(SrfteS Blatt.
Frettag Ä6. August 1904
GietzenerAnzeiaer
** General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen
Hchulstratze I. ttbrefie für Devefcharr vuzetger «ietze». FernsprechanlchlußNr 51
154. Jahrgang
Nr. 200
Orfcheinl täglich außer Sonntags.
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Verantwortlich tüt den polst, und allgem. teil P. Wtttko: für »Stadt und LanhE »GerrchtLsaaf: August Goetz; für den An- zeigenteil: HanS Beck.
Die gevtige Mummer «mfakt 8 Seiten.
Z)er Krieg zwischen Aapan und Zrnßkand.
Port Arthur.
Tokio, 25. Aug. (Reuter.) Zwei russische Torpedobootszerstörer stießen am Mittwoch abend beim Eingang zum Hafen von Port Arthur auf Minen. Der großerevonbeiden,der vier Schornsteine hatte, sank. Ueber die Namen der Schiffe und die Verluste au Menschenleben ist nichts bekannt.
Petersburg, 25. Aug. Wie Statthalter Alexeje w an den Kaiser unterm 24. August meldet, ist folgender Bericht General Stössels aus Port Arthur vom 19. August eingegangen: Heute früh um 4y2 Uhr begannen die Japaner den Uglowaja-Berg zu stürmen. Sie eröffneten ein heftiges Bombardement auf die Befestigungen in der Nordfront und eines Teiles der Ostfront aus ihren Batterien auf den Wolsbergen. Gegenüber Siuschina und im ganzen Tale von Luuho führen die Japaner Laufgräben auf.
Petersburg, 25. Aug. General Stössel wurde zum Generaladjutanten des Kaisers ernannt.
Shanghai, 25. Aug. Nach japanischen Nachrichten bestehl die Absicht, anfangs nächster Woche mit dem allgemeinen Sturm auf die von den Russen noch besetzten Stellungen zu beginnen, ohne Rücksicht ans Menschenleben.
Askold, Grosowoi rc.
Shanghai, 25. Aug. (Reuter.) Es verlautet, daß infolge der von dem Waiwupu um vier Tage verlängerten: Frist für den Aufenthalt der im hiesigen Hafen liegenden russischen Kriegsschiffe der japanische Gesandte seiner Regierung empfohlen habe, entscheidende Schritte zu tun.
London, 25. Aug. Ein Shanghaier Telegramm des Reuterschen Bureaus bestätigt die Blättermeldung, daß Rußland Befehl gegeben habe, die beiden Kriegsschiffe „Askold" und „Grosowoi" abzurüsteu.
Das Anhalten fremder Schiffe.
London, 25. Aug. Die „Anchor-Line" teilt mit, ihr Dampfer „A s i a", der von Glasgow nach (Mcutta unterwegs ist, sei in Port Said ein getroffen und berichte, daß er 60 Meilen östlich vom Kap Vincent vom Dampfer „Ur a I" zwei Stunden lang angehalten und daß die Passagiere und die Ladung untersucht worden seien.
London, 25. Aug. Einer Abordnung der Londoner Handelskammer erklärte Premierminister Balfour, die Regierung habe Rußland um umgehende Auskunft über die Anwesenheit des Kreuzers „Smolensk in den südafrikanischen Gewässern ersucht und die Antwort erhalten, daß die russische Regierung den Schiffen der russischen Freiwilligenflotte, welche die letzten Zwischenfälle herbeiführten, entsprechende Instruktionen noch nicht habe zukommen lassen können. Auf Ersuchen Rußlands habe Großbritannien zwei Kreuzern Befehl gegeben, sogleich die „Smolensk zu suchen und ihr die Instruktionen mitzuteilen, Damit die Durchsuchungen anfhören.
Sachalin.
Rom, 25. Aug. Ein Telegramm der „TrDuna" aus Liau- fang behauptet, die Japaner würden sofort nach dem Fall von Port Arthur die Insel Sachalin besetzen und sie zur Operations- ücrsis machen.
Krankheiten im russischen Heere.
