersten Hotels der Stadt Spend an hat sich "eine Liebestragödie abgespielt. Tort erschoß ein etwa 40 Jahre alter, elegant gekleideter Herr ein junges Mädchen, mit dem er sich in dem Hotel einlogiert hatte. Tann versuchte er, sich selbst durch einen Revalverschuß das Leben zu nehmen. Die Leiche des etwa 25jährigen Mädchens wurde nach der Halle des städtischen Friedhofes gebracht. Den Täter, der nur noch schwache Lebenszeichen boit, sich gab, schaffte man in ein Krankenhaus, lieber die Persönliclckeit des Liebespaares ifi bisher nichts ermittelt worden. — In Posen wurde der Leutnant Alexander Anders vom Niederschles. Jnf.-Regt. 47 :md dessen ^liebte Klara Niemeyer im Badezimmer des Leutnants tot aufgefuuden. Der Tod war durch Gasvergiftung herbeigefübrt worden. Ob ein Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, ist noch nicht ermittelt. — In Diüant (Belaien) erregt di e Ermordung eines 10jährigen Mädchen s Aufsehen. Tas Mädchen hatte sich Sonntag abend zur Kirche begeben und ist als Leiche aufgesimden worden. Die ärztliche Uickersuchung stellte einen LusUnovd fest. Ein der Tat verdächtiger Franzose wurde verhaft et
Handel und Verkehr. UolksumMafl.
Die Meichsbank bat, wie unS soeben mitgeteilt wird, ihren Diskont auf 4 Prozent nnd den LomSard- ztuSfnß ans 5 Prozent hernntergesctzt.
Köln, 9. Jan. In der heutigen G l ä u b i g er versa m m l u n g der Jülicher L e d e r w e r k e Aktiengesellschaft, wurden der Ausfall an Warenvorräten, und Außenständen und an Forderungen der (Gläubiger festgestellt, was einen Fehlbetrag von rund 6 5 0 0 00 Mark ergab. Die Forderung der Jülicher Volksbank beträgt über 700 000 Mark. Die Genossenschafter dieser Bank wollen gegen die Verwaltung vorgehen, weil diese nicht über 200 000 Mark mit ihrem Kredit habe hinausgehen dürfen.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch den 11. Januar 1905: Heiter, nachts kalter, tagsüber Temperatur wenig verändert (leichter Frost).
Frost nicht von längerem Bestand.
____________Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Neue Ile Weidlingen.
Stettin, 10. Jan. Aus Nahrungssorgen hat sich der Redakteur Hell aus Berlin in einer Restauration erschossen. Hell stand im Alter von 26 Jahren und war früher Redakteur an einen: Berliner Wochenblatt.
Dortmund, 10. Jan. Die Harpener Bergbaugesellschaft erließ an die Ausständigen die Aussorderung, sofort die Arbeit wieder aufzunehmen, widrigen- falls nach 8 3 und 6 der Arbeitsordnung verfahren werben würde. Nach diesen Bestinunungen werden die Arbeiter sosor entlassen, wenn sic drei Schichten willkürlich feiern; ferner,
wer ohne vertragsmäßige Kündigung die Arbeit verläßt, Haff einen Schadenersatz für sechs Arbeitstage nach der Höhe seines Arbeitsverdienstes zu zahlen.
Dortmund, 10. Jan. Im Dortmunder Bezirk scheint der Streik allgemein zu werden. Auf einigen Zechen liegt Polizei, um Ausschreitungen zu verhüten. Das Stahlwerk Hösch wird wahrscheinlich wegen Kohlenmangel feiern., Der Bürgermeister setzte für den nördlichen Stadtteil, das Arbeiterviertel, die Polizeistunde auf 10 Uhr an. Die Belegschaft der einzigen außerhalb des Syndikats stehenden Zeche Freie Vogel nnd Unverhofft in Hörde ist heute nicht cingefahren.
Paris, 10. Jan. Petit Journal berichtet aus Petersburg: Die Ernennung Wittes zum Minister des Innern an Stelle des Fürsten Mirski wird amtlich bestätigt und soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Witte sei entschlossen, die durch den kafl^lichen Ukas ange- ündigten Reformen unverzüglich durchzufuhren. Der Minister des Innern ist gegen eine Konstitution und Einberufung einer Versammlung, welche einen gesetzgeberischen Charakter habens könnte. — Aus bester Quelle verlautet, daß Kuropatkiw an einer Unterleibskrankheit leide.
Rom, 10. Jan. Wie hier verlautet, werde Kaiser Wilhelm im Frühjahr anläßlich seiner Mittelmeerreffe Neapel besuchen.
Peter'sburg, 9. Jan. Ein Verein, dem 7000 Arbeiter Petersburgs an gehören, hielt heute eine SiH- ung ab, an der auch 350 Vertreter von 20 Industrien teii- nahmen. Nach der Erörterung der Frage betr. die-Ent- lassung einiger Arbeiter auf den Putilowerken, die deshalb erfolgte, weil sie einem Arbeiterverein angehörten,; sprachen sich die Anwesenden dahin au8, daß oie Lage der Arbeiter in Rußland und die Verhältnisse der Arbeitgeber zu den Arbeitern nicht normal seien. Sodann wurde beschlossen, von der Verwaltung der Werke die Wiederaufnahme der entlassenen Arbeiter zu verlangen, sowie dem Stadthauptmann be-, lännt zu gehen, daß Maßnahmen zur Verhütung und Wiederholung solcher Fälle notwendig seien. Gleichzeitig soll die Regierung davon in Kenntnis gesetzt werden, daß, falls diese Forderungen unberücksichtigt bleiben, der Verein für die weitere Ruhe der PetersLur^ ger Arbeiter nicht verantwortlich fei
Bom Kriege.
