Nr. 171
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
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Als I November 1504 das Licht der Welt erblickte, wohl cm erster Stelle dazu berufen. Man beabsichtigt hier, das Volksbühnen-
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Gießener ZamilienblStter" werden dem bAnzerqe, otermal wöchentlich beigelegt. Der „Qelßldjc CanötoUr erscheint monatlich einmal.
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sand für diese seine Ansicht in der Kammer allseitige Zu- stimmung.
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trifdVent ift die ganze Stadt, sind die meist breiten Straße» ausgestattet Lauterbach, das über mancherlei Sehenswürdig feite« und zahlreiche Ausflüge nt die reizvolle Umgegend verfügt, ist *xä Erster Lime zu nennen, wenn wir uns umsehen nach Orten deS Vogelsbergcs, die den Uneingeweihten, der mit schlechten Erwartungen an unser heimatliches Gebirge herantritt, gründlich eine» Besseren belehren.
Bad Salzhausen das erst kürzlich ein hübschetz Kurtheater eröffnete und in fernen Einrichtungen so grosten Auf- schwung genommen hat, ist gleichfalls jetzt ein großer Anziehung--' vunkt für Fremde. Das gediegene Hotel Weil und die UOT3figIid)E'‘ Pension Billa Charlotte bieten die denkbar beste Unterkunft.
Samstag 23 Juli 1904
Rotationsdruck und Verlag da Brühl'sch«
UnwerftlätSdruckeret. R. Lange, Gtrtzen»
Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.L.
TeU Nr. 6L Lei eg r.-Adr.; An-eig«
Keer und Dlotte.
Berlin, 22. Juli. Das „Militärwochenblatt" schreibt: Oberst Dürr, Inspektor der Marine-Infanterie, ist aus der Marine auSgeschieden und unter Ernennung zum Flügeladjutanten des GroßherzogS von Baden in der Annee angestellt worden.
Berlin, 22. Juli. Reiter Friedrich Lübke, 2. Feldkompanie, geb. 3. März 1884 in Salchau (Kreis Gardelegen), früher im Dragoner-Regiment Nr. 16, ist am 13. Juli in Otjosondu an Typhus gestorben; desgleichen am 20. Juli Gefreiter Balthasar Bergmeier, 6. Feldkonrpanie, geb. 5. Februar 1881 in Münchsdorf (Niederbayern), früher 2. bayrisches Infanterie-Regiment .Kronprinz".
Iie Wljilippsfeier im Kessenland.
El Marburg, 22.
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Aus Stadt >u:d Land.
Gießen, den 23. Juli 1904.
** Hessischer theologischer Ferienkursus. Eine km Juni in Frankfurt abgehaltene Versammlung von Pfarrern aus dem Großherzogtum Hessen und der Provinz Hessen- Nassau, sowie von Dozenten der Universitäten Gießen uud Marburg hat die Einrichtung eines hessischen theologischen FericnkursuS beschlosien, der alljährlich im Herbst, und zwar abwechselnd in Frankfurt a. M., Wiesbaden, Gießen und Marburg, in Dauer von 2'/, Tagen mit etwa 12—15 Stunden Vorlesungen gehalten werden soll. Die Wahl der Temata und der Dozenten unterliegt ausschließlich dem Beschluß der Dozenten von Gießen und Mar- bürg. Es» wird ein Ausschuß gebildet, der die gesamte äußere! Organisation und Einrichtung deS Kursus zu bestimmen hat. Zur Teilnahme an diesem Ausschuß durch Vertreter sind aufgefordert worden: die Dozenten der Prcdigerseminare zu Friedberg, Herborn und Hofgeismar, sowie die Pfarrvereine von Hessen und Hessen-Nassau. Der erste KurS soll Mitte Oktober d. IS. in Frankfurt a. M. mit folgenden Tematen und Referenten stattfinden: Profesior Dr. AcheliS-Marburg: „Der Dekalog als katechetischeS Lehrstück", Prof. Dr. Drewö- Gießen: „Geschichte des evangelischen PsarrerstandeS", Prof. Dr. Holtzmann- Gießen: „Der GotteLbegriff im Urchristentum".
