@rtte§ Blatt.
154. Jahrgang
Samstag 13. August 1904
Nr. 189
• täglich
aufcet Sonntag«.
Tein Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Keffischen Landwirt die Gießener Familien- Hatter viermal in der Woche beigelegt.
^lotnttonflbnid n. Verlag bei Brühl 'schen Univers.-Buch-u. Stein» bruderet. Ä. Bange Redaktion, ErpedMoa und Tmcferet:
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Ubrefie lür Develchem Vluzeiger Gieße».
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AmK- und Anzeigeblatt für den Kreis Lietzen ZDZ
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Die heutige Kummer umfaßt 12 Seite».
5>ft Krieg zwischen Japan und Kußtand.
Ruffische Kriegsschiffe im deutschen Hafen Tsingtau.
Die gestrige Meldung, daß ruffische Schiffe in den Hafen von Tsingtau eingelausen seien, trifft zu. Heute wird gemeldet, daß es die Kreuzer ,9l§fo(b* und .Diana" und ein Torpedobootszerstörer sind. Der Kreuzer „Novik" sei nicht in Tsingtau.
Sicherlich wird der Gouverneur von Kiautschou bei diesem Vorfall die Grundsätze der Neutralität streng durchführen. Amtlich wird bereits aus Berlin gemeldet, daß der Kreuzer „Fürst Bismarck" mit dem Chef des Kreuzergeschwaders, Vizeadmiral von Prittwitz an Bord, von Tschifu nach Tsingtau in See gegangen sei. Auch die „Thetis" gehe von Tschifu und der „Seeadler" gleichfalls von Tsching- wantao nach Tsingtau ab.
Der neutrale Staat darf keine der kriegführenden Parteien begünstigen. Er darf daher nicht dulden, daß sein Gebiet, sei es Land, sei es Waffer, von den kriegführenden Parteien zu Kriegszwecken benutzt werde, sei es zum Angriff, sei es zum Schutz gegen Verfolgung. Im Landkriege ist die Einführung dieses Grundsatzes vollkommen klar. Das bekannteste Beispiel ist der Uebertritt der französischen Armee unter Bourbaki auf schweizerisches Gebiet im Jahre 1871. Auch ein kriegführendes Schiff, das sich vor der Verfolgung deS Feindes und weil eS beschädigt oder sonst nicht mehr seetüchtig ist, in den neutralen Hafen flüchtet, muß dort bis zur Beendigung bleiben. Es muß aber zugleich entwaffnet werden, damit eS nicht in die Lage komme, seiner Verpflichtung zuwider auszulaufen und am Kriege teilzunehmen.
Ein Neutralitatsbruch der Japaner.
Der neutrale Hafeü, in dem ein an einem Krieg beteiligtes Kriegsschiff einfährt, darf nicht zum Kriegsschauplatz gemacht werden. Während die chinesischen Behörden von Tschifu durch die Entwaffnung des russischen Torpedobootszerstörers „Netschitelny", über dessen Einfahrt in den Hafen von Tschifu und Wegnahme durch die Japaner wir bereits berichteten, den Pflichten, die die Neutralität Chinas ihnen auferlcgt, prompt nachgekommen sind, haben sich die Japaner dort einer flagranten Verletzung der chinesischen Neutralität schuldig gemacht;.sie sind dem „Retschitelny" in den neutralen Hasen gefolgt, haben ihn angegriffen und weggenommen. Der japanische Konsul entschuldigt dieses Vorgehen damit, daß die Japaner von der Entwaffnung deS russischen Fahrzeugs, die ebenso erfolgt war wie zu Anfang deS Krieges die Entwaffnung eines russischen Kanonenboots im Hafen von Schanghai, nichts erfahren hatten. Diese Entschuldigung is unzureichend. Denn ehe die japanischen Torpedobootszerstörer zu einer kriegerischen Aktion im neutralen Hafen vorgingen, mußten sie sich vergewissern, ob die neutralen Behörden ihrer Pflicht zur Entwaffnüng nachgekommen waren.
