Ausgabe 
26.3.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Süd-!

*«SS

aal i in Dillrul» slände halbe iliualjlinifly um|nij ca. 3i Branntwein Eingang 'Ulf. Vliuuefeii bei feiler, Stall

Laden-I und verschiß jchaslen billig - Fritz Krüg üioiiyj

A°u«zeug. J h56'^it fort,,=*=U

»Sn»

Ein

v ^nduslti^

M

Hut * jebf 'vc'"g^"

Ein äußerst'

Leon- ,r°ch>°°"°s A oeiWn.

27831 Amerila gut erhalten, taufe*1-,,__

«><<»(«, Mi,. °cue. Zith?r.

*25$ H'Ast

SS

W-i öi/ üinet>- ^"»»e btl 8ft«! Siouh

*' 6«»=iS .

' W

WlgktzO AU ueifiuiicn; Morgen t!and unt. 01189 a»

ItiDlüimieal

Zuchtbulle zu Kriedrii

Resu

für MMMtti ( flebramiite eifeme bis 1200 Liter Jul Au eriragen in d

Bienei loroit 2 gut übi Völler nt. jung. W| (i, DM

01560] 6 in käsig AU veck. § . Zn lchonjl. L lst ein

. Gasl I'h mehrerer Eaal.tziskellern a".Znvent,j.bi ^"i-iof.z.verk.

B-. 20 H.U, öi *"*>* VO. Teutzer, 9

P>G^ ______6bei ^wmirad^ve

.icr die cinßereid)tcn ßemcntrobrproben jelbcn Umfonq Widerstandsfähigkeit nach jeder Rich- | laufende Jahr

also um

2 Minuten.

Telephonischer Kursbericht

l'i,»nklnr» a t

. 99.30

. 101.90

. 69.20

. 68.80

3°/o Mexikaner 41/g*/n Chinesen Electr:<*. Schlickert Nordd. Lloyd . -

Reichsanleihe do.

Konsole . do . .

Rossen Oberhessen

4% Oesterr. Godrenfe . 4xi6% Oesterr. Siiberrente 4% Unsrer. Goldrente .

4<*/j Italien. Rente . .

4i,i% Portugieser . .

1°/ Portugiesen. . . .

1% C. Türken . . .

Türkenlose.....

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/t% äussere Argentiner

geliefert bot, diese auf tung bin geprüft, und erst nachdem festgelegt war, welche Proben die besten waren, erfahren, das; cs sich um Gießener

26. März.

26

- Pfandbriefe. Es ist statistisch feftoeftcfit, bau der M<n der 4proAentiaen Pfandbriefe in der zweiten Öäl'te des vergönnen» Jahres beträchtlich angenommen hat, wenn auch nicht ganz in dem.

Umfange wie in früheren Jahren. Es wird auch für da- .......... angenommen, bah die 4vroz. Pfandbriefe iviede- mehr in den Borderarund treten, für den Zoll die Zinssätze dauenii über dein Durchschnitt des Porjahres sich halten sollten. Die Am;

Dem u. Co., der Zuschlag auf die Zementlieferung für 1904 im Gesamtbeträge von 21 600 Mk. erteilt. Die Lieferung von Zementrobr im Durchmesser von 90 Zentimeter erhielten Castanjen u. Cv.-Duisburg, (es werden davon im laufenden Jahre für 3200 Mk. nötig), während die Lieferung von Zeinentrohr engeren Profils, von denen für 22 000 Mk. ge- braucht werden, je zur Hälfte an die Firmen Sack it. Jug- bardt in Heuchelheim, und Jean Dern u. Co., Inhaber

öermiictytes»

* Spandau, 25. März. Mit dem Auswandererzuge trafen auf dem Bahnhofe Nuhleben 12 Japaner, 7 Männer, und 5 Frauen, ein, die in Rußland ansässig waren und vor Kurzem ausgewiesen wurden. Sie waren nur mit dem Notdürftigsten versehen und fast sämtlich mittellos.

Aurich, 25. März. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag wurde die T a g e s ka s s e der hiesigen Station der Kreisbahn Aurich-Leer beraubt. Dem Diebe fielen 1 700 Mark in die Hände. Von dem Täter fehlt jede Spur.

