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Montag 25. April 1804
154. Jahrgang
Erstes Blatt
IliuHpttiSe 7.
Mwi'k Hüt Depelchem < »iftfler Stehen.
Feflir'i ^anlchlußRr.vl.
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•Ihne Htm täglich , itfn Sonntag*.
$6lre?i chener Anzeiger tceetr im Wechsel mit d«>ims<sl!schen Landwirt bie'tfhgftntr Familien. Il&tt: riermai in der beigelegt.
Jkrr- r8btucf u. öer- to(ij|l<i Brü h l'schen Ur Buch-u.blein- brrtwiH. 0t Lange.
ZETr-T © Z> W Q moTX??w”'Atet.
Gießener Anzeigerm General-Anzeiger w äj?.
v den polst, und allgem.
Amts- uyd Anzeigeblatt für den Kreis Giehen MZZ ' v I KT zeigentell: Hans Beck.
M heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten.
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Ate Lur-elstschen Kornhäuser.
vr n fachmännischer Sette wird unS ge- schGiebenr
Mit den kurhessischen Kornhäusern hat sich die Preffe in oervrlkpen Zeit häufig beschäftigt. Ein auS interessierten K Än geschriebener, vom Kaffeler Stadtanzeiger aufgenommener .'lrM! : ;ing in eine große Anzahl anderer Zeitungen über. ®i :-ätyr ! laben 82 Zeitungen auf Grund deS § 11 des Preß- ge'MS >i>ie in jenem Artikel verbreiteten Unwahrheiten richtig, sie JfEn milffeu, darunter auch das Berliner Tageblatt.x)
Un die Verhältnisse der kurhessischen Getreidelagerhäuser ic-.tndtilan zu können, muß man ihre Entstehungsgeschichte tenlmmn, Fünf Lagerhäuser in Kurhessen waren vom Staate erfadkui rnd den genossenschaftlich organisierten Landwirten auf Ji riitt hinaus gegen eine angemessene Pachtsumme zur ®e. nutifing ^überlassen. Darunter besinden sich auch die viel- qe amtrn Getreidelagerhäuser Zierenberg und Hof- gejlmur. Der Bau deS Getreidelagerhauses in Fulda )i mi:)t vom preußischen Staate unterstützt durch Hergabe eines KastätalS zu mäßigen Zinsen. Die neuesten Getreidelagcr- ,ä ji.iiit im Kirchhain und Gensungen wurden ohne Bei- hil-'ßdkl Staates auf Gefahr und Kosten der betreffenden Ko'.ombast4genossenschaften erbaut.
er! bestehen in Kurhessen bis heute acht Getreidelager- hälftiin. :$)ie ältesten sind Zierenberg, Hofgeismar, Bel«ltkn^hausen und Hoheneiche. Die Pachtverträge mit bciatRegierung liefen für die drei letztgenannten Kornhäuser schr.brian 1. Jult vorigen Jahres ab und wurden aus ein ,.i zum 1. Juli 1904 verlängert. Für daS (Betreibe, ag gdjaiM Zierenberg lief der Vertrag am 1. April d. I. ab. <t i imirbie auf Antrag der Verwaltung gleichfalls bis zum 1. I. (Mi 11904 verlängert.
üei ssrage wird brennend: was soll werden? Die Korn, ai^lfichssenschasten sind sämtlich bereit, die Kornhäuser zu antMiss,men Preisen vom preußischen Staate zu erwerben. Waüa! un angemessener Preis ist, darüber gehen die Meinungen loc^ÄMlich weit auseinander. Die KornhauSgenosseuschaften agiat,mjifere Kornhäuser sind minderwertig:
I dadurch, daß sie schon nahezu sechs Jahre be- mtt it sind;
. 2lnidi( sie, wie man heute erkennt, in mancher Beziehung ur,praktisch gebaut sind;
: B mel 1 sie nicht mehr auf der Höhe der Zeit stehende, olf: > veraltete maschinelle EinriLtun g en loschen.
h i modern eingerichtetes Getreidelagerhaus m demselben ,1m Hge wie eins dieser alten kostet, betriebsfähig hergestellt, t-u jti Oi 000 Mk. Warum sollen wir, sagen die betreffenden 4en4rni:ils:haften, für ein veraltetes GetreidelagerhauS 40 000 la tafiaWen, auch wenn eS dem Staate einmal 68 000 Mk. gefeite tat? Jeder Mensch, der etwas von Geschäften Der. ehlchi m^iß einsehen, daß die betr. KornhauSgenossenschaften -n bitt'? !Frage im Rechte sind.
