Nr. 166
•rlftelnt täglich außer HonntagS.
Dem G'etzener Anzeiger werben im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Familien« Hättet viermal in bei Woche beiqelcgL
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LchulstrObe r.
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FkrnwrkchanicktubNr 81.
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Montag 18. Juli 1904
GietzenerAnzeiger
** General-Anzeiger **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
monatlich?^ Ps^ viertel iäbrlich Mk. 2.20; durch Avhole- il Zweigstelle» monatlich 65 W.; durch diePostM.r.-viertet- jahrl. auLschl. Bestellg. Annabme van Lazeige» sür die DageSnummer bis vormittag! 10 Uhr. LeUenprei«: lokal l2P^
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verantworttich Khr den poltt und allgem. Deil- P. Wittko; für .Stadt und Land^ und .GerichlSsaaf: A uguft Goetz; für den Anzeigenteil: tzanS Beck.
Air heutige Kummer umfaßt 8 Seite«.
Deutsches Reich.
Berlin- 17. Juli. Man meldet aus Molde vom 17. Juli: Der Kaiser machte gestern einen Ausflug nach Storlien und hielt heute hier Gottesdienst an Bord der ^Hohen^ollern" ad.
— Der Kreisausschuß des Kreises Teltow hat der langjährigen Wirtschafterin deS Reichstagsadgeordneten Eugen Richter in Groß-Lichterfelde, Frau Pauline Wolter ged. Mühlnickel, in Anerkenntrng treuer Dienste während einer mehr als 25jahrigen Tätigkeit bei derselben Dienstherrschaft aus dem Dienstbotenbelohn- ungsfonds des Kreises Teltow eine Prämie bewilligt.
— Einer ^tersburger „Hevald"-Meldung zufolge ist dort die Meinung verbreitet, England habe sich erboten, gegen die Erweiterung seiner Einflußsphäre im Pangtse- kiangtale Wei-hei-wei an Deutschland abzutreten.
— Vom Hamburger Bierbohkott wird dem ^Hamb. Fremdenblatt"' geschrieben: Schon lange hört man Klagen der von den Sozialdemokraten vergewaltigten Wirte über die hohen Preise des ringfreien Bieres, welches sie von der Bohkottkonnnisiion oder der Streikleitung kaufen. Dabei wird von Seiten der liefernden Brauereien versichert, daß sie keinensallS zu hohe, teils sogar recht schlechte Preise für ihr Bier bekommen, die sich weit unter dem üblichen OrtSpreise bewegen. Am letzten Montag war dann im Fremdenblatt" zu lesen, daß die Wirte, welche von der Bohkottleitung gezwungen werden, das Bier von ihr zu entnehmen, solches mit einem Nutzen von 20 — 80 Proz^ also geradezu nrtt einem Wuchernutzen bezahlen müssen! ।
Bremen, 17. Juli. Der seit 14 Wochen über sämtliche Brauereien vom Gewerkschaftskartell verhängte Vierboykott wurde gestern aufgehoben. Die Brauercibesitzer bewilligten die Mederanstellung der ausständigen Böttcher und eine kleine Lohnerhöhung.
Essen (Ruhr), 17. Juli. Heute wurde der fünfte Kongreß der christlichen Gewerkschaften in Deutschland durch eine Versammlung eröffnet Der Vorsitzende Schiffer-Krefeld sprach über die Bestrebungen der Arbeiter im Kampfe um Gleichberechtigung, Generalsekretär Bchrens- Berlin über die Frage: ^Warum müssen sich die evange- lischen Arbeiter den christlichen Gewerkschaften anschließen?"
Ausland.
