Ausgabe 
17.8.1904 Viertes Blatt
 
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f betrug hernach by-. < ikul I. 1902 und 6786,3 Mill. Mk.

Mk., Darlehen

und Verwaltungsausgaben

Gehälter

Den Kassenärzten wird dadurch ihr Streben nachseiner Dcr- besserung immer wieder unmöglich gemacht. Und doch wür- J beide Teile sich am besten stellen, tiKtw sie nicht im

besseruna immer wieder unmöglich gemacht. Uno oocy wur­den beide Teile sich am besten stellen, tiKtw sie nrcht un EaerlsaN uieittoitbcr sLLnden.

Endlich würden sich durch daS Z u s a m m enleg e n mehrerer Orte in Kr eis verbände die Derlvalt- ungelösten bedeutend verringern; durch Bezahlung der Eruzelletstungen würden ferner die Aerz»te mehr rireudig- leit an ihrer schwierigen und oft sogar sehr unangenehmem Stellmig als Kassenärzte finden.

Ein gutes, auf gegenseitigem Vertrauen basierendes Verhältnis zwischen Kassenvenvaltung und Kaslenarzten würde a der schließlich nicht blos den Pattenten zu gute kommen, sondern auch aus die gedeihliche Enttvlllluug der einzelnen Aussen von günstigstem Emflussc fern.

nttnUMtr Suorunbclcaurg ber «oronfcNägc für da» R--kpiimgS. iabr 1903 oetiugen die ordentlichen Ausgaben int -httd) und m den BunbeSstaaten 6648,8 MillionenMark.te ^nt- sprechende vorjährige StatisUl, der der allerdmgü sur Bavcrn, tliKiiburg, 3djapaubuig*'JiuboliUibt und 9tcuf> L. Ä bereitj Die ^ttblcn b.s LtatS amivloß für 1903, dagegen b:iMecllcnburg- Äircln>. Sachfcn-Mciniugcn, Sachsen-Koburg-Gotha,

bürg SonderSl-ausen und Reuß i. & tweb die für 1301, bei den übrgen Staaten die für 1902 berüdfichtigt waren, hatten ordent- Hd»9\lu6<tobeTt in L>ohe von 6498,9 MillioncM Äark, sodav also

tmrm vorgerückten Alters an seinen Sohn abgtevt. Er hat ' m^ber als Meister fri'lher nicht für eine freiwillige Jn- validitätSversicherung Fürsorge getragerr, und kann deshalb Einerlei Antrag in dieser ^ziehung stellen; nun wird er vbwodl er schon ernn-rbSunfahig t|X von dem Sobne als neuem Geschäftsinhaber als ö^cselle augemeldet bei der be- treffenden Bürgermeisterei. Der Wrgermeister, der wohl ( manchmal weist, dast der Alte eigentlich rnchtS mehr M kann, der sich aber mit den Leuten seiner gemeinte auch nicht verfeinden will, twü viclleiclst Wahlen lwr der Tür. sieben, meldet ihn also ruhig an. Im Frühjahr und «vouiunr fübll sich der engbrüstige, kurzatmige Mann noch gany wohl, aber mir Eintritt der rauhen Jahreszeit fallt er dann der Krankenkasse auf 26 Wochen zur ^.ast. Ist eS nun vielleicht Recht, dast man hier zu Gunsten cmeS Ein- zelnen, oder bei Verbänden sogar einer ganzen Gemeinde diese Lasten auf breitere Schultern abwälzt ?!.

6. Aihnlich verhält es sich in manchen Enternden mit den Ortsarmen; man nimmt sie wegen einer si^neind' llchen Arbeit in die Krankenkassen aus und überlaßt dann diesen die Fürsorge auf 26 Wochen. , r ,

7. Eine Haupt Ursache, warum speziell viele ob c r- hessische Krankenkassen sich n icht g e d e i bjli d? entwickeln können, finde tc6tn folgendem Umstand: Som Sommer bis zum Sinter geben yundertc von ^ber. Hessen nach auswärts »um Dreschen und bleiben dort monatelang, während andere in &aStilen und Betfl toerTc xicben. Kurz vor dem Winter kehren bie Dresch Maschinen arbeitet meist beim mit einem guten Stuck iSelo, das sie aber sauer verdienen mußten. Leider bringen ju aber meist auch noch ettvas anderes mit, denn dauert Sar nicht lange, so stellen sich Anzeichen von B r u st- u n d Annaeuleiden ein und der fleißige Arbeiter muß nur. Wochen- und monatelang liegen und doktern.

