Ausgabe 
5.8.1905 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Samstag 5 August 1905

Drittes Blatt

155 Jahrgang

Nr. 183

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Saradeviertcl und Schmuhwinkel.

Ob die

als 14

Zacherlin

aber nur in ICaschen, rvo 'FCakale aushängen.

d32/4

B®

Rotationsdruck unb Verlag der Brühl Ich« UntverfttälSdruckeret. SL Lang«, Tietz«,

Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulftr.A, Tel. Nr, 5L Lelegr^Mr.» filnaetfl« Tietz«».

Mit!?

entspricht in allem den Anschauungen der Gegenwart, die den sozialen Ausgleich als erste Ausgabe auf ihre Fahne ge­schrieben hat.__

Erscheint MßNch mit vuSnahm« de« Sonntags.

Di« weUMnet FamMenblStter" werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der MW* Landwirt- erjchetnl monatlich einmal.

>l kieken neu zu er- >ejchäiishaus werden 'der d. I. gejucht

Durch ein kleines Nicken sich empfehle? Unb so heimlich aus dem Aschenkruge Nicht hervor ein kleines Köpfchen luge?

Amphitheater.

0 sieh, o sieh! Den mordbefleckten Boden Hat überspannen ganz die weiße Winde*) Als ob die Blutsaat wolle aus sie roden.

Gelungen ist dem frommen Ackerkinde Es zu entsündigen, das Feld der Zoten, Mit seiner Ranken weißer Priesterbmde.

Heiligtum der städtischen Laren. Pompeji.

Ein Altar mit Früchten und mit Broden; Statuen aus dem Mosaikboden Heben flehend ihre Marmorhände, Daß die Gottheit Freudiges nur sende; Daß kein Unglück möge niederfahren Stemmen sich die Arme dieser Laren. Oben offen, - Hallen ohne -Lede, Daß die Bitthand sich gen Himmel recke.

P o r t i c i.

ßhnstian Wagner.

Z üm 7 0. Geburtstage des B a u e rn d i ch t e r 8.

Valitischk Tagesschau.

Die Mittelstandspartei und die sächsischen Landtagswahlen.

In Dresden tagte eine stark besuchte Versammlung von Vertrauensmännern des Mittelstandes aus ganz Sachsen. Sie beschäftigte sich mit der Stellungnahme zu den Land­tagswahlen und der Bildung einer sächsischen Mittel­standsvereinigung. Es wurde von mehreren Seiten zum Ausdruck gebracht, daß der Mittelstand sich nicht länger durch eine unfruchtbare Parteipolitik zersplittern lassen dürfe. Der Mittelstand müsie in sich selber fest organisiert werden, sein wirtschaftliches Programm aufstellen und dann abwarten, welche Stellung die Kandi-

i« Lortimm .Lohn 9«i* I4076 ist Ackermann, clttrsweg^_^ »Herr gA

büts«li4 --ch-- A

JWltaT

Sa*

iS® Unecht > Lckouvuur t, einenx

bei 05102 Chemikalie^ merie-Geschäft bolb einen triing, enbrogerie dlbinger, Uertzwcg. "SttttgTl -Jahren, zum Aus- xderobe sol. gesucht. ® vo., eonnenftrJö liug^gesucht. CTi ,<l-i)rememieijter, immikabe 32.

Wochen. ...

Man fragt sich immer zuerst: Wohin mit denen, deren Elendsheim durch behördliche Gewalt ein Ende gemacht wird! Gewiß geht e§ nicht an, schlechte Wohnstätten, die notorisch unbewohnbar sind, einfach zu schließen, ohne für anderweitige Unterkunft Sorge zu tragen. Andererseits geht es aber noch weniger an, wegen dieser Unterkunftsschwierigkeit einfach die haarsträubenden Zustände still weiter zu dulden, bis endlich einmal, wie in dem Berliner Falle, die Gefahr so hoch ge- ivachsen ist, daß die ganze Nachbarschaft bedroht wird. Noch steht die Hamburger Cholera in trauriger Erinnerung. Hier wurde en mässe und niederschmetternd der Beweis erbracht, daß jede behördliche Duldung gefährlicher Schmutzwohnungen zu einem Todesurteil für die Bevölkerung werden kann.

