Nr. 1
’♦ Jahrgang
Amts- uttb Anzeizeblatt für den Kreis Sietzen
Iie öeutige Kummer umfaßt 8 Seiten.
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Montag Ä. Januar 1905
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Schulpratz« I, ttbreße füt Depelche»; Anzeiger Gtcßea. FernfprechanIchtußNr ßl.
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Erstes Blatt.
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R o in, 31. Dez. Wie die „Tribuna" meldet, nahm die ."ieflicrung die an sie von den Balkaustaatcn gerichtete Einladung zum Abichluß von Handelsverträgen an Die Verhandlungen werden äuuV'ft mit Rumänien und Bul-^ garien geführt werden und bereits zu Anfang Januar beginnen.
Athen, 1.' Jen. Die Kammer ist durch ein königliches Oerret aufgelöst worden.
minii'ter und die kommandierenden Generäle. Die Kaiserin empfing ebenfalls die Botschafter und hiernach die anwesenden Fürstinnen im Pfeilersaal. Gegen 1 Uhr begab sich bet Kaiser zu Fuß nach dem Zeughaus, vom Publikum mit Hochrufen begrüßt. In seiner Begleitung gingen der Kronprinz, die Prinzen Eitel Friedrich, August Wilhelm und Oskar und oie Herren des Hauptquartiers. Vor dem Zeughaus schritt der Kaiser die Front der Ehrenkompagnie ab, die bafi 2. Garderegiment gestellt hatte, und begab sich dann in den Licbthof, wo er mit der Nationalhymne empfangen wurde< Nach Ausgabe der Parole, die, wie stets am Neujahrstage, Königsberg-Berlin lautete, nahm der Kaiser militärische Meldungen und die Rapporte der Leibregimenter entgegen. Der Kaiser empfing dann die Generalobersten Graf v. Haeseler und v. Hahnke und ernannte diese, wie den Generalobersten o. £oe zu Generalfeldmarschällen. Der Kaiser empfing ferner die Generäle v. Langenbeek, v. Massow und v. Plessen, denen der Schwarze Adlerorden verliehen wurde. Nach 2 Uhr fand im Schlosse Familientafel statt. Später empfing der Kaiser das Direktorium der Porzellanmanufaktur; im Laufe des Nachmittags fuhr der Kaiser bei den Botschaftern vor. — Iw übrigen ist laut Berichten der Morgenblätter die Sylvester- eier in der Stadt Berlin ohne größere Störungen der Ord- uung verlaufen, wenn auch in der Friedrichstadt der übliche Lärm herrschte.
oc3 ?vort s «uu g- 10 Uhr in die Lust das g a u nc Fort ST eil b**r Russen floh
Ser Knca.
Die Übergabe Port Arthurs scheint nun endlich doch bevorzustehen, nachdem die Japaner die beseitigte Nordfront der Festung durchbrochen haben. Wir erhielten heute früh folgendes Telegramm:
Tokio, 2. Jau. General Nogi berichtet, er habe von General Stössel einen Bries, die Uebergabe Port Arthurs betreffend, erhalten.
Damit haben die tapferen Verteidiger Port Arthurs die ! nr,ien Verhandlungen begonnm, nachdem sie bisher immer ^wieder erklärt haben, die Festung bis auf den letzten Mann verteidigen zu wollen. Die Sache muß für die Russen also um so ernster stehen, und jener Brief eines russischen Marineoffiziers, der d-n Japanern in die Hände gekommen ist, scheint die Lage doch richtig wiederzugeben. Dieser Brief besag daß die Belagerten die Hoffnung aufgegeben hätten, daß Port Arthur entsetzt werden würde. Port Arthur könne über Dezember hinaus nicht gehalten werden. Der Vormarsch der Japaner sei unwiderstehlich. Die von den Belagerern gemachten Fortschritte seien den Belagerten in ihrer vollen Ausdehnung unbekannt. Die Belagerten seien enttäuscht, daß die Baltische Flotte nicht eintrifft. Jeder Tag bringt sie der Katastrophe näher. Die Uneinnehmbar- keit der Festung sei eine Mythe. Der Verlust des
Berichtigung.
