Erstes Blatt.
155. Jahrgang
Dienstag 10. Januar 1806
Nr. 8
GrsHetut isgttch außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Gtehener ZamiUen- blätter viermal in der Woche beigelegt.
Notationsdruck u. Verlag der Brüh l'scheu Unwer1.-Buch-u.Stem- druckerei. 9L Lange.
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Kernsprechanschluß Nr. 51.
GießenerAnzeigerL
M General-Anzeiger v Sg
Amts- Kkö AnzeiMatt für den Ireis sichen SSIe
ki.n— za— ___. — ■ _______________ ‘ ' zeigenteil: Hans Beck.
Zic ücutige Kummer umfaßt 8 Seiten.
VolMscke Tilgesschau.
Die Folgen einer Rede.
%er nationaniberaTe Reichstagsabgeordnete Prof. Dr. Paasch e hat kürzlich vor seinen Kreuznacher Wählern eine Rede gehalten, die im Anstande mehr Beachtung gefunden zu haben scheint, als ihr in Deutschland zuteil wurde. Er besprach darin unsere Beziehungen zu England und behauptete zu wissen, daß Deutschland in der letzten Woche einer großen Gefahr kriegerischer Verwicklungen mit England viel näher gewesen sei, als es sich viele hätten träumen lassen, und daß es unserer Diplomatie gelungen sei, den Gefahr geschickt, wenn auch mit Schwierigkeiten, zu beseitigen. Der Berliner Moming-Post-Korresponbent bemerkt dazu, ihm sei von Gewährsleuten, die ihre Information . vom Auswärtigen Amt erhalten haben wollten^ mitgeteilt worden, die britische Regierung habe ein Ultimatum an die deutsche Negierung gerichtet, worin sie die weitere Vermehrung der deutsch en Flo t te v er b o ten habe. (!!!) Infolgedessen habe Kaiser Wilhelm die Mobilmachung der Flotte zu Kiel und die Entsendung eines speziellen Departements nach Cuxhaven behufs Organisation der Küstenverteidigung befohlen. Ter Krieg sei im letzten Moment durch persönliche Intervention König Eduards abgewendet worden. Die Panik sei jetzt vorüber, doch bleibe die Flotte noch im mobilgemachten Zustand in Kiel. Tie „Morniug Post" drückt den stärksten Zweifel an der Wahrheit dieser Gerüchte aus, die britische Regierung habe kein .Ultimatum gesandt, die deutsche Negierung wisse, daß England keinen Streit mit ihr wünsche.
Tas Geschwätz der englischen Presse ist eigentlich zu zmntm, als daß es irgend welche Beachtung verdiente. Von verblüffender Naivetat ist die Bemerkung vom Verbot der deutschen Flottenvermehrung durch Onkel Eduards wohlweise Regierung. Tie Deutschen fürchten auch heute noch nur Gott und sonst niemand und lassen sich wahrlich von niemandem etwas „verbieten".
Tie offiziöse „Nordd. Mg. Ztg." schreibt:
,^Jn den letzten Tagen sind wieder Gerüchte über eine angebliche politische Spannung zwischen Deutschland und England aufgetaucht. Unter vager Berufung auf auswärtige Blätter wurde sogar behauptet, es hätte ein gereizter Notenwechsel Zwischen London und Berlin stattgesunden. Mehrere deutsche Zeitungen haben sich bereits das Verdienst erworben, die Aus- sireuung als jeder Begründung entbehrend zu bezeichnen. Zu einer Verwicklung mit Großbritannien fehlt undfehlte jeder A n l a ß. Auf publizistischem Gebiet haben allerdings gewisse auffällige Aeußerungen, wie sie vereinzelt in der englischen Presse — ttnr denken an „Arrnp and Navy Gazette" unb „Vanity Fair" *7 aufgetaucht sind, bei uns Aufmerksamkeit erregt. Die aggressiv klingenden Bemerkungen _ waren jedoch nicht imstande,' eine ^bcmnung zwischen Deutschland und England zu erzeugen."
