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Nr. 99
Zweites Blatt. 154. Jahrgang
Donnerstag A8.April 1904
Erscheint tägNch mit Ausnahme deS Sonntags.
Die „Eietzener Samilienblätteri* werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Ehesfische Landwirt" erscheint monatlich einmal.
Gießener Anzeiger
Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'scheu Univerfttätsdruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition u.Druckerei: SchulsK.^.
Tel, Nr. 6L Telegr^Adr. r Anzeiger Gießen.
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giehen.
Ale heutige Yumrner umfaßt 10 Seiten.
Politische Tagesschau.
Annäherung der LinkSliberalen.
Man schreibt uns aus Abgeordnetenkreisen:
Die erste Session des neugewählten Reichstags Neigt dem Ende zu. Ihr Verlauf bestätigt, daß dem Parlament tüchtige rednerische Kräfte zugeführt worden sind, die sich auf alle Fraktionen verteilen. Er zeigt ferner, daß tiefgreifende Verschiebungen in der Parte igruppierung nicht stattgefunden haben. Andererseits aber läßt sich eine gewisse Aenderung in dem Verhältnis einiger Fraktionen zu einander konstatieren. Es handelt sich um die Linke des Reichstags und zwar um die Gruppen der Freisinnigen und der Deutschen Volkspartei. Sie sind, soweit aus äußeren Merkmalen ein Schluß gezogen werden kann, in der jetzt ab» laufenden Session sich nähergetreten, und damit scheint ein Schritt getan aus dem Wege zur Einigung der linksliberalsn Parteien, die ja allein ihnen zu ihrer führenden Stellung wieder' verhelfen kann. Unleugbar ist diese Annäherung vor allem dadurch möglich geworden, daß der mit io kräftigem Eigenwillen begabte Führer der Freisinnigen Volkspartei, Abg. Richter, parlamentarisch in den Hintergrund getreten ist. Die Tage sind zu zählen, an denen er in den vergangenen Monaten im Reichstag das Wort ergriff. Bei der Beratung des Etats, der Finanz-, Heeres- und Kolonialfragen, diesen Spezialgebieten des Rusers im Streit, harrten die Tribünen vergeblich auf eine seiner großen Reden. Die Freisinnige Volkspartei hat das spezifisch Richter'sche Gepräge merklich abgestreift und der Richter scheu Note be- Sjnct man auuch immer seltener in der „Freisinnigen itung", seitdem diese unter der Flagge der „Freien utschen Presse" segelt. Eugen Richter zieht sich allmählich auf das gewiß wohlverdiente politische Altenteil zurück, wozu Gesundheitsrücksichten wobl den unmittelbaren Anlaß gaben. Unfreiwillig sieht fiep auf denselben Weg verwiesen sein intimster Gegiler im liberalen Lager, Dr. Barth, der das leidenschaftliche Eintreten für ein Bündnis mit der Sozialdemokratie mit dem Verlust seiner parlamentarischen Mandate bezahlt hat. Seit feinem Ausscheiden aus dem Reichstag sind die Be- iiehungen zwischen den beiden freisinnigen Gruppen ent» chieden freundlicher geworden. Auch in den Reden wird ns Trennende nicht mehr so scharf markiert, wie früher.
MaS die Deutsche Volkspartei anbetrifft, so gibt eS zwischen ihr und der volksparteilichen Gruppe der Freist irrigen im Grunde kein trennendes Moment. Die Württeuwerger präsentieren mehr die süddeutsch-demokratische Eigenart. Aus dem letzten Parteitag dec Deutschen VollSpariei ist ja auch die Fraae des Zusammen- ichlus es aller demokratisch Gesinnten erörtert norden, und dabei zeigte srch, daß die politischen Verdienste des Abg. Richter in den Kreisen der sürd.-utschen Volkspaiteiler voll gewürdigt werden. Man geht aber wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß die Geneigtheit der süddeutschen Gruppe zum Beitritt in eine geschlossene parlamentarische Vertretung des entschiedenen Liberalismus größer 'ein wird bei weniger starkem Hervortreten des Abg. Richter. Ter schwäbische Kammerpräsident Abg. Payer, der die Führung der deutschen Volkspartei im Reichstag wieder übernommen hat, erfreut sich ledenfallS bei allen verwandten Fraktionen großer Beliebtheit.
