Ausgabe 
23.8.1904 Zweites Blatt
 
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GSrlach X. und Heinrich Löblich IV

Landrat z. T.

üxebtm ass

gekommen.

* Zur Insektenplage. Ein sicheres, einfaches! und i anderes Mittel gegen Insektenbisse und -Stiche ist, so schreibt uns ein Gießener, der Essig. Man trägt cnn besten im Sommer ein Gläschen hiervon in der Westentasche nach. Das lästige Jucken hört durch öfteres Betupfen damit auf und Beulen entstehen nicht. Nach einer Stunde kann man die Stellen mit Wasser abwaschen, weil sie etwas rot werden. Würden einige Gaslatern en mit offener Flamme und geöffnetem Türchen versehen, sodaß

ungiltig. Der hiesige Kriegcrvercin veranstaltete an den lebten Sonntagen ein gut besuchtes Scharsschießen.

die Schnaken zur Flamme gelangen könnten, so wäre die Plage bald beseitigt. .

.* Zum Wiesecker Bierstreik ist nachzutragen, daß der Wirt, der am Sonntag sich nicht erweichen ließ und den Gießenern Liter Bier für 15 ^fg. verzapfte, gestern abend den Wieseckern </10 für 10 Psg. verkaufte. Diese mackere Tat

sei Schobbeglaß uff mei'm Kopp kabutt gung."

r. Eberstadt, 22. Aug. Am Samstag fand die Gemein der atßwa hl statt. DaS Ergebnis war über-

Bismarck undLailalle Jn^ciner großangelegten Bi o- graphie, die Hermann Oncken, Sohn des Gießener Histo­rikers vom Begründer der deutschen Arbfiterb-wegi'ng, Ferdinand oasfalle h-^ausgibt, findet sich auch eine geistbelebte Darstell- rmg'^r persönlichen Beziehungen, die sich im Oktober 1863 iwisck-m s^ffoll" und dem damaligen preußischen Ministerpräsi- -<nr-m rtto v Bismarck, dem späteren ersten Kanzler des deut 'ckvn Re-ck-s. an knüpften. Man liest da: , In der persönlichen B-rübruna yr beiden Männer liegt em besonderer Nerz schon n-~£iihr 4 rv.flfflfat/ä. Dort btt M'Nister Mtootte und r.t wrfrubiqr fcCnengeftatt, in d^rg^llschaftlicheu Haltung mehr ^V!Tir- al« -unter, mit den h^*vürttgfttn Rortnm der nror»n und zugleich die urwüchsige Gesundheit und Kraft

Land' bett« verratend, ein Verstand, der nicht aus den Büchern,

verdient Anerkennung.

Zum Kapitel: Harmlose Spielerei (s. v. Nr.) wird uns weiter geschrieben: Von den Zeugen einer WirtS- hauSrauferei sagte einer, dem der Kopf verbunden war, zum Untersuchungsrichter:Mer dischbutierte so vum aanc un vum annere uff aamool fiel mer uss, daß dem Hannes

ii an-ui -cucyu . Die Landwirte hätten nicht die Absicht, den Milckbändlern den Zwischenhandel aus der Hand zu nehmen Tas würde nur dann geschehen, wenn die Milchhäudler nicht in der Lage seien, den Bedürfnissen des Publikums Rechnung zu tragen und wenn sie nicht in der Lage ober gewollt feien, bem Landwrtt den Preis zu zahlen, den er zu fv^crn^rechtigt sei. Dann bliebe allerdings nichts übrig, als zur Selbsthilfe überzugehen.. Lucke- Patershauen meinte: Solange es einen Zwischenhandell in l'<iMi gibt, wird auch Milch gepantscht werden. Gerade bei bet» Versorgung der großen Städte sollten die Landwirte an!dieSekbst- Hilfe denken. ,Die llnsolidität im Milchhandel ist der mahnt bei der Milclwersorgung. Mackien wir imSfm vom

