Ausgabe 
6.5.1905 Viertes Blatt
 
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* K l e i n e T a g e s ch r o n i k. Tas deutsche Fischerei-i Torpedoboot S. 21 beschlagnahmte den englischen, Fischdampser Langer der aus deutschem Gebiet in der Nordsee geiischt hatte und brachte chn nach Wilhelmshaven ein. In einem Hotel in Eomo hat sich ein elegant gekleidetes jimges Paar, an«; geblich Franz König und Frau aus Berlin, erschossen.

Karlsruhe, 5. Mai. Das Kaiserpaar traf irtro 5 Uhr mit den Prinzen Adalbert und Oskar hier ein. Au^ dem Vahnlwf waren zum Empfang das Großherzogspaar, das erbgroßherzoglichc Paar, Prinz Max nebst Gemahlin, Prinzessin Wilhelm, der Reichskanzler Graf Vülow und der preußische Gesandte v. Eisendecher. Die Straßen sind ge­schmückt. Das Rathaus ist in ein prächtiges Blumengewandl gehüllt. Einoffizieller" Empfang am Bahnhofe, sowis die Begrüßung durch die Stadtvertreter unterblieb auf Wunsch des Kaisers. Jedoch bildeten Vereine und Schulew vom Bahnhofe bis zum Schlosse Spalier. Rach derBad. Landesztg." hat die Studentenschaft der technischen' Hochschule das Ersuchen des Stadtrats, an der Spalier­bildung beim Einzug des Kaiserpaares teilzunehmen, ohne Angabe von Gründen abgelehnt.

Volitische Tagesschall.

Der Kaiser und die englische Preffe.

Eine gewisse englische Presse, die ihre Aufgabe darin erblickt, auf jede, selbst die törichteste Art an der Be rhe tz - ung zwischen England und Deutschland zu ar­beiten, findet in letzter Zeit Gefallen daran, allerhand Ge­rüchte über den Gesundheitszustand des deutschen Kaisers in Umlauf zu setzen. So verbreitete sie, als der Kaiser seine Mittelmeerfahrt antrat, die Nachricht, die Aerzte hätten dem Monarchen strengstes Ausruh en zur Pflicht gemacht. Da nun das so reichhaltige Reisepro­gramm diese Mär schleunig'st Lügen strafte, wurde von allen Orten, wo der Kaiser englischen Boden betreten hatte, heimwärts gekabelt, der Kaiser sehe auffallend guf gegriffen aus und es scheine nicht, als ob sein ^Aus­flug nach dem.Süden ihm die erhoffte Stärkung bringe.

Wir tun vielleicht diesen englischen Blättern und ihren Korrespondenten zu viel Ehre an, wenn wir uns an dieser Stelle mit.ihnen beschäftigen. Und nur deshalb, weil die Produkte ihrer Phantasie auch in Deutschland Eingang fanden, möchten wir hier erwähnen, daß einer unserer Ber­liner Korrespondenten in allerletzter Zeit Gelegenheit hatte, «aus dem Munde von Persönlichkeiten, die dem Monarchen jetzt auf seiner Seefahrt und in Italien nahe sein durften, zu hören, daß dem Kaiser auch diesmal seine Frühlings- fahrt auf das ausgezeichnetste bekommen ist und jeder, der mit ihm zusammentras, sich daran freuen konnte, wie kräftig und gebräunt sein Aussehen, wie vor­trefflich seine Stimmung und seine Laune waren. Bedauerlich bleibt es nur, daß auch solche Blätter jenseits des Kanals, die politisch ernst genommen werden wollen und denen nicht einmal die Fühlung mit offiziellen Kreisen abgesprochen werden kann, sich zur Weiterverbreitung so cklbernen und gehässigen Klatsches hergeben.

Volker, der Fiedler, ward nun neu, Er ein Held bis &um Tod getreu: Hat aus den Feind das Schwert er gezogen, Nun schwingt er sänftlich 'den Fiedelbogen, In bolde Träume die zu entschweben. Die bang in Nibelungennöten beben. Volker-Wilhelmj, dir ist's geglückt: In Nöten hast du uns geigend entzückt, Drum sei gelobt und innig geliebt, So lang es Wälsung und Niblunge gibt.

