Ausgabe 
8.8.1905 Zweites Blatt
 
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sonderem Zelt vielem Schauspiele beiwohnen. Am 9. findet vormittags die Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. vor dem Kaiser Wilhelmsbad im Kurpark statt, am Nachmittag das große Provinzialdiner, auf das im Kur­garten große Prachtbeleuchtung und Niescnfeuerwerk folgen. Auch diesen Veranstaltungen werden der Kaiser und sonstige Fürstlichkeiten beiwohnen. Für die zu diesen Festlichkeiten reservierten Plätze auf der Kurterrasse werden seht schon An­meldungen von der Homburger Kurdirektion entgegen­genommen.

"Kleine M i t t e i l" n g e n aus H e s ff n und den Nachbarstaaten. In Hanau wollte die in der Hainstraße wohnende Frau des Arbeiters Konrad K r i ck das Herdfeuer durch Eingießen von Petroleum anzünden, die Kanne crvlodierte und im ^lugcnblick stand die Frau in bellen Flammen. Der Mann erstickte die Flammen, zoa sich aber selbst schwere Verletzungen zu. Die Frau, welche in das St. Vinzeuzsvital verbracht wurde, starb nach einigen Stunden qualvollen Leidens. In Lardenbach im Venntale vollendet in seltener Rüstiakeit der Lehrer Schneider mit Ablauf des nächsten Jahres das 52. Jahr seiner Lehrtätig­keit. An: 1. Okt. tritt er in den Ruhestand. In Niederdor­felden wollte die zehnjährige Tochter des Landwirts Friedrich Weißenstein ihrem '.weckckrm-m Br>'d-r in ^Tweseuheit der Eltern vermittels eines Sviritnskockers Milch wärmen. Plötzlich ex­plodierte das Gefäß und der brennende Sviritns ergoß sich über die Kleider des kleinen Knaben, sodaß dieser bei lebendigem Leibe verbrannte. Im LandkrankeirhauS in Hanau v e r- giftete s i ch die 29 Jahre alte Ehefrau des Landwirts Schmidt ans Waldensberg l.Kreis Gelnhausen) mit Zuckersäure, die sie sich in einem unbewachten Moment '-'t verschaffen gewußt hatte. Die Fran war gemütsleidend. Bestätigt wurde der vom Fürsten zu Solms-Lich auf die crlediqte 3. Lehrerstelle an her Gemeindcschnle zu Lieh präsentiert^ Schullehrer Erb zu Oberbessingen für diese Stelle. In Wallertheim bat der Arbüt-r Frick im Streite seinen Vater erschlagen und sich dann erhängt.

Kirche und Schule.

Rom, 7. Aug. *5>rDsß'rvatore Romano" veröffentlicht einen Brief des Papstes, d"n dieser an die Führer der sozialen katholischen Propaganda in Italien gerichtet bat. Er bedauert darin,, daß die vorige Encvclika falsch ausgelegt worden sei bezüglich der Aufhebung desRon erpedit". Der Papst sagt, wenn er auch zugeben wolle, daß durch besondere Fälle Ausnah­men notwendig würden, wolle er doch nicht von der glorreichen Ueberli-'feruna her Vergangenheit abwticken und auf die Rechte der Kirche und die Rückgabe der dem p ä v st l i ch c n Stuhle entzogenen Gebietsteile verzichten. Der Pavß spricht seine Freude aus. daß die Katholiken seine Rat­schläge beckttjch d'r so'-glen Organisation befolgt haben und ermähnt darin weiter fortzufabren.

Kin ßrsenöahnungtÄck

Heute nacht erhielten wir folgendes, um 1.40 Uhr auf­gegebenes Telegramm:

Spremberg, 8. Aug. Der Schnellzug 113 stieß mit dem Nachtzna 112 zwischen Spremberg und Schliefe zusammen. Zwei Maschinen, vier Packwagen und fünf Personenwagen ent­gleisten und sind größtenteils zertrümmert. 15 bis 20 Menschen sind tot, fünf schwer verletzt.

Heute wird noch folgendes aus Spremberg gemeldet:

Beide Lokomotiven liegen zertrümmert neben dein Bahndamm. Die erstell beiden Wagen des Berliner Zuges sind vollständig in- einandergcsahren. S ä m t l i cb e Passagiere sind ent- weder schiver verletzt oder tot. Sieben Leichen sind ge­borgen, sechs Schwerverletzte wurden inittels Krankenzuges nach Kottbus übcrgekl'lhrt- An der Freileanng der noch zwischen den Trümmern liegenden Toten eines Waaens erster und zweiter Klasse ist die Turnerfeuerwehr besckäst'gt. Die Zahl der Toten ist noch nicht fcstgestellt, soll aber 2 0 betragen. Von Spremberg wurden vier Aerzte an die Unalücksstelle entsandt.

