Ausgabe 
29.6.1904 Erstes Blatt
 
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Nr. 150

«Lgltch au her Sonntag».

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwirt die Siebener Zamilien- Näher viermal in der Woche beigelegt.

-lotalionSdruck u. Ver­lag der Brühl 'scheu Untvers.-Buch-u. Ttein- brudcret. R. Sang«. Redaktion, ttrpebttto* und Druckerei:

Schulstratz« 7.

Adresse kür Depeschen: «rrzetger Gießen.

Kernsprkchanschluß Nr. 51.

Erstes Blatt.

154. Jahrgang

Mittwoch 20. Juni 1904

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt fflr den Ureis Gießen

vezugSprei»: monatlich75Ps^ vtertel- jäbrlich Mk. 8.20: durch Avhole- n. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mt.2. viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pf.

auswärts 20 Psg. verantwortlich für den oolit. und öligem. Teil: P. Witiko: für .Stadt und Land' und .Gerichtssaal': August Goetz; für den An­zeigenteil: HanS Beck.

Bekanntmachung,

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Westanlage zwischen Bahnhof- und Frankfurter­straße von Donnerstag, den 3 0. l. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt.

Gießen, den 29. Juni 1904.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Herberg.

haben. Ich habe öfters daS Glück gehabt, Hamburg fDchtig zu besuchen, aber ich bin ganz besonders erfreut, Ihre gütige (£in- ladung habe annehmen zu formen. Ich darf versichern, daß ich nie die Art und Weise vergessen werde, in der Sie die Güte ge­hoben, mich zu empfangen. Sie und die ganze Bevölkerung. Ich kenne recht gut die vielfachen Beziehungen zwischen meinem Lande und dieser großen Stadt. Sie bestehen seit vielen Jahrhunderten. Mögen diese guten und friedlichen Beziehungen stets sortdauern! Wenn ich in mein Land zurückkehre, werde ich jede Gelegenheit ergreifen, allen zu sagen, wie gut und herrlich ich hier empfangen worden bin. Ich weiß sehr wohl, daß dieser Empfang nicht nur meiner Person, sondern auch dem großen Reiche gilt, zu dessen Herrscher Gott mich eingesetzt hat. Ich sage Ihnen meinen wieder­holten Dank und erhebe mein Glas aus das Wohl des großen Senat? der freien Hansastadt Hamburg 1

Während des Diners ergriff Se. Majestät der Kaiser das Wort.

Er wies darauf hin, daß die Anwesenden in Sr. Maj. dem König von England den Höchstkommandierenden der englischen Flotte vor sich zu haben .die Ehre hätten. Der Kaiser erinnerte daran, wie er schon als Knabe, von seinen Eltern nach England geleitet, in Portsmout und Plymouth die englische Marine kennen und bewundern gelernt habe. Er habe damals unter kundiger Leitung manche Fahrt auf demDelphin' und derAlberta" getan und Panzerkolosse entstehen sehen, die seitdem ihren Dienst getan hätten und von der Rangliste verschwunden wären. Das ge­waltige Treiben aus See im Mittelpunkte der größten Kriegsmarine der Welt habe d am a l 4 auf sein jugendliches Gemüt einen unauslöschlichen Eindruck gemacht. Beim Rückblick auf diese Jugendeindrücke werde es der König verstehen, wenn der Kaiser daß, was er einst als junger Mensch in England gesehen und was sich in ihm tief einprägte, spater versucht habe, als Regent in einer den Verhältnissen seines Landes entsprechenden Weise zu verwirklichen. Wenn daß Kennerauge des König? die Schiffe des deutschen Geschwaders trotz ihrer geringen Anzahl und ihre Mannschaften anerkennend beurteilt habe, so spreche der Kaiser dafür Sr. Majestät den innigsten Dank aus. Der Kaiser forderte zum Schluß bte Anwesenden auf, ihre Gläser zu erheben auf das Wohl Sr. Majestät des Königs Eduard VII., gleichzeitig aber auch der Kameraden von der englischen Marine zu gedenken, derjenigen, die heute hier weilten, derjenigen, mit denen wir vor Peking gestanden hätten, und aller derjenigen, deren liebenswürdige Gastfreundschaft wir an so vielen Punkten der Erde genossen häten. Se. Majestät der König Eduard VH. Hipp Hipp, Hurra!