Bayreuth, Sommer 1876. * Richard Wagner.

Eine zeitgemäße Ehrung Schillers zum 100- jährigen Todestage plant der Ausschub zur Sammlung einer Schillerspende für das Rhein-Maiu-Gebict. Tie Schiller­spende soll einer planmäßigen Vvlksbildurigsarbeit in Hessen, Nassau, der Pfalz und angrenzenden Gebieten dienstbar gemacht werden: es soll eine beratende und anregende Zentralstelle für das Volksbildungswesen im Geiste Sciffllers geschaffen und die

Die enttäuschten Buren.

Wie England Versprechungen einlöft, zeigt sich an der neuen Transvaal-Verfassung^ Beim Friedensschluß von Der- «eniging hatte sich England verpflichtet, den Burenstaaten Selbst­verwaltung zu gewähren. Nun wird aber der Orange-Kolonie bis heutigen Tages eine Konstitution vorenthalten, und was man dem Transvaal mit den Bestimmungen über eine gesetzgebende Ver­sammlung bescheert hat, ist von Selbstverwaltung so weit ent­fernt wie von den Grundsätzen der Gerechtigkeit und Gleichheit.

apokryph bezeichnet wurde, den Schein zu bewahren sticht, als habe er Aeußerungen des Reichskanzlers wieder- gegeben, so sehen wir uns zu der Feststellung genötigt, daß derGaulois" einer groben Mystifikation zum Opfer gefallen ist. Die von ihm gebrachte Unterredung ist ein freies Phantasiegebilde. Richet hat den Reichs­kanzler nicht gesprochen und es ist ihm auf seine Be- nmhungen um eine Unterredung nichts weiter mitgeteilt worden, daß als der Reichskanzler nicht in der Lage sei, ihn zu einem politischen Gespräch zu empfangen.

. ~~ Der Staatssekretär des Reicks-Justizamtes, Dr. Nreberding hatte sich gestern nach Leipzig begeben, um mit verschiedenen Vertretern des Reichsgerichts Rück­sprache zu nehmen wegen der Neubesetzung des durch den Tod deS Dr. Gutbrod erledigten Präsidenten­postens. Jedoch haben sich die Besprechungen zu be­stimmten Vorschlägen noch nicht verdichtet. Die Angelegen­heit befindet sich noch vollständig in der Schwebe und dürfte auch vor 14 Tagen nicht erledigt sein. Ob der Unterstaats­sekretär im Staatsministerium v. Seckendorfs für den Posten in Betracht kommt, steht zurzeit noch nicht fest.

Düsseldorf, 5. Mai. Heute mittag ist der Geh. Kommerzienrat Dr. ntg. Carl Lu eg, Mitglied des Herren­hauses, gestorben. (Dr. Lueg war einer der bekanntesten rheinischen Großindustriellen. Er war Generaldirektor der Gute Hoffnungsbütte, Aktienverein sür Bergbau und Hütten- betrieb in Oberhausen und gehörte ferner dem MfsichtS- rate verschiedener bedeutenden Gesellschaften an, so als Vor­sitzender des 'Mfsichtsrats der Konkordia, Bergwerks-Ge­sellschaft in Oberhausen und der Niederrheinischcn Güter- Assekuranz-Gesellschaft in Wesel 2c.)

Deutsches Reich.

Berlin, 5. Mai. Ueber den Aufenthalt des Kaisers in den Reichs lan d en sind vorläusig folgende Dispositionen getroffen worden: Der Kaiser trifft am 8.' d. M. von Karls­ruhe in Straßburg ein. Am 9. d. M. wird sich der Monarch im Automobil zur Besichtigung der Hohkönigsburg begeben. Am 11. d. Mts. begibt sich der Kaiser nach Schloß Remel- fingen, um den Präsidenten des Landesausfchuffes, Ab- geordn. Dr. Max von Jaunez, zu besuchen. Rach Einnahme des Frühstücks reist der Kaiser nach Metz weiter. Nach seiner Ankunft daselbst begibt er sich mittels Automobils nach der FesteKaiserin", und reitet nach der in Gravelotte errichteten Gedenkhalle. Vor dem Kirchhofsportal versammeln sich 203 Bürgermeister und Beigeordnete des Landkreises Metz, sämt­liche Gemeinderäte von Rozörieulles und Gravelotte sowie der evang. und der katholische Pfarrer von Gravelotte. Auf dem Friedhöfe nehmen etwa 1600 Krieger und diesen gegenüber etwa 600 Mitglieder der lothringischen Sanitäts­kolonne Aufftellung.

