Ausgabe 
21.4.1904 Zweites Blatt
 
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fte aufzuhalten. So tvirb derKöln. Ztg." cni5 Christiama geschrieben: Schon längst wird in Norwegen lebhaft Klage über die langen Stortingstagungen geführt. Es lagen dem Storting verschiedene Anträge vor, nach denen be­stimmt begrenzte Diäten von 25002800 Kr. jähr­lich gezahlt werden sollten, statt der jetzigen Diäten von täglich 12 Kr. Indessen keiner der Vorschläge ging durch, denn da es sich hierbei um eine Verfassungsänderung handelt, ist für die Annahme eine Zweidrittelmehrheit er­forderlich, aber die radikale Partei ist stark genug, das Zustandekommen einer solchen Mehrbeit zu verhindern, wenn sie will. Bei der Erörterung führte ein Mitglied der Gemäßigten, Arctander, an, daß in diesem Jahre jeder Gemäßigte durchschnittlich zwanzigmal, jeder Konservative dreißigmal, jeder Radikale vierzigmal und jeder Sozial­demokrat sechzigmal gesprochen hatte. Dies ver­anlaßte den Sozialdemokraten Pastor Ericksen, in der Mittagspause die Stortingsreden im steno­graphischen Bericht mit dem Metermaß nachzumessen. Unter der größten Heiterkeit des Hauses teillte er das Ergebnis der Arbeit mit. Eine große Partei, erklärte er, könne natürlich nicht verhältnismäßig ebensoviel reden, wie eine kleine Partei von nur fünf Mann außerdem komme es nicht bloß darauf an, wie oft jemand spreche, sondern wie lange jedesmal gesprochen werde. So habe er, Ericksen, von Beginn der Tagung im Oktober bis 17. De­zember weiter wäre er bei der Messung nicht gekommen wiederholt nur ein, zwei oder drei Zentimeter geredet, während eine der Reden Arctanders 4 Meter 89 Ctm. lang wäre. Im ganzen hätte er selbst, Ericksen, 8 Meter und 8 Ctm., Arctander dagegen 28 Meter und 96 Ctm. ge­redet. Habe Arctander seit dem 17. Dezember im selben ^Verhältnis weiter gesprochen, so hätten seine Reden jetzt eine Länge von 91 Meter.

Farlamerrlarisches aus Kessen.

R. B. Darmstadt, 20. April. Der Sonderausschuß für die Wahlrechtsvorlage, der gestern seine Beratungen fortsetzen wollte, hat dieselben abermals um acht Tage ver­schieben müßen, da der Referent des Ausschußes, Abg. v. Bren­tano, erkrankt ist. Der Finanzausschuß wird in den nächsten Tagen wieder zusammentreten, um eine Reihe kleinerer Vorlagen für das Plenum vorzubereiten. Ent­gegen der Meldung eines Mainzer Blattes, daß die Kammer in etwa 14 Tagen ihre diesjährigen Beratungen fortsetzen werde, verlautet, daß der Wiederzusanunentritt derselben frühestens um die Mitte Mai erfolgen dürfte, da vorläufig noch zu wenig spruchreifes Material für die Plenarsitzungen oorliege.

Aus Stadt und Sand.

Gießen, den 21. April 1904.

** Rittershaus-Konzert. Für den am Montag den 25. April abends 81/4 Uhr im Saale des Cafö Leib stattfindenden Wagner-Balladen und Lieder-Abend des Kgl. Hofopernsängers Alfred Rittershaus gibt 'sich in unseren musikalischen Kreisen das lebhafteste Interesse kund. Da der Besuch voraussichtlich sehr rege sein wird, so können wir nur raten, sich rechtzeitig Karten in der Musikalien­handlung von Ernst Challier zu bestellen. Das ebenso reich­haltige als interessante Programm haben wir bereits ver­öffentlicht. Es bietet Herrn Rittershaus Gelegenheit, als glänzender Interpret von Bruchstiicken aus Wagner'schen Tondramen und Arten aus italienischen und französischen Opern, sowie als temperamentvoller und feinsinniger Balla­den- und Lieder-Sänger seine Kunst zu zeigen.

vierten Schulstelle.