Paris, 17. Juli. Der Minisberrat beriet über den neuesten KonfliktmitdemVatikan. Combes legte dar, daß die Briefe, welche vom Vatikan an die Bischöfe von Lavale und Dijon berichtet worden sind, eine frivole Verletzung des Konkordates sind. Infolgedessen erklärte Combes, er könne, was ihn betreffe, sich diesmal nicht mit Ausflüchten begnügen, es sei vielmehr notwendig, dem Vatikan ein Ultimatum zu-ustellen und ihn zu ersuchen, die Briefe zurückAunehmen, widrigenfalls die diplomatischen Beziehungen sofort vollständig abgebrochen werden würden. Angesichts dieser Tatsache glaubt man annehmen zu fönten, daß Combes den Sekretär der fvanzösischen Botschaft beim Vatikan nach Paris berufen werde, um ihn über die Angelegenheit zu verständigen. Unter diesen Verhältnissen dürfte der vollständige Bruch der Beziehungen zwischen dem Vatikan und Frankreich wahrscheinlich nahe bevorstehend sein.
Triest, 17. Juli. Bei einer Haussuchung im hiesigen italienischen Turnverein wurde unter dem Fußboden des Vereinslokals eine Kiste, enthaltend zwei Orsinibomben mit je 12 Zündhütchen, 35 Pistons zum Aufschrauben, sowie verschiedene anoere Utensilien für diese Bomben gefutrden. Der Präsident deS Vereins und verschiedene andere Mitglieder, im ganzen 10 an der Zayt wurden verhaftet. Der Turnlehrer imb mehrere Mitglieder, die ebenfalls verhaftet werden sollten, sind fluchttg geworden. Das Vereinslokal wurde geschlossen und der roeretn aufgelöst. Die zwei Bomben enthielten angeblich ein halveS Kilogramm Melinit. Der Präsident ist aus der pasi entlassen worden
Petersburg, 17. Juli. Der Dizegonvernenr des Gouvernements Jeliffawapat, Andrews, ist heute Abend m Aqdschakent ermordet worden. -
Der Krieg zwischen Japan unö N-ßland.
Die Paffe. , „
Petersburg, 17. Juli. Wie Ssacharow dem Ge. neralstubc vvm 16 Juli meldet, besetzten nach einem Scharmützel mit einer AretwiMgenabteilung am IS. Jul« zwei japanisch- Kompagnien den Pchanlrn- pasi. Nach Aussagen von KUndsci>aftern strhen am>Da- paß gegen dreitausend Japaner und b^i WNnd. sickpudsa gegen viertausend Mann japanischer 3WU1 • Der Jcind fährt fort, die P ä ff - »wlsche n dem Fenschuilin und dem Modulinpaß zube festigen. Den Sigoulinpaß hält erne Abteilung der japanischen Vorhut besetzt.
Nintschwang.
Tientsin, 17. Juli. (Reuter.) Der hiesige russische Ag^tt erklärt. R , ii t s w o n g sei v o n dc n I a Pa n e r n «ochnicht briciu. T)\c Russen beherrschten den Hasen nach
Riutschwana, 16. Juli. (Reuter) Die in den-Feldzüge eingetretene Pause dauert fort. Es ftnb keine nrivenunflcu der Japaner gem ldet.
Bei Kaitschou.
Petersburg, 17. Juli. Ein Telegramm des Generals Ssachirow au den Generalslab vom 16. Juli besagt: Anläßlich
des amtlichen Berichts des Generals Oku über das Gefecht vom 9. Juli bei Kaitschou, das er als Sieg über die russische Armee darstellt, meldet der Stab der Mandschureiarmee folgende Einzelheiten dieses Arri^regardegefechts. In der Nacht aus den 8 Juli nahmen kleine rtissische Abteilungen Stellungen ein, eine Werst nördlich von Kaitschou, sowie im Schuanlunsipaß, in der Station Kaitschou und Tsiootsiatun. Um 4 Uhr morgens eröffnete der Gegner eine Kanonade und ging auf der ganzen Linie zum Angriff vor, indem er bestrebt war. den linken Flügel der Stellung bei Kaitschon zn umgehen Seine Streitmächte betrugen etwa 4 Divisionen. Die russische Nachhut begann auf Befehl des Dbteilnngschefs sich langsam von Kaitschou aus die Stellung beim Schnanlunsipaß zurückzuziehen. Nachdem dieser Pas; erreicht war, erhielten auch die Truppen, die die Station Kaitschou u nd Tsiaotsiatun besetzt hielten, Befehl, sich zurückzuziehen. Um brn Rückzug der Nachhut zu decken, wurde auf den Höhen bei Mahuntsuitsa eine Stellung besetzt. Unter dem Schutze dieser Abteilung zog sich die gesamte Nachhut nordwärts zurück. Ein irgendwie ernstes Gefecht hatte nur ein Bataillon. Alle Truppenabteilungen veranlaßten den ihnen rechtzeitig gegebenen Befehlen gemäß den Feind sich zu entwickeln, und zogen sich hierauf, ohne sich in einen Kampf einzulafsen, in voller Ordnnn g auf die ihnen für die Nacht angewiesenen Stellungen ,md Biwaks zurück.