Wenn dieses leider allzu zahme Dementi die Rede Paasches nicht, erwähnt, so ist wohl Rücksicht genommen worden auf die Stellung, die Dr. Paasche im parlamen-
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fünftes Konzert des Gießener Konzertvereins.
Gießen, 10. Ian.
^n weicher milder Abend; Frühling. An Baum und Strauch das erste frische Grün; und ein gleichmäßig fallender warmer Regen; die Luft ist mit dem Erdgeruch und dem --ust all. des Werdenden, Sprossenden erfüllt. Bisweilen P^icpt em leiser Windzug durch die Blätter, daß sie die sprühenden Tropfen abschütteln und sich tauig glänzend«
m ten. Am Fenster stehen zwei und schauen in den Park hinaus, hören die Tropfen fallen und den Regen ans Fenster schlagen, Tropfen für Tropfen fließt in langen Streifen aufs Fensterbrett herunter. Hin und wieder läßt em ausflackernder Schein des Kaminfeuers, der durchs Zrmmer zittert, die Tropfen erglänzen und all die Nässe drinnen^ ^spiegeln. Und Hann ist's doppelt behaglich
Regen, Regen drus' Wi sitt' hie warm in Hus.
Das ist so etwa die Stimmung der G-Tur-Violinsonate von Brahms, der „Regensonate". Wie keine andere der drei Brahmsschen Violinsonaten, seht diese ein Eingestelltsein des Hörers, auf ihren Stimmungsgehalt, eine Einheit und Intimität der Umgebung voraus, die der Konzertsaal mit seinem hellen Licht und seinem unpersönlichen Publikum niemals geben kann. So muß sie im Konzertsaal versagen; so versagte sie auch am Sonntag, zumal gegenüber den blendenden Nummern, die das Programm im übrigen anfwies, versagte trotz der schönen, namentlich in dem einzigen Adagio vorzüglichen Wiedergabe; im ersten Satz schien Herr Ondricet das Troppo zu sehr zu betonen, das non übersehen zu haben; ober wollte er vielleicht die das Konzert einleitende viertelstündige Pause möglichst schnell wieder einholen- Im letzten Satz hatte ich bisweilen den Eindruck, es fehle die absolute Einstimmigkeit in der Auffassung des Werks durch die beiden Partner.
Wer sich trotz Konzertsaal und bem unvermeidlichen Klatschen doch ein ivenig in die elegische Stimmung der fallenden Regentropfen hatte einspinnen lassen, der wurde aus ihr herausgerissen durch die schäumenden, sich überstürzenden Wasserwogen des Slraußschen Violinkonzerts; während die Sonate von dem Virtuosen nichts, von dem denkenden, suhlenden Künstler alles verlangt, setzt das Konzert eine eminente technische Fertigkeit voraus, wie sie Herr Ondricek ja besitzt. Glockenrein und klangvoll kamen
Versicherung verfügt. Ties Vorausverfügen wird auch die Freude über das Großreinemachen in den Reichssinanzen — vorausgesetzt, daß überhaupt der Reichstag beit Zeitpunkt dafür gekommen hält — kurz machen. Alle die Ressort-Forderungen, die in den letzten Jahren teils gleich bei der Anmeldung, teils vom Reichstag gestrichen worden! sind, erwachen zu kräftigem Leben. Die neuen Steuernr bringen ja „heidenmäßig Geld".
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Vom Reichstag.
