Ausgabe 
18.3.1904 Erstes Blatt
 
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Der Geschäft?.

im

Auf das Benefiz Frl. Margarethe

Inserat bekundet, statt. Nach dem einige genußreiche

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Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .

sch en Gesangvereins findet, wie ein morgen und Sonntag im Neuen Saalbau Programm zur urteilen, stehen den Gästen Stunden bevor.

* Benefiz für Fräulein Hohl.

erinnerte sich Iran M. des verdächtigen Fremden und machte dem Polizeikommissariat Mitteilungen von der Sache. Sic konnte eine eingehende Beschreibung des Fremden geben, die der Frankfurter Polizei einen wichtigen Anhalts­punkt gab.

Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Aus Großen-Linden teilt man uns mit, daß die Sandgrube, in der der Arbeiter Heß verschüttet wurde, nicht in schlechtem Zustande gewesen sei und daß den Besitzer an dem Unglück keine Schuld treffe. In Grün- berg ist ein .Nadfahreroerein Grünberq 1904* gegründet worden. Die Entsestigungsfrage für Mainz-Kastel ist nun endgiltig gelöst, nachdem der Reichstag dem Beschluß der städtischen Budgetkommission beigetreten ist. Seit einem Monat verschwunden ist die 28 Jahre alte Dienstmagd Karoline Brand aus Offenheim, Kreis Alzey. Sie trat ain 22. Februar bei einem hiesigen Bäckermeister in Diensten und ist zwei Tage später unter Zurücklassung ihrer Kleidungs­stücke und Mitnahme eines Bäckerkorbes aus. ihrer Stelle verschwunden. Das HotelZum Schwan" in Dillen­burg (Inhaber Gg. Frz. Amend) ist zum Preise von 64 000 Mark an Will). Send jr. aus Camberg verkauft worden. Das Hotel geht am 15. April in den Besitz des Käufers ü her.

Harpener Bergbau . . 194.25

Tendenz: Fest.

unserer beliebten Heroine und Salondame

Hohl sei schon heute hingewiesen. Sie wird am nächsten Sonntag (20. März) SudermannsHeimath" zu ihrem Ehrenabend geben. Frl. Hohl verläßt bekanntlich unsere Bühne mit dieser Saison, um in den Verband des Olden­burger HoftheaterS einzutreten. Zweifellos wird der allgemein beliebten, liebenswürdigen und selten vielseitigen Künstlerin gegenüber daS Publikum seiner Erkenntlichkeit für so manchen genußreichen Theaterabend durch ein ausverkauftes Haus

Arbeiterbewegung.

Dresden, 17^ März. Der hier ausqebrocheneTapezierer- streik wurde durch einen Vergleich zu Gunsten der Arbeiter beendet. __ _

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Indien, Sonntag den 20. März: In der Stadtkirche.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinve.

Pfarrer Schwabe.

Abends 6 Uhr: Pfarrer v. S ch l o s s e r.

Montag, den 21. März, abends 8 Uhr: Verewigung d« konfirmierten weiblichen Jugend der Matthä'usgemeinde.

Mittwoch, den 23. März, abends 6 Uhr: 6. Pass'onö

andacht. Pfarrer Schwabe.

In der Johauneskirche.

Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrafsistent Schulz.

Antrittspredigt des neu angestellten

Pfarrassistenten. . .

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst ^fan^r^E u?e°r

der Rechtswidrigkeit fehle und der Angeklagte fick selbst nicht be­reichern wollte. Das Geld sollte lediglich dem Knecht und dem Metzgermeister zu gute kommen. Dagegen wurde eine schwere Urkundenfälschung für vorliegend erachtet. Ter 1. Strafsenat hob gegen den Antrag des Reichsanwalts das Urteil ne^ den ihm zu Grunde liegenden tatsächlichen Feststellungen n u s unb verwies die Sache zur anderwetteu Verhandlung und Entscheidung ' an die Vorinstanz zurück, da das Urteil eine klare Darstellung vermissen lasse, inwiefern der Angeklagte einen Vermögens, vorteil erstreben wollte; dieser Gesichtspunkt sei gar nicht erörtert worden.