Es )leibt nun freilich eine offene Frage, ob die Bildung' ein er großen liberalen Partei in absehbarer Zeit möglich sein wird. ES bestehen tiefgehende Meinungsverschiedenheiten zwischen den erwähnten Gruppen und den Natioralliberalen. Aber für den Liberalismus wäre schon viel gewonnen, wenn die Zersplitterung unter den Freisinngen und Demokraten überwunden werden könnte.
$et Krieg zwischen Zapan uod Außlanv
Japaner am Jaln.
Nay Meldungen aus Mulden setzte eine japanische Abteilung am 26. bei Tagesanbruch beim Dorfe Sin- dagu über den Jalu, wo sie vom fteuer eines russischen Lundschafterkommandos empfangen wurde. Durch russisch: Artillerie wurde eine von den Japanern nördlich vcn Widschu geschlagene Brücke zerstört. Der Uebergcng erfolgte südlich von Widschu auf Pontons. Ein Teil brr Infanterie, welche mit einer Batterie über den Fluh gesetzt war, marschierte auf die russische Stellung bei Türn-schen, wurde aber so zurückgeschlagen, daß die Batterie nicht einmal das Feuer zu eröffnen vermochte.
Generalgouvernenr Linewitsch.
Durch einen Tagesbefehl des Statthalters Alexejew sind dem Gneral Linewüts ch die Verteidigung und interimistisch die Obliegenheiten eines Generalgouver- neur t des Amur ge b ie tes übertragen worden. Seiner Leitung unterliegen nicht die Militär- und Civilverwalt- ung dis Transbaikalgebietes.
Vor Gensau.
Eir telegraphischer Bericht des Statthalters Ale^e- se w v»m 27. d. M. über den Vorgang im Hafen von Gens an lautet: Kontreadmiral Jessen, oer sich mit Kreuzern und Torpedibooten auf See befand, sandte die letzteren nach Äensan. Die Torpedoboote bohrten auf der Reede einen iapanischen H and elsd ampf er in den Grund, dessen ßesatzung an Land geschickt war. Hierauf kehrt, n dieTorpedoboote an demselben Tage wieder zun Geschwader zurück.
Aus Port Arthur
meldet -as offiziöse russ. Telegraphen-Bureau: Im Rayon -st die Lage unverändert. Die erfolgreichen Versuche mit den Unterseebooten veranlassen die Zeitung „Nowi- icai" zrr 'tleußerung, daß sich für das aktive Vorgehen der r^fischen Flotte nun neue Aussichten eröffnen.
Der Kaiser von Korea
hat dem Mikado zum Zeichen seiner Freundschaft und Treue eine große Anzahl von Geschenken gemacht, die jetzt in Tokio einaetrofsen sind. Es sind darunter kostbare Leuchter, Armbänder, Tischtücher usw.
Bestimmungen für Kriegsberichterstatter.
