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Trocken und leicht*
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Mkohol gereizte Stimmung noch mehr gereizt hotte. Ich beantrage gegen Steiner 200 Mark Geldstrafe, im Nicht- beitreibungsfalle 20 Tage Gefängnis, gegen Tahlhausen 80 Mark Geldstrafe, beziehungsweise acht Tage Gefängnis; bei Drescher Freisprechung.
TaS Urteil, das dem Anträge des Staatsanwalts gc- iiilisi lautet, hatten wir bereits gemeldet.
Vennifd)tc».
a. Apolda, 28. Febr. lieber einen seltenen Fall von 5)ien ft botentreue ist von hier 311 berichten. Am 1. Januar d. IS. waren e« 75 Jahre, das; Jungfrau Joh. Sturm im Dienst der Familie deS Kaufmann- Gotthilf Junge hier stand. Noch nicht 15 Jahre alt (1829), begann die Brave diese Tätigkeit und heute abend schloß die bis zum letzten Augenblick Nimmermüde ihre Augen zum ewigen Schlaf. Sie widmete die Arbeitslust und Kraft ihres ganzen Daseins vier Generationen der Familie, nämlich Gotthilf Junge sen., Gotthilf Junge jr., Karl fittun und Frau, geb. Junge sen., und Karl Laun jr. Vor sechs Jahren erhielt die treue Dienerin von der verewigten Frau Großherzogin Sophie von Sachsen- Weimar datz goldene Verdienstkreuz zuerkannt. So hochgeehrt sie sich auch fühlte, die Liebe, Sorgfalt und Dankbarkeit, die ihr von den genannten Familien biß an ihr Lebensende zu teil wurden, war der Bescheidenen doch der schönste Lohn für Tätigkeit.
* Magdeburg, 24. Febr. Bei der gestrigen Vorstellung im Walhalla-Theater stürzte bei der Motorfahrt in einer rotierenden Trommel der Führer NiScelli aus dem Wagen und kam unter das Automobil. Er zog sich eine Schädel- und NückgratSverletzung sowie einige Nippenbrüche zu, doch ist sein Zustand nicht hoffnungslos.
• Karlsruhe, 24. Febr. Der mit Zuchthaus vorbestrafte Schreiner Frank, ein internationaler Hoteldieb, Checkfälscher und berüchtigter Fahrradmarder, der hier verhaftet worden ist, wurde für geistig unzurechnungsfähig erklärt und einer Irrenanstalt überwiesen.
• London, 28. Febr. Ein Telegramm aus Rotherham (Yorkshire) meldet, daß bei einem Unfall in einer Kohlengrube sechs Mann getötet und mehrere verletzt worden seien.
• London, 24. Febr. Eine unitarische Kirchengemeinde in Leicester, die allerdings nur etwa 150 Mitglieder zählt, wählte Fräulein Gertrud von Petzold aus Thorn zu ihrer Predigerin, nachdem sie drei Probepredigten mit Erfolg gehalten hat. Frl. von P'tzold ist 28 Jahre alt und Tochter eines Offiziers. Sie ho, um sich der geistlichen Laufbahn zu widmen, in Berlin theologische und philosophische Vorlesungen gehört. Sie setzte dann ihre Studien an der Universität in St. Andrews in Schottland fort und 1899 erwarb sie an der Universität Edinburg den Titel master of arts mit Auszeichnung. Gegenwärtig studiert sie noch im Manchester College in Oxford.
• Nom, 24. Febr. Heute nachmittag wurde hier eine leichte Erderschütterung verspürt.
* Nom, 25. Febr. Wie die Blätter au- Genua von heute melden, fand man mitternachts auf dem Bahnhöfe von Samprrderena in einem aus Mailand kommenden Eisenbahnzuge einen Mann, welchem von einem unbekannten Individuum acht Wunden beigebracht waren. Der Mann wurde später als Apotheker CesaSko aus Susa identifiziert und wollte sich heute nach BuenoS-AireS einschiffen. Man stellte fest, daß ihm 85000 Lire gestohlen waren. CesaSko ist später seinen Wunden erlegen.
. * Mailand, 24. Febr. Unweit Como wurde gestern abend ein Leutnant der Grenzwache, der wegen seiner Strenge gegen Schmuggler sehr gefürchtet war, durch Flintenschüsse töt! ich verletzt.
• Wien, 28. Febr. Der Papier - Grossist und Vertreter der Nürnberger Firma Johann Faber, Krenz, hat sich wegen mißlicher Vermögensverhältnisse erschossen.