Shanghai, 25. Aug. .Die russischen Truppen werden durch Krankheit sehrgeschwächt. Die sanitären Vorkehrungen in Mukden sollen derart sein, daß sie das gerade Gegenteil von dem Hervorrufen, was sie bezwecken sollen.
Eine japanische Freiwilligen-Flotte.
Tokio, .25. Aug. Die Marine-Assoziation hat die Vorschläge zur Herstellung einer Freiwilligen-Flotte angenommen. Es sollen zehn Schiffe zu je 6000 Tonnen für 15 Millionen Dens gebaut werden. Jede japanische Familie soll Pen dazu beitragen.
Sturm auf See.
Tokio, 25. Aug. Ein Sturm hat am 20. August im südlichen Teil des japanischen Meeres gewütet. In Fusan wurden 56 Hauser und 147 Schiffe zerstört. DaS Kabel Fu- schima-Fusan ist unterbrochen. Viele Schiffe sind unter- gegangen und zahlreiche Personen dabei umS Leben gekommen.
Wien, 25. Aug. Hiesige Firmen erhielten von 'Geschäftsfreunden in Liverpool Depeschen, .wonach Port Arthur bereits gefallen sein soll.
Zwei japanische Offiziere hiugerichtet.
Ein französisches Blatt erzäUt: Man hatte zwei Japaner gefangen, weil sie versucht hatten, eine Eisenbahnbrücke in die Lust zu sprengen. Sie nannten ihre Namen und Titel ohne das r Zetern im Klang ihrer Stimme. .„Dschomo Jokoko, 43 Jahre alt, Major des Generalstabes", sagte der Aeltere der beiden Angellagten, „Tersko Jokki, 31 Jahre alt, Hauptmann im Generalstab", sagte sein Gefährte.' „Buddhist!" fügte er nach emem Augenblick hinzu. „Und Sie, Herr Major?" fragte der Praiident des Gerichtshofes. Haben Sie dieselbe Religion wie ihr Mitangeklagter?" „Nein, Herr Präsident, ich bin Ehrist . . . , .nmemer Jugend wurde ich durch die sanfte Lehre Christi ver- whrt, und rch bekannte mich zum lutherischen Glauben." Die Verhandlungen dauerten eine halbe Stunde: der Gerichts- Hos verurteilte die beiden Offiziere zum Maximum der Strafe, zum Galgen. Der Generalissimus bestätigte das Urteil, aber fr ersparte den japanischen Offizieren die erniedrigende Strafe bc‘* Galgens und ließ sie den Ehrentod durch das Blei sterben. Der ckwistliche Major wünschte vor seinem letzten 'vange einen Priester zu sehen. Da kein lutherischer Geistlicher zur Stelle tvar, so schickte man den Regiments-Popen.
Der Kreuzer Nowik.
Petersburg, 26. Aug. Ein kurzer Bericht d e S K o m- Mandanten des Kreuzers „Nowik" an den Kaiser besagt: Am 10. August verlor ich nach Beendigung des Kampfes, erhaltiu, und in welkem er zusammen mit dem .Kreuzer .,Askold" die Kindlichen Sclfiffe durclchrochen hatte, diesen infolge des 'AcbclS und ber erjorderlicl-en Ausbesserungen der Maschinen aus
dem Auge. .Ich lief am 11. August Kiautschou an, um Kohlen zu nehmen. Am 12. August verließ ich diesen Hafen, um unter Umschiffung Japans nach Wladiwostok zu gehen. Ich erreichte am 20. August Kornakow, wo ich Kohlen einnahm. Um 4 Uhr nachmittags sichtete ich einen sich nähernden feindlichen Kreuzer vom Typ „Niitaka". Ich ging in See und ließ mich um 5 Uhr 15 Min. mit ihm in einen Kampf ein. In demselben erhielt der „Nowik" nach 45 Min. drei Beschädigungen unter und zwei über der Wasserlinie, wobei der Raum oberhalb des Steuers voll Wasser lief. Der leck geschossene feindliche Kreuzer gab den weiteren Kampf auf; er sandte die ganze Zeit Funkensprüche ab. Da ich gegen Ende des Kampfes nur sechs brauchbare Kessel hatte und das Steuer beschädigt war, war ich genötigt, nach 'Kornakow zurückzukehren, um die Beschädigungen sestzustellen, und in der Absicht, nachts wieder in See zu gehen. Da es nicht möglich war, die Beschädigungen am Steuer auszubessern und da mehrere feindliche Schiffe in der Nahe waren, wie das Telegraphieren und das Licht mehrerer Scheinwerfer bewiesen, so beschloß ich, den Kreuzer im seichten Wasser zu versenken. Offiziere und Mannschaft, sowie Hab und Gut wurden ans Ufer geschafft. Am 21. August beschoß ein Kreuzer vom Typ „Suma" den über Wasser liegenden sichtbaren Teil des Kreuzers. In dem Kampfe am 10. August ivurden zwei Mann getötet und der Schiffsarzt leicht verwundet. Am 20. August wurden zwei Mann getötet, ein Leutnant und 14 Mann leicht, zwei Mann schwer verwundet.
