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13.2.1904 Drittes Blatt
 
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Samstag 13. Februar 1804

Drittes Blatt

154. Jahrgang

Nr. 37

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- im- Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Die(Siebener ZarnillenblStter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^HMjche Landwirt"' erscheint monatlich einmal.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersltätsdruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7.

Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen.

Die japanische Armee.

(Nachdruck verboten.) (Original-Artikel desGieß. Anz.")

Das Interesse, welches in Deutschland der japanischen Armee, an deren Ausbildung preußische Offiziere beson­ders beteiligt waren, entgegengebracht wird, veranlaßt den Verfasser des vorliegenden Aufsatzes, auf Grund zuver­lässiger Quellen, ein Bild über die japanische Armee zu geben.

Tie kriegerischen Ereignisse in Ostasien 1800/01, sowie der Krieg von 1894/95 Um die Vorherrschaft imfernen" Osten hocken bewiesen, daß das, was Preußen groß gemacht hat, nämlich der Geist der Offensive, vereint mit treuer Vaterlandsliebe und edlen soldatischen Tugenden, auch der

ergänzend Marsches warm die

schlimmsten und die

schwerden zu leiden. Tas Thermometer hielt sich aus naye zu 100 Grad Fahrenheit, zuweilen stieg dm Temperatur sogar darüber hinaus. Ter DUrrsch ging durch tiefen Sand boden über schattenlose, mit hochhalmrgem, dünnstehendem

steht er auch in dem aus gebrochenen Kampfe auf ihrer Seite, unbekümmert um die ruhig abwägende neutrale Haltung unserer Regierung. Er läßt sich auch von keinem Besserwisser in diese seine Parteinahme dreinreden, und wenn ihm jemand kommt und von der Unzuverlässigkeit des Volkes in geschäftlichen Dingen, von der Unmoglichckett, als Ausländer dort Land zu erwerben ic., von der nutzt wegzulenguenden Verschlagenheit dieserEngländer des Ostens" spricht, so ficht ihn das ebenso wenig an, wie s. stt. der konservative Charakter und die pietistischen Auswüchse des Burenvolkes. Ja, er rühmt ihre Abgeschlossenheit, ihr unüberwindliches Mißtrauen gegen die europäischen Völker, das sich in diesen Tagen besonders deutlich kundgibt, drauf­gängerisch als ganz vernünftige Schlauheit. Es ist nämlich eine seltsame Tatsache, daß es keinem der großen Tages blätter, auch England nicht ausgenom­men, gelungen ist, einen.Kriegsberichtersta ­ter auf einem der japanischen Schlachtschiffe unterzubringen, so große Opfer man dafür auch aus- geboten hat. Und so sitzen denn die schreib- und depeschner- lustigen Herren sämtlich in Tokio, wo ihnen noch dazu durch eine strenge Zensur, die ohnehin schon auf Hörensagen ange- wiesene Berichterstattung doppelt erschwert wird, wahrend aus russischer Seite unsere Presse uberal ihre Vertreter dicht vorm Feinde ha Selbst Scherl, der soviel ermöglichte und seinen Konkirrrenten Mosse, diesen Trumpf mit Wonne Vorspielen würde ist auf Tokiolche Depeschen gesetzt, , .olge dieser Maßregel ist natürlich, daß man alle Nachrichten nut der größten Vorsicht aufnehmen muß; denn wac- aus Rußland zuuns herüberschallt, ist selbstverstandlm- erst recht gründlich oesichtet und beschnitten worden. Unsere Knirpse m, der Spree tun es den Alten nach und arrangieren, um ihren Herzen Luft zu machen, die großartigsten KAegssprele, bei denen die Russen allemal die Kosten zu zahlen haben. So lange diese Svmpatl ^Kundgebungen nicht über em paar I Kovfbeulen und etliche blaue Flecke hmausgehen, mag man der teutonischen Rauflust ihr Vergnügen gönnen.

