Ausgabe 
27.2.1904 Erstes Blatt
 
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Vermischtes

Hl Xt* Gegen- aroüen'

leisten. . .

* Gemälde-Ausstellung am Brand. Die Manne- bilder von Prof. SchnarS Alquist-Hamburg sowie die Kollek­tionen von W. Thielmann- Kassel, W. Gesicken und G. von Hoeßlin sind nur noch am morgigen Sonntag ausgestellt. Don Montag an bleibt die Ausstellung wegen vorzunebmenden vollständigen Wechsels der Gemälde einige Tage geschloffen.

Bei der 23. Internationalen Vogel- und Geflügel-Ausstellung zu Frankfurt erhielt Herr August Felsing-Gießen für ausgestellte Kanarien-Konkurrenz- sänger die silberne Medaille, Ehrenpreis, ersten und zweiten Dreis.

Besitzwechsel. DaS Anwesen des Fuhrunter­nehmers C. Spieß Neuenweg 29, ging für den Preis von Mk. 18 500 in den Besitz des Restaurateurs F. Wiegand Neuenweg über. Dieser beabsichtigt, seine Lokalitäten für den Nestaurationsbetrieb zu vergrößern.

"Die Anlagemusit Sonntag, den 28. Februar,

in diesen Tagen unter Mitwirkung des Verbandsdirektors Geheimer Negierungsrat Haas - Darmstadt, Ccfononiierat Schlenke-Friedberg, Landtagsabg. Hirschel-Ofsenbach und Köhler-Langsdorf, sowie Generalsekretär Dr. Neumann- Darmstadt zwei weitere derartige Genossenschaften errichtet worden und zwar in Muschenheim für Muschenheim und Umgegend und in Hungen für Hungen und 3 Stunden im Umkreis. Der Vorstand der Kornhalis - Genossenschaft in

fällt aus. , _ . ar ,

Kaiserpanorama. Die interessante SerieAus den glorreichen Tagen von 70/71" bleibt noch Sonntag und Montag ausgestellt, um jedermann den Besuch zu er­möglichen.

** Zweigverein vom roten Kreuz. In der am Mittwoch im Eafö Ebel stattgehabten Hauptversammlung des hiesigen Zweigvereins vom roten Kreuze wurden die seitherigen Vorstandsmitglieder, Amtsgerichtsrat Wiener, Medizinalrat Tr. Haberkorn, Staatsanwaltsgehilfe Mann, Bibliotheks- kustos Dr. Heuser und Metzgermeister Pirr wieder- und der Führer der neuen Sanitäts - Kolonne, Vierbrauereibesitzer risch neugewählt. Die Verhandlungen, deren Besuch nicht an Ueberfülle litt, befaßten sich zumeist mit der mi ver­gangenen Winter entstandenen Sanitäts-Kolonne und deren Organisation.

- Eine Subskription ist, wie man unS mitterlt, eröffnet worden, aus deren finanziellem Ergebnis eine Glocke als Patcngeschenk für das neue LinienschiffHessen" be- schafft werden soll. Ein Ueberschuß der Sammlung wird m Form einer Stiftung zu Gunsten der in der deutschen Kriegs­flotte dienenden hessischen Landsleute und der Besatzung des LinienschiffesHessen" verwendet werden.

-i- Klein-Linden, 25. Febr. Dem Vorgehen einiger Städte unseres La,,des folgend, trägt man sich auch hier mit dem Gedanken, einen Orts verein zu gründen. Die Auf- gäbe desselben soll darin bestehen, die örtlichen Verhältnisse einer gründlichen Beratung zu unterziehen, um nötige Vrr- besserungen in Vorschlag zu bringen. Eine einzuberufende Versammlung wird das notwendige Programm demnächst

beraten und aufstellen.