* Posen, 25. März. Beim preußisch-russischen Grenz­dorfe Wyszanow er tr anken fünf polnische Sachsengänger- innen, die sämtlich ohne Paß die Grenze überschreiten wollten, im Fluß Prosna. Drei andere Frauen wurden durch russische Grenzsoldaten erschossen und etwa 30 Sachsengänger gefangen genommen.

- Antwerpen, 25. März. An Bord des D a m p f e r s Cockerill" brach gestern Feuer aus, das in der aus Kvkus-Nuß bestehenden Ladung gute Nahrung fand. Der Feuerwehr gelang es, die Gefahr für die anderen Schiffe w beseitigen und den Brand auf seinen eigenen Herd zu beschranken.

* Paris, 25. Marz. Heute Vormittag wurde der Klempnergeselle Philipp verhaftet, der der Mitschuld an dem Lütticher Attentat verdächtig i|t.

Konstantinopel, 25. März. Der Hauptkassierer derDette Publique wurde wegen Unrcgelmäßigkeitm suspen- diert. Die Revision ergab bisher einen Fehlbetrag von 3000 Pfund, welche der Kassierer durch Uebersendung von Checks deckte. Seitdem ist der Kassierer, welcher seine Funktionen seit Bestehen der Dette ausübte und allgemeine Achtung genoß, spurlos verschwunden.

tV.JVo 3%

3V.O/0

3/fl

WA. V lt%

Henrik lilrlluuipf«.

Originaldrahtmcldnngen des Gießener Anzeigers

Hamburg, 26. März. Der mit den nach Südwc'i- afrika bestimmten Truppen gestern von hier abgeganpt Reichsp 0 stdampferFeldmarschal l" gc'iet b . Twielenfleth hinter Stade auf Grund und s tzt nochic' Schlepper sind zur Assistenz abgegangen.

Kiel, 25. März. Bei einer Hebung der (tianrior Friedrichsort, die in Gegenwart des Stationschefs Heinrich stattfand, sank die große T a mpfpinaii' der ersten Matrosen-Artillcrie-Abteilung. Tie Bcsatzung

101.' 104' 202 165' 135-1 1480 lo3'- 186.'

14' 192"" 283 " 191 » 195 '

Kreditaktien . Diskonto-Kommandlt Darmstädter Pank Dresdener Bank . Rer iner Handelsges. Oestorr. StaaUbahn Lombarden Gotthard bahn . . LaurabOtte . - Bochum Harpener

Tendenz: still.

. 101 70

. 89.85

. 101.60

. 89.80

. 100.30

10L20

sein wird, verursachte an der Baumwollbörse groiie m regung. Die Haussiers begannen sofort die Preise n die Höhe zu treiben, die auch gleich um /O Point- anzogen. Allgemein herrscht die Ansicht, daß die ftnalwi in Baumwolle die Preise übermäßig hoch halten wird.

L. Newport, 26. März. Ein fürchterlicher Hin- belsturm suchte am Donnerstag abend die Umgegend 001 Chicago heim und zerstörte gegen 500 Häuser, x*' angcnchtete Schaden wird auf mindestens 5 Millionen geschätzt. Die Telegraphen- und Tclephondrähte meilenlange Strecken niedergerissen. In mehreren Fa <- wurden Eisenbahnwagen durch die Gewalt des Sturme.- den Schienen gefegt. Am meisten hatten 14 kleine Vor| a zu leiden, unter ihnen besonders Iolict und Pullman. -' Verluste an Menschenleben sind zu beklagen, 12 Ver'0® fanden bei dem Unwetter ihren Tod und über 20 er 1 Verletzungen. Der Sturm kam von Südwesten. Der gr Teil seines Zerstörungswesens geschah m einer Zeit von au