* Die Robert Blum-Linde. Die Notiz in dem Morgenblatte unserer Nr. 88 hat ein paar ältere Herren auf die Beine gebracht und ihnen die Feder in die Hand gelegt. Sie haben ja einst als Buben an der BlumSlinde gespielt und ihren Standort nicht vergeßen. Südlich der Licherstraße (rechts von der Stadt aus) stehen auf dem Lutherberge Schiller- und Luther-Eiche in Anlagen. Diese Anlagen finden bekanntlich eine Fortsetzung nördlich (links) der Licherstraße bis zur Grünbergerstraße. In mitten dieser Anlage steht noch heute, umgeben von Resten einer Hainbuchenhecke und alten ver­wilderten Rosenstöcken die BlumSlinde. Ein alter Gießener erzählt unS folgendes von der Pflanzung der Linde, die sich zu einer Trauerfeier für den Erschoßenen gestaltete:An einem Herbstabend im Jahre 1848 (Blum wurde im November 1848 in Wien erschossen) bewegte sich so erzählt uns ein Herr G. nach Anbruch der Dunkel­heit ein feierlicher Zug, von Oswalds-Garten kommend, durch die Straßen der Stadt; auf einem schwarz drapierten, flachen Wagen, der von 4 Pferden gezogen wurde, stand ein kahles Bäumchen im Wurzelballen und davor war ein transperentes Brustbild Blmn's, mit Eichenlaub umrahmt, angebracht; Turner in ihrer Hellen Leinenkleidung mit schwarz - rot - goldenen Schärpen führten die Pferde und ein Geleit von Fackelträgern umgab den Wagen, dem eine große, erregte Volksmenge folgte. So ging es hinaus nach der Anhöhe, auf der sich jetzt die neue Kaserne erhebt und an der, der Stadt zugelegenen Seite, hinter ' dem Lärchen- (nicht Lädchenwäldchen, wie ein Druckfehler in Nr. 88 sagte) etwa in der Mitte zwischen der Grünberger- und Licher- Chaussee, wurde der Baum eingepflanzt. Das reaktionäre Attentat, das Buchner erwähnt, wurde von den ruhig Denkenden auch damals nicht ernst genommen. Die Anlagen, die den Baum umgaben, waren lange Jahre gut ge­halten und bildeten einen schönen, sehr beliebten Spazier­gang. Ganz in der Nähe der Linde waren einige Ruhebänke und ein schwerer Steintisch aufgestellt, und von hier auS hatte man einen herrlichen Blick auf die damals noch fern liegende Stadt und die Burgen. (Der alte steinerne Tisch ist heute noch vorhanden, und der hübsche Blick auf die Stadt und die fernen Berge ist auch heute noch nicht durch Bauten beeinträchtigt worden. D. Red.) Erst mit Erbauung der neuen Kaserne und der zahlreichen Wirtshäuser in der Nähe verlor der Platz seine idyllische Ruhe und wurde weniger aufgesucht, und damit ist wohl auch die BlumSlinde in unverdiente Vergessenheit geraten. Wer aber im Andenken an die alten Freiheitskämpfe den Weg dahin machen will, der wird die Linde noch finden. Sollten die Zeilen dazu beitragen, ein Denkmal aus dem 48 er Jahr vor Vergessenheit und Zerstörung zu bewahren, so hätten sie ihren Zweck erfüllt!" Herr Emil Pistor, jetzt in Marburg lebend, erinnert daran, daß bei der Pflanzung der Linde dem Festredner ein kleines Malbeur passierte. Der

Redner Hane Deutsche Manner, deutfche Frauen unv veuyche Eichen im Laufe seiner Ansprache öfter erwähnt, und in ge­steigerter Stimmung leitete er den Schluß seiner Rede etwa folgendermaßen ein:Und so pflanzen wir dich, Bäumlein, zur Erinnerung an den heutigen Tag und den Freiheitsheldcn. Wachse, grüne und gedeihe, und zu ewigem Gedächtnis sollst du, deutsche Eiche, fortan Blumslinde heißen."

