Nr. 197 Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Dienstag 88. August 1904
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«e™ Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen MWZ
FmrsprechanschlußM.61._________________________ V * zeigenteü: Hans Beck.
Aie veuliae Dummer umfaßt 3 Seite«.
Aas internationale Schauspiel in Amsterdam.
Der Vorhang fft gefallen — das Stück ist aus! Die Regisseure, .Kulissenschieber und Statisten sinL nach Hause gegangen. Sie hatten nrit Effekt ihre Schaustellung inszeniert. So muß es als zeitgemäß bezeichnet werden, daß der Russe Plechanow nrit dem Japaner Sen Katayama durch den Holländer van Kol durch Händeverschlingung ^.verbrüdert" wurden und damit das Präsidium, das aus diesen Dreien bestand, seine internationale Idee der Dölkergerrrein- schast verkörperte. Diese Pantomime fand stürmischen Beifall, und der zuMnftige „Befreiet Japans, in welchem Lande angeblich die „Sonne" des Sozialismus erst im Fahre 1896 ausgegangen ist, versprach als einziger Delegierter der japanischen Nation^ daß die Zeit nicht fern sei, wo das Volk Japans an der Brust des russischen Bundesvolkes sich von den „Missetaten der Tyrannen" ausruhen werde. Dieses schöne Zukunftsbild unterschrieb sofort der Russe Placha- now und der erste Präsident van Kol gab seinen „Kohl" rn beredten Worten dazu. Diese Introduktions-Szene fand einen würdigen Abschluß in einer Resolution der ganzen ccl 430 Mann starken Versammlung, laut welcher von nun ab alle Kriege unter den Nationen abzuschaffen seien. Beinahe wäre diese Szene aber dem ganzen Kongresse verhängnisvoll geworden und hätte ihn in ein sentimentales 'Fahrwasser gelenkt, wenn nicht August Bebel, die Gefahr erkennend, den Verhandlungen ihren revolutionären Charakter gewahrt und mit geballter Faust den „Tyrannen" die fürchterliche Drohung der Vernichtung durch das „.Volk" angekündigt hätte. Und ganz natürlich! münzte Bebel seinen flammenden Protest speziell gegen die deutschen Unterdrücker der Sozialdemokratie, welche nach verbürgter Erfindung des „Vorwärts" das allgemeine Reichstagswahlrecht abschaffen oder doch einschränken wollen. Mit dieser Bebelschen Rede ist denn nun auch die Taktik festgestellt, mit welcher sich die Herren auf dem nächsten Parteitage in Bremen die „Revi- ftonisten" ä la Bernstein, v. Vollmar und Genossen vom Halse halten wollen. „Das Heiligtum des Reichstags-Wahlrechts ist in Gefahr!" Das ist die Parole, unter welcher die Opposition gezwungen werden soll, ihre Nörgeleien zu unterlassen, damit endlich nach dem Skandal des Dresdener Parteitages in Bremen das klassenbewußte Proletariat seine Solidarität zeige und weitere unrühmliche Wahlniederlagen, wie sie die Partei in neuer Zeit betroffen haben, vermieden werden. Bebel ist ein kluger Mann. Er hat mit seinen Genoffen allerorts schon durch die fügsamen Lokal-Genossen Ermahnungen beschließen laffen an die Delegierten zunr Bremer Parteitage, doch um der Sache des Volkes willen von allen theoretischen und persönlichen Streitigkeiten abzusehen und nur die eine, die einzige rote Fahne der Revolution nach der altbewährten Methode aufturollen und hock^uhalten: „Fort mit dem Revisionismus — er ist der Konfusionismus!" sagt Bebel.
