Ausgabe 
6.5.1905 Drittes Blatt
 
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Wr* 106 Drittes Blatt. 155. Jahrgang

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Samstag «. Mai 1888

Rotationsdruck und Verlag bec Srühl'sch« UnwersitLtSdruckeret. R. Laag«, Gieße».

Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr. L.

Lei. Rr. bl. Telegr.-Adr. \ Ln-etg« Gieße»,

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

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Znw Geburtstage des Kronprinzen.

Heute, am 6. Mai, vollendet der deutsche Kronprinz fein 23. Lebensjahr. Der Geburtstag hat diesmal eine erhöhte Bedeutung, Werl er voraussichtlich der letzte vor der Vermählung des Kronprinzen mit der Herzogin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin ist.

Jv dem Hohenzollerrchause ist es ein uraltes Hcms- gesetz, daß jeder Sohn von frühester Jugend an dem Heere angehört. Der Kronprinz geht jedoch in seinem militäri­schen Beruf nicht vollständig auf. Dem jungen Studenten war während zweijährigen AuftnthEs auf 'der Hochschule zu Bonn auch Gelegenheit geboten, sich einem weiteren Kreise jugendlicher Genossen anzuschließen, um darin sich Menschenkenntnis und Freundschaft fürs Leben zu erwerben. Sicher ist die Bonner Zeit nicht ohne Einfluß geblieben auf seine Menschenkenntnis. Man wird in den Eigenschaften des Kronprinzen manchen Zug wiederfinden, der die ehr­würdige Persönlichkeit seines Urgroßvaters dem Herren des deutschen Volkes so teuer gemacht und den dessen unver­geßliche Mutter, als er noch Knabe war, in die Worte zusammengefaßt hat:Einfach, bieder und verständig." Möge diese 'Aehnlichleit zwischen dem Kronprinzen und seinem 'Ahn, die auch in der äußeren Erscheinung zu tage tritt, sein weiteres Leben beherrschen!

Mlitische Tagesschau.

Eine Rüge

hat der Landgerichtsrat Busch von der dritten Ber­liner Straftammer wegen seines Verhaltens in einem Preßprozeß erhalten.

Herr Busch hatte, als ihn der Redakteur Richard Löwe als besangen ab lehnte, geäußert: wenn er ab ge­lehnt werden solle, weil er schon ftüher Redakteure zu hohen Strafen verurteilt habe, so könnte ihn mit demselben Rechte jeder Dieb als besangen ablehnen, denn er habe in seinem Leben schon viele Spitzbuben zu erheblichen Strafen ver­urteilt. Löwe protestierte sofort gegen diesen Vergleich und beantragte die Protokollieruna der Bemerkung, was aber Landgerichtsrat Busch zurümvies. Der Redakteur be­schwerte sich nun über die Aeußerung des Herrn Busch beim 'Landgerichtspräsidenten, der aber ein Einschreiten ablehnte. Nunmehr ging Löwe zum Kanrmergerichtspräsidenten, und von diesem hat er dann folgenden Bescheid erhalten:

Auf ihre Beschwerde vom 26. Dezember 1904 wider den Be» /cheid des Präsidenten des Landgerichts! in Berlin vom 20. Dezember 1904, in Ihrer Anzeigesache gegen den Landgerichtsrat Busch, teile ich Ihnen mit, daß ich dessen Bemerkung ans Ihr Ablehnungsgesuch in der Hauptverhandlung der dritten Strafkammer des Landgerichts I vom 14. November 1904 gegen Sie wegen Beleidigung,mit demselben Rechte könne ihn jeder Dieb als befangen ablehnen, denn er habe in seinem Leben schon viele Spitzbuben zu erheblichen Strafen verurteilt/ als nicht an­gemessen bezeichnen muß. Landgerichtsrat Busch hat allerdings erklärt, es habe ihm einen Vergleich zwischen Ihnen und einem Dieb ferngelegen. Aus Ihrem Antrag, seine Worte zu protokollieren, hätte er aber entnehmen können, daß Sie sich durch die Worte verletzt fühlten, und deshalb damals gleich Veranlassung nehmen sollen, Ihnen eine entsprechende Erkärunq zu geben. Ich werde dem Landgerichtsrat Busch das Erforderliche eröffnen lassen. Dr. v. Schmidt/

Aus Stadl und Land.

Gießen, 6. Mai 1905.