Paris, 10. Jan. Dem „Matiw' wird aus Tschifu. berichtet, der russische Gesandte in Peking^hckbe nm die Erlaubnis nachgesucht, einen Dampfer nach Tschifu senden M dürfen, welcher die russischen Flüchtlinge aus Part Arthur nach dem Tschin g w an-In sein bri:rgen soll. Von dort sollen diese über Mutden nach Rußland befördert werden. — Gerüchtweise verlautet, daß die Japaner Port Arthur für den internationalen H an del öffnen werden.
London, 10. Jan. Das Reutersche Bureau meldet aus dem Hauptguartier Nogis vom 6. ds. Mts.: In ausgedehnten Prozessionen langten die Trümmer der tapferen Beiatzung von Port Arthur (5000 Mann) aus dem Lager an der Taubenbucht auf dem Bahnhof von SachanglinMu an und wurden mit der Bahn nach T a l n v befördert, von wo sie in Transportdampfern unmittelbar nach Japan weitergehen. Die Gefangenen-Zuge boten einen er greifenden Anblick dar. Zuerst kamen aus einem vmc 4 mageren Pferden gezogenen Wagen die Offiziere des Stabes an, die Linienoffiziere marschierten an der Seite ihrer ^Soldaten. Die Furchen ihrer Gesichter gaben Zeugnis von den wahrem) des langen Widerstandes erduldeten phtzsffck^en imb nwralffchen Leiden und der Temüttguirg der Gefangenschaft, die sich ans ihren Mrenen widerspiegelten The niffifcben Soldaten erschienen in guten Gesundheit, aber auch ihre Gesichter trugen Spuren der erlittenen Strapazen. Die Offiziere waren gut gefleibet, die Soldaten trugen unsaubere Schafspelze, schienen jedoch zufrieden damit zu sein, daß der schreclliche Alpdruck endlich von ihnen genommen sei. Völlig ausgepumpt waren die Pferde ^obgleich ihre Last mir leicht war. Diele Offiziers- vrdonm^en führten die Lieblingshunde der Offiziere mit und trugen die Degen, die die Offiziere anzulegen abgelehnt hatten. Tie Offiziere begrüßten die Berichterstatter. Die japanisc^n Soldaten tollten Nahrungsmittel und Zigaretten an die Russen aus^ intb trugen vielfach "wie gute Kameraden das armselige Gepäck der erschöpften Gefangenen. ,
Petersburg, 10. Jan. Aus Tschrsu wrrd hrerhcw telegraphiert, General Nogi habe den Offizieren der Belagerungsarmee erklärt, Port Arthur werde a u f e w i g e> Zeiten ja finnisch bleiben. Zu Bsginir des Krieges! habe es sich nur um Korea und die Mandschurei gehandelt, heute werde Japan eher auf <rTles anverie Vev'- zichten, als auf Port!Arthur, das ihm so viel gekostet hat. Ganz Japan würde zur Behauptung Port 'Arthurs ausrücken und eher dort verbluten, als seine Flagge von' der Festung verschwinden lassen.1— In Ds chlisu verkünden überall große Anschläge den Ehiueseu die Einnahme von Port Arthur, wodurch die gelbe Rasse die weißem glänzend besiegt'habe. Darüber müsse das chinesische Volk eigentlich Freude empfinden. — General Nogi nebst Stab wird sobald nicht nach Japan zurückkehren. — Die vor dem südlichen Eingallge der Koreastraße liegende kore- nische Insel -Qnelpart wird von der: Japatrern stark be-i festigt.
Paris, 10. Jim. „Petit Journal" meldet aus Var^ feiHe: Die Rückkehr des Dampfers „Australie", an dessen Bord sich ^ncral Stössel und' zahlreiche andere russische Offiziere befinden, erfolgt <mr 21. Februar^
Telephonischer Kursbericht.
49q Oesterr. Goldrento
104.80
63.40
4° 0 Grieoh. Monopol
-Anl.
äussere Argentiner
Tendene: fest.
Blumen blühen nn den Fensterscheiben
feSpiP
hv1/,
132.80
49.45
45.85
4°b Unirar. Goldrento
Italien Rente , 4* „ % Portugieser » *0/ Portugiesen. . . 1^ C. Türken . . Tllrkenloso ...
. 32.95
. 92.30
. 134 00
. 104.50
. 21400 . 194 80 . 142.50 . 159.10 . 165 30 . 139 10 . 17.40 . 194.50 . 257.00 . 242.20 . 210.00
Reiohsauleihe do.
Konsole . do . .
Hessen Oberhessen
3°/o Mexikaner . . 4Vg9/n Chinesen . . Electric. Seh ackert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Komm andit. Darmstädter Rank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden • • » Gotthardbahn . . , Laurahütte . . . * Bochum . , < > « Harpener . . • » Schstzseheine. . .
Ä
3Va<Vo 3"/i r/.o/e 3 o/n
. 101.90
. 89.95
. 102.10
. 89.95
. 100.10
. 99.75
. 101 70
4X!.% Oesterr. Silberrente 100.40
- ~ ' . 100.10
und die Erde starrt in Eiö unb KLU«. Rohl dem, dar sich's an: warmen Ofen behaglich machen kaim. -Wer aber hinaus muß, der sehe sich vor — nicht imr durchs Pelze und Unterkleider! Man sollte, namentlich wenn >nan empfindlich ist, inuncr eine Pattille (siaas achte Sodener: im Munde haben, bannt man ge«en .Katarrhe geschützt sei Die Pastillen bekommen im GegeBatz Süßigkeiten dem Magen vortrefflich, Üe lassen Katarrhe; nicht aufkommen und dulden keinen, der vorpm:den ist., Die Schachtel lostet nur 85 Pst u: all. Avoch^ Droger.


