Nr. 251
Erstes Blatt. 154. Jahrgang
Dienstag 25. Oktober 1904
•rlAflttt ILgttch außer Sonntag«.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen Landwitt die Siebener Kamillen- ßlülter viermal in der Woche beigelegt.
SlotaltonSdrucl n. Verlag der Brüh loschen
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öi. gegen boS Vorjahr. Muh an Vrehkrank- cht. Besonders -ist bte Manls-euche verbreitet-
Berlin Palais den
— Zl,r Geschichte der Prtnzessi-nnensteuer iw Preußen teilt AmtSgerichtSrat Jaflrow in der ,Voss. Ztg.*,
sche Tagesschau.
indliche Bewegung in China.
-tt- Berlin, 24. Oktober.
von einem Wiederaufleben der fremden- in China sind vor kurzem in der „Nordd. ?grünbung entbehrend bezeichnet worden, die Vorgänge mit sehr wachsamem Auge issen. Man wird sich erinnern, daß un- Ämordung des deutschen Gesandten in tischen Berichte vertrauensvoll lauteten., der Presse zum Abdruck kamen, sanden ■: gegenwärtigen Zeit ist die Vorsicht Der ostasiatische Krieg gibt dem Fremden» Und warum lasten es sich die Japans edem ihrer Erfolge in China weiteste , wenn sie nicht damit beabsichtigen, daS nkeit in der gelben Raste zu wecken und eidenschaften im geeignet erscheinenden ar zu machen. Die Verbindlichkeit der >ie höfliche Behandlung der diplomatischen mahnte etlicher europäischer Gebräuche tichts bedeuten. Mit solchem Trugspiel in Sicherheit gewiegt worden. Wenn Daily Telegraph" auS Shanghai soeben hrliches Wiederaufleben der ?n Bewegung in China" feststellt, :e starke Abteilungen wohlaus» en bemerkt haben, dann erheischen solche sorgfältige Erkundigung, und nicht nur ondern auch bei solchen Privatpersonen, lässiges Urteil erwartet werden kann, ’t in jüngster Zeit wahrlich kein Mangel Vorsichtsmaßregel überflüssig oder über»
verantwortlich für den poftt und allgem. Teil: P. Witiko: für »Stadt und Land" und .GerichtSsaal": August Goetz; für den Anzeigenteil-. Sans Beck.
Heiken fehlt eF Tiia^. —-— ... -------,—----
und zwar hauptsächlich in den Gouvernements Kursk, Charkow, Daurien, Milhyuien, Poltawa, Smplenök, Minsk und Orenburg!.
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Toten nicht aufgeweckt, die zum Opfer fielen, aber die russische Negierung wünscht offenbar, den „peinlichen Zwi- schensall möglichst rasch erledigt zu sehen. Ms die baltische Flotte am Orte ihrer Bestimmung angelangt ist, wird man vielleicht noch von weiteren solcher unglückseligen Mißverständnisse hören.
Es liegen folgende offiziösen W. T. B.-Meldungen aus London vor:
Das Ausw är t ige Amt bietet ein ganz ungewöhnliches Tie Korridore sind von Matrosen und anderen mit der ^miffahrt in Verbindung stehenden Personen angefüllt. Tie Re- gi ning läßt ein sehr strenges Verhör mit allen Zeugen vornehmen. Ein Vertreter des Neuterschen Bureaus interviewte den seaviiän d's Fischerbootes „Magpie". Tiefer erklärte, die russische Flotte sei mitten durch die Fischerflotte hindurchgegangen, die auS 160 Booten bestand. Er sagte, r-3 habe nicht der geringste Grund Vorgelegen, der die Annahme der Nüssen rechtfertigen konnte, daß sie etwas anderes Fisto r' me vor sich hatten. Tie Scheinwerfer hätte alles auf sechs Mülen erhellt.
Tas Ansiuürtise Amt setzte sich mit den Vertretern der Fische- f.-'i v, .lrj( r jn Hüll und Osiimsbv in Verbindung und erlangte dadurch einen genauen Bericht über den Hergang bei dem An- irisfc der russischen Kriegsschiffe auf die Fischerslotte. Aus
Deutsches Reich.