VerrnrHehtes.

Berlin, 7. Aug. In einem Hotel am Schiffbauer Damm haben sich ein Herr und eine Dame aus Hannover vergiftet.

* K l e i n e T-a g e s ch r o n i k. In Herzogenrath lRhcin- land't stürzte b"i Schluß her Schickt auf der GrubeVaccard" die Förde r schale, auf welcher zur Belastung elf Arbeiter aur Anwein'ug P-ou nwmmen halten, in die Tiefe. Von den auf der Schale befindlichen Leuten suchten sich zwei zuretten, sie kamen mit leisten Verlegungen davon, von den übrigen sind Pier tot, die anderen durchweg schwer verlebt. Bei Swinem ü nde kenterte ein Boot, in dem sich zwei Matrosen von der Tackt .,H o h e n ». o ll e r n" und woei Zivilisten be­fanden. Einer d-r Zivilißen. ein Herr a"s Stettin, ist er­trunken. In Prag überfiel ein Bursche, dessen Persön­lichkeit noch nickt festgestellt ck, den Wäckter des Gewerbe­museums, übern''ckligt? ihn nach hartem Kampf und t ö t e t e ihn, worauf er bi? Schreine mit wertvollem Jnhast erbrach und sich schließlich erf^nAfc da er h"i An?wea v"rsverrt fand.

FiniversiLäts-AaHrichLen.

Ter Professor her Pfackittrie in Graz, Dr. Gabriel Anton fi't -bin- nn s:- y-hnrfb'b r f p anaenommen.

KerichtslaaL.

Die zweite Glogauer Strafkammer hat den Antrag d's Grafen Peckler auf -Haftentlassung gegen die S^ellnpa einer Kaution aboelehnt

Paris, 5. Aug. Der Für st e r Roy in Limoges, der durch Schüsse zwei Personen verwundete, wurde zum Tode verurteilt.

Landwirtschaft.

Danzig, 6. Aug. Die hier tagende Versammlung des Seutsch en bienen wirtschaftlich'enZentralverei ns bestimmte als Ort der nächsten Versammlung im Jahre 1907 Frankfurt a. M.

Kandck urbJlrrfi«* r. Vo!'^wirtschaft.

Anfangs- u. Schlußkurse.

Ccft. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau

Tendenz

Berliner Börse bont 7. August 1005.

(Mitgetcilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Tiskont 2 Prozent.

. . 210.75

211.30

. . 243.00

242.87

. . 146.10

145.75

. . 248.70

248.75

. 220.90

: Ziemlich fest.

220.87

Erz-Kuxe.

F e r n i e. Angebot 4025, Nachfrage 3975. Ausbeuten und Zu­bußen 1903: 225: 1904: 300.

Getreideberichte der Vereinigten Staaten. NachCincinatti Price Current" dürfte sich der Ertrag des Winterweizens auf derselben Höhe halten wie in früheren Berichten angegeben wurde. Die Maiernte dürste zu. einer Rekordernte werden. Der Gesamtertrag der Getreideernte im Durchschnitt wird auf ungefähr 1218 Prozent über dem der letzten fünf Jahre sein. . . r ,

Direkter Dampf schiffabrts verkehr zwischen Japan und Argentinien. Wie wir einem Hamburger Blatte entnehmen, soll ein solcher Damvsschiffahrtsverkehr in nächster Zeit eröisnet werden. Japan beabsichtigt cim beträcht­liche Menge Getreide aus Argentinien einzuführeu, weil sich m Japan der Konsum von Weizenbrot immer mehr einbürgert. Dre

Regierung wünscht, den Reis als Nahrungsmittel zwar nicht gairz zu beseitigen, aber doch danebrn Weizenbrot zur Verpfleg­ung der Truppen zu verwenden. Es eröffnet sich dadurch für argentinisches Getreide ein neues Absatzgebiet.

Märkte.

