Ausgabe 
18.3.1904 Erstes Blatt
 
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(SMtea Blatt

154» Jahrgang

Freitag 18. März lv04

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in dem Prozeß M zl ifi, am 14. tejeink TOiitweie händlrnli K. iq ermorde, unb Urteil geiprochm. ?n ^arbeit und lebenSlar.:

Er nahm das Ito.

Kirche und Schule.

~ Soeben erscheint in den hessischen Tageszeitungen ein Aufsatz über den in der Zeit vom 4.-9. April l. I. zu Nürnberg stattfindenden 1. Internationalen Kongreß für Schulgesundheitspflege, von dessen Wiedergabe wir hier absehen zu können glauben, da wir im vorigen Monat über die Vorbereitungen zu diesem Kongreß berichtet haben.

Bekanntmachung.

Die Goethe st raße zwischen SelterSweg und Süd- anlage wird wegen Vornahme von KanalifationSarbeiten von Montag, den 21. d. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhr- weiks- und Fahrradverkehr gesperrt.

Gießen, den 17. März 1904.

Groß herzoglich«"^ 'Bnineiamt Gießen.

Hechler.

Bekanntmachung.

Die Walltor st raße zwischen Braugasse und Nord- anlage wird wegen Vornahme von Kanalisatiosarbeiten von Mc ntag, den 21. l. MtS. an bis auf weiteres für den Fuhr- weitks- und Fahrradoerkehr gesperrt.

Gießen, den 17. März 1904.

Großherzogliche« Bolizeiamt Gießen.

Hechler.

loS haben die Japaner die Bevölkerung gegen die Nüssen aufgehetzt.

Einer Meldung auS JrtttSk zufolge hat Fürst Chilkow die Eröffnung der Bahn um den Baikalsee zum 14. Avril in Aussicht gestellt. Von hier ist ein Teil deS Luft­schifferparks auf den Kriegsschauplatz entsendet worden.

In Antwerpen rief die Meldung große Ucberraschung hervor, daß die russische Regierung 20 englische Dampferaechartert habe, um Eisenbahn- und Kriegs­material nach Port Arthur zu transportieren. Die Dampfer sollen ihre Ladung in Antwerpen, Hamburg und Cardiff an Bord nehmen. Die Versicherungssumme, welche in Lou­don für die Dampfer abgeschlossen worden set, belaufe sich auf eine Million Mark für jedes Schiff. Der erste dieser Dampfer soll Ende dieses Monats Hamburg verlassen, die übrigen sollen so ab gehen, daß sie Ende Mai die asiatischen Gewässer erreichen.

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Deutsches Reich.

Berlin, 17. März. ?n Trip olis geht das Gerücht, der Kaiser werde zum Besuche dnrthin kommen. Tas Gerücht tritt umso bestimmter auf, als seit einigen Tagen zwei hohe deutsche Offiziere sich dort aufhalten.

Kaiser Wilhelm hat den König von Spanien zum Admiral der deutschen Flotte ernannt. Der DampferKönig Albers und der Kreuzer Friedrich Karl" haben Kap Carvoeiro auf der Weiter­fahrt nach dem Mittelländischen Meer gesichtet.

Hamburg, 17. März. Anläßlich des Stapellaufes des großen TouristendampfersMeteor der Hamburg-Amerika-Linie hat der Kaiser cm General­direktor Ballin das folgende Telegramm gerichtet: Mit Freude habe ich Kenntnis genommen von dem glücklich vollzogenen Stapellauf desMeteor. Ich begrüße diesen Zuwachs der Hamburg-Amerika-Linie, welcher bestimmt ist, auch weniger begüterten Landsleuten Gelegenheit zu geben, fremde Lander selber kennen zu lernen, mit besonderem Interesse. In der Hoffnung, daß die Hamburg-Amerika-Linie unter der bewährten Leitung auch auf diesem Gebiete gute Erfolge erzielen wird, wünsche ich Ihnen viel Glück zu diesem neuen Unternehmen. Wilhelm.