• Wien, 24. Febr. Der bukowinische Delegierte Nikolaus von Wassilko ließ den ungarischen Delegierten Grafen Johann Esterhazy zum Duell fordern, weil dieser in einer Rede in der ungarischen Delegation Wassilko als ein „Fa lschw erber" bezeichnet hatte, der die ungarischen Nationalitäten gegen die magyarischen Aspirationen zu Hilfe rufe. Die Affäre wurde gütlich beigelegt, nachdem die Zeugen des Grafen Esterhazy, die Delegierten Bolgar und Gra Emerich Szechenyi, erklärt hatten, daß es dem Grafen Esterhazy gänzlich ferngelegen habe, der persönlichen Ehre Wassilko'S irgendwie nahezutreten.
• Tripolis, 24. Febr. Hier und im ganzen Lande wird burcl) große Ueberschwemmungen ungeheurer Schaden angerichtet. Die Zahl der Menschenverluste ist noch nicht bekannt. In Tripolis sind mehrere Stadtteile überschwemmt.
* H 0 ch wasser. AuS Erstirt wird gemeldet, daß sämtliche Flüsse Thüringens Hochwasser führen. Die Saale ist über die Ufer getreten und überschwemmt die Niederungen. Mehrere Ortschaften sind gefährdet.
"Erkrankung einer Familie an religiösem Wahnsinn. In dem Westprenßischen Dorf Frödenau im Kreise Rosenberg wurden der Schuhmacher Gudopp, dessen Ehefrau und dessen Schwiegermutter, die frühere Bezirkühebamme Plötz von religiösem Wahnsinn befallen. Eines Morgens verließen die drei Personen eine Stunde vor Tagesanbruch ganz leicht bekleidet ihre Behausung und gingen, fromme Lieder singend, den sogen. Kirchensteg ent- lang nach dem benachbarten Kirchdorfe Raudnitz. In dem zwei Kilometer entfernten Walde bei Wolfsberg kehrten die Gudoppschen Eheleute um und ließen die Schwiegermutter allein im Walde. Die alte Frau wäre wahrscheinlich erfroren, wenn sie nicht zufällig am nächsten Morgen, nachdem sie länger al« 80 Stunden im Freien zugebracht hatte, halberstarrt von einem deS WegeS kommenden Manne gefunden worden wäre. Nach ärztlicher Untersuchung wurde die Plötz vorläufig in das Krankenhaus nach Dt.-Eylau gebracht. Die Gudoppschen Eheleute traf man in ihrer Wohnung teilnahmslos und Gebete murmelnd. Sie wurden wie der Graudenzer Gesellige berichtet, vorläufig unter ständiger Aussicht in ihrer Wohnung belassen. Die drei erkrankten Personen halten kürzlich an Versammlungen einer Sekte teilgenommen, die im Kreise Rosenberg zahlreiche Anhänger hat.
• D i e bösen »Räuber". In der etwa 2000 Ein- Zvohner zählenden Genleinde Irlich bei Neuwied hatte ein
Verein, daß „Tabakskollegium', eine Liebhaber - Auf- ührung von Schillers „Räubern" geplant. Die bloße Ankündigung dieser Absicht hatte aber in und um Irlich eir.m olchen Sturm der Entrüstung heroorgerufen, daß daß „Tabakskollegium" sich genötigt sah, seine Absicht allfzligeben. Triumphierend veröffentlicht nun daö „Neuwieder Tageblatt" einen Artikel, der betitelt ist: „Wir brauchen feine sozialdemokratischen Strömlingen", und dessen Haiiptkraftstelle wie folgt tautet: „Wie wir eß vorauSsetzten, so war eS: die Mehrzahl der Mitglieder hatte gar keine Ahnrmg von dem wahren Charakter deS Stückes, welches sie biß dahin nicht einmal dem Namen nach kannten, noch viel weniger jemals gelesen haben, sonst hätten sie ihre Mitwirkung von vornherein abgelehnt. Die Arrangeure hatten eß wohlweislich unterlassen, den Leuten den vollen, gedruckten Text in die Hand zu geben, obschon man denselben hellte für ein paar Groschen in jeder Buchhandlung haben kann, sondern sie gaben jedem Spieler eine ausgeschriebene Rolle.....Nun, wir wollen
also hoffen, daß die fluten Elemente in Jlrich noch die Oberhand haben und auch behalten werden. Es werden doch wohl noch so viel verständifle Bürfler vorhanden sein, welche Irlich vor der Schande bewahren helfen, eine Schule und ein Brutnest für solche Tendenzen zu werden.