ein Glück, wenn die auswärtige Krankenkas,e noch für ihn «r basten hat: diese überweist ihn dann an Oie Stan Fen rtiljc Der HeimatSgemeinde und bezahlt dieser als 6r)Qy füi Doktor- und Apothekerkosten daS halbe Krankengeld nach s 57a des Krankenversichcrnngsgesctzes. Das larigt aber in den NMitaus meisten Füllen nicht; das Defizit must neben der Arbeit die heimatliche fitantmlaffe tragen, wah­rend diejenigen Orte, die durch ihre staubige Arbeit die Hauprursackc diesen Leiden gegeben haben, urrd die monatelang die Krankengelderbeirrage umjonst eingenom. men haben, von der Arbeit und namentlich dieser Mehr- delastung verschont bleiben. Tas sind Zustande, die abiolut nicht Vorkommen dürften, rcsp. müßten bie ausw artigen Lassen -um vollen Ersatz der entstandenen Pslege- kosten verpflichtet sein. .

8. Eine Bestimmung verlangt, daß eine Kapital, ent­sprechend dem durchschnittlichen jährlichu Umsatz, nnt der Zeit als Reservefonds angesammell werde. Hier ist dne Hauptquelle der geginseirigen Verstimmung Zwischen Kassenvorständen und Kassenärzten zu finden, so mit diese Bestimmung auch gemeint ist. Denn entere trach- 5en auf alle möglichen L<isen dies Ziel baldigst zu er­reichen und halten ihren Kassenärzten immer xoubtt vor, so [ange wir den genügenden Reservefonds nicht Huden, Vnnen wir an eine Honorar-Aufbesserung nicht denken."

K äi Äf.i'Ä&iSSäS Ausnaben bed BornMästagS noch um 18,Z Millionen JCau iurua hiirbi'tt io lieat bas daran, daß Bremen die ^.eckuiigdmittel des außerordentlichen StaatSbedarss durch besondere Auleil-en be- chaft. Im allgemeinen werden im Reid) unb iii bcn L11ijcll^al ne Ein nahmen und die Ausgaben dura» da- Einst illu na t^r auste ordentlichen EinnalMen aus^eglid>en.^o hadendas ^Cld>2u4(j \< Pfützen 71, Baden 48,47oadi(cn 32,J mib Wrltc lOerg 19j3 Millionen Mark durch außewrdi'mlid>e EinnalMen di-clen müssen. Einen Ueberschnß der Einnahmen über die Aus- nahen wecken aus Hessen, Mccklenburg<2treliß, Oldenburg, Sachsen-Altenburg und ^ippe. Meist Ijanbclt c3 habet aber nur um ganz geringfügige Betrage; einzig in Velsen de trägt der llebcrschuß der Einnahme o Mill. Mk

der imVorwärts" tveiter veröffentlicht wird, behandelt zu­nächst die Verhältnisse derP a r t e i b u ch h a n d l u n g ^Vor­wärts". Der Warenumsatz dieses "Zarteiunternehmens ist von 246 000 Mk. aus 317000 Mk. gestiegen. Aus dem erzielten Gewinne wurden vorläufig 35 000 Mk. der Parteikasse übet* nndtn. Um zu beweisen, daß die Sozialdemokratie allem Per- sonenkulluS abhold ist, bat dieBuchhandluna Vorwärts" em Gruppendiid der iozialdemokratilchen Rndistagslrattwn m 26 000 Eiemplareii Herstellen lassen. Tie Partelkasse loies in der Zeit vom 1. August 1903 RS 31. Zuli 1904 Einnahmen in ber Höhe von über 600 000 Mark auf. Mit den Seitanben ans dem Zahre vorher standen der Partei stst 6 500000 Mk. zur Verfügung. Davon sind nur 362 000 Mark ausgegeben worden: das übrige ist alS Kapital angelegt bezw. als naisen- beswnd in das nächste Iabr übernommen worden. Bon den Ausgabeposten mögen folgende bervorgeboben werden: allgemeine Aatianon rund 78 000 Mk., Wahlagitation gegen 55 000 Mk., Unterstützungen 36 000 Mk., meichStagskost en 4 5 000 Mk., r ~ über 24 000 Mk., Darlehen

übr acn Staaten die lür ivu^ Dciuciiiwgi naicc lidie* "ludgabeit in Hohe von 6498,9 Millwnt-n Ä.rrk, sodatz also