Rach der Meüfung der Propheten deutscher Sozialdemokratie hat diese in Amsterdam den Sieg davongetragen, denn es ist ihr gelungen: 1. Die Frage des Generalstreiks Mit der Majorität von der Tagesord- irung wegzueskomotieren, 2. die Frage über Schutzzoll oder Freihandel zu vertagen, und 3. der sog. „Dresdener Resolution" Anerkennung zu verschaffen in lokaldeutschem Sinne durch den Gegendienst der Annahme einer von den fremdländischen Mitgliedern des Kongresses stark verwässerten „Internationalen Resolution", welche so viel>krause Sätze enthält, daß sie praktisch den Bebelschen Kampfruf persifliert. Die beiden Resolutionen, nach denen die nationale wie internationale Taktik und Politik der Proletarier aller Länder sich zu richten hat, enthalten nur einen verständlichen Zweck, mit möglichst viel Worten zu sagen, daß das Proletariat als besondere Klasse sich von allen übrigen Parteien streng geschieden halten und jeder Kompromiß mtt den letzteren auf wirtschaftlichem oder politischem Gebiet, namentlich werm es sich nicht um „vorüberjgechende Abmachungen" handle, die Interessen des Proletariats schädigen müsse, >b. h. ein Verrat an der Arbeiterschaft bedeute. Das ist ja die einzige Waffe, welche sich die Singer und Bebel von Dresden her gerettet haben, angeblich gegen die ganze unsozialdemokratische Welt, für den Umsturz, in Wahrhert aber zu dem Zwecke, die „Revisionisten", welche für ern Zusammengehen mit den demokratischen bürgerlichen Elementen sirw, ihre Macht durch gelegentlichxn Boykott, Entziehung der bisherigen Sinekuren und bei größerer Widerspenstigkeit durch „'Hinausfliegen" fühlen zu lassen.
Beide Resolutionen sind in ihrem innersten Kern nur die Aufwärmung des angegriffenen Schlagwortes von der „großen reaktionären Masse", welche als einzrg zur Befreiung der Menschheit berechtigt die Partei des internationalen Proletariats als geschlossene Einheit gegenuberstehe. Es handelt siel) also von Kongreß zu Kongreß, von Parteitag zu Parteitag immer nur um die veränderte Phrase einer internationalen Einigkeit des Proletariats zu dem unmöglichen Zwecke der Herstellung der „Neuen Gesellschaft unter der Herrschaft des Gesamtbesitzes alles Eigentums und aller Produktionsmittel. Dieses Anklammern an das Schemen vom „Zukunftsstaat" seitens der politischen Revolutionäre" ä la Bebel und Genossen ist gerade, wre der Frm'zose Jaurös richftg bemerkte, der Beweis der Ohnmacht der deutschen Sozialdemokratie, solana,-sie es ablehnt, das politisch und wirt sch a ft- l i ch Erreichbare in Verbindung mit anderen Parteien an m streben. Und Jaurös verspottete mit Recht die stolze Vbrasc des ^Vorwärts" nach der letzten Relchstagöwahl, wo er triumphierend schrieb: „Unser das Reich! Unser die aßieft X* Seitdem ist es t>cii Sozialdemokrateu allerldurgs
schon bei den Nachwahlen schlecht ergangen, und als Bebel aus den Vorwurf, daß die drei Millionen Wähler für die Sozialdemokratie noch Heute vergeblich warten auf positive Arbeit derselben, ja nicht einmal wissen, was denn Positives geleistet werden soll, die Antwort gab, daß man doch erst wirklich zur ^revolutionären Ta^ schreiten könne, wenn man von den 11 Millionen Mählern, die Majorität für sich habe, ba. gab es Hohnlachen bei den Franzosen.