Japan in der Mandschurei.
Tientsin, 17. Juli. (Reuter) Ein von Japan gemachter Vorschlag für die Verwaltung der Mandschurei sieht eine japanische Leitung vor, unterstützt durch chinesische Truppen.
Ein deutscher Dampfer van den Russen beschlagnahmt.
Aden, 16. Juli. Der heute früh hier airgekommene deutsche Postdumpfer ^.Prinz Heinrich" ist gestern nachmittag 2 Uhr von dem russischen Hilfskreuzer „Smolensk angchalten und gezwungen worden, 31 Säcke Briefpost und 24 Säcke und Kisten Paketpost abzugeben, die für Japan bestimmt waren.
Es ist anzunehmen, daß die deutsche Reichsregierung wegen dieses brüsken Vorgehens diplomatische Vorstellimgen erheben wird. DaS Vorgehen der ruffischen Freiwilligen Flotte ruft die Erinnerung an die Beschlagnahme des „Bundesrats" während des Burenkrieges burd) die Engländer wach. Der erste Unterschied ist der, daß der „Prinz HeiTrri^ zweifellos Postsendungen an Bord hatte, die für Japan, also für eines der Krieg führenden Lander, bestimmt waren, während der „BnndeSrat^^ seinerzeit sich auf dem Wege nach der Delagoabai befand, also nach neutralem, portilgiesischem Gebiet. Zum zweiten haben d-e Engländer damals das ganze Schiff beWs.gnahmt, die Rusten j'etzt nur die Brief- und Paketfendnngen. Auf der einen Seite ist es fraglich, ob die nicht als Kontreba?rde zu betrnditcrtix* Ladung mit bescküagnahmt werden darf, auf der andern aber sind Zweifel begründet, ob die Postsendungen, insbesondere die Briefe, zur Kriegskontrebande gerechnet werden können. Nebenher wäre noch die Frage zu beantworten, ob die rnstischen Schiste überhaupt berechtigt waren, den deutschen Dampfer anzuhalten, da ihre Eigenschaft als Kriegsschiffe nickn nur nicht feststeht, sondern sie sogar unter Ableugnung dieses Clmrakters die Erlaubnis zur Durckstahtt durch die Dardanellen erreichten. Das ganze Seerecht steht Inder noch auf sehr schwachen Füßen, und im großen und ganzen sind Macht und Recht auf diesem Gebiete identisch. Andererseits jedoch herrscht darüber EiM'erständnis, daß den kriegführenden Mächten zwar das Recht zusteht, fremde Schiste zu durchsuchen, wenn sie sich weiter als drei Seemeilen von der Küste eines neutralen Landes befinden: aber die Beschlagnahme ist nur gestattet, falls der Beweis erbracht wird otder der begründete Verdacht vorliegt, daß dem Feinde Konttebande zugestihtt werden soll.
Ein Zusammenstoß zwischen französischen und japanischen Soldaten.
Am Donrverstag abend kam es in der Eingeborenen stad t von Schanhaikwan zu einem Zusammenstoß zwischen be- trunfenen französischen und japanischen Solduten, die mit Bajonetten angriffen. Auf französischer Seite wurden drei Mann getötet unb fünf verwundet, während auf japanischer Seite sieben Mann getötet und zwölf verwundet wurden. Nach einer Meldung des Korrespondenten des Reuterbureaus droht die französische Regierung, Truppen zu landen. Die chinesische Negierung bcfüldet sich infolge treffen in großer Aufregung.
