Nr. 189
General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eiehen
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Aus Stadt und Land.
Gießen, den 13. August 1904.
~ Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben den Bauaffeffor Bauinspektor Ludwig Haag zu Friedberg zum etatmäßigen Bauinspektor, den Regierungsbaumeister Hermann Heyer aus Lauterbach zum Bauaffeffor unter Verleihung des Titels und Ranges eines Bauinspektors ernannt. — Der Steuerkommiffär des Steuerkommissariats Dieburg, Regierungsrat Konrad Zimmer, wurde auf fein Rachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaffe der Charakter als Geheimer Finanzrat verliehen.
- Krieg er verein. In der am letzten Mittwoch stattgehabten Hauptversammlung erstattete der Schriftführer zunächst Bericht über das abgelaufene Vereinshalbjahr. Die Mitgliederzahl des Vereins ist ziemlich dieselbe wie im Vor- jahre. Zu klagen ist über den mangelhaften Besuch der Vereins - Versammlungen. Es wurde beschlossen, ’ die G rav elottefeier in der seither üblichen Weise gemeinsam mit den anderen hiesigen „Hassia"-Vereinen zu begehen. Von verschiedenen Seiten wurde beantragt, das Sedanfest diesmal in größerem Rahmen zu feiern. Man sah jedoch hiervon rb und soll nur eine kleinere Feier im Vereinslokale statt- inben. Der Vorsitzende verwies auf den im Herbst beginnenden neuen Unterrichtskursus der hiesigen SanitätS- kolonne und forderte die Mitglieder zu recht reger Beteiligung auf. Zu dem Kriegerfest, das nächsten Sonntag in Hungen stattsindet, wird eine Deputation entsendet werden.
Frankfurter Zoologischer Garten. Im Aquarium, dessen Tierbestand sich in den letzten Wochen um über 100 Exemplare vermehrt hat, find neben schön gezeich- neten Riesenschlangen auch größere Exemplare der giftigen Hornviper eingetroffen. Im Jnsektenhaus, wo es täglich neu entwickelte Schmetterlinge gibt, befindet sich eben ein Käfig mit lebenden Totenköpfen. Wenn der Wärter sie leise berührt, so lassen sie das eigentümliche Pfeifen hören, das zu so mannigfachen Sagen über den Totenkopf Anlaß gegeben hat. Die jüngst eingetroffenen Giraffen, die sich bei dem warmen Sommerwetter tagtäglich im Freien tummeln, haben ich fast alle von der strapaziösen Reise erholt und werden von Tag zu Tag munterer.
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Noble Kurgäste. In Homburg erzählt man sich über die Sparsamkeit einzelner Kurgäste allerhand Geschichten. So wollte kürzlich ein hochelegant gekleideter Badegast für fünf Pfennig Butter einkausen. Ein zweiter Ausländer kaufte, so erzählt der „Taunusbote*, ein Viertelpfund Butter, schnitt sich ein winziges Stück ab und bat, den Rest aufs Eis zu legen, damit er seinen Tagesbedarf jedesmal frisch vorfinde. Er kam auch öfters wieder, bis — nicht bte Butter, aber die Geduld des Kaufmanns zu Ende ging.
Butzbach, 12. Aug. Mit den Erdarbeiten für das neue Steuerkommissariats-Gebäude ist dieser Tage begonnen worden. — In dem südlichen Teil unseres Kreises herrscht an einigen Orten unter den Kindern der Scharlach so stark, daß die Schule geschlossen werden mußte.
Bad-Nauheim, 11. Aug. Der hier zur Kur weilende Senatspräsident Herr v. Adelsleben hatte sich auch seinen Diener Gustav Stief aus Schlesien mitgebracht. Am Freitag hat nun der dienstbare Geist mit dem Fahrrad seines Herrn, nachdem er ihm 3000 Mk. gestohlen hatte, das Weite gesucht.
Aie Trennung von Staat und Kirche in IfranKreich.
Verschiedene größere Blätter lassen es sich jetzt angelegen fein, bei politischen, geistlichen und juristischen Notabilitäten Umfrage zu hatten wegen der Folgen, die aus der von den Führern des ministeriellen Blocks so nachdrücklich verlangten Kündigung des Konkordats und der Streichung des gesamten Kultusbudgets für den Staat auf der einen und die Kirche auf der anderen Seite sich ergeben würden. Die mündlichen oder schriftlichen Antworten auf diese Anfragen werden den Lesern dann in möglichster Ausführlichkeit als schätzenswertes Material zur Beurteilung der Tragweite des Konflikts zwischen der staatlichen und der kirchlichen Gewalt mitgeteilt.