R. Berlin, 9. Jan.
Nahezu um dieselbe Zeit, in der vor Fahresffist Graf Bülow dem Reichstag die erste Mitteilung machte von dem Aufstand in Südwestafrika und der Notwendigkeit . sofortiger Kreditbewilligung, wird die Budgetkommission jetzt an die Beratung des Nachtr/agsetats! herantreten. Tas vorliegende reichhaltige Material gibü handhaben für eine gründliche Diskussion, an der, wie scüher bereits angedeutet, möglicherweise Gouverneur Leutwein sich beteiligt. Es wird also wohl einige Zeit vergehen, ehe die Kommission die Beratung anderer Etatstitel in Angriff nimmt, sodaß die Militürvensions- Novelle in weite Ferne gerückt erscheint. Das Plenum! des Reichstags bat alsbald sein Ereignis in der Verhandlung über die Interpellation der Freisinnigen wegen ber Schiffahrtsabgaben, durch die bekanntlich die preußische Regierung den Widerstand der Konservativen gegen die Kanalvorlage überwinden will. Man wird den Reichskanzler gegen den Ministerpräsidenten! ausspielen, von welche letzterem anzunehmen ist, daß er die Erklärungen be§f. preußischen Eisenbahnministers in der Kanalkommission sich! aneignet. Tie Rechtfertigung des Grafen Bülow im Reichstag wird nach Form und Inhalt interessant sein.
tarischen Leben einnimmt. Aber eben dieser Stellung wegen und in seiner Eigenschaft als zweiter Vizepräsident des Reichstags hätte Tr. Paasche sich Zurückhaltung auferlegen sollen, selbst in dem Falle, wenn wirklich vorübergehend ein ernster Konflikt zwischen Teutschland und England existiert hätte. Tie agrarische „Tagesztg." bedenkt Herrn Tr. Paasche, trotzdem er zu den Nechts-Nationalliberalen zählt und als solcher den Landbündlern nicht unsympathisch ist, mit folgender spöttischen Bemerkung: „Es ist nur gut, daß Herr Professor Paasche das Schweigen gebrochen hat, sonst würde das Teutsche Reich gar nichts von der großen Gefahr und dem Geschick seiner Diplomaten erfahren haben."
Reichsfinanznot.
-tt- Berlin, 9. Jan.
Tas Raten über Nam' und Art der neuen Reichs- steuer.n, die die Regierung im Schilde führt, wird um so eifriger fortgesetzt, je besorgter die Hüter des Geheimnisses sind, nichts vorzeitig verlauten zu lassen. Nur soviel weiß man mit Sicherheit, daß keine der von den Parteien der Linken empfohlenen direkten Reichssteuer, mögen sie Einkommen, Vermögen oder Erbschaft treffen, im Plane liegt. Daß das Bier höher besteuert werden soll, kann als gewiß gelten. Das Vier allein aber tuts nicht. Schatzsekretär Frhr. v. Stengel sprach von dem „Großreinemachen" in den Reichssinanz'en. Das schon deutete darauf, daß man sich nicht mit Kleinigkeiten abgeben will. Eine ganz gehörige Steuervorlage ist in Sicht. Wir hörten etwas von einer „Steuer'auf geistige Getränke", also von einer Mehrbelastung nicht nur des Biers, sondern auch des Branntweins. Nicht geplant ist dagegen die Verteuerung des Tabaks, geschweige denn ein T ab a km o n o p o l. Dies Schreckgespenst besteht nur in der Einbildung. Vermittelst der Mehrbesteuerung geistiger Getränke soll die große Reicks- finanzresorm ins Werk gesetzt werden, d. h. das Reick soll eine derartige Ausstattung an Steueravellen erhalten, daß es nicht nötig hat, lästige Kostgänger-Ansprücke bei den Einzelstaaten zu machen. Wie lange dieser den Bundesstaaten sehr erwünschte Zustand anhält, daß das Reickl den Finanzministern nickt auf die Tascke und auf die Nerven fällt, dafür läßt sich freilich keinerlei Garantie übernehmen. Tas in argen Finanznöten besindliche Reich mag noch so gründlich „saniert werden, die neuen Steuern mögen noch