Sie konnte nun aber mit infolge dieser Verhandlungen n üjtakj'fälligeS Urteil über die Geschäftslage der Getreide- lageireiufutc in Zierenberg und Hofgeismar entstehen? Daß dicS t- teil unrichtig war, wußte ich. Die ZentraldarlehnS- afHtifc Deutschland, Filiale Kassel (Raiffeissen und Kons.), estkW daS, indem sie die ihr bekannt gewordenen Zeitungen, c •iijifin unwahren Bericht ausgenommen hatten, auf Grund deS ! iw^gesetzeS veranlaßte, eins Richtigstellung aufzu- nehn
4jbem entschloß ich mich cm Ort und Stelle, und zwar bei 1 iü beteiligten Landwirten selbst Erkundigungen über die i'iefd c° itage der Kornhäuser Zierenberg und Hofgeismar ein- zuzisjüi. DaS mußte mir um so leichter gelingen, als diese orr -w.t in meiner alten Heimat stehen. In der unmittel. .irer.ailrrge6ung deS KornhauseS Hofgeismar habe ich in meine» 8 .igend den Pftug geführt und die Liebe zur alten cimtrftüt mich getrieben, die Verbindung mit Verwandten und :: ii.freunben durch all die langen Jahre aufrecht zu erha! i Daß erleichterte eS mir, den Verhältnissen auf den (Brui i t i'i i gehen.
1 i !Snbe der vorigen Woche reiste ich über Kassel zu- nächfHncbh Zier en berg. Ich kam am Abend dort an. DaS c-.in in i.gerhauS dicht neben dem Stationsgebäude war zu St/jnbe wirklich geschlossen. Aber die zahlreichen SpmAk; welche die Pferde- und Rindviehgespanne vor der 9luSlLÜ:«umpe des Lagerhauses zurückgelassen hatten, bemicainntr, daß tagsüber ein lebhafter Verkehr dort gc- bcrrpiäi lcx6en mußte. Als ich mich am Abend im Gasthaus mit LÄHedern der Genossenschaft unterhielt, erfuhr ich schon er, : :ij; jener Arttkel von vorn bis hinten unwahres be. ' ichte^Me. Die DarlehnSkasse Zierenberg mit ihren 190 Mitg. Ii:;rm ist auch Mitglied der KornhauSgenossenschaft. WM rx tiktse Mttglieder noch die Kasse selbst hat durch den
"i'wNj ber „Gieß. Anz.^ hatte den Artikel in gutem Glauben .'^geb ,ir-' : ?tne offtzielle Berichtigung, die übrigens bekanntlich nur Zcitfä.iüiüd und kein Wort der Kritik enthalten Sari, ist ihm in- .?. s n k gegangen und auch in keiner der zahlreichen von ihm alonr in Zeitungen ist uns eine solche zu Gesicht gekommen. Jndettnr - .„Gieß. Anz/ diesen Artikel zum Abdruck bringt, zeigt er in T:Angelegenheit viel weiteres Entgegentoinmen als durch Beröff 's- :.iung einer preßrechtlicien Berichtigung.
Betrieb deS KornhauseS auch nicht einen Pfennig verloren. ES sind nicht zahlreiche Mitglieder ausgetreten, auch nicht die großen Pächter. Auch ist nicht an einem einzigen Tage daS GetreidelagerhauS geschlossen gewesen.
