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25.4.1904 Erstes Blatt
 
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Iserlohn, 23. April.

deS Handelsvertrages hat hier ftatt

ge genwärti

!Der

von

Die Bei

altidr ma iE

worden. Eine amtliche Bestätigung des Gerüchts liegt noch nicht vor.

Budapest, 25. April. Der Streik verschlim­mert sich wieder, da die Regierung jede Am­nestie entschieden zurückweist und unbedingte Un­terwerfung fordert. Gestern abend umzingelten Polizisten den demokratischen Klub und verhafteten drei Führer des Streikkomitees während die übrigen sich flüchteten. Auf der Andrassystraße ging die Polizei gegen die sich ansam- melnden Eisenbahnbeamten in einer Attacke vor. Mehrere wurden verhaftet, bäumtet auch der Abgeordnete Vaszoni und zwar unter der Anklage der Aufreizung. Man glaubt, daß der Premierminister das Abgeordnetenhaus auf löfen und den allgemeinen Belagerungszustand prokla­mieren wird.

Newy ork, 25. April. Durch eineFeuersb'runstiin einer hiesigen Fabrik kam es zu einer Explosion, wo­durch eine Mauer einstürzte. Hierbei wurde eine Anzahl Feuerwehrleute verschüttet. 3 Dote und 15 schwer Verwundete wurden aus den Trümmern hervor- gezogen.

Petersburg, 25. April. Hier geht das Gerücht, Wladiwostok sei von den Japanern bombardiert

Schreiner Wilh. Weber von hier war in dem Anbau des Wirts Magel mit dem Verschalen einer Wand beschäftigt, als diese nachgab und W. auS nicht unbeträchtlicher Höhe ! zur Erde stürzte. Der Verunglückte erlitt schwere Verletzungen am Kopf und an der Hand.

R. B. D a r m st a d L, 24. April. Die Zahl der S e l b st - ( mörder ist wiedei- um einen vermehrt worden. Ein 24 , Jahre alter Taglöhner aus Roßdorf brachte sich am Sams- - tag nachmittag 3 Uhr im Herrengarten in selbstmörderischer ' Absicht einen Revolverschuß in die linke Brustseite bei. ' Der Schwerverletzte wurde sofort in das städtische Kranken- ' haus verbracht. Ein bekannter hiesiger Geschäftsmann wurde gestern nachmittag wegen Verbrecbens gegen die Sittlichkeit, begangen an seinem noch nicht 16jährigen Dienstmädchen, verhaftet. Unser Hoftheatcr beging gestern das 25jährige Jubiläum des Hofschauspielers Mickler. Aus diesem Anlaß fand schon am Dlbend vorher eine Benefizvorstellung für den- Jubilar statt, in welcher das alte Birch-Pfeiffersche LustspielDie Grille" zur Auf­führung kam. Jöerr Mickler war vor 25 Jahren als Vater Barbeaud in dsiesem Stück zum ersten Male hier in dieser Rolle aufgetreten. Er erzielte damit auch jetzt wieder einen vollen Er.olg und wurde mit reichen Blumenspenden und Beifallsauszeichnungen belohnt. Die offizielle Feier des Jubilars fand heute mittag int Foyer des Hoftheaters statt. Rach dem Gesänge des Opernchors:Gott grüße dich!" sprach Generaldirektor Werner dem Jubilar in den ehrend- ten Worten feine Glückwünsche aus und überreichte ihm als besondere Auszeichnung das ihm vom Großherzog ver­liehene Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Namens des Gesamtpersonals gratu­lierte Hofschauspieler Knispel und namens der Hofkapelle Hofrat de Haan. Generaldirektor Werner überreichte ein prachtvolles Blumenarrangement des fürstlich Erbachschen Paares und einen Riesenlorbeerkranz mit prächtiger Schleife vom Verwaltungsrat des städt. Spiel- und Festhauses Worms. Auch das Ehrenmitglied des Hoftheaters, Frl. Klara Ziegler, sandte einen prachtvollen Kranz und ihr Bild mit der Widmung:jperrn Wilhelm Mickler zum Andenken an unser Zusammenwirken in Darmstadt. Clara Ziegler. München, April 1904. 1

Kleine Mitteilun gen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die Firma Lenz u. Co. in Berlin hat sich nun entschlossen, auf der Butzbach-Licher Bahn fünf Züge nach jeder Richtung hin täglich verkehren zu lasten. Die Wünsche der Arbeiter sind leider unerfüllt geblieben. Die Münze nberger Kirchweih, die erste im Jahre in der hiesigen Gegend, findet am Sonntag den 1. Mai statt.

verletzte der Taglöhner Kersten seine Tochter mit einem m sn

Brotm-fs-r und durchschnitt sich dann selbst die Kehle. Denkmals zum Gedächtnis der Versöhnung mit

iei) m.1 hl ldentaten sein.

zenwärtiae Lehrermangel in deutlichsten dadurch illustriert, daß sämt-

Ein zugereister obdachloser Frankreich.