Braunschweig, 17. März. Die Vorlage Mer die Warenhaus st euer wurde heute vom Landtag ange­nommen. Danach wird von den Warenhäusern eine Umsatz­steuer von 2 Proz. erhoben, welche zur Förderung des Kleinhandels und des Handwerkerstandes im Herzogtum Braunschweig verwandt werden soll. Zweidrittel der Ein­nahmen sollen den Gemeinden, ein Drittel der Staatskasse überwiesen werden. Ter Landtag nahm ferner eine Vor­lage an, wonach den Frauen die Teilnahme an öffentlichen Versammlungen gestattet ist, so­weit sich dieselben nicht mit politischen Angelegenheiten befassen. Bisher war im Herzogtum den Frauen die Teil- nahme an Versammlungen überhaupt verboten.

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rfdtelnt täglich außer SonnlagS.

vr>n Gießener Anzeiger ivecden im Wechiei mit Ibtm kesfischen Landwirt bi« H'tßener §anüUen- HfltUt viermal in der Woche beigelegt

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brüh l'scheu Uiiwerl.-Buch-u, Stein­druckerei. 9L Lange. Redaktion, ErvedUioa und Druckerei:

Schul st raße 7.

Sbrefle für Deveichen: Anzeiger Gießen.

FkNniprkchanichlußVr 51.

parlamentarisches.

IN der Budgetkommission des Reichstages wurde heute die Tebatte über die I i n an z r e f o r m fort­gesetzt. Nach längerer Beratung wurde ein Antrag Müller- Fulda (Ztr.) angenommen, der Reichsschatzsekretär möge eine Denkschrift über bie finanzielle Sage aus­arbeiten. Alsdann ging die Kommission zur Besprechung des Berichtes über die Lage der Reichsbank über.

München, 17. März. Ter Kammer der Abgeordneten ging ein Gesetzentwurf zu, der für den Bau von 30 Lokal­bahnen im rechtsrheinischen Bayern und der Pfalz ins- gesamt 33 760000 Mk. fordert.

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Amts- und Anzetgeblatt für den Ureis Gießen MGZ

________________________________________________________ zeigentetl: Han« Beck.

per Krrea zwistSen Japan und Dußland.

Neues Unheil in Port Arthur.

Bei dem Einlaufen in den Hafen von Port Arthur stie ß am 16. d. M. der russische T o r p e d o j ü g e r S k o r y auff eine Mine, die von ihrem Platze abgetrieben war, lind flog in die Luft. Nur vier Mann von der Be- satzZmg wurden gerettet.

Ter Beamte für diplomatische Angelegenheiten beim nisiiischen Statthalter Alexejew telegraphiert aus Port Arlthur vom 16. März: Tie Meldung englischer und eng* lisck-*chinesischer Zeitungen, Port Arthur sei von den Ja­panern besetzt, stehe in Flammen, werde von den binrvohnern verlassen und ähnliches, sind reinste Erfind- imgam. Außer fünf Toten und Beschädigungen einiger hänsser hatte das Bombardement vom 10. März feine stolzen. Eine briefliche Meldung aus Port Arthur besagt, daß die Besatzung dieses Platzes 2500 Mann stark sei. fcrnier wird berichtet, General Kuropatkiu werde sein Hauptquartier in Liaujang aufschlagen.

Weiteres zur Kriegslage.

'TerRufs. Tel.-Ag." wird aus Liaujang gemeldet: Ge- tierc l Kuropatkiu saubre an den vorläufigen Befehls- babcr der MandsckMeiarmee, General Linewitsch, der siä gegenwärtig hier befindet, folgendes Telegramm: Ich begrüße Sie und die von Ihnen befehligten Truppen. Möge Poti Ihnen helfen, bei dem schwierigsten Teile des Pro­blems zum Ziel zu gelangen. Ich würde glücklich sein, Sie oudi fernerhin an der Spitze der Truppen zu sehen, die den Willen des Kaisers gemäß mir anvertraut sind. Ich baist', daß Sie dieselben, so lange die Hauptgefahr droht, nicht: verlassen werden, denn die Truppen gaben volles Vertrauen zu Ihnen.