Die offiziöse russische Telegraphen-Agentur meldet aus Port Arthur: Die Zeitung „Nowy Krai" veröffentlicht die für die Kriegskorrespondenten bei der russischen Armee geltenden Bestimmungen. Ausländer bedürfen einer Empfehlung ihrer Regierung an das russische Auswärtige Amt. Jeder Korrespondent hat sich schriftlich zu verpflichten, geheime Nachrichten nicht zu verbreiten und sich der Kritik der Anordnungen befehligender Persönlichkeiten zu enthalten, die Tatsachen wahrheitsgetreu darzustellen und unkontrollierbare Meldungen zu unterlassen. Verletzungen dieser Bestimmungen, Indiskretionen ober Taktlosigkeiten ziehen eine Verwarnung nach sich bezw. die Entfernung vom Kriegsschauplätze. Allen Korrespondenten ohne Ausnahme ist der Zutritt zu der Admiralität, zu den Docks, den Werkstätten und sonstigen Einrichtungen der Marine, sowie die Benutzung von Schaluppen in den Häfen und auf den Reeden von Port Arthur und Wladiwostock unbedingt untersagt. Die Korrespondenten haben sich zu verpflichten, um Ausnahmen von diesen Bestimmungen nicht nachzusuchen. Beim Eintreffen auf dem Kriegsschauplätze melden sich die Korrespondenten im Hauplquartter und legen ihre Dokumente, sowie eine beglaubigte Photographie vor. Der Hauptstab dirigiert sie an den Stab des Rayons, in dem sie tätig sein sollen. Weiteres hängt von dem betreffenden Stab ab. Die Korresponoenten haben die Verantwortung für ihre Diener. Zum Aufenthalt auf einer Festung ist die vorherige Genehmigung des Kommandanten berfelben erforderlich. Als Abzeichen der Korrespondenten dient eine Binde um den linken Arm. Chiffrierte Depeschen sind untersagt. Die Zensur aller Meldungen erfolgt im Hauptquartier und bei den Stäben der Mand- jchureiarmee des Amurbezirks, in den Militärbezirks-Verwaltungen in Charbin bei dem Gouverneur auf Sachalin, in Niutschwang und in den Festungen Port Arthur und Wladiwostock.
Keine Vermittelung.
Das Reutersche Bureau erfährt aus London, daß die von Petersburg ausgehenden Gerüchte, nach denen England irgendwelche Vorschläge betreffs einer Vermittlung zwischen Rußland und Japan vorgebracht hätte, vollständig unbegründet seien. Man kenne selbst in gutunterrichteten Londoner Kreisen die Quelle der Gerüchte nicht.
Admiral Skrydlow
verließ am 27. April die russische Residenz, um sich über Sewastopol nach dem Kriegsschauplätze zu begeben. Aus den Straßen bereitete ihm das Publikum Cba.lunen. Au, dem Bahnhöfe waren Großfürst Alexander Michatlowitsch, Admiral Avelan, Ches des Generalslabs der Marine Roschdestwensky, und viele andere zur Verabschiedung erschienen. Der Metropoltt übexgab ihm ein Heiligenbild.
Attentatgerüchte.
Meldungen über Attentate in der Mandschurei und über eine Agitation im Innern Rußlands sowie von einem Kontplott in Warschau werden offiziös dementiert, ebenso ein in Petersburg kursierendes Gerücht über die Vergiftung des Generals Kuropatkin durch feinen Koch.
Keer und Kiotte.
** Oberstleutnant v. Winterberger, Bataillons-Kommandeur im Juf.-Regt. 9tr. 116 ist, wie wir mitteilten, zum Stabe des Jns.-Regts. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (1. Magdeb.) Nr. 26 in Magdeburg versetzt. v. Winterberger wurde 1874 Leutnant beim Ins.-Regt. 9ir. 36, jedoch im Jahre 1881 in das Ins.-Regt. Nr. 97 versetzt, wo er 1885 zum Oberleutnant befördert wurde. Als solcher war er zuletzt beim Äeneralsiab kommandiert und wurde 1890 als Vermessungsdirigent der topographischen Abteilung der Landesaufnahme dem N.benetat des großen Generalslabes zugeteilt. s)lad) dreijähriger Generalstabstätigkeit wurde er in das Jnf.-Regt. Nr. 97 zurückversetzt, wo er zwei Jahre verblieb. Dann wurde er zum Komp.-Chef im Jns.-Regt. Nr. 138 in Hagenau ernannt 1896 wurde er Adjutant der 16. Division und in dieser Stellung 1897 zum Major befördert. Etwa 2 Jahre später wurde er bann Kommandeur des 1. Bats. im Jnf.-Regt. Kaiser Mlhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 in Gießen.
Aus Sluöl uuS Kmw.
