Mndtguny des offen *8erl)ältrriffe5 ein tritt lieber bert Stand der bezüglichen Verhandlungen, ebenso über die zukünftige Regelung des VertragAverhältnisses zu Argentinien Wirb man hoffentlich bald etwas Authentisches erfahren.
Frankreich feierte Ostern ein Gambettafest in Bordeaux, 6a8 Anlaß zu einem großen Volksfest der ftanzöstschen Turnerschaft gab. Die offiziellen Reden priesen allenthalben die französische Friedensliebe und die guten Beziehungen Frankreichs zu allen Nachbarn. Während der aufdringlich lauten Delcassö-Debatte nahm die Deputiertenkammer den Art. 4 der Vorlage über die Trennung von Staat und Kirche an. Zwischen den Radikalen und Sozialisten hat sich deswegen eine sehr scharfe Zeitungspolemik entsponnen. Der Senator Clemenceau erklärt in seiner „Aurore": Der konservative Deputierte Graf de Mun habe recht, wenn er die Fassung der Sozialisten als einen die ganze Vorlage bedrohenden Streich ansehe. Der ehemalige Marineminister und jetzige Deputierte Pelletan wiederum hat in den einflußreichen D^pöches de Toulouse" einen heftigen Feldzug gegen Jaures eingeleitet. Jaurös sagt in ,'seiner „Humanität die letzte Hoffnung des Grafen de Mun und der übrigen Konservativen, die wissen, daß die erfolgreiche Durchführung der Vorlage der Trennung von Kirche und Staat nicht mehr aufzuhalten sei, beruhe offenbar nur auf der den Republikanern eigentümlichen Sucht, einander anzuschwärzen und zu befehden. Jaurös ermahnt schließlich die republikanische Partei dringend zur Einmütigkeit.
Die bevorstehende Ernennung des Feldzeugmeisters Galgoczy zum ungarischen Truppeninspektor wird von sämtlichen leitenden Politikern Ungarns kühl beurteilt. Man rechnet auf die Lösung der Krise bei dem diesmaligen Aufenthalt des Kaisers in Budapest und zwar auf der Basis der Szell'schen Vorschläge: Durchführung der Parität in der Diplomatie und Verlegung eines der gemeinsamen Ministerien nach Budapest, eventuell auch einiger Zugeständniffe bezüglich der Dienstsprache in den ungarischen Regimentern. Von dem selbständigen Zollgebiet wird kaum mehr gesprochen, es macht sich vielmehr eine starke agrarische Gegenströmung geltend. Das jetzige Ministerium besteht auf dem baldigen Rücktritt, damit die liberale Partei ihre Aktions- fteiheit wieder gewinnt. Inzwischen dürfte ein Uebergangs- ka binett aus bisherigen Staatssekretären gebildet werden. Einflußreiche Politiker arbeiten an der Bildung einer neuen Partei aus den Liberalen aller Lager. Die Stimmung in Budapest ist keineswegs pessimistisch.
Prinz Ghika, der Präsident des albanesischen Komitees, der Bewerber um den „Königsthron" von Albanien, hatte in Bukarest seine Getreuen um sich versammelt. Man wird also bald wieder ein Aufflackern der albanischen Schwierigkeiten zu erwarten haben. Der macedonische Aufstand wird von bulgarischer und griechischer Seite im Gegensatz zueinander geschürt, während Serbien sich um Neubewaffnung bemüht und Gewehr bei Fuß steht. Auch in Kreta flammt der Auftuhr, zumal die kretensische Deputirten- kammer nun offiziell die Zugehörigkeit Kretas zu Griechenland verkündet hat. Dazu kommt die Frage der Erhebung Bulgariens zum Königreich, ferner die Empörungen in Pemen und den übrigen Teilen Arabiens, was auf gewiße Absichten der Engländer schließen läßt. So gewährt die Türkei das Bild eines in der Zersetzung befindlichen Landes.
Norwegen lehnte den Vermittelungsvorschlag des Kronprinzregenten ab und besteht auf Genehmigung eines eigenen Konsulatswesens. Der Ausschuß der ersten wie der zweiten schwedischen Kammer gaben eine gleichlautende Erklärung ab, welche besagt, der Reichstag werde seine Zustimmung zu den Erklärungen aussprechen, die der Kronprinz- Regent abgab und die auf das Zustandebringen von Verhandlungen zwischen der schwedischen und der norwegischen Regierung über die Neuregelung der Unionsfragen hinzielten.
