Ausgabe 
12.8.1904 Zweites Blatt
 
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^Butzbach, 11. Aug. Ein Soldat, der einem hiesigen Einwohner beün Lbsmb machen geholfen, stürzte sonn-

kvs Innern von neuem, da- er bi# TÜrj 1885 ^ibehiekt- Die Äiliniiv die tau Sturz deck 'JJiiniltrnum# Ferrv hrrbeifühtten, &nS* an öffentlicher Mitisci-r Utigfnt oo mubt au hoben er »og lid) zur ^lucküdung seiner Advokaten- Ä 'LÄnne» *u?ül fcft MS .W 1894 führte -bn her 'Eohhl nneöcr zu. Am 7. Oktober jene# Iahrrck wählte ibn boi icjx itement Ihnrr mit bed utendcr Maiontä: m den Senat.

unnfte ihm tue Aufsicht auf den Prandcntcn- ftubC der Republik, dixb trat er vor dem zweiten iLtumngang ^tiunfevn Fein ivaure# zurück. Tie scharfen 'Jingnne, die die SatSnuiliiten Einlaß der Drcviuck-Anare «egen die Jxißicr- una im ersten Arntckiapr Louberck richteten, hatten den Tiwrivck lui 3i>lje. Die Republik schien auf ba& ärgste bedivht. Niulxnnux grubet Waldeck-Rousseau die Kabinettckvlwun-, dn enffdioifcn 'amtliche Republikaner mit Ausnahme der am firn ft-barn'. Waldeck-Rousseau recbtnrtigte bafr in ibn gelebte Vertrauen: er wußte die Trevsiick-Assarr durch den ^ozcv in Renneck n>emgstcnS vorläufig abzuichliesten, sich mit der Shmc dbiuhnbui und bat die grobe (säkular AiickUrllung betuchenden Fremden Frankreich in völliger Ruhe 5" praie""eren. ^ureb ta# im Januar Olärz 1901 zur Beratung ocsü'llte ViremSg^sitz wendete stch Waldeck-Rouffean gegen bie übermächtige ötiUung ^r Kongregationen im öffenUi&n UntcmM Damü wurde er vr eigentliche Schöpfer be# augenblicklich die Mmroiucktt Politische Seü Äwen^tott» sumdxTt bei Sepubhi unöber tone. Waldcck-Rous»eau verltand eck, den Bruch mit btm ^atikan zu vermeiden, und eck schien dxm der säüiclüiche (rug^im Äanuy. mX den ^vugrcgarioucn zuzufallen. Ta l^itte er.duck Unglück, das am D De-ember 1902 am Boulevard -sebaswpol in ban# jein Wagen einen Zusammenstoß mit einem Stravaibahmvagen «litt ivvbei er selbst schwere Kontusionen c.n der Brust, unter- bald deck Unfen Äuge# und am linken^ Ohr crliN.^'Wunden.die ihn bi# 6. 'Jlprü an# Bett fesselten. Tie Wahlen vom 11. Mai 1902 bradien ihm durch ihre Majorität ein ^an3en^# ^nrau^ WMum, da überraschte er die Welt am -8._Skav 190- nut 1 einem vvUia unoermuttt tommendcn Rücktritt. Er zog sich ant leinen Land, iS bei Corbeil zurück, wo er einig.dem Angelsport huldigte. Au# der lebten Zeit seine# Lebcnck ist )emc Zusammenkunst mit iaiiet Wilhelm an Bord der ^DohenzoUern" im 'oodttorfc vor dSc am 1L August 1902 noch in der Erinnerung. ,3n biqem Sommer machten sich die Folgen seineck Lturzeck neuerlich be­merkbar: er muhte sich am 5. Juni einer L peratum unterziehen, bie ihm »war vorübergehende Bcftcrung gebradx, aber da# Forrsck-reiteu sestieck Leiden# NickN verbinden har.