* Df fiel er. Wir lesen in der „Hotel - Revue": Bei der Anmeldlinfl zur Stammrolle für die Frühjahrs - Musterunfl (Nekruten-AuShebling) hatte auch der „Officier* eines großen Wiesbadener Hotels das Vergnügen, sich anzumelden. Auf die Frage: „Was ist Ihr Beruf?" antwortete er: „Officier l (sprich: Offißieh) Verwlmdert schaute ihn der Beamte an und fragte „Officier? WaS ist das?" „Nun, ich muß ür die Zimmer-Kellner Geschirr und Bestecke abwaschen, Speisen auS der Küche zl,tragen, reine machen" usw. „Aha", erwiderte der Beamte, „also eine Art Kellner" und trug dies als Beruf ein. Ter junge Mann fühlte sich ob dieses Ranges geschmeichelt. Wieder einmal ein Beweis, wie ungenau man eS mit dem Titel „Kellner" nimmt. Der Mann wird natürlich OfsizierS-Kafino-Ordonnanz, trotzdem er ein gewöhnlicher HauSbursche ist. Daß sich die Bezeichnung Officier (sprich Offißieh) von Ofsice, dem 9(ufentl)altSort der Zimmer-Kellner, verleitet, wie Llstier von List usiv., geht Laien nicht in den Kopf. Nicht zu verwechseln mit Offizier (sprich Ofsiziehr), nach neuer Schreibweise mit dem z, früher genau so, Officier geschrieben.________________________________________________________
Uillvcrlltäts-Uachrichten.
Professor Zitelman n-Bonn hat den Ruf nach Heidelberg auf Wunsch deS Kaisers abgelehnt.
Ter deutsche Botschafter in Washington Frhr. Speck von Sternburg wurde zum Ehrendoktor der Pennsylvanischen Universität ernannt.
Die L a n d tv i r t s ch a f t l i ch e A k a d c m i e in H 0 h e n- heim (Württemberg) erhielt die Benennung „Lcmdwirt- chiaftliche Hochschule".
Gerichtssaal.
F r a n k f u r t a. M, 23. Febr. Der sogen. „Helfrich- Brief" beschäftigte noch einmal daß Schöffengericht. Während der vorjährigen Land tags Wahl hatte die sozial- demokratischie VolkSstimme einen Brief veröffentlicht, den der Führer der hiesigen Zentrumspartei, Dr. Helfrich, an bett nationalliberalen Kandidaten, Lehrer Ed. Martell, der sich um die Unterstützung des Zentrums bemühte, gerichtet hatte. Der Brief war nicht in MarteUs Hände gelangt, sondern in der Nähe seiner Wohnung von dem Arbeiter Ostesche ohne Umschlag gefunden und ans die Volkstimme gebracht tuorben. Die Staatsanwaltschaft hatte nun zunächst gegen den voran Uv ort liehen Leiter der Volksstimme Anklage wegen Unterschlagung erhoben; aber das Schöffengericht hatte auf Freisprechung erkannt, weil eine Unterschlagnng allenfalls vom F-inder, aber nicht vom 93er- ösfentlicher des Briefes begangen worden sei imb man das Verhalten des Schriftleiters auch nicht als Hehlerei aufassen könne. Nachdem dieses Urteil recht-kväftig gewor- )en war, stellte die Staatsanwaltschaft den Finder des Briefes, Mesche, unter Anklage, und dieser wurde denn auch heute wegen Unterschslagung zu 30 Mk. Strafe verurteilt, hat vber sofort Berufung gegen das Urteil angemeldet.
Mörs, 24. Febr. Vor dem hiesigen Schöffengericht tand heute der evang. Pfarrer Emanuel Felcke auß Üepelen wegen unerlaubter Ausübung des H e il- z ewerbeS und der Küster Kiesen dahl wegen Der- toßeS gegen die Verordnung über den Verkehr mit Arzneien und wegen unbefugten Betriebes eines Apotheke. Das Gericht sprach den Pfarrer frei, verurteilte dagegen den Küster wegen Uebertretung der Verordnung Über den Verkehr mit Arzneien zu 100 Mark Geldstrafe.