In Rußland ist soeben die Veröffentlichung der Erlasse über die Gewährung der Glaubensfreiheit an Andersgläubige, über die Aufhebung der religiösen Beschränkungen für Römisch-Katholische und Angehörige anderer christlichen Konfessionen, sowie für Muharnedaner erfolgt. Ein weiterer kaiserlicher Erlaß gewährt den Bauern einer Anzahl von Gouvernements neue Erleichterungen durch Streichung der Rückstände bei der Tilgung der von 1867 bis zur Geburt des Thronfolgers gewährten Darlehen bei Mißernten. Ein russisches Blatt beziffert die Höhe der erlaffenen Schulden auf 75 Millionen Rubel. Natürlich herrscht in Rußland Besorgnis vor Ausschreitungen, die man am heute beginnenden russischen Osterfeste erwartet. Besonders die Juden sind ihres Lebens in Rußland kaum mehr sicher. Die unglaublichsten Gerüchte zirkulieren in Petersburg, so daß General Trepow sich veranlaßt gesehen hat, durch Maueranschläge bekannt zu machen, daß seitens der Regierung alle Maßregeln zur Sicherheit der Bewohner getroffen worden seien. Trotz alledem verlassen zahlreiche Familien die Stadt, um sich nach dem Auslande oder auf das Land zu begeben. Alle Läden sind geschlossen. Die verzweifelten Bewohner verbarrikadieren sich und die Handelsleute versehen ihre Schaufenster mit Schutzgittern. In Warschau erließ die Polizei, um Ausschreitungen vorzilbeugen, eine Bekanntmachung an die Bevölkerung mit der Aufforderung, heute, am 1. Mai, zu Hause zu bleiben und die Kinder nicht auf die Straße zu schicken. Die polnische Sozialistenpartei hat einen Aufruf an alle Arbeiter gerichtet, den 1. Mai zu feiern. Auch die Arbeiterpartei hat einen ähnlichen Ausruf erlassen und alle Arbeiter aufgcfordert, an diesem Tage streng zu verhüten, daß Angriffe gegen Privatpersonen verübt werden. Solche Angriffe würden von der Partei mit dem Tode gerächt werden. Mit diesem Aufruf wird anscheinend beabsichtigt, die angekündigten Angriffe gegen die Juden zu verhindern.
Wo sich z» Zt. die russischen und japanischen Geschwader befinden, weiß man nicht recht. Es wird behauptet, daß die russische Flotte an der Küste der Insel Hainan liegt und zwar in der Bucht von Leongsoi. Nach Meldungen aus Batavia sind dort 6 russische Kohlenschiffe emaetroffen. Man will aus dieser Tatsache Schlüsse auf die Fahrtrichtung des Geschwaders Nebogatows ziehen. In Marinekreisen in Tokio glaubt man, das dritte baltische G-schwader werde sich südlich der Malaceastraße mit Rosch- djestwenSky verewigen. Die Schiffe werden wahrscheinlich alle
nötigen Vorräte aufnehmen und die Transport- und Kohlenschiffe alsdann sich selbst überlassen. Aus Hongkong wird gemeldet, es seien alle Vorbereitungen getroffen, um einen Neutralitätsbruch zu verhindern. Auf der Insel Stonecutteß wurden Geschütze aufgestellt, im Hafen sind Minen gelegt. Gar so leicht dürfte England die glückliche Ausübung seines dortigen politischen Doppelspiels nicht werden, zumal man nicht vorher weiß, welche neuen Arten von Neutralitätsbruch Noschdjestwensky der Welt noch weiterhin vorführen wird.
deutsches Reich.
Berlin, 30. April. An Stelle des Unterstaatssekretärs im Reichsschatzamt v. Fischer, der wegen Krankheit seinen Abschied genommen hat, ist der bisherige Direktor Twele zum Unterstaatssekretär und an dessen Stelle der Geh. Oberregierungsrat Kühn zum Direktor ernannt worden. Auch der Geh. Oberregierungsrat Nauschning wird wegen Krankheit aus dem Reichsschatzamt ausscheiden.