24. Ott. Der Kaiser bürte heute im Neuen vb.ng des Chefs deö ZivilkabinetS v. LukanuS»
inung nach der einzig richtige Stand- e Massen nur das jüdische Eigentum^ oemoiieren und nur Judenlümmels verhauen, solangs hat die Polizei niemals .Veranlassung einzuschreiten.
Wenn ich Polizeipräsident von Berlin wäre, sagt Graß Pückler, „ich würde meinen Schutzleuten den Be«, fehl geben, zugleich mit Ihnen auf die Judenbändtz los zu dresch en. Nur wenn Sie das christliche Eigentum verletzen und wenn Sie Ihre germanischen Stammes- genossen verhauen, erst dann, meine Herren^ würde ich Sie etwas in die Veene schießen lassen. LLuf diese Welse» würde, ich handeln als Polizeipräsident und ich glaube. Sie würden mit meiner Regiermng ganz zufrieden seln^ ?llso los, Preußen, warum zaudert ihr noch, los Ihr Sozialisten, los Ihr roten Brüder, tos Ihr Bürger von Berlin, werdet endlich einmal forsche und schneidige KerlS^ auf zum Kampf, zum Sturm, auf zum Radau, auf zur frischen und fröhlichen Reiberei.
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konnte man selbst in d-er City hören. „Tnilv Chronicle" veröffentlicht ein Interview mit bem Nechtslehrer Pollock, welcher besonders in internationalen Rechtsfragen kompetent sein soll. Tiefer ist der Ansicht, daß die rilssisckre Regierung sich innerhalb 24 Stunden entschuldigen müsse, falls die berichteten Tatsachen der Wncklichkeit entsprechen. Andernfalls würde ein N l t i m a t u m unausbleiblich sein. Er vertrete die Ansicht, daß die Signale der Fischerflotte von den Russen nicht verstanden worden seien.
Reuter erfährt, daß die englische Regierung angeordnet habe, daß von zwei auf den Fischerbooten getöteten Leuten Photographien ausgenommen U>erbcn sollen, um zu zeigen, daß sie zur Zeit des TodeS mit den gewöhnlichen Arbeiten des Fischereinigens beschäftigt waren; sie haben noch Messer und Teile von Fischen in den Händen.
T>er russische Botschafter in Washington, Graf Cassini, sprach sein lebhaftes Bedauern über das unglückselige Vorkommnis ans und schrieb es einem Mißverständnisse zu. Rußland erhielt nämlich die Nachricht, daß die Japaner planten, die russische Flotte, 'bevor diese weit auf dieNeise gekommen sei, zu zerstören. Admiral Rosch- djestwenski erhielt deshalb Befehl, keinem fremden Schiffe zu gestatten, seiner Flotte so nahe zu kommen, daß es einen ? orpedo abfeuern könne, er solle besonders Ftachts und gegen den '' uoriff von Torpedobooten auf der Hut sein, die äußerlich als Kanfsahrtei schiffe auf träten.
SchiE neigt sich' M fccry sÄnem "Ende Ar. Drüben hinter den Bergen verschwindet die Sonne, drunten im Tale beginnen die Nebel zu brauen, die Luft wird kühler^ rasch senkt sich die Dämmerung Hernieder. Der Fuhrmann kommt mit dem Radsatz" und fährt die gemosterten Trauben heim zur Kelter. Schwer und wuchtig tönt jetzt die Glocke und macht Hier Arbeit jür heute ein Ende. Hinter dem Ladfatz zieht Pie ganAe Gesellschaft Mit Sang und Klang nach Hause. Manch Scherzlvort zwischen den Burschen uni) Mädchen wird noch gewechselt. Manch zärtlicher! Händedruck .ausgetauscht, wer will's wehren? .Es ist jcp — Weinlese!
Der Nierenschlag,
auch schwarze Hmmwiude genannt, ist stets als ein gefährliches, das Leben und die Brauchbarkeit der Pferde -gefährdeudes Leiden auzusehen und veranlaßt mich, das' verschiedene Auftreten desselben, sowie das Verhalten bei der vorkommenden Krankheit oen Herren Pferdebesitzern nach langjähriger Erfahrung mitzuteilen.
Im Iaht 1865 hatte ich schvn oft Gelegenheit, in Rheinhessen die Krankheit in den verschiedenen Stadien auftreten zu sehen.