•• Einweihung der JohanneSkirche zu Zeltweg in Steiermark. Das von dem evang. Kirchengesangverein zum Besten der evang. Gemeinde Juden bürg in Steiermark, speziell des KirchbauS der dazu gehörigen Filialgemeinde Zelt weg, veranstaltete Konzert hat einen Reingewinn von 142,47 Mark (167 Kronen 20 Heller äst-1
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oc» Mann zu beruhigen, doch alles Zureden hals wolwer des Hessenlandes versammeln werden, um dort am 27. Erst als sich in der Nachbarschaft Gruppen bildeten, durch eine allgemeine große Feier das Andenken des Heffen- verliek der Gast fürsten zu ehren. In Haina wird ihm auch im alten Kloster» Hofe ein herrliches Denkmal erstehen, dessen Anfertigung dem I Direktor der Königlichen Zeichenalademie in Hanau, Professor
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^bekanntlich 10 000 Mk. zur Verfügung. Außer dem Vereük für hessische ^schichte und Landesk'.mde werden bannt teilnehmen die Nnivepsität Marburg mit den Vertretern der Studentenschaft, die Mitglieder des Kommunallandtages, der Ober- und der Regierungspräsident, das Konsistorium und die Geistlichkeit, bt£ hessische Ritterschaft, die Landräte, Bürgermeister unb sonstige Behörden, der Vorstand des hessischen Kriegerbundes und die Deputationen der hessischen Kriegerverbände, Schulen usw. Kurr und gut, die Enthüllung des Denkmals dürfte ein echtes Hesse», feit in des W^Me' vall^-'r B^uttma werden.
Wenn man sich jetzt im ganzen Hessenlande eifrig regt, um den 400jährig«»n Geburtstag des bekannten Hessenfürsten, des Landgrafen Vhilipp des Großmütigen zu feiern, so ist seine Geburtsstadt Marburg, in dessen beute noch wohl erhaltenen und trutzig ins Lahntal scheuenden Schlosse der Hessenfürft am 13.
Sreigichter auf den Wogilsverg.
Zhr der Reisezeit erhebt der Städter wohl öfter seinen Blick auf zu den Bergen und Wäldern seiner Heimat, ober, mit Recht ober Unrecht, noch sehnsuchtsvoller zu den ferneren Naturschön- I beiten, deren seltener Namensklang öfter allein schon eine lockendere Anziehungskraft ausübt. Sollen nrir diesmal vorurteilslos I uoch dem Vogelsberg ziehen, soll das Ziel unseres Sommer- I ausfluas seine prachtvoller! Wälder, seine frischgrünen Täler und malerischen Höhen sein? Wird uns wieder der Vergleich mit I unserem anderen Mittelgebirge, dem Odenwald, bestimmen, dessen Name lauter und lockender zu uns spricht, weil alter Götterklang uns daraus entgegentönt und wir den Schritt der poesievolleu Sagen noch dort zu vernehmen glauben? In unserem 93ogcl§> ; berg hat nicht Siegftied, der gewaltige Held, sein Jagdhorn er- I tönen lassen, und der alte Rodensteiner hat hier nickst gehaust. Sttll unb friedlich war der Vogelsberg seit erdenklichen Zeiten die Heimat freundlicher und zufriedener Leute, die nicksts wissen von den hochgespannten Ansprüchen Fremder und sich nicht darum I bekümmern, daß diese ihr Gebirge als arm, öde und ungastlich verschrieen. Ader schon wird es auch damit etwas anders! Hcan I hat schon außerhalb des Landes die Erfahrung gemuckst, daß die Lebensverhältnifse des Vogelsbergs keineswegs so ärmlick^e sind, I als man vielfach glaubte, daß dem Fremden dort eine gute und dabei billige Verpflegung wird und in seinen schattigen Wäldern und seiner würzigen Luft Gesundheit und Lebenskraft wohnen. Freilich, dabei ist auch heute noch der Vogelsberg unberührt von moderner Fremden-Ausbeutung und befrackter Aufdringlichkeit.
