Ausgabe 
22.8.1904 Erstes Blatt
 
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Nr. 196

Erstes Blatt.

154. Jahrgang

Montag 22. August 1904

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GlekenerAnreian

SS W. General-Anzeiger "

Rrdattton, ®rpebUio» v den pottl und allgem.

*E~. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen MMZ

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Die fkutifle Kummer »mfaßt 8 Seiten.

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Ausland.

Paris, 20. Aug. DasPetit Journal" weiß M Ve- richten, daß der neugeborene Zarewitsch aI3 erste Sprache die französische erlernen werde.

Sofia, 20. Aug. Um für die für Armeezwecke auf» gewendeten ausserordentlichen Ausgaben Deckungen zn suchen, reist dieser Tage Finanzminister Tejakow nach Paris, wo er wegen einer 100 Millionen-Anleih« mit dem Bank-Syndikat Verhandlungen anbahnen will.

Bukarest, 20. Aug. Der Ministerrat beschloß ein Ausfuhrverbot für Futtermittel.

Petersburg, 21. Aug. Das Zeremoniell bei der. Taufe des Großfürst-Thronfolgers ist nunmehr festgcftellt. Paten süid: Kaiserin Maria Fedorowna, Kaiser Wilhelm, König Eduard, der Großherzog von!! Hessen, der König von Dänemark, Prinzessin Viktoria von Großbritannien, Großfürst Alexei Alexandrowitsch, Großfürst Michael Nikolajewitsch und Großfürstin Alexandra' Josifowna.

Es verlautet, daß der Mörder des'Ministers P l e h w e, der als der Sohn des Kaufmanns Sazonoff aus Ufa festgestellt wurde, vor vier Tagen gestorben ist.

Bekanntmachung.

Betr.: Schweinerotlauf zu Hausen.

Unter dem Schweinebestand des Ludwig Schlund II. zu Hausen ist ein Fall von Rotlaufseuche festgestellt worden.

Gehöftsperre ist verhängt.

Gießen, den 19. August 1904.

Großherzoglnües Kreisamt Gießen.

I. V.: Hechler.

Umstand habe Japan das Recht gegeben, Tschifu zeitweilig als einen in die Kriegszone einbezogenen Hafen zu betrachten. Die Behauptung von der Entwaffnung desReschitelny" sei nicht wahr gewesen, ausserdem hätten die an Bord desReschi- telny" befindlichen Russen den ersten Angriff auf die Japaner gemacht. Dies hätte nach Ansicht der japanischen Regierung das Recht Russlands zu protestieren, .aufgehoben, selbst wenn die Gesetzmässigkeit der Wegnahme strittig sei. Japan führt ferner Beschwerde über die anderweitige Ver­letzung der Neutralität seitens Russlands, toic z. B. die Errichtung einer drahtlosen Telegraphie zwischen Tschifu und Port Arthur und den ver­längerten Aufenthalt desAskold" undGrosoboi" in Shanghai.

Shanghai, 20. Aug. (Reuter.) Der Taotai setzte den russischen Konsul davon in Kenntnis, dass, falls der Aufforderung an die russischen Kriegsschiffe zur Entwaffnung oder zum Verlassen des Hafens nicht sofort entsprochen würde, die chinesischeRegierung die Entwaffnung selb st vor­ne hm en werde. Die Besatzung der Kriegsschiffe werde bis zur Beendigung des Krieges zurückgehalten. Der Taotai schlug den Russen die Erlaubnis zur Ausbesserung der Kessel desAskold" zu geben, ab. Er besteht darauf, dass derAskold", mit zwei betriebsfähigen Maschinen und zwei betriebsfähigen, Kesseln ein- getroffen sei, also auch in demselben Zustande abfahre'n müsse.