Tie meisten Krankheitsfälle kommen im Frühjahr, so nach Weihnachten, Ostern und Pfingsten, nach mehrtägiger Ruhe vor.
Sehr häufig erkranken die Pferde nach kurzen Bewegungen im Gespann, oder schon nachdem sie erst wenige Schritte aus dem Stall getan haben. Tie^ Bewegungen sind steif, gespannt, sie verursachen den Pferden Schmerzen, der Gang wird unsicher und schtvankend, die Tiere fallen unter starkem Schweißausbruch und Zittern zur Erde, erheben sich manchmal von selbst in gewissen Zwischenzeiten wieder, sind aber oft nur unter Beihilfe von Menschen oder auch bann nicht mehr auf die Beine zu bringen, was davon a-hängt, ob die Muskeln der Nachhand (Hinterteil) Nur von einer vorübergehenden Schwäche oder von einer vollständigen, ganz- über halbseitigen Lähmung befallen worden sind, und eine nie fehlende Krankheitserscheinung ist das Entleeren von dunklem, kaffeebraunem Urin.
In deut ersten leichteren Fall haben sich die Kranken schon in 6—12 Stunden soweit erholt, daß sie von selbst ohne Berhilfe wieder aufstehen, einen normalen Urin entleeren und gesund erscheinen.
Im zweiten Fall halten die Lähinnngserfcheinungen länger an, verlieren sich aber allmählig, es wird öfter noch dunller, aber allmählig hellerer Urin entleert, und ist man in der glücklichen Lage gewesen, mittels einem Hängegurt die Tiere im Stehen zu erhalten, so tritt nach einigen Tagen Genesung ein.
Im dritten, dem schwersten Fall, können die Kranken nicht mehr auf die Beine gebracht werden, sind total gelähmt und gehen in der Regel an der dazukommenden Lungenentzündung zu Grund.
Um die Krankheit nun möglichst zu vermeiden, tvas die Hauptsache ist, sind zu empfehlen: reinlich gehaltene, gut gelüstete Stallungen, tägliche Beivegnngen, Abbruch an zu mastigem, stickstoffhaltigem Futter während den Ruhepausen (Feiertage,!). Bei mastig aesütterten Pferden und träger Verdauung verabreiche man öfter Salzgaben.
Pferde gemeinen und schtveren Schlags, von schlaffer Konstitution, disponieren am meisten zu der in Rede stehenden Krankheit.
Nach den oben erwähnten Krankheitserscheinungen, insbesondere aber durch den dunkeln Urin, ist die Krankheit mit keiner anderen zu verwechseln. Man bringe die Kranken, so schnell wie tunlich, in den eigenen, oder zunächst zu erreichenden Stall zurück, gut abgerieben gebe reichliche gute Streu und, ivenn irgend möglich, versuche man die Kranken durch einen Hängegurt im Stehen zu erhalten. Ties' ist eine der wichtigsten Mrfgaben der Behandlung. Teshalb sollte ein solcher Apparat, welcher in einfacher und billiger Weise zu beschaffen ist, in jeder Gemeinde vorhanden sein, und bte Herren Pferdebesitzer sollten alsbald Veranlassung nehmen, auf Ägene.oder Gemeindekosten einen solchen zu beschaffen.
Tas Hinterteil hülle man alle halbe Stunde mit recht feucht- warmen Tüchern ein, errtleere den Urin mittels Katheder und verabreiche alle 3—4 Stunden 40—50 Gramm doppelt kohlensaures Natron, jedesmal in IV2 Schoppen lauwarmem Wasser, auch versäume man nickt, öfter mittels Irrigator lauwarme Einläufe zu machen.
Es würde mir zur großen Freude gereichen, wenn nun den Pferde- befitzern wirksance Mittel an die Hand gegeben wären, durch welchje sie beut Eintreten bes Nierenschlags vorbeugen, oder bei bereits .eingetretener Krankheit die Dauer derselben beschränken könnten.
Lich TV. Kreuder.
Kleine praktische Aatschläge.
Ersatz f ü r B e w ä s s e r u w g.