Chinesische Marine-Offiziere in Tschifu berichten über den Vorfall: Ms der hier eingelaufene japanische Torpedobootszerstörer an den chinesischen Kriegsschiffen voruber- fuhr, während der andere Zerstörer den „Reschite lny" nach Norden zu schleppte, machte das chinesische Flaggschiff ,^p ai-Tschi" klar zum Ge fecht und teilte dem japanischen Kommandanten mit, daß der „Re- schitelny" zurückgebracht werden müsse, da die Neutralität in offenkundiger Weise verletzt sei. Der Japaner verspracht er werde den Torpedobootszerstörer zur Rückkehr nach Tschifu veranlassen. Der chinesische Admiral nahm das Ehrenwort den Japanern ab und ließ den Zerstörer passieren. Dem japanischen Kommandanten war beim ersten Einlaufen in den Hafen von dem chinesischen Admiral persönlich die Zusicherung gegeben worden, daß der ,Fieschi- telny" entwaffnet sei. Die Japaner hatten darauf erklärt, daß sie keinen Angriff auf die Ruffen beabsichtigten. Bei dem Kampf, der sich bei der Besetzung des ,^keschitelny" entspann, hatten beide Teile viele Verluste. Aechszehn Russen werden vermißt. Der russische Kapitän ist am Bein verwundet, wurde aber gerettet.
Die japanischen Torpedobootszerstörer, welche den russischen Torpedobootszerstörer „Reschitelnh" nahmen, sind der „A saschimo" und der „K a s u m i". Die Japaner sandten einen Offizier an Bord des „Reschitelny" und sonderten die Nüssen auf, den Hafen zu verlassen und das Gefecht aufzunehmen. Der Kommandant des „ReschitelM)", Rost- schakowskr, erwiderte, der ^Reschitelny" sei des armier t und seine Maschinen seien betriebsunfähig; die ganze Angelegenheit liege in den Händen der Chinesen. Ms der japanische Offizier hierauf um die Erlaubnis bat, diese Aussagen auf ihre Richtigkeit zu prüfen, gab Rost- schakowski eiligst mit leiser Stimme bex Befehl, das Schiff rn die Luft zu sprengen, da er zugleich mit dem Schiffe sein und seines GegnerT Leben vernichten wollte. Unmittelbar darauf stürzte sich der Kommandant auf den japanischen Offizier und sprang mit ihm über Bord. Nach einer Meldung soll der Kommandant umgekommen, nach, einer anderen soll er schwer verwundet entkommen sein und von den Fremden verborgen gehalten werden Nach zehn Minuten wurde dann die .Kommandobrücke durch eine Explosion fortgerissen' der Schisfsrumpf blieb jedoch unversehrt.
Merkwürdig ist das; bei diesem ^wrsalt die Chinesen sich untätig verhielt.m Warum machte das chinesische Flagg" schiff erst klar zun (wsechl, als der „Reschitelny" fortgc- schteppt wurde? Welchx Haltung die Chinesen nun nach
träglich in dem Fall einnehmen werden, bleibt abzuwarten. Daß gleich „internationale Verwicklungen" entstehen könnten, wie ein Telegramm heute sagt, wird doch wohl ausgeschlossen bleiben.
Hebet den Ausgang der Seeschlacht vom 10. d. M.: ist noch immer nichts Zuverlässiges bekannt. Es wird zwar aus Tokio gemeldet, die japanischen Verluste hätten 170 Mann betragen, aber das sagt doch nichts über den Ausgang. Eine dürftige amtliche japanische Meldung von heute lautet:
Racb in Tokio eingelaufenen Nachrichten verließ das ruffisckie Geschwader den Hafen von Port Arthur und wurde sildlich von Jantau von der japanischen Flotte angegriffen und zerstreut. Die Kreuzer „Askold" und „Novik", ein dritter Kreuzer und ein Torpedobootszerstörer nahmen am 11. August Zuflucht in der Bucht von Kiautsch au, ein «amderer Torpedobootszerstörer in Tschifu. Die russischen Schlachtschiffe, fünf an der Zahl, ein Kreuzer, wahrscheinlich die „Diana", ein Hospitalschiff und mehrere Torpedobootszerstörer schienen am 11. August den Hafen von Port Arthur wieder aufgesucht zu haben. Tie japanische Flotte ist, wie man glaubt, unbeschädigt.
