225 Zweites B-^tt 151 Jahrgang Samstag 24. September 1904
Lrjchetnl tSgltch »"^Ausnahme des Sonntags. Ä X /$L AA Rotationsdruck und Verlag der Brühl Ich«
Die „Gletzener Familienblatter" werden dem 0 M | Iä |z I I l/ | J?|| Hj| Rx Unwersilatsdruckerei. R, Lange, Gießen.
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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen.
Märkte.
fl/3 7. <^roßyerzog und Gießen, 24. Sept. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt
Ae^e Wiederum anwesend. Das Publikum kosteten: butter pr. Pid. 1.15-1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 7-8 Pfq^
aus allen TPlIPtl .Smr-rfwhzvrtÄ XcÄ ->rvor_rc. c « .■ .r, . r r>.x ,/T „ f ™ <nc. n*_. . . ■ ... n nie.
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eine ttnfallentschüdiglt v\ gezablt und spart doch die Prämien hir
zurückerstattet, gleichgiltig ob 'er nicht. So ift man versichett ober die Hinterbliebenen.
S^V. in Lich, wo der Groß- Sonderzuge eintraf, um im
2 Sick. 15—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg- Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käscmatte LStck. 5—6 Pfq. Erbsen pr.Liter 21 Pfg.,
gelesen wird, gestern von unseren Boten nicht mehr erreicht werden, weil besten Zug wegen der Militarttanspotte Der- spatung hatte und den Anschluß nicht mehr erreichte. De Aus- tragnng nnserer Zeitung erlitt dadurch ausnahmsweise eine Verspätung.
** Se. Königs. Hoheit b er Groß Herzog trafen mit Gefolge heute nachmittag um 3 Uhr 30 Mm. mittelst Sonderzug von Lich hier ein und setzten nach kurzem Aufenthalt die Neise um 3 Uhr 48 Min. nach Darmstadt fort.
** Personalien. Am 17. September d. Js. wurde der Dammwartcr-Aspirant Johann Hartenburg aus Worms zum Dammwärter mit dem Wohnsitz in Nackenheim ernannt.
der heutigen Nummer des Blattes ersehen ist, will der hiesige evangelische Kirchenvorsiand seine drei Kirchbau-An- lohen aus 4 proz. in 3 % proz. konvertieren (umwandeln). Während Staaten, Städte, Banken u. s. w. schon vor vielen Jahren ihre vierprozentigen Obligationen in dreieinhalb-, sogar in dreiprozentige umgewandelt haben, ließ der hiesige Kirchenvorstand die Beisitzer seiner Schuldverschreibungen seit 10, 11 und 12 Jahren im Genuß von 4 Prozent Zinsen. Er hält es aber nunmehr, zum Vorteil der Steuerzahler, an der Zeit, die Umwandlung in 3 prozentige vorzunehmen. Die Bank für Handel und Industrie, Depositenkasse Gießen (Johannesstraße 1) hat, unter günstigen Bedingungen für die Kirchengemeinde, das Umwandlungsgeschäft übernommen. An diese Bank haben sich deshalb die Besitzer der genannten 4 prozentigen Schuldverschreibungen zu wenden zur Abstempelung derselben in 31/2 prozentige und zur Empfangnahme der neuen Zinsbogen. Hierbei wird jedem Inhaber von Schuldverschreibungen, der diese umwandeln läßt, eine Konvertierungsprämie von 1 Prozent, also 1 Mk. von je. 100 Mk. seines Kapitals, sofort bar auS- bezahlt; ebenso wird hierbei, da die neuen Zinsscheine vom 1. Oktober 1904 an laufen, jedem Besitzer das überschüssige V2 Prozent vom 1. Oktober bis 31. Dezember ds. Js. zum
Die deutschen Unfall- und Haftpflicht-BcrsrcherunaS- Gcsevlschasictt beißt der Titel einer alljährlich erscheinenden Sta- listit Jr-Lnyis. Danach betrieben im Jahre 1903 28 Gesellschaften die Unfall-, 24 die Haftpflicht Versicherung. In der Unfall Vev- sicheruug hatte die höchste Prämien Einnahme die „Pretoria" mit 7,8 Millionen Mark. Dann folgen zwei Gesellschaften mit 3,2 Mill., 1 mit 2,1 und 5 mit 1—2 Mill. Mk. 19 Gesellschaften blieben unter einer Million. In der Hastpflicht°Versicherunq hatte der Stuttgarter Verein, der diese Branche von jeher betrieb, eine Prämien Einnahme von 9,8 Mill. Mk. Bemerkenswert ist, daß die „Viktoria" nach erst zweijährigem Betrieb der Haftpflicl't-Versicherung schon zu den fünf ersten Gesellschaften dieser Branche zählte. 5 Gesellschaften beteiligen die Versicherten am Geschäftsgewinn. Bei ihnen betrugen die Gewinnreserven 6,2 Millionen Bit., davon entfallen 8,6 Mill. Mk^ also weit über die Hälfte aus die „Victoria" allein. Die Reserven für zukünftige Versiehernng-Keistungen betrugen bei allen Gcsrll- schailen zusammen 80 8 Mill. Mk., davon bei der „Victoria" 86,6 Mill. Mk., mehr al» 3mal soviel als bei der nächsten Gesellschaft. Bekanntlich betreibt die „Victoria" mit hervorragendsten Resultaten die Unfall-Versicherung mit Prämien-Rückgewähr. Bei l rreichnng eines bestimmten 91!ters oder bei früherem Tode des Versicherten
Kolomalpoft.