* Kunstverein. Für die kommende Woche wird ein vollständiger Wechsel der Gemälde vorgenommen, wobei eine Kollektion des Malers Prof. Lud. Willroider-München zur Ausstellung kommt. Zu erwähnen ist, daß diese Arbeiten des bekannten Meisters ganz neu sind und hier zum ersten male zur Ausstellung gelangen, auch das einzig existierende Porträt dieses Künstlers von W. Preetorius-München wird mit ausgestellt. Weitere Kollektionen von Prof. Knorr- Karlsruhe und eines Thoma-SchülerS, F. Dummber- Frankfurt werden der Ausstellung u. a. noch angereiht. Von beute an bleibt die Ausstellung einige Tage geschlossen.

** Der Gießener Radfahrerverein 1885 .schreibt uns: Anläßlich unseres' 20. Stiftungsfestes ver­unstaltet der Gau 9 Frankfurt a. M. des Deutschen Rad- sahrerbundes am 2. Jüli d. I. eine Dauerfahrt nach Gießen. Daran können sich Vereine, Motorfahrer und Einzelfahrer <auch Damen) beteiligen. Die zu fahrende Strecke soll min­destens 100 Km. betragen. Der Start kann beliebig er­folgen, jedoch muß die Fahrt am Sonntag mittag 12 Uhr beendigt sein. Vereine, welche mit der festgesetzten An- zahl Teilnehmer eintreffen, erhalten ein kunstvoll ausge- sührtes, eingerahmtes Gaudiplom, Einzelfahrer ein extra dafür angefertigtes Erinnerungszeichen.

*» Von den Konfessionen. Im abgelaufenen Rech«- vungsjahre sind im Großherzogtum Hessen 134 Katholiken zum Protestantismus, 48 Protestanten zum Katholizismus Abergetreten. .

- Eine orthographische Eigentümlichkeit auf hessischen Münzen soll nunmehr allmählich verschwinden. Wie der ZeitschriftDie deutschen Reichsmünzen" aus Darm­stadt gemeldet wird, hat die Regierung des Grobherzogtums bestimmt, daß auf den neuen Ausmünzungen für das Groß­herzogtum die Aufschrift nicht wie bisher Grosherzog, sondern Grossherzog lauten soll. In dieser Form sollen bereits in der königlichen Münze zu Berlin die Doppelkronen von 1905 ausgeprägt worden sein.

-. Dutenhofen, 5. Mai. Die Arbeiten zum Umbau »unserer altehrwürdigen Kirche sind nunmehr ausgeschrieben, und damit die Veränderung noch in diesem Jahre ausgefuhrt werden kann, wird der Erweiterungsbau gleich nach Pfingsten errichtet werden. Schon lange hat sich das Kirchlein als zu klein erwiesen, da der Kirchenbesuch in unserem über 1000 Ein­wohner zählenden Dorfe stark ist. Rur in dem Umstand, daß die Gemeinde finanziell schwer belastet ist zu der am 11» Mai eröffneten Güterausladestelle muß sie allein 15 000 Mk.

steuern liegt der Grund zum Hinausschieben der so dringend nötigen Vergrößerung unseres Gotteshauses. Im vergangenen Oktober hat die Kirchenbehörde in sämtlichen Kirchen der Rheinvrovinz für das Projekt eine Kollekte erheben lasten. Die Kirche wird in ihrem neuen Kleide auch eine neue Orgel erhalten.

Kleine Tageschronik. DemKonigshütter Tagebl." zickolge, schoß auf der Hugo-Kolonie bei Laurahütte (Schles.) der 26 jährige Kaufmann Kramarczyk auf seine Geliebte, verletzte sie Ichwer unb tötete sich daun selbst. Zur Tat bewog ihn, daß die^Elteru des Mädchens die Heirat des Paares nicht gestatteten. Der Stationsgehilfe Kuhn in Tuetzing (Bayern) verübte einen Mordversuch an dem dortigen Stationsvorsteher Wallap, der eine leichte Fleischverletzung durch einen Schuß erhielt. Kuhn beging Selbstmord.

Kcrichtslaal.