Mit leeren Drohungen und leeren Resolutionen kehrt also Bebel mit seinen Genossen zurück. Der „Vorwärts"' und verwandte Organe kränzen seine Stirn nrit dem Lorbeer, und wenn die Sozialdemokratie erst eine wirklich revolutionäre Majorität im Volke hat, gibts erst eine gemeine Republik, wie die ftanzösischie, imt) dann folgt unmittelbar die „soziale Republik". Vom Kongreß schied Bebel mit den Worten: „In geschlossener Kampflinie steht das Proletariat aller Länder da!" Vorläufig allerdings auch nur auf dem Papier, und dieses geduwige Material für den Zukunstsstaat hat sich auch noch einige Fälschungen gefallen lassen müssen^, als die Resolution der Einheittaktik doch nur ein Kompromißwerk ist, das hinter den Kulissen zustande kam. Und hinter den Kulissen, da hat die Schlacht nach Berichten von Augenzeugen fürchterlich getobt, sind die Geister dermaßen aufeinander - geplatzt, daß, hatten nicht mit Zustimmung Jaurös seine Genossen Vaillant und Reuaudel in letzter Sitzung erklärt, die Franzosen würden sich Mühe geben, zur Einheit auf Grundlage des beschlossenen Kompromisses zu gelangen, wenn nicht selbst Jules Guesde auf die Darlegung seines Standpunktes verzichtet und die Engländer unter Preisgabe ihrer Anträge den Schluß des Kongresses beschleunigt hätten, dann wäre ein großer Krach doch unausbleiblich gewesen. Der treffende Berg hat aber ein immer kleineres Mäuslein geboren und dieses zu konservieren bis zur nächsten „Internationalen" in Stuttgart wird Sache der deutschen Sozialdemokraten sein. Es wird in Stuttgart natürlich ein noch größeres Nebergewicht der ,,schär- fcrerr" politischen Tonart sich Herstellen lassen, als es diesmal nrit Hülfe Vanderveldcs in Amsterdam gelang, denn in Deuffchland steht die Zahl der Mandate im Belieben der Parteileitung, sollte sie nicht bis zum Jahre 1907 an dem ^Revisionismus" gescheitert sein, der in den Gewerkschaften immer mehr Boden gewinnt. Und auch die wirtschaftlich „Scharftw' von der Kouleur des Dr. Friede berg werden keinen Frieden halten, sondern den „Generalstreik" als einziges Heilmittel weiter empfehlen.
Die Resolution für Abschaffung des Krieges, gegen die Kolonialpolrtik im allgemeinen, für Frauenstimmrecht, für die Maifeier usw. unterscheiden sich durch nichts von den früheren und gehören zum eisernen Bestand der internationalen Rumpelkammer. Das Nachspiel in Bremen, wo für den deutschen Parteitag der Sozialdemokratie die Mandate auf „Unentwegte" rüstig geschoben werden, kann unter Umständen recht viel interessanter werden für uns in Deuffchland. Man wird allerdings nach den Erfahrungen von Dresden auch hier den Skandal hinter die Kulissen verlegen. Der „Vorwärts" ist etwas neinlaut geworden. Er, dem schon die Welt gehörte, meint zum Schlüsse des Kongresses, daß die Gegensätze in der internationalen Bewegung nicht ft groß seien, daß sie sich nicht überbrücken ließen. Für Bremen wird aflerdings auch so manches „überbrückt" werden müssem
5>tt Krieg znnliLen Japan unv Kußland.
Port Arthur.
T s ch if u, 22. Aug. (Meldung der Ruff. Telgr.-Agentur.) Nach Meldungen aus chinesischer Quelle haben die Japaner gestern von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags Port Arthur heftig beschossen. Die russischen Batterien brachten die japanischen zum Schweigen. Die japanische Flotte ist in die hohe See gegangen.
London, 22. Aug. Am Samstaa sand ein Sturm ans Port Arthur statt, jedoch nicht der anqekündigte Generalangriff, sondern nur der erste Angriff einer Reihe von solchen gegen die wichtigsten Vorwerke, um Stellungen für die BelagerungSgeschütze zu erobern, deren Mehrzahl noch gar nicht in Feuerlinie gebracht ist. Der Angriff soll im Zentrum von Erfolg gewesen sein. Ein gleichzeitig unternommenes Vorgehen in der Flanke tft nur ein Scheinangriff gewesen.
Petersburg, 22. Aug. Nach Berichten von Augenzeugen war nach einem der letzten Stürme auf Port Arthur der Boden weithin mit toten Japanern bedeckt. Die Angreifer wurden auf der ganzen Linie zurückgeschlagen. Furchtbare Zerstörungen richteten die von den Belagerten angelegten runden Minen an, auf benen u. a. eine japanische Kolonne von sechs Jn- fanterie-Batailloncn vernichtet wurde. Am Abend und die ganze Nacht hindurch krochen verwundete Japaner vom Schlachtfelde zu den nffstschen Befestigungen, um Speise und Wasser bittend. Aste wurden gespeist, getränkt, ver- bunden und dann den ihren zurückgesandt.