d. Friedberg, 26. Febr. Vom 9. bis 12. März wird hier ein Jnformationskursus für die Vorstände bezw. Rendanten der o berhessischen landwirtschaftlichen Genossen­schaften vo»n Verband der hessischen landwirtschaftlichen Ge­nossenschaften veranstaltet werden. Es werden insbesondere folgende Gegenstände behandelt: Buchführung für die einzelnen Genoffenschaftsarten (Verbandsreoisor Braner), wichtige Be­stimmungen deS GenossenschaftsgesetzeS, sowie die Pflichten des Vorstands und Aufsichtsrats (Generalsekretär Dr. Neu- mann), die Benutzung einzelner Einrichtungen deS Verbands (Dr. Neumann), der Verkehr der Genoffenschaftcn mit der oberhessischen Hauptgenoffenschaft und deren Einrichtungen (Oekonornierat Direktor Sch lenke und Direktor Hirsche!), Herstellung der Butter und die Betriebskontrolle der Buttere, (Dr. Krueger), neuere Erfahrungen und Erscheinungen auf molkereitechnischem Gebiete (Molkereiinktruktor Henke l). Nach jedem Vortrag ist Gelegenheit zur Diskussion gegeben. ES steht zu erwarten, daß auch dieser Kursus von den beteiligten Kreisen stark besucht wird, zumal die vom Verband in den vorhergehenden Jahren in Darmstadt und Mainz veranstalteten Kurse eine zahlreiche Teilnahme zu verzeichnen hatten.

nd. Aus der Wetterau, 26. Febr. Nachdem in Wohnbach anfang, Februar d. IS. die erste KornhauS- Genossenschaft in der Wetterau gegründet wurde, sind

angehören und welcher heute einen Mitglicderbcitand von 604 landwirtschaftlichen Genossenschaften aller Art aufweist.

--Ruppertenrod, 26. Febr. Heute wurde hier unter zahlreicher Beteiligung von Leidtragenden und unter Vorantritt des Kriegervereins mit umflorter Fahne Heinrich Fuchs IV. zu Grabe getragen. Er war ein Veteran von 1870 und 71, und war unversehrt aus dem Feldzuge zurückgekehrt. Er hatte u. a. als Dragoner an dem Gefecht bei Briare, in dem bekanntlich eine hessische Abteilung beinahe gefangen genommen worden wäre, teil genommen. Arn Grabe gab die Abteilung der Schießenden des.Kriegerverems eine dreifache Ehrer,salve ab, Pfarrer Jung hielt die Grab­rede. Nicht unerrvähnt möge bleiben, das; der Verstorbene der Einführer des künstlichen Dünger in hiesiger Gemeinde gewesen ift, für deren Rentabilität er die größten Opfer ge­bracht und geduldig die anfängliche Verachtung getragen.

Darmstadt, 2C. Febr. Die Amtszeit des Tarm- städier O b e r b ü r g e r m e i st e r s M o r n e w e g ilt in kurzem ab gelaufen. In der nächsten öffentlichen Stadt- verordnetensihung, die kommenden Donnerstag stattsmoet, steht die B ü r g c r m e i st e r iv a h l auf der Tagesordnung Die Vorschlagskommission der Stadtverordneten Hal sich mit ncft von zehn Stimmen für die Wiederwahl des seit­herigen Oberbürgermeisters Morneweg ausmffprochen. _

Darmstadt, 26. Febr. Unter dem Vorsitz des Grafen zu Erbach-Fürstenau hielt die Ortsgruppe Darmstadt der Anti-Duell-Liga eine Mitglieder-Versanimlung ab, in der die Erweiterung der Vereinigung zu einer hessischen Gruppe beschlossen wurde. Die Ortsgruppe hat eine Mu- gliederzahl von 120 erreicht. Tie Jahresversammlungen der hessischen Gruppe sollen abwechselnd in den drei Provinzen unseres Landes, die Hauptversanunlung der deutschen Liga, an deren Spitze Fürst Löwenltein Wertheim sieht, voraus­sichtlich im September dieses JahreS in der Resibenr ab-

Aus Sladl uni) Land.

Gießen, den 27. Februar 1904. Sprechstunden der Redaktion:

121 Uhr vormittags, V87/28 Uhr abends.

Auf unseren heutigen Landtagsbericht möchten wir unsere Leser heute besonders aufmerksam machen. Es kam gestern die Interpellation in Sachen deS Falles Joutz zur Sprache. Die Ausführungen der Hauvtredner Reinhardt, Dr. Gut fleisch rc. werden von nn§ nach stenographischer Niederschrift wiedergegeben.