Bromberg, 17. März. Tas Kriegsgericht der vierten Tivision verurteilte den Leutnant (Germer vom 34. Füsieller- regiment wegen Soldaten in Handlungen zu zwei M o n a t e n ' Fe st u n a s h a s t. Tw Verhairdlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. L

Gerichtssaal.

R.-S. Leipzig, 17. März. sNachdruck verboten.) Der Land- wirr und Steinbnichbesitzer Friedrich Gerhard wurde am 10.Juli v.I. vom Landgericht Gießen wegen Urkunden- s ä l s ch u n g zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Ein Knecht ded Angeklagten karambolierte eines Tages mit einem Metzgerwagen ails Büdingen und miißte dem Bescher Jöckel dafür 22 Mk. Repa­raturkosten zahlen. Der Angeklagte, ein angesehener Mann und Bürgermeister des Ortes, dem der Knecht leid tat, erinnerte sich, allerdings ziemlich spät, daran, daß er gegen Haftpflicht versichert sei; dabei kam ihm der Gedanke, nachträglich noch die Gesellschaft dafür in Anspruch zu nehmen, damit der Knecht nicht alles aus seiner Tasche zahlen müsse. Er teilte das auch dem Jöckel mit, der nun sein Bedauern aussprach, nicht alle Reparaturkosten angerechnel zu haben. Der Angeklagte teilte also den Fall dem Agenten der betreffenden Gesellschaft mit, und schrieb tn dem Sinne an die Ge­sellschaft, wöbe, er die Schadensersatzsorderung auf 42 Alk. ongab. Als ihm darailfhiii ailsgegeben wurde, den Nachweis zu erbriiigen, daß die 42 Mk. auch gezahlt worden seien, fabrizierte er ohne Ge­nehmigung des Jöckel' eine Quittung über den Betrag. Das Dor­liegen von Betrug wurde nicht angenommen, da das Bewußtsein

Rheinische Hypothekenbank, Mannheim.

bericht von 1903 liegt uns vor. Das Aktienkapital wurde aus Mk. 18 Mill., um weitere Mk. 1,42 Mill, vermehrt die im Juli v. I. zu 165 pCt. den alten Aktionären angeboten wurden. Tie Bank darf auf das alte Kapital das 20-, auf das neue und die neuen Rücklagen das Ibfacke im Umlauf haben, zusammen somit seht bis Mk. 411,50 Mill, fast Mk. 50 Mill, mehr als Ende 1903. Tietöe- winne zeigen den Zins aus Darlehen um weitere Mk. 1,244,000 vermehrt, aber die Zinslast der Obligationen wlichs nach ihrem starken Borjahrsplus diesmal nur um Mk. 959,000, sodaß derZiuS- Überschuß um Mk. 286,000 zunahm. Es sind 9 pEt. Dwidenbe oor- aeschlagen. Tie Verrechnung für Agio und Tisagio zeigt, doch der Verkauf von 3'/,proz. Obliaationen Mk. 734,847 Tisagio kostete während die 4proz. Obliaationen Mk. 316,441 Agio brachten.

Russische Anleihe-Gerüchte. Zu den vielen Gerüchten, daß die russische Regierung eine neue Anleihe austnnehmen beabsichtige, die dann stets prompt dementirt werden oder anch nicht, weife ein Korrespondent derF. Z." aus allerbester Quelle mitzuteilen, daß Rußland auf geraume Zeit gar nicht nötig haben wirb, An- leihen aufzunehmen, weil die Staatskasse noch über sehr genügende Mittel verstigt. Weiter wird dem betr. Korrespondenten von neuem versichert, daß von Besprechungen über die Beschaffung von Gel­dern vom Auslande keine Rede sein könne, solange Rußland kein, wirklichen Waffenersolqe erreicht habe. Was speziell den franM- schen Markt angeht, so ist daran zu erinnern, daß in Frankreich, wo ungel euere Massen russischer Werte investirt finb, eine neue Anleihe nicht leicht beliebt würde, um so mehr, als das Pariser Haus Rothschild durch seine Petrolenrnerlebrnsse tn Baku nichts weniger als ruffenkreundlich gestimmt ist. Wenn der Kneg lange anhält, wird Rußland doch wohl Geld haben muffen, es sich aber durch eine innere Anleihe beschaffen. , ,