Z u n a d m - v ° n 1 4 9 9 M il l io ne

bot Die auBcrorbcnitidten Ausgaben sind iur 1903 auf 299,9 Millionen Mk. veranschlagt gegen 316,5 ^Ulroiicn l 1903. Xer gesamte Staatsbedarf betrua diernach 6948.7 Mill. Mark gegen 6815,5 Millionen t Z. 1902 und 6/86,3 Mill. Mk. L I 1901 Wahrend acko von 1901 zu 1902 nur eine Steigerung .im 'oa') MM Mk. oder 0,4 v. H. st^Uigefunden hatte, beträgt di? siuimlwie iwn 1902 zu 1903 133,2 Mill. Mk. oder 2 v. H. Ten^g.ö aeu Bedarf batte Preußen mit 2688,3 Mill. Mk. gegen 2622,4 Millionen im Jahre 1902. An -weiter steht dao Reich mit 2486^ Millwncn Mark <K9«t 2440^ 9K Uhonen un 3al,rx' 1902. Während von 1901 zu 1902 Umschlag in Preußen sowohl wie im Reich (um 3o,l unb «9^ Mill. Jlt zurückgeganacn war, hat im Jahre 1903 eine Zunahme um (w,< und 45 5 Mill. Mk. ftottgefunben. ?er Bedarf Bayern- für 19<J3 mar schön in der vorjährigen «Statistik mit 46o,9 Mill. Mark cinycfklü; bet fik iflmii .3'^8 ^UL'IJiLun,

betinbert gcblietcn. Tann folgen Vaden nut 209,2 (1902 205,4 Auntcmbcrg nut 186,8 (1824), Hamburg mU 138,8 (132 1 öefi en mit 80,2 (7 7.4), und 6I(aik2otbnngen mit 71,3_(<3,8) Millionen 'Uiart In allen anderen -taaten erreicht kt ctaaU- bebari nicht 50 Mill Mk. ®m_germg|ttn ill er m SBalbcd mit 1 7 Rcuß A. 2. nut 1/5 und iLchaumburg-Lippe mit 1,2 iXUL di art Tre gesamten Sinnadrne n de4 Reich« unb ber BuncxSf^mten sind vercmscAagt mit b931 Millionen Mark, worunter 431,2 au&rrorixntlidK sind Gegenüber dem Dorau|- gegangenen Jahr s,nb die ordentiichen Tmnaprni-n rnll 649ll8 Millionen Mark fast acnau so grotz gewesen, wie im oanrt 1W- ma 6499^ Mill. Mk., wogegen die außerordentlichen, zumeist aus Anleihen herrübrenden Sinnadmen von >97 auf 4 31,2 Millionen Mark gestiegen smd, was

Piilitische Tngcsschiiil.

Heber die Finanzen des Reichs vnd der Bundesstaaten enthält dasStatist. Zahrd. f. d. Deutsche Reich" einige Ta- dcllen, denen wir das Material zu folgender Erstellung eiit-

llolonialdirektor Dr. Stübel.

Eine Korrespoiidenz schreibt: _ W1_r , ,

Tie Tat lache, daß der Holonialbircltür Dr. ^tubel gelegent­lich der Audienz der s ü d w e st a s r i k a n i i ch e n De p u - lation beim Kaiser nicht zugegen war, wird mit Recht alS ein Anzeichen dasür gedeutet, daß lerne ^.age ge­zählt lind. .Tas Kolonialamt wird also, wie dies ia schon fnilKt angedeutct ivurbe, in der Tat für die bisherigen M i ß- erfolge in Südwcstafrika den Sündenbock hefmt.

Wir glauben nick, daß, mcil der Kolonialdirektor Dr. .Stichel der Audienz der südweltafrikanischen Farmer nicht bcigeroobirt bat er am Ende feiner Laufbahn stehe. Wollte man den Schluß daraus ziehen, daß die Tage Dr. St Übels im Kolomalamtge­zählt feien", so niüßtc man auch der Meinung fein, bay bie ragc Vt Freiherni von Richthofen im Auswärtigen Amt aeAäbh feien; denn wenn der Kolonialdirektor der Audienz hatte beüixolmcn m Äffen, so hätte auch der ^taat^ekretar M Aus­wärtigen Amts zugegen fein müssen, da bekanntlich das Kolonial- amt kein selbständiges Reichsamt, sondern nur eine Abteilung bes Auswärtigen Amts ist. Es wird derTtsch. Tagesztg. ver­sichert, daß das Fernbleiben des Kotouialoirektors von der Audien- vollkommen bedeutungslos, und auf rem a u ß er l i ch e Gründe zurück zu führen öl .Daß man den Kolonialdircktor tur die bisherigen Mißerfolge in Südweftalnka, bereit Ende ja nun glücklich gekommen zu fein scheint, nicht verantwortlich machen kann, liegt auf der Land. .Er ist bei allen Maßnahmen nur aus- führendes Organ gewesen, und sästießlich hat ja bei Eriolg jeti gelehrt, daß man nun endlich bon unten auf bem rechten Wege tit

Der fozialbemokratifche Parteibericht,

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