I Wenn wir das Verzeichnis der Sommerwohnungen im I I Vogelsberg durchsalzen, das der Vorstand des Vogelsberger Höben«! klubs den Erholungsbedürftigen vorlegt, so finden nrir eine sehr lttoße Zahl von Orten, die zur Einkehr cinlaben. Von Bormuths-1 Hain, Birstein, Büdingen, Crainfeld, — um uns nach dem ABE I zu richten —, wo überall gute Unterkunft angekündigt und em-1 hfohlen wird, kommen wir hinein bis zur schönen Kreisstadt Lauterbach, der schon 812 urkundlich erwähnten ältesten Stadt! der Provinz, n>o des Vogelsbergers Eigentümlichkeit und Kultur I intensiv uns begegnen und 100 ein freundlicher Mittelpunkt seiner Okfelligfeit, feineß Handels und sonstiger Interessen uns entgegentritt. Wie reich ist dieses lieblich im Tale der Lauter gelegene, .ringS von schützenden, .bewaldeten Bergen umgebene Stüdtchen an Handelsniederlassuntzen u. bergt! Wo ist eine
! ähnliche Stadt, die soviel anfzuwersen hat: Leinen-- und Baum wolle-Weberei, große Bierbrauereien und Mälzerei, Wein- und Aepfelwein-Keltereien, Ziegelei, Molkerei, Wnrstsabrikation, Holzschneidereien, Papierfabriken, Blechtlmrenfabrik, Hutsabrikation, Wollspimierei, Seifensietu'reien, Färbereien, Gerbereien, Töpfereien, Zigarrensabrik 2C. ? Bei diesem lebhafter! Handel entbehrt die Stadt nicht deS vollen Reizes eines anheimelnden Luftkurortes, mit allen Vorzügen: reine, gesunde Gebirgsluft, vorzügliches Wasser, schmackhaftes Brot, gute Fleisckmmren, Bier selbsttedend, und vor allein die besten Molkereiprodnkte. Wenn man sich in dem neueingericksteten modernen Hotel Sckstltz eiulogiert, dem Muster eines soliden Restaurants, das über eine Küche verfügt, wie mau sie so leickst in einem Luftkurort nicht wieder antrifst, so wird man zu der Ueberzengung kommen, daß man eine bessere । Sommerfrische sich kaum hätte wählen können. Sogar mit elek-11
* Um einer Zigarette willen erfdjtagen; Der Arbeitersohn Maly in Sernhorst (Posen) war mit dem Sohne des Ackbeiters Globus wegen einer Zigarette ta Streit geraten. Der Vater Globus eilte herzu und schlua den Dialy mit einem Zaunpfahl so auf den Kopf, daß er nach krlrzer Zeit verstarb. Globus wurde verhaftet.
* Schwimmend über den Kanal. Den viertev Versuch, über den Kanal zwischen Dover und Kap GriSnez yit schwirumen, wird der bekanrrte Schwimmer Montague Holbein in drei Wochen machen ^Es ist keine leichte Aufgabe", sagte er, „aber diesmal bin ich sicher, herüber- '.ukommen. Seit vier Monaten trainiere ich mich schon für diese Aufgabe. Vor zwei Jahren erreichte ich fast den Prinee of Wales-Pier in Dover, konnte aber nicht landen, diesmal wird es mir hoffentlich gelingen. Ich toerbej I Kapitän Webbs Beispiel folgen, in der Abendkühle von Dover aufbrechen, um dann in der nächsten Nackt in der Nähe der Leutfeuer von Calais zu landen." (H. C.)
* Das „Duellodro m" Seitdem die Umgestaltung des Marsfeldes in Paris beschlossene <5ad?e ist, werden^ I wie wir in Berliner Blättern lesen, dem Gemeinderat die merkwürdigsten Vorschläge von spekulativen Leuten unter* breitet. Am originellsten ist wohl der Plan eines ManneS, der ein besonderes Etablissement für Duelle begründen will, mit allen Beguemlickkeiten irrtb (Garantien für Sicherheit und Hygiene! Den Kampfplatz sollen (Merren für die Gäste umgeben, und an Räumen zum Verbinden, für Massaae, Bäder usw. wird es nicht fehlen ... mir ba^ (Saf6, das Orchester und der Kinematograph sind noch nicht vor'gesehen, um das ^Duellodrom" zu einer vollkommenem Einrichtung zu machen. Nachdem die Stiergefeckste Fiasko gemacht haben, null dieser fitidige Heri' es also mit oiefer Art von Komödie versuchen: denn etwirs anderes/ sind die Zweikämpfe in Frankreich seit langem nicht.
Volltische Taaesschau. eingebracht, wofür m diesen Tagen von dem dorti-
m ’ gen Kirchbauverein ein herzlicher Dank einaelausen ist Nun
Die Frage der Verlängerung de8 juristischen Studiums soll am 24. Juli diese ;^obanneSfir^^C- g^gdÄ ein- i\m ein Semester beschäftigt augenblicklich die juristischen geweiht werden, und der Kirchenvorstand, sowie unser Lands- Kreise und auch weitere Kreise deS Publikums. Seit ge- mann, Pfarrvikar Göttert, laden herzlich dazu ein. Vielraumer Zeit steht diese Frage auf der Tagesordnung, und leicht, daß in dieser Reisezeit ein Evangelischer aus Gießen es ist ein offenes Geheimnis, daß dieser Wunsch der juristischen oder Umgegend in die Nähe kommt, und sich's einrichtet, die Fakultät unserer LandeSuniversität bei dem hessischen Justiz. Feier mitzumachen, daS wäre eine rechte Freude für unsere Minister Gegenliebe findet. Im Landtage gelangte im vorigen Glaubensgenoffen. Samstag, 23. Juli, abends 7 Uhr wird Jahre die Frage zur Debatte, als der Antrag der Abgg. das Fest mit Glockenfeier und Festgetaute eröffnet werden.