König Eduard erwiderte in deutscher Sprache: Die Worte des Kaisers hätten ihn tief gerührt. Er kenne das Jntereffe, das der Kaiser an der englischen Marine seit jeher ge­nommen habe. Er sei überzeugt, die deutsche Marine werde durch das Interesse und die Kenntniffe des Kaisers immer hervorragender werden. Er sei ferner davon überzeugt, und es sei fein Wunsch, daß die beiden Flotten immer imfreundschaftlichen Verhältnis stehen und daß sie immer erfreut sein würden, sich zu sehen und sich zu begrüßen, in welchem Lande es auch sei. Er danke dem Prinzen Heinrich für das schöne Diner und habe sich sehr gefreut, so viele distinguierte Admirale und Offiziere zu sehen. Er wünsche nochmals seinen Dank zu bezeugen für die Gastfreund­schaft, die ihm hier geboten worden sei und denen, die mit ihm gekommen wären. Sein Aufenthalt hier werde ihm immer m bester Erinnerung bleiben. Er kehre zurück mit den angenehmsten Eindrücken. Ich'trinke auf das Wohl Seiner Majestät des Kaisers, mit dem mich innige Freundschaft ver­bindet, seit wir uns kennen. Seine Majestät der Kaiser lebe hoch!

Um 3x/4 Uhr trat der König auf den Balkon, wo er von der vieltausendköpfigen Menschenmenge mit Hurrarufen be­grüßt wurde, in welche die Musik mit einem Tusch einstimmte. Der König verblieb fünf Minuten auf dem Balkon und dankte grüßend nach allen Seiten. Darauf begann die Rundfahrt, erst auf der Binnenalster, dann um die Außenalster. Ueberall bildeten zahlreiche Menschenmengen Spalier. Um 41/« Uhr langte der König am Dammtorbahnhofe an, wo er sich in herzlichster Weise von den Bürgermeistern verabschiedete und nach Kiel abreiste.

Kiel, 28. Juni. Heute abend fand im Schlosse Tafel statt, die Prinz Heinrich von Preußen als Stationschef zu Ehren des Königs von England gab. Kurz vvr 8 Uhr traf der Kaiser an der Barbaroffabrücke ein, wo kurz nach 8 Uhr der König von England ankam und vom Kaiser und dem Prinzen Heinrich herzlich begrüßt wurde. Die Ma­jestäten begaben sich, nachdem sie gemeinschaftlich die Front der Fähnriche und der Leibkompagnie abgeschritten hatten, ins Schloß zur Tafel. Bei der Tafel saß der König von England rechts vom Kaiser, gegenüber den Majestäten Prinz Heinrich. Rechts vom König saß der Kronprinz. Es folgten dann Prinz Wilhelm von Schweden und Norwegen, der Fürst von Monaco, Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe, Prinz Ludwig von Battenberg, Viscount Churchill, General der In­fanterie v. Plessen, Generalmajor Grierson, Botschafter Graf Wolff-Metternich, Kapitän Ponsony, Generalstabsarzt Dr. Leut­hold, links vom Kaiser saßen der Grobherzog von Oldenburg, es folgten Prinz Eitel Friedrich, Prinz Ernst von Sachsen- Altenburg, der englische Botschafter in Berlin Sir Frank Las­celles, Reichskanzler Graf Bülow, Marquis of Ornronde, Oberhofmarschall Graf Eulenburg, General der Infanterie v. Kesiel, Kapitän Campbell, Oberhofmeifter Graf Seckendorff, Honurable I. Ward. Rechts vom Prinzen Heinrich saßen zunächst Earl of Selborne, daran anschließend Staatssekretär v. Tirpitz, Kapitän O Callaghan, Admiral Frhr. v. Senden- Bibran, Kapitän Bearireft, Viceadmiral v. Arnim, Kapitän Pcirel, Viceadmiral Fritze, links vom Prinzen Heinrich saßen Admiral Sir Berkeley Mitne, daran anschließend Admiral v. Köster, Kapitän Hugh Tyrwhitt, Admiral Bendemann, Kapitän Surdec, Viceadmiral Büchse!, Kapitän de Salis, Viceadmiral ä la suite Frhr. v. Seckendorff. Weiter nahmen an der Tafel teil: Oberstleutnant Gras Gleichen, General­leutnant v. Löwenfeld, Kapitän Allenby, Gesandter v. Tschirsky