General Linewitsch besichtigte die strategischen finffte der neuen Befestigungen von Niutschw ang und mbrrc Plätze in der südlichen Mandschurei. Das Wetter ii! unbeständig. Es herrscht Frost und Schneesturm. Cine bei Lloyds aus Niutschwang eingegangene Depesche meldet: Der Hafen wird zwischen dem 25. und 30. März tibirei sein. Es sind schon Dampfer gechartert für die Mlisahrsladung. Das Gerücht, daß Niutschwang nächstens cnti(griffen werben würde, ist unwahr, ebenso das Gerücht, ,bfi die Russen querab von dem Fort Minen zu legen suchen. "JoS Geschäft geht wie gewöhnlich. Die Jivilbehörden tun was in ihrer Macht steht, um die Haudelsinterefsen iyr Chinesen wie die der Fremden zu fördern. Auch sind HjIw Anzeichen dafür vorhanden, daß irgend eine Störung i befürchten sei. Die Japaner landen wahrscheinlichi tin bet Kaitschoubai Truppen, um die Haupteisen- Wrulinie ab zu schneid en.

2er PariserMatin" veröffentlicht aus Tokio eine an- sc-ll:ch aus sicherer Quelle stammende Nachricht über die Mtärischk' Situation. Japan habe mit seiner erften Htrnee, 70000 Mann stark, den Norden Koreas be- IfltS B; eine zweite ebenso starke Armee sei in Gens an Mündet und bereit, demnächst nach einem unbekannten Be- stfurnungsort eingeschifft zu werden. Die Mobilisation ancT dritten Armee habe seit dem 7. März be- (prien.

2000 Mann von der koreanischen Armee, die UliLrin Söul standen, haben jetzt Befehl erhalten, in nörd- Ily?rMichtung vorzumarschieren. Sie sollen aber nicht als L-i?gführende au den Feindseligkeiten teilnehmen, sondern lll-P o lize i tru p p e die Aufrechterhaltung der Ordnung in jetnen Landesteilen sichern.

In Söul ist Marquis I t o eingetroffen. Er wurde jju 5er koreanischen Regierung in feierlicher Weise begrüßt. iLmittelbar nach der Ankunft in der Hauptstadt wurde der Mrcmis vom Kaiser von Korea empfangen.

Aus Söul wird ferner telegraphiert, Korea räume Fiinidlich' mit politischen Verbrechern, Räubern und unehr- &ttt Beamten auf. In den Gefängnissen finden täglich §ot Hauptungen statt. In drei Nächten wurden ffer sonen hingerichtet.

22erKöln. Zig." wird aus Petersburg gemeldet: Me Mimrehr festgestellt ist, kaperten bisher die Japaner ' russische Dampf e r sowie 13, Jndustriegesell- 'i&itbn gehörende Handelsschiffe.

'MuS der Mongolei und einigen Punkten der Maudschu- '^Z'iihn kommt die Meldung, die örtliche Bevölkerung ufigtere sich, den Russen Vieh zu verkaufen. Die GesuchenStr'beiter stellen die Arbeit ein unb gehen ins . terre des Landes. Weiter erfährt man, daß bei einem chines'schen Kaufmann zwei Geschütze sowie Gewehre i ::nb Patronen gefunden wurden. Bei der Station Larna- 1: ir.btMfg wurden vor der Ankunft des Militärzuges von den 1 Efintt|en einige Schwellen auf die Schienen gelegt. Zweifel­

Ausland.