Es soll nicht verkannt werden, daß heute mit einer Schärfe, die man vor zehn Jahren nicht kannte, Wohnungs­übeln entgegengetreten wird. Nur wird diese Schärfe nicht so allgemein und so intensiv geübt, wie die Pflege der Parade­viertel. Man entwerfe ein Bild von der Zukunft der oben geschilderten Berliner Familie, und man wird unschwer dahin kommen, daß der tbevölkerung aus jenem Hinterhause der Landsbergerstraße nur Unheil winken muß. Mit zwingender Gewalt führen alle Elendswohnungen 311 einer mehr oder weniger großen Entwertung derer, die in solchen Löchern hausen. Die moderne Industrie hat in ihren Batacken- konstruktionen ein Mittel geschaffen, um wenigstens vorder­hand den Ausquartierten ein Heini von menschenwürdiger ürt zu geben. Wo eine gute Wohnungsinspektion besteht, dursten Zustände, wie die in der Landsbergerstraße zu Berlin kaum vorkommen. In besierec Weise kann übe^ u:pt die Not­wendigkeit der städtischen Wohnungskontrolle nicht begründet werden, als durch den bloßen Hinweis auf jenes Balmer Hinterhaus. Die den Paradevierteln zugewendete Kultur wird kein Kulturfreund scheel ansehen. Sie in gleich reichem Maße auch den anerkannten Schmutzwinkeln der Gemeinde zuzuwenden, diese Forderung ist sicher nur berechtigt. Sie

Badende Kinder nm Strand und abgeflach^e, Hauser, Blendend weiß und aerob rote bisch von der Tünche. - So weithin Kaktusieigenaebeg umschirnrnernbe Villen und Garten.

Das ist Portiei, ist Resina - Bläuliche Kiesel

Rollet das Meer an bett Strand, den leuchtenden.

Waschende Weiber

Halb im Wasser, im Kahn wegrudernd fröhliche Menschen. Ackerwmde. Convolvulas arvensis.

Eine der merkwürdigsten Erscheinungen aus dem deutsche Parnaß ist Christian Wagner, der schwäbische Batterndtchter aus Warmbronn, der am 5." August d. I. seinen 70. Geburtstag be­geht. Bauer und Dichter und Philosoph in eine r Person. Der Landmann, der auf der ererbten Scholle sitzt und tm odnuetfee seines Angesichts Früchte des Feldes baut, dttrchschwetft an Sonn- lind Feiertagen sinnend und träumend Wälder imb Fluren. ,^r umfaßt mit seueriger Liebe die Schöpfung, und fein /"aturgetuM bat sich namentlich zu einer begeisterten und fast mysttfchen Jtetguttg zur Blumen- und Pflanzenwelt verdichtet. Jedes Blümlein au der Wiese, jedes Stämmchen im Walde belebt sich ihm und gtvl ihm Stoff zu sinnreichen Geschichten, zu reifenden Märchen. Uno dann sattelt er wieder seinen Pegasus zu hohem tfluge m oa-o Wolkenreich. Er malt sich das Leben auf andern eteriien, m andern Welten aus und phantasiert, wie die unvergängliche Menschenfeele in immer netten Gestalten und Formen dw weiten Gottesräume durchmißt. Ein ewiger Kreislattf des ©tone» stnoer nach seiner Vorstellung statt, nicht das geringste Teilchen fleht im Weltall verloren, und was von den Körpern der Lebewesen^abgewir wird fügt sich alsbald wieder ztt neuen Gebilden zusammen, eo imrb alles'Leb endige von einem gemeinsamen Bande umschlungen und hat em Anrecht auf Schutz, aut Schonung. Fluren und Wälder sollen uns beilia lein und wir sollen erbarmende Liebe gegen alle Kreatur üben Mit dem begeisterten Eifer eines tief innerlich Ueberzeugten verkündet der einfache Batter dieses Evangelium der Liebe und des Mitleids. In sechs Bändchen hat Christian Wagner lerne Ge­danken niedergelegt. Er liebt es, Verse und Prosa zu vermischen., Schließlich überwiegt aber doch der Dichter in thm bet wettern. I

Ans Pompeji. G r ä b e r st r a ß e.

Veius sieb: An deinem Wiegenfeste Bringe,t wir des Liebesmahles Reste, Süße Trattben, einen Apfelkuchen, (Sine Torte, die du magsi versuchen; Eine Birne, eine Honigflabe Her zu dir in deine Totenlade.

Wollen sitzend hier auf diefen Bänken Unsers lieben Vejus noch gedetiken: Wollen spähen, ob nicht de,ne Seele

'ilungen Aasu.Pot> ille, Spielwaren, Ga- > tzederwaren, Melall- laren.

ltidige Damen werdar

>erden gesucht

Mädchen, eveutl.