Nene japanische Anleihe. Umlaufenden Gerüchten zu'olge soll nun doch der Boden für eilte neue Anleihe vorbereitet werden, über deren Abschluß nun schon seit Wochen in London unterhan­

delt wird.

Markte.

8 Butzbach, 18. März. Der gestrige Fasel- und Zucht- vieh markt erfreute sich eines so zahlreichen Besuchs rote eilen zuvor Unter dem vielen aufgetriebenen Vieh waren die Falel m großer Anzahl vertreten; auch der Schweinemarkt zeigte einen nuten Auftrieb. Jtn allgemeinen war der sandel lebhaft und der Viehpreis angezogen. Te.t Glanzpunkt des Marktes bildete d, Bekanntgabe des Resultates der Prämiierung; das vreisgekrM Dich 83 Stück winde von 1 Uhr ab unter Musik durch die Stadt geführt, wobei man Gelegenheit hatte, Prachtexemv are ober- hessischer Raffetiere zu schauen. Inzwischen fand iw Hessischen Vos das übliche Festesten des Markt- unb Prami'erungkonnteeS stach nn dem aiich Kreisrat Fey teilnahm. Am nachmittag fand im Rathause die Verlosung von Vreh, landwirtschaftlichen unb HauS- Gerätfchaften statt. ____________ __

Universitäts-Nachrichten.

Infolge des von der gesamten Studentenschaft Jenas gegen die an dortiger Universität bestehende farbentragende katholische VerbindungSugambria" erhobenen Protestes, der als Resolution mit eingehender Motivierung den thüringischen Regierungen und dem Senat der Universität über­reicht worden ist, bat der Senat folgenden Beschlich gefaßt:Der Senat der Universität Jena erläßt auf Grund § 68 Absatz 2 des allgemeinen Statuts der Universität folgende Bestimmung: 1 Studentenverbindungen, welche wesentlich relrgios-konfesstoneNe Zwecke verfolgen, sowie solche, welche als Mitglieder statutenmäßig ausschließlich Angehörige einer bestimmten Konfession auf nehmen, dürfen keine Farben tragen. 2. Diese Bestimmung ist sofort der Studentenschaft durch das Universitätsamt bekannt zu machen.

Ausdruck geben.

♦♦ Ter Aufruf für Beiträge zur Hessen­glocke für das neue von unserem Ejroßyerzog getaufte Fahrzeug der deutschen Flotte wurde von folgenden Herren aus Gießen unterzeichnet: Kommerzienrat Hey- ligenstaedt und Geheimrat Professor Dr. Oncken, weiter von Hotelbesitzer Cellarius und Oberförster Seidel tn Schotten, Fabrikant Grünewald-Alsfeld, Oberlehrer Helmke- Friedberg, Kammerdirektor Korell-B"idingen, Pfarrer Sauer- wein-Alsfeld, Hotelbesitzer Sprengel-Bad-Nauheim, Baurat Schjnitzel-Friedberg, Fabrikant Wenzel-Lauterbachs

§ Babenhausen b. Ortenberg, 17. März. Hier wurde eine Spar- und Darlehnßkasse (Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) gegründet, welcher auch Mit­glieder aus dem benachbarten Bellmuth angehören.