)( Rodheim a. d. D., 16. April. Der Männer- Turnverein feiert am 26. Juli sein Fahnenweihfest. Ter erst vor einigen Jahren gegründete Verein zählt be­reits 98 Mitglieder.

eh. W etzlar, 19. April. Durch den Ausbau des hiesigen Lehrerseminar? zu einer vollständigen Lehranstalt haben wir hier nun auch eine Seminar-Ucbungsschule erhalten. Derartige Seminarschulen finden wir bei allen preußischen Lehrerseminaren. Es wird darin der Unterricht in allen Klassen ausschließlich von den Zöglingen der ersten Seminarklasse erteilt. Auch die Schüler deS zweiten Kursus machen darin unter Leitung der Seminarlehrer ihre ersten Unterrichtsversuche. Zum Leiter der Schule am Königl. Seminar wurde Seminarlehrer Theiß als Ordinarius be­rufen. Sie wird am Donnerstag eröffnet.

)( Angersbach, 16. April. Mit dem Beginn des Schuljahrs ist unser neues Schulh aus eingeweiht wor­den. Der Neubau enthält zwei Schulsäle und zwei Lehrer­wohnungen. Gleichzeitig erfolgte die Errichtung einer

Worms, 20. April. In der gestrigen Stadtverord­netensitzung berichtete Oberbgm. Köhler über die Erbau- una einer höheren Mädchenschule auf einem der Stadt gehörigen Grundstück am Wasserturm. Folgendes Dauprogramm ist zu Grunde gelegt: 15 Klassenzimmer für den gewöhnlichen Unterricht, 1 Kombinationsfaal für 80 bis 88 Kinder, 1 Lehrraum für Physik und Chemie, für den Zeichenunterricht: 1 Saal für 48 bis 54 Kinder, 1 Mo­dellraum, für den Gesangunterricht: 1 Musiksaal für 100 Kinder, für Lehrmittel: 1 Raum für Lehrmittel und Karten, 1 Raum für die naturw. Sammlung, 1 Raum für die Bibliothek; 1 Amtszimmer für den Direktor, zugleich Kon­ferenzzimmer, 1 Vorzimmer, 1 Lehrerzimmer, 1 Lehrerinnen­zimmer, getrennte Aborte für Lehrer und Lehrerinnen, 1 Raum für dien Schuldiener neben dem Haupteingang; 1 Wartezimmer für unbeschäftigte Kinder, zugleich Früh­stückszimmer, 1 Milchküche daneben, 1 Maschraum, 30 Ab­orte. (Tie Möglichkeit der Erweiterung des Schulgebäudes muß gewahrt bleiben.) 1 Saal für Turnen und Festlich­keiten, 1 Geräteraum, 1 Empore; 1 Heizraum im Keller, 1 bis 2 Kohlenräume, 1 Holzraum; 1 Wohnung für den Direktor, bestehend aus 6 bis 7 Zimmern mit Küche usw., 1 Wohnung für den Schuldiener, bestehend aus 3 Zimmern, Küche usw. Die Schule ist zehnklassig. Ein Kombinations­saal ist notwendig, um beim Fehlen von Lehrern oder Lehrerinnen Klassen vorübergehend vereinigen zu können. Um einen besonderen Festfaal zu sparen, ist die Turnhalle derart einzurichten, daß sie zur Abhaltung von Festen mitverwendet werden kann. Um hinreichenden Platz für Zuschauer bezw. Teilnehmer an den Festakten zu gewinnen, erscheint daher die Anordnung einer Enrpore zweckmäßig. Die gesamte, für die Schule in Anspruch genommene Fläche beläuft sich auf ca. 6386 Quadratmeter. Die Kosten der für die Schule in Anspruch genommenen Fläche berechnen sich auf rund 51000 Mark. Der Kostenanschlag für das Schulgebäude mit Turnhalle und Abortanlage schließt mit einer Summe von 430 000 Mark ab. Die äußere und innere Ausstattung des Gebäudes ist weder zu einfach, noch zu reich gehalten, vielmehr ist bei dem gesamten Projekt der richtige Mittelweg eingehalten. Die vorgeleg-ten Pläne für die Schule wurden genehmigt.