X Schotten, 7. Aua. Der heutige Hauptmarkttag des Schottener Sommermarktes zeigte gegen dos Vorjahr einen bedeutend größeren Auftrieb und ein recht lebhaftes 6leschäfl. Es waren am Markttage 1846 Stück Rindvieh (1904: 1629) und 248 Pferde und Fohlen (194). Der Verkauf war ein äußerst lebhafter, es dürfte Mes, was tatsächlich verkäuflich 'war, ab- gesctzt worden sein, bei recht guten Preisen. Die Vogelsberger Bauern liefern in den letzten Jahren fast durchweg schönes Simmentaler Vieh, das rasch Liebhaber findet. Die Vogelsberger Rasse steht leider im Hintergrund. Erfreulich ist der Fortschritt, der in der Pferdezucht zu verzeichnen ist. Wenn der Schottener Sommermarkt als einer der größten Biehnn'irkte Mitteldeutsch­lands gilt, so erscheint es als eine absolute Notwendigkeit, daß für die V a h n b e f ö r d c r n n g des Viehes größere Er­le ichterung am hiesigen Bahnhof geschaffen wird, andern­falls dürfte der Markt aus diesem Grunde Einbuße erleiden. Heute z. B. staute sich der Antrieb an der Bahn infolge Wagen- manaels derart, daß Lebensgefahr vorhanden war. Vier bis fünf Stunden am Bahnbof auf Gelegenheit zum Einladen warten zu müssen, ist wahrlich kein Vergnügen, es konnte auch nicht ausbl-'iben, daß auf das stürmische Verlangen der Handelsleute nach Waacn die Nervosität der B^hnbeamten ihren Höhepunkt er­reichte, sodaß an ein glattes Abwickeln der Verladung nicht zu denken war. Wir wollen feine Vorschriften machen, aber Mhilfe ist in verschiedener Hinsicht dringend nötig, wenn ver­hindert werden soll, daß die vielen Olroßhändlcr aus Nord und Süd unserm Markt fernbleiben. Plak für die Legung weiterer Geleise ist ja doch vorhanden. Der morgige zweite Markttag (hauptsächlich Schweinemarkt) dürfte auch lebhaft werden, jedoch haben Händler das Fettvieh aus der Umgegend fast vöflig angekauft. Lobend zu erwähnen ist, daß der heutige Auftrieb bereits nm i-7 llbr b-end-t war

Sport.

B a st o g n e (Ardennen), 7. Aug. Bei dem heutigen Ardennen- Automobilrennen, traf als erster der Fahrer Hem er y ein, nachdem er die fünf Runden in 15 Stunden 58 Mm. 324Sek. zurückaelegt hatte. Hemery schlägt damit nickt nur den Rekord von 600 km, sondern auch den von 120 und den von 100 km. 120 km leate er in 5 Stunden 44 Min. zurück, 100 km in 5 Std. 7 Min. 3 Sek. I e n a ß y , mecker einen Mercedes-Wagen fuhr, erlitt einen Reifenbruch; er gebrauchte infolgedessen 2 Std. 15 Min. für die letzte Runde. Die Rennen verliefen ohne erheblicken Zwischenfall. Es waren 14 Teilnehmer vertreten, darunter die Hauptwagen der französischen Firmen, der deutschen Merccdes- wagen und der italienischen Jtaliawagen. Auch der Führer erlitt einen Unfall, indem sein Automobil umftürgte. Er selbst wurde aber nicht verletzt.

Familren-Nachrichten.

Gestorben: Herr Ruben Wol' in Darmstadt.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 9. August 1905: Wolkig, wärmer, vielfach Gewitterregen.

Näheres durch die Eleßener Wetterkarte.

IDod rntliMWifrlMt brr ssedksMk in dtt Keßen

15. Woche. Vom 9. April bis 15. Avril 1905. Einwohnerzahl: anaenommen zu 23 000 linkt. 1600 Mann Militär.

Sterblichkeitsziffer: 37,14

nach Abzug von 8 Ortsfremden: 22,28 °/ro.

Kinder

An m.: Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

ES starben an: Zusammen:

Erwachsene:

im

vom

1. Lebenswahr: 2.-

-15. Jahr

Tnvbus

1 (1)

KD

Lungentuberkulose

3

3

Blutvergiftung

2 (2)

i m

1(1)

Darmeinklemmung

3(2)

3 (2)

-

Lungenentzündung

3 (2)

3 (2)

-

Gebirnleiden

2(1)

2(1)

Krämpfen

1

1

Rofe

1

1

-

Lebensfckwäche

2

2

Herzfehler

2

2

'

Summa:

20 (8)

15 (6)

2

3 (2)

(rrnstmal-DrMmttdunqen.

Essen a. Ruhr, 8. Aug. Heute traten bei 16 Bau­unternehmern auf Beschluß der Streikleitung sämtliche Arbeiter in den Aus st and. Bisher sind im Industriebezirk nach Angabe der Sechserkommission 11823 Arbeiter aus gesperrt.