Gießen, 27. April 1904.
** Ein Plakat-Fahrplan der im Sommer 1904 auf der Station Gießen ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüge ist in der Brühl'schen Druckerei erschienen und für 50 Pfg. für das auf Karton aufgezogene Exem- Slar, unaufgezogen für 20 Pfg., zu beziehen.
| •• Dienstjubiläum. Wie wir hörten, feierte dieser Tage in aller Stille in ihrer Privatwohnung Schwester Salome Weiß ihr 25jähriges Dienstjubiläum. Bis vor Kurzem noch versah sie ihre aufopferungsvolle Tätigkeit in der hiesigen Klein-Kinderschule mit gewohnter Hingebung und Treue. Zahlreiche Freunde und Gönner brachten ihr Beweise der Anhänglichkeit und Freundschaft entgegen.
8 Herbstein, 27. April. Der frühere langjährige Landtagsabgeordnetc unseres Wahlkreises, Bürgermeister Muth in Salz ist im 74. Lebensjahr gestorben. Er war feit 1865 Bürgermeister und gehörte dem KreiS- Ausschuß Lauterbach an. Im Landtag war er Mitglied der nationalliberalen Partei.
Mainz, 26. April. Die unglückliche Liebe deS Miterbauers der Mainzer Rheinbrücke, deren Einweihung am Sonntag in Gegenwart des Kaisers stattfindet, bildet in Wiesbadener und Mainzer Gesellschaftskreisen den Ge
genstand aufrichtiger Teilnahme an dem Schicksal eines jungen, hoffnungsvollen Paares. Der Chefingenieur der Union-Gesellschaft, Schroth, der die Pläne zum Mainzer Brückenbau ausarbeitete, war auch in der Ausführung des riesigen Werkes leitend tätig. Gelegentlich seiner Anwesen- tjeit in Mainz lernte Schroth die Nichte des Kommersen- rats Franz Kupferberg, Teilhaber der rocltbetannten Champaguerfirma Kupierberg, kennen und lieben. Das junge Paar verlobte sich vor kurzem und die Hochzett sollte schon in nächster Zeit stattsinden. Vor einigen Wochen reifte der Bräutigam, em hochbegabter Ingenieur, nach Berlin, wie er angab, in Gefchäflsangelegenheiteu. Er kehrte von der Reife nccht zurück. In Berlin machte er feinem Leben durch Erschießen ein Ende. Wie hinterlassene Briefe ergeben, batte der Unglückliche aus Verzweiflung darüber Selbstmord begangen, daß ihm ärztlicherseits eines chronischen Leidens wegen von einer Heirat abgeraten worden war. Schroth, der feine Braut abgöttisch liebte, geriet darüber in eine derartige seelische Aufregung, daß er in einem Augenblicke der Verzweiflung Hanb an sich legte. Allerdings wurden auch noch andere Grunde für den aufsehenerregenden Selbstmord angegeben, doch dürften sie sich mehr auf Vermutungen beschränken. Mtt dem Ende des Bräutigam war das Drama aber noch nicht zu Ende. Tie Braut des Unglücklichen nahm sich das Schicksal ihres Verlobten so sehr zu Herzen, daß sie vor einigen Tagen nach Berlin fuhr und sich am Grabe ihres Bräutigams erschoß. Das tragische Ende des jungen Paares erregt überall das tiefste Mitleid. Schroth sollte bei der Einweihung der Brücke am 1. Mai dem Kaiser vorgeftelll werden und ein Korrespondent der „Frks. N. Nachr." erfährt aus sicherer Quelle, daß ihm eine höhere Ordensauszeichnung zugedacht war. So war die Brücke über den Rhein, die noch nicht dem Betrieb übergeben ist, der Anlaß zu einem Liebesbunde, dessen Ende erschütternd wirkt.