^Während die Kavallerie im Kriege 1894/95 nicht immer ihren Aufgaben gewachsen war, so hat sie sich nn letzten Kriege gegen China hervorgetan. Im ersteren waren erfolgreiche und entscheidende Kavallerieangriffe nicht zu verzeichnen: auch wurde eine Verfolgung des Gegners durch Kavallerie selten durchgeführt, was wohl auf das seinerzeit noch mangelhafte Pferdematerial und auf das schwierige Gelände zurückzuführen ist. Da das japanische Pferd lvenig zum Dienst geeignet ist, so verbesserte man das Pferde- material, iiidem man nach preußischem Muster Ge- tüte anlegte. Die Sicherung und Aufklärung dagegen war chon damals durchaus sachgemäß. ,

Im letzten Kriege hat die Kavallerie sich bei Peitsang durch eine schneidige, gut angesetzte und durchgeführte Attacke gegen Artillerie ausgezeichnet, wobei in der, bei uns gebräuchlichen eingliedrigen Formation angeritten wurde. Die Aufklärung, Sicherung und das Meldewesen tn diesem Feldzuge verdienen besondere Anerkennung.

Die Artillerie hat in beiden Kriegen anerkennenswerte Leistungen aufzuweisen und wurde überall mit großem Geschick verwendet.

Wenn auch die chinesische Artillerie besonders rot ersten Kriege recht mäßig war, sodaß es der japanischen nicht schwer wurde, dieselbe niederzukämpfen, so hat letztere den Grundsatz bewiesen, daß eine mit starker Artillerie aus­gerüstete Armee, welche nicht allein die des Gegners nieder­zukämpfen, sondern auch den Infanterie-Angriff wirksam vorzubereiten vermag, den Vorteil hat, die eigene Infanterie vor großen Verlusten zu bewahren. Mit Stolz können die Japaner auf den heldenmütigen ueunstünndigen Kampf ihrer Artillerie im letzten Kriege bei Peking gegen einen über­legenen und stark gedeckten Gegner zurückblicken.

Die Leistungen der Pioniere sind durchaus ge­nügende. Sie hatten reichlich Gelegenheit, ihre Geschicklich­keit in der Anlage und Ausführungen von den verschie­densten Feldbefestigungen, Wegebau, Lagerbauten und Tele­graphenleitungen zu beweisen.

Der Sa n i t ä t s d i e n st ist in beiden Kriegen sachgemäß gehandhabt worden und zeigte eine vortreffliche Or­ganisation. Das nötige Feldlazarettmaterial der Truppe war stets rechtzeitig zur Stelle. Die zahlreich vorhandenen Aerzte erfüllten die an sie gestellten Forderungen «ach - jeder Hinsicht.

teidigung des Landes, den Angriffsplan gegen die Nachbar­staaten und die Militarstatistik leitet der Chef des Stabes, welcher im Mobilmachungsfalle Chef des Stabe- der Operationsarmee wird.

Tie Infanterie hat einen Ersatz, wie er nur einer guten Armee zu Gebote steht. Der Japaner ist gut militärisch beanlagt, er ist kräftig, wenn auch klein, genügsam, ausdauernd und von leichter Auffassungsgabe. Gymnastik, Schießen werden im Verein mit Feld- und Okfechtsdienst eifrig be­trieben. Offiziere und Unteroffiziere besitzen großen Eifer und treue Hingabe für den Dienst. Ihre Vorbildung ist vorzüglich, die Disziplin gut, aufgebaut auf unseren Grundlagen. /

In guter Erinnerung steht den jüngst in China ge­wesenen deutschen Offizieren der Diensteifer, die persön- tidjie Liebenswürdigkeit und das Taktgefühl der japanischen Offiziere, durch welche Eigenschaften sich letztere viele Sympathien erworben haben. Tie Gefechte bei Peitsang durch Umgehung und Aufrollen des feindlichen rechten Flügels beweisen, daß die Fechrt- und Angriffsweise der japanischen Infanterie den modernen Grundsätzen entspricht. Bei der jetzigen Kriegserklärung ist Japan im Anfang der Armee weit überlegen. Die aktive japanische Armee vermag für einen Festlandskrieg einschließlich ihrer Reserven^ eine Feldarmee von ca. 240 000 Mann aufzustellen. Die Terri­torialarmee darf bestimmungsgemäß nur bei der Verteidig­ung des Landes Verwendung finden und kommt für einen Krieg auf dem Festlande gegen Rußland wohl kaum in.