(it.) Gießen, 5. Mai. Die Strafkammer verurteilte ben Dienstknecht Friedrich Scb. von Friedberg wegen fahr­lässiger Körperverletzung zu 20 Mark Geldstrafe. Sch. ist imt eine Straßenbiegmrg im starken Trab gefahren, ohne auf die WarnungAtafel zu achten und überfuhr dabei ein 9 jähriges Kind, das jedoch nur geringen Schaden nahm. Der Tapezier Franz B. in Gießen hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts Berufung erhoben. Er hatte nachts einem Studenten, mit dem er ftüher D-rfferenzen gehabt hatte, aufgelauert und ihm mit einem Stein eine schwere Verletzung über dem linken Auge bei geb rächt. Der zugerufene Arzt veranlaßte eine sofortige Ueberführung in die Klinik, wo konstatiert wurde, daß ein Stück des Knochens über dem Ange abgesprengt war, das einen Druck auf das Auge ausübte. Von einer geplanten Operation mußte abgesehen werden. Seit dec Zeit sieht der Verletzte auf dem betr. Auge doppelt: auch 'merkt man auf den ersten Blick, daß das Auge tiefer liegt. Da die Tat schon am Anfang Dezember vor. Jahres verübt wurde und die Beeinträchtigung des Sehver­mögens sich noch nicht gebessert hat, war der Sachverständige nicht in der Lage, sichere Auskunft über spätere Besserung zu geben. Der Angeklagte leugnete die Täterschaft und will in der fraglichen Nacht überhaupt nicht an den Tatort gekommen sein, doch machte er Feinen Versuch, seine Unschuld nachzuweisen. Der Versuch, den Verletzten durch eine Reihe von Zeugen als un­glaubwürdig erscheinen zu lassen mußte als kläglich mißlungen angesehen werden. Unter diesen Umstanden sah sich das Gericht veranlaßt, der von der Staatsanwaltschaft vorsorglich eingelegten Berufung stattzugeben und unter Verwerfung der Berufung des B. die Strafe auf 10 Monate zu erhöhen. Hätte B. von der Berufung abgesehen, so wäre es wohl bei der von dem Schöffengericht erkannten Sttofe von fünf Monaten Ge­fängnis geblieben. Wegen Diebstahls und Mundraubs wurde der Schuhmacher geselle Franz W. von Miltenberg zu vier Monaten Gefängnis und zwei Wochen Haft verurteilt. Er hat seinem Meister unter Anwendung eines falschen Schlüssels zwei Paar Stiefel gestohlen, sowie Freimarken und Eier entwendet. Ein von der Staatsanwaltschaft angefochtenes Urteil des Schöffen­gerichts Nidda fand seine Bestätigung. Polizeidiener S. rmd Sparkassenrechner R. waren angezeigt, daß sie entgegen einer für Nidda geltenden Polizeiverordnung, bei Tag die Abortgrube des Sparkassegeländes haben entleeren lassen, indem sie den Wagen auf den öffentlichen Platz vor der Sparkasse stellen ließen. Weder die erste noch die zweite Instanz konnte den fraglichen Platz als einen öffentlichen im Sinne der Polizetverwaltung ansehen, weshalb die Sache in beiden Instanzen mit Freisprech­ung endigte.

Mainz, 4. Mai. Vor der Strafkammer wurde heute gegen die 22jährige Putzmacherin Elisabeth« Herbrand aus Worms wegen Nötigungsversuches verhandelt. Wie aus dem Prozeß Malzi hervorging, wurden die beiden Hauptbelastungszeuginnen, die Mädchen Zimmermann und Schmidt von einigen Personen mit grimmigem Haß verfolgt und gehetzt: auch die Angellagte hatte sich als die berufenste Vertreterin des Propstes gefühlt. Ms am 20. Februar die 14 jährige Schmidt den Dom verließ, folgte ihr die Angeklagte, packte sie am Arm und rief ihr zu:Du schämst Dich nicht und gehst noch in die Kirche?" Dabei erhob sie den Arm und drohte mit dem Finger; dann fügte sie noch hinzu:Morgen kommst Du nicht mehr in die Kirche!" Auch am Tage vorher rief die Angeklagte anderen Mädchen, als die Schmidt vorüberging, M:Da ist fiel Ver­schlagt sie!" Oberstaatsanwalt Dr. Schmidt führte aus, daß damals die Mädchen Zimmermann und Schmidt in der empfind­lichsten Weise von phantastischen Menschen verfolgt worden seien, sei in der Verhandlung gegen den Propst festgestellt worden; selbst heute noch hätten beide Mädchen darunter zu leiden. Durch die heutige Beweisaufnahme habe sich zwar kein Nötrgungsversuch ergeben, wohl aber die Feststellung tätlicher und wörtlicher Be­leidigung. Das Gericht nahm eine tätliche und wörtliche Be­leidigung als erwiesen an und verurteilte die Herbrand zu. 20 Mk. Geldstrafe, et?ent. 4 Tagen Gefängnis; außerdem soll das Urteil am Stadthaus in MormS öffentlich angeschlagen werden (W. Z.)