In denVerhandlungen des hessischen Land­tages am 25. d. M. nachmittags hat der Abg. Leun, wie er uns mitteilt, nicht den Antrag gestellt, die Gebühr für ortsgerichtliche Beglaubigungen herabziisetzen, sondern bean­tragt, es möge der Stempel für orts gerichtlich be­glaubigte Vollmachten von 2 Mark auf 20 Pfennig herabgesetzt werden. Dieser Antrag wurde auch angenommen.

Die Gesellschaft für Erdkunde teilt uns mit, ^ß der Vortrag des Prof. Dr. E. von Drpgalski über die Deutsche Südpolar-Expedition" am 1. März schon um 8 Uhr pünktlich beginnt und daß Karten zu Mk. 1,50 in der Ricker'schen Buchhandlung zu haben sind.

Lahnkanalisation. Zu unserer vorgestrigen Notiz über die Lahnkanalisation wird uns mitgetcilt, daß nicht sowohl Heffen als die Hessischen Interessentenkreise voraus- sichtlich bereit sein werden, den dort erwähnten Beitrag zu

* B e r l i n, 27. Febr. Wie derL.-A." berichtet, d u r ch- schnitt der Hausreiniger Sen fett, anscheinend im Te- lirium, seinem eigenen zweijährigen Kinde in Gegen wart seines secl/sjahrigen Brüderchens mit einem großen

leben. .... . ,

Hamburg, 26. Febr. Tas dreijährige Söhnchen einer AuKwandererfamilie st ü r z t e vormittags im singe Berlm- Hamburg bei voller Fahrt aus der plötzlich aufspringenden Tür. Cs wurde tödlich verletzt. Ein Passagier, der nach Lallen des Zuges die Strecke absuchte wurde von einem entgegenkommenden Zuge überfahren und ebenfalls ch wer verletzt. t

* Leipzig, 26. Febr. In allen Kreisen der Stadt rull eine Verhaftung großes Aufsehen hervor. ^Es handelt sich um den Gymnasia 1 -Oberlehrer ar. phil. Arno Tu uker, der fortgesetzter sittlicher Ver­fehlungen beschuldigt wird. , _,

* Straßburg, 26. Febr. In Tieirze stürzte Ober- leutnant v. Bogen vorn Infanterieregiment Nr. 136 mit einem ncuertoorbcnen Pferde. Er starb einige Minuten nach dem Sturze infolge eines Schädelbruches.

London, 26. Febr. In dem Städtchen Mmditoue ermordete der frühere Oberleutnant Toortle seine 45jährige Gattin, ,vorauf er flüchtete. Man glaubt, daß er Selbstmord begangen hat.

Paris, 26. Febr. In der Kohlengrube in Lodour sand ein Bergsturz statt, bei dem 5 Bergleute ver­schüttet wurden. Einer konnte gerettet werden, während die übrigen fünf nur als Leichen hervorgezogen werden konnten. . ..

* Budapest, 26. Febr. Aus den Liptauer und Grauer Imitaten wird berichtet, daß dort nad) meßrtaßiaem hn- haltendem Geräusche im Erdinnprn Vulkanausbruche stattfanden. Ein Krater habesickge b^ichde^------

Schutzgebiet Togo und Aenderung von besonderen Be­stimmungen des Militärtarifs für Eisenbahnen den zu­ständigen Ausschüssen überwiesen. Ferner wurde dem llus- schußbericht über die Vorlage betreffend Ausprägung von Zweipfennigstücken zuaestimmt. .. .., . a

An fortdauernden Ausgaben des Milrtaretats hat die Budgetkommission 1V2 Mill. Mark 0 e ft r t aO-e n.

Hannover, 26. Febr. Tie Negierung beabsichtigt hier die Errichtung einer Polizeiakademie, in Der Beamte für den Dienst als Polizeikommissare und Polizeioffiziere ausgebildet werden.

Dresden, 26. Febr. Trotz starker Einwirkungen von Berlin und Dresden weigerte sich Gohre, von seiner Kandidatur zurückzutre ten, cn Wahlkreise wurden drei Wählerversammlungen, wo Gohre Referent ist, abgesagt. Sonntag findet dort eine nochmalige Kreispartei-Versammlung in der Angelegenheit^statt.