Die Rordd. Allg. Ztg. schreibt: Da der Verfaffer deS imGaulois" abgedruckten Artikels, der bereits als

, .r i § , 4. Mai. Der Londoner Korrespondent desGau-, locs Wtc emc Unterredung mit dem Herzog von Orleans über besten bevorstehende Fahrt nach dem nördlichen Eis- mcer. Der Herzog stellte in Abrcd-e, daß es seine Absicht fei/ und) dem Aoropol 1 orzndringen; er wolle keinen Rekord schaffen, mn ;?iel sei em bescheideneres: er wolle nur eine Ghibtenretfc nacn dem Gebiete, welct>es Mischen Grönland und der Insel Ar. mitten liegt, unternehmen.

WölhkllMe UrderW bft TsdrsWe in dttZtadtGikßku

8. Woche. Dom 19. bis 25. Februar 1905.

Einwohnerzahl: angenommen zu 28 000 linkt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,28

Abzug von 4 Ortsfremden: 16,70o/ao.

örtliche Volksbildnngsarbeit (Vortragswesen, Volksbibliotheken, Volkskunstpflege), namentlich in ärmeren Orten, unterstützt werden. Wer sich an einer solchen Ehrung unseres' großen Dichters beteilst gen tritt,, wolle seinen Beitrag an Herrn Charles L. Hallgartenj in Frankfurt a. M., Nene Mainzers'. 74, richten. Der Eingang, jeder Gabe wird durch Quittung bestätigt.

Summe 12 (3) 8 (3) 1 3

. m. : Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel' der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr, 1

Die ganze Verfaffung kennzeichnet sich als Ausdruck des Miß­trauens gegen das holländische Element. Sie bedeutet nicht nur eine Zurücksetzung, sondern geradezu eine Demütigung der $>nren,, wie General Botha richtig bemerkt im Hinblick auf die Vorschrift, daß den Burenvertretern in der gesetzgebenden Ver- sammlung nur mit Erlaubnis des Präsidenten der Gebrauch 'der holländischen Sprache gestattet ist. Die vertrauensseligen Buren, denen selbst die Engländer nachsagen müssen, daß sie sich nach dem F^densschluß als loyale Untertanen erwiesen haben, diese gut- Alaubigen Buren, trugen sich mit der Hoffnung auf eine nach dem Muster der englischen zu geschnittenen Verfassung und sehen nun,, daß ihnen wesentliche politische Freiheiten überhaupt nicht gewährt werden. Denn die Zusammensetzung des Transvaalparla­ments, dessen^ Befugnisse ohnehin außerordentlich beschränkt s ud, yietet alle möglichen Garantien dafür, daß die Engländer Herren im Hause bleiben. Ein Teil der Londoner Presse, insbesondere die wahrheitliebendeMtorning Poft" ist ehrlich genug, die Transvaal-Verfassung als fehlerhaft zu bezeichnen. Sie rät aber «uren, sich einstweilen zu bescheiden, da die Gewährung be­schränkter Verwaltung nur eine Etappe sei auf dem Wege zur vollen Selbstverwaltung, wie ihn auch das Kapland und die Natalkolonie gegangen wären. Das letztere ist richtig, aber in den früheren Burenstaateu spielt die Rassenverschiedenheit eine gan# andere Rolle, und die Transvaalverfassung ist schwerlich ge­eignet, das zurückgesetzte holländische Element einer Versöhnung mit dem englischen geneigt zu machen. Was die m Transvaal lebenden Deutschen betrifft, die etwa ein Neuntel der Gesamt­bevölkerung ausmacheir, so müssen sie sich erst naturalisieren lassen, ehe sie politische Rechte erlangen können. Da sie aber noch jeder politischen Organisation ermangeln, werden sie für absehbare Zeit kaum Einftuß aus die Gesetzgebung gewinnen.

Kinder

Zusammen: Erwachsene: im vom

Kleines Ieuisseton.