mit Milch. Im Gegen saß zu Lucke führte Oekcmomierat I oha n n- s e n - Hannover aus: Gerade durch Zusammcn arbeiten m^ ben l Milchhändlern ist es uns in Hannover gelungen, die ^chmutz- konkurrenz zu beseitigen. Die Landwirte sollten zunächst per- | suchen, mit dem Zwischenhandel Hand m Hand zu gehen. Wer

würdig ist, oft genug den Gedankengehalt eines Buches zusam­men. Nur die lächerliche und gefährliche Ueberschätzung, die wir in holder Vormärzeselei noch immer der Bnchliteratur und dem Theater anged^ihen lassen, hat es mit sich gebracht, daß jedes Bücher strickende Romanmacherlein mit Verachtung, auf die Nichtschaffenden" herabsieht, daß heißt, auf die Schriftsteller, die zuweilen auch einmal weniger als gleich dreihundert Seiten hintereinander schreiben. Sei, der zwiefach ruhig steht aus der frisch erkämpften Grenze, Tagelöhner und Poet; eine beider Würden kränze! mahnt Freiligrath. Der rechte Journalist tut das. Und die Poesie unserer Tage, diese mächtige hinreißende Poesie des Sonnenaufganges, die finden Sie in den Zeitungen. Wir Tagesschriftsteller, die wir unsere Aufgabe recht verstehen, wir sind die wirklichen Dichter des Jahrhunderts.

Daß wir von jedem Bübchen geschuhriegelt, von jedem kleinen Dureaukraten über die Achseln angesehen werden, das verdanken wir stolzen, wir geharnischten Führer im Streite vornehmlich jenen Wackeren vom Bau, die in zerknirschter Demut vor jedem Hofrat ersterben und ihn übers Grab hinaus mit Posaunenschall rühmen, wenn er fick einmal gnädig dazu herabgelassen hat, einen Zeitmrgsauffatz gegen Richard Wagner zu schreiben.

samem Fortschritt. . ~... .

5 Wir stellen in unseren Genoss en sctw ft en mir cm Stuck! menschliche Vorwärtsstrebens dar, aber die Führer haben mcister- Ixrft die rechten Kräfte geweckt und die klare Richtung gegeben. Auf diesem Wege vorwärts! Bessere Losung gibt cs für den Genossenschaftstag nicht." .

Major a. T. En dell referiert über tne Frage:Wie ist es möglich, .den Verkehr und die Zusammenarbeit der in den einzelnen Kreisen bestehenden Ein- und Verkaufs-Ge­nossenschaften mit den Zentral-Etn- und Berkaus gen offen schäften zu heben?" Tie Ausführungen des Rck>- ners gipfeln in nachstel>ender Resolution:

Ter 20. .Deutsche Lantnvirtsä-aftlichc Genossenschaftstag beschießt:

-tn Botanischen Garten entfaltete heute dlei Pretoria regia ihre erste Blüte. Die riesige Wasser­lilie der südamerikanischen Ströme, die hauptsächlich in den stillen Buchten des AruazoneustromeS einheimisch ist, war 1811 entdeckt, 1832 wissenschaftlich beschrieben und zu Ehren der Königin von England benannt. Seitdem mar man bestrebt, die Pflanze nach Europa eiu^uführen, aber alle Versuche, sie lebend herüber zu bringen oder aus Sauren u ziehen, scheiterten zrmächst, bis man sie endlich in einem eigens hierfür erlmuten Gewach.shause im Jahre ld-lst. in England zur Blüte brachte. 1852 blühte sie zu gleicher Zeit in Berlin, Hamburg und im Königlichen Garten zu Hervnhausen. Seitdem besitzen die meisten botanischen Garton scupmannte Victoriahäuser, die vorzugsweise für ihre Kultur eingorich-tet sind. Später hat man and) verflicht, sie in heizbaren B^rssins im F-reien zu Ziehen, so z. B. rn , , . fr