Lehrlinge iuchhalter Lagerist.

Meldungen mit An- SeMsaujprüchen uni> >ie unter vblüo an btn nzeiger erbeten. t^eaai meines ^igen t \XMtx. ein neues ßtiMdien 1 h bügeln u. nähen lann. aut. Zengn.w.sich meld. ,8vbir!nee,Marbg.vtr.4 T~~ nun 2. September

Mchenmgsubüg-s-

KMillersttave 18, IL

Jede Stadt hat Paradeviertel, die gut gepflegte, breite Straßen, hübsche Häuserreihen aufweist. Die englische Städtekommission, die neulich den ersten deutschen Groß­städten ihren Besuch machte, hat von den Berliner Schmutz­winkeln, wo die haarsträubendsten WohnungSzustände mit einander um die Palme ringen, wohl nichts gesehen. Sie kann mit Recht nach dem, was sie gesehen hat, sagen : Berlin ist eine der schönsten Städte der Welt. Ob die englischen Herren folgende Wohnungsschilderung wohl für der Wirklichkeit entsprechend halten würden? Aus einem Hinter­hause der Landsbergerstraße wird berichtet:

Dort bewohnt eine Handelsfrau mit nicht weniger unmündigen Kindern zwei kleine Räume, imb zwar eine Küche und eine zweifenstrige Stube. Für biete Herde Menschen waren gerade zwei Betten vorhanden; die Haine der Familie schlief auf Lumpen aut der Erbe. Tie Frau war den Tag über braußen, um zu handeln, da sie ohne männliche Stutze war. Einige der größeren Kinder sollten die Wirtschaft in Ordnung halten. Wie bas in der stallartigen Behausung geschah, mußte auf Grund einer anonvmen Anzeige die Polizei erst entdecken, als sie am ein wahres Schmutznest traf, das total terfeu cht war unb eine Gefahr für die ganze N a ch b a r s ch a ft bedeutete. Sofort wurde Abhilfe geschaffen, insbesondere die ^Waisen-und Armenverwaltung zu tatkräftiger Hilfe benachrichtigt.

Angesichts solcher niederschmetternden Tatsachen, die nicht nur in Berlin anzutreffen sind, man denke an den unlängst in Offenbach vorgekommenen fürchterlichen Brand eines ähnlichen greulichen Winkels muß man sich doch fragen:Wie ist das Vorhandensein solcher Dinge inmitten einer kultivierten Stadtbevölkerung überhaupt möglich?" Be­steht nicht ein greller Gegensatz zwischen der sorgsamen Pflege, die man in allen Städten den sog. Paradevierteln angedeihen läßt, und der Sorglosigkeit, mit der in den minderwertigen Stadtteilen gewirtschaftet wird? Haben Bau», Wohnungs-, SanitätS- und Armcnpolizei ihre Pflichten erfüllt, wenn tn ihren Revieren noch immer solche Elendsstätten vorhanden sind, wie sie oben geschildert wurden? Es wird überhaupt allgemein am und für den grünen Tisch zuviel gearbeitet, und gar zu wenig für die Bedürfnisse des realen Lebens. Auch besteht eine gewisse Scheu, mit argen Schmutzwinkeln kurzen Prozeß zu machen. Bei uns in Gießen lagern die traurigen Ueberreste derKrachebürg" nun schon seit

qu erstaunlicher Phantasie und tiefem Gefühl gesellt sich eine nicht aewöhnliche sprachliche Ausdrucksfähigkeit, der nur nicht immer der Fehle künstlerische Schliff beschieden ist. In den 15 letzten Jahren ist sein Name allmählich in immer weitere Kreise aedrimgen. Eine Anzahl Litterarhistoriker, rote Richard Weitbrecht, Rubott Kran» und namentlich Richard Wellrich haben sich seiner mit Warme aii- Aonnmmon c*n hen litterarischen Kreisen Stlittgarts, roo er sich .ist --1einet ite.mdttchen «Mm. ftpt§ sicher Der König von Württemberg unb die Deutsche schiller ftiftuna haben ihm einen jährlichen Ehrensolb ausgesetzt, imb freiuib« che Gönne- verschafften ihm wiederholt die Mittel, noch im Atter enide Städte imd Länder, insbesondere Italien, Rom und Neapel yisi. diele Reichen der Anerkeniiung mußten ihm um so Lohler Mn ?e bMrer sich ihm mitunter das Gefühl des klaffenden 5roie^Dalte8 zwischen seiner äußeren Lage, seiner sozialen Stellung And W« Realen Streben, dem Adlerfluge seines Geistes auf-