— Entgegen anderen Meldungen werden die Verhandlungen über den Abschluß eines Neziprozitätsver- trages zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten frühestens im Herbst wieder ausgenommen. Es gilt als wahrscheinlich, daß dann amerikanische Unterhändler nach Berlin kommen.
— Uebereinstimmend wird aus Oldenburg gemeldet, Minister Ruh st rat habe dem Großherzog gestern abend sein Demissionsgesuch eingereicht, sein Gesuch sei indessen ab gelehnt worden.
Mannheim, 29. April. Eine Kommission des Reichsgesundheitsamts in Berlin unter Führung des Präsidenten Dr. Schandin, ist hier eingetroffen, um die Wasserverhältnisse des Rheines einer Untersuchung zu unter» ziehen.______________
Wieder ein Kuhsteat-'Vrozcß.
Ein neuer Ruhstrat-Prozeß hat heute nachmittag vor der Strafkammer des Landgerichts I begonnen. Auf der Anklagebank befindet sich der Chefredakteur von der „Rat.-Ztg.", der sich wegen Beleidigung des Justizministers Rilhstrat und der Oldenburger Staatsanwaltschaft zu verantworten hat. Inkriminiert ist ein Artikel der „Nat.- Ztg." vom 25. September v. I. Minister Ruhstrat, der als Nebenkläger fungiert, ist nicht erschienen. In dem inkrnni- nierten Artikel wurde auf Grund der Zuschrift des Oldenburger Korrespondenten der „Nat.-Ztg." mitgeteilt, daß die Affäre des Ministers Ruhstrat in ein akutes Stadium getreten sei. Der nach Verbüßung seiner Strafe nach Oldenburg zurückgekehrte Redakteur des Oldenburger „Residenzboten", Biermann, habe sich seiner Freiheit nicht lange erfreuen können, er sei vielmehr wieder in Haft genommen worden, nachdem der „Residrnzbote" einen „Protest" überschriebenen Artikel veröffentlicht hatte. In diesem Artikel wurde mitgeteilt, daß die Anzeige wegen Verdachts des schweren wissentlichen Meineids gegen den Minister Ruhstrat erstattet und zugleich die Erhebung der öffentlichen Anklage auf Grund durchaus zuverlässiger Zeugenaussagen gefordert worden sei. In dem Artikel des „Residenzboten" werde ferner die Ueberzeugung ausgesprochen, daß die öffentliche Anklage gegen Ruhstrat nicht erhoben werden und der Minister trotz der schweren Anschuldigung ruhig seines Amtes als Minister weiter walten werde. Es werde aber dagegen protestiert, daß Justizminister Ruhstrat an den Verhandlungen des oldenburgischen Landtages teilnehme. In einem Artikel des „Residenzboten" werde ferner behauptet, daß der Staatsanwalt Niesebieter seinerzeit zusammen mit dem jetzigen Justizminister Ruhstrat und dem jetzigen Gymnasialdirektor Frühstück zu einem intimen Neserveoffizierkreise gehört habe, der im Gerüche besonders leidenschaftlicher Hingabe an die „lustige Sieben" stand. Indem die „Nat.-Ztg." von dieser Mitteilung, die indes abgeschwächt wurde, Notiz nahm, teilte sie gleichzeitig eine Erklärung des Ministers Ruhstrat gegen diese Verdächtigungen mit und knüpfte daran die Bemerkung, daß man die Verantwortung für die ungeheuerlichen Beschuldigungen natürlich Herrn Biermann allein überlassen müsse. Der Staatsanwalt indes beantragte 100 0 Mk. Geldstrafe event. 100 Tage Gefängnis, Unbrauchbarmachung des Artikels des Publikationsbefugnis für die Beleidigten. Justizrat Wagner, der Verteidiger des Angeklagten, führte dagegen aus, Dix habe nur seine journalistische Pflicht erfüllt, von umgehenden Gerüchten Notiz zu nehmen. Ein ganz unverdächtiger Korrespondent habe ihm mitgeteilt: Das und das passiert in Oldenburg. Aus diesem Grunde rechtfertige sich die Freisprechung des Angeklagten. Nach kurzer Beratung verkündete der Vorsitzende das Urteil: Der Angeklagte wird wegen Beleidigung nach § 186 zu 600 Mk. Geldstrafe, event. 60 Tagen Gefängnis verurteilt, die Unbrauchbarmachung des Artikels und der Platten und Formen verfügt und dem Oberstaatsanwalt und dem Minister Ruhstrat die Publikationsbefugnis zugesprochen. Der Artikel enthalte, so führte der Vorsitzende aus, schwere Beleidigungen. Die beleidigenden Behauptungen seien in einer Form aufgestellt, daß die Möglichkeit ihrer Wahrheit offen gelassen wurde. Der Angeklagte wird gegen das Urteil Revision einlegen.