Worms, 20. April. Kürzlich war in einer Sitzung der Stadtverordneten von Mitgliedern der hiesigen Theater­kommission heftig gegen einen Teil derhiesigenPresse polemisiert worden wegen der scharfen Kritiken, die sich öfter an das Darmstädter Künstlerpersonal richteten. Jetzt wird die eigentliche Veranlassung bekannt zu jenen eigentümlichen Publikationen in der Stadtverord­netenversammlung. Mir lesen nämlich in derWorms. Ztg.": Nach der 20. Vorstellung hatte die Direktion des Darm­städter Hoftheaters hierher angezeigt, daß sie bis auf Weiteres die Aufführung im städt. Spiel- und Festhause e i n st e l l e n werde. Einigen Mitgliedern des Verwaltungs­rates ist es damals gelungen, diesen Entschluß rückgängig zu machen. Da im Publikum verbreitet wurde, es wäre nur fingiert und nicht wahr, daß das Darmstädter Ensemble hier nicht mehr spielen wolle, teilen wir das Schreiben mit, welches Oberbürgermeister Köhler am Schlüsse der gestrigen öffentlichen Sitzung zur Kenntnis der Stadtverordnetenversammlung brachte. Es lautet:

Darmstadt, 22. März 1904.

Die Direktion des Großh. Hess. Hoftheaters und der Hofmusik an die

Großh. Bürgermeisterei Worms.

In Beantwortung der geschätzten Zuschrift vom 17. d. Mts. beehren wir uns, Ihnen das Nachstehende sehr er* gebenst mitzuteilen: Unser artistischer Sekretär Knispel hatte den Auftrag, Ihre telephonische Anfrage wörtlich, wie folgt, zu beantworten:

Die scharfen Angriffe der dortigen Presse diskredi­tieren die Mitglieder und indirekt das Institut aufS schwerste. Es trete daher für den Generaldirektor die Pflicht ein, seine Mitglieder wie das Institut dagegen zu schützen. Da wir überdies schon eine Vorstellung mehr gegeben haben, als uns die kontraktliche Verpflichtung auserlegt, lasse d'er Herr Generaldirektor den Herrn Ober­bürgermeister höflichst bitten, von weiteren Darstellungen unseres Ensembles vorerst abzusehen."

Die Ursachen, welche zu dem fraglichen Entschluß schließ­lich drängen mußten, sind weder neu noch unbekannt. In weiten Kreisen der Wormser Bevölkerung ist es schon ge­raume Zeit aus der Erinnerung gekommen, oder außer Kenntnis geblieben, daß die durch besonderes Wohlwollen an Allerhöchster Stelle hervorgerufenen Gastspielaufführ­ungen nur in einem gewissen Rahmen und nur mit Beschränkungen zu ermöglichen sind. Voraussetzung blieb namentlich jederzeit, daß unter keinen Umständen die hiesi­gen Interessen irgendwie Schaden erleiden durften. An Stelle der anfänglichen Würdigung diefer Verhältnisse und ber früheren Zufriedenheit sind allmählich vielfach un­erfüllbare Wünsche getreten, die sich mitunter nahezu bis zu angeblich berechtigten Forderungen steigerten. ES möge dahingestellt bleiben. cf' dieser Richtung durch rechtzeitiges ausreichendes Entgege- wirken und eine Belehrung ber Wormser Bevölkerung ein Ziel hätte gesetzt werben können. Das Ergebnis dieser irrigen Voraussetzungen und An­sichten spiegelte sich in den Wormser Tagesblättern wieder, welche eine immer fi' c Tonart anschlugen.