Dr. Schmitt u. Gen, betreffend eine bessere Ausbildung Sonntag, 24. Juli, vormittags 11 Uhr: Vor der Kirche
ber jungen Juristen in kaufmännischen, in- Ansprache und Uebergabe des Schlüffels. In der Kirche: du striellen und landwirtschaftlichen Unternehmungen, Festgottesdienst. Die' Einweihungsrede wird Herr Super- zur Beratung stand. Justizminister Dr. Dittmar erklärte mtendent Lichtenstettiner aus Schladming, die Festpredigt damals, daß die jetzige dreijährige Dauer des juristischen Pfarrer Lic. Waitz aus Darmstadt, 2. Vorsitzender des heff.
Studiums als unzureichend betrachtet werde; im übrigen ent- Hilfsausschusses zur Förderung der evangelischen Kirche in hielt sich der Minister irgend einer Andeutung, aus welcher Oesterreich, halten. 1 Uhr mittags: Essen im Gasthof Rath, zu erkennen war, daß man tatsächlich im Schoße der Re- Abends 8 Uhr im Schwerterbräusaale: Familienabend, f flierung eine Abänderung beabsichtige. Von verschiedenen Aufschrift für Drahtgrüße genügt: Korb, Zeltweg. ... D-
Juristen der Kammer, so von den Abgg. Dr. Gutfleisch w. Bad-Nauheim, 22. Juli. Bis zum 21 Juli Lftoßmütige" von Franz Trester durch gemein-»
und Dr. Schmitt, wurde übereinstimmend der Gedanke sind 16152 Kurgaste angekommen, wovon an ge- j ^e^Vorb^eimn^en^^ sind ^in v^
einer Verlängerung deS juristischen Studiums auf sieben nanntem Tage noch 6113 anwesend waren. 199 646 Bäder I Gange. Außerdem wird am 13 November in der Aula bet Semester als unnötig und unzweckmäßig bekämpft. Dr. Schmitt wurden bis ziim 21. Juli abgegeben. — Unter den an- Universität, die fnn lebensgroßes Porträt ziert, unb bereu groß- flab zu, daß vielfach in den ersten Semestern gerade die gekommenen Fremden befindet sich Abg. Eugen Richter Wandgemälde viel an die Lebensgefchickte des Stifters
Stud!ercnden der JuriSpnidenz die Kollegien schlecht be-! sä. Darmstadt, 21. Juli. Ein peinlicher Vor- Auch'^^V°rrin"fE^DEM
suchen. Er vertrat aber die Ansicht, daß daran auch durch fall, der sich gestern abend im Ausstellungsrestailrant der feinen im vorigen Jahre in Wolfhagen gefaßten Beschluß, die eine Verlängerung der Studienzeit nichts geändert werde. Künstler-Kolonie abspielte, wird in hiesigen Kreisen oiel 70. Generalv-'rsammlung ht Schlüchtern abzuhalten.