gäbe 3^'<proz. Pfandbriefe dürfte kaum feften Fuß fassen; eint Bank, die damit vorgiug, bat diele Kategorie wieder autqegeben. 3n einem ausführlicheir Bericht derN. 3., der sich nvt bem Gegenstand beschäftigt, wird auf die forcierten Verkanst-gebülmr hingewiesen und heruoraehoben, daß in dieser Beziehnllg sowohl nörduch wie südlich des Mames viel gesündigt ivird. Daraus haben sich auch schon des £?efteren Beleihungen ergeben, die inan cis übermäßig bezeichnen muh. Man erinnert sich nicht in evrofmiduem Maße des Krachs bei der Pommerbank und d->r Preunilchen vyv.-». thekenaktienbank. Es wird gesagt, daß, wenn die Aufsichtsbebördkii sowohl dem Schätzungswelen wie auch gerade der Art de?-Pfand- briefabsatzes fortaefetzk ihre Aufmerksamkeit zuwenden, so kann b?r hie und da sich oeltend machenden übertriebenen und gefäbi"hc!vr Untcrnebmunaslust im Grundleihgeschäft mit ''Aussicht auf Gr'el" ealgeaenacivnft werden. Die Zahl der Zwangsverkäufe war Jahresabschluß 1903 noch immer in Zunahme begriffen; die 3:- ruckitände hingegen weisen eine erhebliche "Abnahme auf. Der A,-'.,. gewinn u ib die Dividenden der Hyvothekenbanken sind qciticqni; die Durchschnillsdividende betrug 7.15 Proz. gegen 6.89 Proz. im Vorjahre.

Märkte.

Gießen,26. März. Marktbericht. Auf heutigem Wochcinnan. kosteten: Butter vr. P'd. 0.951.05 Mk., Hühnereier 1 St. 6-7 Pf, - ?tcf. 00-00 Pfg.. Gänfeeier 0000 Big., Enteneier 80 Pta., Bn ar Dick. 68 Pf., Käsematte 2Sick. 56 Pfg. Erbten vr.Liter 21 Pi 'inien vr. Liter 32 Pfg.. Taubenpr. Paar0,80- 1,00TU, -t'ithncr vr.3 1 -01,40 Mk., Hähne vr. Stück 0,801,70 Mk., Enten vr. 3ti ' .702,20 Mk., Gänse ' r. B'd. 0070 Pfg., Dchsenßeifch vr. PfwO 6878 Pfg., Ruh- und Rindsteisch vr. Pfund 6268 Pfg., Cchiifo-aie- fleiid) vr. Pfund 6072 Pfg., Schweinefleisch, gefallen, vr. P'imt 76 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 6274 Pfg., 'Hammelfleisch vr.Nti>id 5074 Pfg. Rartosselu vr. 100 Kgr. 6,007,00 Pik., We ißkraut vir Stück 912 Pfg., per Zentner 0.000 00 "Mk., Zwiebeln pr. 3>' itn t 7.0010.00 Pst., Milch per Liter 18 Pfg., Aeviel per Zeiune, 20 i bis 25 Mk., in Körben 0000 Pfg. Nüße 100 St 35 40 Pi«.

1905 laufen die von der Kaste mit den Aerzten geschlostenen Verträge ab. Der Vorstand der Ortskrankenkaste Hat bereits jetzt mit den beteiligten Aerzten verhandelt und man erfährt, daß eine Einigung mit Kaste und Aerzten erzielt worden sei, und daß die letzteren gegen eine mäßige Erhöhung des seit­her bezogenen Honorars die Behandlung der Krankenkassen. Mitglieder auf weitere 3 Jahre zu übernehmen bereit sind. Ein weiterer Vorteil für die Mitglieder wurde dadurch zu erreichen gesucht, daß mit Dr. Neinewald Verhandlungen an­geknüpft wurden, um zu erreichen, daß dieser gegebenenfalls bei Nasen- und Halskrankheiten die Mitglieder der Kaste be­handelt. Dr. Neinewald hat sich hierzu bereit erklärt.

Der Abg. Wolf beantragt dringlich, die Kammer wolle beschließen: die Großh. Regierung zu ersuchen, die Organisation der Kreisgeometer so lange in seit­herigem Zustande zu lassen, bis die Anträge Möllinger und Genosten und Leun erledigt sind.

Die Passionsspiele morgen nachmittag und abend fallen, wie uns der Direktor des Unternehmens mitteilt, aus.

Besitzwechsel. Der Oekonom Karl Euler kaufte das Anwesen des Weißbindermeisters Heinrich Conrad II. in der Schützenstraße 18 für den Preis von 8 200 Mark.