Als ich am anderen Morgen durch das fast ausschließ, lich Ackerbau treibende Städtchen zum GetteidelagerhauS ging, herrschte darin lebhaftes Treiben. Salpeter, Superphosphat und zahlreiche Mischdünger standen bezeichnet zum Abholen in einem Anbau bereit. Der ganze untere Raum deS GetreidelagerhauseS selbst war fast überfüllt mit Oel- tuchen aller Art und sonstigen Kraftfuttermitteln. Das Lagerbuch roieS auS, daß bis zur Stunde der Betrieb lebhaft war, auch kleine Mengen an Kraftfutter und Dünger bis zu 2 Zentner herab wurden nach dem Lagerbuch abgeholt. — DaS Protokollbuch des Vorstandes lag mir vor, der einstimmige Beschluß der Generalversammlung vom 22. Dezember 1903 lautet: Die Generalversammlung beschließt, den Vorstand und AufsichtSrat zu ermächtigen, die nötigen Schritte zu tun, den Kauf des KornhauseS von der Regierung zum Abschluß zu bringen.
DaS GetteidelagerhauS Zierenberg kann 18 000 Zentner Getreide lagern. DaS Getteide wird den Einlieferern baar bezahlt. DaS Getreide lagert event. zu Lasten ber oben ge- nannnten Filiale in Kassel, ein etwaiger Verlust durch Lagerung konnte also die einzelnen Landwirte ober die örtlichen DarlehnSkassen gar nicht treffen. Hält man diese Tatsachen zusammen mit den im Eingang geschilderten Verhältnissen, so kann daraus nicht der Schluß gezogen werden, baß die Verhältnisse des Zierenberger KornhauseS sehr im Argen lägen. *)
Die Verhältnisse beS Zierenberger KornhauseS liegen nicht im Argen, sind im Gegenteil durchaus geordnet und es wird ber Wunsch der KornhauSgesellschaft hoffentlich in Er- füllung gehen, daS KornhauS zu einem angemessenen Preis von der Großh. Regierung zu erwerben, ober wiederum auf längere Jahre zu pachten.
Gewinne, große Dividenden werden die Korn- Häuser niemals zahlen können, denn sie sollen nicht spekulieren, sondern daS (Betreibe von den Landwirten zu angemessenen Preisen aufnehmen und alsbald m den Konsum bringen. Sie sollen verhindern, daß im Herbst bei dem großen Andrang am Getteidemarkt der einzelne zu Schleuderpreisen verkaufen muß. Andererseits sollen sie den Landwirten gute und preiswerte Bedarfsartikel wie Kraktfutter und Düngemittel liefern.
Das Hofgeismarer Getreidehaus soll Verluste erlitten haben. Diese Behauptung bleibe bestehen, heißt e§ in der Nr. 89 ®). Wer hat denn die Verluste erlitten? Bestimmt nicht die Kornhausgenossenschaft Hofgeismar oder die einzelnen Mitglieder. Denn sie haben daS Getreide wie die Landwirte der KornhauSgenossenschaft Zierenberg unmittelbar nach der Einlieferung bezahlt erhalten. Daß eingelagerte Getreide lag nicht auf ihre Gefahr im Lagerhaus. Sollten RaiffeisenundKons.,landwirtschaftlicheZentral- darlehnSkasse für Deutschland, Filiale Kassel, welche Käuferin deS Getreides auch hier war, durch längere Lagerung Verluste erlitten haben, so teilt sie das Schicksal der Getteidehändler, die mit (Betreibe spekulieren, und auch baß Schicksal aller der Landwirte, die das (Betreibe auf ihren Böben liegen lassen unb bessere Preise erhoffen. In merkwürdigem Gegensatz steht außerdem die Behauptung jenes Artikels, das GetteidehauS Hofgeismar habe im letzten Jahre große Verluste erlitten, mit der Tatsache, daß die Zahl der Genossen im letzten Jahre um baß dreifache gestiegen ift.4) Sollten die Verluste baß veranlaßt haben ober bie Erkenntnis, daß baß Lagerhaus ben Landwirten Vorteile bringt? Deshalb brauchen diese Vorteile nicht gerade in Form einer Dividende zum Ausdruck zu kommen. Der preußische Staat wird schwerlich seine Kornhäuser unter den Hammer kommen lassen. Wer sollte sie denn brauchen können und kaufen wollen? Zwischen der Regierung und den verschiedenen Kornhaus-Genossenschaften wird wohl eine Einigung zu Stande kommen, obschon die Genossenschaften entschlossen sind, die Lagerhäuser nur zu einem angemessenen Preise zu erwerben und anderenfalls neue Getreidelagerhäuser für Rechnung der KornhauS-Genossenschasten zu errichten. Auch diese Willensäußerungen lassen erkennen, daß die Land
wirte die Lagerhäuser nach sechsjährigen Erfahrungen nicht mehr missen wollen. Die KornhauS-Genossenschasten, die keine Verpflichtung der Regierung gegenüber haben, würden sich ja auflösen können und dem Getteidelagerwesen den Rücken kehren können, wenn ihnen die Kornhäuser bisher Verluste gebracht hätten!