In der Bekanntmachung vom 5. l. Mt§. — Kreisblatt Nr. 173 — muß als Durchschnittsmarktpreis für 100 Kilogr. Hafer
Aus Rußland.
Das Ministerkomitee hat die provisorische Ausarbeitung der Reformen bereits ausgenommen und hofft, das Material bis Mitte Februar in seinen .Hauptpunkten erledigen zu können. Täglich finden Konferenzen bet Witte statt. Es verlautet, daß die Frage der Preßfreiheit in Form von temporären O^esetzen in erster Linie entschieden und daß sodann die Glaubensfreiheit Andersgläubiger, die Ar b ei t er ver s i ch e r u u g und die Aushebung des B e l a g c r u n g s z u st a n d e s in Beratung gezogen werden sollen. r der ersten ossi Hellen Sitzung am 3. Januar soll v». allem über die
Keujayrsfeicrn.
In Berlin
nahm die Neujahrsfeier bei Hofe den üblichen Verlauf. Bei kaltem, klarem Wetter erfolgte das „Große Wecken" die Linden entlang. Eine große Volksmenge begleitete die Militärmusik und sang mit, wenn die Kapelle „Freut euch des Lebens" intonierte. Bei der Auffahrt zum Gottesdienst und zur Cour erschien unter den Ersten Prinz Arnulf von Bayern, als kommandierender bayrischen General, und nahm im Schlosse Wohnung. Als das Kaiserpaar, von Wildpark kommend, die Linden entlang zum Schlosse fuhr, wurde es vom Publikum mit Hurrarufen begrüßt. Der Kronprinz, Prinz Heinrich und die anderen Mitglieder der Kaiserfamilie folgten. Im Schlosse empfingen die Majestäten die Neujahrs-Wünsche der Hofstaaten und der königlichen Familie. Um 10 Uhr begann in der Schloßkapelle der feierliche Gottesdienst. Der Kaiser in großer Generalsuniform führte die Kaiserin, die eine blaßgrüne Robe mit braunem Sammetbesatz trug, Prinz Urnulf von Bayern die Erbprinzesfin von Hohen- ^ollern, die Prinzessin-Tochter ging hinter den Eltern, der Kronprinz und die anderen Prinzen folgten. Die Majestäten nahmen dem Altar gegenüber Platz, rechts vom Kaiser der Kronprinz, links von der Kaiserin Prinz Arnulf von Bayern. Nach dem Gesang der Gemeinde und der Liturgie predigte Oberhofprediger Dryander. Der Gottesdienst schloß mit dem Niederländischen Dankgebet, dessen letzter VerS mit Posaunen, Fanfaren und Paukenwirbeln gewaltig ausklang. Hierauf begann im „Weißen Saale", wo die schloß - Kompagnie Aufstellung genommen hatte, die Gratulationscour; die Musik setzte ein, Märsche und Polonaisen wechselten mit Weihnachtsliedern, und vom Lustgarten herauf donnerte der Neujahrssalut. Dem Reichskanzler, der Husarenuniform trug, reichte der Kaiser und die Kaiserin die Hand, als er die Reihe der Defilierenden eröffnete; der Kaiser begrüßte ebenso die Präsidenten der Parlamente. Nach der Cour empfing der Kaiser die sieben Botschafter, die in Galakarossen vorgefahren waren, und dann die Staats-
Berlin, spektion der wesens von verlegt.
Deutsches Reich.
Jan. Am 5. Januar wird die In- Küstenactillerie und des Minen- Wilhelmshaven nach Kux Haven
Ausland.
Kopenhagen, 31. Dez. Ter Kriegsminister hat wegen Meinungsverschiedenheiten mit seinen Kollegen über die Befestigung Kopenhagens sein Abschiedsgesuch emgereicht.