Verhaftung. Ter Inhaber eines hiesigen Hcrren- Garderobe-Geschäftes wurde unter dem Verdacht, mit einem 8 jährigen Mädchen unsittlich verkehrt zu haben, in Haft genommen. Der Mann bestreitet, die Tat begangen zu haben.

* Materiallieferung für die Kanalisation. Zn der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag wurde dem an dritter Stelle Mindestfordernden, der Zementfabrik Mircke b. Zollhaus (Nastau), Vertreter Jean

Christoph Glückert aus Mainz zum Oberlehrer an dem Schullehrerseminar zu Bensheim ernannt

** Das Großh. Regierungsblatt Rr. 7 cnthäll a. a. Verordnung über die Aushebung der Verordnung, die Landeslotterie-Direktion betr., Bekanntmachung, das. In­krafttreten der Bekanntmachung über das Sclbstdispensiereu der homöopathischen Aerzte, sowie die Einrichtung und den Betrieb homöopathischer Apotheken und Dispensatorien vom 6 Dezember 1902 sNeg.-Blatt Seite 563' betr., Bekanntmach­ung, den Vorbereitungsdienst und die Prüfung der Gerrchts- schreiber und Gerichtsvollzieher betr., Bekanntmachung, die Direktion der Hessisch-Thüring. Staatslotterie betr. Da­nach tritt die Verordnung, nach welcher den homoopatni- schen Aerzten das Sclbsidispensierrecht entzogen werden sollte, bis auf weiteres nicht in Kraft. Die Direktion der hessisch-thüringischen Staatslotterie wird von jetzt ab nnwr- qeordnetes Organ unter der Aufsicht des Ministertums der Finanzen, Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisenbahn-

wurde gerettet.

Lille, 25. März. Die demnächstige AnwendM^ de5 Gesetzes Millerand-Colliard, welches die Mbciic zeit auf zehn Stunden täglich beschränkt, veranlag ^ini Departement Nord eine ausständige Bewegung. D.e Arbeiter der Spinnereien in Noubaix beschlossen den eil - gemeinen Ausstand für morgen. Aus Roubaix wer.m Ruhestörungen gemeldet. _

(L.) Newyork, 26. März. Der Regierungsberlcht,bat die diesjährige Baumwollernte 10143 614 Ballen grei'

800 000 Ballen geringer als im vorigen jjri , verursachte an der Baumwollbörse große Aus

Dandcl und Verkehr. Vollrswirtschag.

China Export- und Import-Compagnie. Di Twi > dende der Gesellfcha'l wird mit 30 Prcu. gegen vorjährige 20 $ro ' in Vorschlag gebracht, lieber den oftafiatifchen Krieg ist die waltung selbstverständlich nichts weniger als erfreut, doch wn» bemerkt, daß die Interessen der Gesellschaft in Japan in jeder Hin sicht gesichert und geschützt sind. Die z'lusstchten für 1904 könnten jedoch nicht aerobe als hoffnungsreich bezeichnet werden.

Erdöl und Zölle. Es Heißt, daß Rußland von Dentlch. land eine Ermäßigung der Zolle auf Schmieröl zugeßanden wird' Eine Verständigung zwischen den deutschen und russtfchen Unter. Händlern soll erfolgt sein. Dagegen wehren üch nun die 6nn noverschen Petroleumindustriellen. Eine diesbezügliche Eingabe bc: Erdöl-Raffinerien wurde bereits an das Auswärtige Amt aericbiet Cb die Erdöl'Raffinerien und die ölfördernden Gesellschaften bc. mit burebbrinaen werben, ist eine anbere svraae.