ö Berlin, 25. April. Der Austausch der deutschen und

. ? 3® 12. Juni in den Lokalitäten deS Gastwirts Wein- : ZOjährigeS Stiftungsfest, bei welcher Gelegenheit auc H! Mitglieder mit dem von Sr. Königl. Hoheit dem r : -irzog gestifteten Ehrenzeichen ausgezeichnet werden CDic.isSi^r zählt 150 Mitglieder und ist eine der stärksten der 2 inrnnz.

Grünberg, 23. April. Ein roher Akt ereignete sich i :e:(rn abend auf der Straße nach Weickartshain. Ver- schHs^A von der Kontrolloersammlung auf dem Nachhause- lüccrrityqriffene Leute aus einem Nachbardorfe hatten einem Xer'iriri aus Homburg v. d. H. Stöcke in das Fahrrad geftK sodaß er zu Falle kam. Zum Glück kam der Reisende ohria! deutende Verletzungen davon, jedoch wurde sein Rad arg:g.H'ädigt. Die Täter sehen ihrer wohlverdienten ©träfe ent-JM.ui Beim Rangieren geriet gestern abend die Loko- ino ir von hier gegen 10 Uhr uach Londorf abgehenden Pc: Ä:-n:izuge8 au§ dem Geleise. Von Gießen telegraphisch her Ü ;:ri uferte Hilfsmannschaften brachten die Maschine wieder in ir. C'iMcig zurück und die Reisenden konnten mit etwa l1/: ri^mden Verspätung die Fahrt fortsetzen.

-LDb er -Ohmden, 23. April. Heute nachmittag er- eigr-'U! iich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Der

biete:«DuammIuna geschlossen.

* Der katholische Gesellenverein veranstaltete atr r.n/tagen Sonntag einen Ausflug nach KrofdorfGleiberg, an i /chem sich viele Mitglieder beteiligten.

" Allgemeiner StaatSeisenbahnverein. Am 23. Mts. sand in den Räumen von Steins Garten eine Ab ^Unterhaltung zum Besten der Stiftung ^Eisenbahn- Ti ötyrliort" statt, welche sich eines guten Besuches der Mit- gli iipi und Freunde beS Vereins erfreute. Der Vorsitzende, Eiliftmim-Bauinspektor Schmidt, begrüßte in einer kurzen Arsche die Anwesenden, dankte ihnen für ihre Teilnahme aniim guten Zweck der Veranstaltung und wies auf die Beübungen deSTöchtrphortS", sowie auf die Aufgaben deiivMembahnvereine als Nutzen der Stiftung hin. Bei dem mvuv^Iuchen Teil der Abendunterhaltung, den Gesangsvor- irlijm, Reklamationen und der Theater-Aufführung betätigten sick Ä »nuerstützt von einigen Freunden des Vereins, lediglich M ./jliefoer desselben. Sämtliche Vorträge erfreuten sich des geirrt Beifalls der Zuhörer, welche den hervorragend tütijtigti: Leistungen der Mitwirkenden, sowie deren Opfer» wimiligkeit im Dienst einer guten Sache vollste Anerkennung zo I.Lin, Den Schluß der Abendunterhaltung bildete Tanz, wc Alher »sich zahlreicher Beteiligung erfreute. Der finanzielle (£i orig entsprach vollständig den Erwartungen.

"-Tin Zigarrendiebstahl in Wieseck wurde am i.i e a^ongnnen Dienstag in der Fabrik von Maier ausgeführt. Ut.T^äEc 3000 der besten Zigarren wurden entwendet. Der T /a/' durch den Garten des Fabrikanten in den Fabrik- ra AM emgedrungen. Hier nahm der Dieb eine Auslese der Darcfynbimen Vorräte vor, wobei er das Beste mitgehen hieß. Sf'sctinijgen Einwohnern wurden am folgenden Tage HauS- fuirqmgnn gehalten, indefien resultatlos. An den hinterlasienen im Garten des betreffenden Fabrikanten sowohl abüSim fNachbargarten, hofft man den Dieb festzustellen.