Soldaten des hiesigen Regiments zur Fahnenflucht ver^ Holsen zu haben. S. war als Bahnarbeiter am hiesigen Bahnhof beschäftigt unb lernte den Musketier Keller aus ^fann im Elsaß kennen, bem es als Soldat in Gießen nicht gefiel. Weller schilberte S bic schlechten Verhältnisse Gießens, insbesondere beim Militär und rebete ihm'zu, sich mit ihm in die Fr em den­ke a i 0 n , wo es ihm sehr aut gefallen habe, zu begeben. , ließ sich auch Überreden und brachte eines Sonntags Keller einen Zivilanzug, den er im Sicher Walde in der Nähe der neuen Kaserne anzog. Seine Uniform und sein Seitengewehr vergrub er Sie gingen nun gemeinsam an die Bahn, und S. loste aus seinen Ersparnissen die Bulette nach Mühlhauien t. E. Tort an- gekommen, gab S. dem Keller sein Portemonnaie,, damit.er btt Billette nach Belfort lösen konnte. Während teuie Effekten iiiitersucht wurden, trennte sich Keller von ihm. Er watete nun längere Beit am Bahnhos, aber Keller ließ Jia) nicht mehr fchen Mittellos unb unbekannt stellte sich der dortigen Polizei, der er die Sache erzählte, worauf er festgenommen wurde. Wie aus den von der Militärbehörde gepflogenen Ermittelungen zu entnehmen war, ist Keller glücklich über die Grenze gekommen. Ec sandle seinem Sergeanten und einem Kameraden Karten auS Belfort, worin r seiner Fweude Ausdruck gibt, daß er glücklich hinübergekommen ist, unb wo sich seine Uniform befände. Vis jetzt ist es nicht gelungen, den Deserteur zu ermitteln.^ Das

!Oket gesucht, m r 1^036

brän^ir Qeben hier folgende neuesten hübschen, sinnreichen Verse Wagners wieder, Erlebnisse von feiner vonahrigen Jmlienreise.

MA MW-

S Khuricht)

baten der einzelnen Parteien dazu einnehmen. Nötigenfalls müsie er eigene Kandidaten aufstetlen. Ingenieur Fritsch- Leipzig als Vorstandsmitglied der deutschen Mittelitandsver- )C$)t l|t ty ................. ...... ..

einiquna führte aus, in Sachsen handle e§ sich vor allem Gericht behandelte den Fall besonders milde, da °ucnbar darum, der übermächtigen 6 o5i o t b e m o Er ai ie,

bei den Reichstagswahlen, wieder Abbruch zu tun und hntte, sich der Militärpflicht zu entziehen,

Stimmen zu entziehen. Nur die ParoleMittel- fo mußte auch in dieser Beziehung Bestrafung eintreten. Das standspolitik" sei als ein willkommener Ausweg aus den Gericht hielt für das erstgenannte Vergehen die -llcinimalstrafe heutigen seziolen nnb polistschen Wirren s begrüben ».kÄM* L Ä'S &Ä Mittelstand gehörten alle Berufe, die nicht dem internatio- tampn nilf das Geständnis wurde auch bie Unter»

nalen Großkapitalismus oder dem revolutionären Proletariat suchungshast auf bic Strafe angerechnet. Der Geflügelzüchtw zuzuzählen sind. Auch der vernünftige Arbeiter könne sich Julius A. von Friedberg war wegen Ve rgeh,e n| ge sum Mitt-lstanb° zählen. Da, Recht .b«, seine wirtichnf.^'

lichen Interessen zu vertreten, müsie jedem stände zuerkamit I zz.triebe von Geflügelzucht. Rach zwei Jahren traten ferne werden. Die Behauptungen, daß die Mittelstandsverenugung ^-si-ttschafter aus, sodiß er alleiniger Inhaber war. Das Ge­irn Schlepptau anderer Partei- und Interessengruppen segele, schäft arbeitete mit Verli,st, s°baß A. seine Z^ungen bald ein- seien Nerbächtigungen, bic non Gegnern bes ausgehen. Sie wollen Mißtrauen erwecken, weil ne die pr jeweiligen Geschäftsjahres bie Bilanz seines

Organisation des Mittelstandes fürchten. Die Mittelstanbs- x,rm°-iens hätte ziehen können. Dieser Pflicht ist er aber, nicht

Vereinigung stehe voll g auf eigenen Lüsten unb werbe keiner voll nachgclomw.en Er cntschulbegte sich bannt, daß.er tängere