W. Mainz, 18. März. (Drahtbericht.) Bei der gestrigen Generalprobe zu einem Wohltätig­keitskonzert des Mainzer Männergesangvereins in der Stadthalle brachplötzlichdasPodiumzusammen, auf dem sich 100 Sänger befanden. 30 Herren stürz- ten ab; mehrere erlitten mehr oder minder schwere Ver­

des deutschen Volkes, den der evangelische Bund in erster Linie führt, stärken und mobil machen. Ter Landesvor­stand des Hessischen H a u p tv erein S d es Evange­lischen Bundes hielt zu Fr a n k fu r t a. M. eine zahl­reich besuchte Vorstandssitzung ab. Zum Hauptpunkt der Tagesordnung, Beschlußfassung über die gegenwärtige kirchenpolitische Lage referierte L a n d g e r i ch t s r a t Schmeckenbecher von Gießen, sowie über die gegen­wärtige Rechtslage in Hessen, indem er das Reichsgesetz, den Orden der Gesellschaft Jesu betreffend, vom 4. Juli 1872 und die hessischen Gesetze, betreffend die religiösen Orden und ordensähnlichen Kongregationen, vom 23. Aprtl 1875 und 1. Juni 1895, in ihrem Verhältnis zu einander dar­legte. Es wurde allseitig der lebhafte Wunsch ausgesprochen, daß die Großh. Staatsregierung die Stellung, die ste bet ihrer Abstimmung im Bundesrat über das Jesuttengesetz eingenommen, öffentlich bekannt geben möge. Ein an alle hessischen Pfarrämter vom Hauptvorstand zu erlassendes Rundschreiben wurde in seinem Wortlaut festgestellt. Tte Pfarrämter sollen gebeten werden, es zu möglichst allge­meiner Kenntnis zu bringen. Tie vierstündigen, überaus angeregt verlaufenen Verhandlungen schlossen mit der An­nahme folgender Entschließung: Ter am 16. Marz in Frankfurt a. M. versammelte Vorstand des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes spricht sein tiefstes Bedauern darüber aus, daß durch die Zitstimmung der Mehr­heit des Bundesrates zur Aufhebung des § 2 des Jesutten- gesetzes die in zahllosen Eingaben und Protesten einmütig kundgegebene Willensmeinung des deutschen evangelischen Volkes, die eindringlichen Vorstellungen und Warnungen seiner kirchlichen Behörden und ganz besonders auch bte Beschlüsse des erst vor kurzem begründeten Deutschen Evan­gelischen Kirchen-Ausschusses, der organisierten Vertretung der evangelischen Landeskirchen Teutschlands, in verhäng­nisvoller Weise für nichts geachtet sind.

♦♦ In der Gesellschaft für soziale Reform (Sektion Oberhessen), wird morgen, Samstag abend acht Uhr im Caf6 Ebel Tr. Ernst Cahn-Frankfurt einen Vor­trag halten überTie volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung des Genossenschaftswesens".

- Besitzwechsel. Die Witwe Noll-Frankenthal ver­äußerte ihr Schillerstraße - Ecke Nordanlage gelegenes Haus für 83 600 Mark an Weißbindecmeister Philipp Schäfer. Der Schreinermeister Werner kaufte das Haus des Rentners Curt von Münchow in der Wolkengasse Nr. 20 für den Preis von 16 000 Mark.

* Die Hauptgewinne der heutigen Gießener Pferde-Lotterie fielen wie folgt: 1. Hauptgewinn auf Nr. 14274 nach Wieseck (an einen verheirateten Eisenbahn- bediensteten. 2. auf Nr. 13 817 nach Gießen. 3. auf Nr. 16 850 nach Klein-Linden. 4. auf Nr. 14 707 nach Diebach. 5. auf Nr. 106 nach Griedel. 6. auf Nr. 9 492 nach Gießen. 7. auf Nr. 7 028 nach Fronhausen. 8. auf Nr. 14691 nach Gießen. 9. auf Nr. 10042 nach Gießen. 10. auf Nr. 14 472 nach Gießen.

- Silberne Hochzeit feiert morgen, Samstag, Schutzmann i. P. Müller hier.

Das 40jährige Stiftungsfest des Bauer-

letzungen.