London, 17.März. Ter Herzog von Cambridge ist heute gestorben. Georg Frederick William Charles, Herzog von Cambridge, ist zu Hannover 1819 als Sohn des Herzogs Adolf und dessen Gemahlin, Prinzessin Auguste von Hejsen-Kassel, geboren. Er erhielt durch Parlaments­akte eine jährliche Apanage von 12 000 Pfund Sterling. 1854 wurde er Generalleutnant, erhielt in demselben Jahre das Kommando der ersten Division in dem nach dem Orient bestimmten Heere und machte die Schlachten an der Alma und bei Inkerman sowie die übrigen Kämpfe vor Sepastobol mit. 1856 wurde er General und Oberbefehlshaber der englischen Armee, welchen Posten er bis zum Jahre 1901 bekleidet bat. In seiner einflußreichen Stellung hat er mannigfache Reformen im englischen Heerwesen durchge­führt, wozu die Abschaffung der Prügelstrafe, die erleichterte Feldausrüstung, die Einführung von Prüf­ungen für die Offizierskcmdidaten und anderes mehr ge­hören. Ter Verstorbene war Chef des preußischen In­fanterieregiments v. Gäben, englischer und preußischer Jeldmarschall. Er war morganatisch mit einem Frl. A airbr o ther vermählt. Seine Kinder aus dieser Ehe führen den Namen Fitz-George, aber feinen Adels- Titel.

Paris, 17. März. Ter Handelsminister eröffnete heute vormittag die erste Pariser Messe. Tieselbe findet nach dem Vorbild der großen Leipziger Messe in der ehe­maligen Markthalle Du Temple patt, die jüngst ihrer ur­sprünglichen Bestimmung entzogen wurde.

Turin, 17. März. Als der Herzog von Aosta fein Vetter des Königs von Italien) heute abend mit dem Ordonnanzoffizier Tnrirn einen Spazierritt machte, machte das Pferd des Herzogs einen Seitensprung, wodurch der Herzog gegen einen Baum gedrängt wurde. T-r Herzog kam zu Fall und wurde ins Schloß gebracht. Professor Carle und Oberstabsarzt Cavallerteone haben die Behand­lung übernommen. Tas heute abend 10 Uhr ausgegebene Bulletin besagt, daß der Herzog das linke Bein ge- b r och en hat.

Wien, 17. März. Abgeordnetenhaus. Bei Be­ginn der Sitzung beantwortet der Ministerpräsident von Körber die Interpellation betr. die Angriffe auf das tsche­chische Vereinshaus int 15. Wiener Gemeindebezirk. Es sei zu einem Konflikt gekommen, wobei mehrere Personen ver­letzt wurden. Es seien Vorkehrungen getroffen, um solche Exzesse in Zukunft zu verhindern. Ter Ministerpräsident gibt sodann in Beantwortung einer Interpellation eine Darstellung der Vorgänge bei dem Kubelik-Kon^ert in Linz. Tie Regierung verurteile die Vorgänge uno be­sage, daß der Künstler bei einem Wohltättgkeitsakte der Zielpunkt von Beleidigungen gewesen sei. Auf die An­griffe, daß die Regierung die Schuld an diesen Vorkomm­nissen trage, wolle ,er nicht antworten, solange hierfür kein Beweis gebracht sei. Es würden solche Vermutungen von allen verständigen Menschen verurteilt.

Athen, 17. März. Für den Empfana Kaiser Wilhelms werden hier bereits große Boroerettunge« getroffen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 18. März 1904.

** Eine Anzahl von Adreßbüchern liegt un­seren Geschäftsfreunden zur Einsicht und zur Benutzung in unserer Geschäftsstelle aus. Es sind folgende Adreß­bücher: Von Düsseldorf, Halle, Würzburg, Rostock, Hof/ Göttingen, Stuttgart, Hamm, .Greifswald, Köslin, Bonn,! Worms, Lüneburg, Mannheim, Heidelberg, Münster L W.^ Köln, Hagen i. W., Marburg, Hanau, Rathenow, Branden­burg, Erlangen, Adreßbuch vom deutschen Buchhandel, Berlin, Deutsches Reichs-Yldreßbuch, Gießen.