Kunst und Wissenschaft.

"B r a u n s ch w e i g, 26. Febr. Wegen Beleidigung des Oitizierkorps, begangen durch Herausgabe des R 0 m an 5 Verhängni s", militärischer Sitteuroman aiis einer großen Garnison von Hermann zu Df en torff, ,ft aumaltschast gegen den hiesigen Verlagsbuchhandler Rich, ea tllei Untersuchung eingeleitet worden ,

- Zwei interessante Kunstnachrichten gehen derB. B.-d g. aus Thüringen zu: Herzog Ernst hat aus seiner Vrwatschalulle 200000 Alk. zum Ausbau des Ho st H eat er? in Al tenburg aesveudet. Der Großherzog von Sachsen-Dcimar hat die mch gesiichle Schenkung eines Bauplatzes im Belvederevark für das m Weimar geplante N a t i 0 n a l t h e a te r abgelehnt.

Aus Tboru wird geschrieben: Die Stadtverordneten genehmigten den ersten Haushaltsplan für das neue, amil. Cf Über ?u eSSe Stadttheater auf 25 000 Mark. Unter den Ausaaben besiudeu sich 16 500 Mark zur Verzinsung und TU-ung der Anleihe. Wenn zur Nuterhaltimg de? Stadttheaters staatlitier- seits ein Zuschuß von 10 000 Mark pro Jahr gewahrt wird, woraus man rechnet so hat die Stadt noch jährlich 14 000 Mark Bein sie ut leisten. Zur würdigen inneren Ausschmückung des ^Tbeowrs haben einige Bürger nahmhaste Betrage gespendet, so -audtags- Ülbg. Dietrich 6 000 Mark. --

gehalten werden.

Frankfurt, 26. Febr. Ueber den schon irn ^-ruh- ( blatt gemeldeten Mord des Kia v i er h ä n d l e r s - Lichtenstein entnehmen wir derKl. Pr.' noch folgen- , des: Es liegt nach den bisherigen Anzeichen ohne Zweifel . ein Naubmord vor, der mit frechster Verwegenheit im be- lcbtesten Teil der Stadt zurzeit des stärksten Verkehrs ver- , übt worden ist. Ter Ermordete war gewöhnlich um die Mittagsstunde allein in seinem Bureau. Nur eine Persön- : lichkeit, die mit den örtlichen Verhältnissen und den Ge- wohnheiten des Ermordeten aufs genaueste vertraut war, kann sich diese Stunde hu nutze gemacht haben. Als der Ausläufer des Lichtensteinfchen Geschäfts gegen 12^ 2 Uhr von seiner Mittagspause zurückkehrte, fand er fernen Chef im Hinterzimmer nach dem Holzgraben zu in einer Ecke liegend vor. Der Kopf war furchtbar zugerichtet. Die ganz erheblichen Schädelverletzungen scheinen von einem1 ^en oder schweren Holzstück herzurühren. Um den .Hals war ein Strick acht bis zehnmal geschnürt, sodaß gleichzeitig Totschlag und Erdrosselung vorliegt. ^.ie. Klaviere um die Sänle waren mit Blut bespritzt. Polizei und Staats­anwaltschaft waren sofort zur Stelle. In dem Raum fanden sich keine Gegenstände, mit ben.j die Wungen geschlagen worden fein tonnten. Ein Stuhl lag neben der ^etcfye auf dem Boden und war mit Blutspritzern behaftet; doch ist es zweifelhaft, ob er als Waffe benutzt worden ist Man muß vielmehr annehmen, daß der Mörder ferne toi liebe Waffe wieder mit sich genommen hat. In dem ^>obnraume vor dem Lager spielten sich erschütternde Szenen ab. _3rau und Tochter waren zugegen und verlangten, den Toten zu sehen. Mit Mühe wurde die Frau zuruckgehalten und in ihre Wohnung, Palmengartenstraße 4, gefahren. Lichten­stein hinterläßt eine Frau und vier Kinder, Awer ^-ohne und zwei Töchter, von 10 bis 20 Jahren. Er hat em Alter von 53 Jahren erreicht. Außer dem hier wohnenden Bruder hat er noch zwei BrüderBanllers m Newyork und eine Schwester in Berlin. Es ist noch nicht festge,tellt, was geraubt ist. Aber der Kasfenschrank ist erbrochen. Pa­piere sind ringsum weit zerstreut. Man nimmt an, daß Die Bluttat mindestens von zwei Peiffonen verübt worden ist, die sich vielleicht zum Vorwand Klaviere ließen. Ti- Spuren ergaben, baß sie sich vor dem Verlassen des Schauplatzes der Mordtat gewaschen haben. ^-oße Massen von Polizeibeamten sind aufgeboten. Tie Bahnhöfe llnd sofort unter polizeiliche Bewachung gestelll worden. Bon den Mördern fehlt noch jede Spur.

