Ausgabe 
20.12.1904 Zweites Blatt
 
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Lerbach.

Nr. 299

Zweites Blatt

154. Jahrgang

Erfcheinl MgNch mti Ausnahme bei Sonntags.

DieGießener §amtlienbiätter" werden dem ,91nAetgeT viermal wöchentlich beigelegt. Der «^rtstlchß Landwirt*' erfchetni monaUtch einmal.

Dienstag 20. Dezember 1904

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fch«, IV Unwerfttätsdruckerei. Lange. Gletzm.

L Redaktwn, Expedition u. Druckerei bchulstr.1.

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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen.

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Per Krieg.

Die Belagerung Port Arthurs in japanischer Darstellung.

Tokio 19. Dez. (Amtlich.) Von der Armee vor Port Arthur trird gemeldet: Ams 18. Dez. nachmittags um 2 Uhr 15 Min. führte eine Abteilung in der Brustwehr des Nordforts von Tunkikwamschan -eine große Explosion herbei und machte einen Sturmangriff, dem ein heftiges G e fe ch t mit Granaten folgte. Der Feind leistete hartnäckigen Widerstand. Um 7 Uhr abends rückte General Samejima aus die Eontreesearpe vor, machte einen großen Sturmangriff und naChm das oben g ei nannte Fort um 11 Uhr 50 Min. nachts. Wir errichteten sofort Verteidigungsmerke und am Morgen des 19. war unser Besitz sicher gemacht. Wir eroberten fünf Feldgeschütze zwei Maschinenkanonen und eine große Menge Munition. Innerhalb des Forts wurden ungefähr 40 Leichen der Russen gefunden. Unsere Verluste sind noch nickt sicher festgesteUt. werden aber nickt für schwer gehalten.

Tokio, 19. Dez. (Amtlich.) Admiral Togo berichtet, daß bei dem Angriffe auf die russischen Schiffe auf der äußeren Reede von Port Arthur in der Nacht vom 14 Dezember außer einem japanischen Torpedoboot, das kampfunfähig zu- rückgelassen wurde, ein zweites Torpedoboot zeitweise außer Aktion gesetzt, aber in Sicherheit gebracht wurde. Die U eberlebenden von dem ersteren Torpedoboot wurden gerettet. Der Rest der Schiffe erlitt keinen ernstlichen Schaden. Im ganzen wurden beim Angriff 10 Mann getötet und 14 Mann verwundet. Da der Ankerplatz derSewastopol" dicht am Strande ist, hält es schwer, sich über die Beschädigungen zu vergewissern, aber genau wurde beobachtet, daß mehrere Torpedos sie trafen und explodierten. In der Nacht vom 15. Dezember erneuerte die Torvedobootflottille den Angriff auf dieSewastopol". Ter Otwasckinv" und einigen Torpedobootszerstörern gelang es, dicht an die feindlichen Schiffe heranzukommen und nacheinander mehrere Torpedos abzuschießen. Mehrere von diesen trafen, wie man bemerkte, und explodierten. Trotz des heftigen Feuers des Feindes kehrten alle japanischen Fahrzeuge wohlbehalten zurück. Wir hatten zusammen drei Tote und drei Verwundete. Tie japanische Beobachtungsstation berichtet, daß ein russischer Torpedo - bootszerstörer mit gebrochenen Masten auf Grund ge­setzt sei

Tokio, 19. Dez. Ein hier eingegangener Bericht des Ad­mirals Togo über die Torpedoangriffe auf das rnss. LinienschiffSewastopol" meldet u. a.: Als am 15. Tezember um 4 Uhr morgens die Flottille Otakis einen heftigen Angriff gegen dieSewastopol" ausführte, wurde ein T o r p e do- boot, als es sich zurückzog, mehrmals von feindlichen Ge­schossen getroffen. Ter Kommandant Leutnant Na- k a h o r i und 5 Mann wurden getötet. Das Boot konnte sich nicht mehr frei bewegen. Leutnant Nakaharas Boot eilte zur Hilfe und ließ trotz des heftigen Feuers nicht von dem Rettungs­versuche ab. Als er aber das kampfunfähige Boot im Schlepp­tau hatte, brach die Brasse, von feindlichen Granaten getroffen. Mehrere Granaten trafen auch Nakaharas Boot, das das sinkende Sckfwesterschiff verlassen mußte. Nakahara dampfte zurück, nacfc dem er die Mannschaft des zurückgelafsenen Bootes ausgenommen hatte. Zwei andere Torpedoboot wurden ebenfalls getroffen und hatten mehrereToteund Verwundete.