so ergiebig sein — in ein paar Jahren fängt die unerfreuliche Geschichte von vorn an. Tann müssen die Einzel- staaten doch wieder vor dem Riß stlehen, oder es müssen wiederum neue eigene Einnahmen für das Reich geschaffen werden. An und für sich wachsen die Ausgaben des Reichs außerordentlich rasch, auf manchem Gebiete geradezu sprunghaft. Dazu kommen die unvorhergesehenen Ausgaben, die auch nicht immer durch das zwar einfache, aber wirtschaftlich bedenkliche Mittel der Anleihe gedeckt werden können. Ueber einen großen Teil der höheren Zollerträge aus den Handelsverträgen ist durch die Einführung der in den Kosten P an^ unabsehbaren Witwen- und Waisen- die Passagen und Doppelgriffe bis in die höchsten Lagen; tinnperamentvall das ganze Spiel. Sehr wirkungsvoll war hier auch im ersten Satz die wuchltige Begleitung des Herrn F^mera; auch das melodiöse, sehr ansprechende Adagio wurde prächtig gespielt. Die folgenden Originalkompositionen Ondriceks erheben sich nicht über das Niveau derartiger, von einem im wesentlichen ausübenden Künstler für sein Instrument «geschriebenen Salonstü-cke; das Nokturno schwelgt in lang ausgezogenen Melodien und gibt so Gelegenheit zur Entfaltung edlen Tons; das Scherzo brilliert in Virtuosenhaften Effekten. Tie Wiedergabe beider Stückchen war natürlich vollendet. Dem, wohl mehr dem ausübenden als dem schaffenden Künstler geltenden ehrlichen Beifall dankte Herr Ondrieek fürstlich; mit der Ehaeonne von I. S. Back für Solovioline, einem der grandiosesten Werke der Violinlitteratur. Joachim hat sie vor Jahren einmal als Programmnummer hier gespielt; so großzügig, vornehm in Auffassung und Spiel, von der vollendeten Beherrschung des Technischen gan'z abgesehen, wie sie am Sonntag Ondricek gab, erinnere ich mich nicht, sie je gehört zu haben. Nach diesem Höhepunkt des — cnnüdeud langen — Abends spielte Herr Ondricek noch die Airs Hongrois von Ernst; es gelang iihm durch sein wirklich faszinierendes Spiel, die allerdings schon stark gelichtete Schar der Hörer noch immer zu fesseln, durch seine fabelhafte Technik, hier namentlich auch im Flagolett, seine sprühende, glutvolle musikalische Darstellung des ungarischen Volksgemüts erneute Bewunderung, erneuten Beifall hervorzurufen. Und so kann man, als Ergebnis des Abends, soweit Herr Ondricek in Betracht kommt, sich freudig all dem anschließen, was der Konzertverein wie üblich schon wochenlang vorher dein p. t. Publikum als „Urteil anerkannter Kritiker" des längeren und breiteren barzulegen für nötig gehalten hat.
Ter ^Begleiter Herrn Ondriceks, Herr Joseph Famera aus Wien, muß über eine fabelhafte — Muskulatur verfügen; schwächere Kräfte wären wohl auch bett Aüstreug- migett seines Parts erlegen, selbst wenn sie bisweilen, zum Vorteil der Sache, etwas haushältcrischier mit ihrem Kraftvorrat zurückgeh alt en hätten. Zunächst soll jedoch anerkannt werden, daß seine Begleitung verständnisvoll und« entsprechend gehalten war, und, abgesehen von dem oben erwähnten Satze in der Brahmssouate, langjährige Vertrautheit und Eingespieltsein mit Herrn Ondricek crFetutcu ließ.
Tie beiden Werke, die Herr Famera als Solist brachte, gaben in Verbindung auit der Brahmssonate dem Programm insofern einen durchdachten einheitlichen Zug, als
^ent'ches Reick.
Berlin, 9. Jan. Zur gestrigen Abendtafel beim Kaiserpaar war Prof. Schiemann geladen. Heute horte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets, Wirkt. Geh. Rats Dr. v. Lucanus. Zur Frühstückstafel war Reichskanzler Graf v. Bülow geladen.