Basel, Herdelber'g. Eine Einrichtung der letzteren Art ist ^^end, die örtliche Wahlkommission erklärte die Wahl für in diesem Frühjahr ansckstießend an das neue Uebernnn- L n Der hiesige Krieg erverein veranstaltete

terimgsh-ms auch hier entstauben. Der Erfolg^sMren i Sonntagen ein gut besuchtes Scharfschießen,

anfangs zwerfelhaft, will dre Pflanze ^tgeg«! ThtK ersten Preise errangen Beigeordneter Müller, Heinrich

ausqcsetN werden konnte. Dann kamen bte SSaffennfetten, 1L.:tv

welche die sungen Blätter besckiädigten. odi leben Dritten Tag entwickelte fid) ein neues Blatt, deren größtes einen | Durdunesser von 1 Meter 35 Etm. hat. Der äußere Rand ist narb oben gebogen. Die Blattrippen lind so starr, daß ein ausgewachsenes Blatt ein Gewicht von -5 ln§ .lo 5yilo unh mehr zu tragen vermag, ohne sich zu senken. Man kann also ein 56jübriges Kind getrost darauf setzen. Dre edelgeformte, seerosenäbnlidie Blüte ist am ersten ^.age rein­weiß, am zweiten rosa. Sie duftet dann sehr stark und die Temperatur im Innern der Blüte steigt um 1013 Grad über die der umgebenden Lust. Nach dem Bei'blühen finkt sie ins Vaster zurück und reist ihr erbsengroßer Samen. Mit jedem neuen Blatt erscheint nun eine neue Blüte. 5nt September stirbt die Pflanze ab. Sie muß dann un November-Dezember wieder neu auSgesät werden.

* Blühende Birnenb äumc kann man jetzt am Mittelweg in dem zum Hause Frankfurterstraße 76 gehören-

mit das ländliche Y^wsscnschaftswcscn tor einer verfehlten Kritik und vor mißverständlichen und schädlichen Reformen zu )chützen .

^Generalsekretär GenneS-Darmstadt wendet uch lner- . aus gegen die Verpflichtung der landwirtschaftlichen Genossen- e « ein ... ÄSfeS-SSg

dM l» H.M »«> W»i.. S >« «Ä T.«

lernt der Mensch, der mn Schicksal mit Recht m die eigene Hand ncbm?n will, diese dem Mitmensckien zu reichen zu gemcin-

So verschieden die Persönrichkeitrn warm nn verwandter Ein- schlaa in ihrer Anlage führte sie memchlich einander näher Am 31 ^luaust 1864 starb Lastalle, erst 39 Jahre alt. zu Genf, drei Tage nach deren Duell, das er wegen des Liebeslwndcls mit Helene v Dünniges mit dem Verlobten, Janko v. Raeowitz, gehabt hatte, und in dem er von seinem Gegner tödlich ver- nmudet wordeii war. *

Frankfurter Opernhaus. Das Programm .der in der kommenden Saison stattfindenden sechs Abonnements- Konzerte ist wie folgt festgesetzt worden: 1. Abonnements- Konzert (5. Oktober) Dirigemt: Dr. Rottenberg. Beethoven: Zweite Symphonie (D-dur). Bizet: l'Arlesienne. Karl Gold­mark: LXlvertureIn Italien". Violinkonzert und Violinsolo. Solist: Eugöne Psaye. 2. Abonnements-Konzert (2. Rov.X Dirigent: Dr. Kunwald. Händel: Concerto grosso Rr. 7. Weber: Ozeanarie ausOberon". Wagner: Siegstied-Jdyll. Lieder mit Klavierbegleitung. .Weber: Kampf und Sieg. Wagner: Kaisermarsch. Solistin: Edyth Walker. 3. Abonnements-Kon' zert (14. Dez.'». Dirigent: Dr. Rottenberg. Brahms: dritte Symphonie. (F-dur.) Dvorak: Violinkonzert. Wagner: . Eine Faust-rDuverture. Richard Strauß: Das Tal. Hans Psitzner: Heinzelmännchen. "Gesänge mit Orchester. Berlioz: Ouvertüre zu Carneval romain. Solisten: Konzertmeister Adolf Redner und Carl Reich. 4. AbonncmentS-Konzert (11. Jan ). Dirigenten: Prof. M. Selsillings und Dr. Rottenberg. SclnllingS: , Sym­phonischer Prolog zu SophoklesKönig Oedipus". Schillings: Seemorgen" Symphonische Phantasie. Wildenbruch: DaS Hexenlied mit begleitender Musik für Orchester. Beethoven: C-moll-SymYhonie., Solistifche Mitwirkung: Ernst von Possart 5. Monnements-Konzert (8. Febr.). Dirigent: Dr. Kunwald. Berlioz: Fest bei Capnlet (LiebeSszene) und Scherze (Fee Mab) ansRomeo und Julia". .ScharN'enka: Klavierkonzert in B^moll. Rosenthal: Variation über ein eigenes Thema für Klavier. Richard Strauß:Also sprach Zarathustra". Soliß: Moritz Rosenthal. 6. Abonnements-Konzert (22. Mürz). Dirigent: Ar­thur Rickisch. .Programm noch unbestimmt.