— Die „Köln. Ztg.- meldet aus Brüssel vom 22. September: Die zwischen dem Kongo st aat und der Kongobahngesellschaft schwebenden Schwierigkeiten sind, wie man in Finanzkreisen mit größter Bestimmtheit behauptet, gütlich beigelegt. Die Kongoregierung, bezw. der König hatte im Interesse der schweren wirtschaftlichen Erschließung des Kongo- landes den mit der Bahngesellschaft am 13. November 1901 abgeschlossenen Mindesttarifvertrag so ausgelegt, daß die darin vorgeschlagenen Tarifermäßigungen den weiteren gewinnbringenden Betrieb der Bahn erschweren, wenn nicht gar unmöglich gemacht hätten. Die Bahngesellschaft weigerte sich daher,^deii Forderungen der Kongoregierung nachzukommen. Der Streit sollte vor einem Gericht ausgetraqen werden. Nunmehr hat die Negierung, die durch den erwähnten Vertrag als Entgelt für gewisse Tarifermäßigungen auf die lieber* nähme der Bahn bis zum Jahre 1916 verzichtete, die Klage zurückgezogen.
Ausland.
Rotterdam, 23. Sept. Der „Neue Rotterdamsche Courant" meldet nach einer Depesche aus Batavia vom 21. ds.: Eine kleine Bande Eingeborener, wahrscheinlich Einwohner der Landschaft Gajoe, lies Amok und griff das Gebäude der Atchinesischen Gesellschaft in Kota Nadja an. Die Amokläufer töteten einen Offizier und einen Soldaten und verwundeten die Frau des Arztes schwer, drei Europäer, sowie elf Eingeborene leicht. Zwei der Angreifer wurden getötet, die übrigen entkamen.
Haag, 23. Sept. Der Minister des Auswärtigen verlangt einen Kredit von 10 000 Gulden zur Verstärkung der Gesandtschaftswache in Peking.
Lugano, 23. Sept. Die gerichtliche Untersuchung des Zwischenfalles vor dem hiesigen italienischen Konsulat, wobei das italienische Wappen herabgerissen wurde, führte bisher zur Verhaftung von fünfzehn italienischen Anarchisten. Dem Hauptschuldigen des Zwischenfalles, Klempners Cesare Barenghi, gelang es, über die italienische Grenze zu entkommen
Ans link» Lank».
Gießen, den 24. September 1904.