Das heiße Wetter dieses Jahres läßt wieder einmal erkennen, Welche ungeheure Bedeutung das Wasser hat für die.Gartenkultur. Wir bemerkert aber nicht allein eine auffallende Wirkung von jedem Tropfen Wasser, den wir jetzt geben. Fast noch! ÜberrascheMer ist die Wirkung, des Wassers, das wir schin
be$ Gouvernements Twer), reicht durch das garcze Wolgagebiet bis zu den südlichen Kreisen des Gouvernements Baratow, umfaßt ferner das Gebiet ber ~ Kama mit ihren Nebenflüssen und zieht sich darauf nach Sibirien hinein. Ziemlich befriedigerrd war auch der Stand der Weideplätze in den zentralen, nördlicheir und balttschpn Gouveruements, ferner im Weichselgebiet, in den westrussischen, südwestlichen und zum Teil in den neurussischen Gouvernements^ und einigen Teilen des nördlichen Kauküsus. Schlecht stehen bie Wiesen teilweise im Jeu- russischen Gebiet, in der Gegend jenseits der Wolga und tut Südosten. Da die Viehzucht durchaus abhanaig vonr Zustaube der Weideplätze ist, so entspricht der Zustand bes1 Viehes ziemlich genau dem oben geschilderten Stande der Weiden. Im Gebiet der schlechten Weideplätze sind, wie die „Petersb. Ztg." schreibt, die Viehpbeise sehr stark gefallen, int Gebiete des oberen Tnjepr sogar um 40 Proz. gegen das Vorjahr. Auch an Viehkrank-
vorher tait dem Düstger dem Boden einverleibt haben. Wer wie ich einen sandigen, brandig heißen, durchlässigen, armen Boden bat, ist darauf angewiesen, .gut zu düngen. Ich durch- mischx den Boden gründlich mit Dünger, der vorher wochenlang auf Haufen gelegen hat und mit Jauche über Wasser so gesättigt ist, daß er trieft. Von Jahr zu Jahr habe ich hü? Wirkung des guten Düngens deutlicher beobachten köimen.' Mit frischem und trockenem Dünger ist tn leichten Bodenarten überhaupt nichts anzufangen.
Große Mengen Düngers bleiben nutzlos im leichten Boden, weil sie nicht naß genug in den Boden kommen. — Ganz aufc fallend ist aber, wie --ein J8üben, der einige Jahre hindurch genug gut durchfeuchteten Dünger erhalten hat, auch in Zeiten der Dürre die Pflanzen frisch und kräftig hält. Böttner.
Kus Hlay und Acru.
Ueber den Tabakbau und die Ergebnisse dejt Tabakernte int deutschen Zollgebiete enthält das dritte Vierteljahrsheft zur Statistik des Deutschen Reichs eine Uebersicht für das Erntejahr 1903, wonach insgesamt 105 990 Tabakpflanzer 161 511 Grundstücke mit einem Flächeninhalt von 16 552 Hettar mit Tabak bepflanzt hatten (1902: 117 925 Pflanzer, 177 603 Grundstücke mit 17 325 Hettar Flächeninhalt.) Von den Pflanzern hatten 36 243 je eine Gesamtfläche bis zu 1 Ar, 6947 über 1 bis 5 Ar, 15 520 Ar über 5 bis 10 Ar, 28 781 Über 10 bis 25 Ar, 16 897 über 25 Ar bis 1 Hektar und 1602 über 1 Hektar mit Tabak bebaut. Tie Ernte ergab einen Ertrag von 330 750 Doppelzentner Tabak in dachreifem, trockenem Zustande, also auf 1 Hrktar einen Turchsnchittsertrag von 20 Doppelzentner (1902: 376 975 Doppelzentner bezw. 21,8 Doppelzentner). Ter Gesamtwert der Tabakernte, einschließlich der Tabaksteuer, wurde auf 27 303 792 Mark (1902: 31 130 968 Mk.) ermittelt; der mittlere Preis für 1 Doppelzentner Tabak betrug demnach 82,55 Mark (1902: 82,58 Mark).