20. Z)rutscher ^andivirgchaNk.Kenoff-nsch«lftstag.

(Schluß.) ' ' w

Posen, 21. Aug.

Ein engerer Anschluß der in den einzelnen Krlst'U bestehenden Ein- und Berkaussgenpssenschaf en an die Zentral^ Ein- und Verlaufsgenosscnscl>asten ist im ücnossenschaftl chenInter esse dringend erwünscht. Um denselben zu erreichen, ist in erUer Linie eine weitere energische Belebung des genossen schäft le h Sinnes, sowohl bei den einzelnen Genossenschaften,.wie^auck) bi den kaufenden Landwirten erforderlich. Insonderheit spi-icht fi ) der 20. Genossenschaftstag wie folgt au8: .

1. Tauenide bedeutende Vorteile für die in ben genosfenschai licben Verbänden vereinigten Landwirte lassen sich nur düng Abschluß der Geschäft" in größerem Rahmen erzielen, Nicht der momentane Verdienst beim einzelnen G-s«äkt, sondern dre dauern- den Vorteile des großen Olanzen sind auch seitens der kleineren Genossenschaffn in erster Linie im Auge zu behalten.

2. Im höchsten Grade erwünscht ist eS, baß bei den Ertrags abschlüssen mit den in Betracht kommenden VcrkaiissvereiNiMlngen iThornasphoSvhatfabriken, Kalisyndikat nfw^) süßere Vorteile für i hie Zentral-Ein und Verkaussgenossensck-aften angestrebt

i bam?t es unreellen Händlern und sollen 6-abriken, welche außer­halb dieser VerkailfSvereinigungen st-ehen, unmöglich wird, die Zentral-Ein- und Verkaufsgenossenschasten zu unterbieten.

3. Es ist dringend erforderlich, daß die einzelnen Ein- und Versiiussgenossenschaften auf so breiter und sicherer pekuniärer Basi^ errichtet werden (größere Haftsummen, größere Geschäfts­anteile und Einzahlungen^ daß dieselben den ihnen erforderlichen Ki-edit bei den provinziellen Zentralkaffen decken können und im- aedessen nicht genötigt sind, gratze Händlerkredite zu suchen

I und in Anspruch zu nehmen.

v , v 4 Es ist genossensck)aftlich durchaus venverslich, wenn Emzek-

Landrat z. T. v. Brockha us en-Stettin referiert über genossen schast? n die Offerten ber ^CTltra^aen9^^cn^^^a^tcn ^wt ba^ Shtma:Stcllungnghme des Rk'ilMcrbgnbeS zum Scherl- unb bn$u benutzen, non Sandlern bllligere erhalten, schon -^varsnstem" Lelne Aussülsiungen gibt eine Ncsolutwn im Verkehr der olenossenschaflen untereinander heraus^- lvieder, die widerspnichslos angenommen wurde und deren Schluß- ^ebenen Osfertm sind im g noffcnschaftlichen Interesse unter allen Passus lautet: p< B Umständen sekret zu b.chandeln. , ,