Shanghai, 21. Aug. (Reuter.) Japanische Torvedoboots- zerstörer sind heute in Wusung angekommen. Der ameri­kanische Konsul hat die Konsuln der übrigen Mächte erngeladen, morgen vormittag zusammenzukommen, um über die Mittel der lluterstüchrng des Taotai in der Angelegenheit der russischen Schiffe zu beraten. , ,

Shanghai, 21. Ang. Ein japanisches Torpedo­boot passierte heute nachmittag vom Silben kommend in voller Fahrt Wusung, gefolgt von dem amerikanischen Torpedo­bootszerstörerChanncey" und ankerte an dem Dock, .der den russi­schen KreuzerA s k o l d" birgt. Alsbald machte derChanncey" ich zum Kampfe bereit und ankerte zwischen dem Dock und dem japanisck>en Torpedoboote. Ter Taotai ersuchte telegraphisch, dass ein chinesischer Kreuzer und zw'i amerikanische Torpedoboots­zerstörer Befehl erhielten, sich bereit zu halten, um die Neu­tralität Chinas zu schützen.

Der DampferHaiping", der jetzt hier eintraf, meldet, , er habe gestern ein japanisches Geschwader mit abgeblendeten Lich­tern in der Höhe der Insel Gützlaff gesehen. Der russische Kon­sul lehnt es kategorisch ab, den Befehl zu geben, dass derAskold imbGrosoboi" abfahren. Der Taotai teilte dem amerikanischen Konsul mit, dass Ebina die frernden Niederlassungen nicht schützen

Deutsches Deich.

Berlin, 21. Aug. Man meldet aus Wilhelms- höhe: Gestern nachmittag unternahmen der Kaiser, die Kaiserin und die anwesenden Mitglieder der kaiserlichen Familie eine Fahrt nach Wildelmsthal, tuo der Tee eingenommen wurde. Ter Riickweg wurde teils zu Fuß, teils zu Wagen zurückgelegt. Zur Abeudtafel war Prinz Heinrich geladen, der heute mittag über Berlin nach Petersburg abreist. Heute vormittag besuchte das Kaiserpaar den Gottesdienst in der Schloßkapelle. Der Kaiser reiste heute abend um 11 Uhr 20 Min. nach Mainz. Im Gefolge des Kaisers befinden sich: HofmarschaN Graf Zedlitz-Trützschler, die Gcneraladjutanteu v. Plessen und v. Scholl, General k la suite Graf.Hohenau, Flügeladjutant Graf Soden, der Chef des Militärkabinetts Graf Hülsen- Häseler, der Gesandte von Tschlrschff- gendorff, Ober- stallmeister v. Wedel, Leibarzt Dr. Jlberg.

Der Großherzog von Oldenburg wird auf Einladung des Kaisers am 1. September in Berlin eintreffen und im königlichen Schlosse Wohnung nehmen. Am Tage darauf gedenkt der C^oßherzog der großen .Herbstparade über das Gardekorps auf dem Tempelhofer Felde bcrzu- wohnen. Im übrigen wrrd sich der Großherzog auch 'an dem Kaisermanöver betcrligen.

B r a u n s ch w e i g, 20. Aug. DieVaterland. Volksztg.' brachte in ihrer heutigen Nummer die Meldung, die braun- schwügische Staatsregierung habe gegen die Form der Thronbesteigung des Großherzogs Adolf Friedrich von Mecklenburg-Strelitz bei dem Bundesrat Protest eingelegt. Das Amtsblatt schreibt demgegenüber folgendes: Mr sind vom Staatsminister er­mächtigt, zu erklären, daß die Veröffentlichung der Vaterl Volksztg." vom Anfang bis zpim Ende auf Unwahrheit beruht und daß anKunehmen ist, daß die Zeitung einer Mystifikation zum Opfer gefallen ist.

Regensburg, 2l. Aug. AuS Anlaß des Katsto- liken tage s ist die Stadt festlich geschmückt. Unter den hier eingetroffenen Persönlicksteiteu befinden sich Erz» bischof Stein-Mnnchen, ReichStagsprasrdent Eraf Billestrem und mehrere Mitglieder der Kammer der Reichsräte, sowie eine große Anzahl Reichstags- und Landtagsabgeordncter. An dem Festnnge der latlwlischen Arbeitervereine nahmen heute nachinittng etwa 8000 Arbeiter mit sieben Musik- lorps und 300 Fahnen teil. Die Fcstversaimnlnng fand unter dem Dorsit, Scheiblers statt. Es sprachen hierbei der Vorsitzende des rstntraNimiitre» des KacholikntageS, Oh-nf Droste-Bischering, and Meihbischof Frhr. v. Ow. Heute abend fand eine Begrüßungsfeier statt.

könne.