** Auf der Strecke Gießen—Nidda mib Hungen Laubach—Mücke konnten die Orte, in welchen unser Blatt
Kirchengemeinde Gießen. Wie aus dem Anzeigentest
Vom Manöver. Der gestrige zweite Tag imKorPs- manover ging vollständig kriegsmäßig zu, niemand wußte etwas über den Ort der bevorstehenden Gefechte, über die Marschrichtungen, Quartiere und Biwaks. Die bei den Mannschaften und Unteroffizieren verbreitete Ansicht, daß das Gefecht sich von Grünberg nach Lich-Steinbach^ Gießen ziehen würde, sollte .gründlich zu Schanden werden; denn das Gefecht zog sich von Grünberg und Mücke ostwärts bis Ober-Ohmen, Ilsdorf und es kam zur „Hauptschlacht" um Ruppertenrod. Die 25. Hess. Division lag vorgestern abend um Grünberg, Mücke, Freienseen, Laubach, die 21. Division um Rieder-Ohmen, Ermenrod, Groß-Felda, Seibertenrod. Die Biwaks der 21. Division waren bei Wettsaasen (88 er und 81 er), die der 25. Division um Grünberg (117 er und 118 er). Um 8 Uhr stand die 21. Division zwischen Ermenrod und Rupperten- rod, die 25. östlich von Grünberg. Der 21. Division fiel die Aufgabe zu, die Höhen um Ruppertenrod gegen die vorrückende feindliche Division zu besetzen und den Feind aufzuhalten. Die 41. Brigade (87 er und 88 er) hielt als linker Flügel den Hainer-Berg besetzt, die 42. (80 er, 8t er und 166 er) bildeten den rechten Flügel und hatten ihre Stellung am Geiseberg. Die 25. Division stand nach mehrfachem Avancieren westlich und südlich von Rnpperten- rod auf dem Höhenzug nach Groß-Eichen, Wettsaasen. Um 1/2IO Uhr griff das Gros in das Gefecht ein. Die Artillerie der 25., Division fuhr zuerst an.f den Galgenberg bei Groß-Eichen auf, rückte jedoch bald abteilungsweise vor, die 61 er nahmen ihre Stellung auf Höhe 379 zwischen Ohm und Ilsdorf, die 25 er an der Straße Groß-Eichen- Ruppertenrod und die beiden schweren Haubitzen-Batte-- rien der Festungsartillerie Nr. 3 ,Brandenburg" an der Straße Ruppertenrod-Mücke. Bon der 25. Division hatte die 49. Brigade (115 er, 116 er und 168 er) den linken, die 117 er, 118 er und Unteroffizier schule Biebrich den rechten Flügel. Die Artillerie der 2L Division hatte sehr gelitten, die 25. Kavallerie-Brigade (23 er und 24 er Dragoner) hatten durch eine Attacke die Reserven der 21. Division außer Gefecht gesetzt, und die Infanterie der 25. Division rüstete sich zum Sturm, als es gegen 1 Uhr „das Ganze halt" blies. Damit war das Gefecht zu Ungun ft en der 21. Division beendet. Von der Korpsleitung aus wurden alsbald nach den Orten, in denen die einzelnen Regimenter untergebracht werden sollten, Offiziere, Radfahrer und Reiter gesandt, um Quartier zu machen. Die Truppen hatten große Märsche zurüchulegen, kamen sie doch bis in die Gegend von Lich Steinberg, Oppenrod, Grüningen, Holzheim, Münzenberg, Lumda usw. Die 49. Inf.-Brigade (115er und 116 er) bezogen in der Gegend von Laubach Röthges, Ettingshausen, Biwak, die 41. Brigade (87 er und 88 er) Bei Grünberg, Oppenrod, Burkhards-
Dragoner kamen nach Holzbeim, Grüningen, Dorf-Grll, die 118 er Ettttlgshausen, Bessingen, die 81er Grünberg, die Festungsartillerie Nr. 3 nach Wetterfeld, 168 er Lrch Nnteroffitterschule Steinberg, die 80 er nach Hattenrod, Harbach die Artillerie nach Münzenberq und Vuseck. Mit Rücksicht auf die großen Märsche wurden einzelnen Truppenteilen in großen Bauernwagen die Tor- mster nachgefahren, andere 'Abteilungen mit der Bahn beforoert. Ter gestrige Gefechtstag war der interessanteste un ganzen Manöver. S. K. H. der Großherz oa und
Deutsches Deich.
Berlin, 23. Sept. Der Kaiser hat an den Großherzog von Oldenburg nach Beendigung der diesjährigen Manöver das folgende Handschreiben cve- richtet:
Am Schluß der von mir abgehaltenen Manöver, an dem Eure Königliche Hoheit mit so lebhaftem Intereffe teilgenommen haben, freue ich mich Eurer Königlichen Hoheit meine hohe Befriedigung über die vorttesffiche Haltung und den ausgezeichneten Zustand der Truppen des großherzoglichen Kontingents aussprechen zu könnoir. ^>ch verbleibe mit den Gesinmmgen unveränderlicher Hochachttmq und F«undschaft Eurer Königlicher Soheit frcundwilliger Vetter und Bruder. Wilhelm.