Tabakbau in Bayern. Im letzten Jahre lourde von 10 224 Tabakpflanzern (269 mehr als int vorher gegangenen Jahr) 269 322 Ar (Mehrung 7144) mit Tabak angebaut. Tie Ernte jedoch (4 984 545 Kilogramm) blieb um 440 226 Kilogramm gegen das vorhergegangene Jahr zurück und der Gesamtwert der Tabakwerte (4 040 502 Mk.) hatte eine Minderung vort 3681.27 Mk. Tie Hauptproduttionsbezirke sind: Landau (6667 Tabakpflanzer, welche auf 172 001 Ar 3 429162 Kilogramm im Werte von 2 831 116 Mk. ernteten), Ludwigshafen (mit 1819 Tabakpflanzer, welche auf 53 881 Ar 712174 Kilogramm int Werte von 613 245 Mk. ernteten), Nürnberg (931 Pflanzer, welche auf 29 491 Ar 578 926 Kilogramm im Werte von 389 342 Mk. ernteten), Fürth (282 Pflanzer, welche auf 11 418 Ar 220 567 Kilogramm int Werte von 170 621 Mk. ernteten1.
Viehstand Großbritanniens. In England hat bekanntlich in den letztett drei Jahrzehnten unter dem Einfluß der überseeischen und russischen Getreidekonkurrenz der Anbau von Korn, besonders^ von Weizen, bettächtlich abgenommen. Tvch ist dadurch der Gesamtanbau nicht beeinträchtigt worden, er hat sich nur vielfach anderen Fruchtarten zugewandt. Außerdem aber hat die Viehhaltung enorm zugenommen. Auch im Jahre 1903 hat sich der Viehstand wieder beträchtlich vermehrt. Nach dem soeben erschienenen neuesten Band der „Agneultural Returns'" hat in Großbritannien im letztett Jahre die Zahl der Pferde um 23082, des Rindviehs um 157 541, der Schweine um 175 083 zugenommen. Tagegert ist die Zahl der Schafe wiederum zurückgegangen, und zwar um 436 237 Stück.
T>ie russische Landwirtschaft leidet in den meisten südlichen Gouverttements nickt nur unter einer sehr mäßigen Getreideernte, auch der Ertrag an Futtermitteln und der Weidestand läßt vieles zu wünschen übrig. Ter Ueberfluß an Niederschlägen im Industriegebiet, int Wolgagebiet, in den nordöstlichen und südwestlichen Gouvernements brachite zwar ein gutes Wachstum der Futterkräuter mit sich; int neurussischm, südlichen, nordwestlichen und dem jenseits der Wolga gelegenen Gebiete herrschte dagegen Türre, sodaß das Vieh zum Teil vom Frühling bis zum September auf Stallfutter gesetzt werden mußte. Tas Land des guten Weidestandes umfaßt das Industriegebiet (mit Ausnahme
Her als Sozialisteuhauptliug.
" gibt Mitteilungen aus den rnitischen Mafen Mckter. In M Itter heißt es:
• Mmse, Keile, Schläge, Senge; jeW mmel zusarnnrenhauen, daß ihnen cmgsh uß sie endlich packen und von danme^
emo traten wendet sich Gra^ ü h r e r, gehe voran mit einer großes er Hand, und auf der Fahne stehens, rit den Juden, raus mit der verfluchten; nn Levysohn und dem Mraham, rauK chn, fort mit dem Aas der Sarahleb'en^ en Mischpoke." Und Ihr roten Kerle^ e nach, ebenfalls mit roten Fahnenl- durch die Straßen von Berlin mijsj ufen! . . . Auch der gute, liebe J nutz jetzt mitdreschen auf die da hilft ihm alles nichts. Der Bebell ?chen wieder eine große Rede gehaltenj : sonst irgendwo, und in dieser Rede Deutschland sei zurzeit das autz egierte Land von allen Staaten^ h a t e r r e ch t, der liebe, gute Bebels überhaupt imMer recht, denn famoser Kerl. Ich ünterschreiv'tz -;bel in Amsterdam gesagt hat. . . . / -n der Zweite von Hobenzollern einen! •Ttit dem Grafen zur Lippe-Westerfelds von Schaumburg-Lippe. (!!) Imme« n werden wir in einigen Jghren 3—4 en im Lande haben. Vielleicht wir^ -Westerfeld auch noch einmal Sozial!^ schlecht behandelt wird, antisemitischer; <ler Antisemit, was dasselbe ist; heu^ rständige Mensch Sozialist. .... Vop t in Sosnowiee eine frische unh fidetz 'tattgefunden. . . . Das müssen ber^ se Kerle sein die russischen Polizistenx te ruhig toben und demolieren, und