So hat sich der Figaro mit einer bezüglichen Frage auch an den Erzbischof von Rouen gewandt, der mit den Bischöfen Geay und Le Nordez zu den wenigen — 7 bis 8 — französischen Prälaten gehört, die sich seinerzeit weigerten, den von den Kardinalerzbischöfen von Paris uud Reims angeregten fulminanten Protest des Episkopats gegen die Schließung der Kongreganistenschulen zu unterzeichnen. Rach dem, was der Figaro heute über Msgr. Fuzets Erklärungen veröffentlicht, gehört der Erzbischof auch zu den wenigen französischen Kirchenfursten, die in betreff der eventuellen Kündigung des Konkordats ernste Besorgnisse hegen und im Gegensatz zu der Mehrzahl ihrer Amtsbrüder nicht recht davon überzeugt sind, daß das Papsttum nach der Befreiung von den Fesseln des Konkordates in Frankreich einflußreicher sein werde, als zuvor. Die Kündigung des Konkordates, äußerte der Erzbischof zu einem Mitarbeiter des Figaro, würde mit der darauf folgenden Trennung der Kirchen vom Staate einfach zur Aufhebung des Gottesdienstes führen. «Ein solcher Zustand wäre aber*, so fügte er hinzu, „eine politische und soziale Unmöglichkeit. Wenn ein Streich der parlamentarischen Majorität das Konkordat ab» schosste, so müßte man es nach sechs Monaten wieder einsetzen, denn es ist in unserem Lande die unerläßliche Grundlage der notwendigen Beziehungen zwischen den weltlichen und den geistlichen Behörden. Abgesehen von gewissen Kreisen und gewissen Koterien ist unser Volk den Jahrhunderte alten religiösen Ueberlieferungen treu geblieben, und nur das Konkordat kann ihm deren Erhaltung sichern. Wir, der Klerus, müssen uns auf den Boden des Konkordats stellen, wir müssen eingedenk fein, daß die Kirche durch diesen Vertrag freiwillig auf einige ihrer früheren Rechte verzichtet hot. Wir müssen uns unter dem Schutze des Konkordats ruhig verhalten, auf daß man uns ruhig leben und in unserem geistlichen Wirkungskreise arbeiten läßt. Die Kündigung des Konkordats würde für den Staat nur Wirren und Zwiste und für die Kirche nur Ohnmacht, Elend und Ruin zur Folge haben.*
Mit der Trennung von Staat und Kirche in der Weise, wie die Führer der Freidenker-Bewegung, die ausgesprochenen Gegner jeder kirchlichen Wirksamkeit, sie erstreben, d. h. mit dem Verlangen, die Kirche tunlichst zu entrechten und ihr durch polizeiliche und wirtschaftliche Schwierigkeiten aller Art die Fortsetzung ihrer Tätigkeit fast unmöglich zu machen, ist auch einer der bewährtesten bürgerlichen Radikalen, der ehemalige Ministerpräsident Goblet, keineswegs einverstanden. Er will vielmehr für beide Teile volle Freiheit und hatte
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ftdj deshalb schon früher auch gegen das unbedingte Verbot der freien geistlichen Schulen ausgesprochen. Goblet erklärt, er sei stets em Anhänger der loyalen Entstaatlichung der Kirche gewesen, habe sie aber weder als Minister noch als Landesvertreter beantragt, weil er wußte, daß die Majorität einem Vorgehen in seinem Sinne abgeneigt gewesen wäre. Hetzt hält er die Entstaatlichung für möglich, ja für unvermeidlich, doch unter der Bedingung, daß alle Plackereien gegen die Kirche unterbleiben, weil sonst eine öffentliche Gefahr entstehen könnte. Die „freie Kirche im freien Staate*, über bie jetzt viel gestritten werde, habe noch immer seine Zustimmung. Er versteht darunter die freie Ausübung der Religionen, in die sich der Staat nicht mehr zu mischen hätte, und deren materielle Bedingimgen durch Vereine zu sichern wären. Das größte Maß von Gerechtigkeit innerhalb des größten Maßes von Freiheit — das ist die Forderung, die der alte Staatsmann an seine Nachfolger stellt.
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