"Mohheiten. Die Nacht von Samstag auf Sonntag ghücitet 2 hiesige hoffnungsvolle Früchtchen zur Ausübung cirm>; Aubenstteiches der gewöhnlichsten Art auSnützen zu mr/chn. ;Die Burschen drangen in eine am Ludwigsplatz ge- le^Wc jiiofraithe ein, und machten sich zuerst an einigen Kc i'lwftnungen zu tun und machten, als sie diese fest ver- schiDn fanden, ihrem Zerstörungsdrang dadurch Luft, daß sie;:iit qifemen Deckel zweier, im Durchgang zwischen Wi!.'hn> und Wirtschaftsräumen, befindlichen 4% m tie :;ii Tchächte auShoben. In den einen der Schächte warfen sie (inen Lorbeerstrauch nebst Kübel, während sie dem andern intnii beit Deckel einverleibten und dadurch ein im Schacht lie.kpibe!: Abzugsrohr zerstörten. Glücklicherweise wurden die (yr Vrftr i von 2 den betr. Bezirk abpatrouillierenden Schutz- Iciuahi erwischt und dürften, in Anbetracht deS Unglücks, luc d:tys Üiefer leichtsinnige Streich hätte verursachen können, wixo!: tutet exemplarischen Strafe entgegensehen. Ein anderer junjiM Mensch Arbeiter von Beruf gedachte die Stunden em « berm städttschen Kanalbau beschäftigten Wächters da- ? 'lu.-rqctDDaS abwechslungsvoller zu gestalten, daß er den ))Mwi bhfultiertc. Außerdem störte er die Nachtruhe derart, isHftie /Nachbarschaft an den Fenstern erschien. Den ihn . t rikxäsenden Schutzleuten gegenüber benahm er sich ufW tttnitent. Eine gehörige Strafe wegen Ruhestörung uni ^W/erstandS gegen die Staatsgewalt dürfte der Lohn

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt allei unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Ter Sommerfahrplan der Eisenbahndirektion Frankfurt entspricht wiederum nicht dem schon so oft geäußerten Wunsche nach einem Anschluß des Zuges 776 von Cassel an denjenigen Nr. 510 nach Nidda. Ersterer trifft 2 Uhr 11 nachmittags in Gießen ein, während letzterer 2 Uhr 9 abgeht. Der Zug 510 fährt nur bis Nidda und dürste einer Späterlegung desselben um wenige Minuten wohl kaum eine Schwierigkeit entgegenstehen. Ferner dürste es im Znteresse des reisenden Publikums liegen, einen Anschluß des Zuges 123'von Coblenz, der 8 Uhr 25 abends in Gießen eintrifft, an denjenigen Nr. 1044 nach Lollar-Lon dorf, der 8 Uhr 20 abends abgeht, durch entsprechende Späterlegung des letzteren her^ustellen.

Ter Ortskundige wird in den Führern durch Gießen, die auf Vollständigkeit Anspruch erbeben, wohl vergebens jenes idyllische PlätzchenHinter der Westanlage" verzeichnet finden, das jeden Passanten, besonders aber den nächsten Anwohnern so viel Freude bereitet. Es handelt sich um eine von etwa 30 bis 40 Hühnern belebte Kehricht- und Mistgrube, die in warmen Tagen die Luft mit Trillionen von interessanten Bakterien und Bazillen ver­sorgt und gelegentlich auch die Bildung von Staubwolken veran­laßt. Tas nimmt aber jeder vernünftige Mensch gern mit in Kauf, solange die dortigen Symmetrieverhältnisse gewahrt und das wunderbare Jdnll nicht geftörk wird. Seit einigen Wochen hat sich nun der Kehricht-, oder besser gesagt Misthaufen, zu einem pracht­vollen Hügellande entwickelt, das künftighin wohl den Mauerii bet Stadt Mädchenschule noch Hohn sprechen wird. Hoffentlich wird man auch noch das Schuttabladen dort freiqeben, sodaß sich unsere Hinter der Westanlage" in eine kleine Alpenkolonie verwandelt und so die Reihe der interessanten Orte Gießens fortsetzt.

Ein Natur- und Menschenfreund!

: ^bebürftige Veteranen, sonbern auch an jüngere ehe» : Bolbaten, welche ben Kriegervereinen angehören, nam- haf Q;terstützungen gewährt worben. Die rege Teilnahme unidiliiS Verstänbnis für bie Sache seitens ber Anwesenben ga..gnis von ber guten Kamerabschaft unb bem echt patitt fschen Sinne ber alten Solbaten. Um 6 Uhr würbe

Esten würben zwei Bahnarbeitsr von einem Schnell;ugt erfaßt, wobei einer tot blieb, ber anbere schwer verletze wurde.