Der König von ßrrgland.

König Eduard war Dienstag, am 28. ds. Mts., in Hamburg. Er traf um 12 Uhr mittags dort ein. Etwa 100 Damen und Herren der englischen Kolonie, die Senatoren und die Spitzen der Zivil- und der Militärbehörden waren zum Empfange auf dem Dammthorbahnhof anwesend. Als der König dem Waggon entstieg, wurde er mit Hipp-Hipp- Hurra-Rufen begrüßt und dann von den Bürgermeistern und den Senatoren bewillkommnet. Nach der Vorstellung schritt der König, geleitet von den Bürgermeistern Dr. Hochmann und Dr. Mönckeberg, und gefolgt von den Uebrigen, zu den Equipagen. Als der König im Bahnhofsportal sichtbar wurde, präsentierte das Militär. Die Musik spielte die englische Hymne. Der König bestieg mit dem Bürgermeister Dr. Hach- mann den ersten Wagen, dem ein Zug Husaren vorausritt. Die Wagen fuhren im Bogen an der Front der Ehren­kompanie vorbei durch die Ringstraße nach den Landungs­brücken, wo der DampferJohannes Dallmen" zur Hafen­rundfahrt bereit lag. Ein zweiter Zug Husaren beschloß den glänzenden Zug. Die Landungsbrücken, die Schiffe im Hafen, die Staatsgebäude und viele Privathäuser waren auf das festlichste mit Flaggen geschmückt. Auf dem ganzen Wege bildeten Tausende Spalier, die den König überall mH Hurra­rufen begrüßten.

Nachdem die Hafenfahrt beendet war, begab sich der König zur Börse, wo der Präsident der Handelskammer, Michaheles, an die Kaufmannschaft folgende Ansprache hielt:König Eduard, der Beherrscher des seegewaltigen England, mit dem Deutschland, insbesondere von altersher unser Hamburg die vielseitigsten Beziehungen verbinden, Be­ziehungen, denen Deutschlands Handel und Industrie eine Fülle der fruchtbarsten Anregungen verdanken, König Eduard, der erlauchte Verwandte unseres geliebten Kaiserhauses, weilt als hochgeehrter Gast in den Mauern unserer Stadt und er­weist der Hamburger Kaufmannschaft die ganz besondere Auszeichnung des Besuches der Börse. Ich fordere Sie auf, unserem ehrerbietigsten Dank für die hohe Ehre dieses Be­suches Ausdruck zu verleihen, indem Sie nut mir emstimmen m den Ruf: König Eduard von Großbritannien und Irland, Kaiser von Indien Hoch, Hoch, Hoch!" König Eduard erwiderte:Ich danke Ihnen herzlich ftir den schönen Empfang, den Sie mir hier bereitet haben. Der Besuch in Hamburg wird mir unvergeßlich bleiben." Darauf verab- schiedete sich der König und begab sich nnt seinem Gefolge nach dem Rathause, wo das von dem Senate gegebene Frühstück eingenommen wurde.