Ter 20. deutsche landwirtschaftliche Gcnosicnschaftstag erblickt 5 <^cr mit Nick^tgenosscn ist zu beseitigen. Er ver-

daher in dem Prämicusparsystem eine schwere Schädigung oolks- Gegensatz, der noch immer zwischen den Ern- und Ber-

wirtschaftlickier Interessen, insbesondere auch eine große ^lesahr I ^ussgenossensa-asten und bem Handel bestelft, verhindert die für die weitere gedeihlickie Entnue-lung der laiidUck,en ! Rnnäherung beider und wirkt schädigend auf nne regelrechte^ Ent- und Tarlchnskasscii und erklärt sich desN'egen mit al er Ent-1^.^, M Genoffenschaftswesens, indem er diesem neue Feinde idnd>:nly.-it gegen bie Ginfübrung bei Scherlschen -varsstNcrns.

In der Tirlussion berichtet (Veh.'tntrnt S a a 4 Uber Enatzr- 2ie Resolution toirb debattelos angenommen.

ungen, die löudliche Spar- und TarlehnSlasien mit dem .lbbolungs- »weiten Vcrl'-andlungStag- beschäftigte sich der Genossen-

Mittelweg m dem zum penne -tvramTuru-n.B<c I snstern gemacht bab-n und d^e teils befl'ed'genb teils s^ftRag^ ^nächst mit den Slugrissen des tzandels

den ©arten sehen. sind zwei Zwergobstbmimchen, welche sj^ Er emosieblt. da. wo das fbholungssnftwn l,^cn" die taudwirtschastlicheu Genotsenschas-

stellen. Kürzlich stand mm ein Bäuerlein mit seinen -^orft Spareinlagen, zu fördern" sin eS(M. . a tnt anacblid'e systematische Unterstützung des Gcnosfinschafts-

hatte, daß 4 Raben trotz der Gegenwehr einer alten Häsin r nt P r ein junges väslein attaquiert und es fast zu Tode gemartert batten, wenn er nicht dazu gekommen und schützend seine Hand darüber gebreitet hatte, ,5hm', sagte der zweite Jäger, rbenfe Dir, waS mir begegnete. Vor einigen Tagen ging ich mit meinem Freund Heinrich über einen Komacker. Wir dachten an nichts BörseS, da plötzlich hörten wir emen Hasen klagen. Vorsichtig den Wehelauten nachgehend, sahen hmt einen kräftigen Frosch auffchießen, welcher einen jungen

Hasen dicht am Kopf derart angefressen hatte, daß das arme Tier heftig Mutete und dem Verenden nahe war. ,Wir formten', so fuhr der Erzähler fort, .weiter nichts tun, als dem armen Der mit einem Tasche ntuch die Wunde verbinden'. Weiter kam der Jäger nicht, denn sein Kamerad äußerte überaus ungläubig: .Wilhelm, Wilhelm, ivar's wirklich auch ein Frosch?' Da erhob 'ich im Abteil ein Mitreisender und erklärte dem Zweifler, ob cs ein Frosch | gewesen, wisse er nicht, aber das junge, verwundete und mit einem Taschentuch verbundene Häschen habe er aus dem Komacker gefunden und in das Tierhospital in G:eßcn zur weiteren Behandlung abgeliefert, von wo, nachdem die Wunde verheilt, der Patient zu seiner weiteren Erholung in die Lindener Mark geschickt worden sei. Nun war Wilhelm an die Reihe, ungläubig drein zu blicken, heimlich aber sagte er zu seinem Nachbar, solche Lügerei sei ihm noch nicht vor-