Frankfurt, 17. März. Ter Gewichtstein, der als Mordwaffe gegen Lichtenstein diente, ist noch nicht gefunden. S t a f f o r st wurde, wie wir derKl. Pr." entnehmen, gestern in aller Frühe an den Knoblauchweg gefahren, einen Feld­weg, der zur Eschersheimer Landstraße führt. Er zeigte die Richtung, in der der Stein geworfen wurde. Beamte suchten die Stelle ab, aber ohne (Äfolg. Ueber den Verbleib des geraubten Geldes, von dem man angenommen hatte. Groß könne seinen Teil vergraben haben, ist sich die Polizei nunmehr int reinen. Groß hat in den Tagen nach dem Mord eine Anzahl kleiner und großer Ausgaben gehabt, und die Summe, die er dazu brauchte, entspricht etwa seinem Anteil. Man hat zwar bei einer Haussuchung Post­anweisungen in seiner Wohnung gefunden, sie sind aber älteren Tatums. Uebrigens scheint Groß, wie so viele, die schnell reich werden wollen, in der Lotterie gespielt zu haben; in seiner Stube lagen Ziehungslisten, darunter die letzte der hessisch-thüringischen Staatslotterie. Stas- forst kam auf seiner Flucht zunächst nach Gries­heim. Tort ging er nachmittags 3Vs Uhr in ein größeres Geschäft und verlangte einen Stehkragen. Ter Frau des Geschäftsinhabers fiel das Verhalten der Mannes sofort auf. Er trat nicht bis an den Ladentisch heran, sondern hielt sich ängstlich zurück, als ob er fürchte, erkannt zu werden. Trotzdem eine rauhe Luft wehte, trug Stafforst den Ueberzieher auf dem Arme und hielt ihn krampfhaft fest. Wahrscheinlich war er mit Blutspuren bedeckt. Nach­dem er den Kragen erhalten, fragte er nach dem nächsten Zug nach Mainz, sowie nach dem Weg nach Höchst. Als die Ermordung Lichtensteins in Griesheim bekannt wurde.

Abends 6 Ubr: Pfarrer Euler.

Sonntag abend 8 Uhr: Versammlung und Bibelbcsprechung Konfirmandensaale der Johanneskirche. . h,

soiöntaq, den 21.'Ulärj, abends 8 Uhr: »'bett'UN" im Konftrmandensaale der Johanneskirche. Tert: Jasi o, w n-

Plärrer E u l e r.

Am Sonntag Palmarum, 27. März, Landes-Buß- und'Bettag. An diesem Sonntag nach allen Gottesdiensten Kollekte p stützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Beool

verinifchtes.

Ser Iin , 17. März. Der einstige konservative Politiker und in weitesten Kreisen durch seinen Prozeß und seine Flucht nach Griechenland bekannt gewordene frühere Chef- derakteur derKreuzM." Frhr. v. Hamm er st ein ist heute in Eharlottenburg gestorben.

Köln, 17. März. Durch Scheuwerden eines vor einem Ackerkarren gespannten Pferdes ereignete sich in Endenich ein schweres Unglück. Das Pferd raste in einer belebten Straße in einen Hausen spielender Kinder hinein. Ein Kind ist tot, mehrere wurden schwer ver­letzt. Der Führer des Karrens ist gleichifalls derart verletzt worden, daß er alsbald starb.

* Paderborn, 17. März. Dar erste Versuch in Deutschland, ein Militärlager mit einem Theater zu verbinden, wird in diesem Sommer am benach­barten Sennelager gemacht werden. Tort wird nämlich ein unter Leitung des Direktors E von Bastinellerstehen- des Theater am 30. April eröffnet. Der neuerbaute Theater­saal faßt 600 Personen, hat 200 Sperrsitze, 200 erste sowie 200 Stehplätze und vier Logen. Tas Unternehmen geht von einer Paderborner Brauerei aus, welche sich zwecks Verwirklichung des Projektes mit der Militärverwaltung ins Einvernehmen gesetzt hatte.