Petersburg, 1. Ian. Ein Petersburger Telegramm des '-.berliner Tageblatts" erklärt als eine vollständige Erfindung me Nachricht über die Spionageaffäre der en g lischen - $ une a m Zarenhof welche wichtige Dokumente vom Schreibtisch des Zaren kopiert und nach England verkauft haben und deswegen kürzlich über die Grenze geschickt sein soll.
Kattowitz, 1. Jan. Der russische Revolutionär Neßko wollte über die österreichische Grenze bei Brody nach Rußland Massenbroschuren einschmuggeln, andere Schmuggler verrieten ihn: als die Gendarmen ihn festnchmen sollten, erschoß er einige Russen und entfloh.
Brüssel, 1. Jan. Aus Spaa wird gemeldet, daß gestern eine Gerichtskommis ssion aus Verviers in der Bula Reußens den Vater und Bruder der Frau! ^Yveton bezüglich der Angaben, die F r a u M e n a r d ihrem Großvater machte, vernahm. Beide sagten aus, daß Frau Menard im Jahre 1896 von den unsittlichen Nachstellungen Svvetons erzählte, und daß sie diese Angaben für glaubwürdig hielten.
Von der Belagerungsarmee yor Port Arthur wird amtlich geme-det, daß die Javaner die Brustw hr k-D - - s ch u s ch an am 31. Teember vormittags spreng!?n und dann nach einem Sturm
wird, dos neue Jahr feinen Eirrzug starker Kälte gehalten. Ti5 übliche
Generalleutnant Sacharow meld - dem Generali'K> vom 31. Dezember: Gestern attiiui Freiwillige die japanische Feld-
dem Torfe Tschanlimpu an; mehrere Japaner wurden getötet und einer gefangen. •onpawr
Der Zar,
ct? «2- Dezember in Birsula weilte, empfing nach seiner Ankunft Abordnungen des Adels und der Semstwos des Bezirkes und fuhr dann zum Militärübungsplatz, wo er Parade über < Kriegsschauplatz besti mmten Trstpp-N abhielt und an einzelne Regimenter Gottesbilder verteilen lief Juf die Worte des Kaisers, die Brigade möge neuen Ruhm! e^ngen, aittworteten die Truvven mit begeisterten Zurufs
anbei Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger Werben im Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Siebener Familien« Hättet viermal in bet Woche beigelegL
Rotationsdruck u. Verlag der VrÜhl 'scheu Univert.-Buck-u. Stein- druckerei. 9L Langan
Ferner verbreitet „Reuter" die Meldung, daß am 1. Januar die Japaner das Fort „£)" und ein neues Fort von Paulnngscban, sowie die Höhen im Süden von Honsanyantao genommen haben.
Heranziehung tüchtiger Spezialisten zur Mitarbeit in einzelnen I-ragen entschieden werden.
In der Gouvernements s em st wo Tambo kamen die vor einigen Tagen gegen die Deputierten ver- ubten tätlichen Beleidigungen zur Sprache. Letztere behaupteten, daß die Ausschreitungen zu einem ganz bestimmten Zwecke vorbereitet worden seien, die Polizei aber untätig zugcsehen habe. Der Vorgang sei das Resultat davon, daß die Polizei das für die erste Sitzung der Semstwo zu gelassene Publikrim ausgewählt habe. Es wurde sodann einstimmig der Beschluß gefaßt, an den Minister des Innern ein Telegramm zu senden, in welchem die Untätigkeit der Polizei betont und darauf hingewiesen wird, daß bei dieser Lage die Semstwo nicht imstande sei, seine Ausgabe zu erfüllen. Der Minister wird weiter ersucht, Maßnahmen zur Sicherung der Deputierten gegen das Pu- blikilm, sowie eine gerichtliche Untersuchung über die Haltung der Polizei anzuordnen.