nitbt bloß politische Leidenschaft, sondern auch die höchste po- litisck'e Kunst: Vorsicht und Kühnheit in jebem Augenblick, bc- checrt hatte. Und hier der schmächtige Jude mit dem stolzen, ms Semitische übersetzten Goethekopse, zehn Jahre junger, aber kbon ebensolange in politischen Dingen umgetrieben, gan^ in Kultur und Unkultur des Stadtlebens, ;n der Welt der Bücher und des reinen Denkens aufgetoadufen, in aufreibenden 3rrungen abgearbeitet, mit dem fanatischen Glauben an seine Dialektik, das Feucr seines Inneren kaum bändigend, auch er cme ganz aut politisches Handeln gestellte Natur. Und dazu noch die ganze Weite ilwes sachlichen Gegensatzes! Trotzdem zogen sie sich an. Bismarck, ein nicht leicht zu tauschender Mentchenkenner, hat ihn noch nach fünfzehn Jahren charakterisiert:Was er hatte, war etwas, was mich als Privatmann außerordentlich anzog. er war einer der geistreichsten und liebenswürdigsten Menschen, mit denen ich 'je verkehrt habe, cm Mann, der ehrgeizig iw aroßen Stil war."LafsaNe war ein energischer und sehr geist­reicher Mensch, mit dem zu sprechen sehr lehrreich war; unsere Unterredungen haben stundenlang gebauert, imb ich habe nur be­dauert, wenn sie beendet waren. Dabei ist auch unrichtig, daß ich mit Lasselle «useinembergrkommen sein soll w dieser Art von B-zi"smng-n per!önlick-«n W-blwollens. wrc cs sich »wischen uns qetntbrt batte, indem er oftenbar den ankwnebmen Eindruck batte dass ich in ihm einen Mann von Gerst sähe, mit dem'zu verleben, anaeuehm war, unb ei seinerseits den ange­nehmen Eindruck batte, dab ich ein intelligent^ und b^twiNiger Hörer sei"Ich bedauere, dak seine polittsche Stellung und die meinige mir nicht gestatteten, Vies mit ihm »u verckehren, aber ich würde mich gefreut haben, emen äf)nlichen Mann von dieser Begabung und geistreichen Natur als Gutsuachba^i zu balxn " Von Lassalle haben wir keine unmittelbare Aeußerung über seine persönlichen Eindrücke, aber ohne Frage cmPfam auch er die unwiderstehlich' Anziehungskraft des andern au das tiefste.Den Mann" hatte er schon in seiner eohnger Red- in Bismarck gesehen:.Der Mann" mußte ihm in diesen t- Y^rrn^rrb ein Verstaut), der niau aus oen VUtyern, Gesprächen immer wieder imponieren. Hier fand auch er die d^m 2cfrn getont frtte, dem der Anhauch des Genies! höchste Energie, die Verachtung der Morte, den politiicl)cn Nerv.

schaftlich vorgeht. 2a, roo die Menschheit auch nur um ^nen , n 'wenn ^auch Lehrgeld bezahlt werden mußte. Schritt vorwärts gebracht worden KL waren c8 Manche Genoss"nschäften zahlen reckt erheblickK Gewerbesteuern.

ein Her; fritten Mrihre Bricker.- Tje =1 « der Genossenschaften im Ver­tragenden sanden lebhaften Beifall, woraus solgenver ^esomlivn Proviantämtern. Gerade hierbei können imte

Schicksal selbst in bie b-md zu nehmen, unb t^ederum ist es ein boA-u b^chnen, bie Asienlliche Meinung unb Eer Gedanke ^,nbct- bKft beibm ,Ur bi^mefeclx^e^arto^n ber (SefetxKbimg und Ber^ltung immer

man m der Reyel diese .'Jeamte wirten fiyen, e *ltu I <..» tt-vex.. m_wrw «-hm- Titten Kritik

barmend über die Not der M.nsck'en, sick m stille Zurückgezogen­heit mühend um die Sckw'acken-, Reckt hatte im Kampf grttandm, stch mit Macktt hctbimbcn und rücksichtslos die unter bie Fuße getreten, welcke die Mackt nicht hatten.

4. Diese Mächte zur Zusammenarbeit yi ..........

anzuweisen, ist in der Tat ein Weg, der bemusft und eiiergffch

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