Ein russischer Zug in die Lust gesprengt!

Moskau, 21. Aug. Wie hiesige Blätter melden, wurde bei d?r Station Taischer der sibirischen Eisenbahn von unbekann­ten Tätern ein L a st z u g m it D yn a m i t in bi e L u ft g e- sprengt. Sämtliche Wagen wurden zertrümmert. Vier Per­sonen'des Zugpersonals getötet, alle übrigen schwer ver- etzt. Das Attentat gott eigentlich dem Expresszug, der sich durch einen Zufall verspätete.

Das baltische Geschwader.

Petersburg, 21. Aug. Die Blättermeldung, das zweite Geschwader sei am 16. August nach Ostasien abgegangcn, be- lättgt sich nicht. Das Geschwader ist noch'(!!!) nicht aus­gelaufen. Auch dass ein drittes Geschwader heute auslaufen ollte, ist unrichtig. , Ein .drittes Geschwader gibt cs überhaupt nicht.

Ans Stadt und Land.

Gießen, den 22. August 1904.

- Se. Majestät der Kaiser passierte heute nacht 3 Uhr 48 Min. auf der Reise von Wilhelrnshöhe nach Mainz (Kaiserparade) im eigenen Sonderzuge unsere Stadt.

** Militärtransporte. Zwei Sonderzüge gingen nachts 1.15 und 1.54 Uhr für das Infanterie-Regiment Rr. 116 von hier nach Mainz ab. Das Regiment trifft mit Sonderzügen abends 7.25 bezw. 8.47 Uhr in Gießen wieder ein. DaS 1. Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 168 kam im Sonderzug von Butzbach hier an und fuhr kurz vor 8 Uhr vormittags nach Großen-Buseck.

* Einquartierung. Die 168er von Butzbach und Offenbach rückten heute gegen mittag in unsere Stadt ein. Der Stab des Regiments, sowie das 2. Bataillon, welche in Offenbach in Garnison liegen, kamen von dort gegen 1/212 Uhr hier an und rückten mit Musik in die Stadls während das 1. Bataillon von Butzbach nach hier marschierte. Im ganzen ist unsere Stadt vorerst mit 1200 Mann Einquartierung bedacht.

- Beim Gefechtsschießen, das in der vergangenen Woche in der Gegend um Beuern stattfand, verletzten sich zwei Mann unserer Garnison und mußten in das Lazarett nach Gießen gebracht werden. Man hört jedoch, daß die Leute beide nur leicht verletzt wurden.

-Die Sechziger des Jahres 1904 feierten gestern ihren Geburtstag durch eine sehr wohlgelungene Wagensahrt nach dem Staufenberg. Mit ihren ganzen Familien waren die alten Herren dort oben auf der aussichtsreichen Berges­höhe zu gemütlichem Geplauder und gutem Trinken ver­sammelt und gedachten vergangener Zeiten und der ungewissen Zukunft.

- Streitereien. Gestern nachmittag entstand m einer Wirtschaft an der Bahnhofstraße zwischen ausländischen Arbeitern Streit, der erst sein Ende erreichte, als die Strecken­den an die Luft gesetzt und die Polizei benachrichtigt wurde und einschritt. Heute nacht entstand zwischen zwei Arbeitern in einem Hause in der Nordanlage Streit, wobei der eine mehrere Messerstiche am Arm und einen in die linke Hüfte erhielt. Der Verletzte wurde m die Klinik gebracht. Der Tater ist festgestellt.

