Ausgabe 
29.4.1904 Erstes Blatt
 
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Carl Krailing

Südanlage 22.

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Neuester

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cosih. bochbauamt. Strflthmj liner Forsiwarlwohnung. 8f 1. Avril. ONenbach aJL, >cm, herrnstr. 40.

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Unser Institut Ist vom hessischen Ministerium zur Anlage von Mündelgeldern geeignet erklärt worden.

Dießen, am 27. April 1904.

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Gegründet Im Jahre 1853

Bankgebitude: Johannesstrasse 1. Telephon 120.

Wir machen hierdurch bekannt, dass unsere

Abteilung für Spareinlagen

gegen Ausstellung von Einlagebttchem Geldbeträge zur Verzinsung entgegennimmt und zwar tÄfflirh von ® bis 12 Uhr vormittags,

2 5*4 nachmittags, 2595

Samstags nur bis 4 Uhr.

| Rationaler G«ang$wctbtrdt

Hießen 1904.

Die

Festhallt in Dem Fest des GesanWettsireitö

zu Pfingsten d. I.

ist zu vergeben. Fragebogen sind von dem Unterzeichneten zu beziehen und wollen Bewerber bis zum 6. Mai Offerte einreichen.

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Am 30. April 1904, abends 6 Nhr, im VeremSlokal Hotel Victoria:

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enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Gießen, Frankfurt a. M., Gaffel, Marburg, Friedberg, Lollar, Londorf, Fronhausen. Wetzlar, Loblenz, Löln, Fulda, Alrfeld, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Schotten, Hungen, Laubach, Lich, Stockheim und Gedern

ankommenden und abgehenden Lisenbahnzüge, sowie die Fahrzeiten der

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j» zum Preise von 20 pfg. in der Expedition »jk der Giehener Anzeigers vorrätig. Der

Fahrplan kann auch durch die Aus- träger des Gießener Anzeigers bezogen werden. Z1.11

Telephonischer Kursbericht»

Frankfurt a. 9

29.

. 101.70

4*/e% Oesterr. Silberrente 100 70

130.20

45.40

42 75!

8°/o Mexikaner 4,/en/n Chinesen Electric. 8oh ackert Nordd Lloyd . .

4% Ungar. Goldrente . 40/' Italien. Rente . . 4*/,-6 Portugieser? » . ^0/ Portugiesen. . . .

1% C. Türken . . . Türkenlose ....

4°/q Grieoh. Monopol.-Anl. 41'. % fiiiHRAre Areontiner

S7s% 3% «*/,% 8°/n

Kreditaktien . . ,

Diskonto-Kommandit. .

Darmstädter Bank . , Dresdener Bank . . , Berliner Handelsges. . Oesterr. Staatebahn . . Lombarden .... Gotthardbahn .... Lanrahütte.....

Bochum ...... Harponer.....

Tendenz: schwach.

. 99.90 . 103.00 . 60.25 . 58.80

April.

. 26.30

. 86.95

. 105.50

. 103.30

202.10

Smvot hei feiner Zulassung zum Senat nicht den Stckar Utah, sondern die Mormonensekte und ihre Lehren ver­treten würde.

. 184.90

. 138.20

. 154.40

. 153.50

. 138.25

. 14.10

. 191.00

. 241.50

. 192.30

. 196.60

. 102 00

. 89.90

. 101.80

. 90.00

. 100.10

3*/e% Hessen . . $7,% Oberhessen .

4% Oesterr. Goldrente

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Carl Schwaab, Hofdelikatessenhandlung.

Telephon 265. 324 Seltersweg 23.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 29. April. Wie dieBert. Ztg." berichtet, hat der in Wilmersdorf wohnende Redakteur Paul Chriftiani seinem Leben ein Ende gemacht. Das Motiv deS Selbstmordes dürfte in einem nervösen Leiden zu suchen sein. Chriftiani war lange Jahre hindurch bei einem hiesigen Blatt als Musikkritiker tätig.

Hannover, 29. April. Der Kaiser hat das gegen den Füsilier Jakubowski vom Oberkriegsgericht wegen Ermordung einer Haushälterin gefällte Todes­urteil bestätigt.

London, 29. April. Der Lloyd teilt mit, daß der japanische DampferG oy o Maru", der von den Russen in den Grund gebohrt worden ist, einen Wert von einer Million besaß. Der Dampfer war nicht ver­sichert.

London, 29. April. AuS Tokio wird gemeldet: Admiral Hosoya berichtet über Gefechte, die am Montag und Dienstag an der Mündung des Jalu stattfanden. Seine Schiffe stießen am Rordufer des Jalu auf die Rusten. DieRussen wichen schließlich zurück und hinterließen viele Tote. Auf japanischer Seite seien keine Verluste zu verzeichnen.

Wien, 29. April. Der Oberbeamte Sergius Popowzow von der russischen Verkehrs-Direktion der WarschauWiener Cisenbahn in Warschau wurde unter dem Verdacht verhaftet, die vom russischen großen General­stabe ausgearbeiteten Mobilisierungspläne für die ge­nannte Bahnlinie an eine auswärtige Macht verkauft zu­haben.

Petersburg, 29. April. DerRegierungsbote" ver­öffentlicht nachstehendes Zirkular des Ministers des

Reichsanleihe do.

Konsole . do . .

Aeutzern an Die Vertreter Rußlands im Auslände vom 27. April: Die Presse im Auslande verbreitet in letzter Zeit hartnäckig Gerüchte über bei einigen europäischen Re­gierungen aufgetauchte Absichten friedlicher Ver­mittelung behufs schnellerer Beendigung des russisch- japanischen Konfliktes. Cingegangene Telegramme melden sogar, der kaiserlichen Reaierung seien bereits Vorschläge in solchem Sinne gemacht worden. Die Vertreter sind bevollmächtigt, diese Meldung auf das kategorischste zu dementieren. Rußland wünschte den Krieg nicht und tat in den Grenzen der Möglichkeit alles, um die im fernen Osten entstandenen Verlvicklungen im friedlichen Wege zu lösen. Doch nach dem treulosen Ue 6 er- falle Japans, welcher Rußland gezwungen hat, zu den Waffen zu greifen, kann augenscheinlich keinerlei fried­liche Vermittelung Erfolg haben. In gleicher Weise, wird die kaiserliche Regierung auch nicht die Einmischung irgendwelcherMacht in unmittelbare Verhandlungen zulassen, welche zwischen Rußland und Jvpan nach Be­endigung der kriegerischen Operationen zur Feststellung der Friedensbedingungen erfolgen.

L. Washington, 28. April. SiebenFrauenauf einmal sitzen zu lassen, das hat der Mormonen- apostel Taylor fertig gebracht, der von Utah nach Canada geflohen ist, um sich der gerichtlichen Vernehmung durch den Senatsausschuß in der Verhandlung gegen den mormonistischen Senator Smoot wegen Vielweiberei zu entziehen. Außer seinen sieben Frauen hat Taylor auch eine entsprechende Anzahl Kinder in Galt Lake City zurück- gelassen. Die Untersuchung in der Mormonen-Sache nimmt indessen ihren Fortgang. Rach der Vertagung des Senats wird sich ein Senatsausschuß nach Utah begeben, um im Mormonenlande selbst eingehende Erhebungen über den Mormonismus und die Vielweiberei anzustellen. Das Verhör des früheren Mormonen-Apostels Thatcher hat jedenfalls bereits ergeben, daß die mormonischen Kirchen­behörden die Lebensführung und das Tun ihrer Gläw- bigen in allen Punkten bestimmten irni)- daß Senator

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