Muschenheim besteht au§: 1. Beig. Heinrich Eifer-Muschen- heim (Direktor), 2. Landwirt Wilh. Eifer-Mufchenheim (Ren­dant), 3. Landwirt Heinrich Hosmann II.-Muschenheim (Bei­sitzer und Lagerhausverwalter), 4. Bürgermeister Heinrich Görlach-Eberstadt (Beisitzer und Stellvertreter des Direktors), 5. Bürgermeister Georg Kuhl-Torf-Gill iBeisitzer). Der Aussichtsrat setzt sich zusammen aus: Oekonomierat Karl Hoffmann - Hof-Gill (Präsident), 2. Bürgermeister Heinrich Becker-Muschenheim (Stellvertreter deS Präsidenten), 3. Land- wirth Heinr. Schmidt-Dors-Gill, 4. Heinricki Grieb Ill.-Torf- Gill, 5. Wilh. Weisel IV.-Nluschenheim, Mütter Johannes Becker - Bergermühle. Bei der KornhaiiS - Genoffenschaft Hungen wurten in den Vorstand folgende Herren gewählt: 1. Gutspächter Rudolph Wciß-Hof-Graß (Direktor), 2. Land- ivirt Wilh. Heinr. Bender II.-Hunaen -Rendant), 3. Land- ivirt Heinr. Schmidt I.-Hungen (Beisitzer und Stellvertreter deS Direktors), 4. Adolph Hofmann II.-Üiodhcim a. d. Horloff (Beisitzer), 5. Heinr. Büttner-Langd (Beisitzer). In den Aus­sichtsrat wählte man folgende Herren: 1. Mütter und Land­wirt Wilh. Stoll-Riedmühle bei Inheiden (Präsident), 2 Land­wirt Otto Müller-Henriettenhos (Stellvertreter deS Präsidenten), 3. Landwirt Louis Naael-Lanad, 4. Landwirt Otto Kröll II.- Rodheim a. d. Horloff, 5. Landwirt Ferd. Kammer-Hungen, 6. Landwirt Karl Stein-Hungen. Beide Kornhaus-Gc- nosfenschaften haben sich dem Verband der hessischen land­wirtschaftlichen Genoffenschaften zu Tarmitadt atiaefd)loffen, dem nun mit diesen bereits vier Kornhaus-Genossenschaften

Mchenmesfer den Hals. Ter Mörder wurde feilge­nommen.

* Berlin, 27. Febr. Bankier Fritz Meyer stellte sich gestern nachmittag der Polizei, lieber eine Versammlung von 80 Gläubigern, die gestern abend statt­fand, berichtet dieVoss. Ztg.", die Passiva betrügen 3.3 Mill., die Aktiva 266000 Mark. Die 23er« wandten MeyerD verlieren 1.2Mill. Mark. Die Berliner Börse ist mit 2 Mill. Mark beteiligt. Die Ver­sammlung entschied sich dafür, daß eine Konkurseröffnung der Sache nichts nützen würde und wählte einen fünfglied­rigen Gläubiger-Ausschuß. TieVoss. Ztg." hebt hervor, das; sich die Deutsche Bank nicht unter den Gläu­bigern befindet.