glücHidb das; er sich eine schlvere Berletznmg amBein zuzog, und in dack Lazarett nach Metzen verbracht werden nW®)('®in EbaVbd, 11. Ang. Eine hiesige Bürgersfrau wollte eine 3t*ul) anbinden, wurde aber dabei von dem Tier inck ciue Auge gestoßen, so baB |ic an diesem Auge die Sehkraft verlieren wird. Drc Berichte wurde ui die Meßener Augenklinik verbracht.

l. K a u l st o ß, 11. Aug. Bei der gestern stattgehabten Ersatzwahl deck Gemein dcrates wurden die beiden seitherigen Mitglieder Christian Oberherm und Balenttn Fischer wiedergewählt, M'ugeivählt lvnrde der Landlvrrt Beter Sclmttdt I. Die Wahlbeteiligung war sehr rege.

(w.) Wetzlar, 11. Aug. Wie der jetzige Vereinsdirektor L»einzenberg in der Generalversammlung deck Vor schuß- un d Ü'r e d i t v e r e ins bekannt gab, hat der gestimte bisherige Aufsichtsrat mit Ausnahme des in diesem Jahre ncugewahlten Mitgliedes sein Amt uiedergelegt. Es galt daher für acht anögeschiiedene Aussichtsräte Remvahlen vor- Mitehmen. Ter Vorstand hatte eine Liste geeigneter Per- wnlichkeiten aufgestellt, welche mit großer Mehrheit ge­wählt wurden. Ium zweiten Punkte der Tagesordnung bcridrtctc der Vorsitzende, daß zur Einleitung des Straf verfahrens gegen bic früheren Mitglieder des Vorstandes eine Diachrevision der Bucher stattgefunden habe, durch ivelche eine Reihe iieuer, uim Teil recht bedenklicher Mo­mente sestgestellt worden seien.

- Dr. Theodor Koch, der sich bekanntlich seit Slpril vorigen Jahre« im Auftrage des Königlichen DtufeumS für t Völkerkunde zu Berlin auf einer Forfchungöreise un Innern Brasiliens befindet, schreibt uns, daß er von seiner zweiten ; Tour nach einer Abwesenheit von über vier Monaten an einen Ausgangspunkt Jao Felippe ani Rio ^iegro glücklich wieder angelangt fei. Anfangs Februar war er, nut von einem Diener und einigen Indianern begleitet, m das noch völlig unerforschte Gebiet des Rio Curicuriary aufgebrochen. ES gelang ihm, die gleichnamige, etwa 1000 Meter hohe Serra bis zur letzten senkrecht abfallenden Felsfpitze zu be­steigen und dann den Rio Eurieuriari) und seinen linken Zu- lufe, den Capauary-Jgarapö auswättS zu verfolgen bis zu einem Indianerpfad, auf dem trotz deS schwierigen Transportes von Boot und Bagage in zweiTagen der Caran^-Jgarapc; erreicht wurde, der die Reisenden am 6. März zum Rio Eaiarp-UanpöS brachte. Von dort wandte sich der Forscher einem Rebenfiuß zur Rechten, dem Rio Tiquiä zu, den er biß m fern Quell- gebiet verfolgte und an dessen Ufern er Jndianerhälmne traf, die noch niemals einen Weißen gesehen hatten. Von der letzten Jndianeransiedlung auS erreichte Dr. Koch, wiederum auf schmalem Indianerpfad, über die niedrige Wasserscheide einen kleinen Zufluß deS Rio Japurü. Dann trat er über den Rio TiquiS die Rückreise an und erreichte am 14. Ium wohlbehalten wieder Sao Felippe. DaS Ergebnis dieser Reise ist außer zahlreichen Photographien und 13 auösuhr- heben Vokabularien eine große, besonders an Tanzschmuck reiche Sammlung, die unter anderem die altberiihnite, riesige Signaltrommel der Tukaw-Indianer enthält. Tr. Koch beabsichtigte, schon Mi Juli zu einer neuen Forschungsreise m da« Quellgebiet des Rio Caiary-Uanpeck aufzubrechen, eine lnfpruch nehmen rotrb.