Breslau, 8. Aug. Aus Warschau wird gemeldet: Mehrere Pflasterer töteten einen streikenden Arbeiter, der von ihnen eine Unterstützung forderte und baraitf eine Arbeiterfrau zu erdolchen drohte. Er hatte sich auf der Flucht in dem evangelischen Seminargebäude versteckt, wo er auf dem Korridor durch Arthiebe erschlagen wlirde.

Thorn, 8. Aug. Beim Regiments-Ererzieren des 176. Infanterie-Regiments wurden sechs Mann vom Hitz schlag getroffen und ein Mann infolge Gehirnerweichung von plötzlichem Wahnsinn befallen.

Spremberg, 8 Aug. Zu dem Eisenbahn­unglück wird noch gemeldet, daß von einer Familie Vater, Mutter und Sohn umkamen, während eine zwölfjährige Tochter unverletzt blieb. Unter den Ge­töteten befinden sich auch der Justiz rat Rockau und Familie aus Görlitz. Die Passagiere des Görlitzer Zuges kamen weit glimpflicher davon. Amtlich wird gemeldet: Drei Zugbeamte aus Kottbus, sowie mehrere Reisende, wurden getötet. Außerdem sind fünf Personen verwundet. Ter Ver­kehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten.

Meerane, 7. Aug. DerMeeraner Ztgck zufolge ist heute in den Betrieben des Verbandes der vogtländischen Streichgarnfärbereien die Aussperrung voll­zogen worden.

Portsmouth (Engl.), 8. Aug. Unter Hurrarufen einer (Troßen Menschenmenge, sowie unter dem Danner der Gefcme her englischen Flotte und her Landbatterien dampften gestern Nachmittag 18 f r a u z ö s i s ck e K ri egsschiffe unter dem Be­fehl des Admirals Caillard nach dem eofent. Tas Geschwader fuhr an Hunderten von Jachten, unter denen fick mich die Jacht des deutschen Kaisers befand, vorbei, sobald die Flott-- Ankl-r geworfen hatte, gmg Admiral Eaillard an Bord der Jacht d-s Königs, um diesem den offiziellen Besuch zu macken Folgende Ordensverleihungen sanden statt: Den. Ad­miralen Pephau, Kommandant von Brest Caillard und Bue- admiral Touchard wurde das Großkreuz, den Admiralen Leygue und Pueck das Ko mm andern kreuz, 13 französischen Kap'.tanen das Ritterkreuz des Michael Georgs-Ordens verliehen

Newcastle, 8. Aug. Heber den Grund, aus dem Witte in Newport die 'Mayflower" verließ, sind zwei Versionen in Umlauf. Einmal hatte Witte erklärt, daß

ihm, der stets seekrank werde, die zweite Wasserreise höchst unbehaglich scheine, dann aber hätte der hiesige Staats­gouverneur das Programm dahin geändert, daß er die Japaner zuerst begrüßen wolle, während dis Russen w ar tend d aneb en stehen würden. Auch der befehligende Admiral hatte angesragt, ob er diesem Beispiele folgend zuerst an Bord des japanischen Schiffes gehen solle. Alle diese Dinge wären in die Presse gelangt und mögen Witte bewogen haben, dem Empfang, der den Ja­vanern den Vorzug läßt, aus dem Wege zu gehen. Die Schiffe, auf denen die Delegierten fahren, werden auf Befehl von Washington augenscheinlich unterwegs ange­halten. D<rs vorläufige Programm bm'agt: Die Japaner bleiben in Newport und Witte in Boston.

Paris, 8. Aug. Während seines Pariser Aufenthaltes sprach der deutsche Gouverneur Graf Götzen die Besorgnis aus, daß die mangelhafte Ueberwachung des Grenzgebietes durch die portugiesischen Behörden die räuberischen Banden zu Einfällen in deutsches Gebiet ermutigt würden. 6kaf Götzen erklärte, er werde es als die erste Aufgabe nach Rückkehr auf seinen Posten betrachten, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln den Schutz der deutschen Grenzen. zu verstärken. Er wollte so bald wie möglich die Bildung einer deutsch-ostafrika­nischen Miliz ins Werk setzen, meinte aber, man müsse daraus gefaßt sein, daß vor Vollendung dieser Institution die Feinde der Entwickelung Deutschostafrikas Mittel finden würden, diese zu zerstören.

Sarnen (Unterwalden), 8. August. In der hiesigen Gegend sind heftige Erderschütterungen beobachtet worden, durch die die Häuser erzitterten.

^«rs^erscM.