* Berlin, 26. Febr. Gleich nach dem Tode des sozialdemokratischen Dbg. Rosenow verbreitete sich das Gerücht, daß Rosenow durch seine Frau ver- giftet worden sei. Um dem Gerede ein Ende zu machm, übergab Frau Rosenow, wie derLokalanz." meldet, die Angelegenheit der Behörde. Die Staatsanwaltschaft ver- na^m daraufhin mriöchlst den Arzt, der den Totenschein ans- gc2ellt hatte. Dieser aab cils Todesursachie Gelenk­rheumatismus und Herzk^ppenen'zündung an. Die Staatsanwaltschaft wird sich fetzt darüber scblus'ig machen, ob zur weiteren Klarstellung eine Ausgrabung der Leiche erfolgen soll. DerVorwärts" schreibt, es l-egc lediglich die Ta<fache vor, daß Frau R smow sllbst aus dem Verdacht, die Kranll;eit ihres Manne? sei falsch dwgnajll- ziert, sich an die Behörde wandte, die ben Arzt des Verstor­benen vernahm. Der Arzt bestätigte nochmals die FeststÄl- ung des Todessck>eines, daß Rll'now an EHlenfrhai'masis- mu's und Her^llapvenentzi'mdung gestorb>n sei. Ntch Unterschlagung von etwa 5000 Mk. ist d r 3 > Jahre alte Gasin spektor 'her dritten Revierins''ektion Hugo Stetza durch gegangen. Heille morgen hat sich Stcha selbst der Polizei gestellt. Er g:cf't zu. daß er 4P0 Mark der Kasse entnommen und für sich verbraucht habe. ?lls Beranla.siuug dazu brzllchinet er sein unglückstches Ehe-

Herichlssaal.

Gießen, 25. Febr. Der Fall deS D i z e s e l d w e be l? Zecke! der, wie die Leser sich erinnern, vom Kriepsgericht weaen Beruntreuunakn zum Nachteil der Offiziere unserer Garmsoi, zu 1 Zehr ©ciänqni? verurteilt worden ist, und nncfjtraqhd) ba Urteilanerkannt hat, um die Strafe in «Sn a 9 h. zu ver du en wird bemnächst in zweiter Auflage auch unsere Strafkammer beidiäftiqcn. Es ist nämlich nachträglich auch^cqen die ehemlliqe beS Offiziers.Kasinos etvaiautraa 'regen Unterschlagung gestellt worden. Demnächst wird die Sache zur Verhandlung kommen, nachdem daS Vorverfahren seinen

26. y-br $ie Mefige vor.

urteilte den Geschäftsreisenden Dr 0 hl 1 ch von der Finna inen Ließel zu 8", Jahren GesängniS und 3^Jahren Ehroettt.st. Trodlich hatte in einem Zeitraum von 6 Jahren femer Fk" 46000 Mk. unterschlagen- und daS Geld m leid Weise verjubelt. Tie Umerschlaguugen hatte er durch Fälschungen in den Büchern zu verdecken gewußt. Unter*

Altona, 26. Febr. Wegen m Chum verübter Inte schlag ungen und U r k u n d e n f a l s ch u n q mürbe der rc wedel Busse der 1. Kompagnie des 1. Hanseat. Stufen reaiments Nr. 75 vom Oberkriegsgericht des 9. Anneekoips »n er Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft zu Anrechnung M 0 ,i a t e n Gefängnis, Degradation midVe - setzung in die zweite Klaffe des Soldatenstandes verunerlt. -er Angeklagte hatte während der Ehinaexped'tion 5000 Mr. vN' treut, die sich ans Ersparniffen ziffamnienetztenwelched'e^o^^^^^^ iii Ehina gemacht haben und die dem ßelbroebel anücrtxaut roaie . In einem Briese an seinen ehemaligen Hauptmann halt«: B I Unterschlagungen mit dem Hmzufugen eiugeraumt, daß er di« ) quoertrauten Betrags in Ehina^ v - r spielt Hobe. ---------

Handel und Verkehr. AMswirtWft.

Zur Börfeulage.' In London ist die Ultimoregutterun^g aU »erlaufen Aus Berlin wird gemeldet, daß eine angesehene Mlller inna taSiqÄn treten wi(t- änftrnntfurt=

Trinen auch große Verluste erlitten, doch sind ernste Bechrchtck geu nich7 vorhanden. Hchgegen ist man besorgt daß es am latzoch zu Schwierigkeiten kommt. Am Wiener Vlat» ist ma