London, 19. Dez. Tie japanische Gesandtschaft veröfsent- Ucht eine Depesche aus Tokio vorn 19. Tezember. Danach berichtet Admiral Togo von gestern über den gegenwärtigen Zustand der im inneren Hafen von Port Arthur gefunkenen Schiffe. Ter Bericht enthält im toesentlickien dasselbe, was schon vorher gemeldet wurde und besttätigt, daß die Schiffe nicht mehr gefechtsfähig sind. Was dieSewastopol" anbe­trifft, ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß sie n ich t mehr seefähig ist, obgleich ein direkter Beweis dafür nicht zii erlangen ist. Es sind zum mindesten nych fechk Torpedo­bootszerstörer übrig.

Ein Briefwechsel zwischen Belagerten nnb Belagerern hat, wie uns bereits gestern mittag ein Telegramm meldete, das leider durch ein technisches Versehen gestern nicht zum Ab­druck kam, wegen des Schutzes der Hospitäler in Port Arthur vor den Wirkungen des Bombardements stattgefunden. Ter Brief des Festungskommandanten des Generals Stössel an den Kom­mandeur der Belagerungstruppen General Nogi lautet tote folgt:

Ich habe die Ehre, Sie zu benachrichtigen, daß Ihre Ar­tillerie unsere durch die Flagge des Roten Kreuzes leicht er­kennbaren Hospitäler bombardiert. Von den Stellungen Ihrer Artillerie aus sind diese Flaggen sichtbar. Ich bitte Sie, die Beschießung zu untersagen. Dieser schritt ist mtr eingegeben durch die Hochachtung vor unseren tapferen Helden, die, nachdem sie ruhmreich gegen Ihre Soldaten gekämpft haben, jetzt verwundet in den Hospitälern des Roten Kreuzes liegen. Auch einige verwundete Japaner befinden sich unter diesen Helden Ich versichere Sie meiner tiefen Hochachtung.

Diesem Brief war ein zweiter Brief folgenden Inhalts frei» Gegeben. beauftrage ich den Jägermeister des Kaisers

und Oberleiter der Hospitäler des Roten Kreuzes, Baraschow mit Euer Exzellenz Unterhandlungen zu führen, um unsere Hospitäler während des Bombardements außerhalb der gefährde­ten Zone zu bringen. Es ist überflü sig zu sagen, daß ich Ihnen das, Recht zuerkenne, die Erfolge ^hrer Operationen Genera? Nogi ließ seine Antwort an der verabredeten Stelle überreichen. Dieselbe hat folgenden Wortlaut:

Ich beehre mich zu versickern, daß die japanische Armee, welckie die Menschlichkeit i.nd die Verträge achtet, seitBeginn der Belagerung niemals absichtlich gegen Gebäude und Schiffe mit der Flagge des Roten Kreuzes gefeuert Hatz Ter größte Teil der Festung ist von den L-tellungen der Artillerie nicht sichtbar, und tote Sie wissen, erreichen nicht alle Osrsckosse das gewollte Ziel, umsomehr als infolge des Ian gen Zapfe- ren Wider st arides die Abweichung der Gefchutze immer mehr zunimmt. Mit großem Bedauern, nickt hindern zu können, daß unsere Geschosse das gewollte Ziel nicht erreichen, ver­sickere ick Sie meiner tiefen Hochachtung."

Tie Verhandlungen haben somit zu einem positiven Ergebnis nickt geführt; bemerkenswert ist aber der Ton gegenseitiger Anerkennung und Würdigung, der dem grausigen Eindruck der riiörderilchen Kämpfe um die Festung doch ein versöhnendes Moment hinzufügt. Von militärischem Interesseist die Be- n>erkung des japanischen Generals. wonach die Geschütze der Be- lagerungsarmee durch die monatelange Inanspruchnahme bereits In der Treffsicherheit sehr gelitten haben.

London, 19. Dez. Ein russischer Offizier, der während rillet heftigen Schneesturmes in einer Dschunke ans Port Arthur rn fnm bticrjtct. bafi bie russisch- Flotte feinen Bex« s u ch macke, aus Port Arthur au szu brechen, weil alle mosten SckifsSgeschütze auf dem Lande für die Verteidigung ge- birauckt würden und Stößel trotz des Widerspruchs des Ad- niirals Wirenins seit längerer Zeit beschlossen hatte, die

1 DgR u !$ C n°, ^19* *Dez. Ein höherer Marine.Offizier, der hier

weilt, bezeichnet die Z e r st ö r u n g der Port Arthur-Flotte als das bedauerlichste Ereignis im bisherigen V"rlanf des Krie­ges, gibt jedoch der Ostsee flotte gute Ehaneen, da sie an schwerer Artillerie dem Gegner überlegen sei. Der gesunkene japanische K ü st e n d am p f e rSeihen" sei zwar alt ge­wesen, aber kurz zuvor ganz neu armiert worden. Sein Verlust bedeute daher eine erhebliche Einbuße für die Ja­paner.