Bei der Frühstückstafel im Rathaus hielt Bürgermeister Hachmann folgende Ansprache:

Ew Majestät wollen mir gestatten, dem begeisterten Ginp ang, welchen die Bewohner Hamburgs und soeben die Kaufmannschaft Euerer Majestät bereitet haben, den ehrfurchtsvollsten Willkommen- gruß des Senats anzuschließen, imb ben hef empfundenen Dank dafür daß Ew. Majestät sich enfichlo sen haben, unsere Stadt durch einen Besuch auszuzeichnen. Diese Auszeichnung wwd von Ham­burg umsomehr als hohe Ehre empfunden, alses bas erfte Mal ilt daß ein Herrscher des großen brichchen Weltreiches als Gast i imferer Stadt weilt, und als andererseits fett vielen Jahr- hunderten die mannigfachsten Beziehungen zwischen Hamburg und 8 r -s '»dfe

ML

S°n'©et fiöni« erwiderte in deutscher Sprache: bitte Ew. Magnifizenz, meinen tiefsten Dank anzunehmeil ,ür dH freundlichen Worte, mit denen Sie mich eben begrüßt

Bekanntmachung.

Betr.: Schweinerotlauf in Klein-Linden.

Die über daS Gehöft des Karl Weigel zu Klein- Linden verhängte Sperre wird hiermH aufgehoben.

Gießen, den 26. Juni 1904.

GvvßherzDgliches Kreiscrmt Gießen.

__________________I. V.: Hechler.___________________

Gießen, den 27. Juni 1904.

Betr.: Die Strafregister; hier: die Nachweisungen der im 1. Halbjahr 1904 verstorbenen bestraften Personen.

Der Großh. Ober-Staatsanwalt beim Landgericht der Provinz Oberhessen

an sämtliche Ortspolizeibehörden des Kreises.

Sie werden ersucht, die oben erwähnten Nachweisungen oder Fehlanzeigen bis zum 1. August 1904 ohne daß eine Erinnerung nötig wird an mich einzusenden.

Theobald.

und Bögendorff, Kapitän Veyron, Generalleutnant v. Hülsen Häseler, Kapitän Treubridge, Hofmarschall Frhr. Reischach Connnodorkapitän Flack und Commodore de Martine und andere. ___________________________________________________

Deutsches Keich.

Berlin, 28. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm in wesentlicher Abstimmung mit 207 gegen 105 Stimmen bei einer Stimmenthaltung den § 13 b des Ansiedelungs­gesetzes an, nach welchem in den Provinzen Westpreußen und Posen die Ansiedelungsgenehmigung zu versagen ist, solange nicht eine Bescheinigung des Regierungspräsidenten vorliegt, daß die Ansiedelung mit den Zielen des Gesetzes betreffend Beförderung der deutschen Ansiedelungen in den genannten Provinzen vom 26. April 1886 nicht in Wider­spruch steht. Dagegen stimmten das Zentrum, die Polen und die Freisinnigen.

Die Verhandlungen im Pommernbanl- Prozeß sind nach zwei Monate langer Dauer heute Montag zu Ende geführt worden. Das Urteil wird Freitag vor­mittag 9 Uhr gesprochen.

Eine Eingabe an den Papst auf Vcranlaffung des Berliner Vereins für Feuerbestattung ist von einem Reichenberger Arzte abgefaßt worden. 27 Feuerbestattungs- vereine mit 9500 Mitgliedern haben ihre Zustimmung zu dem Gesuch gegeben, worin nahegelegt wird, der Einrichtung von Krematorien nicht entgegenzutreten.

Ausland.

Waterloo, 27. Juni. Die Einweihung des hier zur Erinnerung an die vor Waaterloo gefallenen fran« zösischen Soldaten errichteten Denkmals fand heute nachmittag statt. Der französische Gesandte Görard wohnte der Zeremonie bei, zu der zahlreiche französische und belgische Offiziere, sowie Abordnungen von. Gesellschaften mit Fahnen sich eingesunden hatten.