Anders wird die Sache, wenn in den ausgezeichnet un­terrichteten Berliner Knabenkopfen der Drang mächtig wird, die Kämpfe um Port Arthur herum etwas genauer, zu kopieren. Taßunsere Zukunft auf dem Wasser" liegt, wissen sie so wie so schon längst. Ist es daher berwunder- lich, daß der kühne Plan zur Lieferung einer Seeschlacht unter den Taugenichtsen reifte? Glücklicherweise kamen ein paar Väter dahinter, noch ehe dierussische J^ttc" mit ihrenversiegelten Befehlen an Bott>" auslaufen konnte, noch ehe diejapanischen Torpedos" voll bemannt waren, und so wurde die fürchterliche Seeschlacht auf der Spree noch rechtzeitig verhindert. Tas europäische Schievsgericht" spielte allerdings dabei eine nicht ge­rade friedliche Rolle: die Herren Väter, die sich zu diesem konstituiert hatten, sollen mit den schlagendsten Arau­menten beide Parteien von dem Unsinn ihrer kriegerischen Gelüste überzeugt, und manche Mutter daheim vergeblich in der Rolle Bertha Suttner's Vater'n:Die Waffen nieder!" zugerufen haben. Neben dieser verimglimten Wasserprobe ist von mancherlei Feirerproben zu berichten, die zu Nutz und Frommen rmserer Jugend in den Schulen abgehalten werden, um bei aus brechen­der Brandgefahr nicht einer kopflosenPanik zu ver­fallen. Auf ein gegebenes Alarmzeick^n müssen die Schü- ler resp. Schülerinnen schnell aber zielbewußt nach ihren Sachen greifen und bann, in Reihenvon zwei und zwei geordnet, dem Lehrer aus der Klasse über Flur und Treppen folgen. Man hat es ermöglichen können, große Schulgebäude auf diese besonnene Art ui zwei Minuten zu leeren. Auch in großen Fabrikbetrieben hat man es zum Teil nicht nur bei Instruktionen belassen, sondern durch praktische Versuche Fingerzeige gegeben und sich geben lassen,' was bei einer plötzlichen Notlage rmbe- Dingt zu geschehen hat. Man sollte das andernorts nach zuahmeu nicht versäumen, wenn es nicht schon ge­schehen ist. LR

japanischen Armee den Erfolg gesichert hat.

Nicht ohne Bewunderung blicken wir auf den 10 Monate währenden Feld zu g zwischen den beiden Mächten Ostasiens : zurück; überall zu Wasser und zu Lande sind die japanischen Waffen siegreich gewesen.

Nicht ohne Vorbereitungen trat Japan 1894 an die große Aufgabe heran, den Kumpf mit dem zehnmiü größeren Koloß des chinesischen Reiches zu wagen: den nlange vorher war die Armee in stiller, fleißiger Friedensarbeit umge­formt und nach den modernen Grundsätzen ausgebildet wor­den. Nicht umsonst hatten befähigte japanische Offiziere vor Ausbruch des Krieges Land und Leute in China studiert, sodaß man das Volk kannte, gegen welches man zu Felde zog und sich darüber klar war, wo chinesischen Truppen entgegengetreten werden sollte.

Mit größtem Interesse folgten wir Deutsche denn auch jenem Siegeszuge der japanischen Landarmee von Asan über Nju-tschuan, von Port Arthur bis Wei-hai-wei. Die größere Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte bewährte sich in diesem Kriege glänzend gegenüber den großen Panzerkolossen der Chinesen, und so sehen wir die japa­nische Flotte das gelbe Meer, den Busen von Petschili und Korea im Zickzack durchqueren und siegreich bleiben von Hai-jana-tau bis Formosa.