Ehrung für Anguft Wilhelms. DasWiesb. ,'£ag?bt" brachte jüngst die Nachricht, daß man am Geburtshaus .August Wilhelmjs zu Usingen eine Ehrung des gefeiertsten und populäfflen Geigers seit Papaninithe greateft among the .Angs of the violin" nennen die Kritiker englischer. Zunge Wilhelmj:Den größten unter denKönigen der Geige" plane und der Hunger Bürgerverein einen Aufruf zur Einzeich­nung von Beiträgen beabsichtige. Die Gedenffeier sollte am 21. September d. I. ftattrinben dem Tage der 60. Wiederkehr des Geburtstages. Die Mitteilung ging in andere deutsche, auch englische 'und amerikanische Blätter über, was bei der hohen internationalen Bedeutung unseres Landsmannes nicht auffällt. Ist August'Wilhelms doch wie kaum ein anderer Künstler in des Wortes eminentem Sinne eine Weltberühmtheit. Seine Weltreise (18781882) führte ihn durch alle Länder Europas, Amerikas, Australiens, Asiens, Aegyptens usw.: in allen Zonen dar Erde hat er gestanden, bewundert und verehrt, der erfolg­reiche Vorkämpfer deutscher Kiittnr und Kunst. Vor ungefähr zwölf Jahren hat er seinen ständigen Wohnsitz hon, Wiesbaden nach London verlegt undhier entfaltet er", wie dieTimes" hervorhebt,ununterbrochen eine für das musikalische Leben Englands so sehr verdienftlicbe Wirksamkeit. Die Zahl ferner Schüler und Bewunderer wächst täglich. Wilhelms war es bekannt­lich auch, der zuerst seine beiden Fremrde, Richard Wagner und Haus Richter, in England eiufübrte, und namentlich für beit elfteren stets die anerkannt erfolgreichste Propaganda machte. Im Tonleben Londons erfolgte eine förmliche Umwälzung feit den von Wilbelmi =877 veranstaltetenRichard Wagner-Festivals" in der Alberthall, wo er, gleichwie in Bayreuth 1876, Or­chester führte und Wagner unter Assistenz Richters persönlich

Kirche und Schule.

Dr. Karl M ommert, Pfarrer von Schweinitz, ^Aus dem Leben eines DorfpsarrerZ^ (E. Haberland^ Leipzig-R.) 490 Seiten 8°, Mk. 4.50. Unter diesem bo scheidenen Titel macht der Pfarrer von Schweinitz den Leser mit den verschlungenen Pfaden bekannt, auf welchen er der Wissenschaft auf dem Gebiete der Topographie des heiligen Landes Dienste leisten konnte. Der Drang, durch eigene An­schauung sich ein Urteil über Länder und Leute zu bilden^ führte ihn durch Schweden und Norwegen bis ans Nordkap von Europa, durch Frankreich und Spanien bis nach der Nordwestküste von Afrika, durch Belgien und Holland nach England, durch die Schweiz nach Italien, durch Oesterreich- Ungarn nach Konstantinopel, über Triest und Korfu nach Athen, nach Kleinasien, Syrien, Palästina und Aegypten^ wobei Abenteuer der verschiedensten Art an unser» Autor herantreten, so daß der Leser zuweilen glaubt, einen Band! von Karl Mays Reiseromanen in der Hand zu haben. Das! Buch bietet eine anregende Unterhaltung, belehrt aber auch,' indetn die Veröffentlichung amtlicher Korrespondenzen deS Verfaffers einen Einblick in die geistliche Geschäftspraxis bietet' und zeigt, daß es unter Umständen nicht so leicht ist, Dorf. Pfarrer zu werden.