— Zu den Handelsvertrags-Verhandlung en mit Oesterreich-Ungarn erfährt die „Zeit", daß Deutschland am Freitag in der Veterinärfrage ein Ultimatum gestellt hat. Jnfolgcdeffen reiste einer der ungarischen Delegierten nach Budapest ab, um sich neue Instruktionen zu holen. Die Entscheidung wird heute oder morgen fallen.
— Das Programm d es bayerischen Bauernbundes i!t durch die bündterische Presse veröffentlicht worden.. ES kündigt Unzufriedenheit mit den Beschlüssen des Reichstags über den Zolltarif und die dadurch etwa ermöglichten Handelsverträge an, enthält dann die bekannten agrar-, steuer- und kommunalpolitischen Forderungen und die 23er* Ncherung, zur Erhaltung und Besserung der Existenz des Mittelstandes mitbelfen zu wollen; ferner 2lblehnung der Großsckiffahrtskanäle, wegen der fremden Getreideeinfuhr
sie beide gleich b er Sonate Becrrbeitungen eines in seiner Grunbibee schon gegebenen Vorwurfs enthielten. Während aber bie Brahmssche Regensonnte nur aus derselben Stimmung heraus entstanden ist wie seine Vertonung des Regenliebes von Klaus Groth, bislveilen ein Motiv aus ihr wie im Traume unbewußt anklingen läßt, stellen die beiden Klavierkompositionen bewußte Bearbeitungen, die eine des bekannten Liedes „Ter Wanderer", die andere des „Dvn! Juan", dar. In der Wandererphantasie wäre etwas weniger Kraft unb Stärke unb etwas mehr nuanciertes Gefühl zu wünschen gewesen: technisch würbe das hervorragend schwierige Werk — Schubert selbst soll einmal beit Versuch, es zu spielen, mit den Worten aufgegeben haben: „Tas Zeug soll der Teufel holen!" — mit großer Bravomi bewältzigt. Zu der Don Juan-Fatckasie paßte das kraftvoll männliche Spiet schon besser, wenn schon auch hiep z. B. in der den letzten Teil beherrschenden Registerarie- die Liszt köstlich variiert hat, .ctivaS mehr Grazie unb Leichtigkeit nicht geschadet hätten. Das Werk gefiel sichtlich: weilt: man den Künstler nicht zu einer Zugabe preßte, — daß ba» das Gießener Publikum kann, hat es oft bewiesen — so lag es wohl daran, baß man bas Gefühl hatte, alle, Künstler wie Publikum, hätten übergenug, so schön auch alles im einzelnen unb so dankbar man den Kimstler-v für das Gebotene war. — u—
Sttlti?«.
Ein Nachruf.
Viele haben ihn gekannt, viele waren ihm zugetan.- Wenn sie jetzt erfahren, daß er aus gelitten hat, werdens sie mit mir um ihn trauern. An bett kleinen Karren gespannt, auf dem er die Milch aus bem Dorf in die Stadt brachte, stand er stden Morgen vor nuferem Hause und schaute erwartungsvoll hinaus. Karn ich dann mit bens Leckerbissen herunter, die ich für ihn bestimmt hatte, wedeltci er mit dem Schwänze und schüttelte sich vor Freude. Er verzehrte fein Frühstück mit gutem' Appetit, aber ohne Gier, sozusagen mit Anstand. Er war Neufundländer und von einer nachdenklichen, gemütvollen Art. Wcw feilt Huivgcr gestillt, lohnte er mir'S mit dankbarem Blick. Int feinen blauen Augen stand seine Lebens- und Leidens * geschickte, man mußte nur betritt \\\i lesen verstehen. Er stammte ans einer herzoglichen Hundezüchterei. In feiner Jugendzeit lag er !a.itr kostbarem Teppich zu Füßen eines vornehmen Herrn. Dieser starb. Darauf kam er zu einem! Gendarmen. £vr hielt ihn schleckt und verkaufte ihn wieder'. Nach wechselvollen Lagen sah er sich zuletzt an den Milch-,