Dazu berichtet Admiral T o g o noch, das russische Kriegs- lchiff .Zessarewitsch" (wahrscheinlich der 3. „Kreuzer", der in die Bucht von Kiautschou eingefahren sein soll. D. Ned.) ist wahrscheinlich am 10. August gesunken.
Die japanische Meldung bestätigt also nur daS oben berichtete, lautet aber im übrigen recht unbestimmt. „Wahrscheinlich" sollen die übrigen russischen Schlachtschiffe wieder in Port Arthur eingetroffen sein. Nun, das ist sehr wesentlich für die Japaner!
Jedenfalls hat Admiral Togo den Erfolg nicht gehabt, den man nach Lage der Dinge erwarten konnte. Daß die russische Flotte zerstreut wurde und einige ihrer Schlachtschiffe durch die Fahrt in neutralen Häfen fortan aus dem Kampfe ausscheiden, ist ja ein Erfolg. Aber wenn der übrige Teil der russischen Flotte sich mit dem Wladiwostoker Geschwader vereinigen kann, so wäre dies eine sehr günstige Wendung für die Nüssen. ES heißt übrigens in einer heutigen Meldung, die russische Flotte hätte Port Arthur auf Befehl deS Admirals Skrydlofs verlassen.
Nach unbestätigten Meldungen soÜ ein russischer Kreuzer und ein Torpedobootszerstörer sich Schanghai nähern, und Anzeichen sollen vorhanden sein, daß die übrigen Schiffe der Flotte nach Port Arthur zurückgekehrt sind.
Nach einer anderen Meldung sollen sich vier russische Schlachtschiffe auf der Höhe der Saidle-Jnseln (Westküste von Korea) befinden.
In Petersburg ist man optimistisch Ein Telegramm der „Nowoje Wremja" ans Tschifu bestätigt, daß russische Kriegs- schiffe des Port Arthur-Geschwaders nach der Seeschlacht mit Admiral Togo die japanische Blokade durchbrochen habe und mit Volldampf dem Wladiwostvk-Geschwnd?r entgeg nfuhren. In unter» ridfzteten Kreisen glaubt man, daß 'die Vereinigung der beiden Geschwader bereits in der vorigen Nacht ftattgefunden habe. Tie russische Presse mißt dem Auslaufen des Geschvaders die weitgehendste Bedeutung bei.
Eine weitere russische Meldung sagt, der j a p a n i s ch e Kreuzer „Kasa gi" sei im Gefecht auf der Höhe von Roundisland gesunken. Tie russischen Schiffe hatten, bevor sie von Port Arthur abgefahren seien große Vorräte, sowie Maschinenersatzteile und Material zur Ausbesserung der Schiffe an Bord genommen.
Kampfe zu Land bei Port Arthur.
Ter Kapitän des bei dem geglückten Ausfall der russischen Flotte nach Tschifu eintkommenen Torpedobootszerstörers „Ret- chitelni" berichtet auch Über neue Kämpfe an der Landseite von Port Arthur. .Danach wagten die Japaner am Montag abermals einen mit todesverachtender Tapferkeit ausgeführten Generalangriff auf die russische Haupt Verteidigungslinie. Es kam zu einem erbitterten Nahkampf. Die Bajonette richteten ein furchtbares Blutbad an. Tie Russen wichen Zurück und der T a k u f ch a n - H ü g e l blieb im Besitze der Oapaner. Dienstag früh machten die Russen einen verzweifelten ersuch, die wickstige Positiml zurückzuerobern, der, da er ^e Japaner völlig .überraMe, gelang, zumal besonders die Geschosse der im Hafen liegenden Kriegsschiffe ihn wirksam unterstützten.