Frankfurt a. M., 8. 372% Reichnanleihe . . 101.30 3% do. . . . 90.30 3",% Koneols . . . . 101.25 °.% do......90.30

*/>% Hessen .... 100.65 3'/,-L überliessen . . . 99.50 4?o Oesterr. Goldrcnte . 101.75 4' ,56 Oesterr. Silberrente . 101.25 *4% Unirar. Ooldrcnto . . 97.85 4°/r Haben. Rente , . .. 4 5» Porhnrieser I , . . 68.35 3° Porht(riesen. III . . 68.30 1% Unif. Türken . . . 89.15 Türkenlose......134.60

4 % Griech. Monopol.-Anl. 55.50 4'/,% äussere Argontiner . 44.85

August Offizielle Schlusskurse. 3% Mexikaner .... 68 60 41 V1/ Chinesen .... 96.55 Electric. Schackert . . . 138 70

Nordd. Lloyd . . . . 133.60

Kreditaktien . . , , 211 40

Diskonto-Komtnandii. . . 194.00 Darmstädter Bank . . . 145.90 Dresdener Bank .... 16080 Berliner Handclsges . . 170 70 Oesterr. Staatabahn . . . 144.90 Lombarden .....18.90

Gotthard bahn......

Laurahütte..... 262.50

Bochum ...... 249.50

Harpener...... 220 70

Stn atschatzscheine . . . 100.95

Tendenz: fest.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Grünbergerstraße von der Wolsstraße bis Landmann« straße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- verkehr gesperrt.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Bleich st raße von der Ludwigstraße bis Stephanstraße- von heute ab bis auf weiteres für den Fuhrverkeht gesp errt.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die! Ludwigstraße von der Bleich- bis Goethestraße öonJ heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr ge­sperrt.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird dir Wolf st raße zwischen Grünberger- und Licherstraße vom heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt., Die unterm 27. Mai 1905 angeordnete Sperre des Großen Steinwegs zwischen Moltke- und Roonstraße wird hiermit aufgehoben.

Die unterm 13. Juli l. Js. angeordnete Sperre de§> Eichwegs wird hiermit aufgehoben.

Die unterm 13. Juli 1905 angeordnete Sperre der Bismarckstraße zwischen Lonpstraße und Südanlage wird hiermit aufgehoben.

Die unterm 20. Juli 1905 angeordnete Sperre deo Südanlage zwischen Bismarck- und Gartenstraße »L"b hiermit aufgehoben.

Gießen, den 5. August 1905.

Großh. Rolizeiamt Gießen.

Herberg.

Bekanntmachung.

Betr.: Besetzung einer Schutzmannstelle.

Am 1. Oktober l. Js. ist bei der unterzeichneten Behörde eine Schutzmannstelle mit einem Anfangsgehalt von 1320 Mk.,! steigend jährlich um 30 Mk. bis zum Höchstgehalt von 1800 Mk. zu besetzen. Geeignete Bewerber, die während ihrer aktiven Dienstzeit beim deutschen Reichshcer oder der deutschen Marine mindestens 3 Jahre Unteroffizier gewesen sind, wollen sich unter Vorlage selbstgeschriebener Gesuche, denen die Militär­papiere sowie Führungszeugnisse beizuschließen sind, bis zum 1. September 1905 melden und sich vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorstcllen.

Gießen, den 7. August 1905.

Großh. Boli- tarnt Gießen.

Herberg.

Vtliilüßmil m MMeitiW-Arbeiten.

Die für die Wasserverforaungsanlage des DomanialhofeK Lchtffenberg, Kreis Gießen, Oberhessen, erforderlichen Arbeiten und Lieferungen und zwar:

Los 1: Qnell'affnnqsarbeüen, Maschinenhäuschen und Behälter (20 und 14 cbm),

Los 2: Röhrengräben, Rohrlieserringen, Verlegung?- und Jn- stallationsarbeiten,

fallen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 durch fchriftl. Angebot vergeben werden.

Von der unterzeichneten Behörde, bei welcher Pläne und Bedingungen zur Einstcht offen liegen, sind die Angebotsvordrucke. gegen ganz freie Einsendung von 1 Mark in bar vom 10. d. Mts. ab zu beziehen.

?Ingebote sind unter Benutzung der Vordrucke versckl. und mit entfvrechender Aufschrift versehen, aus der auch die Los-Nr. ersichtlich ist, bis Montag, den 21. August 190.5, vormittags 12 Nhr auf unserem Bureau: Frankfurterstraße 29. einzureichen. Eröffnung in Ofegenivart der Bieter. Freie Auswahl bleibt vor behalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den 5. August 1905. B8/e

Großh. Kulturinspektion Gießen.

W'ßmann.