-Wegen Hausfriedensbruchs und Körper- Verletzung wurde ein Arbeiter zur Anzeige gebracht, weil er gestern nachmittag unberechtigt in die Wohnung eines hiesigen Bürgers eindrang und dort handgreiflich wurde, in­dem er den Bewohner und dessen Ehefrau schlug.

Diese verd . . . . Automobile! Heute morgen ging in der oberen Licherstraße ein Pferd mit Wagen eines auswärtigen Milchhandlers infolge ScheuwerdenS' vor einem Automobil durch. Das Pferd rannte nu rasender Schnelligkeit durch die Grünbergerstraße und über den Ludwigsplatz bis in die Neuen-Bäue, wo es endlich zum Stehen kam. Glücklicherweise ging nur eine Kanne Milch dem Händler verloren, sonst ist kein Schaden entstanden.

** Frisches Ge muffe ist zurzeit sehr teuer und recht knapp. Auf dem letzten Wochenmarkt waren, was noch nie der Fall war, zahlreiche Landleute gekommen, um für die in dieser Woche bcvoustehende Einquartierung Vorräte an Gemüse zu kaufen. Die Dorfbewohner waren über die hohen Preise, die sie zahlen mußten, gerade iricfii sehr erbaut, erklärten aber, daß sic selbst an Gemüse mar. soviel geerntet haben, wie zum eigenen Bedarf nötig sei

** Klinikbauten. Die Ausschachtungen für' bauten der Augen- und chirurgischen Klinik zwischen Val* Helm- und Klinikstraße sckrd am SamStag beendetnnd nun wird das Schieneirgleis, auf welchem mittels Mppwagen die ansgeschachtete Er'dc als Füllmaterial nach 5cm städti­schen Gelände zwischen Lahn und Güterbahnhof geschafft wurde, eiligst entfenrt werden. Die Fundamente für das zu errichtende gewalttge Gebäude Karree, welches nach F-ertigstellung wissenschaftlichen Zwecken dienen mrrb, fiird ebenfalls teilweise schvn bad) gemauert Man erfahrt, daß die angesangenen Bauten in diesem 3abrc |atr»cit gefördert werden sollen, daß sie unter Dach gebracht, den Muter über im Rohbau ans trocknen können.

nahmen. _

Tschifu, 21. Aug. Wre geruchtwei.se verlautet, haben die Japaner das Fort Nummer 25 vor Port Arthur, eine Meile nördlich Pom Goldenen Hügel, genommen. Eine Dschunke ist von den Miaotao-Jnseln in Tangschau eingetroffen und berichtet, sie habe gestern fünf japanische Kriegsschiffe gesehen, welche auf zwei nach Osten fahrende russische Schiffe Jagd machten.

Tschifu, 20. Aug. (Reuter.) Der DampferRechili" wurde in der vergangenen Nacht sechs Meilen vom Liaott- schan-Vorgebirge von japanischen Toppedoboot-Zerstörern und fünf Torpedobooten eingeholt. Der Kommandant eines Zerstörers begab sich an Bord des Dampfers und unter­hielt sich mit dem japanischen Generalkonsul in Tientsin, Jjuin, der auf demRechili" nach Tschifu fuhr. Der Geschützdonner um Port Arthur war zeitweilig so laut, daß man sich nur mit Mühe verständigen konnte. Der jaget» nische Offizier erklärte, die russischen Stellungen würden äußerst heftig beschossen, um den Angriff vorzubereiten, der heute erfolgen solle- 3jutn sagte in einer Unterredung: ,,Der heuttge Anginff ist ^apam äußerste Anstrengung, welche dttrch die jüngsten Schlachten vorbEtet wurde. Ich glaube bestimmt, ^daß Port Arthur bald in unseren Händen ift."

Tsingtau, 20. Aug. (Reuter.- Der japanischeKrmizer Jajejama" ankerte hier und schiffte den 5 e u t f e it Korvettenkapitän Hoffmann aus, der nach Port Arthur als Marineattachee geschickt wurde und auf Be­fehl des deutschen Kaisers die,en Hafen, an oorb einer Dschunke, verlaffen hat. Die Japaner fanden ihn 30 Meilen vor Port Arthur.