per Ausstand in Acutsch-Südwestasrika.
Ueber die neuen umfassenden Operationen gegen die nach Südosten ausgewickienen Herero meldet General v. Trotha in einer Depesche folgendes:
Heyde ist mit Estorfs vereinigt und steht unter deffen Befehl. .Fiedler mit Kompagnie Welk und der zweiten Batterie bildet Militärstation Waterberg. Brockdorss unter Fiedler^ deckt mit 60 Mann der ehemaligen Besatzung von Outjo Naidaus, Winkler mit 50 Mann, ein Geschütz wird von Otjosondu nach Epukiro aufbrechen, sobald Spitze Deimling Otjosondu erreicht. Heydebreck rückt mit 5. Kompagnie Regiments 2 und neu aufgestellter Artillerie auf Epukiro, um sich den Herero vorzu legen. Estorff folgt dem Feind, ihn östlich umfas s e n d, Mühlenfels frontal, .Deimling ihn westlichüm- fassend.
Amtlich wird weiter gemeldet: Gefallen im Gefecht am Waterberg am 11. August Gefreiter der Landwehr Her- mamt Siegmeyer aus Hinterweidental (Pfalz), verwundet im Gefecht am Waterberg am 11. August Unteroffizier der Reserve Eugen Sönnighaus aus Ehlen (Reg.-Bez. Kassel).
Der „Bert Lok.-Anz." meldet aus Owikokorero: Das Hauptquartier ist hier eingetroffen und halt sich zu sofortigem Ylbmcrffche nach Osten bereit, sobald sämtliche Abteilungen ihre Verpffegung wieder voll ergänzt haben. Starke feindliche Kräfte sind in der Gegend von Otjikongo und östlich davon als im Abzüge befindlich festgestellt. Das Detachement Winller in Otjosondu ist durch die 6. Kompagnie des 2. Feldartillerieregiments und durck> eine halbe Batterie verstärkt worden. Größere Aufklärungsabteilungen sind am Feinde.
Deutsches Reich.
Berlin, 25. Aug. Man meldet an? Altengrabow: Der Kaiser, in der Uniform der Leibgardehusaren, stieg heute früh zu Pferde und begrüßte die hier versammelten zehn Kavallerieregimenter: die Garde du Corps, die Gardekürafliere, die ersten und zweiten Gardedragoner, das erste Garde-Ulanenregiment, das Ulanenregiment ,v. Treffenfeld", das zweite badische Dragonerregiment, das zehnte und zwölfte Husarenregiment, und die sächsischen Karabiniers, im ganzen 48 EskadronS. Die Regimenter führten zunächst, in zwei Teile geteilt, Angriffe gegen einander auS. Sodann übernahm der Kaiser das Kommando über die ganze Kavallerie-Division und kommandierte einen zweimaligen Angriff gegen einen markierten Feind, den Generaladjutant v. Scholl befehligte. Hierbei war die Kavallerie-Division von den reitenden Abteilungen des ersten und dritten Garde-Feldartillerieregiments und von den Garde- Maschinengewehr-Abteilungen begleitet. Der Kaiser nahm nach beendeter Hebung den Vorbeimarsch der Regimenter ab und nahm an dem Frühstück im Offiizierskasino teil.