Auch im letzten Kriege mit China 1900/01 haben die europäischen Mächte hinreichend Gelegenheit gehabt, den Geist, die Ausbildung und Führung der javanischen Armee schätzen zu lernen. Die Mobilmachung des Landheeres, die Ausrüstung der Transportschiffe, die E-nberufimg ustd Einkleidung der Reserven sollen in anerkennenswerter Weise verlausen fein. Von sämtlichen Mächten wurde die japa­nische Landarmee in diesem Kriege als tüchtig , bezeich­net, indem ihre Führung moderne Sttcttegre und Taktik zeigte, ihre Operattonen stets sachgemäß vor­bereitet waren und durchgefuhrt wurden. Sie hat ein sicheres Zeugnis dafür abgegeben, was eine nach den Grundsätzen der modernen Kriegskunst bewaffnete, ausge­rüstete, ausgebildete und geführte Armee unter schwierigen Verhältnissen zu leisten im stände ist- 2 wurde

das Verhalten der Japaner auf dem Marsch des Entsatz­korps von Tientsin nach Peking gerühmt- ,

Major Scheibert erwähnt der Japaner besonders anerkennend in dem 2. Teil seines Werkes:Der Krieg in China 19001901 auf Seite 23423a - Er fagt.^te Führer sämtlicher Kontingente stimmtent rn schw^n Klagen über den Einfluß der Hrtze aus die Leistungsfähigkeit ihrer Truppen überein. Nur die Japaner schwren unter der Hitze weniger gelitten zu haben, da ste sich nach ung der täglichen Marschleistung stets noch mit der Aus besseruna der Wege beschäftigten." . .

Von anderer Sette, fährt Major Scheibert fort,

Plaudereien aus der Kaiserstadt.

(Nachdruck verboten.)

Japan in Berlin. Berliner Sympathiee«. Kriegsspiele der Jugend. Allerlei Feuerproben.

Wer regelmäßig seine Spaziergänge dittch die ffraüen Berlins macht, kommt leicht dazu, die Anzahl der

J°PE zu W-rschütz-n. Das liegt

Kieses auicke, ungemein anpassungsfähige -wttwen totmer mitertoegS ist. ton Ereignis größerem hnteresse irr,beachtet läßt, in unseren Restaurants und Cafes sitzt, und mit einer augenscheinlichen Freude den Europäer iPielt. Wo habe ick in diesem Winter nicht überall die Mündlichen Bronzegesichter mit den schiefgeschlitzten dunklen Augen darin' lind den pechschwarzen Haaren darüber getroffen? In den Konzerten des kleinen Geigenvirtuosen Vecsach wue bei dem Liederabend von Marie Hertzer-^eppe; Premiere vonRose Bernd" wie bei derSchonen Helens itim Blüthaenfesr" im Künstlerhaus und aus demLustigen MättAballtt^d^r Schlaraffia: überall waren stevertreten

n^-kwürdigen Gegensatz zu ihren Stammve^oandttn, ^n Chinesen ^überall entwickelten sie denselben fröhlichen Enthusiasmus, lachten, jubelten, applaudierten, warm ebem JrSbet Berliner so schön sagt:mitten mang , und e^ t01 S)afier auch der ausgesprochenen Sympathien

ÄTbrn "tolcn Situationen immer noch abgeht,

warfen."

Was nun die Organisation der japanischen Ar­mee betriff, so ist stie im Wesentlichen in ihren Formen und Einrichtungen nach deutschem Muster gebildet worden. An Stelle der früheren, aus den Kontingenten der Taimio und den Truppen des Shogun bestehenden Heeresmacht, schuf man eine stehende Armee aus Infan­terie, Kavallerie, Artillerie und Geniesoldaten. Bei der Einrichtung der Armee vertraute nian anfangs französi- chen Offizieren die Leitung an: jedoch schuf man später >ie Heer- und Wehrordnung nach deutscksem Muster, sodaß Japan nunmehr eine übersichtliche Organisatton besitzt und sich wohl den besseren europäischen Armeen würdig anzureihen vermag.