Paris, 5. Mai. Beaudry b Aßoni wurde wegen Schmuggels von Cigarren und Cigaretten ans Belgien nach Frankreich zu 700 Francs Geldstrafe verurteilt. Auch wurde sofortige Beschlagnahme der Ware angeordnet.

New-Pork, 4. Mat. In der dritten Verhandlung des M ordprozesses gegen die Schauspielerin Pettenson, die unter der Anklage steht, den Buchhändler Joung, in einer Droschke erschossen zu haben, konnte sich die Pettenson .nicht einigen. Dies hat zu bedeuten, daß die Ange­klagte auf freien Fuß gesetzt wird und die Anklage niedergeschlagen werden mutz.

Chicago, 4. Mai. Eine wichtige B e l a st u n g s z e u g i n in dem hier anhängigen Prozeß gegen den Frauenm örder Hoch, (bekanntlich einen geborenen Bingener) ist plötzlich ver­schwunden. Es ist die Anna Holzapfel, welche eine der Frauen Hochs während ihrer tötlichen Krankheit gepflegt hat.

HLniversitäts-Machrichten.

D as n e u e h y g i en i s ch e In st i tu t an der B e r l i n e r Universität in der Hessischen Straße ist am Dienstag feierlich er­öffnet worden. Direktor ist Geheimer Medizinalrat Prof. Rubner

Landwirtschaft.

Karlsruhe, 5. Mai. Hier fand heute der 22. Verbands­tag der landwirtschaftlichen Konsumvereine statt. Dem Jahres- berickü entnehmen wir, daß der Verband 560 Vereine mit über 40 000 Mitgliedern zählt. Besonders zu nennen sind 10 Getreide­absatzgenossenschaften, 35 Vereine, die sich 'gleichfalls mit dem Getreideverkauf befassen, 15 mit dem Eierverkauf, fünf mit Vollmilchvcrkauf, 15 im Molkereibettieb und vier Wtnz ervereine. Ein besonderes Gewicht legt der Bericht auf die Revistonstättg- feit des Verbandes int Interesse der gedeihlichen Entwicklung der Verbandsvereine. Der Ein- und Verkauf landwirtschaftlicher Bedarfsstoffe beläuft sich bei Düngemitteln auf 1100 300 Mark, Sämereien 130 000 Mark, Futtermittel 815000 Mark, Kohlen 200 100 Mk., Verschiedenes 180 700 Mk., Getreideverkauf durch

die Filiale in Mannheim 991 000 Mk. Die Tätigkeit im gerwssen-i schaftlichen Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse war nach dem: Bericht besonders bei der genossenschaftlichen Getreit«verwertmtgi außerordentlich beftiedigetrd. iNls großer Erfolg auf dem Gebiete des Tabakbaues wird die Tatsache bezeichnet, daß nunmehr die Tabakhändler und Großhändler beveit sind, mit dem Verband die Hebung des Tabakbaues zu fördern und die Mißstände beim Tabakverkauf zu beseitigen, die den Ausbau nach bester Qualität nicht aufkommen ließen. Direktor Steitz-Mannheim sprach über den Verkehr des Verbandes mit den Proviantämtern, der einen, wesentlicbetl Fortschritt bedeute gegenüber dem direkten Verkehre der Produzenten mit diesen Aemtern.

Kandck und 'Seriulir. Volkswirtschaft.

Märkte.

Gießen, 6.Mai. Marktbericht. Alls heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pid. 1.101.20 Mk., Hühnereier 1 St. 56 Vfq. 2 Stck. 00OO Vfg., Gänfeeier 15OO Vfg., Etlteneier 67 Pfg., Käse in*. Stck. 68 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Pfg. Erbsen vr. Liter 21 Pfg.,. Lilüenpr. Liter 32 Pfg., Tauben vr.PaarO,8O-0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,001,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80 Mk., Enten pr. Stückj 1,802,20Mk., Gänse ur. Pid.5565Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfund' 7080 Pfg., Kllh- und Rindfleisch pr. Pfund 6268 Pfg., Schweine-! fleisch pr. Pfund 6076 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfunds 80 Pfg., Kalbfleiseh pr. Pfd. 7074 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfundi 5074 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6,507,00 Mk., Zwiebelnpr. Ztr 8,0010,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aevsel per Zentner O- bis 0 Mk., in Körben 0000 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Zwetschen per Zentner 0.000.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.100.15. Markheit 71 Uhr.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt a.