Aus 5!ai)i uud Land.
Gießen, 1. Mai 1905.
— Empfang. S. K. H. der Großherzog empfingen u. a. den Prof. Dr. Moritz und den Landrichter Friedrich von Gießen.
"Personalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Gefangenwärter am Haftlokal in Büdingen, Lehning, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treuen Dienste.
" Ordensauszeichnungen. S. K. H. der Großherzog haben dem Rittmeister und Eskadronchef im Magde- burgischen Dragoner-Regiment Nr. 6 Frhrn. Schäffer v. Bernstein das Ritterkreuz 2. Klasse des Lndewigs- Ordens, dem Hauptmann v. Chaulin, Bezirksoffizier beim Landwehr-Bezirk Eisenach, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
• • Die Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen für das IT. Quartal 1905 werden am Freitag, den 2. Juni unter dem Vorsitz des Langerichtsrats Prätorius ihren Anfang nehmen.
" Silberne Hochzeit feierten Herr H. ChambrÄ und Frau, hier.
* * Stenographie. Der Nutzen der Stenographie für das praktische Leben wird mehr und mehr erkannt und gewürdigt. Die Stenographie hat seit einigen Jahrzehnten in immer steigenderem Maße eine Verwendung gesunden, an die man ftüher kaum gedacht hat. Die Nachfrage narii jungen Leuten, welche die Stenographie beherrschen, ist fast in allen Berufszweigen sehr groß geworden. Darum sollten alle jungen Leute, die jetzt die Schule verlassen, darauf bedacht sein, sich diese Kunst anzueignen. Der hiesige Stenographen- Verein „Gabelsberger" eröffnet am 2.Mai wieder einen. Kursus für Anfänger.
* * Jagdgesetz. Das Hess. Ministerium des Innern ließ der Zweiten Kammer einen Gesetzentwurf, die Ausübung der Jagd betreffend, zugehen. Mit der Vorlage dieses Gesetzentwurfes entspricht die Regierung einem von der Zweiten Kammer gefaßten einstimmigen Beschluß auf Revision der bestehenden Jagdgesetzgebung, welcher damit begründet wurde, daß viele Bestimmungen der Gesetze aus früheren Jahren teils außer Uebung gesetzt, teils einer Abänderung bedürftig sind. Wir kommen auf den Gesetzentwurf nächstens ausführlich zurück.
* * Ein Ziegen b o ck mit 4 Römern. In den letzten Tagen wurde in Frankfurt a. M. im Schlachthof ein wahres Wundertier einer Ziege geschlachtet. Sie trug auf dem Kopfe 4 Hörner, alle vollständig ausgewachsen, zwei gewöhnliche in geschweifter Form und zwei, welche das Aussehen von Schafbockhörnern haben. Der Kopf befindet sich im Laboratorium des Schlachthofs, in dem eine Anzahl Abnormitäten von verschiedenen Schlachttieren aufbewahrt werden.
" Eine originelle Rache. Rache ist süß, dachten Bewohner eines Städtchens in der Umgegend von Mainz. Es gingen nämlich die Wogen der Bürgermeisterwahl sehr hoch, hüben wie drüben wurden flammende Reden gehalten, wobei einer der Redner sich in der Hitze des Gefechts so weit verstieg, zu sagen: die Bauern sollten mehr Schmierkäse und Kartoffeln essen, wie dies früher der Fall gewesen sei. Die beleidigten Bauern nahmen nun, wie das „Mainzer Tagblt." berichtet, vor einigen Wochen eine eigenartige Rache an dem schneidigen Redner, indem sie sein Wohnhaus während der Nacht von oben bis unten mit Schmierkäse anstrichen.