Wenn auch ein großes Berliner Blatt behauptet hat, das Kirchhainer Lagerhaus werde mit ftemden Mitteln, nicht allein aus eigenen Mitteln der Genossenschaft erbaut, so kann man daraus nicht den Schluß ziehen, das große Berliner Blatt sei im Rechte. *)
Beklagenswert ist der Eifer, mit dem unsere Presse so häufig bie Versuche der Landwirte, sich auß eigener Kraft zu Helsen, bemängelt, in unserem Falle verdächtigt *) im Interesse der Händler. Würden die Regierungen Preußens, Badens, Bayerns, Württembergs u. f. w. die genossenschaftliche Organisation der Landwirte begünstigen auch in Bezug auf die Organisation des genossenschaftlichen GetteideverkaufS, wenn die schiefen Beurteilungen im gewissen Grade gerechtfertigt wären? In Baden und Bayern rc. entstehen alljährlich neue Getteidelagerhäuser. Das kleine badische Ländchen besitzt deren 14, Bayern nahezu 100 und immer kommen neue dazu. In Kurhessen sind im letzten Jahre zwei neue erbaut und heute stehen die ältesten KornhauS-Genossen- schasten auf dem Sprunge, d:e vom Staate errichteten Korn- Häuser zu erwerben oder sich statt deren neue zu erbauen. Daß sind doch alles Tatsachen, die für die gesunde Entwickelung des KomhauSwesens sprechen.
Warum unterstützt unsere TageSpresse nicht die Bestrebungen der Landwirte, für die sie doch das warme Herz hat, warum ist sie so leicht geneigt, wie' in unserem Falle ihre Spalten Berichten zu öffnen, die selbst dem nicht Unterrichteten grau gefärbt erscheinen müssen? Warum? Z.
*) Der Artikel in unserer Nr. 88 hielt sich im Wortlaute genau an einen Artikel der »Dtschn. Volksmacht". Demnach ist die obige Bemerkung in erster Linie gegen jenen Artikel ber .Deutsch. Volksmacht" gerichtet, der im übrigen bei seiner Tonart jede sachliche Diskussion auSschließt. Dieser .Volkswacht".Artikel hatte mitgeteiü, daß man ausdrücklich in Zierenberg beschlossen hatte, unter allen Umständen das KornhauS zu erhalten, und ferner eine Petition an daS Landwirtschastsministerium um Er- halttma deS Kornhauses erwähnt. Demnach hatte man doch an die Auslös uns dieses KornhauseS gedacht! D. N.
*) Der von unS miedergegebene Kasseler Artikel hat an erster Stelle von Verlusten des Hofgeismarer Kornlagerhauses gesprochen. Eine Errviderung aus diesen Arttkel in der .Deutsch. Volksmacht" batte wohl Langes und Breites vom Zierenberger Kornhause, fein Wort aber von bem in Hofgeismar gesprochen. Selbstverständlich war aus dieser völligen Uebergehung von Hofgeismar zu schließen, daß die Behauptungen des im übrigen so scharf widersprochenen Artikels über Hofgeismar ihre volle Rlchtigkeit hätten. D. Red.
4) Das ist etwas ganz Neues, was uns beim Erscheinen unserer Nr. 89 nicht bekannt sein konnte, zumal ja die Behauptung von den Hoigeismarer Ve.nl "sten damals noch nicht widerrufen war. D. Red.