** KrerSauSschuß-Sitzung. Samstag,'den 19.1.Mts. vormittags 9 Uhr findet im Sitzungssaal des RegierungSge-^ bäudeS hier, Brandplatz Nr. 9, eine öffentliche Sitzung be§' KreisausjchuffeS mit folgender Tagesordnung statt: 1. DaS Faselwesen in der Gemeinde Beltershain. 2. Gehalt des Gemeindeeinnehmers zu Langd. Hieran schließt sich eine' nichtöffentliche Sitzung.

Hessisch-Thüringische Staatslotterie. 58ei' der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 99711, vier Gewinne von je 6000 Mk auf Nr. 6526 11696 36593 90930, Gewinne.' von je 3000 Mk. auf Nr. 6163 7034 14088 16464 17069; 21551 22424 42584 61292 61316 56077 63289 70676 71085 74731 79361 84227 91016. (Ohne Gewähr.)

** Theater-Verein. Nachdem sich da8 Wiederaus-, treten von Frl. Hell berg in dieser Spielzeit als unmög-^ l i ch herausgestellt hat, ist der Vorstand des Theatervereins mit Frl. Leonie TalianSky am Hoftheater in Wiesbaden in Unterhandlung getreten. Diese hat sich bereit erklärt, die Nolle der Agnes in der .Schule der Frauen^ zu über­nehmen, kann aber ihr definitives Auftreten erst morgen, nach Bekanntgabe des Wiesbadener SpielplanS geben. Fräulein' TalianSky möchte dann weiter noch die Marianne in den Erchristen^ spielen. Auch dem Gießener Publikum dürfte Frl. TalianSky als eine der ausgezeichnetsten Naiven schon halbwegS bekannt sein. Vor dem Wiesbadener gehörte sie dem Neuen und dem Berliner Theater in Berlin atti 2ln letzterem schuf sie u. a. die Rolle der Käthi in Alt-^ Heidelberg.

* Neubau der höheren Töchterschule. In einer, gestern nachmittag stattgehabten Kommissronss^tzung, wobei Architekt Hans Meyer uni) der Vertreter des städtischen Hochbauamts, Gerbel, anwesend war, wurde vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung enb^ giltig über die Ausführung des Töchterschulgebäudes an der Nordanlage Besch»luß gefaßt. Man erfährt übrigens, daß die Baukosten sich auf 450500 000 Mk. stellen werden.

** 53 o n der Kanalisation. S^it über einer Woche ist man am Kreuzplatz dabei, eine größere Ausschachtung vorzunehmen, die häufig das Verwundern Vorübergehender erregt. Allerdings glaubt man es hier mit einer Baugrube zu tun zu haben, welche jwr Aufnahme eines Gebäudefund-a- ments dienen soll. Nach einer Erkundigung beim städti­schen Tiefbauamt ist nun allerdings nicht daran zu benfeit, daß auf dem schon engen Kreuz noch ein Gebäude seinen Platz erhält; vielmehr handelt es sich dort um die Anlegung eines größeren Schneeschachtes. Es wird dort, wie im verkleinerten Maßstabe bereits am Marktplatz, in Verbind­ung mit dem S4elbau ein gruben artiger Raum hergestellt, in welchem im Muter der gefallene Schnee von den Straßen hinabgeworfen wird, um durch das warme Wasser des Kanals aufgetaut unh fortgeschtwemmt zu werden. Eine ebens- solche Anlage ist auch noch am Brandplatz geplant.

** Zur Aufhebung des § 2 des Jesuiten­gesetzes hat der evangelische Pfarrverein iw Oberhessen, wie uns mitgeteilt wird, vor einigen Tagen eine Resolution gefaßt, worin das stete Zurückweichen der Reichsregieruug vor der Macht des UlttamontaniSmus tief bedauert und cS für eine Pflicht der deutschen Pfarrvereine gehalten wird, iyre 9000 Mitglieder aufzufordern sie ihre Gemeinden auf die drohende «--montane Gefahr aufmerksam machen 3-4 recytem Kämpf für das Wohl