Durch Gesetz vom 28. November 1872 nebst Ergänzung vom 21. Januar 1889 ist die allgemein e Wehrp flicht eingeführt. Tie Ergänzung der Armee ist rein territorial, da infolge der gleichmäßigen Dichtigkeit der Bevölkerung owie durch die kurzen Entfernungen zwischen den Ein­berufungsorten und den Garnisonen eine solckse keine Schwierigkeiten bereitet Hiervon ausgenommen ist die Garde, welche sich aus dem besten Material der Armee zusammensetzt und ihre Truppen aus den Linienregimentern nach i/2 jäljrigcr Dienstzeit entnimmt.

Die Armee besteht im Frieden aus 1 Garde- und 6 Derrttorial- (Linien-) Tivisionen (Tokio, Serckai, Nagosa, Osaka, Hiroshima, Kumamoto) sowie der Brigade von Jesso. Tie Mobilmachung, die Stärkeverhältnisse der Truppenteile im Frieden, die Kommandeur- und übrigen Offizierstellen, ihre Funktionen sowie die Chargen der Unterführer entsprechen ziemlich genau den unsrigen. Zur Einführung gelangte das Gewehr M/ü? Meidji-Gewehr während das neue Schnellfeuergeschutz seinen (Srfirber in dem hervorragenden Artillerie-General

1 und Konstrukteur Arisaka hat.

Tie Flotte belief sich zurzeit des Krieges mit Mna 1894/95 außer den noch im Bau befindlich gewesenen Schiffen auf ca. 35 größere Schiffe und 45 große Torpedoboote. Für die Verwendung auf hoher See kamen davon in besondere Berücksichtigung 17 Schiffe und etwa 20 TorpedobooteBei Ausbruch des Krieges 1900/01 konnte Japan die stattliche Zahl von etwa 50 größeren Schiffen und 27 Torpedobooten nachweisen und wird nach dem Flottenplcni 1903 schon aus die Höhe von 67 Hochseeschiffen, 12 Torpedojägern und 75 Torpedobooten kommen. ,

Bei Ausbruch des jetzigen Krieges stellt Japan 7 Linien­schiffe, 6 Panzerkreuzer, 17 kleinere Kreuzer, 19 Torpedo­bootszerstörer und eine große Anzahl kleinerer Torpedo­boote. Hierzu kommen noch die zwei neu angefanftcn Kreuzer Kosuga und Nisshin. Die Linienschiffe, welche in England gebaut sind, rechnen hinsichtlich! ihrer Geschwin­digkeit und Geschsttzausrüstung zu den stärksten neueren ^lachtschiffen; auch die Panzerkreuzer entsprechen allen neuen Anforderungen. '

Den Oberbefehl über die Armee und Marine fuhrt der Kaiser; ihm zur Seite sieht der Kriegsrat, das Kriegs- und Marineministerium. Im Frieden wird dem Kriegsrat, welcher in der Regel ein Prinz ist, die takttsche Ausbildung der Truppen übertragen; ihm unterstehen die verschiedenen Militärinspektionen. Im Kriege übernimmt er das Kommando der Armee. Tas Krie g sministe- rium bearbeitet die Verwaltungs- und technischen An» gelegenhetten und stellt den Kriegsplan aus. Die Ver-

treibe bewachsene Felder. Die Japaner zeigten sich am widerstandsfähigsten; ihr Transportdienst war der beste und sie marschierten daher an der Spitze; nach ihnen zeigten sich die Russen als den Beschwerden am meisten gewachsen. Die Japaner schienen nie zu ruhen: ihre Reiter und ihre Aufklärungspatrouillen durchschweiften das Land vorwärts und nach der Flanke hin. Ihre Vorposten hielten sich in beständiger Fühlung mit dem Feinde und setzten ihm so nah' zu, daß die Chinesen ihre Schlaf- matten und ihr Kochgeräte sowie Kleidungsstücke weg-

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