(Geisteskranke ausge- OusiliiiCt KlSr TUi schlossen). Behaglich eingerichtete kleine Anstalt (bis 80 Patienten). Kühler schattiger Park. Vorzügliche sorgrsnnie Verpflegung bei engstem Familienanschluss. (Depen­dance für Minderbemittelte.) rro-

Dr. Jtf. Scbulze-KahTe.ysR. Nervenarzt. RB Sanatorium Hofheim im Taunus.

die Aufführungen leitete". So das Weltblatt. Natürlich sand gerade in London die Nachricht von der beabsichtigten Feier seines 60. Geburtstages zu Usingen,ncar Wiesbaden", mächti­gen Anllang und eine Anzahl hervorragender Personen trat zu­sammen, welche nunmehr zur Beteiligung und Geldbeiträgen auf­fordert. Die gesamte Bresse unterstützt einmütig das Vorhaben (Nach denDaily News" ist die Adresse derEnglish Committee sor the Wilhelmj-Festtval!": 51. Edith Road, West Kensington.) Eine Zeitung erinnert bei dieser Gelegenheit durch Veröffent­lichung der geschickten englischen Uebertragnng von Tora L. Beck au jene Verse, welche im August 1876 Richard Wagner seinem Freunde und Mitstreiter widmete, die im Original also heißen: Meinem Wilhelms!

Ein Vergleich.

-tt- Berkin, 5. Mai.

Es versprach ein fetter Sens-ationsprozeß zu werden, der Beleidigungsprozeß, den dieNational- gegen den Herausgeber derZukunft", Maxi­milian Harden, angestrengt hatte und ein magerer V e r g l eich ist das Ergebnis der heutigen Verhandlung. Nicht immer trifft das Wort zu, daß der magere Vergleich dem fetten Prozeß vorzuziehen sei. Harden hatte in derart starken Worten die angebliche Abhängigkeit derNa­tional ztg." von Berliner Großbanken und Bank­direktoren behauptet, er hatte in so scharfer Weise daraus Schlüffe gezogen, die für ein Preßorgan in hohem Grade verletzend und insbesondere dessen Myehen in der Oeffent- lichkeit schwer beeirrträchtigend waren, daß man erwarten mußte, dieNationalztg." werde unter allen Umständen den angebotenenWahrheitsbeweis" Hardens an sich cherankommen lassen, um dadurch die Haltlosigkeit der Be­schuldigungen aktenmäßig festzusteNen. Wir halten es für einen Fehler, daß dies nicht geschehen ist, für einen schweren Fehler im Interesse der Berliner Presse. Eine Grrmdlage für einen Vergleich wäre dann vielleicht vor­handen gewesen, wenn der Beklagte, Harden, den Vorwurf als unzutreffend zurückgenommen hätte: daß Geld von Banken^ für dieNationalztg." erbeten und hergegeben wor­den sei. Indessen zu diesem Widerruf hat sich Harden ausdrücklich nicht verstanden, sondern nur zu dem Bedauern überschwer beleidigende Worte." Das kann nach Lage der Sache weder eine Aufklärung noch eine .Genugtuung sein, wenn auch die Unabhängigkeit der Nationalztg."-Redaktion zweifellos ist. Nach dem eigenen Pericht, den heute abend dieNationalztg." bringt, hat der Chefredakteur derNationalztg." an Gerichtsstelle wiederholt geäußert, er würde es mit großer Freude be­grüßen, wenn der Beweis für die Beschuldigungen versucht würde. Das Mittel zur Erzwingung dieses Beweises war die Ablehnung von Vergleichsvorschlägen.

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Elga" von Gerhart Hauptmann ist soeben iw Verlage von S. Fischer, Berlin, in Buchform erschienen.

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Eine deutsche wirtschaftliche Erpeditioni nach Marokko vlaut, demGlobus" zufolge für den Sev- tember d. I die. deuischc ..Mittclm-krMIschä^ die früher- Marokkaimche Ge,ell)ck>aft", die al)o mit dem französischenCo-, mitö bu Maroc" in Konkurrenz treten will. Ein Geologe soll teilnehmen und im Hohen Atlas 'das Vorkommen von abban-v fähigen Erzen (Antimon und Eisen) swdieren.

~ E ineA erztek on f e ren z im Bezirk Merseburg be-. Moy auf Antrag des Hallen)er Professors Schmidt-Rimpker, den- deutlcheu Aerztewg m Straßburg zur Stellung gegen d-e Neu-/ grünbung medizinischer Aka demi en zu veranlassen.

Gehirns

I Gehirn­entzündung Krämpfen Schlagfluß

Nr. 106 Viertes Blatt. 155. Jahrgang Samstag 6. Mai ISO®

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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

Krebs

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Blinddarm-

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Gallenblasen

entzündung

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Altersschwäche

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Verunglückung

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