Beschlagnahme eine? englischen Dampfers.
Aden, 16. Juli. lReuter.) Es verlautet, daß der englische Dampfer ^Malacea" von dem russischen Hilfskreuzer ^Petersburgs' im Roten Meer beschlagnahmt sei und nach Suez zurückgebracht wird.
Großfürst Boris.
Petersburg, 17. Juli. Aus zuverlässiger Quelle wird mitgeteilt, daß die ausländisckZe Blättermeldung über den Zwisckrenfall, den der Großfürst Boris mit dem General Ku rotz atkin gehabt haben soll, wobei der Großfürst zu Tätlicb- Feiten übergegangen und infolgedessen zurückberufen worden sein sollte, auf gröbster Mystifikation beruht und ein müßiges Phantasiegebilde ohne jegliche Basis ist. Der Großfürst verbleibt selbstverständlich auf dem Kriegsschauplatz. ________________
Aus Stadt «ud Land.
Gießen, den 18. Juli 1904.
— Personalien, S. K. H. der Großherzog haben den Bnreauassistenten in der Heff.-Preuß. Eisenbahngemein- schast Karl Henke zu Mainz auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. — DaS Ehrenzeichen sür Mitgsieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerivehr zu Homberg a. d. Ohm Theodor Löchel, Heinrich Seitz I., Heinrich Ganb V., Lorenz Helm, Georg GrooS und Wilhelm Strauch.
•* Die Hitze erreichte gestern den höchsten Grad und betrug im Schatten 28 0 R., in der Sonne 42 0 R. Trotzdem blieb man im allgemeinen nicht zu Hause sitzen und die Eisenbahn mürbe ziemlich viel benutzt. Z. B. in Vad-Nauheim waren gestern wieder viel Gießener Damen und Herren.
•* Neuer Roma n in den Familien blättern. Heute beginnt in den Familienblättern ein neuer großer Roman: »Ein angenehmes Erbe^ von Victor von Reisner.
Es ist ein humoristischer Roman diesmal, und wir hoffen, da er von Anfang bis zu Ende interessant und fesselnd erzählt, damit unseren Lesern eine recht willkommene Lektüre z« bieten.
** Beim Baden ertrunken ist gestern nachmittag im Freibad in der Lahn hier ein durchreisender Handwerksbursche, der Spengtergehilfe Karl Zeitzmann au§ Sttaßburg. Die Leiche konnte bis jetzt nicht geländet werden.
— Der Lokomotivbeamtenverein Gießen hielt gestern sein Wald fest im Haardwäldchen ab, bei einer sehr großen Beteiligung der Mitglieder und Freunde beS Vereins" und deren Familien. Bei den Klängen der Feuerwehrkapelle vergnügte man sich ttefflich. Nachdem der 1. Vorsitzende Dotzenrodt eine kernige Ansprache mit darauffolgende» Kaiserhoch gehalten hatte und die Nattonalhymne stehend gesungen worden war, gab es für die über 100 Kinder Bretzeln. Anch einen Luftballon ließ man aufsteigen. Das FesteStreiben wähtte bis in die Dunkelhett hinein, worauf ein stattlicher Lampionzug unter Vorantritt der Musik sich nach der Stadt bewegte.
** Die ,Conteutia" unternahm gestern nachmittag, 60 bis 70 Personen stark, einen AuSflug nach Bad- Nauheim.
— Wieder Feuer in Wieseck. Gestern abend nach 8 Uhr brannte abermals in Meseck ein HauS nieder, nämlich das Wohnhaus von Hch. Kreiling in der Jungfernstraße. Es wurde abgeriffen, um die Weiterverbrettung deS Feuers zu verhüten. Der Eisen- und Spezereihändler Kirchner hatte nämlich nebenan große Vorräte an Holz, Kohlen, Oel re. allfgespeichett, die bei dem Feuer gefahrdrohend waren. Die Wicsccker Feuerwehr wurde allein mit dem Brand fertig. Die EntstehungSursache ist unbekannt.