T s ch i fu, 22. Aug. In japanischen Militärkreisen nimmt man an, daß der Sturm auf Port Arthur drei Tage in Anspruch nehmen werde. An demselben sollen 60 000 Mann teilnehmen. Die Garnison besteht noch immer aus 28 000 Mann, welche eine Linie von 12 Meilen zu bedecken hat.
Tschifu, 22. Aug. (Reuter.) Nach glaubuulrdigen Berichten erhielten die Japaner vor Port Arthur 80 000 Mann Verstärkungen von Norden.
Liaopang, 22. Aug. Im Norden bei Anschandschan haben die Japaner nur problematisch Truppenlandungen vorgenommen. Die Gesauu >!'lärke der drei japanischen Heere beträgt 180 Bataillone. — Bei Takuschan haben angeblich
neue Truppenlandungen stattgefunden. Die Wegnahme der Forts Nr. 3 und 4 vor Port Arthur am 1. und 2. August vor dem großen Bombardement scheint sich zu bestätigen.
Tsingtau, 22. Aug. Der japanische Kreuzer „Dagmna^ ist gestern nach Tienffrn abgefahren. Der Kapitän erklärte, daß die Japaner bei den letzten Angriffen auf Port Arthur siegreich gewesen sind. Man erwarte, daß die im Hasen von Port Arthur befindlichen russischen Kriegsschiffe m die Hande der Japaner fallen werden.
London, 22. Aug. Korvetten-Kapitan Hop-- mann, der sich, einer Meldrmg aus Tsingtau zusolge, an Bord des deutschen Kreuzers ,Fürst Bismarck^ befindet, teilt mit, erhöbe den Befehl zur Abreise aus Port Arthur, in einem Briefe Kaiser Wilhelms erhalten, der ihm auf Veranlassung des Generals Rogi durch einen Parlamentär- boten überbracht wurde. Sein Gepäck und seine Papiere seien von den Japanern nicht konfisziert, sondern au§ Versehen auf der Dschunke zurückgelaffen worden, aus der sie inzwischen in Tschifu eingetroffen sein dürsten. Die Japaner hatten ihn außerordentlich höflich behandelt. Einen Tag vor ihm habe Kapitänleutnant Hentschel von Gilgenheimb ebenfalls auf kaiserlichen Befehl Port Arthur verlaffen gemeinsam mit dem französischen Attache de Euverville.
Weiteres vom Kriegsschauplätze.
Petersburg, 22. Ang. Ein Telegramm des Generalleutnants Ljapunow an den Kaiser von gestern, 1 Uhr 10 Minuten nachts abgesandt, lautet: Soeben meldet der Truppenchef von Korflakow (Insel Sachalin) telegraphisch, daß der Feind heute seit 7 Uhr früh Korssakow bombardiert. Bis jetzt wurden einige Häuser beschädigt. — Ein zweites um 4 Uhr 3 Minuten früh abgesandteS Telegramm des Generalleutnants Ljapunow von gestern besagt: Wie der Truppenchef in Karffakow in Ergänzung seiner ersten Meldung telegraphiert, wurde ein semdliches Schiff in Korffa- kow am Horizonte gesichtet. Gegen 6 Uhr morgens näherte es sich bis auf ungefähr 7 Werst der Küste und bombardierte Korffakow. Es fuhr fort, bis Uhr morgens, zu feuern, ging darauf langsam in See und wurde nicht mehr gefthen. Die durch die feindlichen Geschoffe in der Stadt angerichteten Beschädigungen sind unbedeutend. Nremand ytrbe getötet ober verwundet.
Paris, 22. Aug. Das „Echo de Paris" mdbet aus Tschim: Ein japanischer Kreuzer, welcher sich der Küste zu sehr qenähert hatte, sei von den Ruffeu in den Grund gebohlt worden. (?)
Die russischen Streitkräfte.