DieMitbringsel* deS Herrn fio übet. Man interessirt sich vielleicht dafür, waS Onkel Loubet den kleinen italienischen Prinzessinen nach Rom mitbrachte. Es handelt sich um Spielzeug, das nicht im Handel zu haben, sondern eigeuS für diesen Zweck nach künstlerffchen Entwürfen angefertigt worden ist. Das Modell für den reizenden Speise­saal, den Prinzestin Polanda bekam, hat man aus der in Sitten, Trachten und Wohnungseinrichtungen noch recht charakteristischen Normandie geholt. Der hohe Kamin von geschnitztem Holz, desten Mantel mit alten Fayencen beklei­det ist, macht einen vornehmen Eindruck, und der schwere, massive Eßtisch, desten Füße von einem geschickten Künster geschnitzt wurden, ist in seiner Kleinheit ein wahres Kunst­werk. Ein großes Buffet ist 'ganz angefüllt mit Fayencen, die nach alten Mustern copirt wurden. Das sehr vollstän­dige Tafelservice ist auS Ronen-Fayence, und die mit Blumen bemalten Teller, die dickbäuchigen Suppenschüsteln.sdie Gemüse- schüsteln u. s. w. sehen ganz prächtig aus. In den Ecken stehen Truhen, die mit Tischwäsche, feinstem Damastgedeck, vollgestopft sind; jedes Stück Wasche trägt den Namenszug ber jungen Prinzessin. Ein Dutzenb Stühle, wie man sie noch auf bem Lanbe bei einigen Bauern finbet, vervollstän- bigt bie gebiegene Einrichtung biefcS Speisesaals aus ber guten alten Zeit. Das Geschenk für die Prinzssin Mafalda paßt zu der Zimmereinrichtung der Prinzessin Polanda: es ist ein stattliches Bauernmädchen auS dem Ländchen Caux (Normandie), das die alte malerische Tracht jener Gegend trägt: breite, weiße Haube, deren Flügel im Winde fliegen, kurze Röcke, über der Brust gekreuztes Busentuch und feine Schuhe. Die hübsche Bäuerin mtt ihren frischen Wangen, ihren großen blauen Augen unb ihren blonben Haaren, ist eine Pächterin: auf einem kleinen Pferbe reitet sie zum Markt, wohin sie ben Ertrag ihrer Felber bringt. Die bei­den Körbe sind natürlich nicht mit Gemüse, sondern mit verschiedenen Spielsachen angefüllt. DaS Mädchen von Caux scheint den befferen Bauernkreisen anzugehören; ber Rock mit ben großen Falten ist aus rothem, weißgeblümten AtlaS, bie Schürze aus Taffet, unb bie Haube ist mit echter Spitze be­setzt. Ein golbencs Kreuz am Halse unb goldene Ohrringe mit wertvollen Steinen vervollständigen bie Toilette.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

L. Berlin, 25. April. Das Aprilscherzblkatt des Vereins Berliner Journalisten ist in Rußland ein Opfer der Zensur geworden. Die darin enthaltene Scherznotiz, daß die Berliner Siegesallee in Pe­tersburg kopiert und die Newastadt durch eine Zarenallee nach Berliner Muster geschmückt werden solle, gab den Anlaß zur Beschlagnahme. Ein Teil der nach Rußland gesandten Nummern wurde, nachdem man die Notiz durch Druckerschwärze unlesbar gemacht hatte, dem Verein zurückgeschickt.

Berlin, 25. April. Der allgemeine Bäcker streik wird voraussichtlich am Dienstag in einer Mafsen-Ver- sammlung proklamiert werden. Eine Antwort auf das Schreiben der Gesellenführer an die Innung ist nicht

. gegeben worden.

Jj£nniJu)l£5. Rom, 25. April. In Genua, Mailand unb anberen

Berlin, 23. April. Der bekannte Berliner Maler Städten wurden graße Kundgebungen anläßlich d°rAnw-s°n. Richter.Lesensdorf bat sich gestern erschossen, aus des Präsidenten Loubet m Italien veranstaltet. ««ÄÜ7Ä, - SÄÄä.'SK:-w'«»

Arbeiter aus Bochum ist als pockenverbächtig burch ben . . _r;r. ... ~

Kreisarzt in -in- Isolierbaracke gebracht worden. österreichisch.ungarischen, Ford-rungSüsten sür, d,e Er

Ärefelb, 23. April. In Weeze ist ber Arzt Neuerung - -

Amz ehnh off an Vergiftung gestorben. Ein Bauer gefunden. ...... _

hatte ihm aus Versehen statt Branntwein Gift eingeschenkt.