— Die Rückkehr deS Kaiserpaares nach dem Reuen Palais bei Potsdam wird im Laufe des Freitag erfolgen. Die Kaiserin hat mit den jüngsten Kindern Schloß Wilhelmshöhe bereits verlaßen.
— Ueber die bevorstehende Reise deS Kaisers nach Ost- und Westpreußen werden folgende Einzelheiten bekannt: Der Kaiser begibt sich im Anschluß an die Kaiser- manöoer zunächst nach seiner Gutsherrschast Cadinen, wo er vom 19. bis 21. September Aufenthalt zu nehmen gedenkt. Von Cadinen auS erfolgt die Weiterreise nach Rominten: der Aufenthalt im dortigen Jagdschlöße wird bis Anfang Oktober dauern. Auf der Rückfahrt von dort wird der Monarch die Marienburg besichtigen, voraussichtlich auch den Eröffnungsfeierlichkeiten für die Technische Hochschule in Danzig beiwohnen und der Leibhusarenhrigade in Langfuhr den üblichen Herbstbesuch abstatten.
— Der Kaiser hat für die am 31. März d. I. durch die Feuersbrunst schwer geschädigten Einwohner des Dorfes Possessern (Kreis Angerburg) ein Gnadengeschenk von 10 000 Mk. bewilligt.
*— Vom BundeSrat ist die Ausflihrung einer Fleisch- beschau- und S ch l a ch t u il g s st a t i st i k beschlossen tvor den. Demgemäß sind über die in jedem Kalendernierbeljahre der Schlachtvieh- und Fleischbeschau unterstellYen Tiere von den Fleischbeschauem regelmäßig Nachweise unter Verwen düng eines Postkartensoinnulars an den Kreistierarzt bis zum achten Tage des auf jedes Kaleuder-Viertel!ahr folgen oen Monats, zum erstenmal zum 8. Oktober 1901, einzu reichen. Desgleichen sind über die in ieibem Mlendei-Viertel - jähre der Trichinenschau, einschließlich der Uimenschau,
unterwors.-nen Schweine von den Trichinenbeschauern Nachweise an dm Kreistienarzt in der für die Fleischbeschauer bestimmten Frist einzuneichen.
— Der „Reichsanz." meldet: Dias Frauenkomitee der Weltausstellung in St. Louis richtete ein Schreiben an das Auswärtige Amt, in welchem die deutschen Frauen eingeladen werden, anläßlich der Ausstellung Informationen über die soziale Stellung der deutschen Frau und über die Fortschritte der deutschen Frauenbewegung zu geben und gewerbliche, geistige und künstlerische Produkte auszustellen. Tas Komitee will ferner Frauen, die die Weltausstellung besuchen wollen^ zur Seite stehen.
Dresden, 25. Aug. Eine Anzahl Industrieller uB Abgeordneter des sächsischen Landtages wird bei der sächsischen Regierung wegen der Notstandstarife für die Industrie vorstellig werden.
— Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Unter Berufung, auf die „Gazetta di Venezia ist von einem hiesigen Blatt eine Erzählung übernommen worden, nach welcher der Kaiser in einem Telegramm an den bekannten Amerikaner Gordon-Bennett für eine f un kentele graft h i sche Station aus der Nataeckel-Jnsel das System Slaby anstelle des Systems Mareoni empfohlen haben soll. Diese Geschichte ist erfunden. Niemals ist an Bennett ein solches Telegramm gerichtet worden.
— Zu der vom 26. bis 29. September in Rostock statt» findenden 11. Allgemeinen evangelisch-lutherischen! Konferenz haben sich bereits Teilnehmer aus Skandinavien, Dänemark, Oesterreich-Ungarn, Rußland, Frwr^ reich und Amerika angemeldet._______
Seer und Flotte.