Parte. nachlaufen. Es wurde Ichliehlich beschlossen, einen Zert

Aufruf für die Landtagswahlen zu erlassen. Außerdem wurde qc^[^ten Mannes habe die Geschäftslage nicht ermöglicht. Nach

zur weiteren Durchführung der Mittelstandsorganisation für öruSfage des Konkursverwalters, hat sich A. mit semer Familie Sachsen ein Ausschuß von 18 Herren gewählt in bie b

die Mittelstandskreise aller größeren Städte Sachsens ver- ) mildernde Umstände im vollen Maße zugebilligt, sodatz er treten sind. Der Aufruf der Mittelstandspartei für die Land- cil1cr Geldstrafe von 10 Mark durchkam " Die E ? tagswahlen fordert die Angehörigen der Partei auf, ihr Ver- ^ssenen Dienstag verhandelte ©adie gegen ben ^uhlenb^ftUer

zu ben einzelnen Kanbibaten von deren Stellungnahme Wnarl> ^h.^w^en unb»gtt=,ur zu den Wünschen der Partei abhängig zu machen. sprechende Urteil des Schöffengerichts Gießen erhobenen Berufung.

-----------------UUI' -- K. war beschuldigt, daß er im verflossenen Jahre sich m der

Vermißch-es. Weise Fische angeeignet habe, indem er an bem Burrichen Muh-

* Eine Viehherde unter einem Eisenbahn- ^nnwefen, das er^ käiiflick erworben hat, dw Schleuftz zw

änge. Ein Blutbad hat dieser Tage ein Personenzug auf einem sogenannten «E°ng lAalfang ,°g. W°un^°uch fest

dem die Bahn kreuzenden Uebergang bei Diät an Dauer gestellt wurde da von den eg des^K^ dulden JtiiSI»

der Strecke Pasewalk-Prenzlau angcrieqtet. Dort fuhr der betrüb ^l-iten^ rooh[,tctimb cin andere» Geschäft bc,

von Angermünde kommende Vormittagszug Mitten m eine ( .. . aemneht werden,

derbe Kühe hinein, die im Auftrage ihres Eigentümers, lruor. n ----- ----

des Bauerngutsbesitzers Sellin, von einer Anzahl Knaben p zur Weide getrieben werden sollten. Fünf Kühe wmrden auf der Stelle getötet; ein Tier davon war volljtandig in Stücke gerissen, sodaß die einzelnen Fleischteile erst aus den Rädern der Lokomotive herausgeschält werden mußten.

Vier weitere Kühe trugen so schwere Verletzungen davon, daß sie noch eingehen dürsten. Glücklicherweise ist dem stark besetzten Zuge kein Unfall zugestoßen: er konnte mit einiger Verspätung seine Fahrt fortsetzen. Wie die fofort etnge» leitete Untersuchung ergab, trifft den betreffenden Strecken-1 beamten keinerlei Schuld, da die Schranken des Ueberganges vor Ankunft des Zuges vorschriftsmäßig geschloßen waren.------- ---- der~Entwickluug oder

Tie Kühe, welche von den sie treibenden Knaben^mcht recht- beim Lernen zarückbleibende

zeitig aufgehalten werden konnten, waren ^ils unter der gowje blutarme, sich mattfühlende und nervöse

Schranke hindurchgekrochen, teils hatten sie s^.ubersprum leicht erregbare Erwachsene jeden Altera

gen, während einige der Tiere Mit ihren Horuern den I ^Anehen als Kräftigungs-Mittel mit grossem Erfolg D5: Schlagbaum in die Höhe hoben und so auf den Bahnkörper Haematocen.

aelangten Ta die Schienen gerade kurz vor dem Uebergana DeT Appetit erwacht, die geistigen und kör« eine scharfe Kurve bilden, konnte der Lokomotivführer erft perIichen Kräfte werden rasch gehoben, das Ge- einiae Schritte vor demselben die Herde bemerken, weshalb 9amt-Nervensystem gestärkt.

A gstfL jwgsasä'ärs

.. W-r Ä-'- acr nermeiben, "i',!.

(n.) Gießen , 4. Aug. Strafkammer hatte s) Dr. Thompsous Leifenpnlvcr, Marke Schwan, bas

Ln 'zu^befassen war ÄÄf Tag- beste unb im Gebrauch billigste Waschmittel der Wett. - UeberaQ

Ler Lma S von Bura-Gemünben, der bescbulbiat ist, einem'zu habe.,._______ E