Beuthen O.-S., 24. Febr. Heute begann vor der dritten Strafkammer deS Landgerichts unter Vorsitz des LairdgerichtSdirektorS Pilling die Verhandlung gegen die Rädelsführer des Laurahütter Mahlkra- maTTd. DaS im September gefällte Urteil war vom Reichs- gcriclit zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen worden. Staatsanwalt Fipper vertritt die Anklage. Angeklagt sind 22 Personen. Für die Verhandlungen sind vier Tage in Aussicht genonnnen.
Che m n i tz, 24. Febr. Tie Strafkammer verurteilte den 28jährigen noch unbestraften P 0 st h i l f S b 01 e n Schutz e r t, der mn Weihnachtsfeiertage den mittags zwischen Stolberg und Chemnitz verkehrenden Postzug beraubt hatte, zu zwei Jahren nenn Monaten Zucht- Hans und fünf Jahren Ehrverlust.
B r aunfchweig, 23. Febr. Vor dem hiesigen Schöffen- gericht wurde die H 0 s 0 perns ä n g e r i n Andre tu 1 50 M k. Ä c I b ft r a f e verurteilt, weil sie über die kgl. Howvernsängerin Breuer-München beleidigende Gerüchte in Umlauf gesetzt holte.
Landwirtschaft.
91 e u ro i e d, 23. Febr. DaS B e g r ä bnis des verstorbenen Generaldirektors Heller hat in HeddeSdors stattgeinnden. Von den zahlreichen Kranzivenden, die dem Verblichenen geividmet waren, feien nur hervorgeboben die von dem Fürsten zu Wied, der Fürstin zu Wied und vom ReichSverband der deutschen landnnrt- ichastlichen Genoffenschaiten zu Darmstadt, vom Band der Land- ivivte ?c. Von den vielen BeileidSknndgebungen seien erwähnt bie beß Fürsten zu Wied, vom Reichskanzler Grälen von Bülow, von ben StaalSministern Fre,Herrn von Rhcinbaben, Freiherrn von Hannnerstein und Budde, vom Staatssekretär Grafen von Posa- dowSkn, vom StaatSininister Freiherrn von Feilitzsch in München. vo,n UnterstaatSsekrelär z. D. und UniverNlätSproiessor Dr. v. Mamin München, vom Geheimen RegiernngSrat im Minifterimn für Landmirtschast Hoffmann in Berlin, UnterslaatSsekretär - Bischoffs
.1 in Berlin.
1 Dandck uno Verkehr. Volkswirtschaft.
Der Spekulant Fritz Meyer und die Berliner Börse. Tas Verschwinden des bekannten Spekulanten und D'rsenmaklcrs Fritz Meyer ist auch heute noch bas Tagesgespräch der Berliner Börsenkreise. Schon seit geraumer Zeit sind die Spekulationen Mevers mit Mißtrauen beobachtet worden, schreibt man der „F. Z." aus Berlin. Die Spekulationen gehen bedeutend über von der haute banque übernommenen 25 Mill. Mark hinaus. Es fehlen die großen Betrage, welche die verschiedenen Otegen- kontrahcnten persönlich übe"nomm> n habm und die bedeutenden Positionen, die für Rechnung MeyerS im Ausland, besonders in Paris, laufen. Man hat immer geglaubt, daß Meyer alle die Ordres im Auftrage von ersten Banken und Firmen ausführe: kein Mensch dachte daran, daß er alle die gewaltigen Summen für sich allein kontrahierte. Ten Ausfall, den die Berliner Börse erleidet, wird auf über 2 Mill. Mark geschätzt. Trotzdem wird auch jetzt noch daran festgehalten, daß die Berliner Börse gesund ist; eS handelt sich nur um einige Auswüchse, um Ausnahmen, die keinen Anlaß zu Besorgnissen bieten. Immerhin darf man auf die Ultimoregulierung, die heute beginnt, gespannt sein Die Seehanvlung baut bereits besonders vor: sie erklärt sich bereit, Reichsanleihe und KonsolS ohne Einschuß zu prolongieren.
Beruhigung. An der Börse ist wieder einige Be« ruhigung eingctreten. Die Erwartung, daß der russisch- japanische Krieg keine weiteren Folgen nach sich ziehen werde, gewinnt an Boden, obwohl man unseres Erachtens, für diese Annahme ebensowenig einen stichhaltigen Grund wird angeben können, als wir vorher dafür, daß es zu weiteren Verwicklungen kommen kann. DaS Privatkapital bekundete schon am Dienstag wieder eine gewisse Zuversicht. Es begann zu den gewichenen Kursen zu kaufen. Der eigentlichen Spekulation von Beruf macht jetzt der Entwurf für das neue Börscngesetz die meiste Sorge, der nicht einmal den bescheidenen Erwartungen entspricht, die man in der letzten Zeit von ihm hegte. Wenn zu Ultimo keine weiteren Zahlungsschwierigkeiten vom Kaliber derjenigen der Firma Fritz Meyer mehr cintreten, darf man wohl einige Hoffnung hegen, daß der März weniger bewegt verläuft, als der Februar. Dieser aber wird im schwarzen Buch der Börse eingetragen werden.