— Auf die von den Berliner städtischen Be- Horden zur Verlobung des Kronprinzen er- lassenen Glückwunschadressen sirrd folgende Antworten eingegangen:
Ich habe mich in Gemeinschaft mit der Kaiserin, meiner Gemahlin, über die herzliche Teilnahme der Berliner Bürgerschaft an der Verlobung unseres ältesten Sohnes, des Kronprinzen, mit der Herzogin Eecilie zu Mecklenburg sehr gefreut, und haben wir die freundlichen Segenswünsche, welche der Magisttat rmd die Stadtverordneten im Namen der Nttchshauptstadt uns zu diesem glückverheißenden Ereignis gewidmet haben, mit Befriedigung entgegengenommen. Empfangen Sie meinen und der Kaiserür wärmsten Dank und unseren königlichen Gruß. Wilhelm.
Die herzlichen Glückwünsche des Magisttats und der Stadtverordneten der Haupt- und Residenzstadt Berlin, welche mir aus Anlaß meiner .Verlobung mit der Herzogin Eecilie zu Mecklenburg zugegangen sind, haben mich aufiichtt'g erfreut und spreche ^ich Ihnen meinen wannsten Dank aus. Wilhelm, Kronprinz.
— Die Ho chzeitdes Kron Prinzen soll, tote neuer- dlngs versichert wird, am 27. Februar, dem Hochzeitstage seiner Eltern, stattfinden.
.T~ Der „Reichsanz^" veröffentlicht die Verleihung des Lursenordens mit der Jahreszahl 1813/14 an die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin.
Oldenburg, 22. Sept. Der heutige „Residenz- büte" überbietet sich wieder in An kla g e n g e g e n d e n Minister Ruh st rat II und treibt die Dinge auf die Spitze. So behauptet VierMann, daß gegen den Ju stiz- m i n i ft e r R u h st r a t 'Anzeige wegen Verdachts des wissentlichen M e r n e i d s erstattet worden sei. Hieran schließen sich ichtoere Anklagen gegen die oldenburgischen v 11 d) t e r. Minister Ruhstrat hat sofort Strafantraa gegen die Redakteure des „Residenzboten", Schweynert und Br ermann, wegen mehrfacher Beleidigung gestellt. Gegen schweynert, der von Oldenburg abwesend ist, wurde ein Steckbrief erlassen. Biermann, der bekanntlich soeben erst aus dem Gefängnis gekommen ist, wurde heute morgen verhaftet, als er eben im Begriff stand, von Oldenburg abzureisen. Es wird behauptet, daß auch der Staatsanwalt Riesebieter seine^eit zusammen mit dem jetzigen Justizminister sltuhstrat jenem Reserveoffiziers- kreise angehört habe, der zum erheblichen Teil ani den früher geschilderten Affären (Hazardspiel) beteiligt war.
Voraus bar ausgezahlt. Diese Umwandlung muß bis 1. November d. I. vollzogen sein. Alle Schuldverschreibungen, die bis dahin nicht zur Umstempelung vorgelegt werden, sind zur Rückzahlung auf 1. Januar 1905 gekündigt und werden von da an nicht mehr verzinst.
** Schwurgericht im 3. Quartal. Es finden folgende Verhandlungen statt: 1. Montag den 26. Septbc^ vormittags 9‘/2 Uhr, gegen Johannes Koch V. aus Rüd* dingshausen wegen Totschlags, Dienstag den 27. Sept, vormittags 9 Uhr, gegen Georg Klos aus Harbach und Heinrich Fuchs aus Lauter wegen Raub und Körper- verletzrmg; Mittwoch den 28. Sept., vormittags 9 Uhr^ gegen Minna Gör lach auS Eberstadt wegen KindeS- mordes; Donnerstag den 29. Septbr., vormittags 9 Uhr, gegen Leo Fröhlich aus Hainzell wegen Notzuchtsversuchs; Freitag den 30. Sept., vormittags 9 Uhr, gegen Hans Kehrein aus Pserdsdorf wegen Totschlags; Samstag den 1. Oktober, vormittags 9 Uhr, gegen Theodor Ludwig Hölzer aus Nieder-Florstadt wegen Notzucht.
^Das Promenadenkonzert fällt morgen, Sonntag, aus. — Unsere Regimentsmusik konzertiert morgen von 11 bis 1 Uhr am neuen Schauspielhaus, Restauration „Zum Faust^^ und nachmittag von 4—7 und 8—11 Uhr im Saalbau in Frankfurt a. M.