Lissabon, 28. Juni. Hier zirkulierten gestern Ge­rüchte, wonach der König von Portugal an Bord seiner PachtDonna Amölia" plötzlich gestorben sein sollte. Diese Gerüchte scheinen dadurch entstanden zu sein, daß der König in erhitztem Zustande kalte Getränke zu sich genommen hatte und gleich darauf infolge B lutan dra ng n ach d em Kopf e das Bewußtsein verlor. Sein Gesundheitszustand ist jetzt jedoch wieder befriedigend.___________

Aus Stadl und Land.

Gießen, den 29. Juni 1904.

"Die Hess. -nass. Baugewerksberufsgenossen­schaf t hielt, wie man uns berichtet, gestern in Eschwege, im Hotel Koch, ihre 23. ordentliche Genossenschaftsversammlung ab. 51 Delegierte waren anwesend; nur 6 fehlten. Nach­dem der Vorsitzende Br off t-Frankfurt die Versammlung eröffnet und Bürgermeister Hoppe diese namens der Stadt Eschwege begrüßt hatte, wurde der Bericht über das Rech­nungsjahr 1903 abgestattet und die Jahresrechnung für 1903 genehmigt. Der Erwerb eines eigenen Hauses in Frankfurt soll noch erwogen werden. Der Voranschlag für 1905 sieht 6000 Mk. mehr gegen das Vorjahr vor. Dieser Betrag ist für Revisionen, Stellvertretungen rc. nötig geworden. Bei den Ersatzwahlen wurde als i. Stellvertreter des Vorsitzenden Herr Heß, als 2. Stellvertreter Herr Anthes, beide in Frankfurt, gewählt. Im übrigen wurde die Wahl des Genoffenschaftsvorstandes bestätigt. Bezüglich der Regelung der Betriebsüberwachung wurde beschlossen, daß fortan jede Sektion einen eigenen Aufsichtsbeamten anzustellen hat. Als Ort für die nächstjährige Versammlung wird Frankfurt bestimmt.

b. ÄTofbörf, 27. Juni. Wir hatten seinerzeit über ein gegen den Bürgermeister Lichtenthäler von Krof­dorf eingeleitetes Strafverfahren wegen Amtsvergehens berichtet. Heute sind wir in der Lage, mitteilen zu können, daß die von der Kgl. Staatsanwaltschaft in Limburg auf das eingehendste geführten Ermittelungen Anhalt für das Vor­handensein einer strafbaren Handlung nicht ergeben haben, und infolgedessen das Verfahren vollständig eingestellt worden ist.____________________________

Vermischter.

Neunkirchen, 27. Juni. Im Bliestale auf preußischer Seite bei Bliesransbach, auf lothringischer von Bliesebersingen bis zur Mündung in die Saar, in der Pfalz in der Gegend von Reinheim und Bliesbolchen sind Goldabla gerungen entdeckt worden. Wissenschaftliche Analysen haben ergeben, daß in der Tonne Erde 5.7 bis 10 Gramm enthalten sind. Das Metall lagert hauptsächlich im Sande; mittelst des sogenannten Cyanidverfahrens ist es möglich, fast sämtliches Gold aus den Gestein- oder Sand- maffen herausznziehen. Bildet sich, was wahrscheinlich ist, eine Gesellschaft zur Ausbeutung, so hat sie schon eine Vor­gängerin gehabt, denn schon im 16. Jahrhundert wurde nach derFr. Ztg." in Auersmacher Gold gefunden und in Metz gemünzt.

* Kaldenkirchen, 28. Juni. Seit heute nacht 12 Uhr stehen die Thon werke Rhenania in Flammen. Der Schaden ist sehr groß, jedoch durch Versicherungen gedeckt.