Ueber die Ausnahme der neuen russischen Anleihe an der Berliner Börse wird gemeldet: Von den Bankhäusern Meu.delsfohn u. Co. und S. Blcichröder, der Diskontogesellschaft und der Berliner 5^andelsgesellschaft sst nunmehr offiziell beantragt worden, 500 Mlt. Mark russische steuerfreie Staatsanleihe von 1505 zur Berliner Börse zuzulassen und zwar zunächst die von den Antragstellern ausgefcrtigten Interims scheine, bis 1917 nicht verlosbar und bis dahin seitens der russischen Regierung nicht kündbar. Den Inhabern steht das Kündigungsrecht für ihre Stücke an folgenden Terminen zu: Am 1. Januar 1911 n. St. zur Rückzahlung al pari per 1. Juli 1911; am 1. Januar 1914 zur Rückzahlung al pari per 1. Juli 1914.
japaussg'e Ab!cü.l!Ng. welche flcnen da, O' tätig ist, zerstörte Snnölag Abend bm der alten Umwallung.
In der Mand^rluirci.
Berlin, 1. Jan. ^Amtliche Meldung.) An Typhus sind gestorben: Unteroffizier Adam Wildert, geboren den 28. Mürz 1881 zu Aachen, früher Tragonerregimenk Nr. 24, am 29. Dez. im Lazarett zu Windbuk. An Typhus und Malaria gestorben: Unteroffizier August Gerber geboren den 29. Dezember 1881 M Rofenow, früher Feldartillerie-Regiment Nr. 63, am 29. Dez. im Lazarett zu Waterberg.
München, 1. Jan. Der Prinzregent ernannte mittelst Handschreiben von heute an den Generalobersten der Kavallerie Prinzen Leopold zum Generalfeldmarschall.
— Unter den Strafgefangen, welchen anläßlich des Weihnachtsfestes der Rest ihrer Strafe im Gnaden- wege erlassen wurde, befindet sich der Fabrikant und ehemalige Landtags- und Reichstags-Abgeordnete für den Wahl- kreis^ Eschwege-Schmalkalden, Leonhard Seyboth, der am 2. Januar 1904 von der Strafkammer des Landgerichts München wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt wurde.
— Wie die „Münch. Post^ meldet, hat die sächsische Sta^atsanwaltschaft gegen den „Simplicissimus" das Stra f v erf a h ren wegen Beleidigung des Königs! von Sachsen durch das Titelbild derFamiliennummer oom | 6. Dezember beantragt. Tas Bild stellt die frühere Kron- j Prinzessin dar, wie sie auf der Schwelle des Schlosses um Einlaß bittet.
„203 Meter-Hügels^ werde den Verlust Port Arthurs unvermeidlich machen, wie stark auch der Festungsgürtel sei. Die neue Stadt liege der Wirkung der japanischen Artillerie offen. Die alte Stadt allein könne noch verteidigt werden. Zweidrittel der Kämpfer des „203 Meter-Hügels" seien zu Grunde gegangen. Die „Sewastopol" fei' verloren, ihre Schäden seien nicht auszubessern. Es fehle an Brennstoffen. Ein Verkehr durch dratlose Telegraphie mit der Außenwelt sei unmöglich gemacht. Unmöglich sei cS auch den Vlockade-
~ Paris, 1. Jan. Jeantran, der Hausbesorger des 'ei unmöglich gemacht. Unmöglich sei cS auch den Vlockade- b v e t o n ' sch en W o h n h a u se s , Besitzer einiger Liebesbriefe, Brechern, Munition zu bringen. Der Dampfer „King Arthur"
-m Menmd ihm in ihrer Mdchmzeit <icsZrirb«n hatte, sei jüngst mit Gerste angckommcu. Die japanischen Torpedo, ernorte, daß dmeloen Leute, welche Syvetons Verschwinden ver- h^ate fnmen fn furcMfns 1lnx V r/
anlaktcn, auch ihm, Jeantran, nach dem Leb,m getrachtet bf-tten. ; s.cN-. smchttos und nah. an die „ecumftopol" Menard habe durch feine falschen Angaben die ganze Untere Oeraii, als ob sie in ^riedenszelteu manövrierten. Folgende suchring gefälscht. Jeantran werde jetzt die volle Wahrbeit sagen, weitere wichtige 9ieuterrneldung. die wir heilte erhielten, stellt und Menard werde bereuen, von dem eingebildeten, tölpelhaften, auch die Uebergabe Port Arthurs in Aussieht-
ar1?3, $ an n“r toto'geiftelbet, der Sul tan . 2' 3au; $c,lte f*"b 4 russische Torpedo-
von Marokko habe seine Entlassniia der franzö- bootkzerstoecr und bas Kanonenboot Drei aus Port Arthur fischen V e e re s in st r u kt e u r e z u r ü ck g e n o m m e n, wo- mit Depeschen an Bord hier eingelai'fen, wc(*e an Land nc- d Wi en m roceo,fiintk. bracht wurden. Der ^o>umaudant*S fatn» erklärt, die Fahr-
Ernennung des Frei Herrn Kautsch "u m M^in'ister-!°zbe hatten Port Ar hur ucrlasicn. weil es nach der Einna'ime Präsidenten gestern mittag in einer Audienz, $it der der Metcrhu els durch die Japaner für die ruffischen Schiffe
Hailer ihn berufen hatte, ohne daß Gautsch vorher von der unmöglich geworden fei, im Hafen 11t bleiben.