Aus der Mandschurei.

.Petersburg, 19 Dez. Ter Korrespondent derBirsche- wvja Wiedomosti" telegraphiert aus Mukd^n unter dem 17. Tez.: Tie Soldaten werden das Weihnachtsfest angenehm verleben. Bei allen Truppenteilen werden für bfo Soldaten Weibnacktsbäume hergerichtet. Besonder" Vorräte für das Fest sind in großer Menge eingetroffen.

Petersburg, 19. Tez. Wie General Kuropatkin an den Kaiser unter dem 18. D^'^mber meldet, wurde in d^r Nacht zum 15. Dezember von den Russen bei dem Dorfe Tantschissi eine Flattermine gelegt. Als die Japaner an dieser Stelle, wo sich am Tage gewöhnlich die japanische Feldwache befindet, Vorbereitungen zum Abkochen trafen, explodierte die Mine. Nach der Explosion trugen die Japaner acht Mann weg.

Tokio, 20. Dez. (Reuter.) Tas japanische Hauvtguartier in der Mandschurei meldet vom 19. d. M., daß die japani- 'chen Vorposten in der Nacht zum 17. d. M. dreimal angegriffen wurden. Ter Feind wurde überall zurück- geschlagen. Am 18. Dezember gaben die schweren Geschütze des Feindes 80 Schüsse auf die Japaner in der Näh" bAr Eisen­bahnbrücke über den Sckabo ab, ckne Schaden zu tun.

Die baltische Flotte.

Laurenco Marauez, 19. Dez. /Reuter.) Vier Kohlen­dampfer für die baltische Flotte sind hier eingetroffen.

Antwerpen, 19. Tez. Passagiere des vom Kongo kom­menden Dampfers Eongoville berichten, daß die russische Flotte in Libreville Kohlen eingenommen habe. Vor Dakar hätten die Schiffe 8 Tage gelegen. Die an Land gegangenen russischen Offi­ziere hätten erklärt, die Flotte hnirbe Mitte März a u f dem Kriegsschauplätze eintreffen. ,

Kapstadt, 20. Tez. (Reuter.) 16 Schiffe, wahrscheinlich von der baltischen Flotte, wurden 25 Meilen südlich gesichtet.

Petersburg, 18. Tez. Anläßlich 'des Namenstages des Kaisers wurde der Großfürst Dmitri Konstantino­witsch für Auszeichnung im Dienst zum Generalleutnant befördert und dem Großfürsten Boris Wladimirowitsch ein goldner Säbel für Dops-i-k'-ii- vorsi"b"n

Aus Stadt und Land.

Gießen, 20. Dezember 1904.

auf eine vorzeitige Entbindung zurückzufübren ist. Sie be­fand sich seit 6 Monaten in gesegneten Umständen und sollte zum ersten male Mutter werden. Die verhaftete Frau v. Strantz bat gestern vor dem Untersuchungsrichter ein umfassendes Geständnis abgelegt. Sie erklärte, daß sie vor 5 bis 6 Wochen den Besuch eines Herrn Schleif aus Düren erhalten habe, der sie bat, seine Schwägerin für einige Monate in Pension zu nehmen. Nachdem er in der Zwischen­zeit nichts näheres batte von sich hören lassen, kehrte er am Montag mit einer Dame zurück, die er als seine Schwägerin vorstellte. Schleif bat Frau v. Strantz, eine Untersuchung vorzunebmen, welche sehr bedenkliche Komplikationen ergab. Trotzdem habe Schleif sie gebeten, seine Schwägerin in Pflege zu nehmen, worauf er nach Türen zurückkehrte. Der Zu­stand der Frau Wietgens verschlimmerte sich, worauf infolge eines Telegramms Schleif, begleitet von einem jungen Burschen, zurückkehrte. Bei seiner Ankunft habe sie ihm mit­geteilt, daß seine Schwägerin inzwischen verstorben sei. Schleif erklärte der Frau Sirantz darauf, es sei ihm unmöglich, die Leiche - mit nach Düren zu nehmen. Er sei der Gatte der Schwester der Toten und habe seit längerer Zeit, obwohl sie ebenfalls verheiratet war, wenn sie auch von ihrem Manne getrennt lebte, für sie eine große Leidenschaft gehabt. Das Verhältnis fei nicht ohne Folgen geblieben. Seine Frau und der Mann der Verstorbenen dürften von dem Falle nichts erfahren. Er schlug dann vor, die Leiche in einen Korb zu verpacken und an einen entlegenen Ort zu bringen. Sie habe dieses Ansinnen abgelehnt, schließlich aber auf sein Drängen 150 Mk. angenommen, worauf die Tochter ihn begleitete, ohne zu wissen, was der Korb enthielt.