Wenn auch die mas,losen und ungerechtfertigten An­griffe eines Teiles der dortigen Zeitungen nicht vermögen.

vas iwer cm Zaynnmverr nne womocqrunrn" sehen des Darmstädter Hoftheaters zu schäbiaei?^H dieses anders mit den Mitgliedern. Die Wormsers ° 1 lassen es sich nicht genügen, die Mitglieder erhörter Weise herunterzureißen, sondern fie hcrfir-u n Artikel auch in anderen deutschen Zeitungen und /'? braut di- offene Micht, unsere Mitglieder Existenz und ferneren Laufbahn zu schädigen ' aber für uns bte ernste Pflicht, diesem Dreien' tatenlos zuzusehen, sondern unsere Mitglieder 1 Da sowohl Sie, wie ber Verwaltungsrat naturacm^ '' staube sinb, biesen Verhältnissen ein Ende zu bercüen wir zu dem einfachen, für uns allein in Zraae FnJ* den Mittel gegriffen: Durch vorläufige Veendimn Vorstellungen bte Angelegenheit gegenstandslos w X und damit weiteren Schaden zu verhüten <Ne allein gab den Anlaß zu unserer obigen telephoniscten'' wort Es liegt uns jedoch gänzlich ferne, Ihnw - gleichzeitig unter diesen Verhältnissen leidenden' ungsrat irgendwelche Verlegenheiten oder ^dnpxriVr bereiten zu wollen und ein Unternehmen jäh r , das nitn eine stattliche Reihe von Jahren mit (U 1 zu allseitigem Nutzen bestanden hat. Hierzu melier s keineswegs Pie Hand bieten, und werden bemiihl sein - die gegenwärtige Spielperiode in ber üblichen zuschließen, (gez.): Werner.

Frankfurt, 20. April. Zur Förderung W 0 h n u n g s r e f 0 r m und zur Vereinigung und tut ammenfassuna der für sie tätigen, immer mäclii^ ) chwellenden Kräfte findet vom 16. bis 19. CftcH t >er 1. Allgemeine Deutsche Wohnungskona- tatt. Gegenstände von großer Wichtigkeit stehcn ai ' Tagesordnung. Die entscheidenden Fragen, ivcltte änderungen nie Wohnung-Verhältnisse bei uns etwa - dem Jahre 1870 erfahren haben und ob eine Wendung - Besseren festzustellen ist ober nicht; ferner bei b:?k Erfolg ber Reformmaßregeln unb ber Einfluß ber imi wirtschaftlichen Flutwellen auf die Wohnungsverbair i werden durch einen eingehenden Generalbericht belcu > werden. Es folgt eine Erörterung über die Anis. . von Reich, Staat und anderen öffemiil- lichen Körperschaften in der Wohnung)!- i wobei auch die Frage einer Reichswohnungsa!! g eb un g zur Behandlung kommen wird. Äe' tädni* Aufgabe einer gründlichen Umwandlung in der VesLc-' ung der für die Bautätigkeit nötigenden- insbesondere der zweiten und späteren hnpoibd.7 wird das Thema des zweiten Berhandlungstages bil Zum Schluß findet eine große öffentliche' über das ThemaWohnungsfrage und S3olf5tnoM" c gegliedert in die Unterabteilungen:Wohnungs-^: t Volkskrankheiten" undWohnungsfrage und 5 mili e". Daß sich im Anschlüsse an den Kongreß reithl. Gelegenheit zu interessanten Besichtigungen (z. d ber: > fangreimen gemeinnützigen Bauunternehmungen in surt) und Ausflügen bieten wird, sei nur nebenbei erwhr: Dadurch, daß die eigentlichen Kongreßverhandlui gen c nur zwei Tage zusammengedrängt sind, wird b. an Zeit knapper Bemessenen die Teilnahme mb.;.1!: .. Erster Vorsitzender des Vorstandes ist ber Prim.('ein v. Schönaich-Carolath, Mitglieder des Organisaturns & - schusses sind vH. a. Oberbürgermeister Tr. Staatsminister a. D. Frhr. v. Berlepsch, Mor 2r - Bodelschwingh, Prof. Dr. Lujo Brentana-Mun" ? maschke, Reg -Rat Dr. Dietz-Darmstadt, fludjbruifem&ewir Englert-Offenbach, Bürgermeister Dr. frtnan b.:. ~ Prof. Dr. Harnack-Berlin, Fabrikant LanOe.