*» Geb u r i -1 ii g P hikippS

d e s G r o ß m ü t r g e n. Auf das gestrige Eingcfaudt teilt uns der Vorstand deS Zweigvercrus Gießen des Evang. Bundes mit, daß der hicsrge Ztveigverern bevetts seit Monatcu eine Feier zur Erinnerung an inc 400iahrrgc Wiederkehr des GcburleUagck PHUipps de» Großmuttgen gx- plant bat Diese Feier ist vorgesehen für den Mcrw des 6 Rovember in O^cftaÜ einer allgemeinen Abend- oersammlung im ^Reuen Saalbau". Leider ist der mal am 13. November für einen anderen Ztveck m^Anipruch genommen, so daß von der Feier an d iesem -tage, dem eigentlichen ErinnerungStage abgesehen rverden mußte.

* Unfall. Der Hilfsheiser Habicht rst^gestern der der Einfahrt deck Gütedigeck ,567 in Gleis 77, auf dem Rangierkopf deS BahnhoseS Gießen, als er ttck -u wei vorwärts beugte, mtt dem Lopfc gegen einen Ltchtmast ae'chlaaen, von der Lokomottvc l)erunterge,ttirzt und hat sich eine tiefe Quetjckstvunde an der rechten Kopsieite sowie einett rechtsseittgen Schlüsselbeinbruch zugetzvgen. Dem Verletzten wurden die ersorderlick^n Rotverbande an­gelegt uttd seine Ueberführung in die h^sigc Klinik vor-

AüS Stüöt null Land.

Gießen, den 12. August 1904.

- Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Mitglied der HöntgL Prcuß. und Großh. ixfi. Eisen- bahndireklwn Mainz Regierungsaficssor Dr. Hans Siegfned Schneider den Charakter als ^egimmgßrar erteilt, dem Augführer m der Heff.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft Adam Gsinft zu Darmstadt den Bahnwärtern bei dieser Gemein» schäft Michael Blümler zu Babenhausen und Martin Schneider zu Nackenheun wurde auS Anlaß ihrer Ver­setzung m den Ruhestand das Allgememe Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treue Dienste« verliehen. In den Ruhestand versetzt wurde der Slationsaslrstent m der Hefi.- Pr^. Eisenbahngemeinschaft Jakob Korrell zu Gustao»- butg, Dem Psarr Verwalter Eduard Dannenberg er zu Hom-Gründau wurde die evangelische PfarrsteUc zu Schwarz, Dekanat Alsftld, übertragen.

Aniversttäts-Yachrichten.

h, öaUc a. S.» 11. Aug. Mit Ende diese# Semesters legt der Geographie-^Prosessoi, Geh. MegierungSrat Tr. Phil., Alsr^ § i r ch ho f f in Dalle a. ö. jein Lehramt weder und zieht sich nach Riockau bei Leipzig zurück.

3tt Dem Kampf um » Dasein der Kinder bUben die besouderck im Sommer austretenden Magen» und Darnikrankbeiten die schlimmsten Feinde. Der beste Schutz gegen^die,eiben ist eme ra- noneUe Eknährung, welche bei möglich,ter Schonung des Magen- Tarmkanal# deni DrqaiuoinuS die zu (einem Aiübau noiwendig^i 9tabrftoffc zuführt und ihn dadurch gegen Krankheiten widerstands­fähig macht. Erne solche Ernährung geschieht durch die Ereichung von «nfekc'S ttindermchl mit Milch, welches die m der 'Diilch enthaltenen Nährstoffe tm richtiaen Verhältnis be,itzt, die von der Namr nicht für die klemen Vlenschen bestimmte Kuhmilch bunt) die Herstellung einer feinstockigen Gerinnung un Magen des Kindes dem kindlichen Berdauungsapparat anpaßt und durch Mepalt an leinen Mineral- und Eiweißstoffen die Entwickelung des Knochen- unb MuSkelsystern« auf da# Günstigste befördert.ss

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