* Sibirische Räuber und sibirische Polizei. Wie aus Irkutsk gemeldet wird, ist dort vor einigen Tagen eine organisierte Räuberbande, bestehend aus 25 Personen, ehemaligen Sträflingen, verhaftet worden. Die Bande, die ihren Raub mit einigen Polizeibeamten teilte, hatte in letzter Zeit mehrere Kirchen gebrandfchatzt und dabei einige Wächter ermordet, andere verwundet. Das freche Treiben der Räuber hatte in Irkutsk eine Panik her­vorgerufen, sodaß nach 7 Uhr abends -kein Bürger sich auf die Straße hinauswagte. Die Räuber und die beteiligten Polizeibeamten wurden vor ein Kriegsgericht gestellt.

wissen, daß die Eisenbahnbeamten neue Uniformen,

Betriebsinspektoren und ähnliche Beamte sollen in Zukunft Eisen-

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Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 19. Dezember 1904.

Kisenvahn-Zkitriug.

Berlin, 19. Tez. Eine biestge Zeitungskorrespondenz will

NniversitäLs-NlrckrjchLen.

Herborn, 19. Tez. Dem Direktor des theologischen Seminars Prof. Emil Knodt wurde von der theologischen Fa­kultät der Marburger Universität die Würde einss Ehrendoktors der Theologie verliehen.

Ma r b u r g , 19. Dez. Der vertretungsweise mit der Direktion drs pharmazologischen Institutes beauftragte Privatdozent Dr. O. L o e w i ist zum Professor ernannt worden.

Gebrauch von Feuerwerkskörpern. Das

körpern verboten.

* Ein Zimmerbrand war am Samstag nachmittag im Parterre des Hauses Nordanlage 9 ausgebrochen. Durch einen unglücklichen Zufall geriet zunächst ein Vorhang in Brand, wonach auch andere Gegenstände von den Flammen erfaßt wurden. Das alle? kam so rasch, daß der Zimmer­bewohner, ein hiesiger Schauspieler, nur mit Mühe das Fenster rechtzeitig öffnen konnte. Straßenpassanten eilten rasch zu Hilfe und mit Decken und Wasser wurde der Brand gelöscht. Der Schaden ist verhältnismäßig groß. Vor dem Hause hatte sich ein großer Menschenauflauf gebildet.

§ Friedberg, 19. Dez. Heute abend 5 Uhr 20 Min. zog ein hell leuchtendes Meteor über unsere Stadt. Die Dauer der Erscheinung betrug ca. 10 Sekunden.

]. Ulfa, 19. Dez. Der mit Holzfällen im Walde be­schäftigte Ph. Reitz von hier wurde durch einen unerwartet abstürzenden dürren Ast derart an der Schulter getroffen, daß er bewußtlos niederstürzte und auf einem Wagen in seine Wohnung gebracht werden mußte. Glücklicherweise scheinen weder die äußeren noch die inneren Verletzungen lebensge­fährlich zu sein.

I. Mainz, 19. Dez. Die nächste Delegierten- und Hauptversammlung dcs hessischen Landes-Lehrervereins soll am 13. und 14. Juni in der Psingstwoche des nächsten Jahres in Mainz fiattfinben. Da der Obmann des hessi­schen Lehrervereins, Stackes, Darmstadt, der sich um die Förderung der Interessen der hessischen Volksschullehrerschaft die größten Verdienste erworben hat, zu der genannten Zeit sein 50jähriges Dienstjubiläum als Lehrer und Oberlehrer begehen wird, ist beschlossen worden, die Hauptversammlung zu einerBacke sf eter" zu gestalten. Als einziger Gegen­stand der Tagesordnung ist deshalb ein Vortrag festgesetzt, dessen Inhalt die G?schichte des Landes-Lehrervereins und namentlich die Tätigfeit des Obmanns Backes umfaßt.