Dr. Friedrich Naumann, Rechtsanwalt 2r. Dfann io stadt, Prof. Dr. Sombart-Breslau, Pros. Tt ? Darmstadt, Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Wolf Lag. . Ed. Bernstein-Berlin, Prof. Dr. Htntze-Müm'in. e / ' Berlin.

vermischte».

Torgau, 20. April. Infolge des Genu"':- gisteter Bohnen starb der Lehrer Schirmer m benachbarten Neiden. Es handelt sich »m ' ' Bohnen, vor deren Genuß die Wirtschafterin, da j schlechten Geruch verbreiteten, eindringlich warnte. -- Schirmer davon. Er verspürte alsbald schmeu verschied, ohne daß eS dem rasch herbeigerufenen -lru : langen wäre, ihn durch Gegenmittel zu retten.

' Brüssel, 20. April. In JeetS 61 ....

Anzahl Personen an Wurstgift erkrantl- Personen schweben in Lebensgefahr.

Havre, 20. April. Ein auS Neukaledonic' ' kehrender Dreimaster überfuhr die BarkeReine - ein Matrose ist ertrunken.

* New-York, 20. April. Ein verheerend^- wütete gestern Abend in Toronto (Kanada) in " .

Wellington, und Porkstraße. DaS Feuer breitete m Morgen um 2 Uhr noch weiter auS. Der <*!- bisher auf 6 Millionen Dollars geschäht.

*DeutscheSSchwarzbrotamev 8 B

nigSh 0 s. AuS London, 16. April, J71? ur

Eine englische Zeitung erinnert daran, dqb oe . die Königin schon seit langen Jahren regelrm b, Schwarzbrot essen. Gegen daS Roggenbrot n . arj hier in den letzten Monaten ein außerorbe. -r. Kampf geführt worden, und insbesondere b * * .... 1 Händler dasselbe immer alS Beweis bofui a *J"n. sucht, daß eS den Leuten bet einem

schlechter gehe, als in Ländern, wo das ij; ) -r.:

noch gelte, denn in England könnten bte i. n.11It stenS noch daS gute Weißbrot essen, w rr ^... Deutschland nurdieses entsetzliche swwar, ( komme. Der König unb bie Königin Hao 1 hi biefe Angriffe nicht beirren lassen, und ' bas Schutzzollsystem mit allen feinen furcht .

zen eingeführt werden sollte, bann wuro^ ' ,.^iinrn t

ung der britische Untertan immer itofö '^ .,q n t.-f zu essen brauchen als sein König und fern * nnrb r lich essen. DaS beutsche Schwarzbrot -

einem deutschen Bäcker Na men S 3^1 c backen, und dieses Brot wird alle mcnn fr

bin geschickt, wo der Ho, sicb 0cr^c '°mjrh tv^renb J Haupt tn England ist. 6«hr . ^oditrü^;rJ; Wockie noch auf telegraphischem Weg . man. Diin gegeben, benu in ber kömgltchen Luch ^.5 m König unglücklich ist, menn er fern

bekommen kann. Die Köntgin dageg n uiuh so deutsche Brot auch, aber S t(t tfy finbct bi - sie nur gelegentlich davon. Nebng- - ,

Schwarzbrot neuerdings auch unter m.t Le Gn ' Anklang, und die deutschen Düä.r bemerken