372% Reichsanleihe , . 101.50 3Vg do. ... 90.20 37,% Kongola . . . . 101.40 do. ..... 90.50 37«% Hessen .... 100.25 37,26 Oberhessen . . .. 4% Oesterr. Goldrente . . 101.70 47v2t» Oesterr. Silberrento . 101.20 4% linear. Goldrente . . 99.85 4% Italien. Rente . ult 106.30 4 % Portugieser I , . . 67.30 3°/ Portugiesen. IH . . 67.45 1% Unif. Türken . . . 88.40 Türkenlose......135.40

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 51.80 47,% äussere Argentiner.

Tendenz:

5. Mai. Offizielle Schlusskurse.

3o/n Mexikaner .... 34.80 4%% Chinesen .... 96.10 Electric. Schuckert . . . 135 50 Nordd. Lloyd . . . . 123.20

Kreditaktien ..... 20810 Diskonto-Konmandit, . . 187.20 Darmstädter Bank . bz. 141.50 Dresdener Bank .... 155 00 Berliner Handelsges. bz. 167 75 Oesterr. Staatsbahn . . . 14210 Lombarden ..... 16.40 Gotthardbahn ...... Laurahütte..... 268.50

Bochum . . - . . . . 245.30 Harpener . . . . . 216.25

Staatschatzscheine . bz. 100.60

schwach.

Schwaches Newyork drückte auf die Kurse und wurden be* sonders Montanwerte davon betroffen Banken abgeschwächL Fonds ziemlich gut behauptet. Schluß schwach cnif Realisationen.!

Gegen die Genickstarre, die neuerdings in Deutschland epidemisch auftritt, giebt^ rmr einen Schutz, nämlich Vorbeugen durch Ausspuken der Rachen- und Nasenhöhle mit bakterientötenden Flüssigkeiten, so hat ein höherer Medizinalbeamter aus dem Kultus­mini st eri um einedarau fabzielendeJnterpellation im preuß. Abgeordnetenhaus beantwortet. Denn, so erklärt der Negierungsvertreter, in allen Fällen von Genickstarre hat man die Kokken derselben auf Rachen- und Nasenschleimhäuten der Erkrankten bestimmt Nachweisen können. Da eben die G e n i ck - starrekokkengegengewisseAntiseptikase hrw en i g w i d e r st a ir d s f ä h i g sind, so kann man sie an den Stellerr des Körpers, die sie als Angriffspunkte benutzen, nämlich in Murrd- und Nasenhöhle, durchAusspülenmitsolchen sehr ver­dünnten Antiseptieis leicht abtoten und unschädlich machen. Am zweckmäßig ft en zu solchen,Ausspülung en. (Aufziehen in die Nase und Gurgeln) hat sich das Mund- Zahn wasser Densos er wiesen, denn'es enthält das im Abgeordnetenhaus als sicher st es Gegen­mittel angeführte Llntiseptikum und 13 Tropfen auf ein Glas mit Wasser genügen zum Aufziehen in die.Nase, 515 Tropfen zum Reinigen der Rachenhöhle. Densos ist auch ein sicherer Schutz gegen andere Krankheiten und bezüglich des aus­gezeichneten Geschmackes und Geruches wie der vorzüglichen Wirkung auf Zahnfleisch und Zähne als Mundwasser für den täglichen Ge­brauch sehr zu empfehlen. Densos ist in allen einschlägigen Ge­schäften zu Mk. 1.50 pro Flasche zu haben und reicht monatelang aus. Dtan weise Ersatzpräparate energisch zurück! Ersatz fürDensos" giebt es nicht!

Eine neue Art der Verpackung von Cakes, BiscuitS, Waffeln rc. ist soeben unter der Bezeichnung TET-PACKUNG eingeführt worden. Mit Ausnahme der in Blechkistm ver­

packten Backwaren hat es sich gezeigt, daß alle solche Cakes rc., welche in Papier­hüllen verkauft werden, in kurzer Zeit durch den Ein» fluß von Luft und Staub ganz wesentlich leiden, die Knusprigkeit verlieren und Geschmack einbüßen. Die

neue TET-PACKUNG bringt insofern eine Verbesserung, als die angebrochenen Pakete sich leicht wieder dicht verschließen lassen und den Inhalt so vor denr y Einfluß der Luft in

WWM

prariischer Weise schützen. A.Unsere Abbildungen geigen_eine geschlossene und eine aeöstnete

aber nur in Maschen, wo *Malrale nusbängen.

Man verlang© ausdrücklich die Originalmarke Dr. Mommefs Haematogen und lasse sich Nachahmungen nicht aufreden.