** Militärdienstnachrichten. Och wad k, Oberstleutnant beim Stabe des 1. Lothring. Infanterie- Regiments Nr. 130, unter Beförderung zum Obersten zum Kommandeur des 5. Großh. Hess. Jnfänterie-RegimentZ Nr. 168 ernannt, v. Jablonowski, Oberst und Kommandeur des 5. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 168, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Regiments-Uniform zur Disposition gestellt. Thilo, Kaserneninspektor auf Probe in Darmstadt, zum Kasemeninspekwr ernannt Dreb er t, Kaserneninspektor in Mainz, nach Frankfurt a. O. versetzt Wilden, kontrollführender Ka- semeninspektor in Worms, zum Garn.-Berw.-M)ntrolleur ernannt_______________________________________
Ausland.
London, 25. Aug. Rach einem Bericht der »Mommg Post* aus Alexandrien ist m Wodmedina am Blauen Nil ein neuer Mahdi aufgetreten, wodurch Unruhen hervorgerufen worden sind. Em egyptischer Beamter namens Zekki, der dorthin abgesandt wurde, um eine Untersuchung einzn- leiten, wurde zu Tode mißhandelt. Von Chartum sind nunmehr Truppen dorthin abgeschickt worden.
— Die 24 letzten Buren, welche sich geweigert haben, England den Treueid zu leisten und deShald auf den Bermuda-Inseln interniert wurden, erhielten die Freiheit. 16 von ihnen begaben sich nach Mexiko, während die übrigen wieder nach Afrika zurückkehrten.
Paris, 25. Aug. Nachrichten über den Aufstand im französischen Kongo besagen, daß in einer Ortschaft des Bezirks von Aßanga sich die Aufständischen 300 Gewehre und einer großen Menge von Patronen bemächtigt haben. Im Bezirke von Labanghi haben die Aufständischen zahlreiche Magazine geplündert und mehrere Weiße getötet. Verstärkungen wurden verlangt.
Wien, 25. Aug. Auf Anordnung deS Kaisers unterbleiben auch die diesjährigen großen Manöver in Böhmen. Die sonstigen Korpsübungeu find mit dem 31. August zu beendigen.
Petersburg, 25. Aug. Prinz Heinrich von Preußen traf heute mittag mit feiner Begleitung auS Peterhof hier em. Er frühstückte in der deutschen Botschaft und besuchte bann den Minister deS Auswärtigen, sowie verschiedene Botschafter. Nachdem Prinz Heinrich der Großfürstin Alerandra Josiphowna seinen Besuch abgestattet hatte, kehrte er nach Peterhof zurück, wo am Abend beim Kaiser ein intimes Diner stattfand. Die Abreise des Prinzen ist auf den 26. August abends ftstgesetzt.
Newyork, 25. Aug. DaS amerikanische NahnmgS- mittelgesetz gestattet, die Einsithr von Artikeln zu verbieten, alls das Urspnmgsland den gleichen Artikel ausschließt Demgemäß beabsichtigt das Ackerbauamt, die deutsche Wurst auszusperren, vorausgesetzt, daß der Generalan?valt in dem von ihm eingeforderten Gutachten die GesetzauSlegung deS Ackerbauamts für richtig erklärt (Also Wurst wieder Wurst D
Aus Stadt und Fand.
Gießen, den 26. August 1904.
** DieLieblingsspeisen unseres Großherz o g S. Wie wir mitgeteilt haben, mar am Montag abend S. K. H. der Großherzog zu Gast bei der Familie des Oberbürgermeisters Dr. Gaßner in Mainz. Wie der ,T?. Neuste Anz.« hört, hatte der hohe Gast für da« Eßen besondere Wünsche geäußert, und zwar solche, die auf gute Hausmannskost zielen und zwar: 'aut kraut, Leberklöße, Schweine- heevchen und Erbsenbrei! Daß man diese Wünsche gern befriedigte, ist selbstverständllch.