Essen a. b. R., 24. April. Zwischen Steele unb

zwar für eine ___o ____ . .

einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Alk. bis 500 Mk. ein­schließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.; außer­dem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 M. zu hinterlegen.

Für bie Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- entgelllich. 3789

StödtUer WohMllgSNlhiveis Gießen.

Garteustraßc 2, Zimmer 9lr. 14.

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35 Wohnungen von 2-9 Zimmern, 1 Zunnrer zur Lagerung Möbeln oder Bibliotheksgegenständen, 2 möblierte Zimmer.

Zu mieten gesucht:

50 Wohnungen von 210 Zimmern.

~ -npieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und e Wohnung mit einem jährlichen Mi et wert bis^300 Wk.

Arbeiterbewegung.

Offenbach, 24. April. Gestern abend legten, wie wir m ber Franks. Ztg.' lesen, sämtliche Schreiner Offenbachs die Arbeit nieder. Die Gesellen verlangen eine Lohnerhöhung von 10 pCt. bei Verminderung der bisherigen Arbeitszeit von 10 Stunden um eine halbe Stunde. Die im Laufe der Woche geführten Der- hanblungen verliefen resultatlos. 2)ie Arbeitgeber lehnten diese Forderungen ab und es ist sogar möglich, daß sich die übrigen Bauunternehmer mit d.'n L-chreinermeistern solidarisch erklären und ihren Arbeitern kündigen

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Äarteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern unb Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet.

Es können eingestellt werden: 3787

1 Schlaffer, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 jüngerer Wagner, 2 Holzbildhauer, 2 Möbelschreiner, 3 Bauschreiner, 2 Lausburschen, 10 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, mehrere Arbeiter, 2 Lauffrauen.

Lehrlinge:

2 Installateure, 2 Schlaffer, 1 Elektrotechniker, 1 Buchbinder, 1 Tapezier, 2 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Lackierer, 1 Schuhmacher, 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Schneider, 2 Friseure, 1 Weißbinder und Lackierer, 1 Glaser, 1 Kaufmann, 2 Kellner.

Es suchen Arbeit:

1 Steinhauer, 1 Spengler, 1 Installateur, 1 Schlosser, 1 Packer oder Lagerarbeiter, 1 Buchhalter, 1 Fahrbursche, 4 Büreaugehilsen, 1 Wochenpflegerin.

Lehrlinge:

2 Kaufleute, 1 Schlaffer.

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<?c: ;cr. wird am deutlichsten dadurch illustriert, daß säntt- licf ii: othularnts-Kandidaten und Kandidatinnen, die vor C ijv. ! ic Seminarien verließen, bereits Verwendung fan* sei nruttb außerdem eine große Anzahl Abiturienten von

n s en, Realgyrnnafien und Oberrealfchulen in den 2c Mailst eintraten. Trotzdem genügte die Zahl nicht, die ioi lÄrdttnen Lücken zu füllen, und neue Schulstellen, deren inmiticitg schon feit einiger Zeit geplant war, mußten eie Ml wieder zurückgestellt werden. Es sind sogar Bei- jpi ei! r>i)rhanden, wo die Zahl der Schulstellen verringert iviLiut:? -oder die Lehrer eine verwaiste Stelle mitversehen i|i-1 Aus den benachbarten preußischen Gebieten, aus Ba --im und der Pfalz werden fortgesetzt von der fRegiet* in. ;i;-innrer und Lehrerinnen angenommen, und nicht selten hei iio!Neubesetzung bevorzugt. Die Lehrerbildungsanstalten wk : eine selten hohe Frequenz auf und der Zudrang

-r krerberuf steigt noch fortgesetzt; viele junge Leute mi ii- zurückgewiefen werden. Fast sämtliche Anstalten ial !i I.arallelkurse eingerichtet, so zählt z. B. Lich jetzt uitr ~ - Lher nur 2), Friedberg 5 (früher 3 Klassen). Erst wr itt'.Lihre 1905 ab wird die Zahl der vom Seminar .[h ;tJeix Lehrkräfte etwa 150 betragen, denn es kommen t :r t>;e Doppelklassen in Friedberg und Mzey zur Ent- lass i An einen lleberfluß an Lehrern dürfte in den crfijttS10 Jahren nicht zu denken sein, da viele Pensio- lie n und Stellenerrichtungen feit Jahren verschoben > ua: Schulstellen mit über 80,90, ja sogar 100 Schülern nn:ÜL:chaus nicht selten.

1 Lollar, 24. April. Die freiwillige Feuerwehr

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