Viel größerer Wert sei daraus zu legen, daß der junge Jurist besprochen: Wie allabendlich sand in dem von über 1500 umgefftchen und Marburg als Ort der diesjährigen Zu-
während seiner Akzeßzeit nicht nur berufsmäßig autzgebildet, Personen besuchten hübschen Garten großes Militarkonzert
sondern daß ihm auch durch eine Verwendung in fanf» itatt, in welchem diesmal ailch der bekannte Posaunensolisl Die Jahresversammlung, welche am 25. Juli beginnt soll zn- niännischen und landwirtschaftlichen Betrieben Gelegenheit ge- AlschauSky mitroirfte. Plötzlich erscholl vom Bierbüffet her ein gleich den Charakter einer Gedäcktnisscier für Philipp den Großboten werde, sich für seinen Beruf praktische Kenntniffe an- mächtiges Geschrei, daS die Musik übertönte unM Sö„ti9cn trQ9en, und aus diesem Grunde wird auch an historischer;
toafft CnbQr,®beiit T“ ’T Aufmettsamkcit bet Besucher °°m Konzerte ablenkte. Wie M L
r-Ä n » bel vielen Richtern oft eine bedauer- man hören konnte, war em Herr bei der Begleichung seines „Philipp den Grolmütigen" und hieran anschließend wird in dem
liche Unkenntnis in Fragen des gewerblichen und SouperS mit dem Kellner in eine kleine Differenz geraten, ^*0^19 am Schlösse gelegenen Bückings Garten seitens der Stadt
cicschästlichrn Sehens zutage tritt. Die Reaierunc, die zwar sofort erledigt wurde, den East aber vcranlnsite ^57^. Frühstück gestellt. Vorher jebenfalls werixn tm ^tf‘e den 'Iten A^fsihrungen de- Dr. Schmitt in so rücksichtsloser Wc.se zu schreien, mit dem Stock auf
bei unb stellte in da8 folgende Budget probeweise einen Be- Buffet zu hauen, daß das Konzert vollständig gestört wurde, bezeichnen kann, Professor Bauer unb Landeskonservatot Pro- trag em, der zur Remunerierung junger Verwaltungsbeamten Der Wirt und der Oberkellner waren mit Rücksicht auf die lessor v. Drack kunstgeschichstiche Vorträge und Erllärungen halte», im Sinne der Antragsteller verwendet werden soll. Mittler- hohe gesellschaftliche Stellung welche der Herr hier Am dritten Tage folgen die treuen Hüter hessischer Geschichte unb weile verlautete nichts mehr von einer Absicht des Justiz- einnimmt (er ,st Attache einer bedeutenden Groß.nacht) be-
Ministers, das juristische Studium zeitlich zu verlängern. Erst müht, b- «m ! ^^EPMIung des Philrppsbenkmals in Harna, wo sich bte Be-
jctzt hört man wieder von einer solchen Absicht der obersten nichts. ( ... .......
Justizbehörden und ist die Rede von einem diesbezüglichen die in energischer Weise um Ruhe baten,‘ Erlaß in der nächsten Zukunft, wohl um dem starken Zu- schimpfend den Garten dranq zum juristischen Studium zu stcucrn. Sius dcmsclbcn [] Marburg, 22. Juli. Hier ist wieder eine St -1 ^n,nbe wohl ist der Justlzmimster dagegen, daß der Zugang wegung zu Gunsten des 8 u hr-La denschluss eß im ------- ~ “
zum juristischen Studium auch den Abiturienten der Real- Gange. Vor wenigen Jahren fiel der Antrag bekanntlich mit gymnasien und Oberrealschulen eingeräumt wird, wie es in großer Majorität durch. Diesmal geht die Bewegung von einem anderen Bundesstaat emgesührt wurde. Der Minister Handlungsgehilfen aus und wird von'einer Anzahl Geschästs- berief sich damals zugunsten semeS Standpunktes auf die besitzer unterstützt.
gleichartigen Anschauungen hervorragender RcchtSlehrer und, b. Coblenz, 22. Juli. DaS 2 7. Mittelrheinischc Kreisturnfest findet vom 6. bis 9. August dieses Jahres in Coblenz statt. Der Mittelrheinkreis umfaßt etwa 800 Ver eine mit über 70 000 Turnern.
Saatenstand in Preußen.
Mitte Juni 1904, wenn 1 febr gut, 8 gut, 3 mittel, 4 gering bedeutet : Winterweizen 2,6, Sommerweizen 8,9, Winterspelz 2,2, WinteiTogen 2,6, Sommerrogen 8,2, Sommergerste 2,9, Haler 3,1, Kartoffeln 2,8, Klee 2,5, Luzerne 8,3, Wiesen 3,3, Bewasferungs- wtesen 2,8, andere Wiesen 8,5. Die entfprrcbcnben Ziffern dc-5 Vormonats waren 2,5, 2,8, 2,3, 3,6, 3,2, 8,0, 2,9, 2,8, 3,1, 8,7, 3,0, 2,5, 2,3.
In den Bemerkungen der ^Statist, .jhnrefp." heißt es Nach- ber großen Dürre, nasche in den östlichen Provinzen den Maaten pcrbcrbli<b zu werden drohte, seien im letzten Drittel befl Juni in den in eisten dieser Gegenden teilweise mdn unbedeutende Niederschläge gefolgt. Wenn freilich die Regenfülle in der sckwn vorlterückten Jabreszcit den erlittenen Sck^den nickt kn'itten guhnnefm können, seien die Frücktte dock vor ukiI tct Verkümniermr,i ben>ahrt worden. Am kläglich st en lauteten- die Berichte aus Schlesien, wo in manck'n Gegenden'- monatelang kein nennenswerter Regen bintmf
Zweites Blatt. 154. Ial>r»m»g
Giehener Anzeiger