Oskar Gtttmaun-Gicßen, übertragen wurden. Obcrbgm. Ulecttm fonftaticrte, daß beide Firmen, was Oualität ihrer Rohrc anbelange, ganz etwas Vorzügliches bemustert hätten, rind es sei besonders erfreulich, daß nufere heimische Jndristrie in Zementtvaren seit der ersten Vergebung der Zementrohre für unsere Kanalbatiten sich so eingerichtet habe, daß sie mit Ehren aus dem scharfen Wettbewerb bei der diesntaligen y Submission habe hervorgehen können. Tie Vattdcputalion habe, ohne zu wissen, wer die eingereichten Zementrohrproben

wesen, stehen. , . e ,

** Zur Einweihung d e s Herms hessischer Lehrerinnen geht uns folgendes mit der Bitte um Ergänzung unseres kurzen Berichtes zu: Eine große Anzahl Herren und Damen hatten sich vor halb 4 Uhr im Hofe des schönen neuen Baues versammelt, um Sc. Kgl. Hoh. Iden Großherzog und die Fürstl. Sch nbcrgischen Her schäften zu empfangen. Frau Lilli Wolsslcbl, die hochvcrdrenw Pra,t- dentin des Vereins, dankte denselben für ihr Erscheinen; hierauf übergab Architekt Müller die Schlüssel der hohen Protektorin, der Frau Fürstin von Sch'nberg, d-e sre nut einem Segenswunsch für das Haus und ihre Bewohner­innen der Oberin reichte, und nacktem die Pforten geofniet waren, begaben sich alle Anwcs nde in die Räume, die -als - und Wohnzimmer dienen sollen und die durch Schiebe­türen in einen großen Saal verwandelt werden können Nach einem von jungen Damen vorgetragenen Chor hic't Oberbürgermeister Morncweg die Festrede. In warm em­pfundenen Worten schilderte er die Entstehung des Heims, zu dem vor 20 Jahren die erste Anregung geg-b n.worden war, und das dank der unermüdlick>cn Hilsc vieler, sich nun verwirklicht hatte. So kann nun gar manche Lehrerin, die nach jahrelanger Arbeit, müde und alt, allem dasteht, die verdiente Ruhe in dem friedlichen Heim gen eßen. Und allen, die mitgeholfen haben an dem edlen Werk, gebührt der wärmste Dank, insbesondere Hmrn und Frau Wolfs kehl, die von Anfang an unermüdlich tätig dafür waren: hatten sie doch aus Anlaß ihrer silbernen 5?ochrcit zehn­tausend Mark gestiftet. Unter den vielen Gebe'n, d'e zur inneren Einrichtung beigetragen hatten, wurden auch Herr und Frau Kommerzienrat Heichelheim dank nd erwähnt, die tausend Mark dazu gespendet hatten. Mit einem Hoch auf Se. Königl. Hoheit den Großherzog endete der Ober­bürgermeister seine Rede, herauf folgten noch Chöre, eine poetische Begrüßung, vorgetragen von einer jungen Lehrerin, und schlichte, zum Herzen gehende Dankesworte der ältesten Insassin des Heims. Die Allerhöchsten Herrschaften gingen nun durch das ganze Haus und sprachen sich sehr befriedigt darüber aus; nach ihrem Weggehen besichtigten auch die anderen Gäste die Räume, die einfach und doch schön, -ge­räumig und wohnlich sind. Mittlerweile war im Eßsaal ein Buffet aufgestellt worden; es wurden Erfrischungen herumgereicht, welche die Frau Fürstin, Frau Wolsskehl 'unb Frau Minister Rothe gespendet hatten. In zwang­losem Beisammensein verbrachte man noch eine gemütliche Stunde; es wurden Ansichtskarten geschrieben, dann noch !Reden gehalten, Hochs auSgebradyt, geplaudert und ge­sungen, sich freuend an dem schön gelungenen Wecke, das vielen eine trauliche Heimstätte werden möge.

** EineFreie Bereinigung der Kranken- und Doktorkassen für Gießen und Um- gegend" tritt mit dem 1. April ins Leben, nachdem sich mit der Zeit das Bedürfnis des Zusammenschlusses zur ge­meinsamen Besprechung aller wichtigen Fragen heraus­gestellt hatte. Die Selbständigkeit der Kassen wird dadurch in keiner Meise beeinträchtigt. Es wurden folgende Herren in den Vorstand gewählt: H. Minn, 1. Vors., Horst, 2. Vors., Jul. Bräutigam, 1. Kassier, Lehr, 2. Staff-, Fourier, 1. Schriftf., und Schmid t-Lollar, 2. Schrift­führer. Beisitzer wurden die Herren Hahn-Krosdorf, Becker-Lollar und Peppler-Rodheim.