In der Mandschurei.
Wie General K u r o p a t k i n an den Kaiser meldet, tonrbe gestern bei der Südfront der Mandschureiarmee bemerkt, daß kleine Abteilungen der japantsehen Vorhut 'vorrückten. Im Gebiet des Liauslusses, oberhalb Jnkans, beginnen Ehrmklmsenbanden unter Führung von japanischen Offizieren sich bemerkbar zu machen. In einem Scharmützel zwischen einer russischen Streiswache intb einer japanischen berittenen Offizierspatronille von etwa 50 TTann sind 15 Japaner getötet oder verwundet um> die übrigen in die Flucht geschlagen worden. Die Russen erbeuteten Gewehre und Schießbckmrf. Russischerseits ist ein Mann getötet. — Auf der Ostfront sind keine besonderen Verändernngen eingetreten In Liaujang befintn'n sich 900 kranke und verwundete Russen.
in TiSet.
Im eÄnüfdjm Unterlaufe erklärte am 1L d. M. im Laufe der Besprechung des Budgets für Ostindien derStaats- ekretär für Indien, Bodrick : (Sfencrar Kitchener hat einen Plan für Reorganisation deS Mobillsationsshstems und für Ausrüstung deS indischen Heeres atlsgcarbeitet. den die indische «Regierung gegenwärtig Mviigt. Was die M l ssion nach Tibet betrifft, so hält die Regierung an der in bet Depesche vorn 6. November 1903 enthaltenen Politik 'est. Wir haben Lhassa mit bei au fri ästig en Absicht er reicht, die Stadt zu verlassen, sobald ein Abkommen getroffen ist, uirb die Expedition wird dort nicht bleiben, ausgenom irren während eines Zeitraumes, während dessen nach mih tärischem Urteil die Zurückziehung der Truppen gefährlich wäre. ES ist schstvierlg, die Frage der Mdingungen zu er
örtern, es muß aber eine Entschädigung irgend' einer Art für verschiedene Vorkommnisse geben. Wir müssen hinsichtlich der Frage der Bedingungen das hohe Haus auf fordern, uns zu vertrauen. Wir', sind nicht in Lhassa zwecks permanenter Besetzung oder Er», richtung eines Protektorats, beabsichtigen auch nicht, dort ei”en Residenten einzusetzen, sind aber entschlossen, bett' britischen Namen geachtet zu machen und solche Vereinbarungen zu treffen, die in Zukunft unsere Selbst-^ achttmg sichern. Unsere Position haben wir der russischen Regierung völlig auseinandergesetzt und habe« befriedigende Versicherungen erlangt. Aust Grund dieser Versicherungen hoffe ich aufrichtig, daß wir im stände fein werden, mit den Tibetanern ein Abkommen zu treffen, das die Notwendigkeit einer weiteren Intervention unsererseits ausschließt und die Feindseligkeiten beendigt.
Detttlches Reich.
Berlin, 12. Aug. Die .Nordd. Allg. Ztq.- meldet Wirkt. Geb. Oberfinanzrat Belian ist am Mittwoch hier gest o rben.
— Das ReichS-Marineamt trifft umfassende Vorsichts- Maßregeln, um Einschleppung von Seuchen durch den großen Krankentransport aus Südwestafrika, bet mit dem Dampfer .Schleswig" am 15. August die Heimat erreicht, zu verhindern.
— Gegenüber der Blättermeldunq, Prinz Heinrich von Preußen komme mit seiner Gemahlin und seinem ältesten Sohne Ende dieses Monats nach St. Louis zum Besuche der Ausstellung, erklärt Botschafter Speck v. Sternburg, ihm sei absolut nichts davon bekannt, auch halte er den Besuch für höchst unwahrscheinlich.
— Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat folgende«,- die Fürsorge für die Arbeiter betreffenden Erlaß bett Eisenbahndirektioen zugehen lassen: In der letzten Hauptversammlung der Arbeiterpensionskaffe ist von Vertretern der Kassenmitglieder der Wunsch ausgesprochen worden, daß die Erlasse, die die Fürsorge für Arbeiter betreffen, auch zur KennntniS der Arbeiter gebracht werden möchten. Ich setze voraus, daß die Erlaffe, soweit sie für daS Personal von Interesse sind, schon seither in die Amtsblätter angenommen oder durch Anschlag in den Arbeitsräumen ober m sonst geeigneter Weise bekannt gegeben find. Es ist Sorge zu tragen, daß die Mitteilrmg stets in ausreichender Weise erfolgt. Soweit die Erlasse allgemeine Belehrungen z. B. auf dem Gebiete der Gesundheitspflege enthalten, wird eS sich empfehlen, sie, wie z. B. die Belehrung über die Lungenschwindsucht als besondere Anlagen den Satzungen der Betriebskrankenkasse beizufügen oder auch als Sonderdruckstücke zu verteilen.
Prinz Friedrich Leopold von Preußen schwebte heute nachmittag bei einem Fahrstuhl-Unglück in Gefahr, während der Fü hrer des Fahrstuhls getötet wurde. Der Prinz woMe bei der bekanurcn Firma von Tipp.ckskirch in der Pvtsdamerstraße feine Ausrüstung für das Kommando nach Ostasien besichtigen und wollte mit dem Fahrstuhl wieder herunterfahren. Der Füh«r betrat den Fahrstuhl, als dieser sich bereits in Bewegung gesetzt hatte; er strauchelte und wurde zwischen dem Fahr- stiehl uud Gitter totgeguetscht. Der Prinz konnte keinerlei Hilfe leisten, da er mit den Vorrichtungen nicht verttcaut war und konnte erst nach ziveistündigem Warten von der herbei- gerufenen Feuerwehr aus seiner mißlichen Lage befreit werden.
Thorn, 12. Aua. Die wegen Teilnahme an einer Geheimverbindung bestraften Po l n i s ch. e n G p m n a - siasten, denen die Berechttgung zum Einjäbrigendienst entzogen worden war, erhielten dieselbe jetzt wieder in Aus- sicht gestellt, wenn sie sich nach ihrer Einstellung in den Truppenteil enrwandsfrei führen. In einem Falle verlieh der Kaiser die Berechtigung bereits wieder.
Kiel, 12. Aug. Die aktive Schlachtflotte ist heute nach beendeter UebuiigSreise in den Kieler Hafen zurückgckchrt.
Leipzig, 12. Aug. In dem Streite zwischen den Aerzten und der Ortskrankenkasse hat die Kasse emc Niederlage erlitten. Bei allen ihren Maßtmhnten stützte sie sich immer auf die Distriktsärzte, das sind diejenigen Aerzte, welche von der Kasse angeworben wurden, um an Stelle bet alten Leipziger Kassenärzte in voller Abhängigkeit von dem Kassenvorftande die Behandlung der erkrankten Kassemnit- glieder zu übernehmen. Diese Diftnktsärzte hatten Conder- vertrage, die bei der Neuordnung ber kassenärztlichen Verhält» niffe durch die Regierung zunächst mifrcdjt erhalten blieben. VIber schon damals wurde die Umwandlung der Distnktö- arztftcllen in Stellen freigewählter Kassenärzte angcstrebt. Jetzt hat der Leipziger Verein der feftbesolbeten Kassenärzte, der die Distriktsärzte umfaßt, in die Nmmandlung der Distriktsarztverträge eingewilligt.
Stuttgart, 12. Aug. D.m „Schwäbischen Merkur" zufolge stiftete der Kaiser für die Abgebrannten in Ilsfeld 1000 Mk.
Kevtsch-S«-wkkasrika.
B c r l i n, 11. Aug. Reiter E m i l S ch u m a u u von der Maschinen <xtrhic 1880 in Basel, n ul)c Württemberglsüv am Typhus gestorbe
Abteilung, geboren am 18 August x i agoner int Regiment , Mvnig" (2
*6, ist am 8. August ui Ct)ocontm