Marburg, 21. Sept. Wie früher schon in dieser Zeitung mitgeteilt wurde, hatte bei den letzten Stadtverordnetenwahlen der Oberbürgermeister erklärt, wenn der als Kandidat aufgestellte Spediteur August Heppe gewählt würde, werde er sein Amt niederlegen — weil nämlich Heppe zu Fastnacht ein Bündel Heu aufs Rathaus geschickt hatte mit dem Zusatz, da8 sei für die Ochsen da oben. Heppe erhielt bei der Wahl zwar ziemlich stimmen, fiel aber doch durch. Er hatte darauf beim Bezirksausschuß Klage gegen die Giltigkeit der Wahl angestrengt, weil in der Erklärung des Oberbürgermeisters eine Wahlbeeinfluffung zu seinen Ungunsten zu erblicken sei. Diese Klage wurde zu Kasiel in der Verhandlung vor dem Bezirksausschuß kostenpflichtig abgewiesen.
Kleine Mitteilungen an5 Hessen und bett; Nachbarstaaten. Die Alsfeld er Volks bank, E. G. m. u. H., feiert am Sonntag, den 25. September l. ihr 25jährigeS Bestehen durch eine festliche Veranstaltung in der Turnhalle, wobei die Kapelle des Fuldaer Attillerie-Regiments Nr. 47 konzertiert.
Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben vr. Paar 0,80- 0,90 Mk., Hühner pr. St» 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stuck 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stuck 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pw. 00-70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Psg^ Schweinefleisch pr. Psimd 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,50 Mk., Weißkraut per Stuck 10—20 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00—10,00 sDif., Milch per Liter 18 Pfg.. Aepfel per ZenMer 5 bis 8 Vit., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 30-00 Pfg. Zrvelschen per Zentner 2.00— 3.00 Mk. Marktzeit 8—2 Uhr.
ke. Frankfurt a. 23. Sept. Heu- und Stroh- mar kt. Heu kostete heute Mk. 3.50 -4.00, Stroh Mk. 1.80 brs Vik. 2.20. Alles per 50 Kilo. Teiwenz: Fest.
aus anen Teilen Oberhessens, das nach Lich, Alsfeld und Laubach ansgerlickt war, zählte nach! vielen Hunderten, In Ruppertenrod und MMe war in den Wirtschaften uich Vabtn zuletzt kaum noch etwas zu erhalten. Die Eisen-- bahnMe waren überfüllt, die Züge erlitten Kerspätungen. Ern solches Treiben hatte nian 7 m ’ * • - -
&?r ^50 'N einem Sonderznge eintraf, um im
Schlosse des Fürsten von Solms abzusteiaen, noch nie ae° eljen Fast jedes Haus hatte dort geflaggt. Der kom- von Eichhorn kam 'im Automobil nach i.ich. Von größtem Interesse war der Vorbeimarsch ^?^an^en 18. Armeekorps auf der Sttaße Ruppertenrod- e.r ^hrte etwa 2 Stunden bis die ca.
2o000 Mann vonibergerückt toaren. Auf der Sttaße von Ober- und Nreder-Bessingen nach Lich rückte gegen abend •'*na£ierte F-eind", b. h. das gesamte Regiment itt 168, eine Kompagnie der 166 er, 4 Schwadronen Kavallerie und eine Abteilung Artillerie nach der Umgegcrtb bon ^lch. Erst um 9 Uhr kamen diese Leute zut Ruhe im Biwak. .Viele waren so müde, daß sie sich sofort, ohne etwas gegessen zu haben, in schnell aufgeschütteten Sttvh- yaufen, nieWcgtcn und alsbald in tiefen Schlaf Per. ?u"en. Dre Tornister trafen sehr spät erst im Bilvak m >4 e peuet leuchteten schon lange in der mondhellen s d)t auf, und mußten immer auf3 neue geschürt wer- den. Endlich, endlich langten die Tornisterwögeu an, und nun konnte die Zubereitung des Essens vor sich gehen. — Leider Famen gestern und vorgestern wieder mehrere schwere Unfälle vor: Feldwebel Thomas von der 6. Komp, der 87 er wurde vom Pferd gegen den Unterleib geschlagen und sofort ins Lazaret nach Gießen gebracht, ebenso ein Infanterist, der bei Grünberg das Vein brach und ein Artillerist, der bei Reiskirchen überfahren wurde.
** Schuldverschreibungen der evangelischen