®) So lange Beweise für die Unrichtigkeit einer Meldung nicht oorltegen, wird man tatsächlich sich gebende Mitteilungen und mit voller Bestimmtheit, ohne alle Einschränkung vor der breitesten Oeffentlichkeit aufgestellte Behauptungen wohl allgemein als feststehend ansehen. Und wenn nur Teile einer längeren Mitteilung korrigiert werden, so wird man daraus den selbstverständlichen Schluß zu ziehen haben, daß daS unkorrigiert Gebliebene einer Korrektur nicht bedurfte. D. Red.
e) Daß eine .Verdächtigung" dem Gieß. A n z. bei Uebernahme jenes Artikels aus Kassel durchaus ferngelegen hat, brauchen wir angesichts der Tatsache, daß mir gerade eine ganze Reihe von eingehenden sachmännischen! Artikeln zu Gunsten der Errichtung von Kornhäusern in Oberhessen veröffentlicht haben, nicht besonders zu betonen. Es lag indes für uns nicht der geringste Önmb vor, an der Richtigkeit der Kassöler Mitteilungen zu zweifeln, und gerade well man hier zu Lande jetzt die Errichtung von Korn- Häusern in Angriff genommen hat, hielten wir unS im Interesse des oberhessischen Bauernstandes für verpflichtet, auf G e- fahren aufmerksam zu machen, von denen just in benachbarten Gegenden in so bestimmter Tonart die Rede ging.' D. Red.
0 Die rechte Antwort auf diese Fragen haben wir eigentlich bereits in unseren vorstehenden Anmerkungen gegeben. Der Gieß. Anz. unterstützte nach seiner Gepflogenheit auch die neuesten Bestrebungen der oberhess. Landwirte durch Veröffentlichung jener fachmännischen Artikel über die Errichtung von Kornhäusern sehr wesentlich. Er glaubte ihnen durch jenen .grauen" Kasseler Warnungsruf nicht minder zu dienen, der zweifellos gerade jetzt hätte anerkannt werden müssen als von größtem praktischem Werte für alle Interessenten, wenn seine mit absoluter Sicherheit ausgestellten Behauptungen sich nicht, waS nicht zu vermuten war, als gänzlich unwahr erwiesen hätten. D. Red.
Der Krieg zwischen Japan und Kußland.
Amtlich wird unter dem 22. April gemeldet: Am Jalu ist alles ruhig. Am 21. April fand ein Nachtgefecht statt, als russische Boote auf dem koreanischen llfer auf eine Sandbank geraten waren. Ein mit einer Anzahl Leuten besetztes feindliches Tr an sp ort fahrzeu g wurde durch das Feuer zweier russischer Geschütze zum Sinken gebracht. Daß Fahrzeug hatte mit einem anderen zusammen den Pomahuafluß verlassen, um den russischen Booten den Wckzug abzuschneiden. Der in dem letzten Gefecht auf dem Pomahuafluß verwundete Stabskapitän Smeitzin ist g e ft o r b e n.
Eine weitere Lesart üb>er die Katastrophe des ,,PetroPawlowsk" wird verbreitet. AuS offiziöser Quelle verlautet nämlich, es habe sich bei der Katastrophe um einen schweren Unfall gehandelt. Als die Mannschaft damit beschäftigt war, aus dem Unterraum des Schiffes Granaten zu den Batterien zu befördern, soll eine derselben aus beträchtlicher Höhe in den Unterraum gefallen und explodiert sein. Diese Implosion habe sodann die Entzündung einer ganzen Anzahl von Granaten zur Folge gehabt. Damit wären also die beiden Lesarten von der Zerstörung des „Petropawlowsk'" durch Unterseeboote resp. schwimmende Sprengmineir ausgeschaltet.
„Petit Journal" berichtet aus Shanghai: Drei japanische Kriegsfahrzeuge, welche an dem letzten Gefecht vor Port Arthur teilnahmen, sind vergangenen Dienstag in Basebo eingetroffen. Alle drei sind stark beschädigt. Dasselbe Blatt berichtet aus Petersburg, am Baikalsee werden große MoHnahmen für die Verproviantierung getroffen. Ende dieses Monats werden neun Zitge zwischen Banhoi urrd der chinesischen Grenze verkehren können.
Admiral Alexejew erließ eine Bekanntmachung, nach welcher in der Nähe der Kwantunaküsten oder des Opera- ttonsbezirks der russischen Seestreitkräfte ergriffene neutrale Dampfer, an deren Bord sich Korrespondenten befinden, welche mit Hilfe von in den Kvnventtonen noch nicht vorgesehenen vervollkommneten Apparaten dem