Kettenheim, 17. Dez. Gestern abend ereignete sich in der am KettenlZeimer Bahnhof gelegenen Clauß'schen Wirtschaft ein bedauerlicher Unfall. Ein 16jähriger, bei einem Schlossermeister in Alzey in der Lehre stehender Bursche aus Effelborn kehrte bei feiner Heimfahrt in der genannten Wirt­schaft ein, wobei er mit einem Revolver, den er nach seiner Angabe zur Sicherheit bei sich führt, spielte. Plötz­lich ging die Waffe los und die Kugel drang dem im Zimmer anwesenden 2 8jährigen Wirt Jakob Elauß in die Schlafe. An dem Aufkommen des Verletzten wird ge­zweifelt. Der leichtsinnige Bursche wurde verhaftet.

w. Homburg v. d. Höhe, 19. Dez. Der Kreistag beschloß heute für den Posten des Landrates des Ober-Ta unnskreises den Oberbürgermeister von Hom­burg Dr. Ritter v. Marx vorzufchlagen, welcher erklärte, bei einer etwaigen Bestätigung durch den Kaiser die Wahl annehmen zu wollen. _________

vermischtes.

Kandcl und Werkeljr. Wollr^wirtschlLft.

Märkte.

Gießen, 20. Dez. Marktbericht. Aus heutigem Wvckemnarkt kosteten: Butter vr. Pid. 1.051.20 9)?!., Hühnereier 1 St. 8lO Vig. 2 Etck. 15OO Pfg., Gänfeeier 00OO Psg., Enteneier 70 Plg., Käse vr. Stck. 68 Pf., Kasematte 2 Stck. 56 Pfg. Erdi en pr. Liter 21Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubennr.PaarO,80- 0,90Mk., Hühnerpr.L>t. 1,001,60 Mk., Halme pr. Stück 0,80-1,80 Mk., Enten vr. Stuck ! ,802,20 WM., Gause m. Pid. 5560 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfund 7080 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 6268 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 6072 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Puind 76 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 7074 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50-74 Pfg. Kartvsieln pr. 100 Kg. 6,00- 6,50 Mk., Zwiebeln vr. Ztr. 8,0010,00 9)1 f., Milch per Liter 18 Pfg.. Aepfel per Zentner 5 bis 8 Nlk., in Körben 00-00 Pig. Nüsie 100 St. 25-30 Pfg. Zwetschen ver Zentner 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Weißkraut 0.100.15. Marktzeit 82 Ubr.

babnrat heißen, während die jetzigen Stationsvorsteher den Titel Belriebsinspektor erhalten.

D i e Butzbach-Licher Bahn hat die Tarifsätze für die Beförderung von gebrannten Steinen, Kalksandsteinen, rohen Bruchsteinen aller Art, Pflastersteinen, Steinschotter, Sand, Kies und gebrannten Kalk bedeutend ermäßigt.

Um dem in der letzten Zeit wieder stärker hervortretenden Wagen mangel auf den Eisenbahnen entgegenzutreten, will die preußisch'hessische Eisenbahngemeinschast ihren Wagenpark um annähernd 10 000 Wagen vergrößern. Die bayerische Staats­bahnverwaltung bat schon im Laufe dieses Jahres einige hundert 11eite Wagen augeschaffl.

Verviers, 19. Dez. Die Untersuchung über die Leiche der Frau Wietgens hat ergeben, daß der Tod

Großh. Polizeiamt veröffentlicht eine Bekanntmachung, betr.

den Verkehr mit Feuerwerkskörpern, worauf wir auch an lvl||Cllf UUtt ulc ^l|CUV U l) H V C U IH l V II 41 41 U II V | V V 444 V II / dieser Stelle aufmerksam machen. An bewohnten oder von ähnlich der des Seebataillons erhalten sollen, dazu den Helm. Menschen besuchten Orten ist das Abbrennen von Feuerwerks- Auch -in-Aen d erun q im Ti t e lw es °» soll erfolgen. Di- 1 ' ' 1 1 ^(trTfhÄrnfnrffrtrrn imh rrhnhrht* Rpnmtk» sollen m Ankunft Eisen-

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Seiden-Gried 'r-Zürich.

Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber Schweine

50 Kg. Schlachtgewicht 72-74 Mk.

72 Kg. Schlachtgew. 8183 Pf.

V« 5859

V, Kg. 70-80 Pfg.

7» 70-74

7, 60 72

Getreidepreise in Mannheim

Brotpreise in Gießen

Weizen 100 Kg. 18,85 Mk.

Roggen 100 14,70

Weißbrot 2 Kg. 52 Ptg.

Schwarzbrot 2 Kg. 48Pig.