Absicht des Monarchen unterrichtet war. Der Kaiser ließ zugleich 1 durch den neuernannten Ministerpräsidenten die M i n i st e r d e s Kabinet tsKörber auffordern, auf ihren Posten zu verbleiben.
jährlich Mk. 2.20; durch “öt)ole» u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post
fahrt auSlcht Bestellg. Annahme von Anzeige, lür die TageSnummer bis oormutagfl 10 Uhr, Zeilenpreisi lokal IZP^
<u8rodrtl 20 Pfg. verantworttick lüt ben poliL und aunem. Teil P. Wittko: für „Stadt und Land^ unü „Gerich^saaf: August Goetz, für den Anzeigenteil: bans Beck.
um 11 Nh» vormittags besetzten. Ein
nach den führ; I> vam Fort gelegenen Höh n, während br linier t''N durch die Erplofion aufgeiüorfcac<i El dm ' sen be- grab.'n wurde. D'e durch 'die Explosion an, Sunasä' i|i inAort auig'worien n Crdmassn, wurden durch die Japau.r bvfeiiigt dabei wurden zwei Offiziere und 160 Mann, dst w-rschüttet waren, ansgefunden und zu Gefangenen gemacht: dieselben fönten aus, daß noch 150 Russen durch t i: 15, ?' Jinn versichüttst seien. Die Beute der Japaner, die au? Fe'dg. schützen, Masckffnen- aewehr"n usw. besteht, w'rd erst noch n-ü >n festa-st ssf. ^ie
Mark 16.30
angegeben werden.
Gießen, den 31. Dezember 1904.
Großherzvosick ü Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner.
. In dem nett erösf.
1 in der Oiheüiftrafif Mternacht bte große bereits brittemaf
Unser Großherzog
weilte bei Beginn des neuen Jahres bei seiner fürstliche« Braut im Schlosse zu Lich. Bei dem Gottesdienste, der in dem kleinen Städtchen alljährlich um 8 Uhr Sylvesterabends beginnt, empfingen, wie uns dort berichtet wird, nach beendigter Predigt Fürst, Fürstin, Prinzessin-Braut und Groß Herzog, dann die übrigen Herrschaften das heilige Abendmahl. Um J/912 Uhr sang der Gesang- Verein „Cäeilia" auf besonderen Wunsch einige Lieder im Schloß. Mit dem Glockenschlag 12 hatte sich die ganze D i c n e rschaft des Großherzogs und der hiesigert Herrschaften oben im Saal auf Geheiß versammelt, wo bei brennendem Weihnacht§baum die Prinzessin-Braut einen Choral vorspielte, in welchen sämtliche anwesenden Herrsehasten und das Personal emftiimnten, worauf gegenseitig ein fröhliches „Prosit Neujahr" gewünscht wurde. Im übrigen Lich verlief der Abend ruhig.
In der hessischen Residenz