Der KreuzerNowik".

Tokio, 21. Aug. (Amtliche Mitteilung.) Der ^ssische Kreuzer Nowi^, der auf der Fahrt nach Wladiwostok be­griffen war, ist durch einen japanischen Kreuzer bet Korsa­kowa auf der Sachalininsel heute zum Sinken gebracht to°rTo>i^eS.fe(»r.) Die japanischen Kreuzer Tschitose" undTschuschima" griffen gesterit den in Kor- s^kown liegenden russischem KreuzerNowik" an'und zwangen

Schiff auf den Strand >U laufen.

b Petersburg, 21. Aug. Hier verlautet, der Kreuzer ^Nowik' sei durch japanische Geschosse in Brand gesetzt

Die Neschitelny-Affäre.

T 0 k i 0,21. 9(ufl. Die j apanis che Reqierung hat dsm . . '.firnnheuten des Reuterschen Bureaus eine Depesche nutoetcilt,

Wwchw sie ^Haltung m derResckKelni/'.AngelegeulM m.deh nnt^rf^t. Sie erklärt darin Chinas Neutralität ^ün voll ständig. Dieselbe erstreckt sich nur auf Filmte, hic von feiner der kriegführenden Parteien besetzt sind. Iussland könne, sich nicht tru Folgen entziehen, .die durch btc Send a hnn ~ i- ivveu nrrb Kriegsschiffen tu bedtuffinigslveise neutrale Gl

Chinas aesmasfen seien DerResckntelnh" habe dre Neu tralität verletzt, inbciit er Tschifu als ZusluchtSott benutzte. Dieser

aus der Wiesecker Kirmes. Bet kam e? gestern zu einem fkmen B«>

Amtliche Nuchrickten über Pichskuchen.

Bei einem Schwein des Christian Waqner zu Runz- Hausen (Kreis Biedenkopf) ist die Notlaufseuche (Backstein­blattern) festgestellt worden. Es ist Gehöstsperre angeordnet.

Bei einem Schwein des Heinrich Herrmann zu Friebertshausen (Kreis Biedenkopf) ist die Rotlaufseuche '(Backsteinblattern) festgestellt worden. Es ist Gehöftssperre angeorbnet ____________

Aer Krieg zwischen Japan und Ziußland.

Die Kampfe nm Port Arthur.

Petersburg, 21. Aug. Einer DepefcKe des Gene­rals Stössel aus Port Arthur vom 16. August zu­folge griffen die Japaner zwei Tage lang die Berge bei der Luisenbucht an. Alle Angriffe wurden zu­rück geschla g en. Der dorttge hohe Berg und der Divi­sionsberg befinden sich in den Händen der Russen. Die Verluste d es Fein d es sind sehr gro ß. AmMorgen des 16. August erschien bei den russischen Vorposten ein japanischer Parlamentär, Major J-amaoki, mit einem Schrei­ben, das von General Nogi und Admiral Togo unterzeichnet war und die Aufforderung enthielt, die Festung zu über­geben. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Die Truppen be­finden sich in ausgezeichnetem Zustande urrd kämpften heldenmüttg.

Petersburg, 21. Aug. Die Rufs. Telegr.-Agentur meldet aus Tschifu: Nach Mitteilungen aus chinesischer Quelle haben die Japaner am 19. August abends und am 20. August morgens einen Sturmangriff auf Port Arthur gemacht. Sie wurden unter Verlusten zu­rück g e s chl a g e n, die diejenigen des 17. und 18. August übersttegen. Es heißt, daß an diesem Sturme Teile der japanischer! Garde teilnahmen. Gleichzeitig beschossen die japanischen Schiffe ohne Ergebnis Port Arthur. Weder an den Forts noch> an der Stabt wurde Schaden an gerichtet. Es ist festgestellt, daß in den letzten Tagen die Japaner ihre ganze Aufmerksamkeit auf Port Arthur konzentrierten und ber Liaujang nichts unter-