Paris, 22. 2lug. Der Spezialkorrespondent des „Matiu" in Petersburg teilt folgende Ziffern über die Stärke der russischen Streitkräfte als angeblich genau mit. General Kuropatkin verfügt dcmach über das zweite sibirische Korps mtt 40 000 Mann, das vierte sibirffche Korps mit 50 000 Mann, das zehnte und siebzehnte russische Korps mit zusammen 60 000 Mann. Von diesen 160000 Mann sind natürlich Verluste abznziehen. Dies ist alles, was General Kuropatkin den 260000 Japanern entgegenstellen kann. General Limrewitsch hat bei Wladiwostok 40 006 Mann. Die Armee des Generals Stössel in Port Arthur umfaßt die eigentliche Festungsgarnison von 15 000 Mann, außerdem die Division Fock, bestehend aus den sibirischen Regimentern Nummer 13, 14, 16, 16, ferner die Division Koudratenko, bestehend aus den sibirischen Regimentern Nummer 25, 26, 27, 28. Dazu noch das 5. sibirische Regiment imb 5000 Mann Feldartillerie. Von di^eu 47 000 Manu sind 10 000 kampfunfähig.
Askold, Grosowoi rc.
Schanghai, 22. Aug. Die Mitglieder des hiefigen KonsularkorpS hatten heute nachmittag eine lange Besprechung über die Angelegenheit der ruffischen Kriegsschiffe ,Askold* und „Grosowoi^. Es wurde beschloffen, die ganze Angelegenheit der Regierung in Peking zu überweisen. Die Reparaturarbeiten am „Askold" sollen m 48 Stunden em- gestellt werden.
London, 22. Aug. Die Kommandanten des Askold imb Grosow weigern sich im Einverständnis mit dem ruffischen General-Konsul in Shaughai dem chinesischen Befehl: desarmieren oder abdarnpien zu folgen und verlangen die Erlaubnis zur Reparatur ihrer Schiffe, die nach japanischer Ansicht Wiederher stellung nicht nur der Seetüchtigkeit sondern der Gefecbtsfähigkeü bezwecken würde. Ein japanisches Torpedoboot fuhr gestern in den Hasen und ankerte in nächster Nähe des Askold. Bei seinem Herannahen telegraphierte der Taotai nach einem chinesischen Kreuzer, erklärte sich aber gleichzeitig dem amerikanischen Konsul gegerü'iber für unfähig zum Schutze der 9teutralitSt.
Die letzte Seeschlacht.
Petersburg, 22. Aug. Der Kamps der Wladiwostok- Frenger mit dem Geschwader Kamimuras, bei dem die J^waircr 170 Geschütze gegen 70 ruffische hatte«, muß nach einer Schilderung der „Nowoje Wremja" als der hartnäckigste und b l u t i g |t e von allen Seeschlachten seit Bestehen derPanzer> flotten überhaupt bezcickmet werden. Auf den Kreuzern ,,Roffija" und „Gromoboi" würben 503 Mann außer Gefecht gesetzt.
P e t e r s b u r g, 22. Aug. Bei der Rückkehr des Wladiwostok- GeschivaderS uach Wladiwostok erwies es sich, daß der Panzer'- kreuzer „Rossija" von 11, der „Gromoboi" von 6 ©cfd5ollcn biaxlv schlagen war. Beide Schiffe hatten über die Hälfte ihrer Ofslziere und 40 Prozent ihrer M ann schaf t verlor e u.
Angehaltene frembe Schiffe.
Dllrban, 22. Aug. Der hier cmgctrdffcnc Dampfer »C o m edian" berichtet, et sei am 21. August auf der Höhe des Jlnffes BaShec von einem ruffischen Kreuzer, einem früheren ausländischen Dampfer, angehalten worden. Dic Ruffen prüften die Papiere, gestatteten aber die Fortsetzung der Fahrt.
S cT) a n a h a t, *22. Aug. Der anrcrikamjche Admiral Stirling erklärte, daß der am erikanischc Torpeb ob o otS- zerstörer ,Ehauncly" Dresche« oon Wujurrg nach