Von der Ortskrankenkasse. Am 1. Januar

123.80

43.00

42.901

Fabrikate handelt. Dian ist sich wohl einig, daß für die Bauten unserer Kaualiiation das allerbeste Niatcrial das billigste und vorteil haft eile ist.

Gesangs-Wettstreit Gießen 1 904. Für den nationalen Gesangs-Wettstreit hat die Stadtvc' c .dneten- Vcrsanimlung den Betrag bis zu 300 Mk. zur Stiftung einer Ehrengabe an die Sieger bewilligt.

p. Lollar, 25. März. Am 1. April tritt in Maiuzlar (Kr. Gießen) eine P 0 stagentur in Wirksamkeit. Tie Schalterstunden sind festgesetzt: 1. an Wochentagen von 8 dis 11 Uhr norm.; von 2 bis 3 und von 5 bis 7 nachm. 2. an Sonntagen und allgemeinen Feiertagen voi' 8 bis 9 Uhr vorm.; von 12 bis 1 Uhr nachm. und nur für den Telegraphendienst von 5 bis 6 Uhr nachm. Der neuen Post- agentur in Mainzlar werden die Orte Taubringen und Staufenberg, -Hof Hcibertshauscn und die Schotteranlage von Schepp zugeteilt.

§ Ulfa, 24. März. Von unserer Gemeinde wurden 150 Nistkästen für Meisen und 50 für Rots ch w ä n ; ch e n angeschafft und aufgehängt. In den letzten Jahren haben gerade diese nützlichen Jnsektcnvcrtilger sehr abgenommen, und ein großer Teil der Obsternte fiel dem Apfelblütstechcr, !Frostspanncr usiv. zrim Opfer. Tw 9lbnahnie der Meisen und Rotschwänzchen hat vielfach in schlechter, ungeschützter Nistgelegenheit ihren Grund.

Kleine Nr irr. ' u u g c" r u R hoffen und den Nachbarstaaaten. Ter veröffentlichte Fahrplan der Bahn, Butzbach-Lich bleibt, wie wir in derButzb. Ztg." lesen, nur bis zum 1. Mai in Kraft. Von da an erfolgen Ver­besserungen. Der Vorsteher der Zahlstelle III, Stoltzestraße, der Stadthauptkaffe in Frankfurt, G. Scheld, hat sich er­schaffen. Ob der Vorfall mit Angelegenheiten der 5iasse zu- sammenhängt, ist noch nicht bekannt. In Darm stadt wurde ein Einwohner, welcher sich an seiner sechsjährigen Tochter vergangen hat, in Untersuchung gezogen. Das Kind, dessen Mutter schon längere Zeit im Spital liegt, wurde ebenfalls dahingeschafft. Tas Kreisamt Groß-Gerau macht bekannt, daß das Kuchenbacken für das Osterfest am Eharfreilag, insoweit es sich als eine öffentliche oder geräusch­volle Hantierung unb Arbeit darstellt, entsprechend mit Strafe geahndet werden wird. Die Bürgermeistereien dürfen das Austragen der Kuchen erst von abends 6 Uhr an gestatten. Der 8 Jahre alte Sohn des Landwirts Löwenstein in Schornsheim fiel in einen offenen, tiefen Ziehbrunnen. Der Lehrer Giindersheimer, der zufällig an dem Brunnen vorüber ging, ließ sich am Brunnenseil hinab und rettete mit eigener Lebensgefahr den Knaben.In Darmstadt wurde vor einigen Tagen ein 14jährigcs Mädchen Mutter. Der Herr Papa ist ein hoffnungsvoller Jüngling im Alter von noch nicht ganz 16 Jahren.

Feinste Fleigchbriihe

sp^r Mau verlange ausdrücklich MAGfil1 Bouillou-Kapseln und weise andere Marken zurück.

........'HiTMfiirr 11

MAGGI8 Bouillon-Kapseln

1 Taffe vorzüglicher E II 1 Taffe extra starker H\l Fleischbrühe W ü Kraftbrühe 1/2^8*

2 Portionen m Äcpfeto zu 10 bezw. 15 Pig.

Besser als alle anderen! 2026