* Brüssel, 17. März. Unter Mitnahme von 1300 0 0 Franes verschwanden zwei Beamte der Compagnie Coloniale Industrielle. Die ganzen Veruntreuungen betragen 300000 Francs.

Madrid, 17. März. Bei der gestrigen Spazier­fahrt der Monarchen an Bord des Kanonenbootes in der Bucht von Vigo ereignete sich ein Zwischenfal l. Einer der zahlreichen, vom Publikum besetzten Fischdampfer kollidierte infolge eines falschen Manövers mit dem Kanonenboot. Tas Publikum, von Schrecken erfaßt, begann auf das Kanonenboot zu klettern. Tie Monarchen erfaßten selbst Personen, um ihnen beim Sprung zu Helsen. Hieraus beruhigten sich die Leute.

* Petersburg, 17. März. Gestern abend gegen 7 Uhr wurde tn die Alexa nderkapelle am Georgs- platz in Wilna eine Bombe geworfen, die mit lautem Knall explodierte. Tas Innere der Kapelle wurde völlig demoliert, jedoch wurde niemand getötet. Tie Urheber des Attentats sind. unbekannt.

* Verkleidete russische Beamte suchen, wie der Tils. Allg. Zig." berichtet wird, an der Grenze aufpreu- ßischem Gebiet in russischer Bauerntracht oder in anderer Zivilkleidung nach russischen Händlern umher, welche Schmuggelwaren in Preußen kauften und dieselben in Rußland einzubringen beabsichtigten. So ist unlängst der Gendarmeriehauptmann mit drei Gendarmen in Bauern­kleidern aus Georgenburg auf preußischem Gebiete gewesen, um die Wirtschaften zu besuchen, in welchen sich Pro­fessionsschmuggler zu versammeln pflegen. Als nun ein russischer Händler mit einer Anzahl Paketen erschien, tranken die unbekannten Gendarmen mit demselben und ihnen wur­den von dem Händler die Pakete zur Beförderung über die Grenze anvertraut. Ms aber der Händler an dem von ihm angegebenen Bestimmungsorte erschien, um die ge­schmuggelten Waren auf russischer Seite abzunehmen, wurde er von den Paketträgern, die sich jetzt als Gendarmen ent­puppten, empfangen und gefangen genommen. Ein atyn.» licher Fall soll sich acht Tage später wiederholt haben.

bestehen. , __ OT)...

Nächstfolgenden Sonntag Palmarum, den 27. Ma z.

Beichte und heiliges Abendmahl für -.ukas- Johannesgemeinde im Äbendgottesdienst. Anmeldungen dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Abendmahlsfeiern finden noch statt: Am Grundo - & abends 7/4 Uhr, und Karfreitag im Vorirnttagsgottesdiensl, i mal für die LukaS- und die Johannesgemeinde.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 19. M ä r z.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegene hl. Beicht. ..

Sonntag, den 20. Marz.

Paffionsfonntag. GroßesGebet.

Vormittags von 6 st, Uhr an: Gelegenheit zur heil. verre[b«i , um 7 Uhr: Die erste heil.Meste, vor und m der,-

AnSteiluna der he.l. Kommunion.

Vorher Ansfetzimq des Allerheu 6J Beginn der Betstunden.

, um 8 Uhr: Tie »weite heilige Messe.

10 , Die dritte hl. Messe.

Gistndakn-Zeitllng.

Berlin, 17. März. Eine Probefahrt unternahm gestern Minister Budde mit einem neuen Z u g e. Der Zug be­stand aus 0-Zugsivagen mit einem neuen System von Koppelungen. Dieses ermöglickit es, die Wagen aneinander zu hängen, ohne bnfe der betreffende Beamte zwsichen die Wagen zu kriechen braucht. Der Probezug, der auch mit einer neuen elektrischen Beleuchtungs­anlage ausgerüstet war, fuhr vom Potsdamer Bahnhof nach Brandenburg und kehrte nach einigem Aufenthalt hierher zurück.

Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 17. März 1904.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 st, Prozent.

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