Eisenbahnpolitik. Preußen hat sich jüngst füt eine wirtschaftlichere Betriebsführung im Fnteresse aller Beteiligten durch planmäßige Zusammenfassung deS viel- ach zersplitterten Verkehrs und durch Ausbau der leistungsfähigsten Linien unter Einschränkung de? Wettbewerbs ausgesprochen. Hiergegen hat der sächsische Finanzminister eine Erklärung abgegeben, laut welcher Sackten im Interesse seiner Finanzen sich künstig im Bau von Eisenbahnen die größere Zurückhaltung auferlegen wird, da sonst die Schuldenwirtschaft ein bedenkliches Maß erreichen würde.
Reichsbank. Wechsel auf Leitelshain und Neukirchen a. d. Pleiße (Nachbarorte von Krimmitschau) werden von jetzt ab von der ReichSbank angekauft oder zum Einzug übernommen. Sie sind an die Neichsbankneoen- telle zu Krimmitschau yu girieren.
Neichsbank Am 9. März d. I. wird in Schöningen eine von der Neichsbankstelle in Braunschweig abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kasseneinrichtung uno beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.
Köln, 23. Febr. In der heutigen AussichitSratssitznng des S ch a a s f h a u s e n s ch e n Bankvereins wurde das Gewinn- und Verlustkonto für 1903, abschließend mit einem Reingewinn von 7 724 424 Mark, gegen 7 151416 Mark im Vorjahre, vorgelegt. Der auf den 29. März einzuberufenden Generalversammlung soll vor geschlagen werden, einen Betrag von 600 000 Mark behusS Verwendung der zu- geflossenen Steuerrückvergütnngsbeträgc zu außerordentlichen Abschreibungen zu bestimmen, und sodann die Verteilung einer sofort zahlbaren Dividende von sechs Prozent mit 60 Mark auf die Aktien A und 27 Mark auf die Aktien B zu beschließen. Der nach Abzug der Tantiemen verbleibende Nest des Reingewinns von 548 553 Mark wird auf neue Rechnung üorgetragen.
Deutsche Tageszeitung A.-G. Tie General-Ver- dmmlung hat einstimmig dem Vorstande und Aufsichtsrate Entlastung erteilt und ebenso einstimmig den Oktoinn- verteilungsplan genehmigt, nach welchem die D i v i d e n d e auf 8 Prozent festgesetzt ist. lieber die in Aussicht genommene Kapitalserhöhung um 250000 Mark wurde Bericht erstattet.
Märkte.
Gießen, 25.Fetzr. Marktbericht. ?lnf heutigem Wochenmark^ kosteten: Butter pr. Pid. 0,95—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7Bsg. 2 Sick. 00—OO Pfg., Gänseeier00—00 Mg., EnteneierÜ—0 Psg„ Käse or.Stck. 6—8 Pf., Käfematte2Stck. 5—6Pia., Erbsen pr. Liter 21Psg., Linsen vr. Liier 32 Pfg., Tauben pr.Paar0,80—l,OOAtk., Hühner pr. St. 1,80—1,40 Ulf., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stuck 1,70—2,20 Mk., Gänse pr. Psd. 00—70 Pia., Ochsenflcisch pr. Pülnd 08—78 Psa., Kuh- und Rindllcisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweine- lleisch pr. Plund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 64—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund ao—70Psg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00-0,00 Mk., Weißkraut per Stück 9—12 Pia., per Zentner 1.30—1.60 Mk., Zwiebeln pr. Zewner 7,00—10.00 Mk., 9)1 iM) per Liter 18 Psa., Acpsel per Zentner 20 bis 25 Alk., in Körben 00—00 Psg. Russe 100 St. 35—40 Pfg.
Limburg rt. b. L., 24. Februar. F r u ch t m a r k t. Durch« schnittSprcise pro Malter. Roter Weizen 14.55 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.45 Mk., Gerste 8.62 Mk., Haier 6.48 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 00.0 Mk.
Ausserordentlich bekömmlich
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