w. Nidda, 28. April. Der unverantwortliche Leicht^ sinn bei Handhabung von Schießwaffen hat in einer hiesigen Schlosserwerkstätte zu einem Unfall geführt, der leicht verhängnisvoll werden kann. Der Sohn eines Bahnbeamten, welcher nächsten Sonntag konfirmiert werden und danach die Schlosserei erlernen soll, befand sich in der Werkstätte, als ein Lehrling, ebenfalls Sohn eines Bahnbeamten, ein dastehendes Sechs Millimeter-Fl obert auf ihn anlegte in der Meinung, es sei nicht geladen. Die Kugel drang dem Jüngeren über dem Auge in den Kopf und konnte bis jetzt in der Klinik zu Gießen, wohin der Verwundete gebracht wurde, nicht entfernt werden. Von dem Umstand, ob die Kugel entfernt werden kann, hängt es ab, ob der Junge nicht Schaden am Auge erleidet, wenn nicht schlimmeres eintritt.
Friedberg, 30. April. In der letzten Sitzung dev Handelskammer machte Ritter (Laubach) daraus auf-j merksam, daß das Postamt Laubach nach 8 Uhr abends! keine Telegramme mehr austragen läßt. Diesem Uebel- stande könnte einigermaßen abgeholfen werden, wenn die Bahnverwaltung ersucht würde, wenigstens bis abends 11 Uhr Telegramme zu übermitteln. Die Kammer beschließt, die Eisenbahndirektion zu ersuchen, dieser Anregung Folge zu geben. — Von einer Anzahl Studierender und Schüler isll gebeten worden, den Morgenzug, welcher seither 6 Uhr lOMin. von Butzbach nach Gießen abging, von Friedberg abfahrcn zu lassen. Da diesem Wunsche bereits in dem neuen Sommerfahrplan Rechnung getragen ist, so erübrigt sich ein Eingehen auf diesen Antrag, dagegen wünscht Klös (Vilbel), daß der fragliche Zug seinen Ausgangspunkt in Frankfurt a. M. nehme, damit die Arbeiter auf der Strecke Frankfurt-Friedberg ftühzeitig zur Arbeitsstätte kommen würden. Die Kammer unterstützt diese Anregung. — Der Spar- und Vorschuß-Verein Bad-Nauheim bittet bei dem Postamt bezw. der Oberpostdirektion dafür eintreten zu wollen, daß während des ganzen Jahres ein zweiter Bestell- bezirk für Pakete errichtet werde, da bei den derzeit bestehenden Einrichtungen das Westviertel der Stadt durch die außergewöhnlich späte Bestellung der Pakete schwer geschädigt werde. Hierzu bemerkt Sprengel-Bad-Nauheim, daß dringend wünschenswert sei, daß das Personal bei der hiesigen Post schon am 1. April vermehrt werde. Die Kammer beschließt beide Anregungen zu verfolgen.
Briefkasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
H. S. Sie haben Recht, auch der Anatomiediener Balser ist seit 25 Jahren bei der Universität beschäftigt.
3., Schlitz. Zu seiner Sicherung kann sich ein Bürge ebensowohl eine Hypothek bestellen, wie Mobilien verpfänden lasten. Nach § 1113 B. G. B. kann eine Hypothek auch für künftige Forderungen bestellt werden. Zur Verpfändung von Mobilien ist die llebcrqabe dieser an den Bürgen erforderlich. Außerdem ist dem Bürgen die Möglichkeit gegeben, durch Rückbürgschaft sich Sicherung zu verschaffen. Welches Sicherungsmittel am empfehlenswertesten ist, kommt auf die näheren Umstände des einzelnen Falles an; im Allgemeinen wird die Hypothekbestellung am ratsamsten sein.
K. in B. Für den angebotenen Artikel hätten wir keine Verwendung. Beste Grüße!
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Hierdurch teile Ihnen mit, dass ich über die Seife meine grösste Zufriedenheit aussprechen muss: ich batte einen leichten Hautausschlag, in 10 Tagen war ders. von Obcrmeyers Herba-Seife geheilt Angusta Brückner, Freiburg i-B. Z. h. i. a. Apottu, Drog. u. Part p. St 50 Fig. u. 1 Mk. Obermeyer & Co«. Hanao.