Gim b Lheim, 26. April. Das vierjährige Söh nchen des PH. B., das häufig mit seinem Vater in einem Fährmannsnachen über den Strom setzte, ging dieser Tage allein an das Wasser, in der Absicht, an das jenseitige Ufer zu seinem Vater zu gelangen. Da der Schiffer Der Fähre nicht sogleich am Platze war, band der Meine einen Nachen los und bestieg ihn. Das Fahrzeug trieb rheinabwärts bis fast nach Oppenheim. Der Fährmann bei Guntersblum bemerkte den Vorgang, eilte dem jungen Schiffer nach und brachte ihn in Sicherheit.
Kleine Aiitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Bingenheim wurde am Sonn- ag dem Kciegeroerein anläßlich seines 25jährigen JublläumS die vom Kaiser verliehene Fahnenschleife durch den Vertreter des KreiSamtS überreicht. — An der neuen Haltestelle Treis-Münzenberg soll ein Stückgutgebäude erbaut werden. DaS feit dem Bahnbau errichtete Basaltwerk liefert ausgezeichnetes Material in großer Aienge. — In Ober- Wöll st a d t findet am 5. und 6. Juni eine Gauturnfahrt statt.
Kandel und UerKehr. Volkswirtschaft.
Wie wir unfern Lesern schon in unserer letzten Abonnements- Einladung mitteilten, stehen wir vor einer wesentlichen Ausgestaltung unseres Handelsteiles. Diese besteht darin, daß wir fortan allwöchentlich, und zwar am Freitag, einen Kursbericht veröffentlichen werden von der dreifachen Größe unseres bisherigen wöchentlichen Kurszettels. Dieses Kursblatt wird zum ersten Mal am nächsten Freirag erscheinen.
Nusfische Kriegsanleihe und die Kurse. Infolge der Uebcrnayme von 8UU Mrll. Frcs. öproz. russtscher Schatzsckeine haben die russischen Rentenwerte wrederum einen Rückgang erfahren, jo daß die 4proz. russische koirj. Eisenbahnanlerhe von 1880 von 96.80 am 6. Februar bis 92.20 am 26. April, die 4proz. russische Staatsrente von 95.50 bis 93.40, die neue russische Anleihe von 1902 von 97.90 bis 92 wich. Stärkere Kursverluste haben auch die 3'/»proz. Goldanleihe von 1894, von 99.75 bis 83.10 erlitten. Die russischen Eisenbahnobligationen erfuhren eine Einbuße von rund 5 Proz. und schließlich sind die Aktien der Russischen Bank für auswärtigen Handel von 132.40 bis 116.70 gewichen. Tatsache ist aber auch, daß alle bieie Obligationen mit Ausnahme einer einzigen gegenwärtig höher stehen, als am Tage des panikartigen Rückgangs aller Werte, am 19. Februar.
Deutsche Ncichsbauk. Ter letzte Reichsbankausweis zeigt bedeuiende Rückflüsse und läßt daher den Schluß zu, daß die Bank nicht lange über den Anfang Mai hinaus den gegenwärtigen Zinsfuß beibel)ält, sondern zu einer Diskontherabsetzung schreitet und zivar gleich um ein ganzes Prozent.
Mürtte.
§ Aus dem Vogelsberg, 27. April. In hoher Blüte stehl zur Zeil das Geschalt in Kartoffeln. Bekanntlich kauft nufer Vogelsberg — speziell der nordwestliche — alljährlich neue Saalkartofseln hauptsächlich aus der Wetterau. Bezahlt wurde seither für den Doppelzentner 7,25 Mk. bis 7,50 Alk. Am verstossenen Samstage war das Angebot in Kartoffeln in Grünberg so stark, daß der Doppelzentner für 5.50 Alk., ja zuletzt sogar für 5 Alk. leicht zu haben mar. Dieser Preisabschlag dürste indessen bis zum nächsten Lartofjetmarkt kaum bestehen bleiben, da durch ihn eine viel lebhaftere Nachfrage entstehen wird.
Die Kindergedeinen
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Kindermehl
Darmkatarrh, k Diarrhoe A etc.
vorzüglich dabei & leiden nicht>z> an ä?
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