Bad-Nauheim, 17. Juli. Dienstag den 19. Just, nachmittags und abends auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: Gastspiel der Original - Barfußtänzerin Miß Mildred de Grey. Dapr r „Unter vier Augen* und ,Militarsiomm.*
Mainz, 16. Juli. Schon seit längerer Zett bemerftt man im Güterbahnhof bedeutende Eisenbahndiebstähle, die mit großer Frechheit ausgeführt wurden. Die Plomben an den Wagen waren aufgebrochen, die Kisten und Säcke beraubt, und die Wagen dann wieder geschloffen worden. Endlich gelang e§ der verdoppelten Wachsamkeit, einen Rangierer auf frischer Tat zu erwrschen, der nach einem kurz« Verhör nicht nur ein umfaßendes Geständnis ablegte, sondern auch die Namen von vierzig weiteren Eisenbahn- arbeitern angab, die sämtlich ebenfalls im Güterbahnhos die Wagen bestohlen haben sollen. Dabei kam auch heraus, daß ganze Gießkannen voll von dem gestohlenen Wem in der Nacht getrunken und auch mit nach Hau8 genommen wurden. Bei mehreren der Beschuldigten förderten die Haussuchungen belastendes Material zu Tage. Trotzdem ist von einer Verhaftung Abstand genommen worden, da kein Fluchtverdacht vorliegt. Man befürchtet jedoch, daß die Angelegenheit eine noch größere Ausdehnung, als sie schon hat, annehmen wttd. (Dk. Tgbl.)
Marburg, 16. Juli. Wie die ,Heff. LandeSztg.* hört, besteht hier die Absicht, im Biegenviertel für unser bald ein Jahr bestehendes Stadttheater ein besonderes Theatergebäude zu errichten. Zunächst handelt es sich darum, einen Garantiefonds von einer gewiffen Höhe zu beschaffen. Namhafte Beiträge zu diesem Fonds wurden bereits von hiesigen Einwohnern gezeichnet.
Kleine Mitteilungen au? Hessen und den Nachbarstaaten. In Ockstadt erhängte sich die bejahrte Witwe Grödelbach in ihrer Wohnung. — Bei Ossenheim badeten zwei Männer in der Wetter; der eine geriet in eine tiefe Stelle, der andere suchte ihn zu retten, kam jedoch ebenfalls in Lebensgefahr. Dem Müller Dietz ait5 Fauerbach gelang es, beide zu retten. — DaS Schloß Schönau zn Sakkingen, daß berühmte „Trompeterschloß*, das durch Scheffels Trompeterlieber eine seltene Popularität erlangt hat, augenblicklich Eigentum ber Prinzessin zu Isenburg- Bübingen in Franksiwt a. M., kommt mn 27. August bieseS JahreS zur öffentlichen Versteigerung. — Bei ber Beschädigung eines Wagens am. Bahnhof Ehringshausen handelte eS sich nicht um eine Postkutsche. — In Bingen entstaub infolge ber übergroßen Hitze im Binger Wald, in ber Nähe von Burg Rheinstein, ein großer Waldbranb. Ein großes Stück beS Waldes ist abgebrannt. Die Löschungsarbeiten waren ungemein schwierig, ba sich ber Wald auf einem Berge befindet und für die Feucnvchr schwer erreichbar ist. — In Alzcy starb ein ISjähriger Knabe, welcher unreifes Obst gegessen und hieraus Waffer gctnmken hatte, unter schreckliclren Scbnierzen.
Das Aayresfrst dcs Kutt,mpler-Hrdens und brt 2. Deutsche Affst,nent,nla«.
Altona, 16. Still
, Fast alle alfoMotflWrifdren Vereinigungen gaben fidb Mrfen Tagen in Altona tbr Strllbul^in. ? i rönttcrmSri (F- O G '7 ) brr Attadol,7cgnettnmb. die »trübtebenen n rufen oi'tilicbcrtcn Adüinrnzverbande, ie ric di -cknrmcntcn Viiim« baben sich bi er zusanimcngcsnndcn, rnn v?lu,-i\bmi am Arbeit tm Dienste bei onibalttamkeil ui Valten ^,r Tf rundsten Kämpen brr @iul>alHa.. hiMreiiregung ftnb


